Heilen mit der Kraft des Geistes - Ingo Dr. Rudolf - E-Book

Heilen mit der Kraft des Geistes E-Book

Ingo Dr. Rudolf

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Beschreibung

Viele Menschen wünschen sich Heilung auf körperlicher und zugleich seelischer Ebene. Dr. Ingo Rudolf hat im Laufe seiner langjährigen Erfahrung als praktizierender Neurologe eine Methode entwickelt, die zur Tiefenheilung führt. Er zeigt den Weg, die Dualität der Gefühle zu überwinden, um in die Einheit mit sich selbst zu gelangen. Übungen und Meditationen helfen, unsere krankmachenden Schattenanteile wie Ängste, Stress oder Wut zu versöhnen. Die Herzintelligenz, gespeist aus dem Urgefühl bedingungsloser Liebe, kreiert eine positive Vision unserer selbst und führt in ein völlig neues Leben.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 161

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Dr. med. Ingo Rudolf

Heilen mit der Kraft des Geistes

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Großartigkeit

nymphenburger

www.nymphenburger-verlag.de

© für die Originalausgabe und das eBook: 2019 nymphenburger in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München

Bildnachweis

Mit 14 Illustrationen von Ines Saalfrank – visami Konzeptmarketing und einem Autorenfoto von Christian Paßmann

Haftungsausschluss

Alle Angaben in diesem Buch erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen.

Der Verlag und der Autor übernehmen keinerlei Haftung für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, die aus der Anwendung der vorgestellten Materialien und Methoden entstehen können.

© 2019 nymphenburger in der

F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, Stuttgart.

Alle Rechte vorbehalten

Projektleitung: Stefan Raps, unter Mitarbeit von Monika Riedlinger

Redaktion: Anne Bleick

Produktion: Angela List und Wolfgang Heinzel

Schutzumschlag: Studio LZ, Stuttgart unter Verwendung eines

Fotos von Christian Paßmann

Satz und E-Book Produktion: Satzwerk Huber, Germering

ISBN 978-3-485-06163-6

Unser gesamtes Programm finden Sie unter nymphenburger-verlag.de.

Das Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt.

Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig.

Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung in und Verarbeitung

durch elektronische Systeme.

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische

Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Inhalt

Warum dieses Buch?

Entweder – oder?

I. KAPITEL: DIE GRUNDLAGEN VERSTEHEN

Holografisches Weltbild: Wir haben alles in uns

Polarität, Dualität: Es gibt immer hell und dunkel

Schatten: unsere unbewussten, ungeliebten Anteile

Projektion: »Die anderen sind schuld«

Resonanzgesetz: Das Außen spiegelt unser Inneres

Bewusstsein: der Schlüssel zum Leben

II. KAPITEL: WIE KANN HEILUNG GESCHEHEN?

Treffen Sie eine Wahl: Annahme – Widerstand

Den Schatten integrieren

Absicht Herz Hirn

Entwickeln Sie eine Vision

Wie Sie Ihre Vision verwirklichen können

Einige Worte zum Thema Stress

Meditation: Zugang zu unserem wahren Selbst

Warum Veränderung so schwierig ist und was wir dafür tun können

III. KAPITEL: LIEBE UND MITGEFÜHL SIND DIE SCHLÜSSEL ZUR EINHEIT

Die Kunst der Alchemie

Bedingungslose Liebe und Mitgefühl

In die Einheit kommen

IV. KAPITEL: PRAKTISCHE MEDITATIONSANLEITUNGEN

Vorbereitung

Schattenmeditation

Vergebungsmeditation

Meditation – bedingungslose Liebe

Einheitsmeditation

Zusammenfassung der zentralen Gedanken

Glossar

Quellen

Danksagung

Register

Autorenvita

Widmung

Ich widme dieses Buch meiner geliebten Familie und allen Suchenden.

Warum dieses Buch?

Und warum von mir? Alles was in diesem Buch steht, ist schon hundertmal gesagt und geschrieben worden. Zu allen Zeiten. Von vielen Menschen. Und doch glaube ich, dass die Kombination neu ist. Durch meine Arbeit als Arzt und Homöopath kommen viele Patienten mit ihren Problemen zu mir in meine Praxis. Viele grundlegende Themen wiederholen sich dabei. Und so entstand der Wunsch in mir, mögliche Lösungsstrategien in einem Buch vorzustellen.

