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Zerbrich dir nicht den Kopf. Trainiere ihn. Lernen Sie mit diesem Buch, wie Sie mit einfachen, aber effektiven Bewegungsübungen Ihre mentalen Ressourcen effektiver und damit schonender einsetzen und zugleich Ihr körperliches und mentales Wohlbefinden verbessern können! Diese innovative und ganzheitliche Gehirnfitnessmethode verbindet kognitive Aufgaben mit koordinativen Bewegungsübungen und ist damit Ganzkörper- und Persönlichkeitstraining in Einem. Ob allein, zu zweit oder im Team, zuhause oder im Büro – die einfachen, aber effektiven Übungen eignen sich für jedermann, auch für Denkfaule und Sportmuffel, und lassen sich mühelos und mit geringem Zeitaufwand in Alltag und Beruf integrieren. Mit viel Humor und Leichtigkeit vermittelt die Autorin dem Leser Basiswissen über das menschliche Gehirn und erklärt, wie Kopf und Körper zusammenarbeiten. Illustrierte Übungsanleitungen erleichtern die Anwendung und regen zum Nachmachen an. Mit vielen praktischen Tipps und Tricks für Alltag und Beruf. • Stressabbau und Stressprävention • Motivations- und Leistungssteigerung • Verbesserte Lern- und Konzentrationsfähigkeit • Förderung von lösungsorientiertem Denken und Problemlösungsfähigkeit Dieses Buch richtet sich an: ... alle, die ein Gehirn haben. Stimmen zum Buch: »Das Gehirnfitnesstraining LINK MOVES® bereichert meinen Alltag als Physiotherapeutin enorm. Die Übungen lassen sich wunderbar in die Behandlung von Parkinson- und MS-betroffenen Patienten integrieren. Die Patienten erkennen bei sich insgesamt eine gesundheitliche Verbesserung, z. B. beim Stehen, Gehen und der Feinmotorik. Was ich immer wieder erleben darf: miteinander lachen und Freude am Tun haben.« Annette B., Physiotherapeutin, Schweiz »Mein jüngerer Sohn kann sich schlecht konzentrieren, Vokabeln lernen war oft eine Quälerei. Seit wir die LINK MOVES®- Übungen regelmäßig nachmittags machen, fällt ihm das Merken und Lernen deutlich leichter. Somit bin auch ich viel entspannter – eine Win-win-Situation! « Stefanie M., Mutter von zwei Söhnen im Alter von 10 und 13 Jahren »Die Kinder können sich deutlich besser konzentrieren und sind insgesamt ruhiger, wenn ich eine ruhige und eine aktive Übung am Anfang oder in der Mitte einer anspruchsvollen Arbeit einsetze.« Linda H., Pädagogin an einer Grundschule »In unserer Einrichtung haben die älteren Menschen sehr viel Freude an den einfachen LINK MOVES®-Übungen. Das soziale Miteinander wird gefördert und wir lachen viel zusammen!« Heike K., Mitarbeiterin eines Seniorenstifts »Seien Sie darauf gefasst, dass das LINK MOVES®-Training ihnen völlig neue visuelle Wahrnehmungen eröffnet und seien Sie bereit, sich auf diese unbekannte Reise einzulassen: Das Gehirn atmet auf.« Martin J., Führungskraft eines europaweit tätigen Unternehmens für Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik
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Seitenzahl: 154
Veröffentlichungsjahr: 2020
Heidrun Link
Gehirn an – Stress aus
Fitness für Kopf, Körper und Persönlichkeit
»Das Gehirnfitnesstraining LINK MOVES® bereichert meinen Alltag als Physiotherapeutin enorm. (…) Die Patienten erkennen bei sich insgesamt eine gesundheitliche Verbesserung, z. B. beim Stehen, Gehen und der Feinmotorik.«
Annette B., Physiotherapeutin, Schweiz
»Seien Sie darauf gefasst, dass das LINK MOVES®-Training Ihnen völlig neue visuelle Wahrnehmungen eröffnet und seien Sie bereit, sich auf diese unbekannte Reise einzulassen: Das Gehirn atmet auf.«
Martin J., Führungskraft eines europaweit tätigen Unternehmens
»Mein jüngerer Sohn kann sich schlecht konzentrieren, Vokabeln lernen war oft eine Quälerei. Seit wir die LINK MOVES®-Übungen regelmäßig nachmittags machen, fällt ihm das Merken und Lernen deutlich leichter. Somit bin auch ich viel entspannter – eine Win-win-Situation!«
Stefanie M., Mutter von zwei Söhnen im Alter von 10 und 13 Jahren
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© 2020 by J. G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH, gegr. 1659, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten
Illustrationen: Nadine Schuble (www.pikapow.de)
Cover: Bettina Herrmann, Stuttgart
unter Verwendung eines Fotos von © Helene Schweizer
Datenkonvertierung: Eberl & Koesel Studio, Kempten
Printausgabe: ISBN 978-3-608-98358-6
E-Book: ISBN 978-3-608-12047-9
PDF-E-Book: ISBN 978-3-608-20435-3
Dieses E-Book basiert auf der aktuellen Auflage der Printausgabe.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
