I did it my wave! - Verena Tölle - E-Book

I did it my wave! E-Book

Verena Tölle

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Beschreibung

Surfen ist Spaß, Freiheit, Abenteuer und die Suche nach der perfekten Welle. Wer sie finden möchte, braucht neben Brett, Leash und Neopren diesen inspirierenden Surfguide. Wählen Sie Ihren Lieblingstrand mit Surfcamps, je nach Jahreszeit und für jeden Surftyp. Egal ob Sie krasse Wellen für Könner und sanfte Wellen für Anfänger mögen, lässige Spots für Partysurfer oder einsame Strände für Genießer. Shaka! Europas Küsten haben unglaublich viel zu bieten.

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Seitenzahl: 168

Veröffentlichungsjahr: 2021

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»The best surfer out there is the one having the most fun.«

Phil Edwards

Inhalt

I did it my wave!

Basics mit den Surf Companions

Übersichtskarte Surf Camps Südeuropa

Busmearound

PORTUGAL

1 Nadanada

2 Open Ocean Surfcamp

3 Janga Surfcamp

4 Maceda Surf Camp & Hostel

5 Surf Truck Hotel

6 Drop In Resort

7 360° Surfcamp

8 Noah Surf House

9 Rising Mojo

10 Omassim Guesthouse

11 Laneez

12 Chill In

13 SaltyWay

14 Moby Dick Lodge

15 Gota D’Agua

16 Offline Camp

17 Deluxe Surfhouse Algarve

MADEIRA UND AZOREN

18 Madeira Surf Camp

19 Blacksand Surfcamp Azores

SPANIEN

20 La Luz Surfcamp

21 Surfing Etxea

22 Latas Surf House

23 Los Amigos

24 Rural Surf

25 Camino Surfcamp

KANAREN

26 Billabong Surf Camp

27 Surf Institute

28 Laola Surf & Zen Camp

FRANKREICH

29 Pura Vida Lodge

30 Atlantic Surf Lodge

31 Natural Surf Lodge

32 Secret Wave

33 Jo & Joe Surfhostel

ITALIEN

34 Buggerru Surf

Übersichtskarte Surf Camps Nordeuropa

DEUTSCHLAND

35 Südkap Surfschool

36 Paddle Battle

37 Perfekte Wellen weltweit

38 Backwood

NIEDERLANDE

39 Surfana Festival

DÄNEMARK

40 Drivethru Surfcamp

SCHWEDEN UND NORWEGEN

41 Surflogiet

42 Stad Surfing

43 Unstad Arctic Surf

GROSSBRITANNIEN UND ISLAND

44 Women + Waves

45 Brimnes

KURIOSES & WISSENSWERTES

Palast unter der Piste

#surfinganimals

Breaking Bad für Surfer

Zehn Fragen an Dörthe Eickelberg

Aloha Lipe, Vini und Maria

Frauen und Bretter

»heArt to be stolen«

Die Red Bull Party Wave

The Trashtraveler

Macs Surfer-Glossar

Der passende Neo zur richtigen Zeit

Nützliche Apps und Websites

Nachwort

 

 

Die Autorin

Bildnachweis

Impressum

VORWORT

I did it my wave!

Ich sitze im Flugzeug nach Portugal und freue mich auf das bevorstehende Abenteuer! Gleichzeitig habe ich ein mulmiges Gefühl im Magen. Viel Neues wird kommen, manches dürfte eine Herausforderung werden! Bisher habe ich nur einmal einen Transporter gefahren, als ich innerhalb von Bielefeld umgezogen bin. Ab jetzt werde ich allein einen VW-Bulli durch Portugal steuern und dann weiterreisen nach Spanien und Frankreich. Ich werde per Bus, Zug, Mitfahrgelegenheit oder Anhalter unterwegs sein zu den coolsten Surfcamps in Europa. Hoffentlich stellt sich bald portugiesische Gelassenheit ein …

