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Warum wiederholen sich manche Situationen in unserem Leben immer wieder? Warum lassen sich meist genau die Dinge nicht verändern, die wir anders haben wollen? Wieso das so ist, was du dagegen tun kannst und was das alles mit deinen Gefühlen zu tun hat, wird dir in diesem Buch anhand von vielen Beispielen aus dem Alltag erklärt. Wenn wir erkennen, aus welchem Grund uns bestimmte Dinge in unserem Leben geschehen und wissen, wie man diesen Kreislauf durchbrechen kann, werden wir wieder zu Schöpfern unserer Realität. Insa Erdmann channelt ihren Geistführer Hilarion.
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Seitenzahl: 266
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Kein Teil (oder als Ganzes) dieses Buches darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der Autorin Insa Erdmann reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt, übersetzt oder verbreitet werden.
© Insa Erdmann 2015
1. Auflage
Lektorat: Dieter Schmitt, Jennifer Trautmann
Illustrationen: Oliver Bartl, www.magic-matrix.de
Verlag: Die Tankstelle
Seit meinem 15. Lebensjahr arbeite ich an der Aral-Tankstelle meiner Eltern in Gerlingen. Ich bin in ganz normalen Verhältnissen aufgewachsen, sicher ähnlich wie du, der jetzt dieses Buch liest.
Es war nicht so, dass ich von heute auf morgen Engel und geistige Wesen gesehen habe oder gar seit meiner Geburt diese Fähigkeit hatte. Ich habe auch keine Drogen genommen oder bin sonst irgendwie durchgeknallt. Mein Leben verlief ganz normal. Vielleicht hast du dieses Buch zugeführt bekommen, weil du ähnliche Erfahrungen gemacht hast wie ich und du von meinen Erlebnissen und Erkenntnissen profitieren kannst.
Was ich hier über mich und mein Leben schreibe, soll dir dabei helfen, schneller deine Ziele zu erreichen, als es bei mir der Fall war. Vor allem brauchst du viele Dinge nicht mehr unbedingt selbst zu erleben, wenn du erfährst, wie ich Dinge gelöst habe.
Ich war in der Schule nie besonders gut, wohl auch, weil mich nichts so richtig in seinen Bann gezogen hat. Religion, Sport und Aufsätze schreiben fand ich toll, durch alles andere quälte ich mich hindurch. Der Grund, wieso ich gerne in die Schule ging, waren meine Freunde und auch die Lehrer, die mir Halt gaben. Meine Eltern arbeiteten die meiste Zeit und abends wollten sie ihre Ruhe haben und am liebsten von allem anderen nichts mehr wissen. Vor allem nicht, ob ich in XY verknallt war, was ich heute auch sehr gut nachvollziehen kann. Aber damals entstand in mir das Gefühl: „Keiner interessiert sich für mich und das, was ich zu sagen habe.“
Mit diesem Glaubenssatz im Unterbewusstsein ist es natürlich fast unmöglich, als Redner und Referent unter die Besten zu kommen.
Ich began unbewusst beweisen zu wollen, wie gut ich doch bin bzw. wie toll ich alles mache. Aber je mehr ich zu kämpfen begann, um zu beweisen, dass ich gut bin, desto weniger konnte ich es spüren. Nach jedem kleinen Lob ging die Suche nach Liebe, Lob und Anerkennung im Außen weiter.
Heute weiß ich, dass ich mir dieses Lob, diese Liebe und diese Anerkennung nur selbst geben kann. Wenn andere es mir sagen, werde ich vielleicht ein kurzes zufriedenes Gefühl bekommen, doch am nächsten Tag ist es wieder weg und die Suche beginnt von Neuem.
Es ist wie beim Essen: Nur, wenn wir selbst essen, werden wir satt. Wenn jemand versucht, für uns eine Pizza zu essen, wird dadurch unser Hungergefühl niemals verschwinden. Genau so ist es auch hier: Wenn wir nicht anfangen, uns selbst das zu geben, was uns fehlt, aus welchen Gründen auch immer, werden wir uns immer leer fühlen und weitersuchen.
Mediale Lebensberatung | Ich werde immer wieder von verschiedenen Leuten gefragt: „Insa, was machst du da eigentlich? Ich verstehe nur Bahnhof.“
Es ist ein bisschen schwierig für mich, dies zu erklären. Wie soll ich auf einer Buchseite meine Entwicklung der letzten 15 Jahre beschreiben? Vor allem so, dass es auch die Menschen verstehen, die vorher noch nie etwas von einem Medium oder einem Channeling gehört haben?
