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Wieder ein Blumenstrauß von der Tankstelle oder noch ein Paar Socken mit Comicmotiv: Viele Menschen tun sich schwer oder sind einfach gedankenlos, wenn es ums Schenken geht. Weil Geschenke aber vor allem eines sollen, nämlich Freude bereiten, hat Marion Vorbeck mit viel Phantasie Ideen und Tipps entwickelt, wie Geschenke aller Art richtig ankommen: · Was schenkt man wem? So wird ein Geschenk zum Treffer! · Wie spürt man geheime Wünsche auf? · Geschenkanlässe, die man nicht verpassen darf. · Originelle Geschenke, die wenig kosten. · Fettnäpfchen, die vermieden werden sollten. · Und last, but not least: kreative Verpackungsideen.
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Seitenzahl: 219
Veröffentlichungsjahr: 2005
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
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Nachdruck 2013 Copyright© 2005 bei mvgVerlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH Nymphenburger Straße 86 D-80636 München Tel.: 089 651285-0 Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Umschlaggestaltung: Atelier Seidel, Neuötting Redaktion: Dr. Gabriele Schweickhardt, Frankfurt Satz: Redline GmbH, Jürgen Echter Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt Printed in Germany
ISBN Print 978-3-86882-412-4 ISBN E-Book (PDF) 978-3-86415-031-9
Weitere Informationen zum Verlag finden Siewww.mvg-verlag.de Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unterwww.muenchner-verlagsgruppe.de
Vorwort
1. Die Einstellung macht´s
Weg vom 08/15-Geschenk – so berühren Aufmerksamkeiten das Herz
Psychologie des Schenkens
2. Keine Angst vor Klassikern
Wein & Co...
Süße Überraschungen
Ein Korb voller Leckereien
Durch die Blume gesagt
Bekleidung für den Herrn
Dessous für die Dame
Schmuck
Lesestoff
Praktisches für alle Lebenslagen
3. So wird Ihr Geschenk ein Treffer!
Detektivarbeit: So spüren Sie unauffällig die Wünsche des anderen auf
Schritt eins – Antennen auf Empfänger
Schritt zwei – Spuren verfolgen
Schritt drei – Feineinstellung
Schritt vier – Spione einschleusen
Schritt fünf – Geldeinsatz
Profi-Schenker halten überall die Augen auf – und nehmen Kleinigkeiten gleich mit
Was Frauen/Männer sich wirklich wünschen – Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Vorlieben
