Herzenkäfig - Pferde Hoschi - E-Book

Herzenkäfig E-Book

Pferde Hoschi

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Beschreibung

"Herzenkäfig – Mein Leben für die Tiere" von Pferde-Hoschi öffnet die Tür zu einem bewegten Leben auf der Manapi-Farm. Ein Buch voller Liebe, Herausforderungen und der tiefen Bande zwischen Mensch und Tier. Es erzählt von den Freuden des Zusammenlebens mit Tieren und den schmerzhaften Momenten des Abschieds, ohne dabei die Realität des Lebens zu verschönern. Dieses Werk ist eine ehrliche Reflexion über das Leben eines leidenschaftlichen Tierfreundes, der die unvorhersehbaren Wege des Schicksals beschreitet. Es endet mit offenen Fragen und einem unerwarteten Schluss, der zum Nachdenken anregt und die Unausweichlichkeit des Lebens und der Natur widerspiegelt. "Herzenkäfig" ist für alle, die Tiere lieben und sich nach einer authentischen, tiefgründigen Geschichte sehnen, die das Herz berührt und zum Denken anregt. Treten Sie ein in die Welt von Pferde-Hoschi, wo jedes Tier eine Geschichte hat und jedes Ende ein neuer Anfang sein kann.

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Seitenzahl: 94

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Pferde-Hoschi

Herzenkäfig

Mein Leben für die Tiere

Vorwort:

In diesem Vorwort möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen Einblick geben, warum ich mich dazu entschieden habe, diese Geschichte zu erzählen. Es war ein langer Weg, voller persönlicher Erfahrungen, Herausforderungen und Lektionen, die ich in meinem Leben gesammelt habe. Ohne die Unterstützung meiner Familie, Freunde und der Gemeinschaft, die sich um die Liebe zu Tieren sammelt, wäre dieses Buch nicht möglich gewesen. Ihnen allen möchte ich meinen tiefsten Dank aussprechen."

Einleitung:

Die Einleitung dieses Buches führt Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu den Anfängen meiner Reise, die im verschwommenen Licht der Kindheit auf einem ländlichen Bauernhof begann. Diese Seiten erzählen nicht nur meine Geschichte, sondern auch die der unzähligen Tiere, die mein Leben bereichert haben. Sie werden erfahren, wie die Liebe zu diesen Geschöpfen mein Leben geformt hat, wie sie mich durch Zeiten der Freude und des tiefsten Schmerzes begleitet haben. Ich lade Sie ein, mit mir diese Reise zu durchleben, die sowohl eine Hommage an das Leben auf dem Land als auch ein tief persönlicher Bericht über Verlust, Liebe und die unauflösliche Verbindung zwischen Menschen und Tier ist.

In meinem Lebensweg als Hüter und Freund der Tiere habe ich viele Lektionen gelernt, doch eine der prägnantesten ist die tiefe Skepsis gegenüber Menschen, die Tiere von Grund auf ablehnen. Diese Erkenntnis kam nicht über Nacht, sondern ist das Resultat schmerzvoller Erfahrungen. Ich stieß auf Individuen, deren Unfähigkeit, Tiere zu lieben oder auch nur deren Recht auf ein würdevolles Dasein zu respektieren, mich tief erschütterte. Ihre Einstellung offenbarte eine Kluft in der Empathie Fähigkeit, die eine unüberwindbare Barriere zwischen uns errichtete. Solche Menschen, die ich einst vielleicht Freund nannte, zeigten mir, dass eine fundamentale Diskrepanz in unseren Wertesystemen liegt.

Eine weitere wesentliche Erkenntnis, die sich durch die Jahre der Tierhaltung kristallisierte, betrifft die Notwendigkeit, in der Pflege dieser uns anvertrauten Wesen immer nach Perfektion zu streben. Es reicht nicht, gelegentlich gute Bedingungen zu schaffen. Unsere Tiere, die in einer von Menschen dominierten Welt leben, sind vollständig auf unsere Entscheidungen und unser Handeln angewiesen. Jeder Aspekt ihrer Versorgung, von der Unterbringung über die Ernährung bis hin zu ihrer sozialen Interaktion, muss mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit behandelt werden. Die Verantwortung, die wir tragen, ist enorm, denn sie betrifft Lebewesen, die keine Stimme haben, um ihre Bedürfnisse oder Leiden auszudrücken.

