Grenzenlos - Zemina Schulz - E-Book

Grenzenlos E-Book

Zemina Schulz

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Beschreibung

Wenn alle Menschen sich von ihrem irdischen Verstand lösen, und über den Horizont hinaus blicken würden, würden sie nichts mehr verstehen wollen. Sie wüssten es bereits. Geistige Welt? Gott? Besetzungen? Ausbildungen? Was stimmt denn nun wirklich? In dem Buch “Grenzenlos, Aufbruch in ein neues Bewusstsein” räumt die Autorin radikal und charmant mit den größten Mythen rund um die geistige Welt und der Medialität auf. Elegant und humorvoll widmet sie sich den festgesessenen Bildern und Meinungen der Menschheit und lässt dich hinter die Kulissen des Jenseits blicken. Vollgepackt mit einer großen Portion Wissen, Dialoge mit Verstorbenen, den Engeln und Gott sowie zahlreichen Übungen wirst auch du deinen eigenen Horizont überschreiten. Bist du bereit für diese unglaubliche Reise?

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Veröffentlichungsjahr: 2022

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Copyright © 2022 Zemina Schulz

Copyright © 2022 Zemina Schulz Copyright © 2022 Zemina Schulz Alle Rechte dieser Ausgabe vorbehalten durch Zemina Schulz-Mediale Lebensberatungc/o Grosch Postflex #1634Emstetterstraße 1048268 GrevenISBN: 9783754698662Cover design by: Florin Gaborwww.100Covers4you.comUnter verwendung folgender Grafiken:Spiegel: Adobe Stock von Mia StendalFunkeln: Adobe Stock von KokotewanHintergrund Universum: Adobe Stock von Andrei 

In liebevoller Erinnerung gewidmet an meine Mama

Karin Schulz *13.12.1955, gestorben 12.01.2022

Vorwort

Wie fängt man ein Buch über Medialität an, wenn es da

draußen schon so viele unzählige Bücher gibt, die einem

immer dasselbe predigen und die Menschheit deswegen

immer noch nicht „zur Erleuchtung“ gefunden hat?

Richtig, am besten gar nicht, und startet dadurch seine

ganz eigene Reise. Dir ist dieses Buch wahrscheinlich

nicht zufällig in die Hände gefallen, denn alles was für

dich bestimmt ist, fällt dir automatisch zu. Dieses Buch

ist anders als andere, denn es wird nicht die typischen

Merkmale enthalten, welche dich auf irgendeine Pseudo-

Reise schicken werden um doch noch medial zu

werden. Dieses Buch erzählt keine langen Geschichten

über meinen Leidensweg, und wie lange ich denn da

schon drinstecke. Es stellt alles auf den Kopf, was man

auf den Kopf stellen könnte. Und bringt dir neue

Erkenntnisse, die du zuvor noch niemals gelesen hast.

Es bringt dir neuen Mut, neue Ansichten, und auch

(meine) Wahrheit über die geistige Welt und ihre

Bewohner. Wenn du nun neugierig geworden bist,

nehme ich dich gerne mit auf eine Reise, welche du so

schnell nicht mehr vergessen wirst. Wenn du auch ein

Stück weit an dir arbeiten möchtest, bist du hier genau

richtig. Ich kann dir keine Garantie dafür geben, dass du

danach der Guru in Person bist, aber ich kann dir sagen,

dass sich dein Leben verändern wird. Natürlich zum

Positiven hin. Aber immer gut aufgepasst: Dieses Buch

ist nicht frei von Nebenwirkungen. Du könntest am Ende

die Wahrheit kennen und die Welt in einem anderen

Licht sehen. Du könntest umdenken und dich neu entwickeln.

Ich räume hier auch gehörig mit einigen Mythen auf,

welche die Menschheit bewusst versucht klein zu halten. Viele Denkmuster und Glaubensmuster sind überholt

und haben im schlimmsten Fall noch nicht einmal so

stattgefunden. Daher ist dieses Buch für alle Mutigen,

welche die Spiritualität neu entdecken wollen.

Jetzt will ich dich mal nicht länger auf die Folter spannen

und gleich loslegen. Du kannst alle Kapitel einzeln lesen

, wenn dich eins nicht sonderlich ansprechen sollte. Das

ist dir überlassen. Such dir intuitiv heraus, was für dich

wichtig ist. Für die ganze Reise empfehle ich dir aber

das komplette Buch zu lesen.

Und nun anschnallen: Es geht los.

Medialität neu erklärt

Das ganze Chaos und ich

Mein chaotisches Leben begann früh in den 1992-iger

Jahren. Ich kam in einer Stadt zur Welt, obwohl ich als

Baby schon wusste: “Das wird hier nicht gut gehen.”

Dies hatte sich dann so bestätigt. Schon früh als Kind

hatte ich mehrere geistige Begleiter an meiner Seite,

welche ich stets wahrnehmen und sehen konnte.

Schon früh als Kind war ich größten und schlimmsten

Erlebnissen ausgesetzt, welche ich hier bewusst nicht

erwähnen werde.

In der Pubertät wurde es dann nicht besser und mein

Weg ins Chaos und Verderben setzte sich fort. Es war

weniger meine Wenigkeit, welche dazu beitrug als die

äußeren Umstände. Ein Schicksalsschlag nach dem

anderen jagte mich. Es war mir so als wollte Gott mir

keine Pause gönnen. Wobei ich meinen „Chef“ hier nun

nicht mit reinziehen möchte.

Irgendwann war es der geistigen Welt wohl doch zu blöd

mit mir und sie zogen mich als Erwachsene aus meinem

Berufsleben hinaus. Ich wurde erst einmal richtig krank.

Ja, chronisch krank, und ich habe einen Weg hinter mir,

der alles andere als leicht war. An manchen Tagen hatte

ich kaum mehr Geld, um mir etwas zu Essen zu kaufen.

Ich versank in meinen Tränen und verfluchte die Welt.

Und doch, nach alledem waren meine geistigen Freunde

immer für mich da. Sie halfen mir, durch all diese Zeiten.

Ohne sie wüsste ich nicht, wo ich heute wäre. Da sie

nicht namentlich hier erwähnt werden wollen, lasse ich

sie bewusst raus. Besonders einer von ihnen war mir

immer ganz nah. Ich weiß, dass wir eine sehr enge

Verbindung pflegen, und dies schon seit mehreren Leben.

Nachdem man mich also durch das ganze Chaos

geschleust hatte, traf ich meinen Seelenpartner. Es war

wie ein Wunder und ich war sehr froh ihn zu haben.

Meine Erkrankung gab schmerzlichst keine Ruhe, aber

er hielt zu mir, was er noch bis heute tut. Ich war voller

Freude und Glück, denn ich hatte ihn gefunden. Die Zeit

aber wurde dadurch nicht weniger leidvoll: ganz im

Gegenteil. Dann legte meine Chaos-Welt erst recht los.

Irgendwann sagte ich zu meinem Geistführer, ob er

denn noch alle Tassen im Schrank habe. Er lachte

daraufhin und meinte, dies diene alles meinem Prozess

des vollständigen Erwachens. Ich verdrehte die Augen

und dachte mir: Na, da schlafe ich doch lieber weiter.

Doch so weit kam es nicht, denn ich wurde tatsächlich

wach. Es war wie ein Schlag, den es auf einmal gab und

seitdem weiß ich, wer ich bin und was meine Aufgabe

hier ist. Dies soll dir zeigen, wenn auch nur sehr

kurzgehalten, wie schmerzlich erwachen sein kann. Es

ist nicht das rosige “ich bin so frei und glücklich”

Gehabe, es ist das komplette Gegenteil. Deswegen

wundere dich nicht, wenn manche Menschen mehr

Stolpersteine in ihrem Weg haben als andere. Auf

dieses Thema gehe ich in einem separaten Kapitel noch

einmal genauer darauf ein.

