Handbuch der Partnerschaftsarbeit - Marijke Mulder - E-Book

Handbuch der Partnerschaftsarbeit E-Book

Marijke Mulder

0,0

Beschreibung

Die Europäische Union, das sind nicht nur die Institutionen in Brüssel und Straßburg, das sind vor allem die Bürgerinnen und Bürger Europas. Die Aussöhnung zwischen ehemaligen Erbfeinden und die erfolgreiche Einbindung der osteuropäischen Staaten nach der Auflösung der Sowjetunion in den Staatenbund konnte nur dank des zivilgesellschaftlichen für Frieden, Völkerverständigung und eines Miteinanders über nationale Grenzen hinweg gelingen. Getreu des Mottos "In Vielfalt geeint" haben Millionen Europäer im Rahmen der aktuell 6462 internationalen Partnerschaften deutscher Städte in Europa ihre Nachbarn kennengelernt, mit ihnen diskutiert, Gemeinsamkeiten und Unterschiede festgestellt und so zu einem geeinten Europa beigetragen. Aus dem Inhaltsverzeichnis: Der Europapreis des IPZ 2013 & 2014: Die ausgezeichneten Projekte Städtepartnerschaften gestern und heute Die Europawahl 2014 in den Städtepartnerschaften Das Europäische Jahr für Entwicklung 2015 Eine Frage der Zukunftstüchtigkeit: Jugendbeteiligung in der Partnerschaftsarbeit Wahre Freunde erkennt man in der Not. Katastrophenschutz im Rahmen von Städtepartnerschaften Sprachverwirrungen oder mehrsprachige Unionsbürger? Spracherfahrungen in der Projektarbeit Nicht auf den Lorbeeren ausruhen! Wie Deutsche und Polen einander sehen Die Entwicklung der deutsch-französischen Freundschaft Das Lernfeld Europa erschließen. Die neuen EU-Programme 2014-2020 für den Austausch im Rahmen von Städtepartnerschaften und Jugendbegegnungen Über den Herausgeber: Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) berät Kommunen, Partnerschaftsvereine und Bildungseinrichtungen in Praxisfragen der internationalen Zusammenarbeit, Partnerschaftsangelegenheiten und Europaarbeit.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 126

Veröffentlichungsjahr: 2015

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



© 2015 Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V.

Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

ISBN: 978-3-7375-3295-2

Umschlaggestaltung: Marijke Mulder

Das IPZ-Logo wurde gestaltet von PWP Kunert & Kunert GbR, Gedern

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet die Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Der Inhalt wurde sorgfältig recherchiert, bleibt aber ohne Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit. Nachdruck oder Kopien dieses Buches nur mit schriftlicher Genehmigung des Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V.

Autoren aller nicht namentlich gekennzeichneten Texte: Marijke Mulder, Daniela Scherer und Agnes Pogodzińska.

Erklärung zur gendergerechten Sprache: Ausschließlich aus Gründen der Lesbarkeit und Übersichtlichkeit verzichten wir in diesem Text weitgehend auf Doppelbezeichnungen in weiblicher und männlicher Form.

Vorwort

Wer Städtepartnerschaften intensiv betreibt, hat einiges zu erzählen. Nicht alles ist erfreulich, und die meisten von uns mussten im Laufe der Jahre Lehrgeld bezahlen. Es liegt nahe, dass man seine Erfahrungen austauscht, und dafür bietet das IPZ eine sehr gute Plattform. In der Vergangenheit ist das manchmal zu kurz gekommen. Wir haben uns sehr viel damit beschäftigt, wie man an Zuschussmittel herankommen kann. Auf unseren Seminaren bleibt selten genügend Zeit, sich in praktischen Fragen umfassend auszutauschen.

Das IPZ hat deshalb immer wieder Publikationen veröffentlicht, die Anleitungen zu einer erfolgreichen Partnerschaftsarbeit gaben. Mit dem diesjährigen Handbuch der Partnerschaftsarbeit gibt das IPZ einen gut lesbaren Einblick in erfolgreiche Projekte, ohne jeweils zu sehr ins Detail zu gehen. Wer mehr wissen will, kann über die angegebenen Kontaktdaten weitere Informationen einholen.

