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Messestadt, Bahlsenkekse, bestes Hochdeutsch: Diese Dinge sind über die Grenzen der Stadt bekannt. Wer aber denkt, dass Hannover nicht mehr zu bieten hat, wird bei diesem Buch staunen. Abseits bekannter Wege warten kleine und große Highlights und Geheimnisse, die Touristen und Einheimischen einen neuen Blick auf die Stadt ermöglichen. Machen Sie bei der Gemüseschlacht mit, genießen Sie einen Strandtag oder gehen Sie Buchstaben shoppen.
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Seitenzahl: 149
Veröffentlichungsjahr: 2021
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CONSTANTIN ALEXANDER,DAGMARA SYRING
BESONDERES ABSEITS DERBEKANNTEN WEGE ENTDECKEN
die Hannoveraner wissen, was sie an ihrer Stadt haben! Dabei hat sich Hannover in den vergangenen Jahren radikal geändert: Galt die Innenstadt früher als grau und dunkel, ist sie inzwischen eine der beliebtesten Ziele für Shopping-Fans aus ganz Norddeutschland geworden. Gleichzeitig wurde das Verkehrssystem so umgebaut, dass man überall gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt; Fahrradfahrer haben ein tolles Verkehrsnetz zur Verfügung, das kontinuierlich ausgebaut wird. Und in den Flüssen kann man sogar wieder baden. Wer Hannover einmal wirklich eine Chance gegeben hat, kommt immer wieder oder bleibt am Ende vielleicht ganz.
Viel Spaß beim Entdecken!
IMMER EINE SÜNDE WERT! MEINE LIEBLINGSLÄDEN ZUM ESSEN, TRINKEN UND EINKAUFEN
1 It’s Teatime
2 Auf Zeitreise zum Zuckerbäcker
3 Prunkvoll feiern
4 Ein kleines Stück Fernost
5 Fisch gibt’s
6 Kochen ohne Knochen
7 Die Experten für Spielzeug
8 Iss dich glücklich
9 Des Krümelmonsters kleine Schwäche
10 Französisches Bistro-Feeling
11 Die Heimat der Kanzlerplatte
12 Fernöstlicher Schmelztiegel der Genüsse
13 Die Kleidung mit dem guten Gewissen
14 Kunst, so wild wie das Leben
15 Die neuen Kleider der Nordstadt
16 Der Kioskonkel
17 Wo die Südstadt einkauft
18 Für Mama und Kind
19 Aus Liebe zum Käse
20 Das Puschelfachgeschäft
21 Für alle Sinne
22 Buntes Wohnen, buntes Leben
23 Türkisch für Feinschmecker
24 Super Sachen, super nett
25 Kochen bleibt Handwerk, genießen auch
26 Der Untergrundklub
27 Pizza wie früher
28 Das große ABC
29 Die belesene Freundin
30 Das trägt Linden
31 Hannovers Bauch
32 Das Wochenendwohnzimmer
33 Der Knutschkeller
34 Der Muckerpalast
35 Dauer-Flohmarkt für Küche und Haushalt
36 Das faire Kaufhaus
37 Bürgerlich schmausen
SO RICHTIG DIE SEELE BAUMELN LASSEN! WELLNESS, ENTSPANNUNG UND UNTERKUNFT
38 Schwitzen im Stadtpark
39 Fit durch den Stadtwald
40 Fitness unter freiem Himmel
41 Spielen und spielen lassen
42 Naturbelassen baden
43 Der Duft des Kaffees
44 Die Wasserstadt
45 Der Turm zur Stadt
46 Hannovers Traum vom Meer
47 Zusammen strampeln
48 Bildung und Blechkuchen
49 Surfer-Glück in der Altstadt
MAL WIEDER ZEIT FÜR KULTUR
50 Gold ist besser als Papier
51 Theater für Kinder
52 Die zauberhafte Kunstgrotte
53 Bewegende Bilder, nicht nur für Kinder
54 Gut unterwegs
55 Literatur über den Dächern der Stadt
56 Treppe zum Glück
57 Das Museum zum Mitmachen
58 Industrie und Charme
59 Filme fürs Herz und für den Kopf
60 Der Friedhof auf der Düne
61 Kleinkunst in der Südstadt
62 Die offene Bühne
63 Die Kulturfabrik
64 Die Welt zu Gast
65 Bilder aus dem Leben
66 Der ungeschliffene Diamant
67 Lichtspiele auf der Limmer
68 Der Sound der USA
69 Mit Genuss für eine bessere Stadt
70 Nicht nur zum Lachen
71 Das Ausflugslokal mit dem Beat
72 Der Kulturkeller
73 Verlassen, aber nicht vergessen