Heute bin ich ein Channelmedium, Bewusstseins-Coach,

Botschafterin der Arkturianer und lebe meine Berufung.

All meine Fähigkeiten, welche ich schon als Kind

mitgebracht hatte, nutze ich heute für dich und für alle,

welche meine Hilfe benötigen. Bei mir läuft das Ganze

aber ganz anders ab, als du es vielleicht denkst oder

kennengelernt hast. Denn die meisten Medien haben

Techniken erlernt, aber nie ihre eigenen gefunden. Sie

haben sich orientiert, an dem was ihnen irgendwelche

Bücher einst vorgeschlagen haben. Versteh mich nicht

falsch: Es sind durchaus Dinge dabei, die sehr nützlich

sein können und auch richtig sind. Doch wenn man

seinen eigenen Weg nicht findet, nützt dir auch die beste

Technik nicht viel.

Deshalb ist dieses Buch entstanden: Es soll dir

Aufklärung bieten und dir helfen, die (geistige) Welt ganz

anders zu betrachten und kennenzulernen. Und falls du

gerade in so einem Chaos steckst, wie ich es tue, kannst

du hieraus eine Menge mitnehmen und lernen. Da ich

nicht gerne detailliert auf mein Chaos eingehen will,

starten wir doch einfach direkt mit dem ersten Kapitel.

Denn seien wir mal ehrlich, niemand möchte jedes

Lebensjahr von einem Autor erzählt bekommen, oder?

Ich zumindest nicht. Du kennst ja nun ein paar Eckdaten

von mir, die dir genügen sollten.

Was ist überhaupt Medialität?

Das hast du bestimmt schon so oft gehört: Du bist

medial. Oder: Geh doch mal zu einem Medium. Doch

was ist das eigentlich? Manche denken dabei an ein

Medium wie eine CD, auf der man Musik speichern kann

oder besser noch: Ein paar Filme für einen netten

Abend. Auch wenn man uns Medien als eine CD

bezeichnen könnte, auf der alles Wissen des

Universums gespeichert ist, so sind wir viel mehr als

das. Medialität bezeichnet unter anderem eine Reihe

von Hellsinnen, Fähigkeiten und Gaben, welche ein

jeder mitbringen kann. Jeder von uns hat diese

Hellsinne, doch bei manchen waren sie schon immer

aktiv (wie bei mir), bei anderen nicht, und wieder rum

andere haben sie verschlossen, weil sie für verrückt

erklärt worden sind. Das gibt es leider immer noch in

dieser Welt. Menschen werden für verrückt erklärt, wenn

sie mehr wahrnehmen können als der Otto-Normal-

Verbraucher. Am besten sperrt man sie dann weg, dass

die Wahrheit nicht ans Licht treten kann. Du fragst mich

jetzt, woran man erkennt, ob man verrückt ist oder nicht?

Nun, schon allein, wenn du dich das fragst, bist du es

nicht. Das ist eine simple Geschichte. Wenn du also

wieder Stimmen hörst, frage sie doch einfach mal, was

sie dir mitteilen wollen. Medialität beansprucht also die

Hellsinne. Du kennst bestimmt schon ein paar davon:

Hellsichtigkeit, Hellriechen, Hellhören und Hellfühlen.

Die geistige Welt ist sehr erfinderisch, wenn sie deine

Sinne benutzen. So kannst du Bilder vor deinem

geistigen Auge ablaufen sehen, die du zunächst nicht

zuordnen kannst. Oder du hörst Dinge, wie ein inneres

Gespräch, welches du führst. Du kannst auch Gerüche

wahrnehmen, welche überhaupt nicht zu dir in den

Raum passen. (Großmutters Parfüm, welche schon

längst verstorben ist.) Es gibt unendlich viele

Möglichkeiten. Doch sei dir sicher, die geistige Welt

findet immer einen Weg, mit dir in Kontakt zu treten. Ich

für mein Teil bin stark hellhörig und höre meine

Begleiter. Gelegentlich sehe ich sie auch alle. Ja, 3D ist

möglich, aber das würde einen auf Dauer nur verstören,

deswegen ziehen sie es lieber anders vor. Es wäre auch

wirklich zu seltsam, wenn du deine verstorbene

Großmutter plötzlich im Bad sehen würdest. Selbst wenn

sich das viele wünschen, ist das tatsächlich für viele

“nicht zu fassen” und sie erleiden einen Schock.

Medialität ist also alles, was anders ist als diese

materielle Welt. Alles, was höher schwingt, sich nicht mit

dem Verstand erklären lässt und was dich in völlig

andere Sphären bringt. Medialität ist alles und nichts.

Sie kann wachsen, sie kann laut, aber auch still sein. Sie

beinhaltet das ganze Universum und gleichzeitig nur

dich und die Stille. Medialität kann erworben werden

(durch traumatische Ereignisse), oder bereits vorhanden

sein. Sie kann erweitert werden oder bereits ausgereift

sein. Sie kann alles sein, was du dir vorstellst. Man

könnte hier einen Fragebogen anhängen: “Bin ich

medial?” Dies habe ich bewusst nicht getan. Medialität

ist so individuell wie der Mensch selbst, und jeder

Mensch ist anders. Jeder hat andere Anzeichen und

jeder erlebt sie anders. Daher können ein paar Fragen

dies auch bei dir nicht klären. Du weißt eigentlich schon

selbst, sonst würdest du dieses Buch hier nicht lesen.

Somit beantwortet sich deine Frage hier bereits und wir

beide sparen uns gerade einiges an Zeit. Da wir nun

ungefähr geklärt haben, was Medialität ist und was sie

bedeuten könnte, können wir uns ja daran machen, was

die geistige Welt ist. Denke immer daran, es ist meine

Wahrheit, so wie ich sie übermittelt bekommen habe von

meinen Helfern. Wenn dir etwas nicht zusagt, kannst du

dich gerne deiner Wahrheit widmen. Auch diese ist

richtig, denn deine Seele macht ganz andere

Erfahrungen als ich.

Die geistige Welt-Ein Blick hinter die Kulissen

Spätestens hier höre ich immer als Erstes: “Boah, ist das

nicht gruselig? Da hätte ich ja Angst.” Und spätestens

hier schmunzele ich immer leise in mich hinein. Vielleicht

kennst du all diese Grusel-Geschichten aus Filmen und

Büchern, in welchen der Geist über deinem Bett schwebt

und dich zu erwürgen versucht. Ich kann dich beruhigen:

Das ist tatsächlich nur Film und Fernsehen. Das ist nicht

echt. Die geistige Welt ist weder “würgerisch” noch

möchten sie dir etwas antun. Auch wenn viele

behaupten, es gäbe dort rachsüchtige Seelen und böse

Dämonen. So kann ich das ganz klar widerlegen. Diese

Energien existieren in den Menschen, sie wurden

erzeugt, um Menschen Angst zu machen, und wir beide

wissen, dass Angst der schlechteste Ratgeber ist, den

es geben kann. In der geistigen Welt gibt es nichts,

wovor man sich fürchten müsse. Selbst dann nicht,

wenn sie einst in 3D vor dir stehen mögen, doch wie

oben schon beschrieben, ist das eher selten. Sie wissen

um unsere Ängste und wahren unsere Grenzen. Ja, das

tun sie tatsächlich. Wenn ich gerade wieder einmal beim

Kochen stehe und ein verstorbener Kontakt sucht, darf

ich ihn erst einmal ablehnen und dies wird auch

respektiert. So muss aber auch ich respektieren, wenn

sie mal nicht reden wollen. Dies kann durchaus bei

einem Jenseitskontakt einmal vorkommen. Sie sind

eben Seelen und haben auch das Recht, selbst zu

entscheiden. Viele glauben, sie müssten erst durch

irgendwelche Zwischenwelten hindurch und schlimme

Qualen erleiden. Dass dies nicht der Wahrheit

entspricht, weiß jeder, der sich spätestens jetzt damit

auseinandersetzt. Wenn man die Sache ausnahmsweise

mal logisch angeht, wäre es doch zu seltsam, dass man

dort an einem Ort, der so voller Liebe ist, noch

zusätzliche Qualen erleiden müsse. Viele sind der

Auffassung, dass man gewisse Dinge dort oben zu

erledigen hat. Alles, was man als Seele dort tut, ist

helfen: und zwar seinen Lieben auf der Erde. Dort oben

gibt es keine „Berufe“, „Ausbildungen“ oder sonstigen

Kram. Das haben wir Menschen hier erfunden. Da oben

ist man einfach nur. Einfach nur Da-Sein. Ja, ich weiß,

schwer vorstellbar. Deswegen gehen wir an dieses Buch

auch nicht mit dem Verstand ran, sondern mit deinem

Herzen. Verstand aus, Bewusstsein an.

