Heimatland abgebrannt - Jannes Wiesner - E-Book

Heimatland abgebrannt E-Book

Jannes Wiesner

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Beschreibung

Was bedeutet es auf der Flucht zu sein? Wie fühlt es sich an, die Heimat aus Zwang zu verlassen? Mit ungewissem Ziel. Jannes Wiesner hat mit vielen Geflüchteten gesprochen und erzählt am Beispiel zweier Schwestern, die allein aus Syrien aufbrachen, um in Europa eine neue Heimat zu finden, die Innenperspektive einer Flucht. Authentisch, berührend, informativ und menschlich aufrüttelnd.

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Seitenzahl: 125

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Vorwort

Spätestens seit dem Anstieg der Fluchtbewegungen nach Europa im Jahre 2015 werden die Ursachen und Folgen von Flucht und Vertreibung wieder aktueller diskutiert denn je. Die politische Debatte jedoch ist geprägt durch Emotionalisierungen und Ängste, die in Kombination mit gestreuten Unwahrheiten oder schierem Unwissen zu einer explosiven politischen Stimmung geführt haben. Das politische Agenda-Setting wird so zu einem Spiegelbild dieser Ängste und bringt nicht die erforderliche Konstruktivität mit sich, die wirkliche Antworten auf die Fragen nach einer gelingenden Integration bieten kann. Gerade deshalb ist das Vermitteln zwischen den politischen Lagern und das Überwinden gesellschaftlicher Gräben notwendiger denn je.

Um einen Beitrag zu dieser Vermittlung zu leisten, erschien es mir sinnvoll, das Thema Flucht aus der naheliegendsten Perspektive zu betrachten: Der Perspektive einer Geflüchteten.

Ich wollte verstehen, was die Menschen antreibt, sich auf die Flucht zu begeben, mit welchen Tatsachen sie konfrontiert waren und wie sich die Integration in ihren Augen abgespielt hat. In mehreren Gesprächen, die je nach Gegenüber konkrete Berichte der Flucht oder persönliche Eindrücke von dem Erlebten waren, habe ich versucht, mir ein eigenes Bild vom Thema Flucht und Vertreibung zu machen. Eines, das von zahllosen Einzelfällen geprägt ist und in seiner Gesamtheit doch einen Überblick über das Schicksal der Flucht bietet, habe ich hier niedergeschrieben. Es soll einen Eindruck vermitteln, ohne zu urteilen, sondern um zu reflektieren. Das Buch soll die politische Debatte um die persönliche und vielleicht greifbarste Facette der Flucht ergänzen. Es soll Grundlagen für eine politische Debatte ermöglichen, die sich auf den Konsens der Humanität einigen kann. In diesem Sinne: Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil und seien Sie Teil einer solchen Debatte.

1

Wir waren glücklich, sorgenfrei, konnten lachen und spielen. Ein kleines Dorf in Syrien mit nicht mehr als fünfundsiebzig Einwohnern, gelegen an einem idyllischen Fluss, nannten wir unser Zuhause. Als Kind verbrachte ich viel Zeit mit meinen Brüdern und Schwestern. Nach der Schule gingen wir im kleinen Fluss mit den Kindern aus der Nachbarschaft baden, wir spielten auf den Straßen, machten uns schmutzig und trugen zum heiteren Trubel im Dorf bei. Ich war die jüngste unter meinen Geschwistern und half meiner Mutter daher oft im Haushalt, während die anderen schon früh morgens mit auf die Felder gingen, um unserem Vater bei der Arbeit zu helfen. Wir hatten nicht viel: Ein paar Ziegen, Kühe und Hühner, doch das Geld reichte aus, zumal wir uns von unserem Gemüse größtenteils selbst versorgen konnten. Es blieb sogar noch etwas für den Verkauf übrig. Wenn wir einmal in der Woche zum großen Markt in der Stadt fahren wollten, hatten wir immer einen Weg von etwa einer halben Stunde vor uns. Er führte uns weg vom Land und von unserer Dorfidylle und hinein in den Trubel der großen Stadt.

Die Gerüche der Essensstände, das laute Orchester des geschäftlichen Treibens und die unerträgliche Hitze der Mittagssonne zeichneten das Bild einer Stadt, die wie ein überladenes Gemälde auf uns wirkte. Im Winter wich die Hitze der Kälte. Die Felder wurden karg, und der Fluss war zu kalt zum Schwimmen. Viele Nachmittage verbrachten wir dann mit der Familie im Wohnzimmer, die Nachbarn kamen zu Besuch, es wurde Tee getrunken, gelacht und viel geredet; über das Dorf, das Land, aber nur selten über die Politik, deren Kontroversen schon damals oft ganze Dörfer spaltete.

