Hilfe bei Bluthochdruck - Dr. Markus Zillgens - E-Book

Hilfe bei Bluthochdruck E-Book

Dr. Markus Zillgens

0,0
6,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Selbsthilfe bei Bluthochdruck unter kompetenter ärztlicher Anleitung: der erste Gesundheits-Ratgeber zum Mitmachen von den Experten für Naturheilkunde. Ein Drittel der deutschen Erwachsenen hat einen erhöhten Blutdruck. Er ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herztod. Dahinter steckt keine Krankheit im engeren Sinn, sondern eine (eigentlich umkehrbare!) Fehlfunktion aufgrund von Stress und ungünstigem Lebensstil. Der Facharzt für Innere Medizin Dr. Markus Zillgens und die Ökotrophologin Sabine Pork haben langjährige Erfahrung im täglichen Umgang mit Bluthochdruck-Patienten. Sie haben ein interaktives Coaching zur Selbsthilfe entwickelt, mit dem Betroffene aktiv etwas für ihre Gesundheit tun können. Dieser Gesundheits-Ratgeber informiert, wie Patientinnen und Patienten Bluthochdruck-Medikamente reduzieren, auf sie verzichten und ein gesundes Leben führen können. Die Selbsthilfe-Anwendungen aus der Naturheilkunde basieren auf den fünf Säulen ganzheitlicher Gesundheit: Lebensstil, Bewegung, Ernährung, Wasser-Anwendungen und Pflanzen-Heilkunde. Checklisten, Fragebögen, Ernährungs-Coaching, Mitmach-Übungen, Dos and Don'ts und durchgängige Erfolgskontrollen unterstützen Betroffene dabei, selbstverantwortlich für ihre Gesundheit einzutreten.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 81

Veröffentlichungsjahr: 2019

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Dr. med. Markus Zillgens / Sabine Pork

Hilfe bei Bluthochdruck

Selbst aktiv werden, Beschwerden lindern und heilen, Lebensqualität steigern

Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.

Über dieses Buch

Selbsthilfe bei Bluthochdruck unter kompetenter ärztlicher Anleitung: der erste Gesundheits-Ratgeber zum Mitmachen von den Experten für Naturheilkunde.

 

Ein Drittel der deutschen Erwachsenen hat einen erhöhten Blutdruck. Er ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkt, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herztod. Dahinter steckt keine Krankheit im engeren Sinn, sondern eine (eigentlich umkehrbare!) Fehlfunktion aufgrund von Stress und ungünstigem Lebensstil.

Der Facharzt für Innere Medizin Dr. Markus Zillgens und die Ökotrophologin Sabine Pork haben langjährige Erfahrung im täglichen Umgang mit Bluthochdruck-Patienten. Sie haben ein interaktives Coaching zur Selbsthilfe entwickelt, mit dem Betroffene aktiv etwas für ihre Gesundheit tun können.

Dieser Gesundheits-Ratgeber informiert, wie Patientinnen und Patienten Bluthochdruck-Medikamente reduzieren, auf sie verzichten und ein gesundes Leben führen können.

Die Selbsthilfe-Anwendungen aus der Naturheilkunde basieren auf den fünf Säulen ganzheitlicher Gesundheit: Lebensstil, Bewegung, Ernährung, Wasser-Anwendungen und Pflanzen-Heilkunde.

Checklisten, Fragebögen, Ernährungs-Coaching, Mitmach-Übungen, Dos and Don‘ts und durchgängige Erfolgskontrollen unterstützen Betroffene dabei, selbstverantwortlich für ihre Gesundheit einzutreten.

Inhaltsübersicht

Hinweise zur Benutzung dieses E-Books

Vorwort

Was ist Blutdruck?

Wie definiert man Bluthochdruck?

Welchen Blutdruck sollte eine Behandlung erzielen?

Wie misst man den Blutdruck?

Folgen von Bluthochdruck – Die Komplikationen

Primärer und sekundärer Bluthochdruck

Was führt zu Bluthochdruck? Die klassischen Risikofaktoren

Was beeinflusst noch den Blutdruck? Ein weiteres Verständnis

Bestandsaufnahme

Mein persönliches Ziel

Bestandsaufnahme-Kuchen

Wunschzustand-Kuchen

Zusammenfassung

Säule 1: Stressbewältigung

Umgang mit Stress und Anspannung

Richtig atmen

Denken hilft

Dos & Don’ts

Schritt für Schritt

Mein Meilenstein

Darauf will ich von jetzt an achten

Entlastung finden

Zusammenfassung

Säule 2: Bewegung

Bewegung tut dem Blutdruck gut

Kennen Sie Ihre Grenzen?

Ausdauer und Kraft trainieren

Wie viel Bewegung ist gesund?

