Hoppla Zwillinge - Maria Luise Mathis - E-Book

Hoppla Zwillinge E-Book

Maria Luise Mathis

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Beschreibung

Basierend auf den Erfolgen der Fertilitätsmedizin steigt die Zahl der Mehrlingsgeburten: Personen mit gleicher oder höchst ähnlicher genetischer Anlage, mit gleichen oder höchst ähnlichen familiären Entwicklungsbedingungen – und mit gleichem oder höchst ähnlichem Horoskop. Für die Astrologie als Kompetenz und Kunst der Interpretation von charakterologischen Lebensbedingungen in Verbindung mit konkreten Lebensläufen bietet sich hier die Gelegenheit zu demonstrieren, wie ausdifferenziert und mächtig ihr Instrumentarium ist und wie nützlich ihre Erkenntnisse sein können. Mit diesem Buch ist es Maria Luise Mathis gelungen, ein topaktuelles Thema aus einer astrologischen Perspektive zu erörtern und dabei gleichzeitig für die Astrologie einen Mehrwert zu ziehen. Sie interpretiert die unterschiedlichen Charaktere von Mehrlingsgeburten aus einem einzigen Horoskop, dem Combin der Mehrlinge. Zusätzlich bietet das Buch dem interessierten Leser praktische Beispiele und Anleitungen zur Horoskop-Interpretation von Zwillingen, Drillingen und Mehrlingen sowie von Partnerschaften. Das Buch stellt einen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Astrologie dar.

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Seitenzahl: 78

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Widmung

Dieses Buch widme ich meinen Kindern:

Markus, Madeleine, Moritz und Mona

Und meinen Enkelkindern:

Maurice, Pascal, Yusuf, Yasin, Amelie,Xaver, Maxime, Yoelin, Josefine, Safir

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die mythologische Geschichte über die Zwillinge

Die Zwillinge: Rena und Mia

Die Zwillinge: Doris und Ulrike

Die Zwillinge: Ashley und Mary-Kate Olsen

Die Zwillinge: Robert und Thomas

Die Zwillinge: Tom und Bill - gemeinsam erfolgreich - Tokio Hotel

Die Zwillinge: Ilse und Inge - mit einem Geliebten glücklich

Die Zwillinge: Robin und Maurice - und ihr Bruder Barry - die Bee Gees

Die Drillinge: Elisabeth, Erika und Eva

Die Bonelli-Vierlinge: Isabella, Pia, Valerie und Natalie

Die Achtlinge: Noah, Maliyah, Isaiah, Nariyah, Makai, Josiah, Jeremiah und Jonah

Astrologische Zwillinge: Lena und Susanne

Berechnung und Interpretations-Methoden des Combins

Anhang

Über die Autorin

Publikationen

Journale

Bücher

Sammelwerke

Bisherige Vorträge zum Thema Mehrlingsgeburten

Danksagung

Vorwort

Basierend auf den Erfolgen der Fertilitätsmedizin steigt die Anzahl von Frauen, die mithilfe von künstlichen Befruchtungen schwanger werden. Damit einher geht ein Anstieg von Mehrlingsgeburten.

Dieses top-aktuelle Thema wird in diesem Buch aus astrologischer Sicht erörtert. Das vorliegende Werk stellt einen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Astrologie dar.

Zwillinge sehen einander oft zum Verwechseln ähnlich, sie gleichen wie ein Ei dem anderen. Meist sind sie von gleicher Wesensart und entwickeln ähnliche Vorgehensweisen, um ihr Leben zu bewältigen. Sie scheinen durch geheimnisvolle Kräfte, gleich einer unsichtbaren Nabelschnur, verbunden zu sein, selbst wenn sie räumlich voneinander getrennt leben.

Bei genauerer Betrachtung kann man aber auch beachtliche Unterschiede sowohl in ihrem Aussehen erkennen, wie auch in ihren Charakteren feststellen. Mitunter fühlen sie sich sogar minderwertig, nur im Doppelpack gesehen zu werden. Besonders dem Zweitgeborenen könnte es unangenehm sein, immer im Schatten des Erstgeborenen zu stehen oder an ihm gemessen zu werden.

Als Astrologin empfinde ich es stets als eine faszinierende Herausforderung, Horoskope von Zwillingsgeborenen zu interpretieren. Solange zumindest geringfügige Unterschiede in den Horoskopen vorhanden sind, also z.B. die Aszendenten in verschiedene Zeichen fallen, kann man erfolgreich vorgehen. Oder wenn das Medium Coeli in unterschiedliche Zeichen fällt, ist es möglich, Feinheiten der einzelnen Charaktere zu differenzieren.

Wenn sich aber die Radices der Zwillingsgeborenen kaum unterscheiden, weil ihre Geburtszeiten nur wenige Minuten auseinanderliegen - häufig werden heutzutage Mehrlingsgeburten durch Kaiserschnitt geholt - wird es schwierig für uns Astrologen.

