IKapitel2︱RanandieProjekteSUE HIEPLERYASMIN REDDIGSCHÖN SCHREIBEN UND MITAQUARELLFARBEN ILLUSTRIEREN
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HANDLETTERING & WATERCOLORSchön schreiben und mit Aquarellfarben illustrierenvonSue Hiepler und Yasmin Reddig
Schön, dass du dieses Buch in den Händen hältst, denn in ihm steckt unsere gesamte Liebe und Leidenschaft. Wir lieben Handlettering und Watercolor-Illustrationen! Unser Leben wäre ohne Pinsel, Stifte und Farben nur halb so schön. Unsere Lieblingsbeschäftigung? Schöne Dinge auf Papier entwerfen, die den Alltag versüßen. Illustrieren und Lettern gehört zu uns und wir sind dankbar dafür, unseren Traum täglich leben zu dürfen. Und genau das möchten wir gerne mit dir teilen!In unserem kreativen Studio in der Altstadt der wunderschönen Stadt Bonn haben wir gefühlt Tag und Nacht mit all unserer Hingabe an diesem Buch gearbeitet. Natürlich immer in Begleitung unserer beiden Fellnasen Ella und Gremlin. Übrigens: Geht es um das Thema Lettering, schreibt Yasmin. Ist das Illustrieren an der Reihe, schreibt Sue.Wir hoffen, dass wir dich auf den folgenden Seiten inspirieren können und freuen uns über Fotos deiner selbstkreierten Kunstwerke! Poste dafür einfach ein Foto auf Instagram mit dem Hashtag #mayandberrybuch.Ärmel hochkrempeln und ran an die Farben!
VORWORT.............................................................................................3KAPITEL 1 – Gut zu wissenWas ist Handlettering?...........................................................................8 Warum passt es so gut zu Watercolor?.................................................9Materialien für das Lettern....................................................................10Lettering Basics – Anatomie der Buchstaben........................................12Fineliner-/Filzstift-Technik......................................................................13 Brushlettering mit dem Brushpen..........................................................14Brushlettering mit dem Pinsel...............................................................15Was ist Watercolor? ...............................................................................16Materialien für Watercolor.....................................................................18 Das Spiel mit der Transparenz...............................................................20Weißräume zulassen..............................................................................21DerFarbenfluss–Lavieren....................................................................22Schicht um Schicht – Lasieren................................................................23Die richtigen Farben..............................................................................24Farben mischen......................................................................................25Farbcodes kreieren................................................................................25INHALT
KAPITEL 2 – Ran an die ProjekteKeep it Simple........................................................................................28Nur du machst alles schöner..................................................................32Zuhause ist, wo mein Kaktus ist.............................................................38Vielen Dank für die Blumen...................................................................44Eis geht immer.......................................................................................50My Lovely Garden..................................................................................56 Für dich..................................................................................................62 Be Wild...................................................................................................68 Weil du toll bist......................................................................................74No Rain No Flowers...............................................................................80 KAPITEL 3 – Kreatives SchatzkästchenBlüten und Blätter..................................................................................88KakteenundPflanzen............................................................................92Blütenkränze..........................................................................................94Schreibübungen.....................................................................................96Alphabete...............................................................................................96Materialliste............................................................................................110Impressum..............................................................................................112Die Videos zu die-sem Buch stehen in der Digitalen Bibliothek unterwww.topp-krea tiv.de/digibibnach erfolgter Registrierung zum Anschauen bereit. Den Frei-schalte-Code findest du im Impressum.Dieses Symbol zeigt dir, wo ein Video zur Verfü-gung steht.ONLINE-VIDEOS
Kapitel 1GUT ZU WISSENBevor du selbst zu Stift, Pinsel und Farbe greifst, lasse dich gemütlich nieder und verschaffe dir einen ersten Überblick über Handlettering und Watercolor. In diesem Kapitel erfährst du alles Wissenswerte rund um das Lettern in Verbindung mit farbenfrohen Illustrationen.