Durch diese Erkenntnisse hat sich meine Wahrnehmung von Freundschaft und Verantwortung vertieft. Menschen, die eine innere Abneigung gegen Tiere hegen, offenbaren oft einen Mangel an Empathie und Mitgefühl – grundlegende menschliche Tugenden, die in jeder wahren Freundschaft vorhanden sein sollten. Auf der anderen Seite hat die Verantwortung für das Wohl meiner tierischen Gefährten mich gelehrt, was es bedeutet, bedingungslose Liebe und Fürsorge zu praktizieren. Diese Beziehungen haben mir unendlich viel über Geduld, Verständnis und die reinste Form der Freundschaft gelehrt.

Ungeplante Wege

Im Jahr 1969, das eigentlich im Zeichen von Dagmar – dem Namen, den meine Eltern sorgfältig für ihre erwartete Tochter ausgesucht hatten – strahlen sollte, überraschte das Schicksal mit meiner Ankunft. Statt in rosa gehüllt, wurde ich, ein unerwarteter Junge, mit einem provisorischen "XXX" auf dem Krankenhausarmband in die Welt eingeführt. Der Grund? Meine Eltern hatten keinen Jungennamen parat.

Ein humorvoller, wenn auch unkonventioneller Start in ein Leben, das Anpassungsfähigkeit und Improvisationstalent erfordern würde.

Mit einem erfahrenen Geschäftsmann als Vater und einer Mutter, die aus einer Großfamilie stammte, in der Teamarbeit nicht nur ein Konzept, sondern gelebte Praxis war, musste meine Familie schnell lernen, dass das Leben seine eigenen Pläne schmiedet.

Ich 3 Wochen alt

Die regelmäßigen Besuche auf dem Bauernhof meiner Großeltern mütterlicherseits wurden zu einem prägenden Kapitel meiner Kindheit. Dort, inmitten der ländlichen Idylle, erlebte ich die Freuden und Herausforderungen des bäuerlichen Alltags. Die Großfamilie, bestehend aus sieben Kindern, meinen Großeltern und gelegentlich weiteren Verwandten, bot ein lebhaftes Bild von Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Diese Zeit auf dem Bauernhof, weit entfernt von jeder urbanen Hektik, war eine Lehrstunde in den Grundwerten des Lebens. Umgeben von Tieren, Feldern und der unermüdlichen Arbeit meiner Großeltern lernte ich früh die Bedeutung von Verantwortung, den Wert harter Arbeit und das Glück, Teil einer großen, liebevollen Familie zu sein.

Arbeit auf dem Feld

So begann mein Leben unter unerwarteten Vorzeichen, geprägt von der Wärme der Familientradition und den lebensnahen Lektionen eines ländlichen Daseins. Das "XXX" auf meinem Arm wurde zum ersten Kapitel einer Geschichte voller Überraschungen, Herausforderungen und unendlichem Familienzusammenhalt.

Meine OMA und OPA

Die Erinnerungen an meine Großeltern verblassen allmählich, doch alte Fotografien halten die Vergangenheit fest. Ihr Bauernhof, einst lebendig und voller Energie, wurde für eine Straßenerweiterung abgerissen, ein schmerzhafter Eingriff in die Familiengeschichte. Trotz der kurzen Zeit im Ruhestand und den Spuren, die der erzwungene Umzug hinterließ, bewahrten sie eine bemerkenswerte Zufriedenheit. Ihre Fähigkeit, sich anzupassen und das Beste aus ihrer Situation zu machen, ohne jemals den Mut zu verlieren, bleibt unvergessen.

Am Ende dieses Kapitels meiner Familiengeschichte steht jedoch eine unveränderliche Konstante: meine tiefe Liebe zu Tieren. Diese Liebe, gewachsen und genährt auf dem Bauernhof meiner Großeltern, unterstreicht die bleibende Verbindung zu ihnen. Trotz der Veränderungen und des Verlustes ihres Bauernhofs lebt das Erbe meiner Großeltern in dieser Liebe weiter. Sie ist ein lebendiges Testament ihrer Werte und ihrer unerschütterlichen Verbundenheit mit der Natur.