Entsprechend habe ich versucht, aus verschiedenen Konzepten eine Essenz herzustellen, die aus meiner Sicht geeignet ist, ein anderes, ein freieres und freudvolleres Leben zu leben. Die Kombination entspricht mir und hat mir in meinem Leben immer wieder geholfen.

Im Nachfolgenden gebe ich einen kurzen Abriss über das Buch. Sehen Sie es als Kurzzusammenfassung an. In den einzelnen Kapiteln gehe ich dann näher auf die Themen ein.

Zunächst gratuliere ich Ihnen zum Kauf dieses Buches. Es zeigt, Sie sind bereit. Sie sind bereit, eine Veränderung in Ihrem Leben vorzunehmen. Sie sind bereit, die volle Verantwortung für Ihr Leben zu übernehmen. Ich werde Sie aus Ihrer Komfortzone locken. Ich gehe mit Ihnen an Ihre selbst gesteckten Grenzen und – wenn Sie wollen – darüber hinaus. Wir werden durch viele Höhen und Tiefen gehen. Aus meiner Sicht ist es ein lohnender Weg. Sie müssen sich selbst gegenüber ehrlich sein. Sie sind eingeladen, sich die Geschichten in Ihrem Leben anschauen – so wie sie sind, nicht wie Sie sie gerne hätten.

Es wäre günstig, wenn Sie zunächst den theoretischen Teil durcharbeiten, um tatsächlich vom Buch profitieren zu können. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass, sobald man über Textpassagen hinwegliest, ohne sie verstanden zu haben, die Aufmerksamkeit rapide abnimmt. Ich lade Sie daher ein, sich unvoreingenommen die einzelnen Kapitel in Ruhe durchzulesen. Erst wenn Sie sie wirklich verstanden haben, lesen Sie weiter! Machen Sie sich gern Notizen, reflektieren über das Gelesene und stellen Sie Verbindungen zu Ihrem Leben her. Auch hier – seien Sie ehrlich. Alles darf da sein: alle Gefühle, Verurteilungen, Wertungen und Überzeugungen. Im Laufe des Buches werden Sie sich auf die »Schliche« kommen und sich immer besser verstehen.

Einige der Leser werden auf der intellektuellen Ebene »hängenbleiben« und zum Schluss kommen, dass Sie das alles schon wussten. Einige werden mit den Ideen in diesem Buch nicht konform gehen, was völlig in Ordnung ist. Aber einige – und für die ist dieses Buch geschrieben worden – werden die Ärmel hochkrempeln und sich an die Arbeit machen. Und ich verspreche Ihnen, es wird sich lohnen. Durch die Arbeit mit diesem Buch können wir Lösungen für unser Leben erarbeiten. Alles dazu ist in uns angelegt. Wir werden niemals Lösungen für unser Problem im Außen, in der Umwelt, finden. Nur in uns selbst ist der Schlüssel, der uns hilft, ein freudvolles und erfülltes Leben zu leben. Wir hoffen auf eine Veränderung unserer Umstände, wünschen uns andere Menschen in unserem Umfeld, eine bessere Arbeit, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Gerechtigkeit – und suchen danach im Außen. Dort werden wir es nur selten finden. Wenn überhaupt!

Aber wenn wir begreifen, dass unser göttlicher Kern, die Lösung bereits hat und wir nur zugreifen müssen, schöpfen wir aus unserem Potenzial. Entscheidend dafür ist die Bereitschaft zur Veränderung. Gehen wir vom Außen nach Innen und schauen uns alles an, was wir vorfinden. Wer wir sind. Wie wir leben wollen.

Wir leben in einer sich verändernden Welt. Die alten Systeme fallen zusammen – die neuen Systeme entstehen, sind aber noch nicht vollständig. Wir erleben Krieg, Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit und verheerende Umweltkatastrophen. Viele Bekannte in unserem Umfeld oder innerhalb der Familie erleben Krisen und Dramen. Wollen wir darauf warten, dass sich die Welt verändert oder sind wir die Veränderung? Wir haben zwei Möglichkeiten zu lernen. Entweder durch Krisen, Krankheitssymptome und Diagnosen. Oder wir treffen bewusst eine Entscheidung, um voller Freude an der Veränderung zu arbeiten. Wozu entscheiden Sie sich?

