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Yoga als Herzöffner
Der Raum des Herzens ist ein Ort, an dem viel Licht, aber auch viel Dunkelheit herrschen kann. Licht, weil dort all` die schönen Gefühle wie Liebe, Freude und Mitgefühl ihr Zuhause haben. Dunkelheit, weil unser Herz bei Ärger oder Trauer sehr empfindsam und verletzlich ist.
Herz-Yoga ist eine Einladung, Kontakt mit dem eigenen Herzen aufzunehmen. Zu spüren, was ist, mit sich selbst in eine tiefe Verbundenheit zu gehen, zu lösen, wenn es etwas zu lösen gibt. Das Buch macht Wege frei, die Sie wieder bei sich selbst und in Ihrem Herzen ankommen lassen. Ausgesuchte Asanas, Atemübungen, Meditationen und Inspirationen lassen die Herzenergie wieder fließen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 140
Veröffentlichungsjahr: 2019
Andrea Pöllner
1. Auflage 2019
50 Abbildungen
dieses Buch ist eine Einladung, sich selbst mit Yoga intensiv und nah zu begegnen. Als Anrede habe ich das Du gewählt, denn es symbolisiert für mich eine sehr persönliche, herzliche Energie, die ich auch grundsätzlich zu meinen Schülern pflege. So möchte ich von Anfang an ein Gefühl von Nähe vermitteln, ohne zu nahe zu treten.
Ich kann Yoga nicht neu erfinden, doch möchte ich dich auf deinem Yogaweg begleiten und unterstützen. Einer der Grundgedanken des Yoga ist, sich innerlich zu befreien, um gelassener und glücklicher zu werden. Wir dürfen uns auf neue Wege begeben, um die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen und um neue Erfahrungen zu machen. Wir arbeiten an uns und erkennen, dass wir Verantwortung für uns selbst übernehmen sollten. Man könnte es als eine fließende Reise durch uns selbst bezeichnen. Yoga berührt uns auf eine besondere Art und Weise. Es entfacht in uns Begeisterung, Freude und Liebe und öffnet unser Herz.
So ist ein Buch entstanden, das sich mit der Herzenergie beschäftigt: Eine Energie, die immer präsent und doch so verletzlich ist. Eine Energie, die uns ein Leben lang begleitet, uns trägt, nährt und die die Essenz des Daseins ist. Mit Yoga sein Leben aus dem Herzen führen, das soll mein Impuls an dich sein!
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen, beim Entdecken von Neuem oder bereits Bekanntem. Möge dich mein Buch inspirieren, dir selbst wieder näher zu kommen, dich neu zu erfahren oder zu erfinden. Möge dich mein Buch vor allem in deiner Herzenergie stärken und dich tief mit dem wunderbaren Gefühl der Liebe verbinden.