Was kann man sich unter dem Begriff „Mediale Lebensberatung“ vorstellen?
Im Vergleich zu früher greife ich bei Problemen nicht zum Telefon und rufe meine Freundin an oder gehe zum Therapeuten. Nein, ich löse diese heute, indem ich in mich gehe und Fragen an meine innere Weisheit oder an meinen Geistführer Hilarion stelle. Ich verbinde mich ganz bewusst mit einer anderen Ebene der Welt und erhalte Antworten, so als ob ich eine Tonbandaufnahme anhöre und das Gehörte als Botschaft an andere Menschen weitergebe.
Um Antworten empfangen zu können, versetze ich mich in einen Trancezustand. Währenddessen bin ich mit einem Feld im Kosmos verbunden, über das ich Zugriff auf alle dort gespeicherten Informationen erhalten kann. Unser Verstand hat dazu im Wachzustand keinen Zugang. Wir sind grundsätzlich immer alle mit dieser Weisheit verbunden.
Nur meistens nutzen wir sie nicht bewusst.
Um uns alle herum sind immer Radiowellen. Wir sehen sie nicht, wir spüren sie nicht, aber sie sind da. Wenn wir ein Radio anmachen, können wir überall die verschiedenen Sender empfangen.
Genauso ist es mit den Botschaften aus der geistigen Welt und mit der geistigen Welt selbst. Die geistigen Wesen sind immer um uns herum. Wir sehen sie nicht, hören sie nicht. Aber wenn wir uns auf ihre Schwingung einstellen und mit ihnen in Kontakt treten wollen, ist uns dies jederzeit möglich. Jedem von uns. Es gibt keine Auserwählten, die die Ehre haben, mit der geistigen Welt Kontakt aufzunehmen und einen großen Rest, der dazu nicht in der Lage ist.
Wir selbst sind das „Radio“, über das der Kontakt möglich ist. Wir empfangen die Botschaften und geben sie weiter, wenn wir es schaffen, die richtige Frequenz in der geistigen Welt zu finden. Das kann man lernen und sollte es vor allem auch immer wieder üben.
Wie gute Dinge aus schlimmen entstehen | Viele von uns hadern oftmals im Laufe ihres Lebens mit Situationen, die ihnen widerfahren und möchten diese unbedingt verändern.
Dazu ein Beispiel aus meinem Leben:
Ich liebe die griechische Insel Santorin und war dort jahrelang jedes Jahr einmal im Urlaub. Mein Traum war es immer, dort eine verfallene alte Höhlenwohnung zu kaufen und diese schön umzubauen. Ich hatte aber nie die finanziellen Mittel dazu, sonst hätte ich es bestimmt gemacht. Dann hätte ich heute ein Haus auf Santorin und würde jede freie Minute dort verbringen, um es zu renovieren, anstatt auf meiner Lieblingsinsel einfach in einem schönen Hotel Urlaub zu machen.
Ist es nicht genial vom Leben eingerichtet gewesen, mir diesen Wunsch von der eigenen Höhlenwohnung nicht zu erfüllen? Im Nachhinein erkenne ich, was für ein Glück es für mich war, damals das Geld nicht besessen zu haben, obwohl ich mich früher deswegen oft geärgert habe.
Was ich damit sagen möchte: Manchmal ist es vielleicht gut, wenn wir unsere Träume oder fixen Ideen nicht in die Realität umsetzen können.
Aufgrund meiner zahlreichen eigenen Erfahrungen verwende ich hier in diesem Buch sehr viele Beispiele aus meinem Leben und meiner Praxis, weil ich immer wieder sehe, dass so die Menschen besser verstehen, was ich ihnen mitteilen möchte.
Ein weiteres Beispiel aus meinem Leben:
Seit ich denken kann, feierte ich immer große Geburtstagspartys. Je mehr Leute da waren, desto besser und desto glücklicher war ich. Ich habe es immer sehr genossen, die ganze Nacht zu feiern und zu tanzen. Das ganze Jahr freute ich mich wie ein kleines Kind auf meine Geburtstagsfeier.
Fast zur gleichen Zeit, als ich meinen heutigen Mann Oliver kennenlernte, hatte ich keine große Lust mehr, Geburtstag zu feiern. Ich dachte mir anfangs nichts dabei. Nach fast 20 Jahren Megaparty feiern ist es vielleicht normal, auch mal eine Feierpause zu machen. Trotzdem fragte ich mich: „Was ist aus der Partyqueen geworden, die ich viele Jahre lang war?“
Meine Freunde dachten: „Jetzt, wo sie einen Freund hat, will sie nicht mehr feiern.“ Ich wusste, dass dies nicht der Grund war, aber ich konnte mir meine plötzliche Lustlosigkeit Festen gegenüber nicht erklären.
