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Sind sie im Alltag oft gestresst und wissen manchmal nicht wo ihnen der Kopf steht? Haben sie das Gefühl, dass sie anders sind als die Anderen und oft nicht verstanden werden? Sind sie oder ihr Kind hochsensibel? Dieser Ratgeber hilft ihnen dabei, dies herauszufinden. Hochsensibilität ist keine Schwäche, wenn sie als Gabe erfolgreich im Alltag eingebracht wird. Das sollte sowohl hochsensiblen Kindern als auch Erwachsenen aufgezeigt werden, denn diese Gabe wird von vielen Betroffenen als Belastung empfunden. Die Sinne hochsensibler Menschen funktionieren auf einem höheren Niveau als bei den meisten anderen. Berührungen, Geräusche, Lichter, Geschmäcker und Gerüche können zur Herausforderung werden. Zudem spielt auch die Ernährung solcher Menschen oft eine zentrale Rolle, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist. Schätzungsweise 15-20% der Bevölkerung sind als hochsensibel einzustufen, und bis zu 30% laut neuesten Studien. Dies bedeutet, dass Hochsensibilität wohl relativ häufig aufzutreten scheint und daher nicht als seltenes Phänomen einzustufen ist. In diesem Ratgeber werden aus diesem Grund auf die Thematiken vom Kind bis zum Erwachsenen eingegangen, damit sie sich im Ganzen ein Bild über die Hochsensibilität verschaffen können. Bei Kindern über die Zukunft informiert sind und richtig handeln können.Er beschreibt zudem den Umgang in der Schule, dem allmählichen Erwachsen werden, sowie der Entwicklung in beruflicher Hinsicht. Sowohl beim Erwachsenen rückblickend Fragen beantwortet werden können. Der Umgang im privaten und beruflichen Alltag, wie der sensible Darm mit der richtigen Ernährung unterstützt werden kann, als auch die Wichtigkeit der Meditation und energetischen Reinigung. Das Leben mit HSP kann eine Herausforderung sein, muss aber nicht. Der richtige Ansatz zu finden, um besser zu leben, ist möglich. Dieses Buch bietet Werkzeuge und Ratschläge für Familien, um die Hochsensibilität zu verstehen und mit ihr umzugehen.
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Seitenzahl: 60
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Hochsensible Menschen
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Reizüberflutung erkennen, verstehen, umgehen
Ich freue mich, dass Sie sich für diesen Ratgeber entschieden haben. Wie der Titel schon beschreibt, werfen wir einen Blick auf das ganze Leben eines hochsensiblen Menschen. Klären Fragen, bieten Werkzeuge und Ratschläge für Sie und Ihre Familien, um die Hochsensibilität zu verstehen und lernen den bestmöglichen Umgang.
Wissen Sie, Hochsensibilität ist keine Schwäche, wenn sie als Gabe erfolgreich im Alltag eingebracht wird. Das sollte sowohl hochsensiblen Kindern als auch Erwachsenen aufgezeigt werden, denn diese Gabe wird von vielen Betroffenen als Belastung empfunden. Die Sinne hochsensibler Menschen funktionieren auf einem höheren Niveau als bei den meisten anderen. Berührungen, Geräusche, Lichter, Geschmäcker und Gerüche können zur Herausforderung werden. Zudem spielt auch die Ernährung solcher Menschen oft eine zentrale Rolle, da ihre Verdauung sehr empfindlich ist. Schätzungsweise 15-20% der Bevölkerung sind als hochsensibel einzustufen, und bis zu 30% laut neuesten Studien. Dies bedeutet, dass Hochsensibilität wohl relativ häufig aufzutreten scheint und daher nicht als seltenes Phänomen einzustufen ist. Ich werde aus diesem Grund mit ihnen auf die Thematiken vom Kind bis zum Erwachsenen eingehen, damit Sie sich im Ganzen ein Bild über die Hochsensibilität machen können.
