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Für Männer in den besten Jahren
Ob Berufsjugendlicher, Sparfuchs, Marathonmann oder alter Sack in Endzeitstimmung – jeder Mann im besten Alter plagt sich mit seinen ganz eigenen Tücken. Welche das sind und was Nasenhaartrimmer, Nachtsichtgeräte und Beschwerdebriefe damit zu tun haben, wissen Bjarne Schilling und Gorm Vølver zu erzählen. Ein liebevolles und lustiges Porträt des Mannes im mittleren Alter.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 161
Veröffentlichungsjahr: 2012
Bjarne Schilling & Gorm Vølver
Halbzeit, Jungs!
Das Handbuch für echte Kerle
im besten Alter
Aus dem Dänischen von
Angelika Mertens
Wilhelm Heyne Verlag
München
Die dänische Originalausgabe erschien 2010
unter dem Titel
Handbog for halvgamle maend
bei JP/Politikens Forlagshus, Kopenhagen.
Originalausgabe 01/2013
Copyright © JP/Politikens Forlagshus København 2010
Copyright © 2013 by Wilhelm Heyne Verlag, München
in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Überarbeitet und erweitert von Jörg Heinrich
Umschlaggestaltung: Büro Überland
Datenkonvertierung eBook: Greiner & Reichel, Köln
ISBN 978-3-641-08392-2
www.heyne.de
INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort
Der Italiener, der gern Dichter geworden wäre
Der Prostata-Blues
Wie alt sind Sie?
Der Schlager-Test
Die Tagesschau vor 25 Jahren
Im Starbucks
Wie alt ist Ihr Auto?
Die Sucheingaben des mittelalten Mannes bei Google
Alles über Nasenhaare, Ohrenhaare, Augenbrauen, nächtlichen Harndrang und Schnarchen
Es Haar einmal …
Dein Freund, der Nasenhaartrimmer
Eine Auswahl von Nasenhaartrimmern
»Soll ich die Augenbrauen gleich mitmachen?«
Das Augenbrauenquiz
Bauen Sie eine Nachtorientierungsanlage
Der Sägewerkbesitzer
Warum wir schnarchen
Die vier mittelalten Männertypen
Der Jungsmarte
Der Angekommene
Der Pfennigfuchser
Der Marathon-Mann
Der Greiß ist heiß!
Die Entsabinisierung
Oldboys-Fußball
Bekenntnisse eines Altherren-Fußballers
Es lebte der Sport
Mittelalte Fernsehexperten
Manne Will
Germany’s Next Top-Mittelalter
Grillzubehör und manches andere für den ewig gültigen Wunschzettel
Dinge, von denen der Halbzeitmann nicht ahnte, dass er sie braucht
Höher sitzen
Es gibt für alles eine App
Todesanzeigen
Dinge, über die man sich gut aufregen kann
Noch mehr Grund zur Aufregung
Blöden-Rechtschreibung und Deppen-Apostroph
Auch You, mein Zone Brutus
Der Teuro
Beschweren Sie sich!
Wo man sich beschweren kann
Gedanken zu Sushi und Doppelpanade
So geben Sie Ihr verblüffend umfangreiches Wissen strategisch geschickt weiter
Herausforderungen
Über die Autoren
Bildrechte
VORWORT
Das hier ist kein sogenanntes Coffee Table Book mit den Hauptwerken von Gerhard Richter, das man gut sichtbar herumliegen lässt, um Gäste dezent auf seinen erlesenen Geschmack hinzuweisen. Es ist eher ein Toilet Floor Book mit den schlimmsten Textverbrechen von Wolfgang Petry, das man zur Hand nimmt, nachdem man es sich auf der voll massiven Duroplast-Brille gemütlich gemacht hat, um sich endlich entspannt einer anspruchsvoll intellektuellen Lektüre zu widmen.
Auch die Ehefrau des mittelalten Mannes kann von diesem Buch profitieren. Sie sollte es als eine Art Gebrauchsanweisung für ihren Mann im besten Alter sehen.
Wir Halbzeitmänner merken gar nicht, dass wir einer geworden sind. Wir fühlen uns immer noch wie ein Zwanzigjähriger. Manchmal sehen wir im Fernsehen Lothar Matthäus, oder wir treffen einen Gleichaltrigen, den wir jahrelang nicht gesehen haben, und denken: »Meine Fresse, was ist der alt geworden!« Auf den Gedanken, dass er vermutlich das Gleiche über uns denkt, kommen wir nicht.
Erst nachdem mehrere Trampel in völlig unpassender Manier auf unser Alter angespielt haben, dämmert uns, dass wir möglicherweise nicht mehr der Mann sind, für den wir uns halten. Die Friseurin fragt, ob sie uns aus den Augenbrauen die wild sprießenden Haare stutzen soll, die Ehefrau verehrt uns einen Nasenhaartrimmer, jüngere Kollegen bitten uns um Rat, wenn sie nach einem passenden Geschenk für ihren Vater oder Großvater suchen. Oder sie wollen von uns wissen, wie das damals war, im Wirtschaftswunder, vor der Euro-Krise.