74 Klein, aber fein: Das Lodderbast
75 Das Haus der lebendigen Figuren
76 Die Kunst in der Scheune
77 Arbeit und Freizeit wie früher
78 Zum Lachen in die Vorstadt gehen
79 Kultur auf dem Lande
80 Ein Blick in die Vergangenheit
HEUTE WILL ICH RAUS
81 Tradition und Wettkampf
82 Der grüne Trip Hannovers
83 Pferde dieser Stadt
84 Immer an der Leine entlang
85 Stadt im Wandel
86 Ab in den Untergrund
87 Das Kloster im Gewerbegebiet
88 Ein Bauernhof in der Stadt
89 Für Aufsteiger
90 Rocken und Rollen
91 Lasset das Gemüse regnen
92 Die Geschwindigkeit der Großstadt
93 Jetzt heißt es: Raus ans Wasser
94 Die Zukunft des kreativen Arbeitens
95 Der Salzberg
96 Das Leben der Bauern
97 Drachensteigen auf dem Kronsberg
98 Wo sich Bär und Wolf Hallo sagen
99 Die Region von oben genießen
100 Wiehern, bellen und maunzen
Das Teestübchen in der Altstadt Hannovers ist eine Institution. Seit 1970 finden hier Freunde des Aufgussgetränks die beste Auswahl in der Stadt, leckere Kuchen und kleine Snacks. Und allein die alte, gemütliche Einrichtung lohnt schon einen Besuch in dem efeubewachsenen Altbau.
Als Anna Bohnecke 2012 starb, verschwand eine wahre Institution Hannovers. Die »Königin der Altstadt«, wie sie immer liebevoll genannt wurde, war jahrzehntelang die gute Seele des Teestübchens am Ballhofplatz. Bis fast zum Schluss stand sie noch in der Küche oder im Laden, buk, unterhielt sich mit Kunden und sorgte so mit für die einzigartige Atmosphäre.
Inzwischen hat ihre Enkelin Josephine das Teehaus übernommen, an den Kuchen, die seit der Eröffnung 1970 im Keller gebacken werden, hat sie jedoch nichts geändert. Und auch die Einrichtung ist gleich geblieben: Alte Möbel stehen neben gemütlichen Sitzen, die mit Rosenstoff bezogen sind. Das Mobiliar wurde teilweise aus Frankreich importiert, sofort fällt der runde Kaffeeschrank auf, der vor rund 100 Jahren in einem alten Caféhaus stand. Und an der Wand hängt ein Bild von Anna Bohnecke, die scheinbar noch alles überblickt.
Das Teestübchen ist der ideale Ort, um vor einem Theaterbesuch gegenüber im Ballhof noch schnell eine Kleinigkeit zu trinken und zu essen – die beste Stärkung vor einer Aufführung.
Im Teestübchen gibt es wohl die größte und beste Auswahl von Tees in Hannover. Zahlreiche erlesene Schwarzteesorten, Grünen Tee, Weißen, Roibusch oder Früchtetee. Außerdem werden neben den Kuchen auch Snacks und kleine Gerichte angeboten. Im Sommer stehen zahlreiche gemütliche Sitze und Liegen vor dem Haus, dann bekommen Sie das Gefühl, durch die alten Gebäude um einen herum in einer ganz anderen Stadt zu sitzen. Im Winter ist das Teestübchen der perfekte Ort zum Zurückziehen, Lesen und Aufwärmen.
Teestübchen · Mo–So 10–23.30 Uhr · Ballhofplatz 2 · 30159 Hannover Tel. 0511 / 363 16 82 · www.teestuebchen-hannover.de
Üppige Kakaos, riesige Tortenstücke und feines Gebäck – die Holländische Kakaostube entführt ihre Gäste in eine Zeit, als der Zuckerbäcker der Traumberuf vieler Kinder war. Hier vergessen Sie sämtliche Diätpläne und genießen einfach hemmungslos. Und auch die Einrichtung ist ein Fest für die Sinne.
»Ein paar der Schokoladenraspel musst du sofort essen. Den Rest verrührst du einfach, damit du am Schluss die dickflüssige Masse vom Tassenboden kratzen kannst.« Ich war ein kleines Kind, als mein Vater mir zum ersten Mal erklärte, wie ich die Wiener Schokolade in der Holländischen Kakaostube richtig trinke. Seitdem mache ich es immer so, und es schmeckt immer noch wie beim ersten Mal: eine Geschmacksexplosion aus Kakao.