Die Erfahrung zeigt, dass es sich trotzdem lohnt, den persönlichen Kontakt mit anderen Expertinnen und Experten bei Seminaren und Fachtagungen zu pflegen und sich nicht allein auf das geschriebene Wort zu verlassen. Es sind nämlich nicht nur die Erfolge, die die Erfahrung prägen, sondern auch die Misserfolge anderer, die uns vor Fehlern bewahren und dabei unsere Zuversicht, im Großen und Ganzen das Richtige zu tun, stärken. Alle machen zum Beispiel die Erfahrung, dass es schwieriger wird, jüngere Menschen auf Dauer in die Partnerschaftsarbeit einzubinden. Das Durchschnittsalter der Mitglieder unserer Partnerschaftsvereine steigt und macht es uns nicht einfach, die Zukunftsfähigkeit des Partnerschaftsgedanken und die Dauerhaftigkeit innereuropäischer kommunaler Zusammenarbeit und außereuropäischer Beziehungen zu garantieren.

Die Ansicht, dass kommunale Partnerschaften in die Jahre gekommen sind, schlägt sich leider auch im Verhalten der Verantwortlichen in der Europäische Kommission nieder. Wie sonst ist es zu erklären, dass trotz abnehmender Attraktivität des europäischen Gedankens die Zuschüsse für bürgerschaftliches Engagements zur Stärkung des europäischen Bewusstseins ständig gekürzt werden, obwohl die Nachfrage nach Mitfinanzierung solcher Projekte immer noch groß ist. Letztlich kann aber nur eine Verstetigung von Beziehungen, wie sie die Partnerschaftsarbeit bewirkt, auch die Nachhaltigkeit des geförderten Austausches sichern.

Ich danke den Autorinnen und Autoren des Handbuchs für ihr Engagement.

Dr. Christoph Müllerleile, Vorsitzender des IPZ

Inhalt

VorwortDAS INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE PARTNERSCHAFTEN UND INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT e.V.

WanderausstellungenEuropaworkshops für JugendlicheUnser Angebot an Schulen: Europatage für junge LeuteMitgliederMitgliedschaft im IPZ

Europapreis des IPZ - Preisträger 2013/2014

Bestes Jugendprojekt 2013: Stadt MarlBestes Europaprojekt 2013: Förderverein Brühler Städtefreundschaften e.V. & Stadt BrühlSonderpreis 2013 anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Élysée-Vertrages: Stadt ErlangenBestes Jugendprojekt 2014: Stadt GüterslohEuropapreis für das beste Partnerschaftsprojekt 2014: Stadt BordesholmSonderpreis anlässlich der Wahl zum Europäischen Parlament 2014: Verschwisterungsverein Schotten e. V.

Städtepartnerschaften gestern und heute

Lebendige Städtepartnerschaften in Marktheidenfeld - Trilaterale BürgerbegegnungWir sind Europa! - Wir reden mit! Treffen der Jugendparlamente in HerzogenrathKlimapartnerschaft – Städtepartner übernehmen Verantwortung„Es ist normal, verschieden zu sein“ Integrative Kunstausstellung Klagenfurt-Dachau50 Jahre Élysée-Vertrag aus sportlicher Sicht. Rennes-Radfahrt der Stadt ErlangenVerbrüderungstreffen in Ratzeburg. Europäische Partner zu Besuch in der InselstadtStrategien zur nachhaltigen Entwicklung in der Europäischen Union. Trilaterale Bürgerbegegnung in Wagenfeld

Die Europawahl in den StädtepartnerschaftenDas Europäische Jahr für Entwicklung 2015Eine Frage der Zukunftstüchtigkeit: Jugendbeteiligung

IPZ-Umfrage 2014: Jugendbeteiligung in der PartnerschaftsarbeitJugendpartizipationsprojekt der StädteRegion AachenFreizeit ohne Handy ist möglich. Europäisches Jugendcamp in BocholtDeutsch-Polnische Jugendarbeit: Schwalbach am Ts. und OlkuszDas Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013. Internationales Medienprojekt in Pécs, Ungarn

