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Handlesen – die beliebte Methode, das innere Potenzial zu wecken
Unsere Hände sind ein Spiegel unserer Persönlichkeit. Sie enthalten Informationen über unsere Bedürfnisse und Ängste und berichten über unsere schlummernden Potenziale ebenso wie über Herausforderungen in unserem Leben. Auch lässt sich an den Händen eines Menschen erkennen, zu welchen anderen Menschen er passt und zu welchen nicht. Leicht verständlich und anhand vieler Abbildungen führt die Handanalystin Alice Funk in die wesentlichen Elemente der Handanalyse ein: Sie zeigt, wie sich Größe und Stärke der Finger deuten lassen, erklärt Linien und Zeichen und widmet sich besonders den Begabungszeichen.
Übersichtliches Einführungswerk mit vielen praktischen Übungen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 137
Veröffentlichungsjahr: 2012
Unsere Hände sind ein Spiegel unserer Persönlichkeit. Wir alle tragen eine Art Landkarte des Unbewussten in unserer Hand. Wenn wir diese Landkarte lesen können, erfahren wir mehr über unsere Bedürfnisse und Ängste, über unsere Stärken, schlummernden Potenziale, darüber, wie wir zu anderen Menschen passen und vieles mehr. Die Handanalyse ermöglicht, dass wir uns besser kennen lernen, die Einsichten über uns selbst und unsere eigenen Möglichkeiten vertiefen und dadurch fundierte Grundlagen für Lebensentscheidungen zur »Hand« haben.
Leicht verständlich und anhand vieler Abbildungen führt die Handanalystin Alice Funk in die wesentlichen Elemente des Handlesens ein: Sie zeigt, wie sich Größe und Stärke der Finger deuten lassen, erklärt Linien und
Zeichen und widmet sich besonders den Begabungszeichen. Neben einem übersichtlichen und klaren Theorieteil enthält dieses Einführungswerk vor allen Dingen viele Abbildungen, durch die das Handlesen anschaulich wird.
Alice Funk, 1942 in Yokohama, Japan, geboren, lebt in der Schweiz, ist Mutter und Großmutter. Nachdem sie sich mehrere Jahre in der kommunalen Politik und im Gesundheitswesen engagiert hatte, stieß sie auf die faszinierende Technik der Handanalyse. Nach einer zweijährigen Ausbildung in Richard Ungers International Institute of Hand Analysis ist Alice Funk zertifizierte Handanalystin IIHA. Die Lebensberaterin empfängt Ratsuchende in ihrer Praxis in Zürich zu einer Handanalyse. Im Gespräch erarbeitet sie gemeinsam mit ihren Klienten Wege, um den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Alice Funk hält Vorträge, gibt Kurzhandlesungen für Einzelpersonen und kleinere Gruppen. »Handlesen – the easy way« ist ihr zweites Buch.
Die Illustrationen aus diesem E-Book finden Sie auf der Homepage des Verlags zum Download in hoher Auflösung.http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=19540
Hände sind ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit. In Ihren Händen können Sie Ihre Begabungen und Herausforderungen, Ihre Stärken und Schwächen sowie Ihr Potenzial erkennen. In diesem Buch möchte ich Ihrem Spiegel einen Hintergrund geben, damit er zu Ihnen sprechen kann und Sie sich darin selbst erkennen.
Aus Ihren Händen können Sie die Zukunft nicht sehen. Bei der Handanalyse geht es vielmehr um eine sichtbare, grafische Darstellung Ihrer Persönlichkeit.
Jeder Teil des Körpers steht mit anderen Teilen in Verbindung. In den Händen enden Millionen von kleinen Nerven, die wiederum mit dem Gehirn verbunden sind. Gefühle, Erlebnisse, Gedanken korrespondieren ebenso mit den Nerven in den Händen und schlagen sich als Zeichen nieder, die Sie mit der entsprechenden Schulung und Erfahrung lesen und deuten lernen können.