Bestandsaufnahme

In Bewegung kommen

Bewegungsprotokoll

Dos & Don’ts

Schritt für Schritt

Mein Meilenstein

Zusammenfassung

Säule 3: Hydrotherapie

Wasser für Herz und Kreislauf

Wärme und Kälte

Beispiele für die Praxis

Ätherische Öle

Massage

Dos & Don’ts

Schritt für Schritt

Mein Meilenstein

Zusammenfassung

Säule 4: Pflanzenheilkunde

Mit Pflanzen Herz und Kreislauf helfen

Medizin und/oder Nahrungsmittel? Superfoods und ihre Wirkung

Blutspende hilft gegen Bluthochdruck

Dos & Don’ts

Schritt für Schritt

Mein Meilenstein

Zusammenfassung

Säuel 5: Ernährung

Essen für Herz und Kreislauf

Wie reduziere ich Zucker?

Wie reduziere ich Fett, und wie ist das mit dem gesunden Fett?

Was ist mit Superfoods, wie sinnvoll sind spezielle Lebensmittel?

Salz sparen, aber wie?

Fasten senkt den Blutdruck

Ernährungstagebuch

Rezept: Leichtes Sprossenmüsli

Rezept: Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Dip

Rezept: Trauben-Belugalinsen-Salat

Rezept: Salzreduziertes Brot

Rezpt: Spinatsalat

Rezept: Vegetarische Pizzabrötchen

Rezept: Nudelauflauf mit Sauerkraut

Rezept: Erfrischendes Lassi

Rezept: Hummus als veganer Brotaufstrich

Rezept: Helle vegane Soße

Noch mehr unabhängige Informationen …

Prüfen Sie Ihre Einflussmöglichkeiten!

Zum guten Schluss

Hinweise zur Benutzung dieses E-Books

»Hilfe bei Rückenschmerzen« fordert Sie immer wieder dazu auf, sich selbst bewusst zu beobachten und aktiv zu werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wenn dieses Symbol auftaucht, sollten Sie ein Notizbuch zur Hand nehmen und aufschreiben, was Ihnen zu der Frage oder Inspiration einfällt.

Bei diesem Symbol können Sie sich auf www.gesundheitzummitmachen.de/downloads Vorlagen für die Übungen, Anleitungen und Rezepte downloaden.

Vorwort

Machen Sie sich Sorgen wegen Ihres Blutdrucks? Eventuell auch wegen möglicher Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall? Oder möchten Sie sich einfach optimal auf die Krankheit einstellen und etwas dafür tun, dass Sie weiter gesund bleiben?

Bluthochdruck, die arterielle Hypertonie, ist die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung. Und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in den Industrienationen. In Deutschland leiden zwei von fünf der Vierzig- bis Fünfzigjährigen und vier von fünf der Sechzig- bis Siebzigjährigen an Bluthochdruck.

Nun fühlen sich die meisten Menschen mit Bluthochdruck ganz gut. Viele Jahre lang macht er keine Beschwerden. Folglich weiß fast die Hälfte der Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung. Und von denen, die es wissen, geht wiederum nur die Hälfte entschlossen dagegen vor. Manchmal haben lange Jahre der Erkrankung die Motivation sinken lassen. Oder der Zweck der Behandlung ist nicht recht klar. Oder – was sehr menschlich ist – »das bisschen Blutdruck« wird verdrängt und gar nicht mehr gemessen.

Trotzdem sollten Sie Ihren Blutdruck unbedingt in den Zielbereich bringen, denn er verursacht Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und die dadurch bedingten Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Bluthochdruck ist also nicht nur eine eigene Herz-Kreislauf-Erkrankung, sondern auch der wichtigste Risikofaktor für viele lebensbedrohliche Krankheiten.

Umgekehrt kann eine Senkung des Blutdrucks die Hälfte der Herzschwächen, ein Drittel der Schlaganfälle und ein Viertel der Herzinfarkte verhindern! Gehen Sie neben Bluthochdruck auch andere Risikofaktoren an (wie Rauchen, Übergewicht, Cholesterin- und Blutzuckererhöhung, Stress, Bewegungsmangel …), so kann das Risiko noch weiter gesenkt und die Lebensdauer weiter verlängert werden.

 

Und genau das wünschen wir Ihnen – von Herzen!

Wie definiert man Bluthochdruck?

Viele Menschen mit Hypertonie haben keine Beschwerden. Es können aber Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Herzklopfen, Luftnot und Nasenbluten auftreten.