Wen wollen Sie beschenken? Eine kleine Einführung in spezifische Vorlieben
Handwerker
Technikfreaks
Romantiker
Praktische
Sportskanonen
Reisende
Karrieristen
Spirituelle
Wellnessfreunde
Gesundheitsbewusste
Natur- und Gartenfreunde
Kulturfreunde
Materielle
Sentimentale
Lifestyler
Genussmenschen
4. Erkenne dein Gegenüber – Schenk-Typen
Der Großzügige
Der Geizige
Der Überraschungskünstler
Der Konventionelle
Der Praktische
5. Die verschiedenen Anlässe
Feste Daten
Ostern
Nikolaus
Weihnachten
Silvester
Geburtstag
Muttertag & Vatertag
Valentinstag
Feierliche Familienanlässe
Geburt und Taufe
Firmung
Verlobung
Hochzeit
... und noch mehr Gelegenheiten für ein Geschenk
Bestandene Prüfung
Abschluss einer schwierigen Aufgabe
Kauf des Traumautos
Traumjob, Beförderung
Gründung der eigenen Firma
Neues Heim
Trennung
Einladung zum Essen, zum Umtrunk, zur Party
Geschenke an Gäste
Kleine Gesten als Dank & Entschuldigung
6. Was schenke ich wem?
Partner: Für ihn, nicht für sich selbst aussuchen
Anlässe aus der gemeinsamen Geschichte
... oder ganz für ihn allein
Schwarm: Kennen heißt noch nicht wirklich kennen
Kindern: Altersgerechtes aussuchen
Teenagern: Auf die aktuellen Vorlieben achten
Thema Prominente und Fernsehen
Technik aufs Ohr
Computer & Co
Rund um die Musik
Mode – ein heikles Thema
Fortbewegungsmittel – Qualität ist wichtig
Lesestoff – die weite Welt der Bücher
Eltern: Nicht immer nur Klassisches schenken
Schwiegereltern: Auch sie freuen sich über Geschenke
Geschwistern: So nah und oft doch so fern
Freunden: Kreativität kommt gut an
Genau hinsehen
Das Cliquengeschenk
Ich mache mir selbst eine Freude
Das Zeitgeschenk
Der Weg zum persönlichen Luxus
Geschenke annehmen lernen
Das kann ich mir leisten!
Frisch gebackenen Eltern
Chef & Kollegen: (Kleine) Aufmerksamkeiten kommen gut an
Unverfängliche Geschenke fürs Geschäftsleben
Kunden & Geschäftsfreunden: Eine gewisse Distanz wahren
Tieren & Tierhaltern: Was für den einen gut ist, freut den anderen
Patienten: Kleine Gaben erhellen das Gemüt
Pechvögeln: Kleine Trostpflaster tun gut
Durchgefallen!
Job nicht bekommen oder nicht befördert worden
Geld verloren
Unfall gebaut
Etwas verloren oder vergessen
7. Service
Geschenke, die (fast) nichts kosten, aber ins Schwarze treffen
Mit kleinen Aufmerksamkeiten die Routine aufbrechen
Lass es wachsen!
Durch die Blume gesagt
Geschenkprobleme und ihre Lösung
Wenn ein Geschenk teuer oder aufwändig ist
Wenn Sie einen Ring verschenken möchten
Immer auf den letzten Drücker oder wenn Sie vergesslich sind
Wenn Sie unter Zeitmangel leiden
Wenn Sie den anderen kaum kennen
Wenn Ihnen 08/15-Geschenkkarten zu langweilig sind
Wenn jemand scheinbar schon alles hat
Wenn Kinder eine lange Wunschliste haben
Geschenktipps als Anregung
Individuelle Glücksbotschaften
Für lange Fernsehabende
Starfotos
Kühlschrankpoesie
Auffrischungskur
Kult, frisch aufgelegt
Nichts von der Stange!
Ein unverwechselbares Porträt
Ein Scrapbook
Können verschenken
Sinn-voller Kalender
Fettnäpfchen und wie Sie Blamagen lässig umgehen
Recycling-Verpackung
Preisschilder vergessen
Pannen im Berufsleben
Zu viele Funktionen!
Eingeladen beim Expartner
Missverständnis beim Tierbesitzer
Bereich Körperpflege
Nicht protzen und nicht knausern
Bitte keine Besserwisserei!
Kein Gegengeschenk erwarten
Dem anderen gefällt das Geschenk nicht
Das Geschenk ist unpassend
Sie haben eine Doublette ausgesucht
Geschenk zu besorgen vergessen
Geschenk mitzubringen vergessen
Das Geschenk ist auf dem Weg kaputtgegangen
Der Partner des Beschenkten wird eifersüchtig
Schöne Verpackung – das Sahnehäubchen beim Schenken
Der Vorratsverpackungskasten
Motto-Verpackung
Gutscheine
Kulturelle Vorführungen
Essensgutscheine
Reisegutscheine
Ausflugsgutscheine
Erlebnisse verschenken
Persönlichkeitstest: Welcher Schenk-Typ sind Sie?
Der Großzügige
Der Geizige oder Sparsame
Der Überraschungskünstler
Der Konventionelle ▲
Der Praktische
Stichwortverzeichnis
Über die Autorin
Schenken ist etwas Wunderbares. Theoretisch. Wir könnten aus dem Vollen schöpfen, um unsere Lieben zu beglücken. Uns etwas ausdenken, wovon der andere nicht einmal zu träumen gewagt hat, mit Freunden ein Überraschungsfest organisieren oder ein individuelles Parfüm für ihn kreieren lassen. Im Alltag geben wir uns jedoch meist schon damit zufrieden, dass wir ein akzeptables Geschenk gefunden haben. Dabei könnten wir mit einer Aufmerksamkeit, die von Herzen kommt, so viel aussagen: Wie gern wir den anderen mögen, wie viele Gedanken wir uns über ihn gemacht haben. Und dass wir uns freuen, wenn er sich freut.