Für uns war es immer etwas Besonderes, in das geflieste Café zu gehen. Zu sehr sah es aus wie aus einer Fantasiewelt: Bilder von alten Schlachtschiffen, Kacheln mit niederländischen Motiven, die Ausstattung aus Holz, Chrom und Glas – mitten in der Innenstadt hatte sich hier so etwas wie ein Kolonialwarenladen erhalten. Die Holländische Kakaostube wirkt dabei wie eine Zeitmaschine: Während sich draußen alles änderte, blieb das Aussehen drinnen seit Jahrzehnten gleich. Und auch die Qualität der Torten, Kuchen und Kakaos ist gleichbleibend toll geblieben. Ob die üppige Sahnetorte, das feine Gebäck, Früchtekuchen oder französische Petits Fours: die Konditoren der Holländischen Kakaostube verstehen ihr Handwerk und gehören so immer noch zu den besten der Stadt. Alles können Sie vor Ort genießen, aber auch mitnehmen. Dazu gibt es eine kleine Auswahl salziger Snacks.
Jeden Samstag gibt es ab 18 Uhr ein tolles Büfett. Es ist sehr beliebt, also sollten Sie unbedingt einen Tisch reservieren.
Gerne kommen hier aber auch hannoversche Prominente mit ihrer Familie her. Ob aus Politik oder Unterhaltung – hier darf jeder ungestört seinen Kakao auslöffeln.
Holländische Kakaostube · Mo–Fr 9–19.30, Sa 9–18.30 Uhr · Ständehausstraße 2 30159 Hannover · Tel. 0511 / 30 41 00 · www.hollaendische-kakao-stube.de
Die Bar Romantis ist allein wegen der Einrichtung einen Besuch wert. Die Gestaltung der Kneipe könnte aus dem Traum eines Künstlers wie Salvador Dalí entstammen. Gleichzeitig ist die Stimmung eine der ausgelassensten der Stadt: Nicht umsonst gilt das »Romantis« als eine der besten Schwulenkneipen Hannovers.
Über die richtige Einrichtung einer Bar lässt sich jahrzehntelang forschen. Wie schafft man es, dass sich die Gäste wohlfühlen und nicht nur steif an der Bar rumhängen oder traurig Getränke in sich reinschütten? Und: Wie kann man über die Gestaltung die passenden Menschen anlocken, die den Laden mit Leben füllen und die Abende unvergesslich machen?
Der Bar Romantis in der Innenstadt scheint das mit ihrer aufwendigen Einrichtung gelungen zu sein. Prunkvoll und gleichzeitig organisch scheinen hier die Wände zu wabern. Wie eine eigenwillige Mischung aus einem Kokon und einer barocken Fantasie.
Schon beim ersten Blick werden Sie erkennen: Dies ist keine gewöhnliche Kneipe. Und das Romantis will das auch gar nicht sein. Allein die 400 Engel und 42 Aquarien zeugen von der Detailverliebtheit des Teams.
Wer nach einem Besuch im Romantis immer noch weiterfeiern will, geht einfach ein paar Minuten bis zum Thielenplatz. Die dortige Minibar im Smartcity-Hotel hat rund um die Uhr offen und bietet ebenfalls leckere Cocktails an.
Der Laden gilt in Hannover als einer der besten, der explizit ein homosexuelles Publikum anspricht. Doch das Romantis ist dabei keine Art geschlossenes Vereinsheim: Jeder entspannte und offene Feierwütige ist hier gerne gesehen, egal welcher sexuellen Orientierung er angehört. Ob Bier, Cocktails oder ein paar schnelle Kurze – die Getränkeauswahl ist gut und die Preise für Innenstadtverhältnisse moderat.
Das Programm besteht aus regelmäßigen Karaokeabenden, Table Quiz und abgefahrenen Mottopartys.
Bar Romantis · Mo–Sa 18 Uhr bis der letzte Gast geht · Lavesstraße 64 · 30159 Hannover Tel. 0511 / 54 57 52 39 · www.bar-romantis.de
Am südlichen Ende des Stadtparks Hannover versteckt sich ein urtümlicher japanischer Teegarten. Hier finden Besucher Ruhe und Entspannung. Gleichzeitig ist er aber auch ein Zeichen der Städtefreundschaft zwischen der Leinemetropole und Hiroshima, die seit Jahrzehnten intensiv gepflegt wird.