Um die geistige Welt ranken sich so viele Legenden und

Mythen wie um die Menschheit selbst. Manche sind

davon überzeugt, man könne mit Verstorbenen gar nicht

sprechen und dies sei alles ein „Hinterhalt“ Satans.

Leider haben diese Menschen den kompletten Bezug zu

ihrer Spiritualität und dem Universum verloren. Viele

Religionen beruhen nur auf der Begebenheit, Menschen

kleinzuhalten, um nicht hinter das System blicken zu

können. So erfanden sie einfach für all ihre Taten und

Schandtaten eine andere Kreatur, welche alles

rechtfertigen sollte. Und natürlich wurde auch Gott als

Richter und Vergelter dargestellt. So macht man heute

noch Menschen Angst, damit diese nicht erwachen und

die Wahrheit hinter den Dingen erkennen. So

bezeichnen viele streng religiöse Menschen uns Medien

als „Satan-Gesandte“ ohne sich überhaupt bewusst

darüber zu sein, was die geistige Welt wirklich ist. Sie

haben einfach ihr Weltbild von einem anderen

Menschen übernommen und hoffen dann im stillen

Kämmerlein auf ihre “Erlösung.“ Dass sie sich aber

selbst „erlösen“ könnten, von all ihren selbstauferlegten

Fesseln, darauf kommen sie leider nicht. Religion ist und

bleibt Gehirnwäsche, und das auf oft brutalste Art und

Weise. So versucht man uns Medien schlechtzureden,

nur, damit wir nicht die Wahrheit verbreiten können. Und

wer könnte da besser dran schuld sein als Satan? Wenn

man das hier mal logisch angeht, hätte Satan rein gar

nichts davon, wenn ich anderen helfe und es ihnen

danach auch noch besser geht. Er würde dann doch

wohl das Gegenteil vorziehen. Doch wie gut, dass es so

ein Wesen nicht gibt.

Nicht nur religiöse Menschen neigen dazu, die geistige

Welt zu engstirnig zu sehen. Es gibt da auch noch die,

die denken, man bräuchte für alles ein Utensil in Form

von Witchboards oder anderen Praktiken und

bezeichnen diese dann als okkult. Dass ein Medium das

nicht braucht um mit der geistigen Welt in Kontakt zu

treten, sollte jedem klar sein. Alles andere dient nur

einer Show, da die Menschen es mittlerweile so

erwarten. Erst letztens durfte ich folgenden Kommentar

bei mir lesen: “Verstorbene können gar nicht reden". Da

merkte ich schnell, wie viel Aufklärungsarbeit noch nötig

ist, um diese Welt auf das nächste „Level“ vorzubereiten.

Ich hätte am liebsten geantwortet, dass Verstorbene sich

mittels Telepathie verständigen, doch dann hätte ich

wieder erklären müssen, was dies ist, und das ist bei

manchen Menschen manchmal nur verlorene Zeit. Über

Telepathie und die ganzen Praktiken werde ich für dich

gerne hier noch mal gesondert eingehen. Wie du also

nun gesehen hast, gibt es tatsächlich viele Menschen,

welche sich die geistige Welt als Grusel-Kabinett

vorstellen. In welchem man umherirrt, und nie wieder

rausfindet. Und ganz am Ende, da sitzt dann der Richter

des Jüngsten Gerichts und bestraft dich dann für dein

Eis, welches du als Kind nicht bezahlt hast. Im besten

Falle landest du noch in der Hölle und der Spuk ist

komplett. Du merkst jetzt selbst, dass dies alles gar nicht

der Wahrheit entsprechen kann.

Doch was ist die geistige Welt dann? Wie sehe ich sie

als Medium?

Die geistige Welt ist Licht, und oftmals viele

Farben. Verstorbene erzählen mir von fliegenden

Kugeln, welcher auch sie sich bedienen. Da sie nicht

mehr physisch sind, haben sie keine Begrenzungen

mehr. Sie können sich frei bewegen, durch Raum und

Zeit und sind unabhängig von ihrem Körper. Sie

komprimieren ihre Energie und können so jeden Winkel

dieser Erde innerhalb einer Sekunde erreichen. Und

können als Licht überall und nirgendwo sein. Stell dir

eine Lampe vor. Wenn du das Licht anschaltest, kannst

du es nicht anfassen, aber es ist überall im Raum. Man

kann es zwar nicht genau definieren, wo es jetzt ist,

doch du kannst es sehen. So ist es auch mit den Seelen.

Man kann sie (je nach Gabe) sehen, hören oder fühlen.

Machst du das Licht wieder aus, ist es zwar nicht mehr

sichtbar, aber die Glühbirne bleibt bestehen. So kannst

du dir auch den Tod vorstellen. Dein Körper magst du

ausgezogen haben, doch du selbst bleibst immer Teil

dieses großen Ganzen. Du bist nicht nur ein “Teil des

Kuchens”, sondern du bist selbst der Kuchen. Das ist

jetzt wieder einiges an Information für so ein kleines

Gehirn wie unseres. Nehmen wir an, du bist die Sonne

und schickst deine Sonnenstrahlen auf die Erde, dann

gehören diese Strahlen auch zu dir. Du bist sie und sie

sind du. So verhält es sich in der geistigen Welt. Wenn

wir heimkehren, kehren wir zu unserer Sonne zurück. Du

kannst sie Gott, Universum, das große Ganze, Kollektiv

oder sonst was nennen. Wie es dir beliebt. Wir kehren

zu unserer Urquelle zurück, ganz ohne Zwischenwelten,

Qualen oder Fegefeuer. Wir werden wieder selbst zu der

Sonne, die wir einst waren und heute noch sind. Daher

spricht jeder gerne von: “Das höhere Selbst.” Wenn du

dich mit deinem höheren Selbst verbindest, sprichst du

sozusagen mit dem großen Ganzen, dem Universum,

deiner Seele sowie Gott. Für viele ist es unvorstellbar

geworden, dass sie selbst „groß“ sein sollen. Doch das

sind wir alle. Wir sind alle diese große „Sonne“ und

daher selbst Schöpfer dieses Lebens.

Jetzt fragst du dich vielleicht direkt: Was fühlt man denn

da so auf der „anderen“ Seite? Wie steht es um unseren

Charakter? Auch das durfte ich von der geistigen Welt

erfahren: Da es dort oben nur reine, bedingungslose

Liebe gibt, existieren keine anderen Gefühle. Keine

Trauer, keine Wut, kein Hass oder Angst. Deswegen

inkarnieren wir hier, um zu erfahren, was Liebe ist. Stell

dir vor, du kennst nur Sonne. Du kennst nur hellen,

grellen Sonnenschein. Mehr kennst du nicht. Doch du

willst unbedingt wissen, wie sich dieses Licht anfühlt,

hierfür musst du aber zuerst das Gegenteil

kennenlernen: Dunkelheit. Ohne Dunkelheit wüsstest du

nicht, wie sich Licht anfühlt, also machst du dich als

Seele auf den Weg, um diese Dunkelheit

kennenzulernen, um dann das Licht wiederzusehen.

