Hilfe bei Herzbeschwerden - Dr. Markus Zillgens - E-Book

Hilfe bei Herzbeschwerden E-Book

Dr. Markus Zillgens

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Beschreibung

Selbsthilfe bei Herzbeschwerden und Herzerkrankungen unter kompetenter ärztlicher Anleitung: der erste Gesundheitsratgeber zum Mitmachen von den Spezialisten der Klinik für Naturheilkunde und integrative Medizin in Essen. Dr. med. Markus Zillgens und Diplom-Ökotrophologin Sabine Pork haben mit ihrer Sachkenntnis und ihrer langjährigen Erfahrung im täglichen Umgang mit Patienten ein interaktives Patienten-Coaching zur Selbsthilfe bei Herzbeschwerden oder Herzerkrankungen entwickelt. Damit wird den Betroffenen geholfen, die Mitverantwortung für sich selbst und ihre Gesundheit übernehmen wollen. Bei Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Vorhofflimmern oder Verkalkung der Herzkranzgefäße sind Lebensstil-Änderungen das Fundament der Behandlung. Mit Hilfe von Bewegung, Ernährungsumstellung und Stressreduktion sowie Hydrotherapie und Pflanzenheilkunde können zum Teil größere Wirkungen erzielt werden als mit Medikamenten. Checklisten, Fragebögen, Ernährungs-Coaching, Mitmachübungen, Dos and Don'ts und durchgängige Erfolgskontrollen unterstützen Betroffene dabei, selbst aktiv zu werden, um ihre Gesundheit zu verbessern.

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Seitenzahl: 77

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Dr. med. Markus Zillgens / Sabine Pork

Hilfe bei Herzbeschwerden

Gesundheit zum Mitmachen: Selbst aktiv werden, Beschwerden lindern und heilen, Lebensqualität steigern

Knaur e-books

Über dieses Buch

Selbsthilfe bei Herzbeschwerden und Herzerkrankungen unter kompetenter ärztlicher Anleitung: der erste Gesundheitsratgeber zum Mitmachen von den Spezialisten der Klinik für Naturheilkunde und integrative Medizin in Essen.

Dr. med. Markus Zillgens und Diplom-Ökotrophologin Sabine Pork haben mit ihrer Sachkenntnis und ihrer langjährigen Erfahrung im täglichen Umgang mit Patienten ein interaktives Patienten-Coaching zur Selbsthilfe bei Herzbeschwerden oder Herzerkrankungen entwickelt. Damit wird den Betroffenen geholfen, die Mitverantwortung für sich selbst und ihre Gesundheit übernehmen wollen.

Bei Erkrankungen wie z. B. Bluthochdruck, Vorhofflimmern oder Verkalkung der Herzkranzgefäße sind Lebensstil-Änderungen das Fundament der Behandlung. Mit Hilfe von Bewegung, Ernährungsumstellung und Stressreduktion sowie Hydrotherapie und Pflanzenheilkunde können zum Teil größere Wirkungen erzielt werden als mit Medikamenten.

Checklisten, Fragebögen, Ernährungs-Coaching, Mitmachübungen, Dos and Don’ts und durchgängige Erfolgskontrollen unterstützen Betroffene dabei, selbst aktiv zu werden, um ihre Gesundheit zu verbessern.

