Gesund mit Hanf & CBD - Patricia Sonja Purker - E-Book

Gesund mit Hanf & CBD E-Book

Patricia Sonja Purker

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Beschreibung

Cannabidiol als Naturheilmittel nutzen Der Hanf als Nutz- und Heilpflanze hat eine lange Tradition, der Inhaltsstoff Cannabidiol ist für seine heilsame Wirkung bekannt. In diesem Buch erfahren Sie mehr über die einfache und sichere Anwendung von Hanf und CBD in Naturheilkunde, Küche und Naturkosmetik. - Alles Wichtige zur Wirkung - Medizinische und rechtliche Hintergrundinfos - Hanf als Superfood - Viele Rezepte zum Selbermachen

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Seitenzahl: 72

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Gesund mit Hanf & CBD

Hinweis

Die in diesem Buch enthaltenen Informationen, Rezepte und Methoden dienen als Beispiele für allgemeine Anwendungen von Nutzhanf und Cannabidiol (CBD) an gesunden Erwachsenen. Alle Inhalte wurden sorgfältig zusammengestellt und geprüft. Die Anwendung der Rezepturen ist stets achtsam und individuell abzuwägen und erfolgt auf eigene Verantwortung. Zusätzliche Beratung für die Anwendung von CBD erhalten Sie bei der Ärztin/beim Arzt oder bei der Apothekerin/beim Apotheker Ihres Vertrauens. Die in diesem Buch enthaltenen Informationen ersetzen im Krankheitsfall nicht das Aufsuchen von medizinischem Fachpersonal. Alle Angaben in diesem Buch erfolgen ohne Gewähr, eine Haftung der Autorin bzw. des Verlages ist daher ausgeschlossen.

Konsultieren Sie bei Beschwerden eine Ärztin oder einen Arzt und finden Sie gemeinsam die beste Behandlung. Alles Gute!

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Copyright © 2021 maudrich Verlag

Facultas Verlags- und Buchhandels AG

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.

Typografie und Satz: Hannes Strobl Satz•Grafik•Design

Umschlagbild und Foto der Autorin: © Patrick Prucha, save-the-moment.com photography

Fotos Innenteil: S. 16, 24, 29, 36 & 38, 41, 47: stock.adobe.com, Hanf-Grafik: istockphoto.com

S. 6, 13, 14, 15, 17, 40, 66 und 70: © Dr. Patricia Purker, alle übrigen: © Patrick Prucha

Druck: finidr

Printed in the E.U.

ISBN 978-3-99002-123-1

e-ISBN 978-3-99111-343-0

INHALT

Hanf im Porträt

Inhaltsstoffe und Wirkstoffe

Pharmakologische Wirkungen

Medizinische Anwendungen von CBD

CBD-Rezepte aus legalem Nutzhanf

Hanf in der grünen Küche

CBD-Kosmetikrezepte

Hintergrund: Rechtliche Situation

Fazit: Hanf ist mehr als ein Joint

Quellen

Über die Autorin

VORWORT

Im Rahmen einer naturheilkundlich orientierten Ganzheitsmedizin erfreut sich eine Therapie mit CBD mittlerweile großer Beliebtheit. Es ist einerseits der Wunsch vieler PatientInnen, ein alternatives Behandlungskonzept vor allem bei chronischen Erkrankungen zu erlangen, andererseits sind es aber auch unberechtigte Sensationsmeldungen, die Neugierde und unerfüllbare Hoffnungen vermitteln.

Im Kontext zwischen unberechtigter Hoffnung und einer effektiven Wirksamkeit sind objektive Informationen gefordert. Das vorliegende Buch von Frau Dr. Purker bietet hier eine gute Möglichkeit, sich auch als medizinischer Laie umfassend über Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten von CBD zu informieren.

In meinem Gesundheitszentrum werden CBD-Produkte erst nach umfassender Krankheitsanamnese und nach eingehender Untersuchung verordnet. Der Bezug der entsprechenden Präparate erfolgt ausschließlich über Apotheken, denn nur hier kann sicher gewährleistet werden, dass der sogenannte THC-Anteil nicht den geforderten Grenzbereich übersteigt und die Konzentration des Cannabinoids verlässlich und einheitlich ist. Die von mir favorisierte Darreichungsform sind dabei Tropfenlösungen in unterschiedlicher Konzentration, da diese individuell dosiert werden können.

