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Natürlich Heilen liegt im Trend „Homöopathie im Alltag“ gibt Tipps für den täglichen Gebrauch Immer mehr Menschen wollen auf natürliche Weise wieder gesund werden. Aus diesem Grund wächst auch das Interesse an der von dem deutschen Mediziner Samuel Hahnemann vor rund 200 Jahren begründeten Homöopathie, denn sie kann beeindruckende Heilerfolge vorweisen. Dieses E-Book aus dem Green Media Verlag berät Sie kompetent und verständlich und hilft Ihnen, auf unkomplizierte Weise das richtige homöopathische Mittel für eine Vielzahl von Alltagserkrankungen zu finden. Es ist ein unentbehrliches Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch mit allen wichtigen Informationen. Und das finden Sie in „Homöopathie gegen Alltagsbeschwerden“: - Das Krankheitsregister von A bis Z - Die wichtigsten Homöopathika und ihr Arzneimittelbild - Einnahmevorschriften - Die homöopathische Hausapotheke - Die homöopathische Reiseapotheke. Autor Manfred Backhaus ist seit 40 Jahren als Heilpraktiker tätig und einem großen Publikum durch seine TV-Auftritte sowie zahlreichen Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen bekannt. Der Green Media Verlag hat sich auf Themen rund um Gesundheit, Bildung und Nachhaltigkeit spezialisiert. Neben Zeitschriften publiziert der Hamburger Verlag auch Bücher und E-Books. Mit „Homöopathie gegen Alltagsbeschwerden“ startet eine Buchreihe mit Gesundheitsratgebern zum Thema Naturheilkunde. Weitere Informationen: www.greenmediaverlag.de
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 129
Veröffentlichungsjahr: 2016
Manfred Backhaus
© 2014
Was ist Homöopathie?
So finden Sie das richtige Mittel
Krankheiten und Beschwerden von A bis Z
Die wichtigsten Homöopathika von A bis Z
Besondere Mittel (Spezifika)
Serviceteil
Anhang
Es gibt sicherlich kaum ein Naturheilverfahren, das in der breiten Bevölkerung so bekannt ist wie die Homöopathie. »Zu einem Homöopathen gehen« – das hieß für die Menschen früher: Zu einem Heilpraktiker, der die Homöopathie anwendet, gehen. Für ältere Patienten ist auch heute noch fast jeder naturheilkundlich tätige Behandler ein Homöopath – obwohl das durchaus nicht zutrifft. Früher beherrschte nahezu jeder Heilpraktiker auch die Homöopathie (was sicherlich auch deren Bekanntheitsgrad begründet). Doch die Zeiten haben sich geändert. Andere Therapien haben Einzug in die Praxen gehalten, und viele Naturmediziner wenden sich mehr und mehr der Gerätemedizin zu und vernachlässigen altes Heilwissen. Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung bedauerlich, denn wohl kaum ein anderes Naturheilverfahren lässt sich so erfolgreich gegen die unterschiedlichsten Krankheitsformen einsetzen wie gerade die Homöopathie. In meiner 26-jährigen Praxistätigkeit gab es keinen Patienten, der nicht in irgendeiner Weise homöopathisch behandelt wurde. Homöopathie ist und bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil meines Therapiekonzeptes.
Sicher wäre es vermessen, die Homöopathie als Allheilmittel zu bezeichnen. Aber sie bringt vielfach auch da noch Erfolge, wo andere Therapien gänzlich versagt haben, und lässt sich hervorragend als Ergänzung zu jeder anderen Behandlungsmethode – auch der Schulmedizin – einsetzen, was den Heilungsprozess in fast allen Fällen beschleunigt. Gerade weil es bei vielen Krankheiten zahlreiche Ursachen für die Beschwerden gibt, ist der Einsatz der Homöopathie hier oft erfolgreicher als derjenige anderer Naturheilmethoden. Der Grund dafür ist sicher, dass es für die Homöopathie nicht wichtig ist, die Ursachen einer Erkrankung zu kennen. Denn anders als bei anderen Naturheilverfahren wird mit der Homöopathie nicht eine gefundene Ursache behandelt, sondern die Krankheit als solche. Die Auswahl der homöopathischen Mittel richtet sich nämlich im Wesentlichen nur nach den beim Patienten bestehenden individuellen Krankheitssymptomen. Damit Sie das besser verstehen, möchte ich Ihnen das Wesen der Homöopathie im Folgenden näher bringen.