Wie es zu diesem Buch kam? Ich wollte endlich den Punkt »Surfen lernen« von meiner Bucket-List streichen und fuhr nach Ericeira in ein Surfcamp. Im Chill In wurde ich herzlich begrüßt – das nahm mir die Aufregung vor meiner ersten Surfstunde, bei der ich, so dachte ich, vermutlich wie eine Spaghetti al dente am Surfbrett kleben würde. Wir fuhren mit einem klapprigen Van und laut aufgedrehter Musik zum Strand. Zum Glück war ich nicht die einzige Surfanfängerin. Doch dann, es war unglaublich, konnten wir alle nach der ersten Stunde mehr oder weniger auf dem Brett stehen! Na gut, die Surflehrer haben uns angeschoben. Dennoch: Ich fühlte mich so frei und stark wie schon lange nicht mehr! Im Camp waren alle freundlich, ein bisschen verrückt vielleicht, aber positiv gestimmt. Trampen schien hier die normale Fortbewegung zu sein. Wir bemalten zusammen Schilder und brachen in verschiedene Richtungen auf. Ich zog nach Norden und legte Stopps bei verschiedenen Camps ein. Oft waren die sympathischsten Surfcamps ausgerechnet diejenigen mit einer eher mittelmäßigen Internetpräsenz.

Ein Mitarbeiter des Chill In prophezeite mir damals, dass ich auch einmal in einem Surfcamp arbeiten würde. Daran glaubte ich natürlich nicht. Aber als ich nach vier Wochen wieder in Deutschland ankam, sah für mich alles so grau aus. Ich packte bald wieder meine Sachen und fuhr zurück nach Portugal, um in der Moby Dick Lodge mein Praktikum für die Uni zu absolvieren. Dort nahm man mich wie ein neues Familienmitglied auf. Immerzu machte ich mir Notizen, wenn mir jemand von einem außergewöhnlichen Surfcamp erzählte. Als sich zurück in Deutschland schon der nächste Blues ankündigte, kam mir die Idee: Ich würde ein Buch schreiben über die coolsten Surfcamps in Europa! Schließlich ist es gar nicht so einfach, sich im Internet durch die Flut an Angeboten zu klicken und das Passende zu finden.

Wenn die Stimmung im Camp gut ist, dann kann im Surfurlaub nicht mehr viel schiefgehen, deshalb wollte ich auch die Geschichte der Besitzer und Besitzerinnen erzählen. Dazu stellte ich ihnen drei Fragen: Wie bist du zu diesem Surfcamp gekommen? Was macht es so besonders? Wie lautet dein Lebensmotto?

In diesem Buch findest du die skurrilsten, coolsten und ausgefallensten Surfcamps, von der Zeltparty bis zur Luxusvilla. Alle Camps und Geheimtipps sind frei ausgewählt. Außerdem schlage ich dir Aktivitäten und die besten Bars und Cafés in der Nähe der Stationen vor. Wenn du ein Surfneuling bist, findest du alles Wissenswerte hier – und auch wenn du schon lange auf dem Board stehst, dürfte das Buch für einige Überraschungen gut sein. Falls du denkst, du bist zu alt, zu schwer, zu dünn, zu klein, zu groß, dann lass dich von den nächsten Seiten inspirieren und mache es den kleinen Helden auf S. 197 nach. Worauf wartest du? Du solltest schon längst auf deinem Surfbrett stehen und »I did it my wave« rufen!

Wie mein eigenes Lebensmotto lautet?

Es stammt von Tom Wheeler:

»All you’ve got to do is decide to go, and the hardest part is over.«

WELLENANATOMIE

Basics mit den Surf Companions

Wie, wo, wann surfe ich die perfekte Welle?

Da ich selbst nicht die weltbeste und vorbildhafteste Surferin bin, holte ich mir Hilfe von den Surf Companions. Ich war so begeistert von ihren einfachen, selbsterklärenden Zeichnungen, dass ich sie bat, mir ein wenig unter die Arme zu greifen. In ihren Bildern geht es um die Basics der Wellenanatomie, die richtige Position im Line-up und die Surf-Etikette. In den Grafiken Beachbreak und Pointbreak wird der Aufbau der Welle verdeutlicht, danach verstehst du sicher, wovon die Surflehrer die ganze Zeit reden. Wie du am besten zur nächsten Welle gelangst, dich dabei richtig positionierst und am Ende wieder die Kraft des Meeres nutzt, erkennst du in der Grafik Line-up auf der nächsten Seite.

Das ein oder andere Mal sieht man im Wasser Surfer streiten. Sie rufen einander zu, dass der andere im Weg stand, die beste Welle des ganzen Lebens genommen hätte, und am Ende versteht man sowieso nicht mehr, worum es ursprünglich ging. Damit dir am Strand nicht einer das Surfbrett über den Schädel zieht, findest du auf Seite 13 die drei Grundregeln der Surf-Etikette.

Noch mehr hilfreiche Zeichnungen findest du im Buch The Intermediate Surf Companion, unter www.surf-companions.com oder bei Instagram: @surfcompanions.

