Haustiere - Atlant GmbH - E-Book

Haustiere E-Book

Atlant GmbH

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Beschreibung

Dieses Mini-Lexikon stellt mit vielen farbigen Aufnahmen die beliebtesten Haustiere (Saeugetiere, Reptilien, Amphibien und Insekten) vor, die fuer die Haltung eines jeden interessierten Tierfreunds geeignet sind. Jedem Tier sind zwei Seiten mit vielen nuetzlichen Informationen gewidmet. Geschriftliches wird beleuchtet, wie auch das Verhalten der Tiere in freier Wildbahn. Arten und Rassen, Besonderheiten bei der Haltung in Gefangenschaft, Fuetterung und Zuechtung werden beschrieben und Empfehlungen gegeben, welche die Auswahl eines passenden Tieres erleichtern und Ihnen so helfen, schon im Vorfeld Fehler zu vermeiden, die sich abtraeglich auf die Gesundheit oder das Verhalten des Tieres auswirken Koennten. Die kompakte Groesse der Edition macht dieses Nachschlagewerk zum einem praktischen Begleiter, insbesondere enthaelt es wertvolle Tipps, falls Sie bei der Haltung einmal mit Problemen konfrontiert werden.

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Seitenzahl: 79

Veröffentlichungsjahr: 2013

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UDK 636(031) Ha453

Herausgegeben von

A. Sharonov

Umschlaggestaltung

L. Korsakova

Satz und Layout

L. Korsakova

Prepress

J. Gezentsvey, A. Yaskevich

Ha453Haustiere. Mini-Lexikon.- Vilnius: UAB „BESTIARY“, 2011. - 64 S., Il.

Das Buch stellt mit vielen farbigen Aufnahmen die beliebtesten Haustiere (Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Insekten) vor, die für die Haltung eines jeden interessierten Tierfreunds geeignet sind. Die kompakte Größe der Edition macht dieses Nachschlagewerk zu einem praktischen Begleiter, insbesondere enthält es wertvolle Tipps, falls Sie bei der Haltung einmal mit Problemen konfrontiert werden.

Haustiere Anatolij Gusakov Published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de Copyright: © 2012 Anatolij Gusakov

KATZEN

Nach den neusten Erkenntnissen wurde die Katze ungefähr vor 9500 Jahren domestiziert. Die Vorfahren der modernen Haustiere waren wahrscheinlich die Steppenkatzen (Felis silvestris lybica), die bis heute im Norden Afrikas, in Südeuropa und in Asien verbreitet sind. Früher schätzte man die Katze für ihre unübertroffene Hilfe bei der Bekämpfung von Nagetieren, die die Ernte bedrohten. In Ägypten wurde z.B. nicht nur das Töten sondern auch das schlechte Behandeln von Katzen mit dem Tod bestraft. Ihr Fähigkeit, gegen kleine Nager vorzugehen, hat nicht an Wert verloren, vor allem im ländlichen Bereich. In der Stadt sind sie vor allem in der Rolle des charmanten und interessanten Gefährten beliebt. Katzen jagen allein; ihre natürliche Nahrung besteht aus kleine Vögeln, Nagetieren und Fischen. Verwildete Hauskatzen gewöhnen sich schnell an diese Nahrung; sie sind geschickte, ausdauernde und erfolgreiche Jäger. Darunter leiden besonders die Singvögel während der Brutzeit, da Katzen hervorragende Kletterer sind und deren Nester ausheben. Dafür sind sie keine besonders ausdauernden Läufer, aber können gut sprinten. Katzen verteidigen ihr Revier vor Artgenossen. Dabei kann es zu enrsthaften Auseinandersetzungen kommen, die nicht selten mit Blessuren enden. Heute gibt es mehr als 200 Hauskatzenrassen, die sich in Größe (bis zu 15 kg schwer), Färbung, Felllänge (manche Katzen haben gar kein Fell), Kopf- und Ohrenform usw. unterscheiden.

Die Katzenhaltung ist nicht besonders kompliziert. Man braucht nicht viel Platz und keine besonderen Voraussetzungen. Man kann im Handel ein spezielles Häuschen kaufen, wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm - die Katze sucht sich selbst ihren Schlafpatz. Ein Kratzbaum ist empfehlenswert, da sie sich sonst an Möbeln, Teppichen und Tapeten die Krallen schärft und diese beschädigt. Katzen sind sehr reinlich, werden sehr früh stubenrein (besonders wenn man das Katzenklo mit Katzenstreu füllt), pflegen ihr Fell und lecken es regelmäßig sauber. Katzen werden nur im Ausnahmefall gebadet.