Cannabinoide greifen in viele Vorgänge des Stoffwechsels und des Nervensystems ein. Damit lassen sich etwa Entzündungsprozesse reduzieren. Schlafstörungen, Ängste und Stimmungsschwankungen sind aus meiner Sicht führende Indikationen für den Einsatz, und auch Schmerzen lassen sich oft positiv beeinflussen.

Inwieweit auch weitere schwerwiegende Erkrankungen von einer Therapie mit CBD profitieren, das bleibt zunächst verlässlichen wissenschaftlichen Studien vorbehalten. In der Erfahrungsmedizin werden jedoch bereits jetzt auch von mir vielfältige positive Effekte beobachtet, so z. B. bei der Fibromyalgie, der Multiplen Sklerose, bei Kopfschmerzen und Migräne sowie bei chronisch entzündlichen Prozessen.

In jedem Fall aber sollte eine dauerhafte Therapie immer erst nach Rücksprache mit einem erfahrenen Therapeuten oder einer erfahrenen Therapeutin begonnen werden, der/die einerseits die Indikation zur Anwendung bestätigen sollte, andererseits die geeignete Dosis festlegt und bei unerwünschten Nebenwirkungen angemessene Korrekturen vornimmt. Denn auch naturheilkundliche Präparate, wie CBD eines ist, lösen relevante Eingriffe in die menschliche Homöostase aus, was die therapeutisch Verantwortlichen zu einer hohen Sorgfalt verpflichtet.

Dr. med. Johannes Albrecht Moslehner

Facharzt für Innere Medizin, Gesundheitszentrum Med-Vital, Going am Wilden Kaiser

VORWORT

Cannabis wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze angewandt. Ihr medizinisches Potenzial ist seit langem bekannt. Seit den 1990er-Jahren, als man das endogene Cannabinoid-System und die körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren entdeckte, ist das wissenschaftliche und therapeutische Interesse an der Pflanze wieder stetig gewachsen.

Cannabidiol (CBD) unterliegt als Reinsubstanz nicht den gleichen suchtmittelrechtlichen Bestimmungen wie Dronabinol. Dronabinol wird derzeit in der Medizin nicht als Erstbehandlung, sondern ergänzend eingesetzt, wenn andere Medikamente nicht den erwünschten Effekt erzielt haben. Dies etwa bei folgenden Beschwerden:

•Erbrechen und Übelkeit im Zusammenhang mit einer Krebs- bzw. Chemotherapie

•Appetitlosigkeit und krankhafter Gewichtsverlust bei Krebs und AIDS

•Spastizität und spastische Schmerzen aufgrund Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzungen

•chronisch neuropathische Schmerzen

•Zusatztherapie bei Opioid-Therapie

Cannabis ist nicht gleich Cannabis, und Cannabidiol ist nicht gleich Dronabinol. Die Heilkräuter-Spezialistin Dr. Patricia Purker beleuchtet in diesem Buch Inhaltsstoffe, Wirkstoffe und pharmakologische Wirkungen von Cannabis, aber auch vieles darüber hinaus, wie CBD-Rezepte für die Küche und CBD-Kosmetika.

Ich wünsche allen LeserInnen viel Freude beim Entdecken dieser faszinierenden Pflanze!

Dr. Wolfgang Stambera

www.drstambera.at

HANF IM PORTRÄT

Hanf zählt zu den ältesten Kultur- und Nutzpflanzen Europas und stammt ursprünglich aus Zentralasien, wo er vor etwa 30 Millionen Jahren erstmals auftauchte. Der wissenschaftliche Name der Hanfpflanze ist Cannabis. Hanf gehört, wie auch sein Verwandter, der Hopfen, ebenso eine wichtige Heilpflanze, zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).

Es werden hauptsächlich zwei Arten unterschieden: Cannabis sativa und Cannabis indica. Bei Cannabis indica kann der Anteil an dem berauschenden Inhaltsstoff Tetrahydrocannabinol (THC) bis zu 25 % ausmachen. Cannabis sativa hingegen ist eine faserige Art, welche weniger THC (< 1 %), dafür umso mehr Cannabidiol (CBD) produziert, das keine berauschende Wirkung hat. In diesem Buch liegt der Fokus auf dem Nutzhanf mit hohem CBD-Gehalt, Cannabis sativa.