Organisation, Umfang, Motive und Erträge - Eine Einführung zu Auslandssemestern im StudiumWahre Freunde erkennt man in der Not. Katastrophenschutz im Rahmen von StädtepartnerschaftenSprachverwirrungen oder mehrsprachige Unionsbürger? Spracherfahrungen in der ProjektarbeitNicht auf den Lorbeeren ausruhen! Wie Deutsche und Polen einander sehen

Senioren im Einsatz Freiwilligenprojekt der Städte Emsdetten und Chojnice

Das Lernfeld Europa erschließen. Die neuen EU-Programme 2014-2020 für den Austausch im Rahmen von Städtepartnerschaften und JugendbegegnungenDie Kulturförderung der EU: Kreatives Europa 2014-2020

Weitere Lektüre zum Thema StädtepartnerschaftenÜber die AutorenÜber den Herausgeber

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

den gelegentlichen Unkenrufen zur Unzeitgemäßheit der Städtepartnerschaften zum Trotz lebt die Partnerschaftsarbeit wie eh und je. Auch wenn die ursprüngliche Motivation der Städtepartnerschaften - die Aussöhnung mit den Nachbarn nach dem Zweiten Weltkrieg - für die heutige Generation weniger wichtig erscheint, stellt die Städtepartnerschaftsarbeit doch eine wesentliche Grundlage der europäischen Integration und eines friedlichen Zusammenlebens in Europa dar. Seit Jahrzehnten bestehende und gepflegte Partnerschaften, aber auch ganz frisch entstandene Kooperationen, lassen Bürger aller Altersgruppen Kontakte zu den Bewohnern anderer Staaten in Europa und darüber hinaus knüpfen. Solidarität, Toleranz und kulturelle Vielfalt werden unter Partnerstädten gelebt, wo sie andernorts nur proklamiert werden.

Nichtsdestotrotz sehen sich die Aktiven der Partnerschaftsarbeit vielerorts mit Herausforderungen konfrontiert, die langfristig durchaus zu einer Bedrohung für den Fortbestand der Städtepartnerschaften werden könnten. Dazu gehört die knappe Finanzsituation in den Kommunen, aber auch der fehlende Nachwuchs in den Vereinen.

Wir haben nicht den Anspruch, Ihnen die goldene Lösung für den Umgang mit diesen Fragen zu bieten. Das vorliegende Handbuch der Partnerschaftsarbeit soll vielmehr als Medium des Erfahrungsaustausches dienen, indem es erfolgreiche Beispielprojekte zeigt und so neue Impulse für Ihre Partnerschaftsarbeit bietet. Dazu gehören Jugendbegegnungen, die sich mit der gemeinsamen europäischen Geschichte beschäftigen, aber auch Projektideen zur Seniorenbeteiligung, zur Integration von Behinderten, der gemeinsamen Auseinandersetzung mit dem Klimaschutz oder der Europawahl 2014. Hintergrundartikel beleuchten zudem die Bedeutung der kommunalen Außenpolitik für den europäischen Aussöhnungsprozess und im Katastrophenschutz. Nicht zuletzt möchten wir über unsere Arbeit und Angebote informieren.

Wir danken allen Kommunen und Partnerschaftsvereinen für ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Beispielprojekte. Ohne das Netzwerk unserer Mitglieder wäre dieses Buch nicht zustande gekommen.

Marijke Mulder, Geschäftsführerin des IPZ

DAS INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE PARTNERSCHAFTEN UND INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT e.V.

Das Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit e.V. (IPZ) entstand 1990 aus der Arbeitsgemeinschaft Internationale Partnerschaft. Zweck des Vereins ist die Förderung des europäischen Gedankens, der internationalen Gesinnung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung. Wir beraten Kommunen, Partnerschaftsvereine, Bildungseinrichtungen und alle weiteren Akteure der Partnerschaftsarbeit in Praxisfragen der internationalen Zusammenarbeit, Partnerschaftsangelegenheiten und Europaarbeit.