 

Lange galt als Definition: Bluthochdruck liegt vor,

ab 140 mmHg systolisch und/oder

ab 90 mmHg diastolisch

Doch 2017 beschlossen die wichtigsten amerikanischen Fachgesellschaften, die Grenze auf 130/80 mmHg zu senken. Es gibt Hinweise, dass hierdurch das Herz-Kreislauf-Risiko weiter gesenkt wird. Der Schritt wurde heftig diskutiert, weil dadurch Millionen Menschen plötzlich zu behandlungsbedürftigen Patienten gemacht wurden. Außerdem ist der Nutzen einer Blutdrucksenkung auf unter 130/80 mmHg deutlich geringer. Ohnehin vernachlässigt schon jetzt mehr als die Hälfte der Blutdruckpatienten ihre Behandlung.

Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie und die Europäische Gesellschaft für Hypertonie sind in ihren neuen Leitlinien 2018 den Amerikanern dann auch nur zum Teil gefolgt. Einerseits gilt weiterhin erst ≥140/90 mmHg als Bluthochdruck. Andererseits wurden der Wert, ab dem behandelt werden soll, und der Zielwert bei Behandlung gesenkt: Bei Hypertonikern bis 65 Jahre mit einem hohen Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse (z. B. mit Stent oder nach Infarkt) soll bereits ab 130/85 mmHg eine Behandlung begonnen werden. Bei Hypertonikern ohne hohes Risiko dagegen weiterhin erst ab 140/90.

 

Wird ein Bluthochdruck festgestellt, so sollte nach weiteren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Folgeschäden gesucht werden – mindestens mit EKG, Herzultraschall (Echokardiografie, Echo), Nierenwert und einer Untersuchung auf Albumin im Urin.

Welchen Blutdruck sollte eine Behandlung erzielen?

Die alte Regel »100 + Lebensalter«, also ein systolischer Blutdruck von 170 mmHg für 70-Jährige, ist längst nicht mehr aktuell. Es gilt:

Bei jungen Hypertonikern bis 65 ohne Nierenkrankheit: 120–130/70–80 mmHg

Bei jungen Hypertonikern bis 65 mit Nierenkrankheit und bei fitten Hypertonikern über 65: 130–140/70–80 mmHg

Bei gebrechlichen Senioren zählt der Einzelfall. Schwindel und Sturzgefahr infolge einer Blutdrucksenkung stellen oft eine Bedrohung dar.

Als (therapie-)resistenten Bluthochdruck bezeichnet man einen Bluthochdruck, der durch drei geeignete Medikamente in voller Dosierung nicht den Zielwert erreichen kann. Ursachen können sein: eine unerkannte Erkrankung (sekundäre Hypertonie, siehe unten), der Weißkittel-Effekt (Erhöhung aus Nervosität nur beim Arzt), Fehlmessungen, mangelhafte Medikamenteneinnahme oder sonstige unzureichende Mitarbeit des Patienten.

Wie misst man den Blutdruck?

Einige Dinge sollte man beim Messen beachten:

Standard ist die Messung beim Arzt. Auch Apotheken bieten Blutdruckmessungen an. Besser sind Heimmessungen (mit Blutdruck-Tagebuch) und 24-Stunden-Langzeitmessungen. Der Grund: Die punktuelle Messung in der Arztpraxis ist oft erhöht, weil die Patienten aufgeregt oder gar ängstlich sind.

Im Sitzen, nach 5 Minuten, in ruhiger Umgebung

30 Minuten zuvor keine schwere körperliche oder psychische Belastung, Nahrungsaufnahme oder Rauchen

Zum Armumfang passende Manschettengröße

Arm entkleidet – nicht über dem Pullover anlegen

Manschette und abgelegter Arm auf Herzhöhe

Arm im Ellbogen leicht angewinkelt

Unterrand der Manschette 2–3 cm über Ellenbeuge

Hochwertiges Messgerät mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga (DHL)

An beiden Armen messen (zumindest anfangs und gelegentlich). Der Arm mit dem höheren Wert zählt und sollte für die nächsten Messungen verwendet werden. Falls wiederholt eine Differenz von 15–20 mmHg im systolischen oder im diastolischen Druck zwischen den Armen besteht, so sollte nach der Ursache dafür gesucht werden.

3 Messungen mit 1–2 Minuten Abstand. Hier gilt der niedrigere Wert.

Mindestens an zwei Tagen messen. Der höhere Wert zählt. Bei Heimmessungen Mittelwert bilden.

Sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruck sollten stimmen.

Folgen von Bluthochdruck – Die Komplikationen

Schon eine einzige hohe Entgleisung (hypertensive Krise) führt zum Absterben kleinster Haargefäße und damit zu Miniinfarkten im Gehirn. Bei wiederholtem Auftreten kann dies in eine Demenz münden.

Doch vor allem verursacht Bluthochdruck eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Und er kommt häufiger vor als die anderen Risikofaktoren: Rauchen, Übergewicht, fehlende Bewegung, erhöhte Cholesterinwerte, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Herzinfarkte bei Verwandten.