Schenken – darüber denken die meisten Menschen erst dann nach, wenn es mal wieder brenzlig wird: Morgen hat der Chef Geburtstag, nur noch zwei Tage bis Weihnachten, was mitbringen zum Hochzeitsfest der Freundin? Mit leeren Händen will natürlich niemand dastehen. Und weil es an Zeit und manchmal auch an persönlichen Ideen mangelt, fällt das Mitbringsel wieder mal wenig originell aus. Doch wir wissen es aus eigener Erfahrung, wie sich ein wenig liebevoll ausgewähltes Geschenk anfühlt: ein Blumenstrauß von der Tankstelle, vorgefertigte Parfümgebinde aus der Kosmetikabteilung von Kaufhof, eine Flasche Roter, obwohl wir nur Weißwein trinken – irgendwie bleibt ein schales Gefühl zurück.
Höfliche Naturen versuchen, sich ihre Enttäuschung über ein missglücktes Mitbringsel nicht anmerken zu lassen, auch wenn sie beim besten Willen keine Ahnung haben, was sie mit der rosafarbenen Figur aus Porzellan anfangen oder wann sie das üppig verzierte Seidentuch tragen sollen – wo sie doch eindeutig der Typ für klares Design sind. Wirkliche Freude kommt da nicht auf – und das merkt auch der Gebende. Daher nimmt sich der Schnell-und-gedankenlos-Schenker vor: Beim nächsten Mal wird alles anders. Da wende ich die Zeit und Mühe auf, um etwas ganz Besonderes auszusuchen.
Ein wirklich passendes Geschenk zu machen ist schön und schwierig zugleich. Schön, weil wir eine Gelegenheit bekommen, unsere Liebe und Wertschätzung auszudrücken. Weil wir denjenigen, die uns am Herzen liegen, etwas von uns geben dürfen. Schwierig, weil es keine leichte Aufgabe ist, die Wünsche des anderen zu ermitteln und seine Erwartungen nicht zu enttäuschen.
Dieses Buch will all denen auf die Sprünge helfen, die sich (noch) schwer beim Schenken tun. Denn sogar Last Minute oder für verwöhnte Zeitgenossen lässt sich noch etwas finden, das richtig gut ankommt. Wie man das schafft? Das Geheimnis des Schenkens liegt nicht in der goldenen Kreditkarte, sondern in der Einstellung. Wer aufmerksam anstehende Termine im Auge behält und sich dann in aller Ruhe Gedanken über die Wünsche des anderen macht, gibt sich automatisch viel mehr Mühe beim Brainstorming und beim Aussuchen. Er stöbert nicht hilflos in Geschenkboutiquen und Grabbelkisten herum, kauft nicht irgendein beliebiges Prunkstück, sondern konzentriert sich gezielt auf einen bestimmten Gedanken: Wie kann ich diesem Menschen eine Freude machen?
Ein Geschenk sollte vermitteln: Da hat sich jemand tatsächlich mit dem Wesen, den Wünschen und Vorlieben des Betreffenden beschäftigt. Oder sorgt als Trostpflaster dafür, dass wir nach einer Niederlage den Alltag wieder zuversichtlicher anpacken. Wenn diese Botschaft beim anderen ankommt, ist es nicht mehr so wichtig, wie teuer die Gabe ist – sondern wie persönlich. Denn auf einmal wird ein Geschenk für den anderen wirklich wertvoll. So ist zum Beispiel ein Kochbuch über spanische Hausmannskost für den einen ein Ratgeber von vielen. Für jemand anderen hat es jedoch eine ganz besondere Bedeutung, weil Sie mit ihm gemeinsam eine Reise durch Andalusien gemacht und die dortige Küche während vieler Schlemmerabende schätzen gelernt haben.
