How to LSB - Anna Baschinger - E-Book

How to LSB E-Book

Anna Baschinger

0,0

Beschreibung

Die meisten Berater:innen und Coaches in Ausbildung haben sehr ähnliche Fragen, Herausforderungen und Hindernisse, die sie im Laufe der Ausbildung beschäftigen, wie zum Beispiel: - Wie komme ich zu ersten Klient:innen? - Wie werde ich mit meinem Angebot sichtbar? - Wie schaffe ich es, trotz vollem Alltag, alles unter einen Hut zu bekommen? Auch ungünstige Glaubenssätze, Unklarheiten, Fragen und Unsicherheiten hindern viele, ins Tun zu kommen. Daher bekommst du in diesem Buch hilfreiche Praxistipps und Tricks mit auf deinen Weg zum LSB. Es ist kein starrer Weg, den ich dir hier vorgebe, aber es gibt einen roten Faden, der dir hilft, deinen Weg zu gestalten.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Seitenzahl: 78

Veröffentlichungsjahr: 2023

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Einleitung

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung, Psychosoziale Beratung

Lebens- und Sozialberatung bzw. Psychosoziale Beratung ist

Die Tätigkeit umfasst

Häufig behandelte Themen in der Lebens- und Sozialberatung sind z.B.

Interventionen in der Lebens- und Sozialberatung

Überblick über die Interventionen

Aktiv zuhören

Fragetechniken

Lineare Fragen

Ressourcenorientierte Fragestellungen

Lösungsorientierte Fragestellungen

Skalenfragen

Zirkuläre Fragen

Suggestivfragen

Möglichkeiten und Grenzen der Lebens- und Sozialberatung

Lebensberater:innen haben Protokollpflicht

Erste Beratungen - "ins Tun kommen"

Erste Beratungen – oft ein großes Hindernis

Wie bereitet man sich auf ein Beratungsgespräch vor?

Rituale vor/nach Beratungen

Ablauf einer Beratung

Hinderliche Glaubenssätze

Kein Raum zum Beraten

Vergleiche mit anderen

Den Start „verschieben“

Noch nicht gut genug?

Zu wenige Methoden?

Vielfältig einsetzbare Methoden für den Beginn der Beratungstätigkeit

Materialien für die Beratung

Auslagenersatz

Praktika und Besuchsdienste

Marketing-Basics

Wie komme ich zu Klient:innen?

Zielgruppe

Kunden-Persona bzw. Wunschkunde/Wunschkundin

Positionierung

Klarheit

USP

Marketing und Kund:innengewinnung als LSB

Online-Marketing

Zielgruppengerechtes Marketing

Facebook Business-Seiten

Facebook-Gruppen

Instagram

Tipps für Social Media

Wiedererkennungswert schaffen durch Branding

Was soll ich posten?

Zeige DICH

Videos und YouTube

Podcasts und Audio-Medien

Websites

Offline-Marketing

Kooperationen

Mundpropaganda

Sichtbarkeit ist vielfältig

Authentisches Marketing

Kreativität im Marketing

Persönliches preisgeben

Organisation und Zeitmanagement als Berater:in

Ist-Analyse Organisation und Zeitmanagement

Konzentriere dich auf das Wesentliche

Lege fest, wie du arbeiten willst

Setze klare Grenzen

Selbstfürsorge

Flugmodus und "Nicht stören"-Modus nutzen

Strukturiere deine Arbeit und Freizeit

Aufgaben terminisieren

Aufgaben auf Teilschritte herunterbrechen

Termine blocken

Perfektionismus "runterschrauben" – Pareto-Prinzip leben

Listen erstellen und abhaken

Aufgaben priorisieren

"Neinsagen“ lernen

Klare Rahmenbedingungen

Notrufnummern und Anlaufstellen

Notfallplan bzw. Wenn-Dann-Plan

Sei nachsichtig mit dir selbst

Tipps zum „Stunden-Sammeln“

Ordentlicher Gewerbeordner von Anfang an

Literaturempfehlungen

Einleitung

Die meisten Berater:innen und Coaches haben sehr ähnliche Fragen, Herausforderungen und Hindernisse, die sie im Laufe der Ausbildung beschäftigen. Auch hinderliche Glaubenssätze, Unklarheiten, Fragen und Unsicherheiten bremsen viele, „ins Tun“ zu kommen. Ich kenne diese Herausforderungen aus erster Hand, da auch ich diese Schwierigkeiten zu Beginn hatte.

