Gerüche erkennen und anzeigen - Matthias Mück - E-Book

Gerüche erkennen und anzeigen E-Book

Matthias Mück

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Beschreibung

Nasenarbeit ist eine tolle und artgerechte Form der Beschäftigung. Der Hundetrainer und Experte Matthias Mück zeigt, wie Hunde mithilfe des Clickers lernen, zielsicher einen bestimmten Geruchsstoff neben zahlreichen Verleitgerüchen zu finden und anzuzeigen. Viele Duftstoffe wie Fenchel, Nüsse oder Pilze sind dafür geeignet. Nach und nach wird die Dosis auf wenige Geruchsmoleküle reduziert. Korrekt aufgebaut, kann der Hund z.B. Trüffel finden oder sogar einem Allergiker Spuren von Nüssen anzeigen. Egal ob jung, alt, hibbelig oder mit Handicap – jeder Hund kann es lernen, wird davon profitieren und viel Spaß an seinem neuen Hobby haben.

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Seitenzahl: 112

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Dieses E-Book ist die digitale Umsetzung der Printausgabe, die unter demselben Titel bei KOSMOS erschienen ist. Da es bei E-Books aufgrund der variablen Leseeinstellungen keine Seitenzahlen gibt, können Seitenverweise der Printausgabe hier nicht verwendet werden. Stattdessen können Sie über die integrierte Volltextsuche alle Querverweise und inhaltlichen Bezüge schnell komfortabel herstellen.

ZU DIESEM BUCH

Geruchsdifferenzierung: Für die Hundenase eine Fähigkeit, die ihnen sozusagen in die Wiege gelegt wurde. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Welt der Gerüche, der Wahrnehmungsfähigkeit unserer Hunde und was wir daraus machen können.

© Anna Auerbach/Kosmos

Mit diesem Buch möchte ich Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand geben, um in die Welt der Gerüche und der Nasenarbeit einzusteigen. Es soll Ihnen die Möglichkeit geben, zu Hause im Wohnzimmer oder draußen im Garten mit Ihrem Vierbeiner die Geruchsdifferenzierung kleinschrittig und exakt aufzubauen. Es braucht nicht viel dazu – ein paar Materialien, die ich Ihnen später noch vorstellen möchte, und die Fantasie, wie Sie die Nase Ihres Hundes herausfordern können.

Bei der Geruchsdifferenzierung geht es darum, dass der Hund einen von Ihnen ausgewählten Geruch als „bedeutend“ kennenlernt, das kann z.B. Kamille sein. Dieser Geruch kommt in eine Dose und sobald der Hund mit der Nase an der Dose verharrt, bekommt er einen Klick und ein Leckerchen. Anschließend wandert die Dose in die dafür vorgesehene Halterung, nach und nach kommen weitere Dosen hinzu, die anfangs leer sind. Wenn der Hund „die“ Dose zuverlässig, ruhig und präzise herausfindet und anzeigt, werden die anderen Dosen mit Verleitgerüchen bestückt. Ich beschreibe diesen Aufbau sehr detailliert und in vielen kleinen Schritten in diesem Buch, damit Sie die Geruchsdifferenzierung zu Hause mit Ihrem Hund selbst aufbauen können.

© Anna Auerbach/Kosmos

Gemeinsam bei der Arbeit. Das schweißt zusammen.

Folgen Sie mir auf dem Weg. Sie werden erstaunt und begeistert sein, zu entdecken, wozu Ihr Hund in der Lage ist und wie wunderbar es ist, unsere Hunde bei der Nasenarbeit motiviert arbeiten zu sehen. Das gemeinsame Erlebnis ist ein regelrechter Kleber für die Bindung zwischen Ihnen.

Kennen Sie den Spruch: „Ein müder Hund ist ein glücklicher Hund?“ Mit dieser Art der Nasenarbeit wird Ihr Hund nach dem Training zufrieden in seinem Körbchen oder auf seiner Decke liegen und tief schlafen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Training mit Ihrem Hund,

Ihr Matthias Mück

© Anna Auerbach/Kosmos

Die Passivanzeige: Der Hund verharrt ruhig und konzentriert am richtigen Geruch – darum geht es.

