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Noch nie zuvor gab es eine so große Bandbreite an Generationen auf dem Arbeitsmarkt und innerhalb der Firmen, und noch nie unterschieden sich diese so sehr in ihrer Einstellung zur Arbeit, in ihren Vorstellungen und Fähigkeiten. In diesem neuen Sammelband des Gabal e.V. haben fünfzehn Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen verschiedene Perspektiven zusammengetragen, wie diese Vielfalt an Generationen die Herausforderungen in der Arbeitswelt unterstützen kann. Erfahren Sie, wie sich der "Generationenmix" positiv auf Ausbildung, Weiterbildung, Wissenstransfer, Mentoring, Leadership und auf die Nachfolgeregelung auswirken kann, welche Rolle die Generationenkompetenz dabei spielt und warum dabei auch auf die Sprache der Generationen geachtet werden sollte.
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Seitenzahl: 192
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Generationenkompetenz
Impulse für gegenseitiges Verständnis und erfolgreiche Zusammenarbeit
Impulse für gegenseitiges Verständnis und erfolgreicheZusammenarbeit
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN Buchausgabe: 978-3-96739-268-5
ISBN ePUB: 978-3-96740-547-7
Lektorat: Anja Hilgarth, Herzogenaurach
Umschlaggestaltung: Martin Zech Design, Bremen, www.martinzech.de
Satz und Layout: ZeroSoft, Timisoara
Herausgeber: GABAL e. V.
© 2025 GABAL Verlag GmbH, Offenbach
Das E-Book basiert auf dem 2025 erschienenen Buchtitel "Generationenkompetenz - Impulse für gegenseitiges Verständnis und erfolgreiche Zusammenarbeit".
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Der Verlag behält sich das Text- und Data-Mining nach § 44b UrhG vor, was hiermit Dritten ohne Zustimmung des Verlags untersagt ist.
GABAL Verlag GmbH
Schumannstraße 155
D-63069 Offenbach
Vorwort
Jens-Uwe Adler
Wie Stegreifrede (Spontanrede), Improvisation und Schlagfertigkeit den Wissenstransfer zwischen Jung und Alt beschleunigen
Stefan Berndt
Alte Mythen, neue Wirklichkeit: So entsteht echte Generationenkompetenz
Uwe Bingel
Generationen im Wandel – Werte, Erwartungen und Arbeitsmoral unterschiedlicher Generationen
Christina Borschel
Resiliente Führung2. Starkes ICH. Starkes WIR. – DIE Formel für erfolgreiches Genmix-Leadership!
Jan-Ole Fürl
Generationenkompetenz Finanzen: Gemeinsam Vermögen aufbauen
Lioba Heinzler
Changemanagement bei Unternehmensnachfolge
Dr. Manuela Kramp, „Frau Doktor vom Bau“
Wie gelingt der Generationswechsel im Bauwesen?
Jürgen Nowoczin
Kooperation von X bis Z
Klaus Offermann
Führung im Generationenmix – Klarheit, Wirkung und Menschlichkeit in einer vielfältigen Arbeitswelt
Simone Oßwald
Der Ausbildungsmarkt im Wandel – Zeit für neue Strategien
Dr. Ingeborg Osthoff
Generationenkompetenz – was die Generationen voneinander lernen können
Dr. Imre Marton Remenyi
Die Sprache der Generationen – ein Leitfaden durch die Welt der Kommunikation im Unternehmen
Bernhard Stelzl
Zwischen Überschätzung und Übertreibung – ein Blick auf zwei ausgewählte Bereiche der Generationendebatte aus Sicht der Weiterbildung
Sandra Turner
New Work für alle Generationen: Die Zukunft beginnt JETZT
Dr. Alain Valeh
Leadership im Generationenmix: Menschen führen, nicht Jahrgänge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir leben in einer turbulenten Zeit. Was gestern noch galt, ist heute oft schon überholt, was heute im Trend liegt, kann morgen schon völlig aus der Mode sein. Auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus – das sind große Herausforderungen für Unternehmen, Selbstständige und Freischaffende. Umso mehr, als die Beschäftigten in den Unternehmen heute alles andere als eine homogene Gruppe sind: Noch nie zuvor gab es eine so große Bandbreite an Generationen auf dem Arbeitsmarkt und innerhalb der Firmen, und noch nie unterschieden sich diese so sehr in ihrer Einstellung zur Arbeit, in ihren Vorstellungen und Fähigkeiten.