Willkommen in der Dualität der Erde. Dualität bedeutet

nichts anderes als: DUAL-Zwei Seiten. Hell und Dunkel.

Auch bekannt als YING und YANG. Liebe und Angst,

Trauer und Freude. All diese Gefühle lassen dich

Erfahrungen sammeln.

Puh, ganz schön viel zu verdauen gerade. Wenn man

sich gerade das erste Mal damit beschäftigt, kann es

sein, dass man sich das mehrere Male durchlesen

muss, um das Ganze „zu verstehen“. Doch wie eingangs

schon erwähnt, solltest du dabei nicht mit dem Verstand

rangehen. Es ist eine BEWUSSTSEINS-Sache. Lasse

dir dabei ruhig Zeit, es dauert bis der Verstand in den

Hintergrund rückt. Wir Menschen neigen leider dazu,

alles mit dem Verstand erklären zu wollen. Er ist uns in

die Wiege gelegt worden und jedes noch so kleine Ding

müssen wir bis ins kleinste Detail erklären können. Wir

haben nicht gelernt, einfach nur- zu SEIN. Und das ist

das Problem. Wir müssen wieder anfangen ZU SEIN

statt immer nur ZU WERDEN. Wir SIND ja schon, wir

sind ewig, was also möchten wir noch WERDEN?

Da du nun festgestellt hast, dass dich kein Dämon holen

wird und du ein Lichtstrahl einer großen, wärmenden

Sonne und die Sonne zugleich selbst bist, weißt du

besser über dich Bescheid und kannst dich den weiteren

Zeilen widmen.

Die geistige Welt und ihre Zeichen

Jetzt höre ich gleich wieder irgendwelche Frauen

schreien, dass sie immer noch nichts von ihren

„Liebsten“ gehört hätten und wieso da denn nichts

komme. Seien sie es denn nicht wert, auch mal ein

Zeichen zu bekommen? Tja, das liegt ganz schlicht

ergreifend daran, dass die meisten einen sich selbst-

fahrenden Staubsauger erwarten oder den Verstorbenen

am besten noch in 3D. Möglichst noch zum Knuddeln,

Knutschen und Bespaßen. Sie erwarten das

Kettenrasseln, das Heulen an den Türen und das

Klappern der Schlösser. Was ich damit ausdrücken will

ist, dass viele Menschen eine ganz falsche Vorstellung

von Zeichen haben. Verstorbene, und andere geistige

Wesen drücken sich in den seltensten Fällen so aus.

Nämlich nur dann, wenn es entweder furchtbar dringend

ist oder man die anderen Zeichen übersehen hat. Sie

teilen sich in der Regel über Gefühle mit. Ein kleiner

Schauer, ein kleiner Sonnenstrahl, ein Windhauch oder

ein Tierchen, welches dir über den Weg läuft. Am

liebsten benutzen sie unsere Gefühle um sich zu zeigen.

Ich als Medium habe wache Hellsinne und kann sie

dadurch hören und sehen. Bei einem Menschen, dessen

Sinne einfach nicht aktiv sind, lassen sie sich gerne

auch mal etwas einfallen. Doch erwarte hier keinen Brad

Pitt, welcher dir noch das Essen auf dem Silbertablett

serviert. Man muss schon an sich arbeiten, wenn man

sich ihnen medial widmen möchte. Die Betonung liegt

auf MEDIAL. Du kannst mit ihnen immer reden, gerne in

Gedanken. Und dies ist die Telepathie, welche ich

vorher erwähnt habe. Telepathie ist eine Art der

Gedankenübertragung, welche via Bilder und

Eingebungen, Visionen, Töne und Akustik geschehen

kann. Alle Wesen der geistigen Welt nutzen Telepathie,

daher ist es auch möglich, uns zu erreichen. Sie

benötigen kein Witchboard oder Kerzen, sie benötigen

unsere Aufmerksamkeit. Sobald wir still werden und

einfach mal nur SIND, genau dann werden wir sie

wahrnehmen. Klingt dir zu einfach? Dann darf ich dich

hier somit enttäuschen. Du brauchst, um mit einem

Verstorbenen zu reden keine Utensilien oder andere

Rituale. Du kannst jetzt also alles in den Mülleimer

werfen, außer dir gefällt es so gut, dann kannst du es

gerne als Dekoration nutzen, denn mehr ist es einfach

nicht. Um ihre Zeichen zu empfangen, musst du einfach

nur still werden. Sitzen und SEIN. Das ist alles. Es wird

wohl eine Weile dauern, bis du etwas „empfängst“, doch

je öfter du es machst, desto einfach wird es.

Dies soll nicht bedeuten, dass sie dir nicht mal ein

Klopfen senden könnten. Ich habe regelmäßig Schritte

hier bei mir zu Hause. Oftmals macht sich ein Löffel

selbstständig, oder die Tasse geht wieder spazieren.

Manche haben ein humorvolles Gemüt und mögen es

auch mal gerne einen „zu ärgern“. Dann verstecken sie

dir ein paar Gegenstände. Denke aber daran, sie

meinen es nie böse mit uns. Manche wollen einen damit

auch nur aufmuntern. Sei etwas nachsichtig mit ihnen.

Du brauchst vor ihren Zeichen keine Angst zu haben,

selbst wenn du dich beobachtet fühlst. Nimm es an, und

frage gerne nach, wer da ist und was derjenige oder

diejenige möchte. (Geschlechter gibt es als Seele nicht

mehr.) Es kann durchaus vorkommen, dass manche

Energien zu stark sind und man innerlich unruhig und

nervös wird, es sich „nicht gut“ anfühlt. Dies bedeutet

nicht, dass etwas Böses anwesend ist. Es zeigt dir

lediglich, dass diese Seele aufgebracht, möglicherweise

sogar überaktiv ist und die Energie für dich im Moment

zu stark ist. Bitte sie einfach zu gehen. Wenn sie nicht

gehen möchte, darfst du sie gerne härter hinaus

„begleiten“. Ja, das darfst du tatsächlich, denn du

gehörst zu den Lebenden und hast wie diese Seele auch

einen freien Willen. Achte einfach mal auf deine ganz

persönlichen Zeichen. Vielleicht fühlst du mal in dich

hinein, oder du kannst hervorragend riechen. Du weißt

Dinge einfach oder hast besondere Träume. Über

Träume verständigen sie sich auch gerne mit dir, da

unser Verstand im Traum zur Seite rückt. Daher kannst

du dies gerne in die Schatzkiste der Zeichen mit

aufnehmen. Manche werden jetzt sagen: Ja, aber woher

weiß ich, dass das nicht meine eigenen Gefühle sind?

Und da liegt der Hase im Pfeffer. Du musst schon

wissen was zu dir gehört und was nicht. Damit haben

viele Probleme. Sie kennen nicht einmal ihre eigenen

Gefühle, wie wollen sie dann die einer Seele fühlen und

kennen? Deswegen ist es unerlässlich sich durch und

durch zu hundert Prozent zu kennen, bevor man sich an

die mediale Reise macht.