Andrea Pöllner
Titelei
Liebe Leserin, lieber Leser,
Teil I Herz und Yoga
1 Das Herz – mehr als bloß ein Organ
1.1 Von jeher gilt das Herz als Symbol der Liebe
2 Yoga – ein Weg des Herzens
2.1 Das Yogasutra von Patanjali
2.1.1 Yamas: Regeln, um harmonisch zu leben
2.1.2 Niyamas: Regeln zur persönlichen Entfaltung
2.2 Die Geschichte des Yoga
2.3 Yoga hält viele Geschenke bereit
2.4 Herzöffnendes Yoga
Teil II Die 20 Säulen des Herz- und Seelen-Yoga
3 20 Säulen für Körper, Geist und Seele
4 1. Säule: zu sich selbst finden
4.1 Was wünschst du dir? Was ist dir wichtig?
4.2 Hilfreiche Impulse auf dem Weg zu sich selbst
4.3 Übung: Der Blick nach innen
5 2. Säule: sich frei machen, Raum schaffen
5.1 Übung: sich selbst Raum geben
5.2 Übung: Fantasiereise »Delfin«
6 3. Säule: Dankbarkeit
6.1 Vielen von uns fehlt die Dankbarkeit
6.2 Übung: die Wahrnehmung der Dankbarkeit
6.3 Übung: Körperreise »Danke«
7 4. Säule: Ängste lösen
7.1 Übung: Angst an die Erde abgeben
8 5. Säule: Gewaltfreiheit (Ahimsa)
8.1 Übung: sich durchschütteln
8.2 Übung: Härte verlieren, weich werden
9 6. Säule: Umgang mit Süchten
9.1 Yoga führt uns in die Achtsamkeit
9.2 Übung: die Achtsamkeitskatze
10 7. Säule: die Gefühle sprechen lassen
10.1 Übung: die Kraft des Waldes
10.2 Übung: Erdung
11 8. Säule: den Geist mit dem Atem beruhigen
11.1 Übung: Herz-Triangel-Atmung
11.2 Übung: Yoga-Vollatmung
12 9. Säule: das innere Licht
12.1 Übung: die Verbindung mit dem inneren Licht
13 10. Säule: vergeben
13.1 Übung: Negatives auflösen
14 11. Säule: Herz-Mudras (Handgesten)
14.1 Anjali-Mudra
14.2 Padma-Mudra
14.3 Übung: Mudra-Ablauf
15 12. Säule: der Zauber des Klangs
15.1 Übung: Klangzauber
16 13. Säule: körperliche Aufrichtung
16.1 Übung: herzöffnende Aufrichtung
17 14. Säule: Asanas
17.1 Standhaltung
17.2 Stehende Vorbeuge
17.3 Vierfüßlerstand
17.4 Sitzende Vorbeuge
17.5 Bauchlage
17.6 Brett
17.7 Kindhaltung
17.8 Rückenlage
17.9 Weite im Brustraum
17.10 Kleine Kobra
17.11 Stehende Rückbeuge
17.12 Kamel
17.13 Schulterbrücke
17.14 Öffnende Herzstellung
17.15 Herabschauender Hund
17.16 Tänzer
17.17 Held
17.18 Tiefer Held
17.19 FLOWS
17.19.1 Kobra-Flow
17.19.2 Weite-und-Offenheit-Flow
17.19.3 Held-Flow
17.19.4 Tiefer-Held-Flow
17.19.5 Kamel-Flow
17.19.6 Tänzer-Flow
17.19.7 Herz-Yoga-Sonnengruß
18 15. Säule: Meditation
18.1 Heilsteinmeditation
18.2 Lichtwirbelmeditation
18.3 Regenbogenmeditation
18.4 Rosenölmeditation
19 16. Säule: heilende Pflanzenenergien
20 17. Säule: Ernährung
20.1 Doch was ist gut und was ist schlecht?
21 18. Säule: mit den drei Gunas leben
21.1 Wahrnehmungsübung
22 19. Säule: Satsang
22.1 Die Magie der Mantras
22.1.1 Gayatri Mantra
22.1.2 Tryambakam Mantra
22.1.3 Segensmantra
22.2 Beten
22.3 Ein Mantra rezitieren oder singen
22.4 Gebet am Morgen
23 20. Säule: Herzenstanz
23.1 Übung: Das Herz tanzen lassen
24 Ein paar Worte zum Schluss
24.1 Danksagung
Autorenvorstellung
Sachverzeichnis
Impressum
1 Das Herz – mehr als bloß ein Organ
2 Yoga – ein Weg des Herzens
Sich mit Yoga im Herzen finden, um inneren Frieden zu erfahren, um Freude, Liebe und Glück zu spüren.
Unser Herz versorgt nicht nur unseren Körper mit Energie, sondern ist auch der Ort des Lichts und der Liebe. Es lohnt sich immer, sich dem Herzen zuzuwenden.
Das Herz ist eingebettet zwischen vielen Knochen, geschützt im »Gefäß des Lebens«, wie der Brustkorb auch genannt wird. Dort finden alle lebenswichtigen Organe, wie auch das Herz, ihren Platz. Es ist etwa so groß wie die Faust seines Besitzers und wirkt wie ein Motor, der uns am Leben hält. Das Herz ist das erste Organ, das sich bildet, wenn ein Mensch entsteht, und baut mit seiner Kraft und Energie letztlich alle anderen Organe auf. Mit seinen rhythmischen Bewegungen pumpt es Blut durch den Körper und versorgt so alle Organe sowie das ganze Gewebe. Etwa 7000 Liter Blut werden so jeden Tag bewegt.