Das Wort Homöopathie ist eine Kombination aus zwei altgriechischen Wörtern, nämlich homoin, was übersetzt »ein Ähnliches« oder »ein Gleiches« bedeutet, und pathos, was man mit »Leiden« übersetzen kann. Sinngemäß bedeutet »Homöopathie« also etwa »gleiches Leiden«.
Damit ist eigentlich auch schon der wesentliche Unterschied zu schulmedizinischen Präparaten erklärt. Er besteht nämlich darin, dass die homöopathische Medizin keine Gegenmittel gegen Krankheiten kennt, so wie es bei der klassischen Schulmedizin der Fall ist. Aus schulmedizinischer Sicht wird jemand, der Fieber hat, mit einem Fieber senkenden Präparat behandelt. Wer Durchfall hat, erhält ein stopfendes Medikament, und wer eine Verstopfung hat, ein Abführmittel. Dieses heilkundliche Prinzip der Schulmedizin nennt man dementsprechend auch Allopathie, was von dem griechischen Wort allon (»das Andere«) abgeleitet ist.
Zu dieser Methode steht die Homöopathie im krassen Gegensatz. Ihr Ziel ist es nämlich, die Substanz zu finden, die beim gesunden Menschen ähnliche oder gleiche Symptome hervorruft, wie sie der jeweilige Patient gerade hat. Daraus entstand dann auch der lateinische Leitsatz der Homöopathie: »Similia similibus curantur« – was zu Deutsch etwa »Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt« bedeutet.
Mit diesem Leitsatz ist das Wesen der Homöopathie schon bestens erklärt. Er sagt nämlich nichts anderes, als dass der homöopathisch orientierte Arzt oder Heilpraktiker die Substanzen – zum Beispiel Pflanzenstoffe – auswählen muss, die in hoher Konzentration eingenommen die Symptome auslösen würden, die denen am ähnlichsten sind, unter denen sein Patient gerade leidet.
Lassen Sie mich das Prinzip der Homöopathie an einem Beispiel erläutern. Sicherlich kennen Sie aus eigener Erfahrung die schmerzhafte Wirkung eines Bienenstichs. Der Schmerz macht sich als ein intensives stechendes, brennendes Gefühl bemerkbar. Kommt nun ein Patient mit stechenden, brennenden Schmerzen in die Praxis eines Homöopathen, so denkt dieser – vorausgesetzt, die anderen Symptome des Patienten passen dazu – an Bienengift, weil es ähnliche Beschwerden hervorruft. In diesem Fall würde er seinem Patienten nicht ein Schmerzmittel geben, das die Schmerzen nur zudeckt, sondern eben Bienengift, das in der homöopathischen Aufbereitung als »Apis« erhältlich ist. Dieses Bienengift bekommt der Patient allerdings nicht pur, sondern in einer homöopathisch verdünnten, also potenzierten Form. Sofern es das passende Mittel ist, werden die stechenden, brennenden Schmerzen bald verschwinden.
Noch ein anderes Beispiel: Jeder, der schon einmal Zwiebeln geschnitten hat, weiß, dass ihm dabei die Nase läuft und die Augen tränen. Ein Patient, der unter starkem Laufen und Tropfen der Nase sowie unter Tränen der Augen leidet, wird von einem Homöopathen wahrscheinlich Zwiebelextrakt in homöopathisch verdünnter, also potenzierter Form verabreicht bekommen. Damit können dann sowohl das Tränen der Augen als auch das Tropfen der Nase schnell beseitigt werden.
Wir verdanken die homöopathische Heilmethode dem Wissensdurst und der Neugierde eines unzufriedenen Schulmediziners, nämlich Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann, der am 10. April 1755 in Meißen geboren wurde. Obwohl aus bescheidenen Verhältnissen stammend, konnte er eine hervorragende Ausbildung absolvieren, studierte Chemie und Medizin und sprach schließlich acht Sprachen fließend. Als er sich als praktischer Arzt niederließ, konnte er die damaligen Heilmethoden nicht mit seinem ärztlichen Therapieverständnis in Einklang bringen. Der übertriebene und oftmals sogar lebensgefährliche Brauch von Aderlässen, Klistieren und meist schädlichen Arzneimitteln verstieß derart gegen seine ethischen Grundsätze, dass er sich schon bald sein Geld lieber mit Übersetzungen verdiente.