Inhaltsübersicht

Hinweise zur Benutzung dieses E-BooksVorwortWie Herzbeschwerden entstehenBluthochdruck (arterielle Hypertonie)Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)Störungen der BlutfetteGefäßverkalkung (Arteriosklerose)Wie kommt es zur Arteriosklerose?RhythmusstörungenVorhofflimmernUntersuchungen und BehandlungenBestandsaufnahme-KuchenWunschzustand-KuchenWas sind meine Ausgangspunkte? Was sind meine Ziele?>Das hat mir gutgetan:ZusammenfassungSäule 1: StressbewältigungSenken Sie Ihr RisikoStress lass nach – eine HerzensangelegenheitWas heißt eigentlich »Stress«?SchlafRauchstoppMentale StrategienFreude und die Fähigkeit zu genießenEntspannungsmethodenFinger-YogaAtemübungen zur kurzfristigen SpannungsregulationDos & Don’tsDas will ich ausprobieren:Schritt für Schritt – Mein MeilensteinZusammenfassungSäule 2: BewegungEin bewegtes HerzGrundsätzlich empfehlenswert sind Gehen und Walken, Schwimmen, Langlauf und andere Ausdauersportarten. Ihre Vorzüge sind:Die vielen guten Gründe für Bewegung im Überblick:Kennen Sie Ihre Grenzen?Wie viel Bewegung ist gesund?BestandsaufnahmeIn Bewegung kommen/bleibenBewegungsprotokollDos & Dont’sDas will ich ausprobieren:Schritt für SchrittMein Meilenstein>Das hat mir gutgetan:ZusammenfassungSäule 3: HydrotherapieWasser fürs HerzWärme und KälteBeispiele für die PraxisSaunaTemperatur-ansteigende ArmbäderBrustwickelLavendel-HerzauflagenDie wichtigsten Regeln für KneippanwendungenDos & Don’tsSchritt für Schritt – Mein MeilensteinZusammenfassung>Das hat mir gutgetan:Säule 4: PflanzenheilkundeMit Pflanzen dem Herz helfenDos & Don’tsBlutspende hilft gegen Bluthochdruck>Das hat mir gutgetan:ZusammenfassungSäule 5: ErnährungNahrung, die das Herz begehrtMediterrane VollwerternährungDas Salz in der Suppe …… und das süße LebenUnd jetzt noch das Fett weg?!Cholesterin und Homocystein oder: Muss ich vegetarisch leben?Ein Entlastungstag pro WocheBestandsaufnahmeErnährungstagebuchErnährungstagebuchDos & Don’tsSchritt für SchrittMein MeilensteinRezept: HirsefrühstückRezept: Rote-Bete-SuppeRezept: Kohlrabi-Apfel-RohkostRezept: Chinakohlsalat mit Frucht und PinienkernenRezept: Schwarze-Bohnen-SalatRezept: Herzhafter Grünkernaufstrich/herzhafte GrünkernbratlingeRezept: RosinenbrötchenRezept: Kakao-Nuss-Creme>Das hat mir gutgetan:ZusammenfassungZum guten SchlussNoch mehr unabhängige Informationen …Ihr persönliches Risiko
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Hinweise zur Benutzung dieses E-Books

»Hilfe bei Herzbeschwerden« fordert Sie immer wieder dazu auf, sich selbst bewusst zu beobachten und aktiv zu werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wenn dieses Symbol auftaucht, sollten Sie ein Notizbuch zur Hand nehmen und aufschreiben, was Ihnen zu der Frage oder Inspiration einfällt.

Bei diesem Symbol können Sie sich auf www.gesundheitzummitmachen.de/downloads Vorlagen für die Übungen, Anleitungen und Rezepte downloaden.

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Vorwort

Haben Sie auch »Herz«? Herzkrankheiten sind häufig. An Bluthochdruck leiden nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes 40 Prozent der Vierzig- bis Fünfzigjährigen und 80 Prozent der Sechzig- bis Siebzigjährigen. Und unter einer koronaren Herzkrankheit (Verkalkung der Herzkranzgefäße) leiden mehr als 20 Prozent aller Deutschen im Rentenalter.

Die schlechte Nachricht dazu: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind lebensgefährlich. Fast 40 Prozent aller Sterbefälle in Deutschland sind auf diese Gruppe von Krankheiten zurückzuführen, mehr als bei allen Krebserkrankungen zusammengenommen.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Sie können diese Krankheiten sehr gut beeinflussen! Sie können Bluthochdruck und Arterienverkalkung ausbremsen und zum Teil sogar rückgängig machen. Und dabei soll unser Buch mit seinen Selbsthilfemaßnahmen und Vorschlägen zu einem gesünderen Lebensstil helfen.

Die beschriebenen Maßnahmen sind – insbesondere in Kombination – von großer Wirksamkeit und werden zum überwiegenden Teil auch von Schulmedizinern befürwortet. Und wo sie nach gängigem Wissenschaftsbegriff nicht »bewiesen« sind, gibt es auf jeden Fall umfangreiche Erfahrungen. Die Vorschläge wirken auf sanfte Weise – und sie kosten nicht viel. Alles gute Gründe, sich mit ihnen zu beschäftigen und sie in Ihren Alltag einzubauen.

Gleichzeitig sei aber bei aller Begeisterung für die Naturheilkunde auch gesagt: Sie wären dumm, wenn Sie jetzt Ihre Tabletten wegwerfen und nie mehr zum Arzt gehen! Nutzen Sie die Möglichkeiten der modernen Medizin, vertrauen Sie auf die wirklich wunderbaren Errungenschaften der Kardiologie. Und blicken Sie dann über den Tellerrand hinaus und nehmen Sie mit den Möglichkeiten der Naturheilkunde Ihr Schicksal ein Stück weit selbst in die Hand.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen – von ganzem Herzen – gute Gesundheit und gute Besserung.