Dieses Buch bietet zahlreiche „Appetithappen“ für alle, die nach neuen Anregungen suchen. Denn mit dem Schenken verhält es sich wie mit dem Kochen: Irgendwann schleicht sich der Schlendrian ein und wir beschränken uns auf wenige Basics, die wir ansprechend variieren. Kreieren Sie doch mal etwas Ungewohntes und richten Sie es ganz anders an! Sie finden zahlreiche Tipps für Überraschungen, die Sie direkt übernehmen oder ganz nach den individuellen Vorlieben des Empfängers abwandeln können. Denn manchmal genügt schon ein wenig Schmökern und die Lust an der Kreativität erwacht wieder.
Ihre Phantasie kann Ihnen den Weg zu außergewöhnlichen Geschenken weisen – trotzdem brauchen Sie auf Klassiker nicht zu verzichten. Ein guter Tropfen, Lesestoff, Blumen, Süßigkeiten, eine Krawatte – solche Mitbringsel müssen nicht altbacken oder langweilig daherkommen. Auch bei den Klassikern kommt es darauf an, dass sie individuell ausgesucht und attraktiv, vielleicht auch überraschend, präsentiert werden.
... sind nur dann wirklich daneben, wenn der Beschenkte Antialkoholiker ist, gerade eine Entziehungskur macht oder jede Kalorie zählt, weil er abnehmen will. Ansonsten bewährt sich ein guter Tropfen immer dann als prima Alternative, wenn Sie den Feiernden weniger gut kennen, wenn Sie eingeladen sind und eine Kleinigkeit mitbringen wollen oder wenn Ihnen sonst gar nichts anderes einfällt – was allerdings nach der Lektüre dieses Buches eher unmöglich ist.
Auch wenn es noch so Zeit sparend für Sie ist, beim samstäglichen Einkauf im Supermarkt noch eine Flasche in den Korb zu packen – bei der Auswahl des Weines sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen. Auf Nummer sicher gehen auch Unkundige, wenn sie sich vom Weinhändler ihres Vertrauens beraten lassen. Damit das geistreiche Geschenk zum persönlichen Mitbringsel wird, sammeln Sie im Vorfeld einige Informationen über den anderen. Schildern Sie dann dem Fachmann die Vorlieben der Person, die Sie beschenken wollen. Ob er lieber Weiß- oder Rotwein trinkt, welche Rebsorte er mag und sein bevorzugtes Weinanbaugebiet. Es gibt übrigens auch hervorragende Bioweine. Eine gute Flasche Wein können Sie bereits um 10 Euro erstehen – Sie müssen dafür kein Vermögen ausgeben. Überreichen Sie den Wein nicht einfach „nackt“, sondern lassen Sie ihn entweder bereits im Geschäft (ansprechend!) verpacken oder erledigen Sie dies selbst. Schön anzusehen und einfach anzulegen: eine dehnbare Manschette, die man einfach über den Flaschenhals schiebt.
Hier noch ein Tipp: Dessertweine sind wieder groß im Kommen. Und weil sie weniger häufig verschenkt werden als ihre trockeneren Artgenossen, sind Beerenauslesen eine ganz besondere Überraschung. Auch ein guter Sherry oder Portwein, die der Geschmacksrichtung des Empfängers entsprechen, sind eine Alternative. Eine Flasche Champagner macht zwar etwas her, verfehlt jedoch öfter als gedacht den Geschmack des Beschenkten – denn nicht jeder mag das prickelnde Getränk oder er bevorzugt ein ganz bestimmtes Aroma. Richtig liegen Sie dagegen, wenn der andere beispielsweise bei Ihnen zu Hause bereits einen bestimmten Tropfen genossen und für gut befunden hat.
