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Der Ausweg aus dem Diäten-Dschungel Immer mehr Diäten drängen auf den Markt – doch bloßer Essensverzicht löst nicht alle Gewichtsprobleme nachhaltig. Dieses Buch bietet eine ganzheitliche Lösung, das Thema Abnehmen achtsam und gesund anzugehen – und das mit einer Autorin, die anhand Ihrer eigenen Lebens- und Leidensgeschichte das beste Vorbild ist. Dabei wird das Buch ein treuer Begleiter, der sie über die intensive Beschäftigung mit sechs Säulen (Ernährung, Bewegung, Familie, Sexualität, Spiritualität, Arbeit) zum gesunden und glücklichen Ich führt. Der moderne Weg zum Wunschgewicht In interaktiven Kapiteln erklärt Shermine Shahrivar, warum es ganz entscheidend ist, jeder Lebenssäule individuell Aufmerksamkeit zu schenken. Ihre ganzheitliche Lebensphilosophie die zeigt, wie man im Einklang mit sich selbst zum Wunschgewicht findet - fernab von Diäten, harten Sportprogrammen und Selbstkasteiung. Denn wir sind so viel mehr als die Zahl auf der Waage. - Das Erfolgskonzept der integrativen Ernährung half Shermine Shahrivar, langfristig 25 Kilo abzunehmen. - Einfühlsamerr Ansatz, der den Self-Care-Trend mit Abnehmen verbindet.
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Seitenzahl: 139
Veröffentlichungsjahr: 2021
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© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2021
© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2021
Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.
Projektleitung: Simone Kohl, Eva Dotterweich
Lektorat: Eva Dotterweich
Covergestaltung: independent Medien-Design, Horst Moser, München
eBook-Herstellung: Christina Bodner
ISBN 978-3-8338-7479-6
1. Auflage 2021
Bildnachweis
Coverabbildung: Christian Borth
Fotos: Lottermann and Fuentes
Syndication: www.seasons.agency
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Die Informationen in diesem Buch stellen die Erfahrung und die Meinung der Autorin dar. Sie wurden von ihr nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Weder Autorin noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.
Vor einigen Jahren ging es mir nicht besonders gut. Ich befand mich an einem Tiefpunkt und wusste nicht genau, wie es weitergehen sollte – mit meinem Körper, meiner Zukunft, meinem Leben. Das hatte vor allem mit meiner Seele zu tun. Aber es war, wie es oft ist im Leben. Bevor man erkennt, was im Innen los ist, schaut man erst aufs Äußere. Und bei mir spiegelte sich in diesem Blick vor allem ein Thema: mein Gewicht.
Über einen langen Zeitraum hinweg war ich der Ansicht, den Code geknackt zu haben. Ich dachte wirklich, ich weiß alles, was es zu einem schönen Körper und einem besseren Leben braucht.
Als Model waren mein Gewicht wie auch mein Aussehen mein Kapital. In den vergangenen Jahren arbeitete ich für internationale Kampagnen. Mit American Apparel ging es weltweit auf die Plakatwände, ich stand Modell für spannende Fotografen wie Mario Testino und war Markenbotschafterin von De Grisogono und Thomas Sabo. Viel Bewegung zusammen mit einer bewussten Ernährung gehörten schon seit vielen Jahren zu meinem Alltag.
