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Die Zunahme älterer Menschen in der Gesellschaft fordert neben einer adäquaten medizinischen Versorgung vor allem die pflegefachliche Unterstützung zur Bewältigung der meist chronischen Alterskrankheiten. In diesem Band werden geriatrische Patientenfälle in geriatrischen Behandlungssettings mit unterschiedlichen Komplexitätsgraden dargestellt. Dazu wird u. a. auf die klinische Pflege von Menschen mit Demenz, mit Schlaganfall und mit chronischer Herzinsuffizienz wie auch auf Sturz, Dekubitus und Schmerz eingegangen. Lernenden in Ausbildung und Studium sowie Lehrenden in der Pflege wird aktuelles, auf dem neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnisstand basierendes Hintergrundmaterial für eine fallverstehende und zugleich evidenzbasierte Pflege in der Geriatrie dargeboten.
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Seitenzahl: 314
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Pflege fallorientiert lernen und lehren
Herausgegeben von Karin Reiber, Juliane Dieterich, Martina Hasseler und Ulrike Höhmann
Die geplanten Bände im Überblick
• Ambulante Pflege
• Ambulante und stationäre Palliativpflege
• Chirurgie
• Fallbasierte Unterrichtsgestaltung – Grundlagen und Konzepte
• Geriatrie
• Gynäkologie und Geburtshilfe
• Innere Medizin
• Pädiatrie
• Psychiatrie
• Rehabilitation
• Stationäre Langzeitpflege
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Piktogramme
DefinitionGesetztestextFalldarstellungEin RoutinefallEin Fall mit SchwierigkeitenEin komplizierter FallInformationMerkePflegehinweisEin komplizierter Fall1. Auflage 2014
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-022693-7
E-Book-Formate:
pdf: ISBN 978-3-17-026364-2
epub: ISBN 978-3-17-026365-9
mobi: ISBN 978-3-17-026366-6
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Geleitwort
I
Basics
1
Pflege in der Geriatrie
1.1 Das Besondere der Pflege in der Geriatrie
1.2 Geriatrische Versorgungsstrukturen und Interdisziplinarität
1.3 Der spezifische Versorgungsbedarf von Patienten mit einem geriatrischen Pflegebedarf
1.4 Geriatrische Pflege
II
Fälle
2
Die gestürzte Patientin nach ihrer Schenkelhalsfraktur-Operation
2.1 Das Sturzgeschehen aus geriatrischer Sicht
2.2 Die Krankheitsbilder Morbus Menière und Katarakt
2.3 Pflegerische Rehabilitation von Patienten nach Hüfttotalendoprothese
2.4 Rollen der Pflegenden im Fallbeispiel
3
Der Patient mit einer vaskulären Demenz
3.1 Das Krankheitsbild vaskuläre Demenz
3.2 Verstehende Diagnostik zur Deutung von herausforderndem Verhalten
3.3 Die Pflegestrategie zur Versorgung und Betreuung
3.4 Rollen der Pflegenden im Fallbeispiel
4
Der Patient mit einem Schlaganfall
4.1 Der Schlaganfall aus medizinischer Perspektive
4.2 Pflegediagnostik im Rahmen des Geriatrischen Assessments
4.3 Pflegestrategien zur Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung
4.4 Rollen der Pflegenden im Fallbeispiel
5
Die Pflegesituation einer Frau mit Alzheimer-Krankheit und deren pflegende Angehörige
5.1 Die Alzheimer-Krankheit aus biomedizinischer Perspektive
5.2 Assessment und Diagnostik der Alzheimer-Krankheit
5.3 Der Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger
5.4 Pflegerisches Case Management im Pflegestützpunkt
5.5 Rollen der Pflegenden im Fallbeispiel
6
Der muslimische Patient mit chronischer Herzinsuffizienz
6.1 Die medizinische Perspektive der Pflegesituation
6.2 Pflegebedürftigkeit infolge chronischer Linksherzinsuffizienz
6.3 Der Pflegebedarf im Rahmen der Pflege- und Krankheitsverlaufskurve
6.4 Rollen von Pflegenden im Fallbeispiel
7
Die Patientin mit pAVK, COPD und Dekubitus
7.1 Die medizinische Perspektive der Fallsituation
7.2 Pflegediagnostik: Die pflegefachliche Perspektive
7.3 Strategien zur Problemlösung
7.4 Rollen von Pflegenden im Fallbeispiel
Literatur
Stichwortverzeichnis
Die Ausübung des Pflegeberufs wird immer anspruchsvoller: Professionelles Pflegehandeln umfasst verantwortungsvolles Planen, Gestalten und Auswerten von Pflegesituationen. Die Settings, in denen diese berufliche Tätigkeit ausgeübt wird, haben sich zunehmend ausdifferenziert und die Aufgaben werden immer komplexer. Damit sind auch ganz neue Herausforderungen an die Pflegeausbildung gestellt. »Geriatrie« ist ein Band der Buchreihe »Pflege fallorientiert lernen und lehren«, einem Kompendium für die Pflegeausbildung, das sowohl die verschiedenen Versorgungsbereiche, in denen Pflegekräfte tätig werden, als auch die unterschiedlichen Lebensalter und -situationen der Pflegeempfänger abbildet.
Die elf Bände der Reihe spiegeln die wesentlichen Institutionen wider, in denen pflegerische Versorgung stattfindet. Alle Bände folgen der gleichen Struktur und demselben Aufbau. In einem Einleitungsteil wird in die Besonderheiten des jeweiligen Settings eingeführt. Pflegewissenschaftliche Expertenstandards und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Ausbildungsziele der Prüfungsordnungen. Die Präsentation der Inhalte erfolgt in Form von Musterfällen; dabei werden die unterschiedlichen Aspekte pflegeberuflichen Handelns aufzeigt und fallbezogene Besonderheiten und Schwerpunkte professioneller Pflege exemplarisch illustriert. Die fallorientierte Aufbereitung von Lerngegenständen greift den berufspädagogischen Trend der Kompetenz- und Handlungsorientierung auf und setzt ihn fachdidaktisch um.
Die vorliegenden Ausführungen geben einen sehr guten Einblick in die facettenreichen pflegerischen Aufgaben innerhalb des Versorgungsgebiets der Geriatrie. In diesem pflegerischen Bereich sind die Handlungs- und Kompetenzanforderungen an die Pflegefachkräfte besonders komplex und erfordern eine Zusammenschau pflegerischen, medizinischen und psychosozialen Wissens.
Der vorliegende Band gewährt anschauliche Einblicke in diese Besonderheiten anhand einschlägiger Fallbeispiele und bietet exemplarische Lösungen an. Dieses Lehr- und Lernbuch ermöglicht dadurch die Entwicklung spezifischer Fachkompetenz professioneller Pflege.
Dieser Band sowie die gesamte Reihe wenden sich an Lernende und Lehrende in den Pflegeausbildungen an Schulen, Hochschulen oder Praxisstätten sowie an Studierende der Pflegepädagogik. Neue Formen der Pflegeausbildung – wie z. B. primärqualifizierende Pflegestudiengänge – hatten die Herausgeberinnen bei der Konzeption der Reihe und der Betreuung der Bände sowie die Autorinnen und Autoren der einzelnen Bände ganz besonders im Blick.