Die geistige Welt hilft uns

Wie oft haben wir schon Probleme gehabt und nicht

mehr weitergewusst. Wie oft haben wir schon den Tag

verflucht oder wirklich in ernsthaften Schwierigkeiten

gesteckt? Vielen ist bewusst, dass sie stets auf die Hilfe

der geistigen Welt zählen können. Doch wie sieht diese

Hilfe überhaupt aus? Vielleicht stellst du dir gerade vor,

wie sie dir die ganze Arbeit abnehmen und alles für dich

erledigen. Wäre wirklich praktisch, so ein eigener

Hausgeist, der dir mal eben die Böden wischt. Doch

ganz so einfach ist das nicht. Unsere Seele hat sich

Aufgaben ausgesucht und um diese zu erledigen, muss

sie da auch durch. Das kann dir keiner abnehmen, aber

die geistige Welt kann dich darin unterstützen. Sie

können dir jemanden „schicken“, der dahin gehend

Ideen hat oder dich emotional stützt. Sie können dir

Sachgüter und andere Hilfen zukommen lassen, in Form

von Ideen oder Telefonaten, sodass du stets weißt,

wohin dich dein Weg führt. Selbst wenn du die Hilfe nicht

sofort als solche wahrnimmst, wirst du sie eines Tages

als solche erkennen. Mir ging es selbst auch lange Zeit

so. Ich war davon überzeugt, die Hilfe müsse jetzt sofort

kommen, am besten heute noch und dann auch so, dass

ich nichts mehr machen brauchte. Oftmals war die Hilfe

auch als solche nicht erkennbar und ich fand erst später

heraus, dass ich wahnsinniges „Glück“ hatte. Ich nehme

da einfach das Beispiel den Tod meiner Mama. Du

fragst dich, wo hier die Hilfe war? Ja, viele sehen den

Tod als etwas Schreckliches, aber als Mama ging,

konnte sie mir viel besser zur Seite stehen als zu

Lebzeiten in ihrem kranken Körper. Ohne ihr weniges

Geld, was sie mir hinterlassen hatte, hätte ich meine

schwierigen Operationen nicht finanzieren können. Da

ich in eine Spezialklinik musste und selbst weder Auto

noch Führerschein habe. So benötigte ich das Geld für

die Taxifahrten, welche nicht von der Krankenkasse

übernommen wurden. Ich hatte in dieser Klinik den

besten Arzt der Welt, den es in keinem anderen Klinikum

auf diesem Gebiet gab. Bei meinen weiteren

Operationen half mir die geistige Welt genau diesen Arzt

wie durch Zauberhand wieder im Aufzug der Klinik zu

treffen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Viele sind

überzeugt, die geistige Welt müsse einen vor solchen

„Schicksalsschlägen“ schützen. Doch die Frage lautet

viel eher: Wieso sollten sie uns davor schützen, wenn es

doch so in unserem Seelenplan geschrieben steht?

Nicht alles, was auf den ersten Blick für uns Menschen

schlecht aussieht, ist es auch. Es ist viel mehr ein

Wachstum und eine Entwicklung, die daraus stattfindet.

Wir werden alle unterstützt, doch wenn wir es nicht

erkennen oder es einfach nicht sehen wollen, wird es

schwer diese Hilfe als solche anzunehmen. Die geistige

Welt ist nicht dazu da, dir alles abzunehmen und für dich

deine Schritte zu gehen. Sie können dich leiten, führen

und dich beschützen, aber du hast die Füße in diese

Welt gesetzt. Es ist deine Inkarnation, also mach was

draus.

Du brauchst auch keine ewigen Rituale, um sie um Hilfe

zu bitten. Du kannst mit ihnen normal sprechen, als

würdest du deine Mama oder deine beste Freundin/

besten Freund um Hilfe bitten. Dort zündest du auch

keine Kerze an und singst erst mal ein Freuden-Lied,

damit sie dir endlich zuhören. Du brauchst nur deine

Gedanken in ihre Richtung ausrichten und deine Bitte

oder deinen Wunsch formulieren und dann warte einfach

ab. Im Kapitel „Das System und unsere Zeit“ erkläre ich

dir, warum die geistige Welt keine Zeit kennt. Daher

erwarte einfach keine zeitliche Erfüllung. Morgen,

übermorgen oder später. Lass es einfach laufen und du

wirst sehen, dass du Antworten bekommen wirst. Wenn

du schon medial bist, fällt dir das auch leichter diese zu

erkennen. Wenn du da noch nicht so mit dem Thema

bewandert bist, vertraue darauf, dass sie es so machen

werden, wie es für dich richtig ist. Du musst dazu keine

Hieroglyphen auswendig lernen. Sie wenden sich immer

so an dich, wie du sie erkennen kannst. Denke auch

nicht, dass es „zu viel“ sei, wenn du nach etwas fragst

oder bittest. Limitierungen sind nur die Grenzen unseres

Verstandes, nicht mehr und nicht weniger. Du und dein

Bewusstsein sind nicht limitiert. Du bist frei, darum darfst

du so oft wünschen und bitten, wie du möchtest.

Der Tod und das Leben danach

Dass das Leben nicht mit dem Tod endet ist den

meisten Menschen mittlerweile bewusst geworden. Viele

interessieren sich für die “andere Seite” und fangen an

selbst hier und da sich eigenes Wissen anzulesen. Jeder

hat so seine Erlebnisse und auch andere Phänomene

erlebt. Wobei ich dies jetzt nicht unbedingt als

Phänomen bezeichnen möchte, denn es ist völlig normal

die geistige Welt wahrzunehmen. Ich wage sogar zu

behaupten, dass alles andere “nicht normal” ist. Unser

weltliches System hat uns frühzeitig als Kind gelehrt,

was es bedeutet in einen Rahmen gedrückt zu werden.

Und diesem folgen wir dann bis wir in die Grube hüpfen.

Doch dann gibt es ein paar Menschen, die sich diesem

System nie angepasst haben. Diese werden dann als

“verrückt, unnormal oder seltsam” beschrieben, weil sie

nicht das machen, was man von ihnen erwartet. Sie sind

als Kind neugierig genug geblieben und haben sich stets

anders gefühlt. Das Leben nach dem Tod ist wie mit

einem Traum vergleichbar. In diesem Moment bist du in

der Kulisse deines Traumes und erlebst ihn ziemlich

real, so wie es auch sein soll. Sobald dein Körper stirbt,

wirst du wach und erkennst alles was jemals gewesen

war. Du bist eine Seele, ein Bewusstsein und hast einen

menschlichen Körper. Eine Art Verkleidung, welche dich

alles erleben und spüren lässt. Du bist hier nur zu Gast

auf dieser wundervollen Welt. Du kannst dieses Leben

so richtig viel Spaß haben, oder dich über alles

aufregen. Am Ende kommst du so oder so wieder nach

Hause. Dort fängt dein richtiges “Leben” erst an. Alle die

eine Nahtod-Erfahrung hinter sich haben werden nun

wissen, wovon ich spreche. Du bist frei, so frei wie noch

nie. Du hast keine Begrenzungen mehr und es fühlt sich

so an, als wären Zeit und Raum miteinander

verschmolzen. Du bist überall gleichzeitig. Es ist ein

unbeschreibliches Gefühl und wer dies einmal erlebt hat,

wird es nie wieder vergessen können. Doch du musst

dafür nicht erst sterben und zurückkommen. Du kannst

dieses Gefühl auch erleben, wenn du dich der geistigen

Welt öffnest. Du kannst das auch in manchen Momenten

der Meditation erleben. Alle Seelen kehren nach dem

Ablegen ihres Körpers in ihr wundervolles zu Hause

zurück und bleiben dort. “Und nun?” fragst du mich jetzt.

Dann speichern sie ihre Erfahrungen in der sogenannten

“Akasha Chronik” ab. Hier ist alles weltliche Wissen

sämtlicher Nationen und Inkarnationen gespeichert. Wie

eine riesige Welt-Bibliothek zu welcher nur wenige

Menschen Zugang haben. Stell dir vor, was damit

getrieben werden könnte, wenn es in die falschen Hände

geraten würde. Ich selbst lese aus der Akashachronik

anderer, um ihnen bei wichtigen Lebensfragen zu helfen.

Nicht jeder hat Zutritt und viele werden abgewiesen. Es

ist vor allem sehr wichtig, dort mit Liebe hinzugehen.

Dein Herz muss rein sein, ohne jeglichen “negativen”

Gefühle und Absichten. Wenn also eine Seele ihre

Erfahrungen und Wissen dort abgelegt hat, verweilt sie

eine Zeit lang dort, bis sie sich entscheidet, wieder zu

inkarnieren. Da es dort weder Zeit noch Raum gibt kann

es für uns aussehen, als würde die Seele hunderte von

Jahren dort oben verweilen, obwohl es für sie

wahrscheinlich nur ein Wimpernschlag ist. Selbst wenn

die Seele wieder inkarniert, ist sie nicht “einfach weg”.