Nach meinen Erfahrungen scheint es erst mit der Combin-Methode möglich, unterschiedliche Veranlagungen der Zwillinge für jedermann nachvollziehbar zu erklären. Damit ist auch das Argument von Astrologie-Gegnern entkräftet, die meinen, dass Zwillinge doch in ihrem Temperament sehr verschieden sein können, obwohl sich ihre Horoskope nahezu nicht unterscheiden.

Mit der vorliegenden Arbeit präsentiere ich meine Forschungsergebnisse der Interpretation von Mehrlingsgeburten an Hand mehrerer Beispiele, die ich im Laufe der letzten Jahrzehnte mit der Combin-Methode1 analysiert habe. Manche Beispiele sind durch meine Vorträge oder Fachbeiträge bekannt. Ein großer Teil der Beispiele in diesem Buch wird hier zum ersten Mal veröffentlicht.

Die Berechnung des Combins erfolgt aus der Mittelung aller Geburtsdaten, also der Raum- und Zeitdaten der Partner. Dadurch entsteht ein Horoskop, das die gemeinsame Qualität einer Partnerschaft beschreibt. Außerdem besteht die Möglichkeit durch Transite, Revolutionen (wie z.B. Solare, Lunare oder die Saturnwiederkehr) und Direktionen Aktuelles und Zukünftiges über Beziehungen herauszufinden.

"Erfinder" dieser Methode ist der inzwischen verstorbene Wiener Astrologe Heinrich Schiffmann, der 1972 erstmals ein "Combin" berechnete.2 Zugleich erwähnt der englische Astrologe Ronald Davison diese Vorgehensweise in seinem Buch "Synastry"3 und nennt sie "Relationship Horoscope".

Im Rahmen meiner praktischen Tätigkeit und meiner Forschungsarbeiten habe ich die Combin-Methode weiterentwickelt und die Anwendung des Combins zur Interpretation von Zwillingen erstmals in einem Artikel in der astrologischen Fachzeitschrift "Meridian" veröffentlicht.4

Eine detaillierte Beschreibung der von mir entwickelten Adaptionen sind in meinem Buch "Das Combinbuch - die neue Methode der Partnerschaftsastrologie"5 zu finden.

Im ersten Kapitel wird die Geschichte der mythologischen Zwillinge dargestellt. In den nächsten Kapiteln werden Beispiele einer Reihe von eineiigen und zweieiigen Zwillingen mit unterschiedlichen, aber auch sehr ähnlichen Geburtszeiten interpretiert.

Dann werden Drillinge und Vierlinge und zuletzt auch Achtlinge beschrieben. Als letztes wird ein Beispiel astrologischer Zwillinge erläutert, die nahezu identische Horoskope besitzen, einander aber nie kennengelernt haben.

Mit dem vorliegenden Werk möchte ich interessierte Leserinnen und Leser anregen, die Interpretation von Mehrlingsgeburten mit der Combin-Methode auszuprobieren.

Die meisten Computerprogramme für Astrologie sind in der Lage ein Combin zwischen zwei oder mehreren Personen zu erstellen.

Und jenen Leserinnen und Lesern, die die Methode im Detail verstehen oder selbst errechnen wollen, bietet das letzte Kapitel eine Anleitung zur Berechnung eines Combins.

Das Häusersystem Regiomontanus ist Grundlage der Berechnung, da basierend auf meiner Erfahrung die Sekundärdirektionen mit diesem Häusersystem Auslösungen exakt anzeigen. Alle Horoskope wurden von mir mit Astroplus, © 2000–2015 by Astrocontact, Linz, Österreich, erstellt.

1    Schiffmann, Heinrich: Astrologischer Auskunftsbogen, 1/1976 Nr. 296, Baumgartner.

2     Schiffmann, Heinrich: Qualität der Zeit, Heft II, 3/1979, Ibera.

3    Davison, Ronald: Synastry, Understanding Human Relations Through Astrology, Aurora Press inc. 1983. S. 224.

4    Mathis, Maria Luise: Meridian, Zwillinge im Combin. 1996/3. S. 46–48.

5    Mathis, Maria Luise: Das Combinbuch - Die neue Methode der Partnerschaftsastrologie, Edition Astromatis, 1997. S. 98–102.

Die mythologische Geschichte über die Zwillinge

Sternbild der Zwillinge6

Machen wir einen kleinen Ausflug in die Mythologie.7 Dies ist das dritte Sternbild des Tierkreises - die Zwillinge. Die beiden hellsten Sterne, Kastor und Pollux, stehen nur 4 Grad voneinander entfernt und wurden in fast allen Kulturen als Zwillingspaar interpretiert.