Wir denken ca. 60.000–70.000 Gedanken am Tag.1 90% sind identisch mit denen von gestern. Daraus resultieren unsere Glaubenssätze, Verhaltensweisen und schließlich unsere Persönlichkeit. Wenn ich aber immer das gleiche tue, die gleichen Leute zur gleichen Zeit treffe, wie soll sich etwas verändern? Mein Leben wird vorhersehbar. Wir leben in Gewohnheiten. Wer ist aber für Ihre Gewohnheiten verantwortlich? Ihre Eltern? Die Gesellschaft? Die Politiker? Wenn Sie sich ein anderes Leben wünschen, müssen Sie sich Ihr Leben anschauen und bereit sein, Ihre Gewohnheiten zu durchbrechen. Sie haben die Möglichkeit zu jemand anderem zu werden! Nach der indischen Schöpfungsgeschichte schuf Gott zunächst die Muschel und danach den Adler. Dem Menschen gab er die Möglichkeit zu wählen: langweilige Muschel oder aufregender Adler. Eigentlich eine klare Entscheidung. Die meisten Menschen wählen jedoch die Muschel: Klappe auf, Wasser rein, Klappe zu, Klappe auf, Wasser raus, Klappe zu … Sie leben ihr Leben unter ihren Möglichkeiten. Wir haben aber auch die Möglichkeit, das Leben eines Adlers zu leben. Dann sind wir frei und voller Leichtigkeit. Der Preis dafür ist, an sich zu arbeiten, sich für seine Ziele einzusetzen. Harte Arbeit, ein ständiges Lernen und Wachsen. Meinen Sie ein Adler würde überleben, wenn er die Herausforderung nicht annimmt und für sein Leben kämpft?

Seien Sie ein Adler und erreichen Sie die höchsten Gipfel.

Dieses Buch handelt natürlich auch von mir. Sonst würde ich es nicht schreiben. Lange habe ich als Muschel gelebt. Ich wollte es allen recht machen – Harmonie um jeden Preis. Um den Preis meines Lebens. Da ich aus meinen Konditionierungen nicht herausgehen wollte, musste ich den harten Weg gehen. Eine lebensbedrohliche Erkrankung rüttelte mich auf. Ich musste mich entscheiden. Es hat aber noch lange gedauert, bis der Druck so groß wurde, dass ich mich verändern musste. Ich musste mir meine Ängste und Zweifel anschauen und mich entscheiden. Bleibe ich eine Muschel und verachte mich weiter oder mache ich mich an die Arbeit und werde ein Adler.

Die »Büchse der Pandora« wurde aufgemacht und ich fand viel Dunkelheit. Alle meine Anteile von Wut, Angst, Selbstvorwürfen und Verachtung kamen auf mich zu. Solange ich jemand anderen für meine Situation verantwortlich gemacht hatte, konnte ich das Problem nicht lösen. So musste ich mir meinen Schatten anschauen – meine dunklen nicht geliebten Anteile – und auch diese akzeptieren. Akzeptieren allein reicht aber nicht aus – wir müssen sie annehmen, integrieren und schließlich lieben. Dadurch werden wir ganz. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit. Ich hatte aber viele Unterstützer in meiner Familie und in meinem Umfeld. Niemandem werfe ich irgendetwas vor. Alle haben zu dem Zeitpunkt so gehandelt, wie es ihr Bewusstseinsstand und Glaubenssystem zuließ. Und der Prozess geht noch weiter. Wohl ein Leben lang.

Ich habe durch alle viel gelernt – über mich (Resonanzgesetz).

Sobald Sie sich aber Ihrem dunklen Anteil stellen, wird es ungemütlich. Seien Sie gewiss, es wird Ihr Leben verändern. Was ist wohl passiert, als ich mich entschieden hatte, jemand anderes zu werden? Anzufangen mit meiner Eigenliebe – es nicht mehr allen recht machen? Es wurde ungemütlich. Für mich und mein Umfeld. Ich erfüllte nicht mehr die Erwartungen der anderen. Wenn man einen im System verändert, so verändert man das gesamte System, ob die anderen das wollen oder nicht. So zerbrachen alte Freundschaften, ich kündigte meinen Job als Oberarzt in der Klinik – machte mich als Neurologe und Homöopath selbständig – und fing an, immer mehr Verantwortung für mich und meine Entscheidungen zu übernehmen. Andere Menschen traten in mein Leben und ich ging leidenschaftlich Schritt für Schritt weiter. Ich bereue nichts. Ich würde es immer wieder genauso tun. Natürlich muss ein Adler ums Überleben kämpfen, aber ich wollte nicht mehr eingesperrt auf dem Meeresboden liegen, ich wollte Freiheit.