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Wie Herzbeschwerden entstehen

Bevor wir in den folgenden Kapiteln die fünf Säulen Lebensstil/Stressbewältigung, Bewegung, Wasseranwendungen, Pflanzenheilkunde und Ernährung genauer und ganz praktisch betrachten, werfen wir gemeinsam einen Blick auf die häufigsten – und gefährlichsten – Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

Bluthochdruck ist die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dabei steht das Blut in den Gefäßen unter zu hohem Druck, entweder durch zu viel Volumen (vom Herzen ausgeworfenes Blut) und/oder durch zu eng gestellte Gefäße. Der Blutdruck wird vor allem durch Hormone gesteuert, darunter das Stresshormon Adrenalin. Bei 90 Prozent der Patienten lässt sich keine Ursache finden, der Bluthochdruck ist »einfach da«.

Der Blutdruck schwankt wellenförmig: Nach einem Herzschlag kommt die kräftige Pulswelle (»erster Wert«, systolischer Druck), anschließend sinkt der Druck bis zum nächsten Herzschlag wieder ab (»zweiter Wert«, diastolischer Druck).

 

Als erhöht gilt ein Blutdruck

ab 140 mmHg systolisch und/oder

ab 90 mmHg diastolisch

Nun fühlen sich die allermeisten Menschen mit Bluthochdruck ganz gut. Meist fällt er erst anlässlich einer Routinemessung beim Arzt auf. Nur wenige leiden an Kopfschmerzen oder Schwindel. Einige fühlen sich sogar vorübergehend schlapp und müde, wenn der Bluthochdruck erfolgreich behandelt wird. Trotzdem sollte man ihn unbedingt in den Zielbereich bringen (und nicht bloß »ein bisschen« seine Tabletten nehmen). Sonst folgen nach einigen Jahren die Komplikationen: Durch Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) kann es zu zahlreichen Krankheiten kommen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und peripherer arterieller Verschlusskrankheit, außerdem Umbau des Herzmuskels (Hypertensive Herzkrankheit), Nierenschwäche bis hin zum Nierenversagen, Aufweitung bis hin zum Platzen der Hauptschlagader (Aneurysma bzw. Dissektion und Ruptur) und Augenschäden. Bluthochdruck ist also nicht nur eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, sondern einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und andere lebensbedrohliche Krankheiten!

An erster Stelle der Behandlung stehen Allgemeinmaßnahmen und Lebensstilveränderungen: Bewegung, Gewichtsnormalisierung, Ernährungsumstellung, Rauchstopp, Mäßigung von Kaffee- und Alkoholkonsum. Hinzu kommen Pflanzenheilkunde, Wasseranwendungen (Hydrotherapie) und vor allem Stressbewältigung. Besonders die letzten beiden Maßnahmen werden häufig vergessen und vernachlässigt: Sie erfordern etwas mehr Wissen, Zeit und Motivation.

Sie haben es in der Hand! Ein nennenswerter Teil der Menschen mit leichtem Bluthochdruck kommt allein mit Lebensstilveränderungen schon zu einem idealen Blutdruck. Und durch Behandlung mit Tabletten kann man die Hälfte der Herzschwächen, ein Drittel der Schlaganfälle und ein Viertel der Herzinfarkte verhindern.

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Genau wie der Bluthochdruck ist die Zuckerkrankheit ein wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt und andere lebensbedrohliche Krankheiten.

Nach Auskunft des Robert Koch-Instituts sind fast 10 Prozent der Deutschen Diabetiker, insgesamt acht Millionen Menschen. Bei den über Siebzigjährigen ist es fast ein Viertel. Sie alle haben einen zu hohen Blutzuckerspiegel, und bei der besonders häufigen Form des Diabetes mellitus Typ 2, dem sogenannten »Alterszucker«, liegen die Gründe im dauerhaften »zu guten« Essen. Der Körper will den erhöhten Blutzuckerspiegel durch die Produktion von immer mehr Insulin in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) senken. Dauerhaft erhöhtes Insulin lässt aber die Zellen resignieren: Sie reagieren nur noch schwach darauf und nehmen immer weniger Zucker auf. Der Blutzucker wird nicht mehr ausreichend gesenkt, und die Bauchspeicheldrüse gibt noch mehr Gas – ein Teufelskreis. Später erschöpft sie sich durch die ständige Be- und Überlastung und produziert immer weniger Insulin. Der Blutzucker steigt »ins Unermessliche«.

Der Alterszucker kommt schleichend und wird meist nur bei einer Routinemessung entdeckt. Genau wie der Bluthochdruck ist allein schon das ein Grund für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt! Diabetes kann sich aber auch durch Müdigkeit, großen Durst und große Urinmengen, Hautkrankheiten und Potenzstörungen bemerkbar machen.