Meine Kindheit verlief unbeschwert, ich hatte keine Sorgen, dafür ein Zuhause und eine Familie, die für mich da war. Meine Brüder verließen nach und nach das Haus, sie studierten und gründeten ihre eigenen Familien – das Leben nahm seinen Lauf. Was uns immer blieb, war das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Wir kannten die stillen Träume und Sehnsüchte des anderen. Kannten seine Ängste und bildeten einen Zusammenhalt, der die Familie immer wieder stärkte. Doch eines Tages sollte auch diese Unbeschwertheit vorüber sein.

Es war ein kalter Wintermorgen, ich lag noch im Bett, als aus dem Zimmer meiner Eltern Schreie kamen. Schreie, die sich schnell in der ganzen Hütte ausgebreitet hatten, uns aufweckten und in den kleinen fensterlosen Raum unserer Eltern rennen ließen. Mein Vater klagte über unerträgliche Schmerzen in der Brust. Da die Fahrt mit dem Krankenwagen zu lange dauern würde, rannten meine Brüder über den kleinen von Schlaglöchern und Pfützen durchzogenen Kiesweg zu einem unserer Nachbarn, der meinen Vater und uns in einem kleinen weißen VW-Golf in das nächste Krankenhaus brachte. Für meinen Vater kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Ich erinnere mich noch genau an das Bild meiner Brüder, wie sie unseren Vater von der hinteren Sitzreihe des Autos durch die Glastür des Krankenhauses trugen, vorbei an den wartenden Menschen im Vorzimmer, den Krankenschwestern, die mit der Trage kaum hinterherkamen, den Ärzten, die nur noch seinen Tod feststellen konnten. An jenem kalten Wintermorgen erlag mein Vater einem Herzinfarkt mit nur zweiundfünfzig Jahren. Das ganze Dorf lag in Trauer mit unserer Familie. Doch das Leben musste für uns weitergehen. Unsere Familie rückte noch näher zusammen, um den Verlust gemeinsam zu bestehen. Meine Brüder übernahmen vollständig die Arbeit auf den Feldern, während ich meiner Mutter weiter im Haushalt beistand. Doch auch ihr ging es zunehmend schlechter. Als die ganze Familie zu einem großen Fest zusammenkam, klagte auch meine Mutter über starke Schmerzen in der Brust. Ein Arzt aus dem Dorf bot seine Hilfe an, doch auch diese kam zu spät. Meine Mutter erlag, wie mein Vater ein Jahr zuvor, einem schweren Herzinfarkt.

Immer dann, wenn unsere Familie durch einen weiteren Schicksalsschlag getroffen wurde, durch einen weiteren Tod geschwächt, wuchsen wir zusammen, fühlten uns verbunden, füreinander verantwortlich. Eine Erfahrung, die wir auch in den uns noch bevorstehenden Jahren immer wieder erlebten. Eine Erfahrung, die vielleicht die Trauer des Augenblickes nicht überdecken konnte, die Zuversicht jedoch auf Dauer erlebbar machte. Meine Brüder zogen nach den Verlusten in unserer Familie wieder bei uns ein, um im Haushalt mitzuhelfen, sich um mich zu kümmern und als Familie zusammenzustehen.

Aus Sorglosigkeit wurde Hoffnungslosigkeit. Aus Freude Trauer. Doch der immer bleibende Zusammenhalt in unserer Familie sowie das Band der Trauer um unsere Eltern stellte eine Verbindung der Hoffnung dar. Als der Tod meiner Eltern jedoch, kurz vor Beginn des Zuckerfestes zwei Jahre später, durch den Tod Tausender ergänzt wurde, durch den Bombenhagel, den Lärm der Maschinengewehre, deren Schüsse die Stille im Dorf zerrissen, und das Feuer, welches den Geruch von Tod über das Dorf brachte, wurde uns auch die letzte Hoffnung genommen. Nicht mehr als ein paar Kleider, eine PET-Flasche mit Leitungswasser befüllt, ein wenig Obst sowie das Handy, um den Kontakt in die Heimat zu halten, nahmen meine Schwester und ich mit, als wir uns entschlossen, der Hoffnungslosigkeit zu entfliehen.

Nach Europa sollte es gehen. In das Paradies? Nein, einfach nur in die Normalität. Die Engen des Alltags und das Gefühl der Geborgenheit. Wir überließen unser Schicksal Fremden, denen wir Geld im Austausch gegen ein neues Leben gaben. Es waren Kriminelle, die mit Hoffnung und Hoffnungslosigkeit spielten. Sie machten das schnelle Geld mit Grenzübertritten im Schutz der Dunkelheit, Bootsfahrten, die den Tod verheißen konnten, und der ewigen Flucht vor Polizei und Grenzschützern. Unser erster Marsch führte uns an die türkische Grenze. Still und dunkel war es, nur der Schein unserer Handytaschenlampen zeigte uns den Weg durch das Dickicht, welches durch den strengen Geruch von Urin dominiert wurde.

