Gemüseretter - Jacqueline Alfers - E-Book

Gemüseretter E-Book

Jacqueline Alfers

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Beschreibung

Nicht mehr frisches Obst und Gemüse landet häufig im Müll. Oftmals ganz einfach deswegen, weil eine leckere Idee zur Zubereitung fehlt. Entsprechend bleibt solches Obst und Gemüse auch im Supermarkt liegen. Um das zu ändern, inspiriert dieses Buch dazu, Karotten, Paprika, Äpfel & Co. vor der Mülltonne zu retten und schmackhaft zu verwerten. Insbesondere Foodsharer werden sich darüber freuen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2023

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JacquelineAlfers

GemüseRETTER

Obst & Gemüse lecker verwerten:60 Rezepte gegen Foodwaste

Vorwort

Obst und Gemüse retten – das klingt im ersten Moment ganz schön heroisch, nicht wahr? Doch für mich klingt es auch nach Wertschätzung und Abwechslung in der Küche. Und selbstverständlich nach einem wiedererwachten Bewusstsein für die Natur und ihre Schätze.

Aber das war nicht immer so. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der sich ein ständig weiter schwindendes Bewusstsein für Lebensmittel eingeschlichen hatte. Schließlich gab es in den Supermärkten fortwährend volle Regale und die Auswahl an Produkten wuchs stetig an. Da klangen die Erzählungen meiner Oma von früherer Knappheit und Mangel in meinen Ohren wie ferne Geschichten aus der Vergangenheit.

Dennoch musste ich mir im Laufe der Zeit selbst eingestehen, dass Lebensmittel in damaligen Zeiten eben doch mehr wertgeschätzt wurden und auch das Wissen um ihre Konservierung und vollumfängliche Verwendung deutlich größer war.

Irgendwann habe ich mir vor Augen geführt, wie viel Essen ich tatsächlich wegwerfe. Und das, obwohl ich immer dachte, ich würde nicht unökonomisch leben. Nach Recherchen zur Lebensmittelverschwendung und den Folgen für unsere Umwelt habe ich den Entschluss gefasst, daran etwas zu verändern.

Und damit entstand die Motivation, mich mehr mit den Produkten, ihrer Herkunft und allem voran dem Kochen zu beschäftigen. Schnell habe ich gemerkt, dass meine bisherige Herangehensweise in der Küche nicht zum gewünschten Erfolg führt. Denn mein Verständnis vom Kochen war geprägt von einem Denken »in Gerichten«. Anstatt also zu schauen, was der Kühlschrank und der Vorratsschrank noch hergeben und was man daraus machen kann, habe ich mich gefragt, was »fehlt«, um ein bestimmtes Gericht zubereiten zu können. Das hat unvermeidlich dazu geführt, dass ich immer neue Lebensmittel gekauft habe, statt vorhandene aufzubrauchen.

Also habe ich mein Denken in der Küche umgedreht. Anstatt mir vorzustellen, was ich kochen will, denke ich nun zuerst an die Lebensmittel, die schon im Haus sind und wozu man sie verarbeiten kann. Dass das nicht für jeden die richtige Herangehensweise ist, ist mir vollkommen bewusst. Doch genau dafür habe ich dieses Buch geschrieben. Ich möchte eine Auswahl an einfachen Gerichten für die unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten kreieren, die das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung möglichst unkompliziert machen. Entstanden ist eine bunte Vielfalt an Rezepten, um das Beste aus bereits im Haushalt vorhandenem Obst und Gemüse herauszuholen, ohne notwendigerweise einkaufen gehen zu müssen.

Ich hoffe, dir gefällt das Buch und du findest Inspiration für dich, um ebenfalls zum Obst- und Gemüseretter zu werden. Und solltest du noch mehr über das Thema und Verwertungsmöglichkeiten erfahren wollen, würde ich mich freuen, wenn du auch mal auf meinem Blog useyourfood.de vorbeischaust.