Online-Material zu diesem Buch
Vorwort
Gehirn an – Stress aus
1 Einleitung: Willkommen im 21. Jahrhundert!
1.1 Sprechen Sie manchmal mit Ihrem Gehirn?
1.2 Fragen über Fragen
1.3 Die drei wichtigsten Faktoren für geistige Gesundheit ein Leben lang
2 Das Gehirn – ein Wunderwerk der Natur!
2.1 Schwerer Brocken oder Leichtgewicht?
2.2 Immer schön weiteratmen
2.3 Energieeffizienz-Klasse A++
2.4 Wasser marsch!
2.5 Wir fahren auf der Datenautobahn
3 Das Gehirn im Zeitalter Stress
3.1 Fühlen Sie sich reizüberflutet?
3.2 Nur die Spitze des Eisbergs
3.3 Die richtige Frequenz finden (Gehirnwellen steuern)
3.4 Wie komme ich in den Alphazustand (»in den Flow«)?
3.5 Die wertvolle Aufmerksamkeit und andere Stressoren
3.6 Ablenkung und ihre Folgen
3.7 Gehirn und Körper unter Stress
3.8 Ständig unter Strom: Vom Distress zum Eustress
4 Gehirnhemisphären – Zwei Teams im Kopf
4.1 Gehirnhemisphären
4.2 Reaktion unter Stress
4.3 Gehirnhemisphären und Dominanzen
4.4 Links oder rechts?
4.5 Hören Sie mal
4.6 Zeigt her eure Füße
4.7 Ich sehe was, was du nicht siehst
4.8 Kreuzdominanzen
4.9 Dominanzprofile
5 Das Who is Who im Gehirn (Die wichtigsten Hirnareale)
5.1 Gestatten, Ihre Majestät Königin Amygdala – die Angstzentrale
5.2 Professor Hippocampus – unsere Gedächtniszentrale
5.3 Der »Motivator und Suchtexperte« Nucleus Accumbens – die Belohnungszentrale
5.4 Spieglein, Spieglein an der Wand … Empathiefähig?!
5.5 Die wichtigsten Hormone und Neurotransmitter
6 Butter bei die Fische – Übungen und visuelle Reminder zur täglichen Gehirnfitness
6.1 Wie wir Wissen speichern
6.2 Visuelle Reminder – die tägliche Erinnerung
6.3 Heute gebe ich der Königin frei
6.4 Heute lasse ich mein Seepferdchen schwimmen
6.5 Heute benutze ich meine NICHT-dominante Seite
6.6 Heute bin ich mein eigener Schiedsrichter
6.7 Heute bin ich mein eigener Straßenbauer
6.8 Heute mache ich eins nach dem anderen
7 Schlussgedanken
8 Häufig gestellte Fragen
Dank
Literaturhinweise
Verzeichnis der Übungen und Aufgaben
Übungen zur »Königin Amygdala«
Übungen zum »Seepferdchen«
Übungen zu den »Dominanzen«
Übungen zum »Schiedsrichter«
Übungen zum »Straßenbauer«
Übungen zum »Trichter«
Anmerkungen
BEWEGUNG hat Macht
BEWEGUNG macht den MENSCHEN
Heidrun Link
Für alle Menschen
Für die Gesundheit
6 visuelle Reminder (»Seepferdchen«, »Königin Amygdala«, »Dominanzen«, »Schiedsrichter«, »Straßenbauer« und »Trichter«)
Vorlage Dominanzprofil
Vorlage Augenklappe
ABC-Hand-Fuß-Koordination
Eigentlich unlogisch, sagen viele, wenn sie diesen Titel lesen. Denn um Stress abzubauen, muss ich doch mein Gehirn abschalten. Oder etwa nicht?