Die moderne Handanalyse basiert auf alten Traditionen aus Indien, China und dem Nahen Osten. Bereits Aristoteles (384–322 v. Chr.) bezeichnete sie als »alte Wissenschaft«, und Alexander der Große und Julius Cäsar beschäftigten sich mit ihr. Im Mittelalter konnte man sie sogar an Universitäten studieren. Der berühmte Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung schrieb einst sinngemäß, er könne sich durchaus vorstellen, dass Hände, die so innig mit der Seele verbunden sind, eine sprechende und verständliche Betrachtungsweise des Charakters darstellen.1
So ist die Handanalyse keine Wahrsagerei. Für eine Handanalyse brauchen Sie keine übernatürlichen Kräfte, denn die Regeln der Handanalyse können erlernt werden. Die Kunst des Handlesers besteht darin, die verschiedenen erkannten Merkmale zu einem Ganzen zusammenzufügen. In diesem Spiegel kann der Analysierte sich selber erkennen und bekommt dadurch einen Anreiz, sich in seiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Die Handanalyse ist auch keine messbare naturwissenschaftliche Methode, sondern vielleicht am ehesten mit der Graphologie vergleichbar. Die Erfahrungen vieler Generationen über Jahrtausende hinweg, in denen der Zusammenhang der Persönlichkeit mit den Linien und anderen Zeichen in der Hand verglichen wurde, sollten nicht einfach als unseriöse Fantasie oder Schwindelei abgetan werden.
Im Laufe der Jahre bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht nur einen Weg gibt, um Menschen Zuwendung und Ratschläge mit auf ihren Lebensweg zu geben. Mein persönlicher Weg, um mit Ratsuchenden ins Gespräch zu kommen, ist die Handanalyse. Die Hände sind mein Einstieg, weil für mich als Lufttyp dieser Weg logisch erscheint. Ich glaube daran, dass man aus Linien, Zeichen, Formen der Hand erkennen kann, welche Grundmerkmale ein Mensch hat. An diesem Punkt setzen dann Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und Intuition ein, um einen Menschen dort abzuholen, wo er sich befindet.
Ebenso glaube ich daran, dass man die Grundzüge eines Menschen aufgrund seiner Schrift und Physiognomie erfassen kann. Mehr Zweifel habe ich da bezüglich der Astrologie, wenn sie neben der Analyse der Persönlichkeit auch den Anspruch erhebt, in die Zukunft weisen zu können. Andererseits bin ich selber immer wieder erstaunt, welche Resultate manche Astrologen und Astrologinnen erbringen können. Wichtig ist es, dass der Berater die besonderen Umstände des Ratsuchenden begreift und mit ihm zusammen Wege erkundet, die ihm Mut machen, sein Leben in seine eigenen Hände zu nehmen und zu einem guten Resultat für seine Zukunft führen. Liebe zu seinen Mitmenschen ist die wichtigste Grundlage für eine erfolgreiche Beratungstätigkeit, viel wichtiger als die Methode. So glaube ich daran, dass es mehr auf die Persönlichkeit und die Lebenserfahrung eines Beraters ankommt, als auf den Weg, den er wählt, um mit seinen Klienten ins Gespräch zu kommen.
In diesem Buch habe ich im Gegensatz zu meinem ersten Buch2 die Handformen nicht erwähnt. Aus Rückmeldungen meiner Leserinnen und Leser und meiner Klientinnen und Klienten habe ich erkennen müssen, dass Handformen ohne Anleitung äußerst schwierig zu erkennen sind. Es gibt auch mehr Mischformen als reine Formen, und selbst erfahrene Handanalysten haben damit Schwierigkeiten, die Handformen richtig zu bestimmen.
Betrachten Sie immer beide Hände, wenn Sie die Hände einer Person analysieren möchten. Die rechte Hand stellt dar, wie sie sich in der Öffentlichkeit bewegt, während die linke Hand mehr deren intime, familiäre Seite beleuchtet. Falls Sie aber in einer Hand ein Begabungs- oder auch ein anderes Zeichen finden, das Sie in der anderen Hand nicht sehen, dann kommt es weniger darauf an, in welcher Hand es sich befindet. Es übt seinen Einfluss auf Ihr gesamtes Leben aus.
Die Linien in Ihren Händen haben verschiedene Qualitäten. Gerade Linien weisen auf eine klare Logik und einen analytischen Geist hin, während die geschwungenen Linien mehr Gefühle ausdrücken. Lange Linien zeigen auf, dass Sie in diesem Bereich viel Zeit verbringen, kurze Linien hingegen weisen darauf hin, dass Sie sich dort nicht lange aufhalten. Je breiter eine Linie ist, desto mehr möchte sich die dazu gehörende Eigenschaft zeigen.
Während sich die Fingerabdrücke nicht verändern, können die Linien in Ihrer Hand wachsen, verschwinden oder sich neue Wege suchen. Die Linien verändern sich mit dem, was Sie erleben, wie Sie sich in Ihrer Persönlichkeit entwickeln, wie Sie denken, wie Sie fühlen.