Alles Liebe

Inhalt

Intro

Über dieses Buch

Grundlagen für weniger Lebensmittelverschwendung

Die richtige Aufbewahrung

Der Saisonkalender

Frühstück

Aufstriche, Beilagen und Dips

Für den Vorrat

Suppen und Eintöpfe

Salate

Hauptspeisen

Süßes

Register

Über die Autorin

Intro

Über dieses Buch

Dies soll kein Buch mit erhobenem Zeigefinger werden. Nein, es soll vielmehr eine Inspiration für all diejenigen sein, die weniger Lebensmittel wegwerfen und mehr Obst und Gemüse retten wollen.

Ich lehne mich hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass eigentlich uns allen bewusst ist, dass wir weniger Lebensmittel wegwerfen sollten. Und wahrscheinlich bringt es niemand von uns leichtfertig übers Herz, Essen zu entsorgen. Aber wir müssen uns nichts vormachen: Die Lebensmittelverschwendung ist noch immer viel zu hoch.

Ich möchte da von Anfang an ganz ehrlich sein – auch ich habe nicht die Allzwecklösung parat. Denn selbst wenn es ein toller Gedanke ist, diese Verschwendung auf null zu reduzieren, ist es doch eher unrealistisch. Und ich möchte keine Ziele setzen, die ich selbst nicht einhalten kann. Vielmehr geht es mir darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und die Wertschätzung von Lebensmitteln wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Außerdem möchte ich aufzeigen, dass es einfache Methoden gibt, um mithilfe von leckeren und unkomplizierten Rezepten die Verschwendung von Obst und Gemüse zu reduzieren – und damit auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.

Wie kann ich überhaupt Obst und Gemüse retten?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Obst und Gemüse zu retten. Und die Art und Weise kann für jeden Menschen anders aussehen. So kann man beispielsweise beim Einkaufen nicht nur nach den optisch perfekten Exemplaren greifen, sondern vielleicht auch nach den nicht so optimal aussehenden und etwas reiferen. Das ist insbesondere dann eine gute Idee, wenn man sie sowieso sofort verspeisen oder verarbeiten möchte. Häufig sind diese vor allem in kleineren Läden sogar preislich reduziert, sodass man damit zusätzlich noch etwas Geld sparen kann.

Gerade in größeren Städten finden sich aber auch zahlreiche Initiativen, die Lebensmittel vor dem Wegwerfen retten. Dazu holen diese zumeist die Produkte, die nicht mehr verkauft würden, direkt bei den Betrieben ab und verteilen sie an ihre Mitglieder oder gemeinnützige Organisationen. Hier empfiehlt es sich, bei den Initiativen vor Ort nachzufragen.

Ganz unabhängig vom Wohnort gibt es außerdem die Möglichkeit, sich Gemüsekisten, teilweise sogar direkt vom Bauern, nach Hause liefern zu lassen. Dabei werden oft krumme Exemplare gerettet, die es aufgrund kleinerer Schönheitsfehler nicht in den Handel geschafft haben, aber genauso gut schmecken wie makellose. So erhält man in regelmäßigen Abständen eine Überraschungsbox voller leckerer und optisch individueller Erzeugnisse.

Und natürlich können wir zuallererst damit beginnen, die Lebensmittel, die wir bereits daheim haben, zu verbrauchen – ganz unabhängig davon, woher wir sie haben. Dass das tatsächlich einfach und unkompliziert sein kann, spiegeln die 60 Rezepte in diesem Buch wider.

Welchen Einfluss hat Lebensmittelverschwendung auf unsere Umwelt?

Wahrscheinlich kennen die meisten von uns den Satz »Iss deinen Teller auf, dann gibt es morgen gutes Wetter« oder einen ähnlichen Spruch der Eltern aus der Kindheit. Selbstverständlich wissen wir, dass dieser Zusammenhang damals lediglich als Erziehungsmaßnahme erdacht wurde, und doch stimmt es, dass unser Essverhalten einen großen Einfluss auf das Klima hat: Dass tierische Produkte zu den klimaschädlicheren zählen, wird den meisten mittlerweile bewusst sein. Und auch Lebensmittelverschwendung wirkt sich negativ auf unsere Umwelt aus.

Wir werfen nicht nur das Lebensmittel an sich weg, sondern gleichzeitig die Ressourcen, die in dessen Anbau oder Produktion geflossen sind. Dazu zählen Ackerböden, Wasser, Düngemittel, Verpackungsmaterialien sowie fossile Brennstoffe für die Maschinen und Transportmittel. Entsprechend führt die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zu weniger Ressourcenverbrauch und hat somit einen positiven Einfluss auf das Klima (Quelle: welthungerhilfe.de).