Es ist eines der botanischen Geheimnisse Hannovers. In einer kleinen Ecke am südlichen Ende des schönen Stadtparks im Zooviertel versteckt sich ein japanischer Teegarten. 1996 wurde er eingeweiht und steht für die Städtepartnerschaft zwischen Hannover und der japanischen Metropole Hiroshima. Regelmäßig werden hier traditionelle Teezeremonien veranstaltet. Besucher können sich besonders über die Blütezeit der Rhododendren im Mai, die der Rosen im Juni und Juli und die der Prachtstauden von August bis September freuen.
Sie finden in dem kleinen Stück fernöstlicher Gartenbaukunst aber auch Ruhe und Besinnung, das macht den Garten zu einer Oase mitten in der hektischen Stadt. Der Hintergrund dieses Gartens ist jedoch ernst. Hiroshima als Abwurfstelle einer der Atombomben und Hannover als im Krieg weitestgehend zerstörte Stadt fanden sich im Rahmen der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs in den 1960er-Jahren zusammen.
Nur wenige Meter entfernt liegt mit dem Rosencafé ein schöner Ort für einen Imbiss. Die Einrichtung des kleinen Pavillons erinnert dabei an die 1950er-Jahre und macht das Café zu einem tollen Fotomotiv.
Gegenseitige Besuche und der Austausch von Schülergruppen prägten lange die Beziehung. Noch heute wird traditionell am Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die japanische Metropole, am 6. August 1945, der Opfer auf beiden Seiten gedacht.
Das kleine Teegärtchen wirkt vor diesem Hintergrund dabei wie ein Mahnmal der Zivilisation gegen die Gräuel des Kriegs, und es vereint die Lehren japanischen Gartenbaus in ihrer Mischung aus Strenge, Disziplin, Detailverliebtheit und Tradition.
Japanischer Teegarten im Stadtpark · Mo–So 8–21 Uhr · Theodor-Heuss-Platz 1 · 30175 Hannover
Das Seestern ist das wohl älteste Fischrestaurant Hannovers. Gäste bekommen hier traditionelle Gerichte und eine kleine Zeitreise ins gute alte Westdeutschland. Denn an der Einrichtung und der Speisekarte wurde in den vergangenen Jahren sehr wenig geändert. Schließlich hat sich hier das Leckere längst durchgesetzt.
Hannovers Fußballfans singen wegen ihrer gepflegten Feindschaft mit den Anhängern von Werder Bremen gerne mal den Schlachtruf: »Und wir kaufen unseren Fisch in Steinhude!« Die sicher nicht ganz ernst gemeinte Beleidigung spielt dabei auf das Steinhuder Meer als Fischereirevier in der Region an. Doch für Fischliebhaber müssen es nicht unbedingt Tiere aus der Region sein, wenn sie schlemmen wollen. Das Restaurant Seestern in der Innenstadt bekommt einen Großteil seines Angebots seit Jahrzehnten aus Hamburg. Dort wird der Fisch frisch im Hafen eingekauft, bevor er dann den Weg an die Leinemetropole findet.
Das vermutlich älteste Fischrestaurant Hannovers – es wurde 1928 eröffnet – ist eines der kulinarischen Geheimnisse der Stadt. Gab es früher in den Städten noch viele dieser Fischbratereien, gehören die meisten Läden inzwischen zu austauschbaren Ketten – aber nicht so das individuell geführte Seestern.
Gelegen in einer sonst eher unscheinbaren Nebenstraße kommen hier seit Jahrzehnten beliebte Gerichte wie Brat- oder Backfisch auf den Tisch. Dazu gibt es selbst gemachten Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln und leckere Remoulade.
Die Bedienungen sind aufmerksam, schnell und freundlich, und die Einrichtung lädt zu einer Zeitreise ein: Hier findet sich das gute alte Westdeutschland. Zusammen mit dem Essen entsteht so das gleiche Gefühl wie damals im Urlaub an der Nordsee mit den Großeltern. Das Seestern wirkt von außen unscheinbar, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Denn hier geht es wirklich vor allem um das leckere Essen, und das ist auch gut so.
Seestern · Mo–Fr 11–18, Sa 11–17 Uhr · Andreaestraße 2 · 30159 Hannover · Tel. 0511 / 32 87 83
Lange bevor vegetarische und vegane Ernährung Trend wurde, setzte das Restaurant Hiller am Rande der Innenstadt auf eine Ernährung ohne tierische Produkte. Bereits 1955 wurde es eröffnet und hat sich in den Jahrzehnten danach immer wieder neu erfunden. Die Qualität und die Liebe zum Essen blieben dabei immer hoch.