Abriss des Bauernhofes

Schlüsselmomente

Als kleiner Junge war ich das, was man wohl als "kompliziert" bezeichnen könnte. Meine Schüchternheit paarte sich mit einer Verlustangst, die mich wie ein Schatten verfolgte. Die Vorstellung, in den Kindergarten zu gehen und meine Mutter allein zu lassen, war für mich undenkbar. Was, wenn ihr etwas zustieße, während ich nicht da war? Diese Angst kettete mich an ihre Seite, als wäre ich der Wächter ihres Wohlergehens.

Doch diese empfindsame Seite hatte auch ihr Gegenteil: Wenn ich etwas nicht wollte, dann war ich ein Meister des Trotzes. Meine Entschlossenheit, meinen Willen durchzusetzen, führte zu so manchem Familienstreit und brachte mich in den Ruf, ein kleiner Anarchist zu sein.

Meine rebellische Ader fand ihren Höhepunkt in den Fluren der Firma meines Vaters. Dort wurde ich zum "Schlüsselschreck", berüchtigt für meine Neigung, Schlüssel zu entwenden und sie zu einem beeindruckenden Schlüsselbund zusammenzutragen. Diese Sammelleidenschaft sorgte regelmäßig für Aufregung und Chaos, machte mich aber auch zu einer unvergesslichen Figur unter den Mitarbeitern.

Einmal schön lächeln

Ich war immer an allem interessiert, wie funktioniert ein Staubsauger oder wie lange hält Ölfarbe auf der Haut, bekommt man Silikon oder Bauschaum wieder vom Gesicht ab. Immer war ich zum Entsetzen meiner Eltern am Experimentieren und meist musste auch mein älterer Bruder an den Experimenten teilnehmen. Zum Schluss bekam aber nur ich den Ärger. In meiner Tasche befand sich stets ein Schraubendreher – mein treuer Begleiter in einer Welt voller Rätsel. Mit einer unersättlichen Neugier zerlegte ich alles, was mir in die Hände fiel, in seine Einzelteile. Ob es nun das alte Radio im Wohnzimmer, der klobige Wecker auf dem Nachttisch oder das mechanische Innenleben eines Spielzeugs war, nichts war sicher vor meiner forschenden Hand.

Unser späterer Nachbar, ein Mann von praktischem Verstand und trockenem Humor, bemerkte einmal schmunzelnd: „Es ist ja nicht schlimm, dass er alles auseinanderschraubt, gefährlich wird es erst, wenn er es anfängt zu reparieren.“ Diese Worte wurden fast zu einem Leitspruch meines jugendlichen Forscherdrangs, ein Echo meiner ständigen Versuche, die Welt zu verstehen und neu zusammenzusetzen, oft mit mehr Enthusiasmus als Geschick.

Diese Zeit meines Lebens war geprägt von Kontrasten: tiefe Ängste und ungezügelter Trotz, Schüchternheit und schelmische Streiche. Ich lernte, dass der Geruch von Ölfarbe, einmal auf der Haut, tagein, tagaus meine Sinne begleiten würde, und dass Silikon und Bauschaum hartnäckige Gegner im Kampf um saubere Poren sind. Mein älterer Bruder, oft widerwilliger Teilnehmer in meinen wissenschaftlichen Unterfangen, trug die Spuren unserer Experimente mit einer Mischung aus Resignation und Stolz.

Jede dieser Facetten fügte ein weiteres Stück zu dem Puzzle hinzu, das ich war – und in gewisser Weise immer noch bin. Die Erkenntnis, dass jedes auseinandergenommene Objekt eine Geschichte über Form, Funktion und menschliche Erfindungsgabe erzählt, hat mich tief geprägt. Meine frühen Abenteuer mit Schraubendreher und Neugier legten den Grundstein für ein Leben, in dem die Frage „Wie funktioniert das?“ nie weit von meinen Gedanken entfernt ist.