Natürlich fängt diese Verschwendung nicht erst in den Privathaushalten an. Auch in der Produktion oder im Handel landet zu viel Essen im Müll. Doch das ist ein Thema für die Politik und Wirtschaft. Trotzdem können wir als einzelne Personen einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Verschwendung zu reduzieren und die Wertschätzung für frische Erzeugnisse zu erhöhen. Denn rund die Hälfte aller Lebensmittelabfälle wird in den privaten Haushalten produziert (Quelle: bmle.de).

Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielleicht hat man bei der Arbeit wieder Überstunden machen müssen und statt des geplanten Abendessens gab es dann etwas vom Lieferservice. Oder man hat sich spontan mit Freunden beim Italiener verabredet. Oder die Kinder sind krank und es fehlt die Zeit zum Kochen. Diese Liste könnte man wahrscheinlich problemlos noch ewig weiterführen.

Ich möchte ganz ehrlich sein: Auch ich kann mich nicht völlig davon freisprechen, ab und zu landen bei mir ebenfalls Lebensmittel im Müll. Restlos alle Produkte aufzubrauchen, die wir zu Hause haben, lässt sich mit dem Alltag oft nur schwer vereinbaren. Aber wenn sich jeder von uns bemüht, zumindest weniger wegzuwerfen, sind wir bereits auf dem richtigen Weg. Eventuell stellst du dir an dieser Stelle beim Lesen die berechtigte Frage, warum es in diesem Buch nur um die Verwertung von Obst und Gemüse geht. Schließlich werfen wir genauso Milchprodukte, Backwaren, Wurstwaren und, und, und weg. Doch den größten Anteil an vermeidbaren Lebensmittelabfällen machen tatsächlich Obst und Gemüse aus. Laut Studien landen in Deutschland durchschnittlich rund 75 kg Lebensmittel pro Kopf im Müll. Und davon sind etwa 35 Prozent Obst und Gemüse (Quelle: bmle.de).

Daher habe ich mich in diesem Buch auf diese beiden Gruppen konzentriert und möchte gerne aufzeigen, wie abwechslungsreich und vielfältig deren Verwertung sein kann. Und wer da auf den Geschmack gekommen ist, schafft es dann vielleicht, auch allgemein mehr der Lebensmittel zu verbrauchen, die schon eingekauft sind. Denn letztendlich ist es doch angenehmer, sie in leckeren Gerichten zu verarbeiten, als sie mit schlechtem Gewissen in die Mülltonne zu geben.

Gemüse retten – Genuss statt Pflicht

Für mich muss Essen vor allem zwei Bedingungen erfüllen: Es muss mir schmecken und es sollte aus möglichst viel Obst oder Gemüse bestehen.

Der zweiten Vorgabe entsprechen die Rezepte in diesem Buch auf jeden Fall, auch wenn sie dadurch nicht automatisch gleichzeitig gesund sind. Denn selbstverständlich ist ein Kuchen immer noch kein wirkliches »Health Food«, nur weil er Zucchini oder Kürbis enthält. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass Genuss in Maßen absolut in Ordnung ist.

Und was meine erste Bedingung betrifft: Ob sämtliche in diesem Buch vorgestellten Gerichte zum Retten von Obst und Gemüse jedem munden, kann ich natürlich nicht garantieren, denn die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden – meinen Testessern und mir haben sie zumindest große Freude bereitet. Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist, dass für alle möglichen Situationen etwas Passendes dabei ist: Suppen für die kalte Jahreszeit; Salate für den Sommer; schnelle Rezepte aus wenigen Zutaten für stressige Tage; Gerichte, die mit unterschiedlichen Gemüsesorten zubereitet werden und somit perfekt sind, um das Gemüsefach zu leeren, und umgekehrt solche, für die man nur eine einzige Sorte Obst oder Gemüse benötigt. Und auch leckere Kuchen für das Wochenende fehlen nicht. Last but not least zeige ich dir zudem in einigen Rezepten, wie man Obst und Gemüse länger haltbar macht.