Das erste Kapitel handelt von den theoretischen Grundlagen. Wir nähern uns der Einheit über das holografische Weltbild. Dieses besagt, dass in jedem Teilchen das Ganze enthalten ist. Wir haben somit alle Qualitäten in uns. Seien es »gute« oder »schlechte« Anteile. Jedes Stück des Universums enthält – unabhängig, wie oft wir es zerlegen – die Intelligenz des Ganzen.

Wir gehen dann weiter zur Polarität/Dualität. Hierbei handelt es sich um ein Grundprinzip im Universum. Es gibt zu allem ein Gegenstück. Das eine bedingt das andere. Nur wenn wir beides akzeptieren, gelangen wir in die Einheit. Den Anteil von uns, den wir nicht haben wollen (das Gegenstück der Polarität, z.B. Wut) drücken wir in unsere unbewussten Anteile. So sehen wir diesen nicht mehr. C.G. Jung2 nannte diesen Anteil Schatten. Er liegt hinter mir und ich kann ihn deshalb nicht sehen. Da wir in der Regel nur unsere lichten Anteile sehen wollen, projizieren wir die dunklen Anteile auf andere. Damit geben wir die Verantwortung ab und warten auf eine Lösung unseres Problems im Außen. Wie wir im Laufe des Buches feststellen werden, ist so eine Lösung undenkbar, und wir verschieben das Problem immer weiter.

Wenn wir den Urknall als Entstehungsgeschichte gelten lassen, so ist es schon verwunderlich, dass Antimaterie und Materie genau im Verhältnis 30000000:30000001 entstanden sind.3 Weiterhin ist es erstaunlich, dass die Welt sich so entwickelt hat, wie wir sie kennen. Was erwarten wir nach einer Explosion (… und es muss eine gewaltige Explosion gewesen sein!)? Unordnung und Chaos. Wieso hat sich dann aber so eine Ordnung eingestellt?

Ich vermute, dass es eine große Intelligenz, ein großes Bewusstsein, geben muss, das Gleichgewicht anstrebt. Unser Bewusstsein ist mit diesem größeren Bewusstsein verbunden. Wie wir im Kapitel über Bewusstsein feststellen werden, hat dieses Einfluss auf Materie und ist für unseren Seinszustand verantwortlich. Wir müssen lernen, das anzunehmen, was ist. Sobald wir in den Widerstand gehen, werden wir kämpfen, angreifen, beschuldigen und verletzen.

Wir gelangen im zweiten Kapitel zum Thema »die Wahl der Annahme«. Hierüber gehen wir an die eigentliche Schattenarbeit und werden erkennen, dass der Schatten ein großes Geschenk für uns hat. Aber nur wenn wir bereit sind, unsere Totalität anzunehmen und die Projektionen zurücknehmen. Wenn wir bereit sind, anzuerkennen, dass wir einen Schatten haben, können wir uns mit diesem Anteil versöhnen. In der Stille gelangen wir zu unserem Kern, der auch unsere dunklen Anteile beherbergt. Durch liebevolle Annahme und Akzeptanz fangen wir an, diese ungeliebten Anteile zu integrieren. Darüber können wir im Verlauf eine klare Absicht von uns und unserem Leben definieren. Wir lernen die Herzintelligenz kennen. Unser Gehirn sucht dann nach Lösungen, wie wir unsere Herzenswünsche umsetzen können. Wir fangen an, Visionen von uns zu entwickeln und werden uns damit beschäftigen, wie wir Sie verwirklichen können. Über den Zugang von Stress – und wir haben alle »Stress« – werden wir erkennen, dass unsere Gedanken eine Auswirkung auf unseren Körper haben. Um den Prozess der Integration der Schattenanteile voranzubringen, müssen wir einen Zugang zu unserem Innersten finden. Wir lernen die Meditation kennen. Nach der tibetischen Übersetzung und Bedeutung heißt Meditation: sich mit sich selbst vertraut machen. Auf diese Weise bekommen wir Zugang zu unseren unbewussten Anteilen. Wir lernen unsere polaren Anteile kennen und können diese integrieren.