Ich bin der Meinung, nein, der absoluten Überzeugung: Ich muss mir selbst darüber bewusst sein, was »da oben« in meinem Kopf passiert und vor allem, was wir da Wunderbares mit uns herumtragen, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr! Erst wenn ich dieses Bewusstsein habe, kann ich an meiner eigenen Stressprävention und somit an meiner Balance, Konzentration und Gesundheit arbeiten. Das ist auch das, was ich seit vielen Jahren mit den Menschen, denen ich in meiner Arbeit begegne, erlebe. Ich wünsche mir von Herzen, dass ich genau das auch bei Ihnen erreiche.
In einfacher Sprache, so dass es auch für diejenigen unter Ihnen verständlich ist, die keine Neurowissenschaftler sind, und mit vielen Bildern, Übungen, Tipps und Tricks sowie Anregungen zum Reflektieren, Aufschreiben, Ausschneiden und Ausmalen, soll es für Sie und Ihre Schaltzentrale ein wichtiger Begleiter werden. Ich selbst bin keine Neurowissenschaftlerin, ich habe mich nur vor vielen Jahren in die Neurowissenschaft verliebt. Sie hat mich voll im Griff! Seither schaffe ich es nicht mehr, ohne irgendein Fachbuch aus dem Haus zu gehen. Ich nutze jede freie Minute, um mich mit der meiner Meinung nach spannendsten und faszinierendsten Wissenschaft, die es gibt, zu beschäftigen.
Am Anfang habe ich vieles nicht verstanden, musste so einiges nachschlagen. Ich habe zahlreiche Weiterbildungen und Fortbildungen besucht und mich auf neurowissenschaftlichen Kongressen und Foren herumgetrieben (das mache ich heute natürlich auch noch).
Meine große Vision ist es, diese komplexe und auch teilweise komplizierte Wissenschaft so weit herunterzubrechen, dass auch ein Laie etwas von ihr versteht und dieses Wissen für jeden Menschen zugänglich wird.
Ich möchte Lust auf Bewegung machen, Menschen in Bewegung bringen und wünsche mir, das mit diesem Buch und den LINK MOVES® zu erreichen.
Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch in vielen Situationen anders mit sich, seiner Gesundheit, seinen Ressourcen und somit auch mit seinem eigenen, einzigen und individuellen Gehirn umgeht, wenn erst einmal das Bewusstsein dafür geschaffen ist, was »da oben«, in unserer Schaltzentrale, eigentlich passiert.
Seien Sie gut zu Ihrem Gehirn. Sie haben nur eins und das ist einzigartig, genau wie Sie!
In diesem Sinne: GEHIRN AN – STRESS AUS!
Ihre Heidrun Link
… und glauben Sie mir, in meinem nächsten Leben weiß ich, was ich studieren werde!
Stressprävention, Konzentration, Digitalisierung, höher, schneller, weiter, besser, effektiver, effizienter, motiviert und leistungsstark, belastbar, produktiv, perfekt, ausdauernd, überdurchschnittlich …
Das sind Schlagworte, die Sie sicherlich schon oft gehört oder gelesen haben. Es wäre kein Problem, viele tausend Wände mit all diesen Schlagwörtern zu beschriften.
Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert oder auch in der Arbeitswelt 4.0! Mit all ihren Vorteilen, die uns, auch aufgrund der Digitalisierung und des technologischen Fortschritts geboten werden und trotzdem oder vielleicht sogar genau deswegen, auch mit all den Nachteilen!
Was von uns gefordert, erwartet und verlangt wird, setzt uns permanent unter Druck. Die Erwartungshaltung unseres Chefs, der Kollegen, aber auch der Familie, dem Freundeskreis oder dem Verein, für den wir uns ehrenamtlich engagieren, bringt uns mitunter in Not. Aber auch das, was wir vielleicht selbst von uns erwarten, setzt uns zusätzlich unter unseren ganz eigenen Erwartungsdruck.
Was macht das mit uns?
Was macht das mit mir als Mensch, als Individuum?
Was macht das mit meinem Gehirn, der »Schaltzentrale« meines Körpers und somit auch mit meinen Empfindungen?
Stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten mit Ihrem Gehirn sprechen und hätten die Möglichkeit, es zu fragen: »Sag mal, liebes Gehirn, wie geht es dir denn in dieser reizüberfluteten Zeit mit all ihren Anforderungen?«
Ich kann mir gut vorstellen, dass das Gehirn Ihnen folgende Antwort geben würde: »Ich fühle mich oft eingeengt, kann nicht mehr reagieren oder agieren. Fast schon wie in einer Sackgasse. Meine Konzentration sinkt, weil ich in manchen Momenten keinen Ausweg finde und es nur noch in eine Richtung geht. Ich kann nicht mehr klar und lösungsorientiert denken und fühle mich komplett blockiert!«
Ich kann es mir nicht nur vorstellen, nein, ich bekomme das seit vielen Jahren von Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen des Arbeitslebens erzählt und geschildert. Und ich kann es sehen, wenn ich vor Ort in Unternehmen bin. Ich kann es sehen, weil ich schon immer Menschen beobachte und darauf achte, wie es ihnen geht. Wie sie sich verhalten, was sie erzählen, was ihr Gesichtsausdruck mir erzählt.
Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen des Lebens. Begonnen bei den Erzieherinnen und Erziehern im Kindergarten oder den Lehrerinnen und Lehrern samt den Kindern. Es geht hinein in die Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen bis hin zu Senioreneinrichtungen, Kliniken für psychische Erkrankungen, physiotherapeutische Praxen und Rehazentren. Zu beobachten ist das überall, wo Menschen »funktionieren« sollen, egal ob jung oder alt! Denn schließlich haben wir ja alle ein Gehirn!
Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ist Stress eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Die WHO rechnet damit, dass bereits im Jahr 2020 jede zweite Krankmeldung auf Stress zurückzuführen sein wird.[1]
Eine schwerwiegende Aussage, unter die ich aus meiner Erfahrung in der Praxis leider einen großen Haken machen kann. Natürlich empfindet jeder Mensch Stress auf eine andere Art und Weise und natürlich gibt es auch unterschiedlichste Arten von Stress. Fakt ist jedoch, dass viele Menschen extrem unter der ständigen Stressbelastung leiden.
Was ist also das beste Werkzeug, um an der eigenen Stressprävention zu arbeiten? Die Antwort ist ganz simpel und liegt im Grunde auf der Hand: Es ist wichtig, dass jeder Mensch seinen individuellen »Antistresswerkzeugkoffer« bei sich trägt und diesen gut mit Werkzeugen gefüllt hat. So haben Sie die Möglichkeit, je nach Situation auf das für Sie richtige Werkzeug zurückgreifen zu können.
Ich frage die Menschen oft, wie sie an ihrer eigenen Stressprävention arbeiten. Was tun sie dafür, dass es ihnen gut geht bzw. dass sie möglichst stressfrei durch den Tag kommen? Oft erhalte ich dann Antworten wie: »Ich gehe am Abend ins Fitnessstudio«, »Ich gehe zweimal pro Woche laufen«, »Ich gehe Radfahren«, »… Schwimmen«, »… zur Massage«, und vieles andere mehr.
All das sind natürlich gute Werkzeuge. Aber stellen Sie sich folgende Situationen vor: Sie sollen mit Ihrem Kind Hausaufgaben machen, aber es will nicht so richtig klappen? Ihr Klient kommt völlig gestresst ins Personal Training und kann sich nicht konzentrieren? Als Physiotherapeut ist es Ihnen wichtig, zwischen den einzelnen Einheiten kurze Unterbrechungen einzufügen, damit sich der Patient wieder besser auf die nächste Einheit einlassen kann? Und was können Sie tagsüber tun, wenn Sie am Arbeitsplatz sitzen und sich nicht mehr konzentrieren können? Was können Sie tun, wenn Sie eine Präsentation vor sich haben und das Gefühl nicht loswerden, vor einer schwarzen Wand zu stehen? Hier ist es natürlich nicht unbedingt förderlich, die Laufschuhe anzuziehen und davonzulaufen.
Genau hier setzt LINK MOVES® an! Die Übungen des Trainings sind einfache Bewegungsübungen, die Sie zu jeder Zeit in Ihren Alltag integrieren können.
Ich gebe Ihnen das Bild des Werkzeugkoffers mit und gleich zu Beginn dürfen Sie überlegen und auch gerne notieren, welche »Werkzeuge« Sie schon in Ihrer Werkzeugkiste haben.
Ist es vielleicht Yoga, Meditation und bewusste Ernährung oder auch eine besondere Form der Atemtechnik? Ist es ein gutes Zeitmanagement, Selbstmanagement oder ein leidenschaftliches Hobby? Dann ist ihr Koffer schon sehr gut gefüllt!