Das IPZ ist bundesweit aktiv und organisiert jährlich rund 50 Veranstaltungen in Kooperation mit seinen lokalen Partnern. Regelmäßig finden Seminare zu den Fördermöglichkeiten für Europaprojekte, Städte- und Schulpartnerschaften sowie ganztägige Workshops statt, die sich mit der Antragsstellung im Rahmen der EU-Programme Europa für Bürgerinnen und Bürger und Jugend in Aktion beschäftigen. Darüber hinaus finden Fachtagungen zum Erfahrungsaustausch über aktuelle Themen oder die bilateralen Beziehungen zwischen Partnerländern statt. Jährlich organisieren wir Multiplikatorenkonferenzen, um die Partnerschaftsarbeit zu professionalisieren und die Akteure verschiedener Partnerschaftsvereine und Kommunen miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen.

Auftraggeber und Förderer unserer Aktivitäten waren bisher diverse Bundesministerien, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, die Europäische Union, die Staatskanzleien diverser Bundesländer, das Deutsch-Französische und das Deutsch-Polnische Jugendwerk sowie verschiedene Stiftungen.

Dem Kuratorium, das das IPZ bei seiner Arbeit berät, gehören zurzeit an: Stefan Engstfeld, Dr. Georg Kippels, Werner Jostmeier, Doris Pack, Günter Verheugen, Sabine Verheyen und Axel Voss.

Der Vorstand des IPZ besteht in der Wahlperiode 2014-2016 aus Dr. Christoph Müllerleile, Oberursel (1. Vorsitzender), Clausfriedrich Hassemer, Gau-Algesheim (Stv. Vorsitzender), Johannes Henßen, Geilenkirchen (Schatzmeister) und den Beisitzern Friedrich Löhr, Kerpen, Josef Poqué, Herzogenrath, Petra Taubach, Bocholt und Robert Wagner, Lindlar.

Geschäftsführerin ist Marijke Mulder.

Aktuelle Termine finden Sie auf unserer Homepage unter www.ipz-europa.de

Wanderausstellungen

Um das Rahmenprogramm Ihrer Partnerschaftsbegegnungen zu gestalten, in begegnungsfreien Phasen des Jahres auf die Partnerschaftsarbeit hinzuweisen oder die Themen der europäischen Zusammenarbeit im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, erstellt das IPZ Ausstellungen zu aktuellen Fragen der Partnerschaftsarbeit. Die Ausstellungen können in der Geschäftsstelle entliehen werden und im Rahmen von Partnerschaftsfesten, in Schulen, dem Rathaus oder der Sparkasse gezeigt werden. Um den Ausstellungsbesuch interaktiver zu gestalten, werden sie durch themenbezogene Ratespiele ergänzt.

Aktuell sind die folgenden Ausstellungen zu entleihen:

Wir in Europa – das Europa der Bürgerinnen und Bürger (2009/2013)

Auf insgesamt 44 Tafeln wird alles Wissenswerte zur Europäischen Union, ihrer Arbeit und ihrer Geschichte und Entwicklung dargestellt. In Einzelporträts wird jeder der 28 Mitgliedsstaaten vorgestellt. Die Ausstellung soll dazu beitragen, die Europäische Union als „Entdeckungsland“ und Heimat ihrer Bürger darzustellen und zum Dialog und Mitmachen anregen.

Die Ausstellung Wir in Europa wurde 2009 mit Förderung der Europäischen Union aus dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger erstellt und 2013 vollständig erneuert. Sie wird fortlaufend aktualisiert.

50 Jahre Élysée-Vertrag (2013)

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums seiner Unterzeichnung stellt die Ausstellung den historischen Hintergrund sowie die Ziele und Folgen des Élysée-Vertrags dar. Die politischen Tandems an der Spitze der beiden Länder werden aufgezeigt; zudem werden ausgewählte Projekte der Städtepartnerschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich vorgestellt. Die Ausstellung zeigt, dass der Weg zu der heute bestehenden deutsch-französischen Freundschaft kein Automatismus war, sondern nur durch das anhaltende Engagement von Bürgern und Politikern möglich gemacht wurde.