Probleme scheinen da vorprogrammiert – oder? Dass dem nicht so ist, zeigt dieser Sammelband. Unsere Expertinnen und Experten beleuchten in ihren Beiträgen aus verschiedenen Perspektiven, wie gerade die Generationen-Vielfalt dazu führen kann, dass auf Change und nicht zuletzt auf den in vielen Branchen vorherrschenden Fachkräftemangel gut gerüstet reagiert werden kann. Erfahren Sie, wie sich der „Generationenmix“ positiv auf Ausbildung, Weiterbildung, Wissenstransfer, Mentoring, Leadership und auf die Nachfolgeregelung auswirken kann, welche Rolle die Generationenkompetenz dabei spielt und warum dabei auch auf die Sprache der Generationen geachtet werden sollte.
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und viele neue Impulse.
Ihr André Jünger
Verleger des GABAL und des Jünger Medien Verlags, ehemaliges Vorstandsmitglied GABAL e. V.
Stefan Berndt studierte internationales Personalmanagement an der Hochschule Ludwigshafen am Rhein, ist langjähriger HR-Führungs- und Kommunikationsexperte sowie „Der HR-Architekt“. Mit seiner Expertise befähigt er Unternehmen im Rahmen von HR-Interim-Management dazu, effektive und nachhaltige HR-Strukturen und -Prozesse aufzubauen. Mit Ja klaHR! und Recruiting Basics hat er zwei erfolgreiche Top-Ten-Podcasts in der HR-Welt etabliert und inspiriert eine breite Zuhörerschaft zu HR- und Recruiting-Themen sowie zum Thema „Moderne Führung“.
www.jaklahr.de
„Die Gen Z will nicht arbeiten.“
„Boomer können nicht loslassen.“
„Die Jungen fordern zu viel – die Alten blockieren alles.“
An dieser Stelle könnten wir endlos weitermachen. Diese Sätze kennen wir. Sie fallen auf Podien, in Kantinen, in Management-Workshops – oft mit einem Augenzwinkern, manchmal bitterernst gemeint. Und sie haben eines gemeinsam: Sie zementieren Bilder in unseren Köpfen, statt Verbindungen zu schaffen.
Ich sage es deutlich: Diese Debatte ermüdet. Sie ist geprägt von Meinungen, von Projektionen – nicht von echten Gesprächen oder belastbaren Fakten. Noch schlimmer: Sie verhindert genau das, was wir brauchen. Echtes Zuhören. Echtes Lernen. Echtes Gestalten.
Warum tun wir das? Weil es bequem ist. Es ist leichter, „die anderen“ in eine Schublade zu stecken, als die eigene Haltung zu hinterfragen. Ganze Beratungsprodukte basieren darauf. Studien werden zitiert, ohne verstanden zu werden. Medien schüren Klickzahlen mit Schlagworten wie „Generation Z – Risiko für die Wirtschaft?“.
Doch Wahrheit entsteht nicht aus Lautstärke. Und Führung nicht aus Vorurteilen.
Wenn wir in einer Arbeitswelt bestehen wollen, die immer älter, vielfältiger und komplexer wird, dann müssen wir eines tun: Den Mythos entlarven – und uns der Wirklichkeit stellen.
Mythos vs. Wirklichkeit – was uns wirklich trennt und verbindet
Die größte Lüge im Generationendiskurs? Dass Alter alles erklärt.
Natürlich haben Boomer andere Prägungen als Digital Natives. Aber das erklärt weder Motivation noch Leistung. Viel zu oft nehmen wir Einzelphänomene – einen jungen Kollegen, der nach neun Monaten kündigt – und stilisieren sie zum Beweis für eine ganze Generation.
Fakt ist:
Alle Generationen wollen gesehen und gehört werden.
Alle Generationen wollen sich entwickeln und Wirkung entfalten.
Alle Generationen kämpfen mit Unsicherheiten.
Was uns unterscheidet, sind oft nicht Werte, sondern Ausdrucksformen. Nicht Haltung, sondern Sprache. Nicht Wille, sondern Erfahrung.
Das bedeutet: Wir müssen die Kommunikationslücke schließen – nicht das Alter beklagen. Studien wie die von Prof. Florian Kunze oder Jutta Rump zeigen: Es gibt viele Überschneidungen zwischen den Generationen. Sicherheit, Sinn, Wertschätzung – das sind keine Altersfragen, sondern Menschheitsbedürfnisse. Die Differenz liegt in der Tonalität, nicht in der DNA.1
Deshalb ist Generationenkompetenz kein Labelwissen, sondern Beziehungsarbeit. Und sie beginnt mit der Bereitschaft, nicht mehr über andere zu reden – sondern mit ihnen.
Generationenkompetenz – Begriffsklärung und Fundament
Was ist eigentlich „Kompetenz“? Der Begriff stammt vom lateinischen competere