Letztes Jahr wurde ich 40 und dachte: „Da muss ich auf jeden Fall eine Party feiern!“ Aber wieder hatte ich keine Lust.
Wieso? Als ich mir darüber Gedanken machte, fiel mir etwas ein: Es war mein vierter Geburtstag. Wir feierten im Garten und spielten „Faules Ei“. Ich freute mich, denn ich wusste trotz meiner vier Jahre, dass man als Geburtstagskind bei den Spielen immer beginnen darf.
Ich sprang hoch und schrie: „Juchhu, juchhu, ich darf anfangen!“ Meine Mutter sah mich an, sagte: „Nee!“ und gab das „Faule Ei“ meiner Freundin. Ich werde diese Situation nie vergessen. Ich war geschockt und fassungslos, in mir brach eine Welt zusammen.
Ich heulte und schluchzte herzzerreißend und schrie: „Nicht mal an meinem Geburtstag bin ich die Wichtigste!“ Es interessierte niemanden. Keiner kam zu mir, um mich zu trösten.
Mir wurde klar, dass ich aus diesem Grund unbewusst 20 Jahre lang jedes Jahr aufs Neue mir selbst und allen anderen beweisen wollte, dass ich etwas ganz Besonderes bin. Wenigstens an meinem Geburtstag.
Als Beweis, dass ich etwas Besonderes bin, brauchte ich unbewusst diese großen Partys und Feste. Denn wenn so viele Menschen zu meinem Geburtstag kommen, muss ich ja etwas Besonderes sein, dachte ich.
In der Zeit, in der ich mit meinem jetzigen Mann Oliver zusammenkam, schrieb ich mein erstes Buch „Alle Antwort ist in dir“. Angeregt durch meine Entwicklung und die Antworten, die ich aus der geistigen Welt bekam, fing ich an, mich selbst mehr zu lieben.
Denn jeden Tag spürte ich mehr und mehr in mir, dass ich etwas Besonderes bin. Deshalb benötigte ich keine Geburtstagsfeier im Außen mehr als Beweis.
Angenommen, mir würde jetzt ein Engel erscheinen und zu mir sagen: „Wenn du möchtest, mache ich dieses Trauma deines vierter Geburtstags ungeschehen, so als ob es nie passiert wäre.“ Ich würde dieses Angebot nicht annehmen. Im Gegenteil – ich bin unendlich dankbar für all die vielen genialen Geburtstagspartys, die ich sonst so nicht erlebt hätte. Ich würde um nichts in der Welt auf diese Erfahrungen verzichten wollen, weil mir sonst ein ganz wichtiger Teil in meinem Leben fehlen würde.
Als mir bewusst wurde, dass ich meiner Mutter dieses (Schock-)Erlebnis an meinem vierten Geburtstag zu „verdanken“ hatte und gleichzeitig auch meine genialen Geburtstagsfeiern, konnte ich ihr zum ersten Mal von ganzem Herzen dafür danken.
Vielleicht sucht sich jeder Mensch für sein Leben bestimmte Traumata heraus, um diese zu erleben, damit er sich weiter entwickeln kann und dadurch auch positive Dinge erfährt wie zum Beispiel ich bei meinen Geburtstagspartys.
Ich bin davon überzeugt, dass es sich mit vielen schlimmen Dingen, die wir erfahren, in irgendeiner Weise so verhält: Sie geschehen, damit wir uns seelisch weiterentwickeln können. Daher sollten wir solche Ereignisse als Geschenke betrachten, auch wenn sie uns im ersten Moment eher eine Strafe zu sein scheinen.
Es gibt natürlich weitaus schlimmere Erlebnisse als meines beim Kindergeburtstag, aber es soll als Beispiel dafür dienen, wie gute Dinge aus schlechten entstehen können.
Ein weiteres Beispiel aus meiner Praxis zur Verdeutlichung ist die folgende Begebenheit:
Eine Frau wollte einen Jenseitskontakt zu ihrer verstorbenen Mutter, um ein verschwundenes, wichtiges Dokument zu finden. Ich war mir unsicher, ob die Verstorbene mir diese Informationen mitteilen würde, da für Verstorbene andere Prioritäten gelten als für uns auf der Erde. Sie wollen in erster Linie, dass wir glücklich sind und unterstützen uns auf unserem Weg.