Bei Kindern über die Zukunft informiert sind und richtig handeln können. Wie der Umgang in der Schule sein sollte, dem allmählichen Erwachsen werden, sowie der Entwicklung in beruflicher Hinsicht. Bei Erwachsenen können rückblickend Fragen beantwortet werden. Der Umgang im privaten und beruflichen Alltag, wie der sensible Darm mit der richtigen Ernährung unterstützt werden kann, als auch die Wichtigkeit der Meditation und energetischen Reinigung.
Das Leben mit HSP kann eine Herausforderung sein, muss aber nicht. Der richtige Ansatz zu finden, um besser zu leben, ist möglich.
Bereits 1913 wurde der Begriff der Hochsensibilität durch den Psychologen C.G. Jung zum ersten Mal erwähnt und beschrieben. Jung hielt fest, dass es einige wenige Menschen gibt, die mit besonderer Sensibilität auf Reize aus ihrer Umwelt reagieren und diese mit größerer emotionaler Tiefe verarbeiten.
In den 1990er Jahren prägte die US-amerikanische Psychologin Elaine N. Aron den Begriff der Hochsensibilität. Aron benutzte den Begriff der Hochsensibilität im Zusammenhang mit der niedrigen, sensorischen Reizschwelle, welche zugleich zu einer sensitiveren Wahrnehmung führt aber auch zur leichten Übererregbarkeit. Hierbei spielen vier Indikatoren eine maßgebliche Rolle. Betroffene weisen eine niedrige, sensorische Reizschwelle auf und reagieren zum einen sehr stark und zum anderen sehr schnell auf verschiedene Reize. Zudem verarbeiten Betroffene die verschiedenen Reize tiefer, sodass zum Beispiel Emotionen länger nachschwingen. Aus diesen Gründen meiden Betroffene reizintensive Situationen.
Reizintensive Situationen sind beispielsweise intensive Geräusche, Gerüche, das Sonnenlicht, Kleidung, sowie jegliche Form von vielen Sinnesreizen die in Verbindungauftreten. Grund für das Meiden von reizintensiven Situationen ist, dass die Reizüberflutung das Gehirn überanstrengt und es dem Hochsensiblen einfach zu viel wird. Zu viel an verschiedenen Sinneseindrücken, zu viel an zu verarbeitenden Reizen. Durch dieses Zuviel an Sinnesreizen kommt es zudem zu hochemotionalen, inneren Erfahrungen, da diese intensiver wahrgenommen werden. Allerdings gilt dies für sämtliche Reize, es werden also sowohl positive als auch negative Reize besonders stark wahrgenommen.
Die Persönlichkeitsentwicklung eines hochsensiblen Menschen bedingt das äußere Erscheinungsbild, welches auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen die innerhalb der Entwicklungsphasen zurückgeht. Hochsensible Menschen weisen eine höhere Verletzlichkeit für die Entwicklung von Krankheiten auf und sind gefährdeter für negative Reize bei entsprechend biographischer Vorbelastung. Die verstärkte Wahrnehmung äußerer Reize und die eventuell damit verbundene Überforderung oder Überwältigung, ist offenbar mit einer intensiveren, inneren Verarbeitung verbunden. Dies kann dazu führen, dass scheinbar unbedeutenden Ereignissen, Äußerungen oder Handlungen Anderer, eine große Bedeutung zugeschrieben wird. Kleinste soziale Reize werden dabei, je nach Attributionsmuster, von hochsensiblen Personen nach einem persönlichen Bezug oder subtilen negativen Implikationen untersucht und auf die eigene Person bezogen. Seitens der Gesellschaft stoßen die hochsensiblen Personen mit diesem Verhalten auf Unverständnis. Da die Empfindungen und Wahrnehmungen des Hochsensiblen für Andere nicht nachvollziehbar sind, wird dieses Verhalten oftmals als negativ bewertet und/oder mit einem geringen Selbstwertgefühl verglichen. Die Folge ist, dass Hochsensible von Ihrer persönlichen Charakterstruktur her oftmals als konfliktscheu, unzugänglich, aber auch als streitsüchtig oder jähzornig wahrgenommen werden.