Besondere Verhaltensweisen

Wer eine Katze hält, muss bereit sein, sie frei laufen zu lassen. Einer Katze beizubringen, nicht auf Polstermöbel, Anrichten, Schränke und Sessel zu klettern, ist unrealistisch. Die Tiere schlafen die meiste Zeit, sie sind am Tag zwischen 4 und 10 Stunden aktiv. Junge Katzen sind sehr verspielt. Mit der Zeit werden sie jedoch ruhiger und kuscheln gerne in einer gemütlichen Ecke. Es besteht teilweise die Meinung, dass sich die Katze im Unterschied zum Hund an das Haus und nicht an das Herrchen gewöhnt. Das stimmt jedoch nicht: die Katzen unterscheiden Menschen sehr gut, können einem Familienmitglied treu sein, bei einer Person besonders anhänglich sein und aus verschiedenen Gründen bestimmte Personen auch meiden.

Fütterung

Als es noch kein spezielles Futter zu kaufen gab, fütterte man die Tiere mit Fleisch, Pansen, Fisch, Milch und saurer Sahne. Heutzutage wird dieses Futter von den meisten Fachleuten abgelehnt - das Futter, das es zu kaufen gibt, ist wissenschaftlich getestet unf enthält alle notwendigen und altersgerechten Zutaten, um die Katze gesund zu erhalten. Ab und zu gibt man den Tieren Hafer, Weizen oder auch Gras aus umweltfreundlichem Anbau.

Zucht

Die Katzenzucht ist einfach. Die Weibchen werden ungefähr mit 8 Monaten geschlechtsreif, die Männchen mit 9-10Monaten. Die Trächtigkeit dauert etwa 2 Monate. Die Katzenbabys kommen absolut ungeschützt, taub und blind zur Welt.

HUNDE

Archäologen, die sich auf Ihre Funde berufen, und Kynologen bestätigen, dass der Hund seit ewigen Zeiten der Freund des Menschen ist. Die ersten Versuche zur Domestizierung des Wolfs gehen bis in die Steinzeit zurück. Schon vor ungefähr 10.000 Jahren begannen die Menschen, die klügsten, und am besten für die Jagd oder zum Schutz geeigneten Vertreter der Gattung Wolf gezielt auszuwählen. Der Wolf begann, mit dem Menschen

zusammen zu leben und sich ihm unterzuordnen, d.h. er wurde zum Hund. Offensichtlich beginnt damit auch die Geschichte der Hundezucht, der Arbeit des Menschen zur Züchtung verschiedener Rassen der vierbeinigen Helfer.

Nach Angaben der Forscher begann dieser Prozess in Asien, woher die Hunde dann zusammen mit dem Menschen auf die anderen Kontinente ausgewandert sind. Die ersten Hundezuchtvereine, nationale und internationale kynologische Organisationen, entstanden erst im 19. Jahrhundert. Nach inoffiziellen Daten gibt es heute auf der Welt etwa 5000 Hundearten, von denen viele nur auf dem Papier existieren, da es keine zuverlässigen Daten darüber gibt, ob es noch lebende Exemplare gibt. Sie sind in vier Gruppen unterteilt. Drei von ihnen enthalten vor kurzem gezüchtete Rassen, die als Wachhund, Hütehund und für die Jagd spezialisiert sind. Die vierte Gruppe der primitiven Hunde ist genetisch am engsten mit dem Vorfahren, dem Wolf, verwandt. Es ist interessant, dass die meisten Zier-rassen und Begleithunde früher auf ganz andere Tätigkeiten spezialisiert waren: sie wurden als Jagdhunde, Rattenfänger, Wachhunde usw. gezüchtet.

Die Art der Hundehaltung hängt von der Rasse ab. Während manche Rassen unbedingt im Freigehege gehalten werden müssen (Polarhunde z.B. leiden bei der Haltung im Haus), fühlen sich andere im gemütlichen Sessel von Herrchen viel besser als draußen. Manche brauchen viel Auslauf im Wald, viel Bewegung, Spiel und Auslastung, andere sind schon mit langsamen Spaziergängen zufrieden. Wesentliche Unterschiede gibt es auch bei der Fell- und Krallenpflege, und bei der Ausbildung (für Jagdhunderassen zum Beispiel das Abrichten und Apportieren).

Besondere Verhaltensweisen

Das Halten von Hunden bringt eine große Verantwortung mit sich. Jede Rasse hat ihre Eigenarten und ihre Vertreter legen eigene besondere Verhaltensweisen an den Tag, die der Hundehalter kennen muss, sonst kommt es möglicherweise zu Fehlern bei der Aus- und Weiterbildung. Es ist z.B. wenig erfolgversprechend, aus einem Schoßhund oder Boxer einen Jagdhund machen zu wollen. Genauso macht die Haltung eines Jagdhundes als Begleithund oder Schmusehund keinen Sinn. Manche Tiere lieben es, auf den Arm genommen zu werden, andere haben ein zu starkes Selbstbewusstsein und mögen solche „Schmuseeinheiten" nicht. Allen gemeinsam ist jedoch, dass man zweimal am Tag mit Ihnen Spazieren gehen muss.