Linien in den Händen können Unterbrechungen aufweisen, wie ein Zopf geflochten sein, Blasen oder Inseln bilden. Unterbrechungen im Fluss einer Linie deuten auf Stress hin, bei der Kopflinie zum Beispiel auf Probleme oder Verwirrung im Beruf, eventuell auch auf eine Unterbrechung in der Karriere. In gebrochenen Linien kann die Energie nicht frei fließen, sie stößt immer wieder auf Hindernisse. Wenn um einen Bruch herum eine Schachtel liegt, ist das ein Versuch, den Bruch zu »reparieren«. Die Gefühlsenergie kann vielleicht relativ frei fließen, aber das Grundproblem besteht noch, meist im Unterbewusstsein. Eine Blase oder Insel auf einer Linie bedeutet Sorgen, eine Kette von kleinen Blasen viele kleine Sorgen oder eine große Verwirrung in Bezug auf die Linie, auf der sie liegt. Als Beispiel ist jemand mit einer Kette von Blasen auf der Herzlinie unklar im Ausdruck seiner Gefühle, er ist launisch und empfindlich, seine Gefühle können sich rasch verändern, was andere Menschen dann schwer nachvollziehen können.
In diesem Buch bemühe ich mich, Eigenschaften eines Menschen weder als gut noch als schlecht darzustellen, sondern als Grundsatz oder Prinzip. Der Grundsatz kann sich positiv oder negativ auswirken, je nachdem, welche anderen Zeichen in den Händen zu sehen sind, je nach Tagesform eines Menschen, je nach den Umständen, in denen er sich befindet. Nehmen Sie z.B. die Eigenschaft »energisch«: Das kann bedeuten, jemand ist energiegeladen, lebhaft, beweglich, tatkräftig; ein energischer Mensch kann auf andere aber auch aggressiv, nervös, unbeherrscht, rastlos wirken. Das Prinzip ist jedoch das gleiche. Es ist nur eine Frage des Maßes. Dieser Mensch kann auch an einem Tag so und an einem anderen ganz anders sein. Mit dieser Widersprüchlichkeit bei uns selbst und bei anderen Menschen können wir lernen umzugehen.
Auch hier gilt die so genannte »Goldlöckchen-Regel«. Das Märchen vom Goldlöckchen ist im angelsächsischen Raum bekannter als bei uns, illustriert aber auf hübsche Art das Prinzip von Versuch und Irrtum – zu viel, zu wenig, gerade richtig. Manchmal schießt man über das Ziel hinaus, manchmal wagt man zu wenig, bis man gelernt hat, was genau das richtige Maß ist.
Es war einmal ein sehr ungezogenes kleines Mädchen, das Goldlöckchen hieß. Eines Tages rief die Mutter nach Goldlöckchen, weil sie wollte, dass das Mädchen ihr in der Küche helfen sollte. Goldlöckchen aber tat so, als hörte sie nichts, und ging heimlich in den Wald, um einen Spaziergang zu machen. Das tat sie öfter, wenn sie nicht gehorchen wollte.
An diesem Tag nahm sie einen neuen Weg, und bald schon kam sie zu einer gemütlichen kleinen Hütte. Die Tür stand einen Spalt offen, und weil sie neugierig war, trat sie einfach ein.
Innen war die Hütte so nett und einladend wie außen. Goldlöckchen ging in die Küche und war sehr erfreut, als sie auf dem Tisch drei Schüsselchen mit Brei entdeckte, denn sie war hungrig nach dem Spaziergang.
Zuerst kostete sie aus der größten Schüssel. »Uh«, sagte sie, »das ist viel zu heiß!«, und spuckte den Brei einfach wieder aus.Dann versuchte sie es mit der mittelgroßen Schüssel. »Uh«, schrie sie, »das ist viel zu kalt.« Du kannst dir bestimmt vorstellen, was sie dann tat.
Schließlich kostete Goldlöckchen aus der kleinsten Schüssel. Da sagte sie nichts mehr, denn sie war zu beschäftigt damit, alles aufzuessen. Der Brei war nämlich genau richtig.
Als sie fertig war, wollte sie sich ein bisschen hinsetzen. Im Wohnzimmer waren drei Stühle. Zuerst setzte sie sich auf den größten, stand aber gleich wieder auf. »Dieser Stuhl ist viel zu hart!«, meckerte sie laut. Dann setzte sie sich auf den mittelgroßen Stuhl, doch auch der passte ihr nicht: »Dieser Stuhl ist viel zu weich!«, beklagte sie sich. Schließlich setzte sich das Mädchen auf den kleinsten Stuhl, und darauf fühlte es sich rundum wohl. Doch dann knackste es und krachte es, und mit einem kräftigen Plumps landete Goldlöckchen unsanft auf dem Boden. Sie war viel zu schwer für den kleinen Stuhl, deshalb war er einfach zusammengebrochen.
