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Die Gefühle und Gedanken während meiner Entwicklung zum Nichtraucher habe ich hier aufgeschrieben. Bestimmt gilt so einiges davon nur für mich aber ich denke, ein jeder, der das Rauchen aufgibt oder aufgeben will, kann den einen oder anderen Gedanken nachvollziehen und für sich etwas Positives daraus ableiten. Vielleicht gibt es ja auch etwas zu lachen, insbesondere bei den geschilderten Momenten der Schwäche.
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Seitenzahl: 37
Veröffentlichungsjahr: 2012
Goodbye Chessie! Günther Romey Published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de Copyright: © 2012 Günther Romey
Rauchstop-Tagebuch von Günther Romey
Die Idee, während meines Weges zur Zigarettenabstinenz meine Gedanken und Gefühle täglich aufzuschreiben, kam mir eigentlich fast unmittelbar, nachdem der Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, gefallen war. Ich befand mich zu der Zeit in einer schwierigen Lebensphase und hatte für mich beschlossen, dass „es so nicht mehr weitergeht“. Auf der Suche nach professioneller Unterstützung bin ich dann bei Frau Ines Schober gelandet, die mir die Mittel und Wege gezeigt hat, mich selber und damit mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ich weiß noch, dass sie mich nach einer Sitzung fragte, was wir als nächstes in Angriff nehmen sollten. Ich sagte ohne zu Zögern, „das Rauchen aufhören“. Dieser Wunsch war seit langer Zeit latent bei mir vorhanden, und ich hatte schon mal eine Nichtraucherphase von 12 Jahren. Aus Blödsinn – nicht durch Stress oder Ärger - bin ich dann vor ca. 14 Jahren doch wieder bei der Zigarette gelandet.
Warum „Chessie“? Diesen Namen habe ich von der Zigarettenmarke, die ich meistens rauchte, abgeleitet. Er gefiel mir, richtig nett für eine krank- und armmachende kleine Schachtel!
Das Ergebnis meiner Beobachtungen wird Ihnen hoffentlich viel Spaß bereiten und an der einen oder anderen Stelle vielleicht ein Lächeln abgewinnen. Ich wünsche auf jeden Fall viel Vergnügen beim Lesen!
Günther Romey
Meiner Mutter Ilse, die immer gewünscht hat, dass ich mit dem Rauchen aufhöre. Sie wäre stolz auf mich!
17.07. Guten Morgen, Chessie!
Da bist Du wieder. Liegst in Deiner weiß/roten Hülle bereit, damit ich nach Dir greifen kann. Dein schlanker, ebenmäßiger Körper mit seiner ästhetischen Rundung strahlt beinahe Erotik aus und sobald ich Dich entflammt habe, wirst Du verbrennen. Wenn ich Dich heute zum ersten Mal an meine Lippen führe und Deinen Duft (oder sind es Abgase?) tief in mich hinein atme, wird mir ein wenig schwindlig. Ich weiß, dass Du mir nicht gut tust aber ich bin süchtig nach Dir.
Lange Jahre hast Du mich begleitet, warst immer nah bei mir und ich konnte immer nach Dir greifen. Du warst mir lieb und teuer, das „teuer“ im wahrsten Sinne des Wortes.
Leider muss ich Dir heute aber etwas sagen:
Ich werde Abschied von Dir nehmen! Und zwar für immer!
Weißt Du, irgendwann muss jeder gehen und ich will nicht der Erste von uns beiden sein. Denn wenn ich die „Löffel abgegeben“ habe, läuft Deine Produktion weiter! Noch ein paar Tage und es ist soweit, sei nicht traurig und lass uns bis dahin gut miteinander auskommen und uns an den Gedanken gewöhnen, dass der Moment der Trennung kurz bevorsteht. Ich weiß,
Scheiden tut weh!
18.07. Guten Morgen, Chessie
Der Kaffee war wieder gut und das Frühstücksbrötchen lecker. Sei nicht verwundert, ich mag halt gerne die englische, leicht bittere Orange-Marmelade. Obwohl ich weiß, was mich erwartet, konnte ich wieder nicht von Dir lassen. Die ersten Züge an Dir hatten die gleiche Wirkung wie gestern und eigentlich jeden Tag. Muss das sein?
Ich hoffe, Du kannst ein offenes Wort vertragen, aber in letzter Zeit habe ich immer öfter den Gedanken, dass Du ein Ungeheuer bist, ein böser Geist, der mich – ohne, dass ich es wirklich gemerkt habe –gefangen hält. Deine Finten und Tricks, mit denen Du mich umklammerst, sind mir noch nicht ganz klar, aber
ich werde mich von Dir befreien!
Anscheinend bin ich alleine zu schwach, denn ich habe erfahren, dass ich gegen Deine Raffinesse und Heimtücke aus eigener Kraft nicht ankomme. Wie oft habe ich versucht, von Dir los zu kommen. Ich habe vieles ausprobiert, angefangen bei Entwöhnungsbegleitung aus dem internet , Einteilung der täglichen Zigarettenmenge (jede Stunde eine), Rauchen nur noch auf dem Balkon bis hin zu Nikotinpflastern und – kaugummi. Nichts hat wirklich gewirkt, Du warst einfach zu stark (oder ich zu schwach)!
Aber vielleicht weißt Du es noch nicht, ICH MAG KEINE NIEDERLAGEN! Und ich habe mir Verbündete geschaffen! Mit deren Hilfe werde ich Schritt für Schritt allmählich alle Wege, auf denen Du Dich anschleichst, versperren. Ich weiß, es wird hart, aber ich werde siegen!
Yes, I can!
19.07. Hallo Chessie,