Wenn ich in meiner Praxis mit Patienten an diesen Konzepten arbeite, finden viele, dass es sich theoretisch einfach und logisch anhört. Die Umsetzung im Alltag gestaltet sich aber als schwierig. Im weiteren Verlauf gebe ich daher Anregungen und stelle Probleme vor, die auftauchen könnten und wie man diese lösen könnte. Über die Polarität verwickeln wir uns in »die Welt« (die nur eine Projektion unserer inneren Anteile darstellt). An einem Wendepunkt leiten wir die Evolution ein und beginnen, uns zu entwickeln. Wenn wir aber immer das Gleiche denken und tun, dann ist es nur konsequent, dass wir diese Repräsentation in unserem Körper fühlen.4 Das Gefühl führt über einen Rückkoppelungsmechanismus zum Gehirn erneut dazu, dass wir den entsprechenden Gedanken haben. So bauen wir nach und nach eine Persönlichkeit auf. Wenn wir aber unsere Persönlichkeit verändern wollen, dann möchte der Geist das eine und der Körper etwas anderes. So befinden wir uns in diesem Spannungsbogen und relativ häufig »gewinnt« der Körper. Als zusätzliches Problem kann es passieren, dass wir selbst nicht an die Möglichkeit einer Veränderung glauben. Um aber weiter an der Veränderung/Integration zu arbeiten, ist es unabdingbar, dass wir einen wertfreien Raum schaffen. Wir bewerten und verurteilen uns und andere so schnell, dass wir es meistens gar nicht mehr mitbekommen. Nutzen wir unser Bewusstsein, um diesen Kreislauf zu durchbrechen, und nehmen wir alles an, was ist. Wenn wir mit der Veränderung starten, ist es wichtig, Momentum aufzubauen. Am Anfang einer Bewegung benötigen wir viel Kraft und Anstrengung. Durch Disziplin und Ausdauer werden wir Bewegungskraft aufbauen und dadurch schneller unsere Ziele erreichen. Bringen wir unsere Wünsche und Handlungen in Einklang, so gehen wir in Richtung unserer Vision.

Im dritten Kapitel beschäftigen wir uns mit der Kunst der Alchemie, lernen die bedingungslose Liebe und das Mitgefühl als Schlüssel zur Einheit kennen. Alchemie bedeutet, dass aus etwas Unedlem etwas Kostbares entsteht. Der alchemistische Prozess beschreibt die Vereinigung der polaren Gegensätze. Wir werden feststellen, dass es sich eigentlich nicht um Gegensätze handelt, sondern um zwei Aspekte ein und derselben Sache, die nur in ihrer Ganzheit existieren können. Wir Menschen sind eingebunden zwischen Erde (Materie) und Himmel (Geist). Der Inhalt steht für etwas Unsichtbares, das in der Form zu etwas Sichtbarem wird. Wir werden erkennen, dass Inhalt und Form letztlich dasselbe sind. Um die Polarität zu überwinden, hilft uns die bedingungslose Liebe und das Mitgefühl. Sobald ich mich bedingungslos so annehmen (lieben) kann, wie ich bin – mit all meinen lichten und dunklen Anteilen – dann kann ich auch alle Menschen und Umstände so annehmen, wie sie sind. Indem wir anderen erlauben, so zu sein, wie sie sein möchten, nicht wie wir es möchten, sind wir tätige Liebe – tätiges Mitgefühl. Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist, ist keine Liebe. Sobald wir die Polarität integriert haben, gelangen wir in die Einheit. Dass ist der Moment, wo wir vom Allein-Sein ins All-eins-Sein gelangen. Wir sind von nichts mehr getrennt. Wir sind eins mit der allumfassenden Liebe, die das Universum – und damit uns – geschaffen hat. Durch diesen Bewusstwerdungsprozess kann sich diese Intelligenz durch uns ausdrücken. Im Alltag werden wir gelassener, freudvoller, gegenwärtiger und dankbarer. Wir transmutieren unseren Überlebensmodus und erkennen, dass hinter dem Ärger Mitgefühl wartet. Aus der Angst wird Mut. Wir erkennen die Abhängigkeiten der polaren Anteile und hören auf, dagegen anzukämpfen. Nur durch das Aussöhnen und Integrieren unserer Schattenanteile werden wir ganz und damit heil. Wir befreien uns selbst und erkennen, dass Gott nicht außerhalb von uns ist. Wir sind ein Bewusstsein, das sich durch uns in dieser Welt ausdrückt. Am Ende löst sich der Schatten in Licht auf. Beide Anteile gehen in das Licht der Einheit über. An diesem Punkt erkennen wir die Illusion der Polarität. Wir erkennen die Illusion des Getrenntseins. Wir können begreifen, dass wir diese liebende allumfassende Intelligenz sind. Wir sind Einheit.