Während der Sitzung erhielt ich ganz klar die Botschaft, dass dieses Dokument vernichtet worden war. Meine Klientin war sichtlich darüber erschüttert, dass ihr nahestehende Menschen dies getan haben sollten. Sie fragte mich daher, wie sie sich nun diesen Menschen gegenüber verhalten sollte.
Ich fragte sie, ob sie wisse, was sie aus dieser Situation lernen könne, worauf ihre Antwort war: „Ich habe keine Ahnung.“
„Du kannst die bedingungslose Liebe lernen“, sagte ich zu ihr.
Daraufhin fing sie an zu weinen. Ich dachte mir: „Oh weh, was habe ich jetzt Falsches gesagt?“
Dann erzählte sie mir: „Ich hatte als kleines Kind ein Nahtoderlebnis, das heißt, ich war tot und bin wieder zurückgekommen. Als ich wieder aufgewacht war, erzählte ich allen Leuten: Ich weiß, wieso ich hier auf der Erde bin: Ich soll die bedingungslose Liebe lernen.“
Ich war tief bewegt. Die Klientin wusste nun schon seit ihrer Kindheit, dass sie hier auf die Erde gekommen ist, um die bedingungslose Liebe zu erfahren und zu leben. Sie vergaß dies aber in ihrer aktuellen Situation, bis ich sie wieder daran erinnerte, woraufhin sie den Zusammenhang zwischen ihrer Situation und ihrer Lebensaufgabe erkannte. Wie sie nun ihren Verwandten gegenüber agieren sollte, war ihr auf einmal ganz klar.
Für uns ist es einfach, eine Freundin oder einen Partner zu lieben, der toll ist und uns aus ganzem Herzen liebt. Aber können wir diesen Menschen auch dann noch lieben, wenn er uns etwas Schlimmes angetan hat?
Erst in solchen Situationen können wir beweisen, dass wir bedingungslos lieben.
Wer von uns hat das Privileg, kurzzeitig im Himmel gewesen zu sein, um sich daran erinnern zu können, wieso er auf diese Erde gekommen ist?
Wenn ich zu manchen Menschen sage, dass es ihre wichtigste Aufgabe ist, hier auf der Erde sich selbst zu lieben, dann hört sich das unspektakulär an.
Aber in Wirklichkeit ist das eine soooo große Aufgabe.
Ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass sich unsere Seele vor unserer Inkarnation als Wichtigstes dafür entschieden hat, als erfolgreicher Rennfahrer oder Bestsellerautor auf diese Erde zu kommen?
Nein, es sind tieferliegende Gründe, wieso wir hier sind. Es geht um wahrlich tiefe Gefühle in uns, die wir erfahren wollen.
Gefühle, die wir im Himmel oder im Jenseits nicht erfahren können, weil wir dort, wo wir zu Hause sind, bereits die vollkommene Liebe sind. Deshalb ist es für unsere Seele wichtig, erst einmal auf der Erde zu spüren, wie es ist, von der vollkommenen Liebe getrennt zu sein.
Eigentlich sind wir hier, damit wir wieder schätzen lernen, was wir dort oben in der geistigen Welt überhaupt haben und um uns hier den Himmel auf Erden zu erschaffen.
Hier fernab von dem Gefühl des All-Eins-Seins, fühlen wir uns oft allein und sehr einsam. Aber genau das ist wahrlich das Geschenk.
Wer sind wir denn nun ohne diese göttliche Präsenz, die uns allezeit dieses vollkommene Gefühl der Geborgenheit gibt?
Schaffen wir es auch alleine? Ohne Unterstützung dieses Gottesbewusstseins in uns zu spüren?
Können wir es hier, obwohl wir unser wahres Zuhause vergessen haben, trotzdem erreichen, uns wie Gott zu fühlen und zu verhalten? Schöpfer und Erschaffer auf der Erde werden?
Dahin gelangen wir wieder, indem wir erst einmal selbst anfangen uns zu lieben, zu achten und zu ehren in jeder Situation in unserem Leben. Genau das ist für unsere Seele das Spannende.
Wer bist du, wenn dich jemand verrät?
Was fühlst du, wenn dich jemand verlässt?
Wer bist du, wenn dich jemand verletzt?
Was fühlst du, wenn dich jemand auslacht?
Wer bist du mit viel Geld?
Was fühlst du mit wenig Geld?
Genau das ist das Spannende hier auf der Erde und der Grund, wieso wir hierhergekommen sind.