Doch ist das Herz mehr als bloß ein Organ. Es ist der Ort, an dem immer Licht ist. Ein Licht, das manchmal hell ist und strahlt und manchmal schwach und trüb scheint, aber nie verlischt. Es ist faszinierend und kraftvoll. Selbst unsere Sinne können wir mit dem Herzen verbinden – mit ihm sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken. Anscheinend besitzt das Herz Eigenschaften, die wir auf der Ebene von Kopf und Verstand nicht ordnen können.
Dort nehmen wir die wunderbaren Momente der Liebe und Zuneigung wahr. Kein Wunder, dass dieser Ort auch sehr verletzlich ist. Immer wieder erleben wir Situationen, die unser Herz verletzen, und plötzlich stellen sich dort Gefühle wie Trauer, Ärger, Einsamkeit und noch viele andere ein. An diesem so wunderbaren Ort der Liebe und des Lichts herrscht auf einmal Dunkelheit.
Diese Dunkelheit zeigt sich dann auch oft körperlich. Wer kennt das nicht? Wir werden verletzt und reagieren mit Herzklopfen, Schwitzen oder beschleunigtem Atem. Dann verschließen wir uns und machen das Tor zu unserem »Tempel der Liebe« zu. Der Rücken rundet sich, die Schultern hängen, der Nacken wird eingezogen, der Blick geht nach unten und das Atmen fällt schwer.
Die Beschäftigung mit der Energie des Herzens ist daher für uns immer lohnend, um heil zu werden und zu bleiben. Wer in Kontakt und in Harmonie mit seinem Herzen steht, der ist in der Lage, dessen Impuls und Klang zu hören. Dann ist man angekommen bei sich selbst, im Leben und in der Liebe. All die schönen Gefühle wie Liebe, Freude, Glück, Mitgefühl, Geborgenheit, Glaube, Hoffnung und Selbstliebe können wieder fließen.
Vor allem die Liebe nährt uns und schenkt ein freudiges und erfülltes Leben. Was wir mit Liebe betrachten, ist wunderbar. Was wir mit Liebe tun, wird uns gelingen. Ohne Liebe ist alles dunkel, kühl und freudlos. Doch fällt es uns manchmal so schwer zu lieben, liebevoll zu handeln oder Liebe zuzulassen. Vielleicht, weil in unserem Herzen so manche Herzschmerzen wie Trauer, Verletzungen oder Verluste wohnen und uns in unserem Tun oder Sein blockieren. Oder wir handeln nicht aus dem Herzen heraus, weil uns der Verstand wieder einmal »zur Vernunft« ruft und uns etwas ganz anderes sagt. Doch das Herz und mit ihm die Liebe akzeptiert und nimmt das an, was gerade ist. Es findet heilsame Wege aus so manchem Dickicht des Lebens. Liebe ist letztlich Glück, wie Hermann Hesse es beschreibt: »Wer lieben kann, ist glücklich.«
Das Herz lädt dich ein, aus seinem großen Reichtum an schönen Gefühlen, Erlebnissen und Erfahrungen zu schöpfen. Von dort strömen Kräfte und Energien, die uns mit anderen Menschen verbinden, die uns zu ihnen leiten und Brücken zwischen uns bauen. Auf diese Weise kann die Liebe im Leben immer fließen und das Herz mit dir eins sein. Verbinde dich ganz bewusst mit dem Herzen, damit du dein Leben liebevoll und mit all seinen Wundern und seiner ganzen Intensität erfahren kannst.
In der Mitte des Körpers ist der makellose Lotus des Herzens. Dies ist die Wohnstätte des höchsten Wesens. Gehe dort hin und erfahre dich selbst als unendliche Freude.
Upanishaden (= Sammlung uralter philosophischer Schriften des Hinduismus)
Yoga ist eine alte philosophische Lehre, die ihren Ursprung in Indien hat. Seine Wurzeln reichen in etwa bis in das dritte Jahrtausend v. Chr. zurück.