Die Mutter dieses Zwillingspärchens ist die schöne Leda, die Gemahlin von Spartas König Tyndareos. Sie betrog ihren Mann mit Zeus, der die Gestalt eines Schwans angenommen hatte, und gebar daraufhin den Sohn Polydeukes (lat. Pollux). Gleichzeitig schenkte sie aber auch Kastor das Leben, der aus der Verbindung Ledas mit Tyndareos hervorgegangen ist. So war Polydeukes, der Sohn Zeus, unsterblich, während Kastor zu den Sterblichen zählte. Sie wuchsen zusammen auf und wichen nie voneinander.

Als Kastor bei einem Streit mit Weggefährten getötet wurde, flehte der trauernde Polydeukes seinen Vater Zeus an, ihn ebenfalls sterben zu lassen, um seinem Bruder nachzufolgen. Der von so viel Brüderlichkeit gerührte Zeus, erlaubte den beiden fortan abwechselnd einen Tag im Himmel und einen Tag im Reich der Toten zu verbringen. Als Lohn für solche Bruderliebe setzte er ihr Bild unter die Sterne. Soweit die antike Mythologie.

Aus dieser Darstellung können wir Astrologen entnehmen, dass sich Zwillingsgeborene oft so stark verbunden fühlen, wie man es vergleichsweise nur bei intensiven Partnerschaften wiederfindet. Ein "seelischer" Gleichklang ist fast zu "hören", sie haben sehr ähnliche Anlagen und machen viele Dinge auf die gleiche Art und Weise. Es kann aber auch sein, dass sie einander gar nicht ähnlich sind, weder im Aussehen, noch in ihrer Charakteranlage. Sie empfinden einander gegensätzlich und sie werden auch von ihren Eltern und ihrer Umwelt so erlebt - aber zu diesen Details komme ich später.

Gehen wir zum Ausgangspunkt einer Mehrlingsgeburt zurück. Da Zwillinge z.B. vom ersten Moment an ihr Leben nicht alleine, sondern "zu zweit" beginnen, Drillinge sogar "zu dritt", lag es nahe, sie als Partner zu betrachten. Ihr gemeinsamer Lebensstart auf engstem Raum bedingt förmlich, dass sie zusammen eine Einheit bilden und einander ergänzen. Sie versuchen den gegensätzlichen Anteil des Partners an der eigenen Person sichtbar werden zu lassen, während der vom anderen gelebte Anteil der eigenen Persönlichkeit eher im Unbewussten bleibt.

So drückt einer den ungelebten Anteil des anderen aus und macht ihn zu seinem Lebensinhalt.

6    Ausschnitt aus einem Kupfer-Stich von Harmonia Macrocosmica, Andreas Cellarius 1660, überarbeitet.

7    Ridpath, Ian: Die großen Sternbilder, 88 Konstellationen und ihre Geschichten, Walter Verlag (1991). S. 89.

Die Zwillinge: Rena und Mia

Mein erstes Beispiel handelt von Zwillingsschwestern, die nahezu das gleiche Horoskop haben, aber deren Aszendenten in verschiedene Zeichen fallen. Obwohl sie einander sehr ähnlich sahen, und auch von den Eltern lange Zeit gleich angezogen wurden, hat man sie nie miteinander verwechselt, weil die beiden eine völlig gegensätzliche Lebenseinstellung ausstrahlten. Während die Ältere zögerlich und misstrauisch auf die Dinge zuging, verhielt sich die Jüngere zuversichtlich und gelassen. Auch kleine Misserfolge führten bei der älteren Schwester regelmäßig zum Drama, die jüngere war hingegen in der Lage, diese locker wegzustecken. Außerdem hatte die Erstgeborene schon als Kind einen ernsten, zurückhaltenden und traurigen Gesichtsausdruck. Die Zweitgeborene hingegen begegnete der Welt mit einem strahlenden freundlichen Lächeln.

Sie haben richtig vermutet - der zurückhaltende Blick entspricht der Frau mit dem Skorpion-Aszendenten, Rena, und das strahlende Lächeln gehört zu der Frau mit dem Schütze-Aszendenten, Mia. Die Planeten stehen in nahezu gleichen Positionen, aber in unterschiedlichen Häusern. Und vor allem der Herrscher von 1 ist im ersten Falle Pluto, im zweiten Falle hingegen Jupiter.

Untersuchen wir zunächst das Horoskop von Rena:

In ihrem Horoskop finden wir einen Skorpion-Aszendenten, der seiner Trägerin ein entschlossenes und tiefgründiges Wesen verleiht. Macht- und Ohnmachtserfahrungen, sowie eine Alles-oder-Nichts-Haltung sind gepaart mit einem verschwiegenen Charakter, der sich nicht gern in die Karten schauen lässt. Der Herrscher von 1, Pluto, steht in Krebs, in einem Wasserzeichen im 8. Haus. Rena hat ihre fixen Vorstellungen von sich und den anderen. Sie nimmt nicht nur ihre Umwelt höchst sensibel war, sondern neigt auch dazu, die