Wegen unserer Gefühle sind wir hier, denn diese lassen uns spüren, wer wir sind.
Du bist nicht hier, um das Leben der anderen Menschen zu leben.
Du bist hier, um dein Leben zu leben und in vollen Zügen alles zu genießen, was dir widerfährt.
Du überforderst dich, wenn du immer nur nach den anderen schaust! Wir denken, wir wissen immer ganz genau, was unsere Eltern, Partner, Kinder, Arbeitskollegen von uns brauchen, was sie fühlen, wie es ihnen geht. Wie wir ihnen helfen können, wissen wir auch meist ganz genau. Aber was wir fühlen und spüren, das wissen wir nicht. Warum ist das so?
Warum wissen wir nicht, wie es uns in jeder Situation geht und was wir in uns spüren?
Wie kann das sein?
Wer kann spüren, wenn wir Bauchweh haben?
Wir oder unser Freund?
Wer kann spüren, ob wir Kopfweh haben?
Wir oder unsere Mutter?
Wer kann spüren, ob wir Muskelkater haben?
Wir oder unsere beste Freundin?
Diese ganzen Dinge können nur wir ganz alleine spüren und fühlen. In uns.
Genauso sind wir auch die Einzigen, die unsere Emotionen spüren können. Alle anderen können nur erahnen, was mit uns ist. Aber wir spüren es. Wir sind die Einzigen, die es wirklich es wirklich fühlen können.
Aber wir haben es verlernt.
Wir haben es uns abtrainieren lassen zu fühlen. Wir wissen überhaupt nicht mehr, wer wir sind und dadurch wissen wir auch nicht mehr, was wir wollen.
Aber wie sollen wir das auch wissen können? Wir spüren unsere Gefühle nicht mehr und somit auch nicht mehr, wer wir sind.
Wie kommen wir nun wieder dahin, dass wir spüren, wer wir sind?
Indem wir uns immer wieder fragen:
Was fühle ich jetzt?
Wie geht es mir jetzt?
Welches Gefühl erzeugt diese Situation in mir?
Damit werden wir uns wieder bewusst, was wir fühlen.
Damit werden wir uns wieder bewusst, wer wir sind.
Nehmen wir einmal an, du bist ein Vogel und bei einer Hasenfamilie ins Nest gefallen und dort zusammen mit den Hasen aufgewachsen. Keiner hat dir gesagt, dass du fliegen kannst und so denkst du, du bist ein Hase und passt dich so gut wie möglich an diese Hasenfamilie an. In dir spürst du aber: Irgendwie lebe ich doch hier gegen meine Natur. Ich fühle mich nicht wirklich zugehörig und das Essen schmeckt mir auch nicht richtig. Auch wenn die Hasenfamilie dich aufgenommen hat wie ihr eigenes Kind, wirst du doch immer ein Vogel sein; nur dass du es nicht weißt.
Du kannst nicht über den Tellerrand hinausschauen. Keiner klärt dich auf. Auch die anderen aus deiner Familie merken, dass du anders bist, aber sie können dir auch nicht sagen, wer du wirklich bist.
Eines Tages kommt ein alter, weiser Vogel, der sieht, dass du bei dieser Hasenfamilie lebst. Er weiß, dass du ein Vogel bist und fliegen kannst, genau wie er. So kommt er zu dir und sagt: „He, du bist doch ein Vogel und kein Hase. Du kannst fliegen und hast eine ganz andere Aufgabe, als diese Hasen hier.“
Dieser weise Vogel zeigt dir nun, wie du fliegen kannst und welche Potenziale du in dir hast; das Fliegen musst du allerdings selbst lernen. Der alte, weise Vogel kann es dir nicht abnehmen, aber er kann dir zeigen, wie es geht. Und du kannst es immer wieder üben und ihm nachmachen. So lange, bis du es kannst.
Du bist dir nun dank der Hilfe des weisen, alten Vogels darüber bewusst geworden, wer du bist; hast herausgefunden, welches Essen dir wirklich schmeckt und dass deine Heimat nicht das Feld oder der Waldboden ist, sondern dass die Luft und die Baumwipfel dein Zuhause sind.
Wieso hast du das alles herausgefunden, obwohl dir niemand gesagt und gezeigt hat, wer du wirklich bist? Du hattest es vergessen, weil dir die Hasenfamilie etwas anderes vorgelebt und über dich erzählt hat. Und deshalb dachtest du, du seist anders.