Hinzu kommt, dass die Teilnahme an größeren Gruppenaktivitäten oder Situationen in großen Menschenmengen für diese Menschen schwer auszuhalten sind und eine starke Belastung darstellen. Das Verhalten eines Hochsensiblen ist oftmals die Vermeidung, die Flucht oder das Anwenden von Ausreden, um derartigen Momenten aus dem Weg zu gehen. Diese Vermeidungsstrategien sehen in den Augen von Außenstehenden als Desinteresse, geringes soziales Interesse oder gar Arroganz aus, obwohl der wirkliche Grund ein anderweitiger ist. Zugleich ziehen Menschen mit hochsensibler Konstitution eine gute Einschätzbare und Vorhersehbare soziale Umgebung vor, denn dies vermittelt ihnen ein Gefühl von Sicherheit. Ein empathischer Umgang mit anderen Menschen, ist oftmals die große Stärke von hochsensiblen Menschen, während sie gleichzeitig ein sehr geringes Interesse an Wettbewerb oder aggressiver Selbstbehauptung aufweisen. Dies ist besonders dann von Nachteil, wenn sich eine relevante Wettbewerbssituation ergibt und sich die hochsensible Person auf Grund ihrer Konstitution mit den negativen Folgen abzufinden hat.
Die derzeitige Anamnese von Hochsensibilität wird, laut Dr. Dandra Konrad, Diplom-Psychologin und Expertin für Hochsensibilität an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, über die Selbstbeschreibung durch Fragebögen ermittelt. Diese Fragebögen haben ihren Ursprung bei Elaine Aron und sind ins Deutsche übersetzt worden. Es ist jedoch offensichtlich, dass diese Fragebögen nicht optimal sind, da zum Beispiel eine Angststörung einen ähnlich hohen Wert innerhalb des Fragebogens ergibt, wie das Phänomen der Hochsensibilität. Somit kann kein eindeutiger Rückschluss gegeben werden, welche Diagnose nun wirklich vorliegt. Hierzu gehören Aussagen wie: „Ich bin in ständiger Alarmbereitschaft, nehme Informationen stärker wahr und fühle mich irgendwann überreizt.“, welche keine eindeutige Zuordnung zulassen. Entscheidend für eine Beurteilung des Zustandes einer solchen Anamnese ist jedoch, dass Hochsensibilität keine Erkrankung darstellt, im Gegensatz zur Angststörung.
Schätzungsweise 15-20% der Bevölkerung wären als hochsensibel einzustufen, und bis zu 30% laut neuesten Studien. Dies bedeutet, dass Hochsensibilität wohl relativ häufig aufzutreten scheint und daher nicht als seltenes Phänomen einzustufen ist. Einige Tests zeigen jedoch, dass die Vermutung hochsensibel zu sein, nicht immer zutreffend ist, obwohl dies die Auswertung der Fragebögen zeigt. Vielmehr scheint die Erklärung zu sein, dass sich die Umwelteinflüsse derart massiv verändert und in ihrer Komplexität zugenommen haben, dass sich der Mensch noch nicht angepasst hat und der Körper irgendwann dem Wahrnehmungssystem signalisiert, dass es jetzt überlastet ist, ohne dass sich eine Hochsensibilität dahinter verbirgt.
Untersuchungen der Persönlichkeitsmerkmale von hochsensiblen Menschen zeigen, dass sich hochsensible zum einen meist als sehr offen für neue Erfahrungen beschreiben, jedoch gleichzeitig angeben eher emotional instabil und introvertiert zu sein. In Bezug auf die Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit liegen sie jedoch im Durchschnitt. Es ist daher unwahrscheinlich, dass Hochsensibilität als ein Persönlichkeitsmerkmal zu deuten ist, da es sich eher um ein Temperament handelt. Zusammenfassen kann man dies damit, dass Hochsensible eher dazu neigen abzuwägen und nicht temperamentvoll voran stürmen.