8Kapitel1︱GutzuwissenWAS ISTHANDLETTERING?Der Trend zu schöner, selbstgeletterter Schrift ist seit einigen Jahren immer stärker geworden. Und das zu Recht. Es ist einfach eine tolle Kunst, die jeder mit etwas Geduld erlernen kann. Durch eine besondere Schrift können wir eine Message in vielen verschiedenen Formen vermitteln. Ein ordentlicher Liebesbrief wird ja nicht am Rechner geschrieben, nicht wahr? Ich liebe Handlettering, weil es mir das Gefühl gibt, richtig abschalten zu können und dafür brauche ich nur ordentliches Licht, Papier und meine Stifte.Aber wieso heißt es eigentlich „Handlettering“ und nicht einfach „Handschrift“? Es gibt noch kein deutsches Wort für den Begriff „Lettern“. Im Grunde geht es um das Schönschreiben von Buchstaben. Aber nichtimSinnederklassischenKalligrafieoderSchreibschrift, wie man sie früher in der Schule gelernt hat. Beim Lettern geht es darum, der Kreativität freien Lauf zu lassen, die Buchstaben vielmehr zu zeichnen als sie zu schreiben. Handlettering≠TypographieTypographie bezeichnet das methodische Designen von Schriftarten. Zu den bekanntesten Schriften zählen z.B. Helvetica, Arial, Times New Roman und Courier. Die meisten wurden dazu erschaffen, langen Texten eine Stimmung zu verleihen. Aus der Lehre der Typographie kommt zum Beispiel die Bezeichnung „Serife“. Das sind kleine Verzierungen an den Enden der Buchstaben, die einer Schrift einen etwas klassischerenLook verleihen. Serifenlose Schrift gilt dagegen eher als „modern“.Handlettering≠KalligrafieKalligrafieistdieklassischsteKunstdesSchönschreibens. In der westlichen Hälfte der Welt ist sie in Form der Federschrift bekannt. Allerdings gibt es zahlreiche ArtenvonKalligrafie.InJapanwirdzumBeispielmitPinselundTuschekalligrafiert.Wer schon einmal einen Federhalter in der Hand hatte, weiß: Der Umgang mit Federspitze und Tusche bedarfsehr viel Übung und Geduld. Weiche Federspitzen lassen den ungleichmäßigen Fluss von Tinte zu. Die aufwärts geschriebenen Striche sind dünn, wohingegen die abwärts geschriebenen Striche durch den Druck auf die Feder viel breiter werden. Das ist genau das, was wir beim Lettering mit dem sogenannten „fauxcalligraphy“-Stil(falscheKalligrafie)nachahmenmöchten. Aber dazu gleich mehr!8
9Kapitel1︱GutzuwissenWARUM PASST ES SOGUT ZU WATERCOLOR?HandletteringsiehteigentlichauffastjederOberfläche gut aus. Ob Papier, Stoff, Holz, Tafel oder Stein – die Schrift zaubert einfach alles schön! Dabei kann das Lettering als kleines Glanzstück alleine stehen, muss es aber nicht. Illustrationen ergänzen einen schönen Schriftzug wunderbar und erwecken ihn zum Leben. Sie unterstützen und verzieren die Message, ohne dabei hochgradig komplex sein zu müssen. Mit der richtigen Technik und ein paar Tipps und Tricks wirst du die schönsten LetteringKunstwerke gestalten!In diesem Buch geht es nicht nur um Schrift, sondern auch um Farbe. Watercolor oder Aquarellfarben haben eine ganz besondere Magie an sich. Das liegt auch daran, dass nicht immer genau vorhersehbar ist, was die Farben tun. Man kann ihnen dabei zuschauen, wie sie ineinander verlaufen und neue, zufällige Muster bilden.Wasserfarben sind sehr vielseitig und bieten sich zum Beispiel fabelhaft als Hintergrund für Letterings an. Dabei wird die Farbe in der Regel mit viel Wasser verdünnt, sodass ein sanfter Verlauf auf dem Papier entsteht. Wenn das Aquarellpapier trocken ist, lässt es sich wunderbar darauf schreiben.Illustrationen mit Wasserfarben verleihen deinem Lettering oft unmittelbar mehr Aussagekraft. Sie verzieren die geschriebene Botschaft nicht nur, sondern unterstützen die Message und lassen das Design viel besser wirken. Und nicht nur das! Wasserfarben eignen sich auch bestens selbst zum Lettern. Diese Technik nennt sich Brushlettering und sie macht fantasievolle Farbspiele und verläufe im Lettering möglich.9
10Kapitel1︱GutzuwissenMATERIALIEN FÜR DASLETTERNHandlettering ist eine Kunst, für die man nicht sonderlich viele Materialien benötigt. Anders gesagt: Lettern kann man mit Bleistift, Druckerpapier und Kugelschreiber – aber auch mit hochwertigen Papieren, mit Brushpens und Finelinern in den verschiedensten Farben und Ausführungen. Wer sich in das Lettern verliebt, wird schnell den vielen wundervollen Materialien aus dem Künstlerbedarfshandel verfallen. Aber fangen wir mit den Basics an. Folgende Materialien wirst du immer wieder verwenden, wenn du mit unserem Buch arbeitest:Papier:Notizhefte und Papiere aller Art kann man für Letterings nie genug haben. Für schnelle Entwürfe genügt einfaches Druckerpapier. Pauspapier eignet sichbesonders gut, um Entwürfe zu bearbeiten, ohne von Neuem anfangen zu müssen. Gestrichenes Papier – es ist schön glatt und fühlt sich besonders weich an – eignet sich bestens für den Umgang mit Brushpens. Deren Spitzen neigen dazu, schnell auszufransen, wenn sie nicht mit Sorgfalt genutzt werden. Möchtest du LetteringKunstwerke verschenken, ist etwas dickeres Papier in einer Stärke von 250 bis 300g/m2 eine gute Wahl.Wir arbeiten gerne mit Fotokarton. Es gibt ihn in rauer sowie in glatter Optik und in vielen verschiedenen Farben. Kraftpapier mit einer Stärke von 300g/m2zählt ebenfalls zu unseren Favoriten. Das braune Papier bringt Letterings, auch in Weiß, wunderbar zur Geltung und hat eine ganz besondere Optik.Bleistifte: Für das Handlettering genügt ein guter