Soll es etwas Hochprozentiges sein, richten Sie sich bei der Auswahl der Geschmacksrichtung ebenfalls nach dem Empfänger. Ob Whisky, Brandy, Armagnac oder Obstbrand – wichtig ist, dass die Qualität stimmt. Feinkostgeschäfte oder -abteilungen führen Edles von renommierten Herstellern. Ein ganz besonderes Geschenk ist natürlich ein guter Geist, den Sie selbst beim Winzer oder in einer Destillerie im Urlaub ausgesucht haben: Sie wissen, dass die Qualität stimmt, und haben außerdem beim Überreichen gleich Anregendes zu erzählen („Das ist die letzte Flasche Birnenbrand von unserem Wanderurlaub in Südtirol. Wir haben da eine ganz kleine, aber feine Brennerei entdeckt ...“).
Es gehörte früher fast schon zum Eroberungsrepertoire, seiner Auserwählten zum Rendezvous eine Schachtel Pralinen mitzubringen. Heute ist die Auswahl an Schleckereien enorm gewachsen und viele Damen – und Herren – sind entsprechend wählerisch geworden. Süße Aufmerksamkeiten zwischendurch sind inzwischen wieder richtig „in“. Versichern Sie sich zunächst, ob der weibliche oder männliche Adressat überhaupt ein „Süßer“ ist, und stimmen Sie dann Ihre Wahl auf die Person ab. Mag sie (oder er) es lieber herb oder cremig, mit Zutaten wie Orange oder Nuss oder ganz pur? Sollen es raffinierte Praliné-Kreationen sein oder hauchdünne Täfelchen, bei denen das Aroma besonders gut zur Geltung kommt? Absolut im Trend liegen längst wieder dunkle Bitterschokoladen mit einem hohen Kakaoanteil – und das aus exklusiven Anbaugebieten. Entsprechend edel sind die Leckereien meist bereits verpackt; sodass Sie sich die Verhüllung des exquisiten Naschwerks ersparen können. Gefällt Ihnen die Verpackung trotzdem nicht, passt feines Seidenpapier besonders gut – schließlich soll der kostbare Inhalt die Hauptrolle spielen. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, was der andere mag – lassen Sie doch einfach eine Auswahl an Pralinés zusammenstellen und merken Sie sich dann fürs nächste Mal, welche dem anderen besonders gut geschmeckt haben.
Tipp: Falls es noch etwas mehr sein darf: Ein klassisches Genießer-Duo sind Champagner und Schokolade.
Wer freut sich nicht über eine Auswahl an ausgesuchten Schlemmereien? Höchstens Menschen, die von Berufs wegen ständig zum Essen eingeladen werden oder die so wohlhabend sind, dass sie selbst sich überhaupt nicht mit dem profanen Thema Nahrungsaufnahme beschäftigen, sondern dies ihrem Koch oder ihrer Haushälterin überlassen. Für alle übrigen Zeitgenossen gilt: Ein Geschenk rund ums leibliche Wohl kommt dann gut an, wenn Sie auf die persönlichen Vorlieben und den Geschmack des anderen Rücksicht nehmen, auf etwaige Allergien, Krankheiten wie Diabetes oder individuelle Abneigungen. Für einen Vegetarier zum Beispiel eignet sich ein Korb voller exotischer Früchte, für einen Liebhaber der italienischen Lebensart ein „Fresskorb“ mit mediterranen Spezialitäten. Achten Sie darauf, dass sich vor allem haltbare Waren darin befinden – schließlich kann der Genießer den Inhalt des Korbes nicht innerhalb von zwei Tagen vertilgen. Eine Liste mit weiteren Anhaltspunkten für das richtige Geschenk zum Genießen finden Sie auf Seite 147 in Kapitel 6, Was schenke ich wem? Chef & Kollegen.
