Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
60 Farbfotos zeigen Greifswals schönste Ansichten.Mit einer Zeittafel, Bilderläuterungen und einer Übersihtskarte.
Das E-Book Greifswald wird angeboten von Hinstorff Verlag und wurde mit folgenden Begriffen kategorisiert:
Greifswald, Reiseführer, Tourismus, Mecklenburg-Vorpommern, Universitätsstadt, Kultur, Reise, Urlaub, Stadtführer, Stadt
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 14
Veröffentlichungsjahr: 2013
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Christin Drühl
GREIFSWALD
DEUTSCH
Blick vom Markt mit Giebeln und Dom
EINLEITUNG
Ein Spaziergang im Herzen Greifswalds führt durch eine beschauliche Fußgängerzone mit stolzen Bürgerhäusern über den Marktplatz mit ochsenblutfarbenem Rathaus, bunten Cafés und manch wertvollem Gebäude aus dem Mittelalter. Auf dem weiteren Weg liegen die 1456 gegründete Universität, das 2005 eröffnete Pommersche Landesmuseum und gleich drei imposante, gotische Backsteinkirchen, die von der Hansezeit zeugen. Ein Abstecher zum Museumshafen lässt auf Flaneure und historische Schiffe treffen. Die schmucke Stadt am Greifswalder Bodden tritt dem Besucher frisch und lebendig entgegen.
Das war nicht immer so. Zwar durchlebte Greifswald die Kriege des letzten Jahrhunderts unbeschadet, doch nach 1945 setzte der große Zerfall ein. Es fehlten Mittel und staatlicher Wille, die alte Bausubstanz zu sanieren. Ganze Straßenzüge fielen in sich zusammen.
Ende der 1970er-Jahre wurde mit dem Bau des Kernkraftwerks bei Lubmin neuer Wohnraum benötigt. Östlich der Altstadt und Villenvorstadt entstanden ganze Komplexe in Plattenbauweise. Das sozialistische Ideal modernen Wohnens sollte auch in der Innenstadt Anwendung finden. Die Bagger rollten und machten vor denkmalgeschützten Häusern nicht halt: Ein Drittel der Stadt fiel der Umgestaltung zum Opfer. Nachzuvollziehen ist das heute in der Knopfstraße, Fisch- und Löfflerstraße sowie am Stadthafen. Die Planung sah vor, das komplette Zentrum neu zu errichten. Greifswald sollte, wie Bernau und Halle/ Saale, ein mustergültiges Exempel des sozialistischen Städtebaus werden. Bürgerlicher und studentischer Protest wurde unterdrückt und die wenigen Aktivisten, die Widerstand wagten, wurden hart sanktioniert.