Today’s Twinning – Städtepartnerschaften als Motor des europäischen Einigungsprozesses (2013)

Die Ausstellung zeigt, dass das Konzept Städtepartnerschaft keineswegs überholt ist, sondern mittels neuer Projektideen und Formen der Zusammenarbeit auch im 21. Jahrhundert ein fester Bestandteil der kommunalen Arbeit ist. Sie beschreibt den aktuellen Stand der europäischen Städtepartnerschaftsbewegung, nennt wichtige Themen der Zusammenarbeit und möchte Impulse für zukünftige Projekte geben.

Die Ausstellung Today’s Twinning wurde 2013 mit Förderung der Europäischen Union aus dem Programm Europa für Bürgerinnen und Bürger erstellt.

Europaworkshops für Jugendliche

Die Jugendworkshops sollen Jugendlichen Europa näher bringen. Dazu gehört die Diskussion der Geschichte und Ziele der EU genauso wie die Auseinandersetzung mit unseren Rechten als Unionsbürger und die Chancen, die die Union gerade jungen Menschen bietet. Der Jugendworkshop dauert ca. 3 Stunden und kann somit an einem Vor- oder Nachmittag durchgeführt werden.

Das Programm wird in Absprache mit dem Veranstalter gestaltet und könnte beispielsweise so aussehen:

Begrüßung durch den Gastgeber und Erfahrungsberichte über Auslandsaufenthalte (Schul- und Städtepartnerschaften, Au Pair, Praktika)

Modernes Europa - die Geschichte der Europäischen Union

Bedeutende Schritte auf dem Weg zu der modernen Europäischen Union

Wer macht was in der EU? Eine kurze Institutionenkunde

Unsere Rechte als Unionsbürger – Fallbeispiele vom Europäischen Gerichtshof

Europaquiz

Angebote für junge Menschen, die das Ausland erleben wollen

Unser Angebot an Schulen: Europatage für junge Leute

Anliegen unserer Europatage für junge Leute ist es, den Schülern die Europäische Union näher zu bringen, ihre Errungenschaften und Herausforderungen zu diskutieren und die Chancen aufzuzeigen, die sie für jeden Einzelnen bietet. Entgegen der üblichen Formate stehen hier die Jugendlichen mit ihren Fragen im Mittelpunkt. Das IPZ hat bisher 132 Europatage für junge Leute durchgeführt. Das Angebot richtet sich an alle Schulen, die ein ausgeprägtes internationales Profil haben. Bei den Teilnehmern sollte es sich um Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe handeln.

Europa ist deine Zukunft - ein Europatag für junge Leute

Beispielprogramm

9.00 Uhr Unsere Europaprojekte und Schulpartnerschaften

Musikalische Eröffnung, Begrüßung und Austauschberichte

9.20 Uhr Einführung und Angebote für aktive junge Europäer

9.30 Uhr Podiumsdiskussion zu Europa- und Zukunftsfragen, zur Rolle Deutschlands in Europa, zu aktueller Politik und Wünschen junger Leute

Mit Politikern der Europa-, Bundes-, Landes- und lokalen Ebene

11.00 Uhr Gesprächskreise mit den Podiumsteilnehmern zu aktuellen Themen der europäischen und nationalen Politik

Beispielsweise Zukunft Europas, Unionsbürgerschaft, EU- Erweiterung, Politik für junge Leute / Junge Leute engagieren sich in ihrer Stadt, Arbeit und Ausbildung in Europa, Eurokrise / Finanzkrise in Europa, Flüchtlingspolitik

12.10 Uhr Arbeitsgruppen

A. Jugend in Europa, Förderprogramme, Stipendien

B. Praktika, Studium, Lernen und Arbeiten in einem anderen Land

C. Die EU verstehen: Institutionenspiel, Europaquiz, Fallbeispiele

D. Digitale Europarallye

12.50 Uhr Ein Europaquiz zum Abschluss

Rahmenprogramm: Europaliteratur, Städtepartnerschaften, Europaspiele

Mitglieder

Im Dezember 2014 hatte das IPZ 519 Mitglieder: Der Mitgliederkreis besteht aus Kommunen, Partnerschaftsvereinen, Bildungseinrichtungen und Einzelpersonen die sich im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und Europaarbeit besonders engagieren. Besonders stark vertreten sind die Bundesländer Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Sie können sich bei Partnerschaftsvorhaben, Projekten und Förderanträgen durch das Institut beraten lassen.

