Für immer Achtzehn - Anja Staab - E-Book

Für immer Achtzehn E-Book

Anja Staab

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Walter ist 17 und in der Lehre als er - zunächst zum Reichsarbeitsdienst - dann zur Wehrmacht eingezogen wird. Er schreibt an seine Eltern in Kassel. Seine wenigen erhaltenen Briefe geben vor dem Hintergrund des Kriegsgeschehens des Jahres 1944 einen Einblick in die Erlebnisse von Walter.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 29

Veröffentlichungsjahr: 2024

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Nachwort

Die Familie

Quellen

Anhang

VORWORT

Der 2. Weltkrieg hat Narben hinterlassen, in vielen Familien, über die Generationen hinweg. Wie viele Menschen in der Zeit des Nationalsozialistischen Regimes verfolgt und getötet wurden ist unfassbar und diese Schuld wird immer bleiben.

Die Kriegstoten in allen Ländern, ob Zivilisten oder Soldaten machen den 2. Weltkrieg zu einer - von Deutschland verschuldeten - globalen Katastrophe. Auch die deutsche Bevölkerung hat gelitten, aber nicht alle Zivilisten waren nur Opfer, so wie nicht alle Soldaten nur Täter waren.

Mit dem Abstand von fast achtzig Jahren sehe ich in Walter einen Jungen, der Sohn und Bruder war und nie die Chance hatte erwachsen zu werden. Der Jahrgang 1926 wurde ab Dezember 1943 voll einberufen, Walter war da 17, er starb mit 18. Wenig aus seinem kurzen Leben hat die Zeit überdauert, er schreibt an seine Eltern Johann und Elise nach Kassel. Die Briefe unterlagen der Zensur und sollten „heroisch“ sein. Er schrieb aber auch wissend, dass seine beiden älteren Brüder Ludwig und Werner auch im Kriegseinsatz waren. Kassel war seit 1943 bereits stark zerstört und wurde aufgrund der ansässigen Rüstungsindustrie weiterhin angegriffen.

Die Briefe sind Zeitdokumente, die Schreibweise wurde übernommen, heute ungebräuchliche oder unklare Begriffe werden im Anhang erläutert. Jeder Monat des Jahres 1944 beginnt mit einigen Kriegsereignissen in Stichworten (Quellen 3 und 4), ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Jedem Brief wird die Schlagzeile einer Tageszeitung vorangestellt (Quellen 1 und 2).

Ein sich Erinnern ist zugleich auch die Mahnung, wohin rechtsextremes Gedankengut führen kann und Deutschland bereits geführt hat.

Für Elke und Uwe Walter Ludwig

Anja Staab

Walters Eltern Johann und Elise Damm bei der Hochzeit 1907

JANUAR

2.: schwerhtml er Luftangriff der britischen Luftwaffe auf Berlin

14.: Beginn des erfolgreichen sowjetischen Angriffs auf den deutschen Belagerungsring um Leningrad

20., Kassel: In Kassels einziger noch erscheinender Tageszeitung, der „Kurhessischen Landeszeitung“, ist zu lesen, dass der Reichspostminister „zur schnellen und richtigen Beförderung“ die Postleitzahl eingeführt hat. Kassel gehört zum Postleitgebiet 16

21./22.: Beginn des Unternehmens Steinbock der Luftwaffe, das bis zum 29. Mai wieder eine Verschärfung der Luftangriffe auf London und andere englische Städte zur Folge hat

22.: Alliierte Verbände landen in Italien südlich von Rom überraschend im Rücken der deutschen Frontlinie und bilden dort einen Brückenkopf

Elise und Walter

FEBRUAR

7. - 27.: eine Serie sowjetischer Luftangriffe auf Helsinki mit über 2000 Bombern

8.: Die alliierten Planungen zur Operation Overlord, der Landung in Nordfrankreich, sind abgeschlossen

Ludwig und Walter

Dienstag, 15. Februar 1944

„Anhaltende harte Kämpfe im Osten - Eindrucksvoller Abwehrerfolg“ (Quelle 1)

Liebe Eltern!

Amsterdam, den 15.2.1944

Wir müssen heute unsere Koffer fertigmachen und werden sie wohl bald hier abschicken. Ich will deshalb diesen Brief in den Koffer legen. – Ich schicke alles, was ich nicht unbedingt hier benötige wieder nach Hause, damit ich mich nicht mit unnötigem Zeug abschleppen muß.