Das ist natürlich nur ein Beispiel. In der Natur würde so etwas nicht passieren. Aber warum? Wieso wächst ein Elefant nicht bei einem Löwen auf und ein Affe nicht bei einer Hasenfamilie?
Weil die Tiere sich nach ihren Instinkten richten. Sie wissen, dass sie, wenn sie ein Vogel sind, nicht in das Nest eines Hasen gehören und der Hase weiß das auch.
Was will ich euch nun mit dieser kleinen Geschichte sagen? Wie die Tiere auf ihre Instinkte vertrauen, so sollten auch wir wieder lernen, unseren Gefühlen zu vertrauen. Diese wurden uns aber von unseren Eltern und Lehrern aberzogen.
Uns wurde immer gesagt, wie wir sein sollen. Anstatt uns zu fragen, was wir fühlen, sind uns Gefühle vorgeschrieben und vorgelebt worden. Uns wurde gesagt, so musst du sein, so ist es richtig, du brauchst nicht wütend oder ängstlich zu sein. Es wurde dir im übertragenen Sinne immer wieder vermittelt: „Du bist ein Hase!“, obwohl du doch ein Vogel bist.
Da wir nicht gelernt haben, unsere Gefühle zu fühlen und ihnen zu vertrauen, haben wir uns angepasst. Wir haben einfach immer wieder auch so getan, als ob wir ein Hase seien, damit wir unsere Ruhe haben. Aber tief in uns wussten wir: "Hier stimmt was nicht, ich bin kein Hase."
Wenn wir jetzt wieder lernen, in jedem Moment unseres Lebens zu spüren, wer wir sind, werden wir auch erkennen, aus welchem Grund wir hier sind und welche Aufgabe wir hier haben.
Denn wie der Apfelbaum die Aufgabe hat, dass Äpfel auf ihm wachsen, so haben wir alle auch eine Aufgabe, die nur von uns in die Welt getragen werden kann.
So wie es keinen genau gleichen Äpfel oder Bäume gibt, so gibt es auch keine genau gleiche Aufgabe für zwei verschiedene Menschen. Jeder von uns hat seine ureigene Aufgabe, die ihre ureigenen Früchte trägt.
Unser Ziel ist es, zuerst einmal uns selbst wiederzufinden. Wenn wir uns gefunden haben, werden wir auch unsere Aufgabe finden und die Frucht, die wir in die Welt tragen wollen.
Warum unsere Emotionen wichtig sind | Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Klienten zu mir kommen, die meine Bücher: „Alle Antwort ist in dir“ und „Operation – Ich liebe mich“ schon gelesen haben, aber doch noch nicht ganz verstehen, wie ich den Grundbaustein meiner Spiegeltherapie „Die Annahme unserer Emotionen“ genau meine und vor allem, wie man diese im Leben umsetzen kann.
Es geht grundsätzlich in meiner Therapie und bei meinem Seminar „Gefühlsrevolution“ darum, dass wir uns selbst wieder annehmen mit allem was wir fühlen und empfinden, in jedem Moment in unserem Leben.
Durch diese Annahme transformieren sich dann automatisch die Emotionen und damit auch die Situationen, in denen wir uns befinden und sie dürfen sich in unserem Leben verwandeln.
Unser Leben muss uns dann im Außen diese Emotionen, die sich oft jahrelang wiederholt haben, nicht mehr bringen, weil wir sie wieder angenommen haben.
Ich channele nun beruflich seit acht Jahren und gebe Seminare und Einzelsitzungen. Meine Hauptbeschäftigung war aber die ganze Zeit die Arbeit in der Tankstelle meiner Eltern.
Es war mir nicht möglich, dort meine Arbeitszeit zu reduzieren, um mehr Zeit zum Schreiben und für meine Sitzungen zu haben, denn immer wieder musste ich dort die volle Zeit und mehr arbeiten. Entweder war jemand krank oder im Urlaub oder jemand hatte gekündigt und der Nachfolger musste eingelernt werden.
Obwohl ich meine Arbeitszeit auf einen halben Tag reduzieren wollte, hat es mein Leben nicht zugelassen. Ich habe viele Behandlungen gemacht, aber nichts veränderte sich. Im Gegenteil: Je größer meine Bemühungen waren, desto weniger bekam ich es hin.
Im November 2013 erschien mein zweites Buch „Operation – Ich liebe mich“. Mit der Fertigstellung dieses Buches habe ich die Spiegelübung, die Wichtigkeit unserer Emotionen und die Einfachheit ihrer Wirkungsweise erst verstanden. Die Spiegelübung wird im Kapitel „Gefühlsrevolution” genauer erklärt.