Welche Werkzeuge haben Sie? Die folgende Abbildung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Ihren individuellen Werkzeugkoffer zusammenzustellen. Überlegen Sie sich in den nächsten Tagen, welche Werkzeuge Sie bereits haben bzw. gerne hätten, und tragen Sie diese im Bild oder auf der folgenden Seite ein.
Abb. 1: Antistress-Werkzeugkoffer
Diese Werkzeuge habe ich schon …
Diese Werkzeuge möchte ich mir anschaffen …
Doch egal, wie voll oder leer Ihr Koffer bisher ist, ich habe für Sie ein weiteres (oder sogar das erste) Werkzeug dabei, das »LINK MOVES®«-Werkzeug. Was Sie mit diesem Werkzeug anfangen können, ist Folgendes:
Mit diesem Werkzeug können Sie gezielt an Ihrer
Konzentration,
Stressprävention,
Tagesmüdigkeit,
Schlafschwierigkeiten,
und inneren Balance
arbeiten. Und zwar ohne Aufwand, Mühe und ohne sich die Laufschuhe anziehen zu müssen! Selbst Menschen ohne große Sportbegeisterung können die Übungen mit Leichtigkeit durchführen. Und auch wenn ich nicht versprechen kann, dass die Übungen bei jedem gleich wirken, eines kann ich Ihnen versprechen: Sie werden dabei sogar Spaß haben.
Angst, Stress, Konzentrations- und Motivationsschwierigkeiten, und Denkblockaden sind keine guten Begleiter im täglichen (Berufs-)Alltag. Haben Sie sich schon einmal überlegt, was das mit Ihrem Gehirn zu tun hat?
»Gibt es Übungen, um meine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern?«
»Gibt es Möglichkeiten, um aus einer Deckblockade heraus ins lösungsorientierte Denken zu kommen?«
»Haben Sie eine Idee, wie ich an meiner Stressprävention und somit an meiner Balance arbeiten kann?«
Das sind nur ein paar wenige Fragen, mit denen ich seit einigen Jahren immer häufiger konfrontiert werde. Die gute Nachricht ist: natürlich gibt es solche Übungen, sogar eine ganze Reihe davon! Mit diesen können Sie präventiv und situativ an Ihrer eigenen Stressresistenz und Konzentrationsfähigkeit arbeiten. In diesem Buch stelle ich Ihnen einige davon vor.
Aufgrund der ansteigenden Reizüberflutung ist es wichtig und wird in Zukunft immer wichtiger, unserem Gehirn immer wieder einmal die Möglichkeit zu geben, an nichts zu denken. Sich in einem Moment nur auf eine einzige Sache zu konzentrieren, genau das schaffen wir mit den Übungen in diesem Buch.
Zusammengefasst kann man sagen, dass drei Faktoren für lebenslange geistige Fitness entscheidend sind:
Geistige Aktivität
Soziale Kontakte
Körperliche Aktivität
Sehen wir uns diese drei Faktoren einmal näher an. Millionen Menschen versuchen, mit Denksport-Aufgaben geistig fit zu bleiben. Doch ob Kreuzworträtsel, Sudokus und Zahlenspiele den natürlichen Abbau der geistigen Fähigkeit wirklich aufhalten können, wird von Gehirnforschern stark bezweifelt und immer mehr Experten distanzieren sich vom Versprechen der Gehirnjogging-Anbieter. Denn zum Faktor »geistige Aktivität« kommen eben noch zwei weitere wichtige Faktoren hinzu, damit das Gehirn mit dem versorgt wird, was es ein Leben lang braucht. Diese zwei Faktoren sind körperliche Aktivität und soziale Kontakte.
Faktor 1: Geistige Aktivität
Dazu zählen zum einen die oben genannten Denksportaufgaben. Eine weitere gute Möglichkeit, das Gehirn zu aktivieren, ist es, den eigenen Namen vorwärts und rückwärts zu buchstabieren und die Buchstaben dabei laut auszusprechen. Hier kann natürlich auch jedes beliebige andere Wort benutzt werden, um so den Schwierigkeitsgrad nach und nach zu steigern.
Faktor 2: Soziale Kontakte
Gemeinsam im Team, im Personal Training, in der Group Fitness, unter Kollegen und in der Familie macht alles doppelt so viel Spaß. Dabei werden wichtige Glücks- und Bindungshormone ausgeschüttet und gleichzeitig Stresshormone abgebaut.