Wie das Schicksal es wollte, führte ihn gerade das Übersetzen auf neue Wege. Als er nämlich die »Materia medica«, ein Buch über Heilkräuter, das von dem bekannten schottischen Pharmakologen Dr. William Cullen verfasst worden war, übersetzte, stieß er auf den Cinchonabaum, aus dessen Rinde die adstringierende Substanz »Chinin« hergestellt wurde. Wie Dr. Cullen berichtete, sollte dieses Chinin gerade bei der Malaria helfen, bei der weitaus stärkere Adstringenzien keine Wirkung brachten. Hier hatte Hahnemann plötzlich die Idee, dass mehr dahinter stecken müsste, und beschloss, an sich selbst zu testen, was der Chininrindenextrakt bei ihm als gesundem Menschen bewirken würde. Mehrere Tage nahm er deshalb diese Substanz ein und notierte sich dabei pedantisch jede Veränderung seines Befindens. Dabei musste er erstaunt feststellen, dass Chininrindenextrakt bei ihm die gleichen Symptome verursachte, wie sie von Malariakranken bekannt waren: Fieber, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und Schwächeanfälle.
Und wieder hatte Hahnemann eine Idee: Half dieser Chininrindenextrakt vielleicht deshalb so gut bei Malaria, weil er beim gesunden Menschen die gleichen Symptome hervorrufen konnte? War es möglich, dass ein Heilmittel, das bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome verursacht, die der kranke Patient gerade hat, bei ebendiesem kranken Patienten eine Art Wechselwirkung provoziert und somit die vorhandenen Krankheitssymptome einfach löscht?
Die Idee an sich war nicht neu. Schon früher hatte man vermutet, dass zwei gleiche Missempfindungen nicht gleichzeitig im selben Körper existieren können. Wurzeln dieses Prinzips finden sich auch schon in der früheren Literatur. So soll zum Beispiel Achilles seine durch einen rostigen Speer verletzte Ferse durch abgeschabten Rost geheilt haben. Neugierig geworden setzte Hahnemann seine Versuche mit anderen Substanzen wie zum Beispiel Quecksilber und Arsen an sich selbst und an Freiwilligen fort. Dabei stellte er fest, dass nicht jeder Mensch auf gleiche Weise auf dieselbe Substanz reagierte. Der nächste Schritt bestand dann darin, die unterschiedlichen Reaktionen bzw. Symptome in Klassen einzuteilen. So bezeichnete er Reaktionen, die bei allen Versuchspersonen auftraten, als Leitsymptome und die, die weniger häufig auftraten, je nach der Häufigkeit ihres Auftretens als Symptome zweiten, dritten oder vierten Grades. Alles zusammen ergab dann das so genannte Arzneimittelbild der jeweiligen Substanz.
Bald versuchte Hahnemann mit der einen oder anderen Substanz Kranke zu behandeln, von denen er meinte, dass deren Beschwerden mit dem Arzneimittelbild der jeweiligen Substanz übereinstimmten. Und tatsächlich: Je größer die Übereinstimmung des Beschwerdebildes beim Patienten mit dem Arzneimittelbild der Substanz, desto größer war auch der Erfolg der Behandlung. Damit war für Hahnemann endgültig klar, dass eine Krankheit und ein Heilmittel, die ähnliche oder sogar gleiche Symptome hervorrufen, einander auf irgendeine, bis jetzt noch nicht erforschte Weise auslöschen. Der Leitsatz der Homöopathie, »Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden«, war damit geboren. Hahnemann gab seiner neuen Heilmethode dementsprechend auch den Namen »Homöopathie«.
Trotz anfänglicher Heilerfolge gab es immer wieder auch Krisen. Die Patienten berichteten, dass es ihnen zunächst wesentlich schlechter ging, sich alle Symptome deutlich verstärkt hätten. Hahnemann ging deshalb dazu über, seine Heilsubstanzen zu verdünnen. Zunächst stellte er den Urextrakt, die so genannte Urtinktur her. Dazu gab er die jeweilige Substanz in reinen Alkohol und ließ sie darin einen Monat stehen. Danach filterte er die Flüssigkeit und die Urtinktur war gewonnen. Doch nun begann er, diese Urtinktur nicht etwa dadurch zu verdünnen, dass er weiteren Alkohol hinzugab, sondern er hatte eine ganz besondere Idee: Einem Tropfen der Urtinktur mischte er nämlich jetzt neun Tropfen Weingeist hinzu, verdünnte sie so also um den Faktor 1:10 und »verschüttelte« diese Mischung dann, indem er den Behälter rhythmisch eine bestimmte Zeit lang auf eine harte Unterlage schlug. Dieses Verschütteln nannte er Potenzieren, die enthaltene Potenz D1 (Dezimal 1). Nahm er nun einen Tropfen der D1 und gab wiederum neun Tropfen Weingeist hinzu, erhielt er nach dem erneuten Verschüttelungsprozess die Potenz D2. So konnte man beliebig weiter verdünnen bzw. potenzieren. Bei unlöslichen Substanzen bediente sich Hahnemann der Verreibung (Trituration). Das heißt, er nahm ein Teil verriebene Ursubstanz und gab neun Teile verriebenen Milchzucker dazu. Auch so wurde wieder eine D1 erhalten, allerdings in Pulverform. Als er dann die verdünnten, also potenzierten Mittel den Patienten verabreichte, stellte Hahnemann nicht ohne Erstaunen fest, dass es nicht nur keine Erstverschlimmerung mehr gab, sondern dass diese potenzierten Mittel auch eine wesentlich bessere Wirkung hatten und den Heilungsverlauf beschleunigten.
