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Gerdi, die Tochter des Schwaiger-Bauern, und Förster Franz lieben sich. Aber diese Liebe steht unter keinem guten Stern, denn der Schwaiger-Bauer ist ein Wilderer, und der Förster hat sich vorgenommen, der Wilderei in seinem Wald Einhalt zu gebieten. Kann die Liebe diese Widerstände überwinden?
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Copyright
Gerdi und der Förster: Bergroman
Kapitel 1: Die Ankunft des Frühlings
Kapitel 2: Der Schatten der Jagd
Kapitel 3: Im Schutz der Dämmerung
Kapitel 4: Rückblicke und Offenbarungen
Kapitel 5: Tanzen im Mondlicht
Kapitel 6: Dunkle Wolken und drohende Konflikte
Kapitel 7: Sturm und Stille
Kapitel 8: Neue Hoffnung
Kapitel 9: Ewige Liebe unter den Sternen
Kapitel 10: Ein unvorhergesehener Sturm
Kapitel 11: Sturmwolken der Zweifel
Kapitel 12: Der Rat des Pfarrers
Kapitel 13: Ein Fest der Liebe und des Zusammenhalts
Impressum neobooks
Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Bathranor Books, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von
Alfred Bekker
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© dieser Ausgabe 2026 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen
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Alles rund um Belletristik!
von MANFRED PLATTNER
Gerdi, die Tochter des Schwaiger-Bauern, und Förster Franz lieben sich. Aber diese Liebe steht unter keinem guten Stern, denn der Schwaiger-Bauer ist ein Wilderer, und der Förster hat sich vorgenommen, der Wilderei in seinem Wald Einhalt zu gebieten. Kann die Liebe diese Widerstände überwinden?
Die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings durchdrangen den Morgennebel und tauchten die Alpenlandschaft in ein sanftes, goldenes Licht. Unten im Tal erwachten die Dörfchen aus ihrem Winterschlaf, während die schneebedeckten Gipfel noch majestätisch in der Ferne thronten. Es war die Zeit des Jahres, die das Herz der jungen Gerdi jedes Mal aufs Neue höher schlagen ließ. In diesen Bergen war sie geboren und aufgewachsen, und sie kannte jeden Pfad, jeden Baum und jedes Murmeln des Baches.
Gerdi, die Tochter des alteingesessenen Bauern Hans-Jörg, lief barfuß über die taufrischen Wiesen und spürte die Kühle des Grases an ihren Füßen. Ihre roten Haare wehten im frischen Morgenwind, und ihre grünen Augen glänzten voller Vorfreude. Die Arbeit auf dem Hof konnte warten – gerade jetzt, wo die Natur in voller Blüte stand und das Leben in ihre Heimat zurückkehrte.
Wenig wusste sie, dass dieser Frühling ihr Leben für immer verändern würde. Seit Wochen schlich sich ein neuer Gedanke in ihr Herz, ein Name, der ihr nicht aus dem Kopf ging: Franz, der Förster. Seit er im Herbst das erste Mal ins Dorf gekommen war, hatte sie ihn immer häufiger im Wald gesehen. Sie hatte beobachtet, wie er bedächtig durch die Bäume wanderte und sich um das Wohl der Tiere und Pflanzen sorgte. Und mit jeder Begegnung, jedem zufälligen Blickaustausch, hatte ihr Herz schneller geschlagen.
Doch da gab es ein unausgesprochenes Problem, das wie eine dunkle Wolke über ihren zarten Gefühlen hing. Ihr Vater, Hans-Jörg, lebte nicht nur von der Landwirtschaft. Er war bekannt dafür, gelegentlich als Wilderer durch die Wälder zu streifen, ein Geheimnis, das Gerdi tief in ihrem Herzen trug und das ihr Angst einjagte, sollte es jemals ans Licht kommen.
An jenem Morgen, als sie in den Wald hinaufstieg, um ihren Gedanken nachzuhängen, traf sie auf dem schmalen Pfad unerwartet auf Franz. Er stand da, eine mächtige Gestalt mit kantigem Gesicht und durchdringend blauen Augen, die jedoch eine ungekannte Milde ausstrahlten. Ein Lächeln spielte um seine Lippen, als er sie sah.
„Grüß dich, Gerdi“, sagte er mit tiefer, warmer Stimme.
„Grüß dich, Franz“, erwiderte sie, und konnte das Zittern in ihrer Stimme kaum verstecken. Die Vögel zwitscherten fröhlich, als wollten sie die Spannung zwischen den beiden jungen Menschen übertönen.
„Ich habe gehört, dass dein Vater Hilfe auf dem Hof gebrauchen könnte“, sagte er nach einer Weile des Schweigens, wobei er sie forschend ansah. „Ich wollte ihm meine Unterstützung anbieten.“
Gerdi fühlte, wie sich ihre Muskeln anspannten. Das war genau das, wovor sie sich gefürchtet hatte. Was, wenn Franz herausfand, welche heimlichen Wege ihr Vater nachts beschritt?
„Das wäre sicherlich sehr nett von dir“, antwortete sie zögerlich, „aber es ist eine schwierige Zeit für uns. Vielleicht ... ein anderes Mal?“
Franz’ Stirn legte sich in Sorgenfalten, doch dann nickte er sanft. „Wie du meinst. Aber wenn du mich jemals brauchst, weißt du, wo du mich findest.“
So zogen sie gemeinsam weiter den Pfad hinauf, Seite an Seite, im Einklang mit der erwachenden Natur. Niemand wusste, welche schicksalhaften Wendungen der Frühling noch für sie bereithalten würde. Doch eines war sicher: Die Liebe begann bereits, ihre zarten Wurzeln auszustrecken, ungeachtet der Schatten, die über ihrem Glück lagen.
Der Duft von blühenden Blumen und das leise Rauschen der Bäume begleiteten sie, als ob die Natur selbst Zeuge und Beschützer ihrer jungen Liebe war. Und während Gerdi und Franz auf den Pfaden der Alpen wanderten, war eines bereits deutlich zu spüren: Am Ende würde die Liebe siegen.