Wir waren mit etwa einem Dutzend weiterer Menschen unterwegs. Unter ihnen junge Männer, Familien, Mütter, die verzweifelt versuchten, das Geschrei ihrer Kinder zu unterdrücken. Vorneweg liefen die Männer, denen wir unser Schicksal im Austausch gegen Geld überließen. Immer wieder hörten wir sie fluchen, wenn weitere Äste den Weg versperrten oder unsere Stimmen die Stille durchschnitten. Immer weiter im Schutz der ewigen Dunkelheit. Immer weiter in Richtung türkischer Grenze. Immer weiter hin zu der Angst vor den Grenzsoldaten, die unsere Hoffnung in wenigen Augenblicken zerstören konnten.

Der Regen durchweichte unsere Kleider. Die Tüten mit unseren letzten Habseligkeiten füllten sich allmählich mit Wasser. Die Mütter versuchten, ihre schreienden Kinder unter ihren Jacken und Mänteln zu schützen. Viele versuchten, aus durchlöcherten Plastikplanen und Einkaufstüten einen Regenschutz herzustellen, auch wenn es nichts an ihren triefenden Kleidern und nassen, ins Gesicht hängenden Haaren ändern würde. Es war kalt. Es war eisig. Die an der Haut klebende Kleidung, der Schlamm, der über die Schuhe bis zu den Knien reichte, und der Geruch von nassem Stoff ergaben ein Konglomerat der Trostlosigkeit. Erst in den frühen Morgenstunden besserte sich allmählich die Lage. Der Regen ließ nach, nur der Gestank der Nässe und der Dreck zeugten noch vom beschwerlichen Weg.

Endlich erreichten wir einen kleinen Parkplatz auf der türkischen Seite der Grenze. Es waren keine Soldaten zu sehen, keine Schüsse zu hören, wir hatten es geschafft! Die Scheinwerfer des Busses waren das erste Licht nach Stunden. Dreckig, übermüdet und hungrig stiegen wir in den Bus, der uns nach Izmir bringen sollte. Noch ein letzter Blick aus dem Fenster. Noch ein letzter Blick Richtung Syrien. Im Dunkeln der Morgendämmerung waren nur noch die Lichter einiger syrischer Städte und Dörfer zu erkennen. Hätten wir die Strecke von dort nicht selbst zurückgelegt, hätten wir die Distanz wahrscheinlich unterschätzt. Es waren nur einige Kilometer, die uns von unserer Heimat und dem damaligen Leben trennten, und doch eine andere Welt. Die Fahrt war, trotz der Erleichterung, eine Fahrt der Trostlosigkeit. Viele schliefen, weinende Kinder und die leisen Stimmen ihrer Mütter waren zu hören, ansonsten nur die leeren Blicke, die grelle Innenbeleuchtung des Busses und die ohrenbetäubende Stille.

In Izmir angekommen, trennten sich die Wege der Businsassen. Diejenigen, die am Morgen nicht schon in andere Busse gestiegen waren - auf dem Weg in andere türkische Städte - strömten jetzt aus dem Bus. Einige wurden von anderen Menschen empfangen, vielleicht Freunde, Familie oder Bekanntschaften aus dem Internet, die den Weg nach Europa versprachen. Meine Schwester und ich kamen in der Wohnung von Bekannten im Stadtzentrum unter. Wir konnten duschen, etwas essen, einen warmen Tee trinken, der die Kälte allmählich schmelzen ließ. Das erste Mal seit Stunden konnten wir wieder miteinander reden, über das, was wir erlebt hatten. Die Stunden der Angst und Hoffnung. Die Stunden, die im Wesentlichen über unsere Zukunft entscheiden sollten.

Die nächsten vier Tage verbrachten wir größtenteils in der Wohnung. Zu groß war die Angst, wir könnten in der Stadt kontrolliert werden, beim Marktbesuch oder beim einfachen Spaziergang. Die Tage zogen sich in die Länge. Ich dachte an meine Heimat, die nur einige hundert Kilometer entfernt lag. An meine Geschwister und an meine toten Eltern. An die Zeit vor deren Tod, vor dem Bürgerkrieg, vor den Bomben. Die Zeit war in den Tagen und Nächten in Izmir mein größter Feind. Sie stellte eine unsichtbare Barriere vor der Weiterreise dar, sie hielt mich gefangen in der Sehnsucht nach einer Existenz. In den Nächten fand ich kaum Schlaf, oft bot mir lediglich mein Handy Ablenkung. Es war eine Flucht in die digitale Welt, die den einzigen Bezug zu meiner realen Heimat und Familie darstellte. Endlich bekamen wir die sehnsüchtig erwartete SMS: Es sollte weitergehen! Weiter Richtung Europa, weiter Richtung Deutschland. Jeder, der weiter nach Griechenland wollte, sollte sich in der Nacht in einem Park im Stadtzentrum einfinden.