GERUCHSDIFFERENZIERUNG

— Einsatzgebiete und Eignung der Hunde

© Anna Auerbach/Kosmos

EINSATZGEBIETE DER GERUCHSDIFFERENZIERUNG

Wenn man sich vorstellt, was Hunde leisten können, egal ob als Rettungshund, Schimmelspürhund oder im professionellen Einsatz bei der Polizei und dem Zoll als Sprengstoff- oder Drogenspürhund, so sieht man, dass es der Mensch geschafft hat, die Fähigkeit des Hundes für sich zu nutzen.

DIE NASE DES HUNDES

Die Nase ist das Hauptwahrnehmungsorgan des Hundes. Damit Sie sich in etwa vorstellen können, was eine Hundenase zu leisten imstande ist, möchte ich Ihnen ein kleines Gedankenspiel vorstellen.

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach Hause und bereits im Treppenhaus riecht es nach einem guten würzigen selbstgemachten Eintopf. Ich denke, jeder von uns weiß, welcher Geruch einem sofort in die Nase steigt. Es ist eine Mischung aus Gewürzen und aus verschiedenen Suppeneinlagen, zum Beispiel aus Gemüse und wer mag, auch Fleisch. Die Summe der Gerüche verursacht bereits eine Vorfreude, dass es heute Abend einen warmen und schmackhaften Eintopf gibt.

© Anna Auerbach/Kosmos

Die Hundenase ist ein Hochleistungsorgan und die wichtigste Informationsquelle. Hunde besitzen bis zu 300 Millionen Riechzellen und 200 cm2 Riechschleimhaut. Sie können problemlos stereo riechen und somit die Fährte verfolgen.

EINZELNE BESTANDTEILE RIECHEN

Wenn man sich nun vorstellt, welche Gerüche der Hund im Treppenhaus wahrnimmt, dann ist es nicht der Eintopf als Summe. Ein Hund kann eine Vielzahl von Gerüchen im Detail wahrnehmen und differenzieren. Der Hund riecht das Wasser, er riecht Salz und Pfeffer, also die einzelne Zusammensetzung der Gewürze. Des Weiteren wird er wissen, welche Sorte von Gemüse in welchen Mengen als Einlage verwendet wird und ob und wenn ja, welche Fleischsorte hinzugefügt wurde. Der Hund nimmt also nicht nur den Eintopf als Summe der Gerüche war, sondern kann ihn geruchlich in die einzelnen Bestandteile zerlegen und genau wahrnehmen.

Ich möchte Ihnen mit diesem Beispiel aufzeigen, wie differenziert und wie genau die Nase des Hundes in der Lage ist, Gerüche wahrnehmen zu können. Wenn man das Bild des Eintopfes zur Veranschaulichung heranziehen möchte, so lässt sich erahnen, welches Potenzial im Training zur Geruchsdifferenzierung steckt.

© Anna Auerbach/Kosmos

Lagotto Romagnolo – Nasenarbeit ist seine Leidenschaft.

VON DROGEN- UND SPRENGSTOFFHUNDEN

Die Geruchsdifferenzierung an sich machen sich die Menschen schon seit Jahrhunderten zunutze. Wenn es darum geht, dass der Hund im Koffer geringe Mengen verschiedener Drogen finden soll, so besteht die erste Aufgabe darin, diesem Geruch eine Bedeutung und Relevanz für den Hund beizumessen, denn bisher ist es ja nur irgendein Geruch unter Tausenden und aus Hundesicht nicht gerade der spannendste. Auch im militärischen Bereich wurden Hunde sehr früh eingesetzt, um zum Beispiel Sprengstoff zu finden. In den USA gibt es die Beagle-Brigade, die das Gepäck nach eingeführten Pflanzen und/oder Lebensmitteln absucht. Immer, wenn es darum geht, den Hund auf einen bestimmten Geruch trainieren zu wollen, bedient man sich der Geruchsdifferenzierung.