Noch mehr verwunderte es ihn aber, dass ein Mittel oftmals umso besser wirkte, je höher es verdünnt, also potenziert war. Bedeutete das doch, dass ein dünneres, also vermeintlich schwächeres Mittel mehr Kraft, also Potenz entwickelte als eine konzentriertere Lösung.
Neben der in Deutschland besonders bekannten D-Potenz (Dezimalpotenz), die für eine Verdünnung im Verhältnis 1:10 steht, gibt es auch C- und LM-Potenzen. C steht dabei für centum (lateinisch: hundert) und damit für Potenzierungsschritte im Verhältnis 1:100. LM-Potenz bezeichnet die lateinische Zahlenschreibweise für 50.000 und steht für Potenzierungsschritte im Verhältnis 1:50.000. Sowohl C- als auch LM-Potenzen sind Hochpotenzen und daher in diesem E-Book nicht berücksichtigt, da ihr Einsatz besondere Erfahrung und spezielle Dosierungen voraussetzt.
Schnell wurde sich Hahnemann auch darüber klar, dass nicht nur die Auswahl des richtigen Mittels, sondern auch dessen richtige Dosierung ausschlaggebend für die Heilwirkung beim Patienten war. Für die richtige Dosierung aber müssen Alter, Geschlecht und auch die Schwere der Krankheit des Patienten beachtet werden. Wird das Präparat nämlich überdosiert, nimmt der Patient also zu viel oder zu oft davon ein, kommt es sehr häufig wieder zu einer Erstverschlimmerung der vorhandenen Beschwerden, ähnlich wie sie bei einer zu hohen Konzentration der jeweiligen Substanz auftritt. Auch in diesem Falle heißt das aber nicht, dass das Mittel falsch gewählt ist, sondern bedeutet im Gegenteil nur, dass die Wahl genau richtig war, die Dosierung jedoch zu hoch ist. In einem solchen Fall muss der Patient dann die Dosierung oder die Einnahmehäufigkeit – manchmal auch beides – so weit verringern, bis die Beschwerden nicht stärker, sondern deutlich weniger werden.
Die Homöopathie ist also eine sehr individuelle Heilmethode, bei der nicht nur das Mittel, sondern auch dessen Dosierung und Einnahmehäufigkeit stimmen müssen.
Es hat also wenig Sinn, wenn ein Kranker, dem mit Homöopathie geholfen wurde, einem Leidensgenossen mit ähnlichen Beschwerden sein homöopathisches Mittel weiterempfiehlt. Es wäre ein Zufall, wenn es auch dem anderen helfen würde, denn es müssten dann bei beiden Patienten schon sämtliche Voraussetzungen übereinstimmen.
Das richtige homöopathische Mittel können Sie natürlich nur finden, wenn Sie den Menschen als Ganzes betrachten, also möglichst alle vorhandenen Beschwerden und deren Begleitsymptome aufdecken und für die Mittelwahl verarbeiten.
Dabei macht es naturgemäß einen großen Unterschied, ob Sie sich selbst behandeln oder eine andere Person. Natürlich kennen Sie sich am besten, kennen Ihre gesundheitlichen Probleme aus jahrelanger Erfahrung. Doch schätzen Sie alle Symptome richtig ein? Ist vielleicht das eine, dem Sie besondere Bedeutung beimessen, von untergeordneter Bedeutung und das andere, dem Sie weniger Beachtung schenken, besonders wichtig? Bei der Selbstbehandlung geht oft die Objektivität verloren und man sieht Probleme zu subjektiv, zu sehr aus dem eigenen, engen Blickwinkel.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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