»Jetzt muss ich mich aber ausruhen«, murmelte Goldlöckchen und stieg die Treppe hoch ins Schlafzimmer. Dort standen drei Betten mit einladendem Bettzeug. Zuerst stieg Goldlöckchen ins größte Bett und sprang auf der Matratze auf und ab. »Dieses Bett taugt nichts!«, rief sie. »Es ist zu hart zum Springen und zu hart zum Schlafen.« Das mittlere Bett gefiel ihr ebenfalls nicht, denn es war zu weich. Schließlich versuchte Goldlöckchen es mit dem kleinsten Bett, und es war einfach perfekt. Bevor sie über etwas meckern konnte, war sie schon tief eingeschlafen.
Die drei Bären aber, denen die gemütliche Hütte gehörte, hatten sie nur kurz verlassen, um vor dem Frühstück einen kleinen Spaziergang zu machen. Als sie heimkehrten, gingen sie zuerst in die Küche und sahen gleich, dass hier etwas nicht stimmte. »Wer hat meinen Brei gegessen?«, brummte Vater Bär mit tiefer Stimme. »Wer hat meinen Brei gegessen?«, fragte Mutter Bär ärgerlich. »Und wer hat meinen Brei gegessen?«, quiekte Baby Bär mit seinem hohen Stimmchen. »Es ist nichts mehr da!« Verärgert gingen die drei Bären ins Wohnzimmer. »Jemand hat auf meinem Stuhl gesessen!«, brummte Vater Bär bedrohlich. »Jemand hat auch auf meinem Stuhl gesessen!«, bemerkte Mutter Bär. »Auf meinem Stuhl hat jemand gesessen und hat ihn gleich ganz kaputt gemacht«, weinte Baby Bär.
»Kommt mit!«, befahl Vater Bär entschlossen und schlich auf Zehenspitzen die Treppe hinauf. »Wie ich es mir gedacht habe«, sagte er, »jemand ist auf meinem Bett herumgesprungen!« »Auf meinem Bett auch«, sagte Mutter Bär. »In meinem Bett hat jemand geschlafen!«, quiekte Baby Bär, »und schaut mal, er ist immer noch drin!«
In diesem Augenblick wachte Goldlöckchen auf. Sie sah, dass drei sehr ärgerliche Bärengesichter auf sie herabblickten, und sprang aus dem Bett. Schwuppdiwupp war sie die Treppe hinunter, zur Tür hinaus und in den Wald gerannt, noch bevor jemand »Wer ist denn das?« fragen konnte.
Natürlich wagte sich Goldlöckchen nie wieder in die Nähe der Bärenhütte. Einige Leute sagen, dass sie danach ein braves kleines Mädchen geworden sei, aber ich bin da nicht so sicher. Du vielleicht?
Manchmal ist auch für uns die Suppe zu heiß, dann können wir sie nicht essen, manchmal ist sie zu kalt, dann schmeckt sie uns nicht, aber wenn sie genau die richtige Temperatur hat, dann genießen wir sie mit Freude. Es gibt aber auch Zeiten, wo alles genau stimmen würde, etwas genau zu uns passen würde, aber da passiert etwas Unerwartetes: Der Stuhl bricht unter uns zusammen. Das bedeutet, obwohl für uns alles stimmen würde, bewirken äußere Umstände, dass eine Situation nicht so verläuft, wie wir es gerne hätten. Am Ende des Tages sinken wir vielleicht erschöpft in das genau richtige Bett – doch diesmal passt es den anderen um uns herum nicht, und wir müssen gehen. Als kleine Kinder haben wir genau so unsere Fähigkeiten erlernt. Wir sind immer wieder aufgestanden, wenn wir hingefallen sind, bis wir unser Gleichgewicht gefunden haben. Fehler gibt es nicht, denn es gibt immer wieder Chancen. Stellen Sie sich vor, Sie wären als kleines Kind nicht wieder aufgestanden, um laufen zu lernen. Das Fazit der Geschichte ist, dass wir probieren müssen, unser Leben durch Versuch und Irrtum in einer für uns richtigen und erträglichen Art zu formen.
Es ist auch nicht verboten, seine Meinung oder seine Sicht der Dinge zu ändern. Unsere heutige Manie, alles, was je gesagt oder geschrieben wurde, aufzuzeichnen und im geeigneten – oder eben im ungeeigneten – Moment wieder hervorzukramen, ist in meinen Augen verheerend. Ich finde es ein gutes Zeichen der Entwicklung, wenn jemand seine Meinung ändern kann. Solange wir lernen, rosten wir nicht. Solange wir neugierig sind, werden wir nicht alt.