Schauen wir uns einen völlig anderen Bereich an, in dem wir Menschen uns die Fähigkeiten der Hundenase zunutze machen. Ein klassischer Bereich, in dem mithilfe der Geruchsdifferenzierung gearbeitet wird, ist die Ausbildung zum Diabeteswarnhund. Auch hier muss der Hund lernen, einen bestimmten Geruch, beziehungsweise die bestimmte Konzentration eines bestimmten Geruchs, sicher anzuzeigen, nämlich der Geruch der Unterzuckerung des Menschen. Der Diabeteswarnhund muss so gut trainiert werden, dass er verschiedene Abstufungen und Nuancen eines Geruchs unterscheiden kann, nämlich ob eine leichte oder schwere bis lebensbedrohliche Unterzuckerung besteht. Und so lässt sich die Arbeit der Geruchsdifferenzierung für unzählige Einsatzgebiete nutzen.

© YAKOB-CHUK VIACHESLAV/Shutterstock

Der Mensch macht sich die Fähigkeiten der Hunde zunutze.

© YAKOB-CHUK VIACHESLAV/Shutterstock

Ob bei der Jagd, bei der Polizei oder beim Zoll Hunde sind hier nicht wegzudenken.

IGELSUCHHUND

Ein wunderbares Beispiel, wie die Geruchsdifferenzierung und die Fähigkeit des Hundes genutzt werden können, um Tier und Artenschutz zu betreiben, ist die Arbeit einer Kundin, die ihre Hunde dazu ausgebildet hat, als Artenschutzspürhund zu arbeiten. Ihre Hunde leisten Unglaubliches, um Igel, die ja dem Artenschutz unterliegen, zu finden und zu retten. Lust auf einen kleinen Ausflug in die Arbeit eines Igelspürhundes? Auf den nächsten Seiten stelle ich die Arbeit dieser Artenschutzspürhunde genauer vor.

EINSATZ IM HOBBYBEREICH

Lassen Sie sich nicht abschrecken, Geruchsdifferenzierung ist nicht nur etwas für Profis und Behörden, im Gegenteil! Diese Ausbildung hat schon längst den Weg in die heimischen Wohnzimmer und hin zu unseren Familienhunden gefunden.

Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Hund später aus zehn Dosen, die mit unterschiedlichen Mineralwassersorten gefüllt sind, immer genau die gleiche Sorte erriechen kann? Oder aus einer schier unerschöpflichen Mischung aus Teesorten immer exakt diese eine anzeigt, der eine minimale Spur von Kamillentee hinzugefügt wurde? Schlussendlich setzt Ihnen die Fantasie keine Grenzen, auf welche Gerüche Sie Ihren Hund konditionieren können. Wenn Sie es lieben, im Herbst durch die Wälder zu streifen und Pfifferlinge zu suchen, warum sollte Ihnen Ihr geliebter Vierbeiner nicht dabei helfen und Ihnen die Pilze im Wald anzeigen? Sie merken schon, später ergibt sich eine ganze Spielwiese an Ideen, die Sie mit Ihrem Hund ausprobieren können. Im weiteren Verlauf, wenn Ihr Hund das Prinzip der Geruchsdifferenzierung verstanden und verinnerlicht hat, zeige ich Ihnen noch weitere Möglichkeiten und Variationen, mit Ihrem Hund immer tiefer in die Welt der Nasenarbeit einzutauchen.

Gemeinsam ist der Ausbildung und dem Training der Geruchsdifferenzierung, dass die Nasenarbeit Ihren Hund wunderbar auslasten und beschäftigen wird. Im professionellen Bereich der Drogenspürhunde zum Beispiel ist der Einsatz der Hunde zeitlich auf ca. 20 Minuten begrenzt, weil die Hunde dann am Rande der Erschöpfung sind. Das zeigt, wie anspruchsvoll die Nasenarbeit für die Hunde ist, wenn sie gelernt haben, ruhig und konzentriert den ihnen antrainierten Geruch auszuarbeiten.