Fütterung

Der Hund ist ein Raubtier. Sein Futter sollte überwiegend aus Fleisch bestehen. Außerdem muss das Tier Vitamine bekommen und die Möglichkeit haben, frisches Gras zu fressen. Es gibt viele verschiedene Futtersorten sowohl für junge als auch für erwachsene Tiere. Lassen Sie sich, was das Futter angeht, von einem Tierarzt beraten. Frisches Wasser soll immer vorhanden sein. Hunde trinken öfter am Tag, auch kleine Mengen.

Zucht

Geschlechtsreif werden die meisten Hunde mit 12 Monaten. Die Trächtigkeit dauert etwa 60 Tage. Neugeborene Hunde sind blind und zahnlos. Nach ungefähr 2 Wochen können sie sehen, nach 3 Wochen bekommen sie die ersten Zähne. In der Regel verbieten Hundeklubs die Paarung von unterschiedlichen Rassen, falls es sich nicht um die Züchtung neuer Rassen handelt.

HAMSTER

Hamster gehören zur Überfamilie der Mäuseartigen und hier zur Familie der Wühler (Cricetidae). Diese Familie umfasst etwa 600 Arten und 100 Gattungen. Sie kommen auf dem amerikanischen, eurasischen und afrikanischen Kontinent vor. Hamster sind sehr ängstlich. In Freiheit haben sie viele Feinde und sind leichte Beute für Raubvögel, Raubtiere, Schlangen oder große Eidechsen. Bei Gefahr verstecken sich Hamster in ihrem Bau. Für die Käfighaltung eignen sich der Goldhamster, der Syrische Goldhamster (Mesocricetus auratus), der Chinesische Hamster (Cricetus griseus), der Campbell-Zwerghamster (Phodopus campbelli); seltener werden der Dsungarische Zwerghamster (Phodopus sungorus) und der Roborow-

ski-Zwerghamster (Phodopus roborowskii) gehalten, wobei die letzten drei Arten in der Art der Dsungarischen Zwerghamster zusammengefasst werden. Interessant ist, dass der Syrische Goldhamster erstmals 1839 vom Naturwissenschaftler Waterhaus wissenschaftlich beschrieben wurde. Und erst 1930 gelang es dem Professor Arachoni, Professor für Zoologie aus Jerusalem, einen Hamster zu fangen. Das geschah in der Nähe von Aleppo, einem Ort in Syrien.

Bis heute wurden viele Rassen und Farben gezüchtet, die in der ganzen Welt sehr beliebt sind. Die Vielzahl der Farben wächst immer weiter: Diese Tiere sind sowohl für professionelle Züchter, als auch für Tierfreunde von besonderem Interesse. Die Haltungsbedingungen für Hamster, egal welcher Art sie angehören, unterscheiden sich kaum und der Pflegeaufwand ist gering. Ihr freundlicher Charakter, das niedliche Aussehen und ihr lustiges Benehmen macht diese winzige Nager zu besonders beliebten Haustieren. Hamster werden in Gefangenschaft etwa drei Jahre alt.

Hamster werden in Käfigen mit engem Gitter oder in einem Aquarium gehalten. Üblicherweise stellt man ihnen ein Holzhäuschen in den Käfig. Als Einstreu eignen sich Holzspäne. Der Käfig sollte mit kleinen Aststümpfen, Ästen und Zweigen ausgestattet sein; das sieht schön aus und bietet den Hamstern die Möglichkeit, ihre Zähne abzuschleifen. In der Regel wählen Hamster einen festen Platz als Toilette - dort muss das Streu häufig erneuert werden. Das Hamsterhäuschen muss innen regelmäßig kontrolliert werden. Hamster haben die Angewohnheit, dort Vorräte zu sammeln, die mitunter verderben können. Hamster sind sehr aktive Tiere, sie müssen sich viel bewegen. Hierfür eignen sich am besten Labyrinthe, die den Höhlen der Hamster in freier Wildbahn ähneln.

Besondere Verhaltensweisen

Hamster sind nachtaktiv, tagsüber schlafen sie die meiste Zeit. Werden neue Gegenstände im Käfig platziert, kann es sein, dass der Hamster sie anknabbert. Daran sollten Sie bei der Wahl des Spielzeugs denken. Hamster sind reine Einzelgänger, sie leben am liebsten allein. Trotzdem ist es möglich, sie in einer Gruppe zu halten, besonders wenn die Tiere von klein auf zusammenleben. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, ausgewachsene Tiere zusammen in einen Käfig zu setzen.

Fütterung