Karin Reiber
Juliane Dieterich
Martina Hasseler
Ulrike Höhmann
Ältere und alte Menschen stellen besondere Anforderungen an die fachliche Pflege in der Geriatrie. Vor dem Hintergrund ihres gelebten Lebens und in Anbetracht häufig komplexer und langandauender Problemlagen stellt sich deren Pflegebedürftigkeit äußerst vielschichtig dar. Die Pflegebedürftigkeit älterer und alter Menschen wird sowohl von normalen Alterungsvorgängen als auch häufig von mehreren Krankheiten zugleich beeinflusst. Die notwendigen Bewältigungsarbeiten werden vor dem individuellen biografischen Hintergrund des Einzelnen heraus je nach sozialer Situation familial oder häufig auch allein gestaltet. Da sich dies auf mehreren Ebenen zugleich abspielt, fordert dies eine differenzierte Betrachtung. So ist der Pflegeprozess auf die Besonderheiten älterer Menschen, auf ihre Sichtweisen und situativen Befindlichkeiten auszurichten. Die Unterstützung der Bewältigung häufig langandauernder nicht heilender Krankheiten und dauerhafter Pflegebedürftigkeit fordert die konsequente Ausrichtung auf den älteren Menschen und die Aushandlung fachlich gebotener Handlungsalternativen. Geriatrische Pflege findet dabei in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens, mit unterschiedlichen Aufgabenzuschnitten und im Zusammenhang mit verschiedenen Konstellationen von Gesundheitsberufen statt.
Zur Grundlegung der exemplarischen Fälle im zweiten Teil dieses Lehrbuchs widmet sich dieses erste Kapitel daher zuerst wichtiger Begriffsbestimmungen, mittels derer die Bedeutung der Pflege in der Geriatrie veranschaulicht wird. Vor diesem Hintergrund werden dann die Aufgabenprofile derjenigen Gesundheitsfachberufe im Rahmen geriatrischer Versorgungsstrukturen umrissen, die an der Versorgung und Pflege geriatrischer Patienten beteiligt sind. Dazu werden die Erfordernisse der Schnittstellengestaltung erläutert. Auf dieser Basis wird dargestellt, wie relevant die darauf bezugnehmenden Handlungsfelder sind. Hieran schließt sich eine genauere Betrachtung der Merkmale an, die häufig bei Menschen mit einem geriatrischen Pflegebedarf in Erscheinung treten. Daraus werden dann die fachlichen Anforderungen an die geriatrische Pflege abgeleitet. Das erste Kapitel schließt mit einer theoretischen Bestimmung der geriatrischen Pflege als Basis für die Fallstrukturierung im zweiten Teil dieses Buchs.
Einer wegweisenden Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann entnommen werden, dass die Geriatrie »der Zweig der Medizin [ist], der sich mit der Gesundheit im Alter sowie den präventiven, klinischen, rehabilitativen und sozialen Aspekten von Krankheiten beim älteren Menschen beschäftigt« (WHO 1989 zitiert nach Bundesverband Geriatrie e. V. 2010, S. 12).
Somit handelt es sich bei der Geriatrie um ein medizinisches Fachgebiet, das sich als Altersheilkunde im Besonderen mit den Alterskrankheiten von Menschen befasst, dabei aber auch auf die gesunden Anteile des Menschen Bezug nimmt (Füsgen/Summa 1990; Nigg/Steidl 2005; Runge/Rehfeld 2012a).
Die Geriatrie als Disziplin umfasst also weit mehr, als »nur« die Heilung erkrankter älterer Menschen. Der rehabilitative Charakter der Geriatrie kommt darin zum Ausdruck, verloren gegangene Funktionen des erkrankten Menschen wieder zu erlangen oder aber neue aufzubauen. Auch der Bereich der Versorgung und Pflege sterbender Menschen im Rahmen der Palliation ist inbegriffen (Füsgen 2004; Hafner/Meier 2005).
Umfassender Ansatz der geriatrischen Pflege
Auch die geriatrisch ausgerichtete Pflege verfolgt einen umfassenden Ansatz in der Betrachtung sowohl der funktional einschränkenden Krankheitsfolgen als auch der physiologischen, psychologischen und sozialen Alternsprozesse (Runge/Rehfeld 2012a).
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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