Während noch vor wenigen Jahren die Mehrheit der Vereinsmitglieder Vereine waren, haben in den letzten Jahren die Kommunen zahlenmäßig stark zugelegt. Auch die Zahl der Schulen steigt kontinuierlich, wenn die Bildungseinrichtungen auch vorläufig weiterhin die kleinste Gruppe stellen.

Mitgliedschaft im IPZ

Mitglieder des IPZ können natürliche und juristische Personen werden, welche die satzungsmäßigen Ziele des Vereins (Völkerverständigung, internationale Zusammenarbeit, Europaarbeit) fördern. Insbesondere sind Kommunen, Partnerschaftskomitees und -vereine als korporative Mitglieder willkommen; ferner Einzelpersonen, die sich besonders für die Partnerschafts- und Europaarbeit engagieren. Als Mitglieder sind auch Ihre Partner in den Nachbarländern willkommen.

Der Jahresbeitrag beträgt für

Einzelpersonen 25 €

Partnerschaftsvereine und- komitees sowie Bildungseinrichtungen: 50 €

Kommunen und sonstige korporative Mitglieder: 75 €

Im Mitgliedsbeitrag sind enthalten:

Einladungen zu überregionalen Veranstaltungen des IPZ,

ermäßigte Teilnehmergebühren für die Veranstaltungen des IPZ,

der digitale Newsletter IPZ aktuell mit aktuellen Informationen zu Förderprogrammen, aktuellen Themen und Ähnlichem

der kostenlose Bezug des Newsletters für eine ausländische Partnerstadt.

Die Mitglieder können die Beratungshilfen des IPZ für die Gestaltung von Seminaren, Projekten und Förderanträgen kostenfrei in Anspruch nehmen. Eine Vorprüfung der EU-Anträge ist gegen eine Gewinnbeteiligung von 1,25 % der bewilligten Summe möglich.

Die Mitglieder gestalten z.B. in der Jahresmitgliederversammlung die Arbeitsschwerpunkte des IPZ mit. Auf der Homepage können Berichte über eigene Europa- und Partnerschaftsaktivitäten veröffentlicht werden. In den Kommunen der Mitglieder können für den Gastgeber kostenlose Informationsseminare zur Förderung von Städte- und Schulpartnerschaften, Europa- und Jugendprojekten durchgeführt werden.

Die Mitgliedschaft kann jederzeit beantragt werden. Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand. Beitragsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Verein ist durch das zuständige Finanzamt als förderungswürdig (gemeinnützig) anerkannt, letzte Ausfertigung vom 29.07.2011. Eingetragen unter VR 1637 beim AG Siegburg.

Mitgliedschaftsantrag downloaden:www.ipz-europa.de

Europapreis des IPZ - Preisträger 2013/2014

Jährlich zeichnet das IPZ Kommunen und Partnerschaftsvereine aus, die sich nach Meinung der Jury durch kontinuierliche Partnerschaftsarbeit oder durch besondere Projekte und innovative Ideen hervorgehoben haben. Neben den jährlich widerkehrenden Kategorien des besten Europaprojekts und des besten Jugendprojekts werden regelmäßig Sonderkategorien ausgerufen, wie zuletzt das 50jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages (2013) oder die Europawahl (2014). Nominierungen können ganzjährig in der Geschäftsstelle eingereicht werden.

Auf den folgenden Seiten stellen wir die Projekte der Preisträger der letzten beiden Jahre vor.

Bestes Jugendprojekt 2013: Stadt Marl

Mit der Jugend die Welt bewegen

Frieden, Freiheit und Freundschaft in der Welt – zu diesem Thema kamen im Sommer 2013 65 Jugendliche aus 17 Städten und 13 Ländern zusammen. Nachdem in den vorherigen Jahren Dakhla (Marokko) und Creil (FR) Austragungsorte des Projekts waren, traf man sich in diesem Jahr in Marl.