Wieder Nacht, wieder die Dunkelheit, wieder die Ungewissheit, wie es weitergehen sollte. Vor Ort wartete bereits eine kleine Menschengruppe im fahlen Laternenlicht auf die Weiterreise. Junge Männer, die allein waren, Frauen mit ihren Kindern und Alte. Wir zahlten den abgesprochenen Betrag an den Fahrer des Busses, stiegen ein und fuhren durch das nächtliche Stadtbild Izmirs. Wieder das grelle Neonlicht, wieder die Müdigkeit und Verzweiflung in den Gesichtern der Menschen und noch immer die Ungewissheit. Der einzige Unterschied war das Ziel: Dieses Mal sollte es zum Strand gehen, ans Meer. Oder, besser gesagt, an einen Flussausläufer, der uns einen geschützten Weg in Richtung Meer bieten sollte. Dieses Mal sollte es nicht nur der Regen sein, der unsere Kleider durchnässte, sondern das endlose Meer, das uns alles nehmen konnte und doch so viel versprach.

Erneut hielten wir auf einem abgelegenen Parkplatz. Nicht einmal eine Laterne wies uns den Weg, nur das Rauschen des Wassers, die ungeduldigen Befehle der Schlepper und ein Meer aus Stimmen, das sich aus Richtung des Flusslaufes auftat. Wir waren nicht allein dort. Viele kleine Gruppen kamen am Ufer zusammen. Meine Schwester und ich hatten große Mühe, den Anschluss zu unserer Gruppe zu halten. Es waren die Dunkelheit, die Stimmen in der Stille und der gleitende sandige Boden, die jeden Schritt erschwerten. Die Schlepper holten im Schutz der Dunkelheit das Schlauchbot, welches für unsere Gruppe vorgesehen war, aus dem Laderaum des Busses. Wir wussten, es würde viel zu klein für uns sein. Es war vielleicht für zwanzig oder dreißig Leute vorgesehen, allein im kargen Licht der Dunkelheit aber konnte ich gut sechzig Leute erkennen. Die jungen Männer mussten dabei helfen, das Boot auszupacken, auf dem Boden auszubreiten und in größtmöglicher Stille aufzupumpen. Das Orange des Gummis reflektierte das Licht der Taschenlampen. Es war mit Dreck und Flicken überzogen. Es wurde sicher nicht zum ersten Mal benutzt.

Gemeinsam zogen wir das Boot durch Dickicht, Müll und Morast zum Ufer. Dort angekommen, versuchte jeder als erstes auf das Boot zu gelangen. Die Schlepper schimpften mit den jungen Männern, die versuchten, Frauen mit ihren Kindern zu verdrängen. In dem Boot sei genug Platz für alle. Wir stiegen in das Boot. Ich suchte meine Schwester, aber fand sie nicht. Doch, dort vorne auf dem Boot saß sie, eingezwängt zwischen kleinen Kindern, jungen Männern und dem eiskalten Wasser so nah. Immer mehr Menschen strömten auf das viel zu kleine Boot. Sie alle hatten bezahlt und wollten einen Platz bekommen. Ich konnte nicht mehr zählen, wie viele es waren, zu dunkel war die Nacht, zu groß die Angst. Lediglich eine Karte ließen die Schlepper uns. Der Flusslauf sei darauf eingezeichnet, hieß es.

Von allen Seiten umgab uns die Dunkelheit. Von unten das rauschende Wasser, umgeben von zitternden Menschen, lediglich mit der Hoffnung, auf dem richtigen Weg in Richtung Meer zu sein. In Richtung Europa. In Richtung Zukunft. Die Minuten vergingen, vielleicht waren es sogar Stunden, ich wusste es nicht. Kilometerlang säumten die Umrisse der Bäume und Sträucher die Flussufer, keine Häuser, keine Menschen, nur die vollkommene Leere der Dunkelheit. Noch nie war es auf unserem Weg so still gewesen wie in diesem Moment. Keiner sagte etwas, kein Kind schrie, keine Mutter versuchte, es verzweifelt zu trösten. Noch vor kurzem waren es die Stimmen gewesen, die unterdrückt worden waren, um nicht aufzufallen, um nicht gefunden zu werden, um nicht gefangen zu werden.