Viele denken dann, man könne sie nicht mehr erreichen,

doch dem ist nicht so. Das Höhere Selbst bleibt für

immer bestehen. Deswegen ist es als Medium ganz

leicht einen Verstorbenen von 1788 zu erreichen. Du

verstehst was ich dir damit sagen möchte. Niemand ist

wirklich jemals weg. Es fühlt sich immer nur so an, weil

das System die Menschen mit Absicht trennt. Nichts ist

“gefährlicher” als ein Mensch der weiß, dass er nichts zu

befürchten hat, da er unendliches Bewusstsein in sich

trägt. Die Seelen auf der anderen Seite unterstützen

auch ihre Liebsten hier auf der Erde. Wie ich dir oben

bereits erklärte, ist die geistige Welt kein finsterer Ort

voller Zombies oder anderer Kreaturen. Es gibt in ihr

unzählige andere Seelen, welche höher schwingen, oder

niedriger. Dies bedeutet einfach, dass die einen leichter

wahrzunehmen sind, wieder andere nicht ganz so leicht.

Die Seelen sind an ihrem Ort einfach nur das was sie

sind. Unendliches Licht und Bewusstsein. Sie erholen

sich gerne von ihrem irdischen Leben oder reisen durch

Raum und Zeit. Sie erleben ihren Frieden neu und

arbeiten ihr Leben auf. Dies geschieht aber alles binnen

einer Sekunde. Wir Menschen fragen uns dann oft, ob

ihnen da oben “nicht langweilig” wird. Wenn wir uns

daran erinnern, dass Langeweile auch wieder nur ein

menschliches Ding ist, dann merken wir schnell, dass es

das da oben gar keine Langeweile geben kann. Ihnen ist

dort nicht langweilig, weil es das dort nicht gibt. Ganz

einfache Antwort. Sie sind auch nicht traurig, wütend

oder verzweifelt, selbst wenn das oft gerne von

manchen Medien behauptet wird. Nein, das sind sie

nicht. Sie können vielleicht berichten, dass sie es einst

zu Lebzeiten waren, aber dort oben existieren diese

Gefühle schlichtweg nicht. Stell dir einfach vor, du stehst

inmitten eines Schlachtfeldes und beschließt nach

Hause zu deiner Mama zu gehen. Dort wartet Kuchen

und eine Tasse Tee auf dich. Warum solltest du bei

deiner Mama heulend am Küchentisch sitzen? Eben, gar

nicht. Und so verhält es sich mit den Seelen, welche

endlich nach Hause einkehren können.

Tier,- und Kinderseelen

Zwischen Tier,- Kinder,- und Erwachsenen-Seelen gibt

es keinen Unterschied. Viele meinen, dass alle an einem

anderen Ort „aufbewahrt“ werden, oder jeweils an einen

anderen Ort gehen, doch dem ist nicht so. Sie sind alle

eins und sind an einem Ort. Deswegen macht es keinen

Sinn, wenn ein Medium behauptet, es könne nicht mit

einer Tierseele sprechen. Denn das ist jederzeit möglich.

Viele sind bei einem Jenseitskontakt auch verunsichert,

wenn sie einen Kinderkontakt wünschen. Gerade bei

Fehlgeburten oder sehr frühen Todesfällen fragen sie

mich immer, ob denn das kleine Sternchen was zu

sagen hätte, in der kurzen Lebenszeit, die es da war. Sie

wissen leider nicht, dass die Seele schon viele Leben

hinter sich hat, und jede Menge erzählen kann. Doch

hier ist vielen nicht bekannt, dass sie nicht zu Lebzeiten

gesprochen haben müssen, da sie sich der Telepathie

bedienen. So ist es auch bei den Tieren. Sie verstehen

zu Lebzeiten unsere Sprache nicht, aber im Jenseits ist

dies immer möglich. Kinderkontakte sind jedes Mal

besonders emotional, denn auch ich fühle die

kleine/große Seele sehr aufgeweckt und spielerisch bei

mir. Viele sind dann sehr aufgeregt, sodass man sie

kaum beruhigen kann, doch ist es zeitgleich

wunderschön zu sehen und zu hören, wie sich ein

Sternchen bemerkbar macht. Meist sind es kleine

Erdenengel gewesen, die ihren Eltern auf ihren Wegen

helfen wollten und ihnen etwas Wichtiges lehren sollten.

So schlimm das auch klingt, so schön ist es gleichzeitig.

Was Erdenengel sind, kannst du im Exkurs nachlesen.

Die Kleinen haben schon eine sehr große Aufgabe hinter

sich. Auch Tierseelen sind ganz wunderbare Seelen,

welche sich vorwiegend zeigen, wie sie zu Lebzeiten

waren. So kann sich eine Katze mit ihrem typischen

Verhalten zeigen, oder wie mein Meerschweinchen so

lustig mit den Augen rollen, an welchem ich es jederzeit

erkennen würde. Mach dir also keine Sorgen, wenn du

denkst, wo denn all diese „unterschiedlichen“ Seelen

hinkommen. Sie sind alle am selben Ort, dort wo das

Licht heller scheint, als wir es uns jemals vorstellen

könnten. Die besagte Regenbogen-Brücke wird nicht nur

bei Tieren sehr gerne verwendet. Ich habe schon Eltern

kleiner Sternenkinder sagen hören, wie sie über diese

Brücke zurück nach Hause gegangen sind. Der

Regenbogen stellt mit all seinen Farben eine

wunderschöne Metapher zwischen Jenseits und dem

Diesseits dar. Ich selbst mag die Vorstellung, denn er

enthält alle Farben unserer Chakren.

“Und was ist mit Kindern, welche schon vor der Geburt

sterben?” höre ich dich nun fragen.

Ja, auch sie haben bereits eine Seele. Manche

Menschen glauben, die Seele tritt erst mit dem Schrei

der Geburt ein, wenn das Baby seinen ersten Atemzug

macht. Die Seele jedoch ist bereits da, wenn die Zelle

sich im Mutterleib teilt. Diese Erfahrung ist für beide

Elternteile sehr schmerzhaft und doch gleichzeitig sehr

erfahrungsreich. Selbst wenn das Baby nicht das Licht

der Welt erblickt, so geht die kleine Seele ganz normal in

die geistige Welt über und begleitet seine Eltern, seine

Seelen dabei, damit zurechtzukommen.

Und was ist mit der Totenruhe?

Auch das ist ein Mythos. Viele sind überzeugt davon, sie

dürften die Verstorbenen nicht stören, oder sie gar nicht

kontaktieren. Manche denken, man könne sie erst nach

einer gewissen Zeit kontaktieren. Doch wie wir

mittlerweile wissen, existiert auf der „anderen Seite“

keine Zeit, und auch kein Raum. Zeit ist hier auf Erden

unsere Variable, welche nur wir hier kennen. Wieso

sollten dann die Verstorbenen und andere Seelen sich

genau an diese Zeit halten? Du siehst es richtig. Sie

haben keine Zeit, und sie kennen und benötigen weder

Ruhe oder sonst noch irgendetwas anderes in dieser

Art. Es ist zu jederzeit möglich sie zu kontaktieren, selbst

wenn sie gerade erst auf die Sekunde verstorben sind.

Sie sind freie, unbegrenzte Seelen, welche neue Wege

gehen und sich neuen Aufgaben widmen dürfen. Sie

sind jetzt unendliches Licht und freuen sich sehr, wenn

man an sie denkt oder sie sogar mit einbindet. Mal

abgesehen davon, dass sie ohnehin stets an unserer

Seite sind, haben sie auch echtes Interesse daran, was

wir hier alles so erleben.