Dann wurde ich mit Anfang 30 schwanger und mein Gewicht schnellte so rasant in die Höhe, dass ich selbst kaum mitkam. Obwohl ich auch während der Schwangerschaft viel Sport machte und mich gesund ernährte, nahm ich über 30 Kilogramm zu – in den letzten beiden Monaten explodierte ich regelrecht. Ich erinnere mich noch genau! Es war ein ziemlich heißer Sommer und ich lief praktisch mit einer inneren Heizung durch die Gegend. Meine Beine waren durch die Gewichtszunahme um einiges breiter und derart angeschwollen, dass ich mir die Innenseiten wund scheuerte. Diese Zeit gehört zu den Momenten im Leben, in denen man sich denkt: »Interessant, das kannte ich bislang noch nicht. Das muss ich aber auch nicht unbedingt noch mal haben.«
Es folgte die Geburt meiner wunderbaren Tochter und damit das mit Abstand schönste Erlebnis meines Lebens. Nie hätte ich mir ausmalen können, eine derart bedingungslose Liebe für ein anderes Lebewesen fühlen zu können, wie ich sie fortan für Daliah empfand. Als alleinerziehende Mutter schloss sich daran eine Zeit mit vielen neuen Herausforderungen an. Auch mein Body-Jo-Jo ging nahtlos in die nächste Runde. Denn zur Abwechslung sank mein Gewicht nun in den Keller. Die Pfunde purzelten schneller, als ich die Windeln wechseln konnte. Wieder konnte ich förmlich zusehen, wie sich mein Körper veränderte. In nur vier Monaten hatte sich mein Gewicht auf 45 Kilogramm reduziert – bei einer Größe von 1,74 Meter nur sehr wenig. Zum Vergleich: Vor der Schwangerschaft wog ich 57 Kilogramm und war damit sehr schlank. In meinem Umfeld kam das zunächst gut an. »Wie hast du das nur so schnell geschafft?«, wurde ich oft gefragt. »Du musst doch irre glücklich sein, ein kleines Baby und noch dazu alle Pfunde weg!«, hieß es immer wieder. Ich war so dünn wie noch nie zuvor. Eigentlich ein Traum für jede Frau und ganz besonders für eine, die als Model arbeitet und nach einer Geburt wieder in den Beruf einsteigen will. Aber in mir sah es ganz anders aus. Für das Abnehmen gab es andere Gründe, die vielmehr darauf zurückzuführen waren, dass ich sehr unglücklich war. Einzig meine kleine Tochter brachte Licht ins Dunkel, sie war und ist mein Ein und Alles.
Doch dann blieb meine Muttermilch aus und die Ärzte berieten mich mit schlechten Prognosen. Mir reichte es! Sollte ich nun mein eigenes Kind nicht mehr stillen können? Ein Albtraum, den ich so keinesfalls zulassen wollte. Ich stellte umgehend meine Ernährung um, um zumindest das akute Problem der Muttermilch in den Begriff zu bekommen. Es gelang zum Glück! Aber bei mir lag noch mehr im Argen.
Ich begann mich zu fragen, was meine Krise ausgelöst hatte. Mir wurde klar: In den zurückliegenden Monaten, ja in den vergangenen Jahren, hatten ganz andere Themen zu viel Platz eingenommen: Vieles drehte sich um die Außenwahrnehmung meiner Person, um mein Aussehen, meine Figur, mein soziales Leben. Ich fing an, mich wirklich mit mir selbst zu beschäftigen und die Frau vor dem Spiegelbild kennenzulernen. Ich ließ mir dabei viel Zeit und fragte mich: »Wer bist du eigentlich?« Ich wollte herausfinden, was mir wirklich guttut. Und lernte nach und nach, dass es vor allem die Balance war, die meinem Leben fehlte.
Nun sitze ich hier und schreibe ein Buch über meine Erfahrungen der letzten Jahre. Ein Buch, in dem es um Gesundheit geht, um ein gutes Lebensgefühl, um einen tollen Körper. Vor allem aber geht es ums Glücklichsein und den Weg dorthin. Es ist ein Buch, das auch von Tiefschlägen handelt. Das davon erzählt, wie es ist, wenn man glaubt, vor den Herausforderungen des Lebens kapitulieren zu müssen. Das von dem Druck der Modeindustrie berichtet und von der ständigen Erwartungshaltung, gut aussehen zu müssen. Es ist ein Buch, das Momente der Einsamkeit beschreibt, in denen man sich auf einmal wahnsinnig alleine fühlt, obwohl man lange im Mittelpunkt des Geschehens stand. Das sich damit beschäftigt, wie viel Kraft es kostet, sich langsam wieder hochzuarbeiten, wenn man ganz weit unten war. Und das auch verdeutlicht, dass Schönheit nicht damit zusammenhängt, wie viel Gemüse man tagtäglich isst oder welchen hippen Smoothie man morgens schlürft. Man sagt ja immer, Schönheit komme von innen, und ich mag solche klischeehaften Aussagen eigentlich nicht. Aber dennoch habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass eben genau das stimmt.