© New Africa/Shutterstock

Ob Obst oder Drogen – die Hundenase ist der beste Detektor.

SPEZIAL: IGELSPÜRHUNDE IM EINSATZ

IGELSPÜRHUNDE IM EINSATZ

— Ein Interview mit Mirella Manser

Es ist mir eine Freude, Ihnen die Arbeit eines Artenschutzspürhundes vorstellen und in einem Interview mit der professionellen Spürhundeführerin einen Einblick in ihre Arbeit geben zu können. Es ist faszinierend zu sehen, was die Geruchsdifferenzierung auch im Natur- und Tierschutz leisten kann.

Die Igelsuchhunde von Mirella sind auf das Aufspüren und Anzeigen von Igeln spezialisiert. Ob Neubauprojekt, Ersatzneubau oder Privatgarten – die Aufgabe der Spürhunde ist es, auszuschließen, dass sich nach dem Einsatz Igel auf einem Areal befinden und durch bevorstehende Bau-, Rodungs- oder Umgestaltungsarbeiten in Gefahr geraten. Denn tagsüber schlafen Igel in ihren kaum erkennbaren Nestern, während des Winterschlafs sind sie sogar völlig reaktionsunfähig und eine Flucht vor Baumaschinen ist somit unmöglich. Das bedeutet zumeist den sicheren Tod der gefährdeten Wildtiere. Nun ist es aber für uns Menschen oft extrem schwierig, die gut versteckten Igel zu finden. Aber die Nasen ihrer drei Hunde KENO, YUMA und PIPPA sind darauf trainiert, nach Igeln zu suchen. Wenn ein Igel auf dem Areal gesichtet wurde, heißt es nicht, dass das Tier dort wohnt. Igel durchwandern einen großen Radius, meist in fixen Routen und zu festen Zeiten. Nicht immer werden die Igel selbst gefunden, aber auch die verschiedenen Nester pro Igel oder Futterplätze und die Laufwege der Tiere können von den Hunden angezeigt werden.

© Sophia Leopold

Die Hundeführerin Mirella mit ihren Igelsuchhunden Yuma, Pippa und Keno (v. l. n. r.).

Wie würdest du, Mirella, das Ziel eines Spürhundeeinsatzes sehen? Und wie geht es weiter nach dem Fund eines Tieres?

Mit einem Spürhundeeinsatz wird verhindert, dass Igel auf dem Baugelände verletzt, erdrückt und getötet werden, wenn Bagger, Lastwagen und andere Baumaschinen zum Einsatz kommen. Falls sich Igel auf dem Gelände befinden, werden sie von den Hunden gefunden und können dann geborgen und aus der Gefahrenzone entfernt werden. In Zusammenarbeit mit dem Igelzentrum Zürich oder der Igelstation Ebikon werden die Tiere fachgerecht gepflegt und wenn nötig umgesiedelt.

Sind Igel in der Schweiz denn besonders bedroht?

Der Igel lebt nicht im Wald, sondern in direkter Nachbarschaft mit uns Menschen. Diese Wildtiere sind mittlerweile in ihrem Lebensraum durch den Menschen sehr bedroht. Zum Beispiel durch Rasenmähroboter, Motorsensen, Insekten- und Schneckengift oder den Straßenverkehr. Es liegt mir am Herzen, mit meiner Arbeit mit meinen Hunden, diese Tiere zu schützen.

Wie bist du denn zu deiner Tätigkeit als Hundeführerin, die im Artenschutz tätig ist, gekommen?