Und das, obwohl mich mein Geistführer bereits seit vier Jahren immer wieder auf die Wichtigkeit hingewiesen hatte.
Jahrelang hatte ich diese Botschaften bekommen und immer wieder für meine Bücher abgeschrieben. Doch erst mit Vollendung dieses Buches sind ein Wissen und ein tiefes Verstehen auf mich übergegangen.
Ich fing an, die Menschen in meiner Praxis mit diesem Wissen zu behandeln und war sprachlos über die Erfolge, die sich dadurch einstellten. Ich nahm mir also auch mein Thema mit unserem Familienbetrieb vor, in dem ich nun nur noch halbtags arbeiten wollte.
Ich fragte mich: „Welches Gefühl habe ich, wenn ich in meiner Praxis mehr arbeiten könnte und an der Tankstelle meiner Eltern nur noch halbtags?“ Sofort wurde mir bewusst, dass dies bei mir Schuldgefühle hervorrufen würde, dass ich damit meine Familie im Stich lassen würde.
Ich machte die Spiegelübung. Vier Tage lang stellte ich mich morgens und abends vor den Spiegel, schaute mir in die Augen und sagte: „Auch wenn ich Schuldgefühle meiner Familie gegenüber habe und denke, dass ich sie im Stich lasse, wenn ich meinen eigenen Weg gehe, liebe, achte und ehre ich mich, wie ich bin. Ab heute entscheide ich mich: Ich gehe meinen Weg.“
Nach nur vier Tagen war mein Leben total verwandelt. Heute kann ich jederzeit nur halbtags arbeiten oder in den Urlaub gehen, ohne dass ich das Gefühl habe, ohne mich bräche alles zusammen. Der Druck, immer präsent sein zu müssen, ist weg, weil ich das Gefühl, meine Familie im Stich zu lassen, durch die Annahme dieses Gefühls wieder integriert habe.
Vielleicht hast du, der dieses Buch liest, auch oft das Gefühl, nicht ersetzbar zu sein? Oder hast Schuldgefühle, es nicht gut genug zu machen? Dann versuche es einfach mal mit dem oben genannten Satz.
Wenn du alleine nicht weiterkommst, kannst du gerne einen Einzeltermin bei mir buchen oder mein Seminar „Gefühlsrevolution“ besuchen. Ich helfe dir, den Wurzelsatz, das Wurzelgefühl für die Situationen zu finden, die sich in deinem Leben immer wiederholen. Nähere Infos findest du unter www.dietankstelle.com.
Es ist ganz einfach, wenn man weiß, wie es funktioniert. Es gibt viele wundervolle Therapie-Methoden, um unser Ziel zu erreichen. Doch für mich war noch nie eine Methode so effektiv und einleuchtend wie diese.
Aber du ganz allein wirst spüren, ob dich diese Methode auch anspricht oder nicht.
Genau wie unser aller Lieblingsgericht nicht Pommes sind oder Salat, so sind wir auch in dieser Beziehung ganz individuell. Ich hoffe natürlich, möglichst viele Menschen mit dieser Methode zu erreichen, die ich aus der geistigen Welt bekommen habe, und ihnen damit helfen zu können.
Das Tollste ist, dass jeder, der diese Technik verstanden und verinnerlicht hat, sie auf jede Situation in seinem Leben anwenden kann. Die Erfolge sind grandios.
Ein Beispiel aus meiner Praxis:
Eine Patientin, die sehr vertraut mit meiner Spiegeltherapie ist, hatte klassische Panikattacken, denen sie früher immer hilflos ausgeliefert war. Durch ihre Gedanken, diese Panik auf keinen Fall haben zu wollen, sie wegzudrücken, verstärkte sie diese unbewusst.
Sie machte aus der Verzweiflung heraus die Spiegelübung.
Sie stellte sich also vor einen Spiegel, schaute sich in die Augen und sagte: „Auch wenn ich Panik habe, dass meinem Vater etwas passiert ist, liebe, achte und ehre ich mich, wie ich bin.“ Mit jedem Aussprechen ging es ihr immer besser und besser bis hin zum völligen Verschwinden der Panik.
Annahme ist die Lösung, nicht Ablehnung.
Annahme transformiert, Ablehnung bindet und hält fest.
Wenn du Panik hast, bist du in diesem Moment voll und ganz diese Panik, sie füllt dich völlig aus. Wenn du dann in diesem Moment vor den Spiegel trittst und dich mit diesem Gefühl liebst, nimmst du es wieder an als zu dir gehörig. Es darf dann wieder da sein, weil durch die Annahme der Gefühle deine Heilung erfolgt.