Das sind harte Schläge. Sie führen dazu, dass wir, die wir uns nie groß für unser Aussehen interessiert haben, anfangen, unser Spiegelbild aufmerksam zu studieren.
Mit immer weiter absinkenden Mundwinkeln, merkelisiert sozusagen. Denn was wir da sehen, gefällt uns nicht.
Uns stört nicht nur, dass uns an lauter falschen Stellen Haare wachsen. Unser gesamtes Äußeres hat sich verändert. Es hat etwas Weibliches bekommen. Ein Bauch wie eine Schwangere. Brüste wie ein Mädchen zu Beginn der Pubertät.
Aber es hat sich noch viel mehr geändert. Unsere Interessen zum Beispiel. Wir verspüren jetzt oft das dringende Bedürfnis, uns aufzuregen. Und da einem Mann im Frühherbst seines Lebens kaum etwas Schlimmeres passieren kann, als dass ihm die Anlässe für Empörung ausgehen, enthält dieses Buch eine umfangreiche Sammlung von Aufregern und Beschwerdegründen aller Art.
Halbzeit, Jungs! informiert auch über die unterschiedlichen Typen von mittelalten Männern und beschäftigt sich eingehend mit deren Kernkompetenzen.
Es gibt nämlich so einiges, was andere von uns lernen können.
Der Italiener, der gern Dichter
geworden wäre
Carlo Merolli ist Italiener. Er lebt in Dänemark, seit er als junger Student in eine Kleinstadt auf der Insel Seeland kam und an der Tür einer Wohngemeinschaft klingelte. Sie wurde von einer blonden Göttin geöffnet. Sie war splitternackt. Da wusste Carlo, dass Dänemark das Paradies war.
Heute ist er verheiratet, hat Kinder und ist ein Mann in seinen besten Jahren. Er hat einen Beruf, von dem zahllose mittelalte Männer träumen: Er handelt mit italienischen Weinen. Einen Teil davon trinkt er selbst – oft zusammen mit dem Zeichner Roald Als. Roald ist einer seiner besten Freunde und selbst ein Halbzeitmann. Von ihm stammen nicht nur die Zeichnungen in diesem Buch, sondern auch der Bericht über die Fußballmannschaft für mittelalte Männer, in der er und Carlo jeden Freitag spielen.
Es ist sehr praktisch, Carlo und Roald zu kennen. Carlo, weil er gute Weine hat, Roald, weil er im nördlichen Lolland, knapp zwei Stunden von Kopenhagen entfernt, ein schönes Haus am Meer besitzt. In eben dieses Haus haben sich die Autoren dieses Buches ein Wochenende lang zurückgezogen und so lange Brainstorming gemacht, bis sie sich auf den Inhalt von Halbzeit, Jungs! geeinigt hatten.
Das war ohne guten Wein nicht möglich. Was lag näher, als Carlo ein paar Flaschen spendieren zu lassen? Aber er stellte Bedingungen. Er wollte, dass eines seiner Gedichte mit ins Buch kommt. Carlo hat leider die Unart, Gedichte zu schreiben und sie dann an Gott und die Welt zu verschicken. Meistens schaffen wir es, sie uns vom Hals zu halten, aber dieses Mal hatte er sehr überzeugende Argumente: einen Liter Tintero, Rosso di Toscana, Fattoria Majnoni Guicciardini 2008 und einen Dreiviertelliter La Ragose, Valpolicella Classico 2008.
Bild 1
Nach dem Arbeitswochenende waren wir uns einig, dass die erste Flasche die beste war. Sie war größer.
Hier also Carlos Gedicht. Unsere Bedingung war, dass es darin um mittelalte Männer gehen sollte.
Der Prostata-Blues
Jetzt sind wir also hier
damit haben wir nicht gerechnet
damals, als wir unendliche Nachmittage lang
spielten und dabei immer viel zu laut waren
der Hausmeister stahl unseren Ball
ihm war es sehr recht, dass wir erwachsen wurden
und aus seinem Hinterhof verschwanden
allen war es sehr recht, dass wir erwachsen wurden
verantwortungsvolle Wehrpflichtige
zuverlässige Familienväter
pünktliche Steuerzahler
treue, o treue Ehemänner
und jetzt sind wir also hier
inzwischen kennen wir alle Wahrheiten
wir sagen sie vor uns hin
in der Dämmerung eines weiteren Prostatamorgens
die Nacht zweistündlich unterbrochen
während der Rest der Welt
per SMS weitermacht
und drücken Sie 1, um mit einem Mitarbeiter
hier also sitzen wir und vertreten
die richtigen Ansichten
die keiner teilen will
warum sehen sie nicht
dass wir recht haben?
Warum geht die Welt nicht den Weg
den wir für sie gezeichnet haben
wir, die wir alle Antworten haben
alle Lösungen
und keine Fragen mehr?
Bild 2
Wie alt sind Sie?
Selbst wenn Ihre Geburtsurkunde verkündet, dass Sie mittelalt oder gar richtig alt sind, muss Ihr Kopf das nicht auch sein. Hier einige Fragen, die Sie mit »ja« oder »nein« beantworten können. Zählen Sie die Punkte zusammen, und finden Sie heraus, wie schlimm es wirklich steht.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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