Suizid und die Zwischenwelt

Vielfach wird mir die Frage gestellt, was mit den

Menschen und deren Seele passiert, welche einen

Suizid begangen haben. Ob diese dann qualvoll in einer

Zwischenwelt festsitzen und darauf warten, bis sie ins

Licht dürfen. Ich weiß ja nicht, wer auf diese Idee kam,

das zu erzählen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen

zu glauben, dass er Seelen ins Licht begleiten müsse.

Vielleicht verlangt man dafür auch Geld, oder denkt,

man helfe anderen damit. Grundsätzlich ist Hilfe nie

verkehrt, wenn sie denn auch ehrlich ist. Natürlich gibt

es Menschen, die wissen es einfach nicht und denken

sie helfen. Das ist auch in Ordnung. Doch ich darf dir

sagen, dass jede Seele ins Licht geht. Sie muss nicht

vorher in irgendwelchen „Zwischenwelten“

umherschweben und ihre Aufgaben erfüllen. Sie geht,

wie jede andere Seele ins Licht über und wird zu Licht

und Liebe. Daran ändert selbst der Suizid nichts. Für

viele Gläubige ist ein Suizid die Todsünde schlechthin.

Zum Thema Glauben beziehungsweise Gott werde ich

hier auch noch mal etwas gesondert erzählen. Nur

schon einmal vorweg: Nein, es ist keine Todsünde.

Sünde gibt es nicht und ist menschengemacht. Die

geistige Welt urteilt nicht, und daher auch nicht über

unsere Wahl und dem, was wir tun. Ja, sie urteilt nicht.

Richtig verstanden. Das gilt auch wieder für die weniger

schönen Dinge. An diesen Gedanken muss man sich

erst wieder gewöhnen. Suizid ist niemals schön, und ichverstehe jeden, der sich daran sehr schwertut dies zu

verarbeiten, völlig egal, wer es war. Ich verstehe den

Schmerz dahinter, der meist ganz anders ist, als bei

einem natürlichen Todesfall. Diese lieben Seelen haben

diesen Weg gewählt und sind auch nach dem Suizid bei

dir. Auch wenn du dir ewig die Frage stellst, warum das

passiert ist und ob man es hätte verhindern können:

Wenn es passiert ist, ist es passiert und die Seele hat

ihre Erfahrungen gemacht. Nicht alle Erfahrungen sind

schön, aber durchaus lehrreich. Mach dir also keinen

Kopf, ob deine geliebte Person nun irgendwo durch

Zwischenwelten fliegt und nicht weiß wohin. Die Seele

weiß genau, wohin sie muss. Ich habe die

„Zwischenwelt“ als solche nie erlebt. Ich nenne sie

höchstens Astralebene, in welcher wir und unser

Energiekörper sich aufhalten können. Wir sind aber

niemals im Astralkörper gebunden und so können wir

überall gleichzeitig sein. Da das Jenseits nicht „oben“

oder „unten“ ist, sondern direkt bei uns, neben uns und

in unserer Welt sind die Seelen nicht weit weg, wie viele

denken. Sie sind nicht verschwunden, weil sie in das

Licht gegangen sind. Sie sind direkt neben dir. Und wer

weiß, vielleicht ist genau in diesem Moment eine liebe

Seele bei dir.

Selbst wenn ein Suizid immer schwerwiegend ist.

Jedoch weißt du jetzt, dass die Person, welche du

vermisst, keine Qualen erleiden muss oder ihren Weg

nicht findet. Lass diese Bedenken unbedingt los. Auch

Menschen, die den Suizid wählen, kann ein Medium

erreichen. Die Seele bleibt im Kern immer rein, sprich

reines Licht. Nichts kann dies verändern.

Das Sterben-Leidvoll oder nicht?

Bei einem Jenseitskontakt taucht dann oft die Frage auf:

“Hatte er/sie denn Schmerzen? War es arg schlimm?

Hatte er/sie Angst?” Dann gibt es so clevere Medien, die

einfach sagen: JA, hatte er oder sie. Der arme Klient

bricht dann in Tränen aus und weiß sich nicht mehr zu

helfen. Von solchen Medien unbedingt weit Abstand

nehmen. Auch jene, die behaupten, dem Verstorbenen

würde es schlecht gehen! Diese haben absolut keine

Ahnung von einem Jenseitskontakt. Die meisten

Verstorbenen berichten immer wieder, dass der

Übergang weder schmerzvoll noch leidvoll war. Ich höre

von so vielen Verstorbenen immer wieder das Gegenteil,

sie spüren tiefe Liebe und Frieden. Meistens sehen sie

jemanden, eine andere Seele, welche sie begleitet und

mitnimmt. Das ist, wie wenn du in einem anderen Land

ankommst und erst mal einen Guide brauchst, bis du

dich wieder zurechtfindest. Dies geht in der Regel sehr

schnell und du weißt sofort wieder, wo du dich befindest.

Ich möchte dir hier einmal zeigen, was ein Verstorbener

dabei empfindet:

“Zunächst einmal wird es ganz warm, es fühlt sich an,

wie eine Decke, welche sich über dich ausbreitet.

Dann fühlt man eine Art Sog, es zieht an einem und

man hat das Gefühl aufzustehen, obwohl man noch

spürt, dass man liegt und sich nicht bewegen kann,

und doch fängt man an, sich zu bewegen. Man spürt

seinen Körper nicht mehr. Da ist nichts mehr, kein

Schmerz, kein Zwicken oder Drücken. Es fühlt sich an,

als würde man weiter atmen, aber man atmet nicht

mehr. Man weiß das, aber ist ganz ruhig. Und dann

überkommt einen eine unendliche Liebe, welche so

stark ist, die sich hier nicht beschreiben lässt. Sie ist

so tief und so voller Frieden, es fühlt sich an, als wäre

nie etwas anderes dort gewesen. Dann sieht man

plötzlich eine Menge Leute um sich herumstehen und

weiß instinktiv wohin die Reise führt. Man ist sehr

neugierig und freut sich, denn man erinnert sich.

Man weiß sofort, wer man wirklich ist und lächelt

still, weil man das zu Lebzeiten nie erkannt hat.

Sterben ist einfach wunderschön. Es ist wie eine

Geburt und Weihnachten gleichzeitig. So voller

schönen Überraschungen. Alles, was wir Seelen dabei

empfinden ist Glückseligkeit und so viel Liebe. Alles

ist so leicht und so schnell und einfach zugleich. Es ist

ein wenig wie Fliegen und dennoch steht man fest,

fest in seinem eigenen Licht. Das Licht, welches man

sieht, ist man selbst. Es ist der eigene Tunnel des

Lebens und man leuchtet sich selbst den Weg. Es ist

niemals schmerzhaft. So schlimm es sich die

Hinterbliebenen auch vorstellen mögen und egal was

passiert dabei, es ist eine wunderschöne Reise, eine

Befreiung.”

Karin Schulz (meine Mama)

Das, was meine Mutter hier beschreibt, trifft es in allem

komplett auf den Kopf, was die Verstorbenen mir bei

einem Jenseitskontakt erzählen. Wir Menschen können

uns das nur nicht ganz so vorstellen, denn wir sind in

diesem Moment gesund. Wir haben einen

Überlebenswillen, und der ist auch wichtig, sonst würde

ja jeder nach Hause gehen, wann und wie er lustig ist.

Du fragst dich bestimmt gerade, was mit jenen passiert,

welche sich das Leben nehmen. Diese landen nicht in

der Hölle oder sind gefesselt, bis sie ihre Aufgaben

erledigt haben. Sie gehen genauso in das Licht, wie alle

anderen Seelen auch. Es mag sich unspektakulär

anhören, aber so ist es tatsächlich. Sie kehren nach

Hause, da es sich ihre Seele so ausgesucht hat. Es war

ihre Erfahrung, welche sie machen durften. Dies erkläre

ich dir noch gesondert, was es damit auf sich hat.