Man fand kleine Tafeln aus dieser Zeit, die Menschen in Meditationshaltung zeigen. Bis heute ist wissenschaftlich jedoch nicht erwiesen, dass dies der Hinweis auf den heute so populären Yogaweg ist. Zu welcher Zeit Yoga entstanden ist, ist bis heute nicht bekannt. Allerdings steht fest, dass über viele Jahrtausende eine unglaubliche Wissenssammlung über den menschlichen Körper und Geist entstanden ist. Quellen mit Texten zum Yoga gibt es seit rund 3000 bis 3500 Jahren.
Der wichtigste Grundlagentext ist das von Patanjali verfasste Yogasutra. Der indische Gelehrte lebte vermutlich zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 4. Jh. n. Chr. und gilt als Vater des Yoga. Mit dem Yogasutra hat er einen aus 195 Versen in vier Kapiteln bestehenden Leitfaden (Sutra) für Yogapraktizierende verfasst. Es lohnt sich für jeden, einmal hineinzulesen, denn Patanjali behandelt darin viele Aspekte des Lebens.
Er empfiehlt uns, den achtgliedrigen Pfad zu beschreiten, um gesund, gelassen und zufrieden zu leben. Die ersten beiden Glieder dieses Pfades bilden die Yamas und Niyamas. Es handelt sich dabei um soziale, ethische und persönliche Lebensregeln. Sie gelten als grundlegende Richtlinien, um ein soziales, harmonisches und zufriedenes Leben führen zu können.
Yamas sind moralische Werte (Regeln), die das Fundament für ein harmonisches Leben mit sich selbst und anderen bilden. Diese sind:
Ahimsa Gewaltlosigkeit sich selbst und anderen gegenüber.
Satya Aufrichtigkeit in Gedanken, Worten und Taten.
Asteya Nichts nehmen, was einem nicht gehört.
Brahmacharya Bewusst leben.
Aparigraha Anspruchslosigkeit/Unabhängigkeit von der materiellen Welt.
Niyamas sind moralische Werte (Regeln), die auf den Umgang mit sich selbst abzielen und die persönliche Entfaltung fördern. Diese sind:
Shauca Innere und äußere Reinheit.
Santosha Zufriedenheit, annehmen, was ist.
Tapas Selbstdisziplin.
Svadhyaya Selbsterforschung.
Ishvara Pranidhana Vertrauen in eine höhere Kraft.
Diese insgesamt zehn Verhaltensregeln sollten wir Schritt für Schritt für uns kultivieren, damit sich ihre Qualitäten auf unser Sein positiv auswirken können.
Die weiteren sechs Glieder des achtgliedrigen Pfades bilden die körperliche Disziplin (Asana), die bewusste Kontrolle des Atems (Pranayama), das Beherrschen der Sinne (Pratyahara), Konzentration (Dharana), Meditation (Dhyana) und das Erlangen innerer Freiheit und Erleuchtung (Samadhi).
Die acht Pfade kann man jedoch nicht innerhalb kürzester Zeit verinnerlichen. Man muss sich schon etwas Zeit geben, um sich in ihnen zu üben und um sie sich anzueignen. Dabei muss nicht notwendigerweise ein Schritt nach dem anderen gegangen werden. Die meisten Menschen, die sich dem Yoga nähern, beginnen entweder mit der Asanapraxis oder der Meditation. Später tauchen sie dann nach und nach in die anderen Pfade ein. Um letztlich Samadhi – das Höchste, das Erlangen von innerer Freiheit und Erleuchtung – zu erreichen, bedarf es allerdings sehr viel Übung und Geduld. Die acht Pfade verdeutlichen, dass Yoga nicht nur eine Bewegungslehre, sondern sehr viel mehr ist. Yoga ist ein Weg, den man beschreitet, um sich in Körper, Geist und Seele kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Wenn wir uns nach dem Wegweiser von Patanjali richten, können wir die eigene Mitte, die innere Ruhe und den Wert innerer Freiheit ergründen. Wir finden Zugang zu unserem wahren Selbst und können dort heil werden.
Für mich persönlich ist Yoga wie ein Weg durch den Wald: bewegen, atmen, still werden, zur Ruhe kommen, zu sich selbst finden und im Herzen ankommen.