Es gab Zeiten, da tauschten sich Vegetarier und Veganer in Hannover wie in einer Art Geheimbund aus, wo sich gut essen gehen ließ. Das Angebot war lange Zeit eher mäßig, aber auf ein Restaurant konnten sich Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, seit Jahrzehnten verlassen: das Restaurant Hiller zwischen der Innenstadt und der Südstadt.
Lange bevor es hip wurde, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren und in jeder Kochshow Rezepte mit Tofu vorgestellt wurden, wurde im Hiller Kochen ohne Knochen praktiziert. Wie durch Absicht gelegen in der Blumenstraße bietet das Restaurant seit 1955 ausschließlich tierfreien Genuss zu moderaten Preisen. Seit 2012 sind alle Produkte außerdem komplett vegan.
Lange Zeit war das Hiller die einzige Möglichkeit, um Essen ohne tierische Produkte zu genießen und nicht nur Kartoffeln und Gemüse zu bekommen. Denn dass vegane Ernährung nichts mit Verzicht zu tun hat, das zeigen die zahlreichen Gerichte, und das riechen Sie bereits, wenn Sie in das liebevoll eingerichtete Restaurant kommen.
Zum Mittag gibt es immer ein kleines Drei-Gänge-Menü, abends können Sie neben den Menüs außerdem noch à la carte auswählen. Wenn Sie sich denn bei der großen Auswahl entscheiden können, denn hier wird kreativ gekocht. Futterneid beim Blick auf den Teller des Nachbarn ist da garantiert. Die Gerichte richten sich dabei auch nach dem saisonalen Angebot.
Dazu gibt es zahlreiche frisch gepresste Säfte, Bio-Weine und Bio-Bier sowie fair gehandelten Tee und Kaffee. Wer Lust hat auf veganes Schlemmen, der ist im Hiller genau richtig.
Hiller · Mo–Sa 12–23 Uhr · Blumenstraße 3 · 30159 Hannover · Tel. 0511 / 32 12 88 www.restaurant-hiller.de
Der Weiße-Kreuz-Platz hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gewandelt. War er früher Teil der offenen Heroinszene in der Stadt, treffen sich hier inzwischen die Mütter aus der List. Der Spielzeugladen Fridolin’s ist hier schon ewig heimisch und einer der besten in der Region.
Ein Stück der Berliner Mauer erinnert hier an die bewegende Geschichte Deutschlands. Früher wollten Eltern ihre Kinder auf dem Weiße-Kreuz-Platz nicht spielen lassen, weil hier Heroinabhängige ihrer Sucht nachgingen. Doch inzwischen hat sich das Image dieses Platzes am Anfang der beliebten Lister Meile geändert. In den Cafés treffen sich die Kreativen und Schicken aus der Oststadt und der List zum Kaffee oder Cocktail – und auch der Platz wird immer häufiger zum Picknicken oder für politische Aktionen genutzt. Man könnte sagen, die Gentrifizierung hier ist abgeschlossen.
Doch ein paar Sachen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht geändert, und das ist gut so: Denn fast am Anfang der Lister Meile steht seit 1980 einer der schönsten Spielzeugläden der Stadt: das Fridolin‘s. Bereits bevor man das Geschäft betreten hat, ist man ein Stück verzaubert. Der Spielzeugladen hat vor der Tür aufwendig allerlei Klimbim platziert. Seien es Windspiele oder eine Auswahl von komischen Postkarten – der Laden fällt auf. Drinnen erwartet Besucher dann ein Paradies des pädagogisch wertvollen Spielens sowie eine riesige Auswahl an Gummitierchen, Drachen und allerlei Holzspielzeug. Besonders die Auswahl an Baukästen und Erlebnisspielen sucht in Hannover ihresgleichen. Hier finden Sie das passende Geschenk zum Kindergeburtstag, aber auch erwachsene Spieler kommen hier auf ihre Kosten.
Früher wurde das Angebot von vielen als »zu öko« verlacht, inzwischen hat das Geschäft mit seinem vielseitigen Angebot aber eine Nische besetzt, die abseits der großen Spielzeugsupermärkte immer mehr Menschen begeistert und erfreut.
Fridolin’s · Mo–Fr 10–19, Sa 10–16 Uhr · Lister Meile 21 · 30161 Hannover Tel. 0511 / 31 23 56 · www.fridolins-spielzeug.de