An dieser Stelle schon mal ein Wort zum Thema „blühende Grüße“: Blumen und Grünes waren zu allen Zeiten aktuell und werden es immer bleiben. Vermeiden Sie folgende Fauxpas beim Blumenkauf:
auf die Schnelle irgendeinen Strauß von der Tankstelle mitnehmen (manchmal sind die Gebinde aus Supermärkten durchaus in Ordnung) jemandem, der Topfpflanzen liebt, Schnittblumen schenken und umgekehrt keine Rücksicht auf Pflanzenallergien nehmen Grünpflanzen aussuchen, die nicht zum Stil der Wohnungseinrichtung passenBlumen sind schon immer beliebte Zeichen der Aufmerksamkeit und der Zuneigung, sogar als diskrete Liebesboten fungierten sie in vergangenen Jahrhunderten (mehr zur geheimen Blumensprache in Kapitel 7, Service, Durch die Blume gesagt, Seite169 ff.). Die blühenden Boten sind auch zwischendurch und ohne besonderen Anlass dazu geeignet, dem anderen die unterschiedlichsten Aussagen zu vermitteln: „Ich denke an dich“, „Danke!“, „Entschuldigung!“, Weil ich dich mag“. Floristen haben in ihrem Sortiment manchmal sehr nette, manchmal aber eher geschmacklose Kärtchen mit vorgefertigten Botschaften. Statt zu Diddel oder ähnlichen gewöhnungsbedürftigen Designs zu greifen – machen Sie sich die Mühe und schreiben Sie selbst einen kurzen Text auf einen Blankoanhänger, den Sie auch selbst aus Karton oder Folie zuschneiden können. Dann kommt Ihr Blumengeschenk so an, wie es ursprünglich gemeint war: sehr persönlich und geschmackvoll.
Dasselbe gilt für Auswahl und Anzahl der Blumen: Wenn Sie wissen, dem anderen gefallen Blumen in Lilatönen – entscheiden Sie sich für sie, auch wenn die Verkäuferin für Callas plädiert, die „jetzt ganz beliebt sind“. Und wenn Sie der Meinung sind, eine einzelne Blume mit ein wenig Dekoration drumherum ist genau das Richtige, um der Kollegin für ihre Unterstützung während Ihres Urlaubs zu danken – lassen Sie sich nicht zu einem ganzen Strauß überreden.
Sie wissen es seit Jahren: Ihr Mann oder Freund geht ungern einkaufen, besonders wenn es um seine eigene Bekleidung geht. Falls Ihnen das Shoppen mehr liegt und Sie ihm etwas zum Anziehen schenken möchten, ist das für beide Seiten eine prima Lösung. Wenn Sie dem Geliebten Kleidung schenken, muss das nicht zwangsläufig in Spießigkeit oder Bevormundung ausarten. Sogar ein Binder muss nicht als 08/15-Schlips daherkommen. Im Geschäftsleben haben Männer ohnehin weniger Möglichkeiten, modische Accessoires zu tragen. Da bringen geschmackvolle bis modische Krawatten Pep ins Anzugleben, je nachdem, in welcher Branche der Beschenkte arbeitet: In einer Bank geht es sicher ein wenig offizieller zu als in einer Werbeagentur. Abgestimmt auf bestimmte Hemden drücken Krawatten Geschmack und Modebewusstsein des Trägers aus. Ersparen Sie Ihrem Liebsten also lästiges Aussuchen und beglücken Sie ihn mit Ihrem guten Geschmack.
Wie bei allen anderen Geschenken gilt beim Kauf von Wäsche und Kleidung: Lieblose Routine wie das Paar Socken zu Weihnachten kann sogar verletzen, mit viel Mühe ausgesuchte Stücke dagegen freuen ihren neuen Träger bestimmt – und wenn sie ihm nicht gefallen, kann er sie immer noch umtauschen. Apropos: Um auf Nummer sicher zu gehen, dass Sie den Geschmack des jeweiligen Herren treffen, können Sie ihn natürlich auch gleich zum Anprobieren mitnehmen.