Machen wir an dieser Stelle noch einen kleinen Ausflug in die Geschichte des Yoga. Die Bhagavadgita (= Schrift des Hinduismus in Form eines Gedichtes) brachte zunächst drei Yogawege hervor:
Bhakti Yoga: der Weg der religiösen Hingabe
Jnana Yoga: der Weg der Weisheit und des inneren Wissens
Karma Yoga: der Weg der Tat
Mit Patanjalis Yogasutra kam später noch der vierte Yogaweg, Raja Yoga, hinzu. Dieser wird auch »der Königsweg des Yoga« genannt und ist ein Weg der Beobachtung und Selbsterkenntnis.
Der achtgliedrige Pfad mit seinen komplexen Methoden soll uns in diese Richtung führen und uns mit unserem Inneren verbinden. Zunächst hat sich Yoga also erst einmal mehr mit dem Geist beschäftigt. Der Weg in die Körperarbeit bildete sich erst viel später mit dem heute überwiegend bei uns im Westen gelehrten und praktizierten Hatha-Yoga, welches sich aus dem Raja-Yoga entwickelt hat.
Hatha-Yoga führt nicht nur in die Meditation und Selbsterkenntnis, sondern beschäftigt sich auch mit Körperübungen. Aus dem Hatha-Yoga haben sich viele unterschiedliche Stile wie zum Beispiel Poweryoga, Yoga der Energie, Bikramyoga, Vini-Yoga usw. herausgebildet. So kann jeder den Yogastil üben, der den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.
Aber was macht denn nun Yoga genau mit uns? Und warum sollten wir Yoga praktizieren?
In all den Jahren als Yogalehrerin konnte ich beobachten, dass jeder Mensch, der zum Yoga findet, auf der Suche nach etwas ist. Wir leben in einer sehr geschäftigen Zeit. Wo früher Ruhe und Ordnung war, ist es heute oft laut und unordentlich. Der Mensch sucht einen Rückzugsort. Dort kann er wieder Stille erfahren und zu sich selbst finden. Nicht umsonst ist das Ziel des Yoga das Verbinden von Körper, Geist und Seele. Wenn der Geist ruhig wird, können sich die Seele und der Körper erholen und wieder eins werden. Ruhe und Ordnung sind wiederhergestellt. Außerdem können wir in den Spiegel der Selbsterkenntnis blicken, in dem wir verborgene Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle entdecken dürfen. Ganz egal, warum und weshalb man zum Yoga findet, Yoga hält so viel Gutes für uns bereit!
Yoga …
führt uns auf einen Weg der Veränderung,
gibt uns Halt in stressigen Zeiten,
wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus,
schenkt uns mehr Beweglichkeit und Muskelkraft,
baut Verspannungen und Blockaden ab,
gibt uns mehr Geduld und Gelassenheit,
unterstützt unser persönliches Wachstum,
schenkt uns neue Energie und mehr Vitalität,
verbessert Konzentration und geistige Klarheit und
lässt uns bei uns selbst und im Herzen ankommen.
Für mich war Yoga von Anfang an ein Weg des Herzens und gleichermaßen ein Weg zum Herzen. Als ich vor vielen Jahren begann, Yoga zu üben, hatte ich großen Herzschmerz. Ich war verletzt, blockiert und in mich gekehrt. Damals fand ich mich in einer besonders herzöffnenden Yogapraxis wieder, die meine damalige Lehrerin lehrte. Diese hat mir geholfen, mein emotionales Schutzkleid abzulegen. In mir machte sich der Wunsch nach Veränderung bemerkbar und die Stimme meines Herzens trat immer mehr in den Vordergrund. Sie sagte: »Jetzt ist der Moment«, und nichts und niemand konnte mich mehr aufhalten. Ich habe mich in meine neue Welt aufgemacht und sämtliche Erwartungen losgelassen.
Als ich später selbst Yogaunterricht gab, stellte ich fest, dass viele meiner Stunden intuitiv immer sehr herzorientiert aufgebaut waren. Ich erzählte viel über Herzthemen und wählte die dazu passenden Körperhaltungen aus. Meine Teilnehmer fanden genau diese Stunden immer sehr besonders. Gelöst, entspannt und mit einem Lächeln im Gesicht verließen sie meinen Unterricht.
Durch herzöffnende Yogahaltungen, Atemübungen und Meditation kann es dir gelingen, den Weg zum eigenen Herzen zu finden.