Faktor 3: Körperliche Aktivität
Hier geht es nicht um den täglichen Marathonlauf! Einfache koordinative Bewegungen wie die klassische Überkreuzbewegung werden kombiniert mit kognitiven bzw. geistigen Aufgaben, also beispielsweise Wörter buchstabieren oder Zahlenreihen aufsagen, während wir uns bewegen. Wenn sich alle Teilnehmer dann noch zwischendurch abklatschen, kann gar nichts mehr schief gehen.
Genau das ist das Besondere am LINK MOVES®-Training. Es beinhaltet alle drei Faktoren und ist somit ein Garant für optimales Gehirntraining!
Zusammengefasst
Geistige Gesundheit basiert auf drei Faktoren:
Geistige Aktivität
Soziale Kontakte
Körperliche Aktivität
Ich denke, wir leben in einer Zeit, in der keiner mehr das Rad neu erfinden kann, zumindest in dem Bereich, in dem ich mich bewege.
Das stellen auch die Menschen fest, die zu mir in einen Vortrag oder ein Seminar kommen. Ganz oft kommt folgende Bemerkung, nachdem sie einige Übungen kennenlernen durften: »Das sind ja im Grunde ganz alte und auch einfache Übungen, die in irgendeinem Teil meines Gehirns abgelegt und nicht mehr aktiviert worden sind.« Ich schmunzle dann immer und sage: »Ja genau, darum geht es ja!«
Genau das ist mein Ziel. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie mit ganz einfachen Übungen, die jeder von Ihnen durchführen kann, maximale Verbesserungen erzielen können. Die Übungen sind trotz der vermeintlichen Einfachheit gleichzeitig komplex und effektiv, was die meisten Menschen überrascht. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, wie die Menschen über sich selbst lachen können. Viele stellen wider Erwarten fest, dass sie auch bereits bei geringem Aufwand doch recht schnell an ihre Grenzen kommen. Diese Grenzen wiederum sind aber gut so und gesund für uns als Menschen. Es macht etwas mit uns und ich hoffe, es macht auch etwas mit Ihnen!
Lassen Sie uns an dieser Stelle gemeinsam einen Moment innehalten. Reflektieren Sie sich, während Sie dieses Buch in der Hand halten. Geht es Ihnen gut? Gehen Sie jeden Tag entspannt an oder stehen Sie permanent unter Strom? Da Sie dieses Buch gekauft haben, vermutlich letzteres.
Tun Sie sich selbst und Ihrer Schaltzentrale Gehirn etwas Gutes. Stellen sie Ihren »Leseschalter« an und ich nehme Sie mit auf eine kleine bewegende Reise durch und für Ihr Gehirn. Keine Sorge, Sie brauchen dafür kein neurowissenschaftliches Vorwissen mitzubringen. Ohne Theorie kommen wir zwar nicht aus, aber die muss ganz und gar nicht grau sein. Sie werden überrascht sein, was unser Gehirn alles kann und wie komplex das Zusammenspiel zwischen Hirn und Körper ist. Und es wird natürlich um das heiß diskutierte Thema Stress gehen: Was ist Stress eigentlich? Was passiert in meinem Kopf, wenn ich Stress habe? Wann ist Stress schädlich und warum kann Stress sogar gut für mich sein? Wie kann ich Stress abbauen bzw. wie kann ich mich überhaupt davor schützen, in Stress zu geraten? Um all das wird es in den Kapiteln 2 bis 5 gehen, die neben vielen spannenden Infos und Fakten zum menschlichen Hirn auch zahlreiche praktische Tipps und Tricks, kleine Aufgaben und vieles mehr für Sie bereithalten.
Konkrete Bewegungsübungen aus dem LINK MOVES®-Gehirnfitnesstraining finden Sie in Kapitel 6, jeweils gepaart mit »visuellen Remindern«, denn das Gehirn lernt am besten anhand von Bildern und möchte immer wieder an bereits Gelerntes erinnert werden.
Diese »visuellen Reminder« und weitere Vorlagen zum Ausschneiden, Ausmalen und Aufkleben stelle ich Ihnen außerdem als Downloadmaterial zur Verfügung.
So haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten, um an Ihrer eigenen »Datenautobahn« zu arbeiten, denn je breiter diese in Ihrem Gehirn ist, desto weniger stehen Sie, sinnbildlich gesprochen, im Stau.
Alles, was ich jetzt noch brauche, ist Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse und Ihren klaren Verstand.
Ich wünsche mir, dass das Feuer in mir auf Sie überspringt – und wenn es nur ein Funken davon ist – für Sie, für eine bessere Balance für Ihr Gehirn, Ihren Körper, Ihre Persönlichkeit!