Die Themen Aussehen, Gewicht und Fitness beschäftigen viele Menschen. Es zeugt von Selbstliebe, wenn man sich richtig wohl in seiner Haut fühlt und sich gut um sich kümmert. Viel häufiger aber übt man am eigenen Körper Kritik.
Wenn sonst auch alles im Leben stimmt – hier gibt es sicherlich etwas zu mäkeln, denn man kann immer etwas tun und sich weiter »optimieren«. Wir wollen uns gut fühlen, nicht zu dürr, aber auf keinen Fall zu dick sein. Nicht zu muskulös, dafür schön getont. Ein flacher Bauch soll her und schlanke Beine. Bloß keine Oberarme, die beim Winken mitschwingen, dafür aber ein knackiger Po, an dem Alter und Schwerkraft spurlos vorbeiziehen. Mit Ende 30 wie Mitte 20 aussehen? Das sollte doch kein Problem sein. Und eine Schwangerschaft? Kleinigkeit, Baby. Das schaffst du ja wohl! Zurück zum Traumgewicht in no time. So heißt es dann: Auf ins Fitnessstudio! Abnehmen, trainieren, Kalorien rationieren. Eigentlich führen wir ein Leben im Dauer-Diätmarathon und unser härtestes Schiedsgericht sind dabei wir selbst.
Ich weiß aus eigener Erfahrung: Es ist viel leichter, zu einem temporären Idealgewicht durchzudringen, als zu sich selbst.
Es ist nicht so, dass wir in diesem Zusammenhang unbedingt irrational denken würden. Den meisten von uns ist bewusst, dass es sich hier um oberflächliche Attribute handelt. Dass wir von Schönheitsidealen geprägt sind, die in großem Stile unrealistisch sind. Ein ganz großes Thema ist vor allem der Gewichtsverlust. Über 50 Prozent aller Frauen in Deutschland sind mit ihrem Körper unzufrieden und sehnen sich nach weniger Pfunden auf der Waage. Und so folgen wir, obwohl wir es vielleicht besser wissen, am Ende des Tages doch der einfachen Gleichung: Dünn = Schön = Glücklich. Und das hat vor allem damit zu tun, dass die Arbeit am Äußeren leichter fällt.
Der Kern des Ganzen ist, dass all dies zusammenhängt, das Innen und das Außen, der Körper und der Geist. Die Ernährung, das Gewicht, die Gesundheit, der Lifestyle, das Mindset und das Glück. Ohne eine gesunde Seele gibt es kein gesundes Körperbewusstsein. Und selbst Abnehmen funktioniert eigentlich nur dann richtig, wenn man bereit ist, auch an anderen Stellen Ballast abzuwerfen und sich von Dingen zu befreien, die das Leben schwerer machen. Das können Beziehungen sein und Erwartungshaltungen gegenüber anderen, aber vor allem auch gegenüber uns selbst. Ich musste das auf die harte Tour erfahren und bin sicherlich in so manch eine Sackgasse hineingelaufen. Aber ich habe viel erlebt und gelernt, und stehe jetzt mit 37, als alleinerziehende Mutter einer wundervollen Tochter, mit beiden Füßen fest im Leben. Ich bin zufrieden mit meinem Körper und vor allem mit mir selbst. Und das möchte ich weitergeben.
In der Auseinandersetzung mit mir selbst fiel mir auf, welche Themen in unserer Gesellschaft oft zu sehr tabuisiert werden. Vielfach steht man beispielsweise mit den Herausforderungen als Mutter ganz alleine da. Auch mit solchen Themen möchte ich mich hier auseinandersetzen.