Die ältesten Nachweise für die Verwendung von Hanf – insbesondere seiner Fasern, aber auch zur innerlichen Anwendung – gehen mehr als 10.000 Jahre zurück. Bei den Germanen wurde er der Liebesgöttin Freya zugesprochen, weil zur damaligen Zeit die Blüten als Aphrodisiakum für Frauen (und bestimmt auch für Männer) verwendet wurden. Jahrhundertelang war Hanf eines der Hauptheilmittel in der Volksmedizin, seit er von den Kreuzrittern ab dem 11. Jahrhundert in Europa verbreitet wurde. Der Arzt Gerard van Swieten setzte Hanfextrakte gegen die Schlafstörungen von Maria Theresia ein.

In vielen Regionen wurde Hanf angebaut, wie noch an etlichen Ortsnamen erkennbar ist: vom Hanfthal in Niederösterreich über Hennef in Nordrhein-Westfalen bis Hanfgarten in der Schweiz. In den 1960er-Jahren wurde der Hanfanbau allerdings durch gesetzliche Regelungen eingeschränkt, die erst ab den 1990er-Jahren wieder gelockert wurden.

Im Jahr 2018 wurde der Hanf von ExpertInnen der pharmazeutischen Institute der Universitäten Wien, Innsbruck und Graz wegen seiner Bedeutung in Medizin und Pharmazie und dem aktuellen Interesse zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Die Wirkungen des Hanfs werden immer genauer erforscht.

Maria und Josef und die Hanfpflanze

Hanf ist eine einjährige krautige Pflanze, er wächst also in einem Jahr zur vollen Größe und stirbt dann wieder ab. Wenn die Samen in die Erde gelegt und gegossen werden, zeigen sich die Keimlinge innerhalb von 3–7 Tagen. Nach 100 Tagen hat der Hanf seine volle Größe von 1–4 Metern erreicht, blüht und bildet Samen, wenn er bestäubt wurde.

Die Blätter des Hanfs sind siebenteilig, handförmig und der Blattrand ist markant gezackt. Die Blattform des Hanfs ist weithin bekannt, viele Menschen kennen sie aus den Medien besser als die Blattformen vieler anderer regionaler Kräuter und Bäume.

Die Hanfpflanze ist zweihäusig, das bedeutet, sie besitzt männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen. Eine Hanfpflanze bildet also weibliche und eine andere männliche Blütenstände, je nachdem, welche Erbinformation der Samen enthält und welche Umweltfaktoren bei der Pflanzenzucht herrschen. Zweihäusige (diözische) Pflanzen, zu denen auch der Hopfen und die Brennnessel gehören, sind nicht sehr häufig und haben sich wahrscheinlich gebildet, um der Pflanze noch mehr genetische Variabilität zu ermöglichen.

So wird aus Maria und Josef „Marihuana“

Da der Hanf eine zweihäusige Pflanze ist, wird sie auch „Maria“ (für die weiblichen Pflanzen) und „Josef“ (für die männlichen Pflanzen) genannt. An den spanischen Namen „Mari“ und „Juan“ ist die Ableitung zu „Marihuana“ noch besser abzulesen. Im Slang und in manchen Songtexten wird Marihuana auch „Mary-John“ oder „Mary-Jane“ genannt.

Nutzhanf, mit hohem CBD-Gehalt und wenig THC, wird allerdings nicht als Marihuana, sondern mit dem wissenschaftlichen Namen Cannabis bezeichnet.

Die beiden Geschlechter der Hanfpflanze

Da sich in den nicht bestäubten weiblichen Blüten die meisten Wirkstoffe anreichern, werden hauptsächlich weibliche Hanfpflanzen verwendet, sowohl in der

Medizin als auch in Küche und Haushalt. Um eine Bestäubung zu verhindern, werden alle männlichen Pflanzen vor der Blüte entfernt.

So werden männliche und weibliche Hanfpflanzen unterschieden

Die männliche Hanfpflanze ist kleiner und zarter, während die weibliche Pflanze dichter wächst.

Das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen weiblichen und männlichen Pflanzen sind die Blüten. Bei der männlichen Hanfpflanze sind die Blüten in den nickenden Rispen knotig angeordnet. Bei der weiblichen Hanfpflanze zeigen sich weißliche gegabelte fadenartige Narben an den Enden der Triebe.

Weibliche (links) und männliche (rechts) Hanfpflanze

Die weiblichen Blüten

Die weiblichen Blütenstände wirken dicklich und bestehen bei genauerem Hinsehen aus hunderten winzigen zarten Einzelblüten