... wie funktioniert die nur ??

Ein Kinderzimmer voller Leben

Das Foto von mir als kleinem Jungen, wie ich vorsichtig Hansi in meinen Händen halte und Putzi aus seinem Käfig heraus neugierig zuschaut, ist ein lebendiger Beweis für meine Kindheitsliebe zu Tieren. Diese Liebe führte zu einer impulsiven Entscheidung, die meine Eltern vor eine vollendete Tatsache stellte: Ich hatte zwei Hamster nach Hause gebracht, ohne zu fragen – ein kleiner Akt der Rebellion, der mein Herz höher schlagen ließ.

Die Überraschung in den Gesichtern meiner Eltern, als ich mit den beiden flauschigen Bällen auftauchte, war unvergesslich. Nach einer Mischung aus Schock und mildem Tadel kam das unvermeidliche "Wir müssen reden". Meine hartnäckigen Bitten und das Versprechen, mich um sie zu kümmern, überzeugten schließlich. Mein Vater, der Disziplin und Ordnung so sehr schätzte, gab nach und wir besorgten alles Nötige, um Putzi und Hansi ein gutes Zuhause zu geben.

Hamster, ursprünglich aus dem Nahen Osten und Südosteuropa stammend, haben sich als beliebte Haustiere etabliert, die eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 2 bis 3 Jahren haben. Diese kleinen Nager erfordern eine spezielle Pflege und einen angepassten Lebensraum, um ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Graben, Klettern und Erkunden auszuleben. Wir lernten, ihnen ein artgerechtes Umfeld zu schaffen, das diesen Bedürfnissen gerecht wird.

Das Zusammenleben unter einem Dach zeigte bald, dass nicht alle Brüder harmonisch miteinander leben, vor allem nicht im Tierreich. Nach einigen Auseinandersetzungen entschieden wir, dass es das Beste wäre, ihre Kämpfe zu beenden, indem wir ihren Raum in zwei Hälften teilten. So wurden Putzi und Hansi zu getrennten Herrschern ihrer eigenen kleinen Königreiche. Diese Maßnahme spiegelte die natürliche Neigung von Hamstern wider, die in freier Wildbahn Einzelgänger sind und jeweils ein eigenes Territorium beanspruchen.

Die Erfahrung, Putzi und Hansi bei mir zu haben, lehrte mich früh wichtige Lektionen über Verantwortung, Fürsorge und die Notwendigkeit von Grenzen. Es waren diese ersten Schritte in die Welt der Tierpflege, die den Grundstein für ein lebenslanges Verständnis und eine tiefe Wertschätzung für alle Lebewesen legten. Hamster, die in ihrer natürlichen Umgebung nur eine begrenzte Lebensspanne haben, brachten mir bei, wie kostbar jedes Moment des Lebens ist und wie wichtig es ist, für die Bedürfnisse und das Wohlergehen unserer tierischen Begleiter zu sorgen.

Das Herz eines Hüters

Mein Weg wurde nicht nur durch die Orte geprägt, an denen ich aufwuchs, oder die Tiere, die ich liebte, sondern vor allem durch die Eigenschaften, die tief in meinem Wesen verankert sind. Meine Sensibilität, die mehr ist als nur eine Neigung zu Gefühlen – sie ist eine Antenne, fein abgestimmt auf die Stille zwischen Worten und die Ungesagten Noten in der Melodie des Lebens.

Diese Empfindsamkeit prägte mich, machte mich zu einem stillen Beobachter und einem treuen Hüter der mir anvertrauten Herzen. Es ist diese Sensibilität, die mich manchmal schwer trägt an der Welt, die mir aber auch erlaubt, in den einfachsten Momenten große Freude zu finden – im Nicken einer Blume, im Lächeln eines Fremden, im zufriedenen Schnurren eines satten Hamsters.

Meine Loyalität, unerschütterlich wie eine alte Eiche, wurzelt in den Werten der Bauernfamilie meiner Mutter. Sie ist das Versprechen, das ich halte, der Anker, den ich werfe, und der sichere Hafen, den ich für diejenigen biete, die mir ihr Vertrauen schenken.