Mein erster eigener Hund, Keno, war als Junghund ein hibbeliger, überdrehter und vor Energie sprühender Labbi. Bei dir habe ich die Geruchsdifferenzierung als Möglichkeit zur Auslastung kennen- und lieben gelernt. Die Nasenarbeit ist perfekt dafür geeignet, seine Energie in die Bahnen zu lenken und seine Konzentrationsfähigkeit und Ruhe zu fördern.

Hast du Kenos Potenzial für die Nasenarbeit früh erkannt und deshalb gefördert?

Nein, im Gegenteil. So hibbelig und unruhig wie er war, fand ich es unglaublich, dass er jemals eine solch ruhige und anspruchsvolle Auslastung hinbekommt. Durch diesen strukturierten Aufbau der Geruchsdifferenzierung und der schrittweisen Erhöhung des Schwierigkeitslevels war ich aber schnell begeistert, was Keno hier alles lernen kann. Und so bin ich Stück für Stück mit Keno bis zur jetzigen Arbeit als Spürhundeteam hineingewachsen. Manche Dinge haben sich per Zufall ergeben. Anfangs hat er Kamillentee gesucht und später habe ich mir Gedanken darüber gemacht, welche Art und Weise einer sinnvollen Arbeit mir und meinem Hund liegen. Igelspürhund wurde Keno eigentlich per Zufall, weil ich jemanden kennengelernt habe, der diese Arbeit bereits macht, und mir recht schnell klar war, dass die Auslastung der Geruchsdifferenzierung und diese Tierschutzarbeit eine perfekte Kombination für uns darstellt.

Wie bringst du die Geruchsdifferenzierung,also die Arbeit an den Dosen und den Halterungen, und die Suche draußen im Gelände zusammen?

Natürlich müssen die Hunde draußen im Gelände nach einem gewissen Suchsystem arbeiten und verlassene Gartenhäuschen, Hecken und ganze Siedlungen absuchen. Es geht auch um die Entscheidung für eine Freisuche oder eine geführte Feinsuche. Schlussendlich ist es am wichtigsten, dass meine Hunde, wenn sie einen Igel, dessen Nest, einzelne Igelstacheln oder sonstige „Hinterlassenschaften“ gefunden haben, eine eindeutige Anzeige machen. Also nutze ich die Geruchsdifferenzierung als erstes dafür, die verschiedenen Zielgerüche meinen Hunden beizubringen und sie darauf zu konditionieren. Aber natürlich gibt es auch draußen diverse Verleitungen und andere Gerüche, die Hunde ausschließen sollen: Mäuse oder Ratten, deren Nester oder Kot und manchmal auch eine normale Hauskatze, die sich im Gelände befindet. Diese verschiedenen Verleitungen setze ich bei der Geruchsdifferenzierung genauso ein, wie in deinem Training der Verleitgeruch Zucker, Salz oder Kaffeebohnen zum Einsatz kommt.

Man kann also sagen, dass die Geruchsdifferenzierung das theoretische Training für meine Hunde ist, damit sie später im Spürhundeeinsatz wissen, was sie suchen und anzeigen sollen. Es ist der Einstieg für meine Arbeit, um ihnen den Geruch, um den es geht, beizubringen und auch, welche Gerüche sie ausblenden sollen. Es dient auch und besonders dem Erhalt der Einsatzfähigkeit meiner Hunde.

Und wenn deine Hunde einen Igel gefunden haben? Müssen sie dann auch mit der Nase am Igel verharren? Das Erlebnis könnte recht stachlig sein, oder?

*lacht*. Na ja, es gehört für mich zu den spannendsten Erlebnissen, wenn meine Hunde einen Igel finden. Entweder legen sie sich vor ihn ins Platz, bellen laut, bis ich da bin, oder scharren an der Stelle, wo das Igelnest unter der Holzdiele zu finden ist.

© Sophia Leopold

Yuma auf der Suche nach einem Igel.

© Sophia Leopold

Auf dem Gerätebildschirm ist der Igel erkennbar.

© Sophia Leopold

Manchmal ist schwereres Gerät notwendig, …