Stell dir folgendes Beispiel vor:
Dir schneidet aus Versehen jemand mit einem Messer ins Bein, es ist eine tiefe Schnittwunde. Ein Arzt kann dir jetzt helfen, diese Schnittwunde zusammenzunähen. Dadurch wird die Wunde schneller heilen und die Narbe wird vielleicht nicht so groß sein.
Die wirkliche Heilung vollbringst allerdings du selbst und niemals der Arzt. Er kann dich nur dabei unterstützen, dich zu heilen.
Dein Körper ist ein Wunderwerk und das, was er zu leisten vermag, können wir uns mit dem Verstand niemals erklären. Dies ist nur möglich, weil jede Zelle in unserem Körper Göttliches Bewusstsein in sich trägt.
Wenn jetzt jede Woche jemand bei dir vorbeikommt und wieder in dieselbe Wunde schneidet, kann dann das Bein jemals heilen?
Nein. Die Wunde wird immer wieder aufs Neue wehtun und die neue Wunde kann nicht heilen, weil der Heilungsprozess immer wieder unterbrochen wird.
So ist es auch mit den psychischen Wunden. Immer wieder kommt jemand und schneidet in unsere Wunde, die Jahre zuvor durch eine bestimmte Situation in unserem Leben entstanden ist. Diese Person will uns darauf aufmerksam machen und sagen: Schau mal, da hast du noch eine Wunde, die nur darauf wartet, von dir geheilt zu werden.
Damit Heilung geschehen kann, bekommst du im Außen immer wieder schmerzhafte Situationen, durch die du spürst, dass du diese Wunde immer noch nicht geheilt hast.
Durch Annahme und Akzeptanz darf die Wunde heilen.
In unserem hektischen Alltag fühlen wir uns selbst und unsere Wunden nicht mehr. Wir nehmen sie nicht bewusst wahr, deshalb brauchen wir andere Menschen und Situationen, die uns unsere Verletzungen wieder zu Bewusstsein bringen, um sie zu heilen.
Jeder ist nur selbst dazu fähig, seine Wunden zu heilen, indem er sich so annimmt und liebt, wie er ist.
Hier noch ein Beispiel aus meinem Leben:
Ich habe vor Kurzem etwas Neues in meine Praxis aufgenommen. Ich nenne es hier jetzt einfach Quantenpflaster. Meinem Vater ging es nicht so gut, deshalb klebte ich ihm ein Pflaster auf, das das Nervensystem beruhigt und 24 Stunden wirkt. Es muss ihm wohl geholfen haben, denn ab diesem Moment fragte er mich jeden Tag nach einem neuen Pflaster.
Nach einer Woche fragte ich ihn: „Brauchst du wieder ein Pflaster?“ Er antwortete: „Nee, alles Quatsch, Placebo-Mist.“
Ich ärgerte mich natürlich über sein Verhalten und rief wütend meinen Mann an und erzählte es ihm. Er fragte mich dann ganz unschuldig: „Was macht das denn mit dir?“
Ich rief wütend: „Mein Vater ist immer gegen alles, was ich mache!“ Mein Mann fragte erneut: „Ja, aber was macht es denn mit dir?“ Ich stieß hervor: „Keine Ahnung, ich ärgere mich.“ Mein Mann fragte: „Fühlst du dich ausgelacht?“
Keine Ahnung, wie er darauf gekommen war, aber er ist ja auch sehr hellsichtig. Auf jeden Fall traf er damit voll ins Schwarze.
In mir stieg das Bild auf, wie ich als Kind mit drei oder vier Jahren das erste Mal ohne Stützräder Fahrrad fuhr. Meine Familie stand die ganze Zeit auf dem Balkon und alle lachten jedes Mal, wenn ich hinfiel. Alle amüsierten sich prächtig, außer mir natürlich.
Ich konnte gar nicht verstehen, wieso mir keiner half. Ich wollte es doch lernen, und dann wurde ich auch noch ausgelacht. Ich war ja so wütend und so enttäuscht.
Diese Szene fiel mir also wieder ein. Ich wollte etwas für mich ganz Neues lernen und dabei wurde ich nicht nur nicht unterstützt, sondern auch noch für meine Bemühungen ausgelacht.
So ging es mir immer in meinem Leben. Wenn ich etwas Neues angefangen habe, hatte ich das Gefühl, von meiner Familie nicht unterstützt zu werden.