Empfindlicher reagieren bisweilen Frauen, wenn sie von ihrem Liebsten etwas „für darunter“ überreicht bekommen. Die Fehlerquote bei Dessous für Damen liegt nämlich bei über 50 Prozent. Denn die Gefahr, dass die Passform nicht stimmt, ist enorm hoch – und welche Frau will sich schon in eine Kombination gepresst, die zwei Nummern zu klein ist, vor dem Spiegel betrachten? Statt erst mit der Verkäuferin die etwaige Körbchengröße Ihrer Liebsten zu diskutieren („Ein bisschen mehr als Sie“), sollten Sie sich vor dem Einkauf direkt informieren, etwa indem Sie die neben der Waschanleitung angebrachten Maßangaben von einem Slip oder BH im Kleiderschrank notieren.
Darüber hinaus stellt sich die Frage: Ist das sündige Teil überhaupt nach ihrem Geschmack – oder soll es nicht vielmehr den Überbringer beglücken? Und: Will „Sie“ überhaupt von „Ihm“ Unterwäsche geschenkt bekommen? Vielleicht entspricht es überhaupt nicht ihrem Selbstbild, ein Ziel für Dessousgeschenke zu sein, und sie wünscht sich vielmehr Lesestoff für ihre Promotion in Chemie. Vielleicht probiert sie ja viel lieber in aller Ruhe in einem selbstbewussten Moment allein Body, BH oder Tanga an. Viel diplomatischer und sicherer für den häuslichen Frieden: ein Gutschein aus einem Fachgeschäft. Den können Sie ihr – vielleicht vielsagend in ein Strumpfband gewickelt – überreichen. Oder Sie gehen gemeinsam in aller Ruhe anprobieren und einkaufen.
Wenn wir ein Schmuckstück als Geschenk erwägen, rutscht vor unserem inneren Auge der Kontostand ins Minus. „Teuer“, denken wir automatisch, wenn es um Glänzendes geht. Kein Wunder: Schmuck wurde zu allen Zeiten gleichgesetzt mit Wert. Und ist daher als Geschenk entsprechend heikel: Findet der andere das Armband zu mickrig oder zu protzig? Ob in Form einer Uhr, eines Ringes oder von Geschmeiden – der andere bemisst bei einer solchen Gabe den Gegenwert viel eher in Geld als beispielsweise bei einer guten Flasche Cognac.
Zunächst müssen Sie sich für die Art des Schmucks entscheiden. Soll es ein Ring sein, ein Armband, eine Kette oder besser Ohrringe? Für Männer kommt meist eine Uhr infrage, bei Frauen dagegen steht die gesamte Bandbreite des Schmuckdesigns zur Verfügung. Entsprechend schwer fällt da oft die Wahl. Bei der Orientierung hilft genaues Hinschauen: Welchen Schmuck trägt die Betreffende am liebsten? Denken Sie beispielsweise daran, Ihrer Tochter eine Kette zum 14. Geburtstag zu schenken, geht es an die Auswahl von Material und Design: Mag sie lieber Gold oder eher Silber, bevorzugt sie Perlen oder bestimmte Steine als Anhänger? Wie soll die Machart sein? Eher schlicht und dezent oder darf es ruhig ein wenig ausgeflippt sein?
Schmuck wird am Körper getragen und ist daher auch ein sehr persönliches Geschenk – die Gabe unter Partnern. Aber auch innerhalb der Verwandtschaft oder unter engen Freunden wird ein passendes Schmuckstück als Zeichen großer Zuneigung gewertet. Wenn es etwas weniger vielsagend sein soll, passt ein Schmuckstück, das nicht am Körper getragen wird: ein geschmackvoller Schlüsselanhänger. Sehr beliebt als Mitbringsel – und relativ preiswert – sind beispielsweise die Schlüsselanhänger von Tiffany in New York.
Tipp: Wenn Sie einen Gutschein für Schmuck verschenken, macht es dem Empfänger vielleicht Spaß, sein Stück selbst zu kreieren. Nach dem eigenen Entwurf fertigt dann der Goldschmied das gute Stück an. Falls Sie sich für diese Variante entscheiden: Erkundigen Sie sich im Vorfeld in einem bestimmten Geschäft nach den Preisspannen und tragen Sie bereits einen bestimmten Wert in den Gutschein ein.