Entweder – oder?

Immer mal wieder wird in der Presse diskutiert, wie wirksam alternative Heilmethoden sind. So bilden sich in der Regel zwei Gruppen, die sich unversöhnlich gegenüberstehen. Auf der einen Seite die Vertreter der westlichen Schulmedizin, welche der anderen Seite – den Vertretern alternativmedizinischer Heilverfahren – Scharlatanerie, Heuchelei, »Geldschneiderei« und Betrug vorwerfen. Umgekehrt wird den Vertretern der westlichen Schulmedizin Kälte, Profitgier und Unmenschlichkeit vorgeworfen.

Ein klassisches Beispiel von Polarität. Darum geht es in meinem Buch. Wie wir sehen werden, ist Polarität aber ein Auseinanderfallen zweier Pole, die zusammen ein Ganzes ergeben.

Ich bin ausgebildeter Schulmediziner. Zusätzlich habe ich mich als Homöopath und Kinesiologe ausbilden lassen. In meiner neurologischen Praxis wende ich beide Prinzipien gleichrangig an.

Versucht man, emotionslos auf die Gesundheitsszenerie zu schauen, dann fallen als Erstes die unglaublichen Erfolge der modernen Medizin auf. Bis ans wunderbare grenzende Erfolge zeigen, wie weit die Therapiemöglichkeiten gediehen sind. Immer tiefer dringt die westliche Medizin in die molekularen Strukturen ein und erarbeitet daraus Therapieansätze. Und doch begegnen viele Menschen dem Gesundheitssystem mit Skepsis und Zurückhaltung. Warum?

Vorwürfe an die westliche Schulmedizin sind starke Nebenwirkungen der Medikamente, fehlende Zeit des Arztes für den Patienten, fehlende Empathie, mangelndes Mitgefühl, Zunahme der Kosten und Verstrickungen mit der Pharmaindustrie. Ich werde hier nicht auf die Vorwürfe im Einzelnen eingehen. Spannend ist in diesem Zusammenhang das Gefühl als solches.

Vor 30 Jahren ging ein Mensch zum Arzt und befolgte genau die Anweisungen des »Gottes in Weiß«. Heute geht der Patient, nachdem er vom Arzt kommt, zunächst an seinen Computer und fragt »Dr. Google«, schaut in Foren nach oder holt sich zusätzlich noch eine alternativmedizinische Meinung ein.

Die Kompetenz des Arztes wird in Frage gestellt. Es ist unverkennbar ein Wandel eingetreten. Das merke ich auch in meinem Praxisalltag. Die Patienten sind so gut informiert wie nie – manchmal besser als die ärztlichen Kollegen. Immer häufiger sucht man das Heil in alternativmedizinischen Ansätzen. Viele Menschen wollen sich lieber homöopathisch, naturheilkundlich oder mit chinesischer Medizin behandeln lassen.

Hier ist nun der Punkt gekommen, um beide Ansätze einmal zu analysieren. Beide vertreten unterschiedliche Weltbilder.

Da ich selbst Homöopath bin, möchte ich die Homöopathie exemplarisch darstellen als Vertreter für alternativmedizinische Ansätze. Ich gehe aber auch auf die Schulmedizin ein.

Fangen wir mit einem Beispiel an. Wenn ich einen Liebesbrief an meine Frau schreibe, dann ist der Text die Information und das Blatt Papier ist der Informationsträger. So könnte ich nun diesen Informationsträger analysieren und erhalte genaueste Daten über die Zusammensetzung. Dieses ist die übliche Herangehensweise der Wissenschaft. Man misst, wiegt und klassifiziert. Was würde passieren, wenn ich auf dem Blatt Papier eine chemische Formel niederschreiben würde?

Die Analyse wäre identisch! Die Atome blieben konstant. So banal es klingt; aber das Wesentliche fehlt natürlich! Die Information! Sie werden mir Recht geben, dass ein Liebesgedicht sich von einer chemischen Formel unterscheidet.