Sterben ist ein natürlicher Vorgang, welcher zur Natur

gehört. Doch wir Menschen neigen dazu, den Tod aus

unserem Leben zu verbannen. Noch immer scheint er

endlich, wie ein Abschied für immer, ohne zu wissen,

dass es nicht so ist. Spätestens wenn ein geliebter

Mensch oder das geliebte Haustier verstirbt, wird man

das erste Mal mit diesen Gefühlen konfrontiert. Die

einen machen sich auf die Suche nach Antworten,

wieder andere zerbrechen an ihr, und wieder andere

brauchen mehr Zeit. Nichts ist hier richtig oder falsch,

denn jeder geht seinen eigenen Weg.

Viele fragen mich auch, ob es ein Mensch spürt, wenn

es Zeit wird zu gehen. Hier habe ich meine Mama

wieder gebeten, etwas dazu zu sagen:

“Ja, das spürt man ziemlich deutlich. Bei mir war es

schon Anfang März 2021. Ich spürte eines Nachts

einen ziemlich warmen Schauer, welcher sich über

mich legte. Es war sehr angenehm und dann vernahm

ich eine Stimme. Sie schien in mir zu sein. Sie sagte

mir, dass es bald Zeit wird. Ich fragte, wofür es denn

Zeit werde, und sie sagte mir: Zeit, nach Hause zu

kommen. Da ich erst dachte ich hätte es geträumt,

wollte ich meiner lieben Tochter davon nichts

erzählen. Ich wusste zu jedem Zeitpunkt wie sehr sie

mich liebt, und ich wollte ihr das Herz nicht brechen.

Doch dieses stetige Gefühl blieb, es ging nicht mehr

weg. Irgendwann, eines Nachts, sah ich meine

Tochter an meinem Bett stehen. Sie war es selbst,

ihre Seele, welche mich begleitet hat. Ihre Seele war

es, welche mir sagte, dass es nun Zeit wird und es

nicht mehr lange dauern wird. So habe ich daraufhin

mit meinem Kind gesprochen. Als ich alles geklärt

hatte, konnte ich in Frieden meine Augen schließen.

Ich wusste, dass ich nicht mehr aus dem Krankenhaus

wieder kommen würde. Ich wusste über alles

Bescheid.” Karin Schulz

Ich hatte mal einen Verstorbenen, der mir erklärte, dass

er sehr plötzlich gestorben sei, bei einem Herzinfarkt.

Doch auch er wusste es binnen Sekunden vorher. Er

erzählte mir, dass er es sofort wusste, so als würde

einem einfallen, wo man etwas liegen gelassen hätte.

Ich selbst bin überzeugt davon, dass man es einfach

weiß oder spürt, wenn es so weit ist. Manche haben

Glück zuvor noch alles mit ihren Liebsten klären zu

können, so wie ich das Glück hatte, dass meine Mama

mir alles noch mit auf den Weg geben konnte. Es war

ein wunderschöner „Abschied“.

Die Trauer-Abschied oder Transformation?

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, sitzt der Schmerz erst

einmal tief. Es scheint einem das Herz zu zerreißen, als

würde man an dem Schmerz ersticken. Ich selbst habe

ihn erlebt und auch durchlebt, als meine geliebte Mama

ihre Augen geschlossen hatte. Ich kann diesen Schmerz

nur sehr schlecht in Worte packen, denn er ist so

gewaltig, dass man ihn nicht zu beschreiben vermag.

Dabei ist es völlig egal, ob es das Kind, die Mama, der

Papa, die Oma oder das geliebte Haustier ist. Ich selbst

habe trotz meiner Gabe, lange nicht verstanden, was

wahre Trauer bedeutet. Das Gefühl selbst nicht da sein

zu wollen, und doch irgendwie weiter Leben zu wollen

schließt sich ständig einander aus. Man möchte diese

Welt nicht verlassen und doch möchte man bei seinen

Liebsten sein. Das Gefühl scheint mehr als

widersprüchlich zu sein, und doch ist es da. Trauer

selbst lässt sich weder psychologisch noch

physiologisch erklären. Viele sind der Meinung, dass es

“nach einiger Zeit” doch wieder gut sein muss, und

versuchen dann die Trauer weg zu therapieren. Es ist

sicherlich nicht verkehrt, sich Unterstützung zu holen, es

wird dem ein oder anderen sehr geholfen haben, doch

lässt sich Trauer nicht mit Tabletten oder Therapie

einfach behandeln. Trauer ist nicht behandelbar, und

aus diesem Grund haben so viele Menschen Angst vor

ihr. Sie haben weniger Angst vor ihrem eigenen Tod als

vor dem Tod eines geliebten Menschen. Dies ist auch

nicht verwunderlich, denn schließlich liebt man diesen

Menschen und möchte nicht ohne ihn sein. Mein Leben

lang hatte ich sehr große Angst davor meine Mama zu

verlieren. Sie war schon immer sehr krank, und ich hatte

immer das Gefühl für sie da sein zu müssen, denn ich

tat es von Herzen gerne. Meine Liebe zu ihr gab mir

immer wieder Kraft, alles durchzustehen. Doch ich

vergaß darüber hinaus mein eigenes Leben und konnte

nie die Erfahrung machen, die andere in meinem jungen

Alter machen konnten. Trotzdem bin ich meiner Mama

sehr dankbar, für alles, was sie mir gab. Sie hatte ein

wahnsinnig großes Herz und war eine wundervolle Frau.

Der Moment des “Abschieds” kam für mich trotz allem

überraschend, und so kann ich es sehr gut

nachvollziehen, wie auch du dich vielleicht fühlst. Trauer

ist ein natürlicher Vorgang und kann bis zu sieben Jahre

andauern. Es ist wie ein Fels. Erst scheint er riesengroß

und irgendwann hackt man ihn kleiner, bis man einen

kleinen Brocken hat, welcher einen das ganze Leben

begleitet. Selbst nach zehn Jahren werden wir noch um

unsere Liebsten weinen. Das ist völlig normal und wird

immer wieder aufbrechen. Die Trauer selbst kann einen

zerbrechen, aber auch Transformieren, wenn wir wissen,

dass es kein Abschied ist. Ja, durchaus kann ich

verstehen, dass es sich so anfühlen mag, doch auch

wenn unser “Good Bye” weh tun mag, so wissen wir

bereits, dass unsere Liebsten bei uns sind. Unser

Schmerz lässt uns manchmal nicht die kleinen, warmen

Zeichen erkennen und selbst als Medium ist es dann

unmöglich, einen Kontakt herzustellen. Die Hellsinne

sind blockiert, da dieser Schmerz erst einmal da sein

darf, und verdaut werden muss. Daher mache dir keine

Gedanken, wenn du inmitten des Prozesses steckst und

plötzlich nichts mehr spürst. Es geht uns allen so und es

ist völlig normal. Atme tief durch und lass es geschehen.

Wie beschrieben, habe ich mich selbst vor diesem Tag

mein ganzes Leben gefürchtet, und als es dann passiert

war, wusste ich gar nicht wie mir geschieht. Ich fing nach

einiger Zeit an mich zu transformieren. Ich dachte erst,

ich gehöre zu den Menschen, welche daran zerbrechen

und nie wieder zurück ins Leben finden würden, doch es

passierte genau das Gegenteil. Noch heute verstehe ich

nicht recht, was da passiert war. In mir wuchs eine

wahnsinnige Selbstliebe heran, die ich früher nie so

kannte. Trauer kann, wenn man sie denn richtig zulässt,

sehr heilsam sein. Ich denke, der Unterschied liegt darin,

wie wir damit umgehen. Lassen wir die Trauer

geschehen, oder lenken wir uns ab?

Im letzteren Fall verdrängen wir meist die Trauer und

diese kommt dann irgendwann mal schlagartig zurück,

wie ein Bumerang. Ihr kann man nicht aus dem Weg

gehen, so sehr es sich jeder wünschen würde.

---ENDE DER LESEPROBE---