Es ist doch so: Als junge Mutter soll man vor allem freudestrahlend und überglücklich durch den Alltag fliegen. Da machen sich solche Extremsituationen wie zum Beispiel das Ausbleiben der Muttermilch einfach nicht so gut. Zu groß ist die Angst, von anderen als schlechte Mutter verurteilt zu werden. Auch finanzielle Sorgen, die mit der alleinigen Mutterrolle einhergehen, scheinen mir in der Gesellschaft oft ausgeklammert zu werden. Wie stemmt man das, eine kleine Familie, so ganz auf eigene Faust? Als diese Themen für mich relevant wurden, merkte ich, dass es plötzlich nicht mehr sonderlich »schick« war, nur Mutter zu sein. Die Sorgen einer Alleinerziehenden, das passte nicht mehr so gut auf die weißen Tischdecken der High Society, zwischen Champagnergläser und Austernschalen.
Eine wichtige Frage lautete für mich: »Wie mache ich mich frei vom Urteil anderer und von der Abhängigkeit von anderen Menschen?«
In diesem Zusammenhang wurde mir auf manchmal schmerzhafte Art und Weise bewusst, was Freundschaft bedeutet. Wer zu einem steht, wenn es hart auf hart kommt, und von wem man sich besser distanziert. Vielleicht hast du diese Erfahrung selbst schon einmal gemacht und bist enttäuscht zurückgeblieben, als dich Freunde, für die du deine Hand ins Feuer gelegt hättest, in einer wirklichen Notsituation hängen gelassen haben. Ich bin ein Mensch, der es liebt, sich mit anderen zu umgeben, Erlebnisse zu teilen, Freunde zusammenzubringen. Insofern war die Erfahrung, auf angeblich gute Freunde nicht mehr bauen zu können, wenn es mal schiefläuft, also quasi keine leichte. Wo ich früher andere mitgezogen und ein illustres Leben im Glamour-Lifestyle geführt hatte, war auf einmal kaum mehr jemand für mich da, als es ernst wurde.
An dieser Stelle spielte es eine entscheidende Rolle für mich, Ruhe einkehren zu lassen. Das Thema der Spiritualität wurde für mich immer wichtiger. Aber keine Sorge, hier geht es nicht um einen religiös inspirierten Esoteriktrip. Vielmehr verstehe ich Spiritualität vor allem in ihrem klassischen Sinne. Es geht um das Geistige aller Art, sei es Kreativität, Meditation, Lesen oder vielleicht Schreiben. Es geht ganz einfach darum, sich Zeit dafür nehmen und zu schauen, wo man steht. Im Leben und in seinem Umfeld. Denn nicht alles, was zu glänzen scheint, tut es auch auf den zweiten Blick.
Natürlich blieb und bleibt auch das Thema Ernährung ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und dieses Buches. Insbesondere durch meinen Job als Model musste ich mich schon früh damit auseinandersetzen, wie ich meine Figur fit halte und mich entsprechend nach außen präsentiere. Allerdings habe ich in dieser sehr intensiven und ruhigen Lebensphase meine Wahrnehmung auf die Materie ein wenig verändert. Damals entschied ich, dass es fortan nicht nur um das richtige Gewicht gehen sollte und darum, die Modelmaße zu erreichen, die mir den nächsten Job ermöglichten. Ich wollte gesund sein, für meine Tochter und natürlich auch für mich. Und trotzdem musste ich auch schnellstmöglich wieder als Model arbeiten können, denn nur so würde ich ausreichend Geld verdienen, um Daliah ein angemessenes Leben zu ermöglichen. Ich begann ein Studium der Ernährungswissenschaften und bin mittlerweile zertifizierter Healthcoach. Das Studium half mir dabei, noch besser zu verstehen, wie eng in einem holistischen, also ganzheitlichen Konzept Ernährung und gesunde Seele zusammenhängen. Es vervollständigte, woran ich seit Monaten arbeitete: mich selbst wirklich kennenzulernen. In dieser Zeit der Introspektion setzte ich eine Struktur auf, anhand derer ich mich zurück ins Leben arbeitete und die ich in diesem Vorwort auch schon nach und nach habe anklingen lassen: die sechs Säulen des Wohlbefindens zu den Themen Beziehungen, Spiritualität, Sexualität, Ernährung, Beauty und Sport.