Im Laufe meiner Ausbildung habe ich dann viel erfragt, viele Webinare besucht, viel probiert und mir so einiges an Wissen und Fähigkeiten erarbeitet, was mir dabei geholfen hat, „ins Tun“ zu kommen, mir meine Praxis aufzubauen und meinen Social Media Auftritt zu gestalten. Ich habe Tipps und Tricks von erfahrenen Kolleg:innen und Supervisor:innen von überall her zusammengetragen und zusammengesucht, habe bei jedem Seminar, Webinar, bei jeder Supervision etc. hilfreiche Inputs und Beobachtungen wie Erfahrungen anderer mitbekommen, die mich alle ein Stück weitergebracht haben.

In diesem Buch teile ich kein Wissen mit dir, das du nicht auch woanders finden würdest, aber mein Workbook bietet eine gute Übersicht und Zusammenfassung über das, was (meiner Meinung nach) zusätzlich zu den Inhalten der Ausbildung wichtig ist, wenn du als LSB oder Coach arbeiten möchtest.

Da mir selbst eine Zusammenfassung über die wesentlichen Themen und Punkte, die abseits der Ausbildung noch hilfreich sind, also eben so eine Zusammenfassung wie diese hier, sehr geholfen hätte, und ich mir viel Zeit an Recherche etc. erspart hätte, habe ich mich entschlossen, dieses Wissen, in Form von Webinaren weiterzugeben, woraus dann in Folge dieses Buch entstanden ist.

In diesem Buch bekommst du hilfreiche Praxistipps und Tricks mit auf den Weg zum/zur Lebens- und Sozialberater:in.

Und es bietet, neben Theorieinput, Tipps und Tricks auch viele Fragen, die dir helfen zu reflektieren und für dich herauszufinden, wie dein Weg „ins Tun“ zu kommen, aussehen kann.

Es ist kein starrer Weg, den ich dir hier vorgebe, aber dieses Buch gibt dir einen „roten Faden“, der dir hilft, DEINEN WEG zu gestalten.

Ich wünsche dir viel Freude mit diesem Praxis-Workbook!

Alles Liebe, Anna

Einführung in die Lebens- und Sozialberatung, Psychosoziale Beratung

Kurze Beschreibung des Berufsbildes und der Methodik

Lebens- und Sozialberatung bzw. Psychosoziale Beratung ist ...

Lebens- und Sozialberatung ist professionelle Beratung von Menschen, mithilfe von gezielten Fragestellungen, spezieller Gesprächsführung und verschiedensten Methoden. Häufig kommen Menschen, die sich Unterstützung in Krisensituationen wünschen oder Menschen, die vor schwierigen Entscheidungen stehen.

Die Tätigkeit umfasst ...

Beratung, Coaching, Counseling von Personen und Institutionen, insbesondere in den Gebieten:

Persönlichkeitsentwicklung

Selbstfindung

Problemlösung

Verbesserung der Beziehungsfähigkeit sowie

psychosoziale Beratung (mit Ausnahme der Psychotherapie).

Zusammengefasst im Tätigkeitskatalog des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung (§119 GewO 1994) (www.lebensberater.at, 2023)

Häufig behandelte Themen in der Lebens- und Sozialberatung sind z.B. ...

Selbstwertthemen

Kommunikationsthemen

Beziehungskrisen

Spannungen in der Familie

Unzufriedenheit

Stress

Überforderung

Probleme, sich zu entscheiden

Überlastung

...

Interventionen in der Lebens- und Sozialberatung

In der Lebens- und Sozialberatung werden sowohl Interventionen aus den verschiedenen psychologischen Schulen genutzt wie auch Methoden aus dem Coaching-Bereich.

Neben der persönlichen Eignung und der Selbsterfahrung, ist die Grundlage für das Arbeiten mit Menschen das Erlernen gezielter Gesprächsführung und Fragetechniken. Diese bilden die Basis, um Interventionen aller Art durchführen zu können.

Die Schulen der Lebens- und Sozialberatung

Methoden der Lebens- und Sozialberatung sind jene, deren Grundlage der philosophische Dialog und/oder die psychologische Beratung ist, und die sich einer oder mehreren der nachfolgend angeführten Orientierungen zuordnen lassen:

tiefenpsychologisch-psychodynamische Orientierung

humanistisch-existenzielle Orientierung

systemisch-soziodynamische Orientierung

verhaltensmodifizierende Orientierung

Genaueres unter www.lebensberater.at – Methodenkatalog Lebens- und Sozialberatung

(www.lebensberater.at, 2023)

Überblick über die Interventionen

In der Lebensberatung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und Interventionen, wie man arbeiten kann:

„Zielgerichtetes Coaching“

gezielte Fragestellungen

Hinterfragen mithilfe des sokratischen Dialoges

kreatives Gestalten mit Elementen der Gestalttherapie

systemische Fragestellungen

Aufstellungen mithilfe des Systembrettes etc.