Leitfaden für die Rezepte in diesem Buch

Das Retten von Obst und Gemüse ist für uns alle, unabhängig von der Ernährungsweise, eine gute Idee. Daher war mein Ziel mit diesem Buch von Anfang an, Gerichte zu kreieren, die möglichst vielen schmecken. Damit Letzteres auch gut gelingt, hier ein paar Hintergrundinformationen zu den Rezepten, bevor du mit dem Kochen anfängst.

•Zunächst muss man wissen, dass die Rezepte vegetarisch sind, schließlich bietet sich ein Buch zur Rettung von Obst und Gemüse definitiv dafür an. Und ich bin der festen Überzeugung, dass diese Gerichte für alle passen können – unabhängig davon, ob sie sich vegetarisch ernähren oder nicht. Mit den folgenden Zubereitungen möchte ich auch dich davon überzeugen, wie herzhaft und lecker man ganz ohne Fleisch, Fisch & Co. kochen kann.

•Zudem ist ein Großteil dieser Gerichte sogar für Veganer geeignet und die Rezepte, die es nicht sind, können ganz leicht vegan umgewandelt werden. So können beispielsweise Milchprodukte durch die entsprechenden veganen Alternativen ersetzt und Speisen, die Eier enthalten, stattdessen mit Apfelmus zubereitet werden.

•In allen Rezepten werden saisonale und – mit wenigen Ausnahmen wie etwa Zitronen oder Bananen – regionale Gemüse- und Obstsorten verarbeitet. Wenn in einem Gericht mehrere Sorten verwendet werden, haben diese immer zeitgleich Saison.

•Für jedes Rezept gibt es eine Auswahl an alternativen Obst- oder Gemüsesorten. Denn auch wenn ein Gericht ursprünglich zum Beispiel mit Zucchini zubereitet wird, heißt es noch lange nicht, dass es nicht mit Aubergine genauso gut schmeckt.

•Für eine glutenfreie Ernährung können Nudeln, Sojasauce und andere getreidehaltige Produkte durch die glutenfreien Alternativen ersetzt werden. Ausnahmen sind dabei lediglich die Rezepte, in denen Mehl verarbeitet wird.

•Um die einzelnen Rezepte so übersichtlich wie möglich zu halten, habe ich folgende Symbole eingefügt. So kannst du sofort auf den ersten Blick sehen, was das Gericht zu bieten hat:

zum Einfrieren geeignet

zum Einkochen geeignet

vegan

glutenfrei

in maximal 30 Minuten zubereitet

sehr einfach

enthält nur eine Sorte Frischobst oder -gemüse (außer Basics wie Zwiebel, Schalotten oder Knoblauch sowie Zitronen)

Basisrezept, das mit den unterschiedlichsten Sorten zubereitet werden kann

HINWEIS

Haferflocken sind nicht grundsätzlich glutenfrei. Gleiches gilt für Gemüsebrühe, die zudem nicht generell vegan hergestellt wird. Für die Rezepte in diesem Buch verwende ich die jeweils veganen und glutenfreien Produkte, weshalb Rezepte mit diesen Zutaten als glutenfrei bzw. vegan gekennzeichnet sind.

Grundlagen für weniger Lebensmittelverschwendung

Auch wenn die Senkung von Lebensmittelverschwendung auf null für die meisten nicht gleich umsetzbar ist, so kann man doch mit wenigen Änderungen im Alltag deutlich mehr Obst und Gemüse retten. Und das ist nicht nur gut für unsere Umwelt, sondern ebenso für unsere Haushaltskasse. Denn durch die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung können wir tatsächlich bares Geld sparen. Schließlich haben wir die Lebensmittel vorher bezahlt oder anderweitig darin »investiert«, zum Beispiel die Zeit, um sie im Garten oder auf der Fensterbank liebevoll hochzuziehen.

Die folgenden Tipps sind als Denkanstoß für besagte Änderungen gedacht. Mir ist bewusst, dass es manchmal dauert, seine Gewohnheiten umzustellen. Einige dieser Tipps sind da einfacher umzusetzen, andere hingegen verlangen eine gewisse Eingewöhnungszeit. Aber alle unterstützen sie dich dabei, weniger Obst und Gemüse wegzuwerfen.

Planung