Jede einzelne von ihnen ist heute ein wichtiger Aspekt dieses Buches, das eine Hilfestellung für jeden sein soll, der sich auf die Suche machen möchte nach einem ausgewogenen Leben und einem gesunden Körpergefühl. Hier geht es um eine ausbalancierte Ernährung, aber vor allem auch um die seelische Gesundheit, das zwischenmenschliche Miteinander, um den körperlichen Ausgleich mit Sport, die Freude an der eigenen Sexualität und sicherlich auch um finanzielle Sicherheit. Es geht darum, die Beziehung zu dir selbst zu pflegen, aber auch zu anderen.
Du kannst soviel Brokkoli essen wie du willst, aber wirklich innerlich schön wirst du nicht davon. Um dich gut zu fühlen und nach außen zu strahlen, gehört einfach mehr dazu.
Eine Formel zur Instantdiät gibt es ebenso wenig wie den Code zum Instant-Happy-Sein. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht, der aber auch unheimlich viel Spaß macht und am Ende das Leben auf so vielen Ebenen mehr bereichert.
Vielleicht geht es dir manchmal ähnlich und du fragst dich, ob du mit deinen Problemzonen, seien sie körperlicher oder seelischer Natur, alleine dastehst. Das tust du nicht. Denn wir alle kämpfen am Ende des Tages doch mit ähnlichen inneren Dämonen.
Ich habe mir oft eine helfende Hand gewünscht, die mir mit Klarheit und Struktur etwas Licht ins Dunkle bringt. Die mir den Alltag erleichtert und mit einer Anleitung zum »Sich-selber-finden« den Weg verkürzt. Ich glaube, jeder von uns kann eine solche Unterstützung hin und wieder gebrauchen. Und manchmal sind es auch scheinbar ganz banale Dinge, wie der richtige Ernährungsplan oder das adäquate Work-Out-Programm, die den Alltag vereinfachen und uns einen kleinen Schritt voranbringen. Eine wichtige Erfahrung war zum Beispiel für mich, dass es leichter ist, sich kleine Ziele zu stecken, denn so stellen sich auch schneller Erfolgserlebnisse ein. Wer sich vornimmt, von heute auf morgen sein gesamtes Leben umzukrempeln, wird es schwer haben, denn die Psyche kommt gar nicht hinterher. Sich zu verändern ist nicht leicht und wir brauchen als Belohnung Erfolgserlebnisse, damit sich festgefahrene Strukturen nachhaltig auflockern. Deswegen heißt es: erreichbare Ziele setzen und einem gut geordneten Prinzip folgen. Sich nicht zu sehr selbst geißeln, sondern das Leben genießen. Und dazu gehört auch, sich seine vermeintlichen Laster zu gönnen. Denn von Selbstkasteiung bin ich weit entfernt.
Das Leben soll Freude bereiten, in all seinen Facetten.Und wenn wir dabei gerne Wein trinken, tanzen gehen oder Schokolade essen – das ist und muss erlaubt sein.
Und so macht nicht nur die Suche nach dem Glücklichsein richtig Spaß, sondern auch das Projekt, sein körperliches Ideal zu finden, ob das nun Gewichtsverlust, Fitness oder eine ausgewogene Ernährung bedeutet.
Ich will kein Plädoyer für den perfekten Lebensweg verfassen oder jemandem ein Dogma vorgeben, was richtig oder falsch ist. Dein Weg ist in dir, so wie meiner in mir ist. Er ist in deinem Leben, in deiner Wahrheit, du musst ihn nur sehen lernen. Was wir aber tun können: Unsere Erfahrungen miteinander teilen. Und das möchte ich mit diesem Buch. Mir geht es darum, in einen Austausch mit mir und mit dir zu kommen. Schattenseiten gehören auch zum glücklichsten Leben dazu. Wir können lernen, mit ihnen umzugehen und persönlich an ihnen zu wachsen. Und vielleicht können die Werkzeuge, die mir geholfen haben, ein ausgeglichenes und reicheres Leben zu führen, auch für andere eine Hilfestellung sein. Denn die schönsten Menschen sind jene, die mit sich selbst zufrieden sind.