Das behandle ich hier nur kurz und in Auszügen, da man das ohnehin im Rahmen der Ausbildung zum/zur Lebens- und Sozialberater:in, zum/zur Psychosozialen Berater:in lernt.

Aktiv zuhören

Aktives Zuhören ist die Basis für Gespräche. Wichtig dabei ist der Blickkontakt zum Klienten/zur Klientin.

Beim aktiven Zuhören wird das, was vom Klienten/der Klientin formuliert wird, vom Berater in eigenen Worten zusammengefasst. Worte, die mit viel Emotion verbunden sind, werden wörtlich übernommen. Darauf folgt seitens des Beraters/der Beraterin die Frage: „Hab´ ich das richtig verstanden?“, um abzugleichen, ob das, was beim Berater/bei der Beraterin ankommt, auch das ist, was der Klient oder die Klientin sagen will.

Als Beispiel: „Sie fühlen sich traurig und wütend, weil Sie z.B. bei der Beförderung übergangen wurden? Habe ich das richtig verstanden, dass Sie sich traurig und wütend fühlen, weil Sie bei der Beförderung übergangen wurden?“

Aktives Zuhören zielt darauf ab, das Gegenüber zu verstehen und ihm auch zu vermitteln, dass er oder sie gehört und verstanden wird. Aktives Zuhören ist sehr wirkungsvoll, da allein das Gehört- und Verstanden werden schon viel bewirken kann.

Fragetechniken

Fragetechniken können helfen, Gespräche zielgerichteter zu führen. Die Fragetechniken sind sehr vielfältig und es gibt ganze Bücher, die allein die Themen „Fragearten und Fragetechniken“ beschreiben, daher werde ich mich hier kurz halten und nachfolgend nur einen Auszug aus den gängigsten Fragestellungen erläutern.

Lineare Fragen

Lineare Fragen dienen dazu, die Realität abzufragen. Sie zielen darauf ab, die Situation zu verstehen und einordnen zu können. Mithilfe linearer Fragen fragt man ab, was faktisch passiert ist, z.B.

Was ist passiert?

Wer war beteiligt?

Wie war die zeitliche Abfolge?

Wo ist das passiert?

Wie lange hat das gedauert?

...

Ressourcenorientierte Fragestellungen

Ressourcenorientierte Fragen zielen darauf ab, bestehende Ressourcen zu finden. Ressourcen können Einstellungen, Werte, Dinge, Menschen, Orte, Eigenschaften, ... sein, die von einer Person in einer entsprechenden Situation als hilfreich erlebt und wertgeschätzt werden. Mögliche Beispielfragen:

Was hat Ihnen in der Vergangenheit geholfen?

Was sind Ihre Stärken?

Was liegt Ihnen besonders, das hier hilfreich sein könnte?

Was tut Ihnen gut?

Was stärkt Sie?

Wie haben Sie die Situation bisher bewältigt?

...

Lösungsorientierte Fragestellungen

Lösungsorientierte Fragen zielen darauf ab, schnell Lösungen zu finden. Die Erfinder der Methode „Lösungsorientierte Kurzzeittherapie“ bzw. „Lösungsorientierte Beratung“ waren Steve De Shazer und Insoo Kim Berg. Ihr Credo war: „Wer über Probleme spricht, kreiert Probleme, wer über Lösungen spricht, kreiert Lösungen“. Daher zielt die lösungsorientierte Beratung darauf ab, Lösungen zu finden, statt über Probleme zu reden. Lösungstrance statt Problemtrance. Oft werden in der lösungsorientierten Beratung die Ressourcen, die durch Ressourcenfragen gefunden werden, gestärkt, um so möglichst individuelle, ins Leben der Klient:innen passende Lösungswege zu finden.

Skalenfragen

Auf einer Skala von 1-10, wie weit sind Sie?

Was haben Sie gemacht, um so weit zu kommen?

Was müssten Sie tun, damit die Zahl höher wird?

Was hat Ihnen in ähnlichen Situationen geholfen?

Was wäre der kleinstmögliche Schritt, den Sie gehen könnten, um die Situation etwas zu verbessern?

...

Zirkuläre Fragen

Zirkuläre Fragen beleuchten, was andere Personen über eine Situation denken würden, oder wie andere Personen in einer Situation handeln würden. So wird eine andere Perspektive eröffnet bzw. die Betrachtung aus der Meta-Ebene gefördert, z.B.:

Was würde deine Mutter/dein Vater tun?

Was würde dein Kollege/deine Kollegin tun?

Was würde [Name einer berühmten Person] tun?

Was würde deine Schwester über die Situation denken?

...

Suggestivfragen