So geht’s richtig, dort hinauspaddeln, wo gerade niemand surft.

BEACHBREAK

Idealerweise startet ein Manöver in der Pocket (oder Curl), wo die Welle am meisten Energie hat.

POINTBREAK

Meistens wird das Manöver im Wall (oder Face) ausgeführt, über die Schulter kannst du am einfachsten aus der Welle herausfahren.

POSITIONIERUNG IM LINE-UP

SURF-ETIKETTE

Wenn du eine Welle anpaddelst, denke immer daran: Wer dem Peak am nächsten ist, hat Vorfahrt!

AUF EIN WORT …

Daniel und Florian, wie seid ihr auf die Idee zu diesem illustrierten Lehrbuch gekommen?

Florian: »Daniel ist seit 2012 ISA-zertifizierter Surfcoach mit einem riesigen Schatz an Erfahrungen und Wissen über das Unterrichten von Schülern unterschiedlichster Levels. Ich versuche seit 2013 als Urlaubssurfer, mein Können in diesem eingeschränkten Zeitrahmen so effizient wie möglich zu verbessern. Dabei habe ich als leidenschaftlicher Zeichner schon bald angefangen, die Tipps verschiedener Coaches und meinen Fortschritt mit Illustrationen zu dokumentieren. Eines Tages saßen Daniel und ich nach einer Coaching-Session über meinen Zeichnungen und innerhalb weniger Minuten entstand die Idee, zusammen ein Buch zu machen für alle, die ihr Surfen schneller und mit noch mehr Spaß verbessern wollen.«

Was macht dieses Buch so besonders?

Daniel: »Es ist das einzige Buch seiner Art – jeden Tipp, jede Technik, jedes Manöver erklären wir mit detaillierten Illustrationen. Dahinter stecken eine umfassende Ausbildung und vor allem jahrelange Erfahrung. Die Leserinnen und Leser können so auf einfache Weise die Schlüsselpositionen, Bewegungsabläufe und Zusammenhänge erfassen, die man verstehen muss, um ein besserer Surfer zu werden. Auf jeder Seite bleibt genug Platz für eigene Notizen, Ziele, Tipps von Coaches und neue Erkenntnisse, um das Buch zu einem ganz individuellen ›Erfahrungsschatz‹ zu machen.«

Florian: »Und ganz nebenbei ist es auch noch ein cooles Artbook.«

Habt ihr ein Lebensmotto oder Lieblingszitat?

Daniel: »›You can take a surfer out of the surf, but you cannot take surf out of surfer‹ von Bob McTavish.«

Florian: »Hm … frag mich im nächsten Band noch mal.«

PORTUGAL

1 Nadanada

2 Open Ocean Surfcamp

3 Janga Surfcamp

4 Maceda Surf Camp & Hostel

5 Surf Truck Hotel

6 Drop In Resort

7 360° Surfcamp

8 Noah Surf House

9 Rising Mojo

10 Omassim Guesthouse

11 Laneez

12 Chill In

13 SaltyWay

14 Moby Dick Lodge

15 Gota D’Agua

16 Offline Camp

17 Deluxe Surfhouse Algarve

MADEIRA UND AZOREN

18 Madeira Surf Camp

19 Blacksand Surfcamp Azores

SPANIEN

20 La Luz Surfcamp

21 Surfing Etxea

22 Latas Surf House

23 Los Amigos

24 Rural Surf

25 Camino Surfcamp

KANAREN

26 Billabong Surf Camp

27 Surf Institute

28 Laola Surf & Zen Camp

FRANKREICH

29 Pura Vida Lodge

30 Atlantic Surf Lodge

31 Natural Surf Lodge

32 Secret Wave

33 Jo & Joe Surfhostel

ITALIEN

34 Buggerru Surf

Per Anhalter mitfahren ist oft nicht so idyllisch, wie man es sich vorstellt, dann doch lieber gleich in den coolen Schulbus einsteigen.

ON THE ROAD AGAIN

Busmearound

Mit dem amerikanischen Schulbus durch Europa

Alle einsteigen bitte, es geht los! Die nächste Station ist ungewiss, denn Olivia und Jérôme entscheiden jeden Tag neu nach den Wetterkonditionen, wo sie den nächsten Stopp einlegen. In ihrem Schulbus können bis zu acht Personen übernachten, aber zu sechst ist es nicht ganz so eng. Schließlich schläft auch das Paar in dem gelben fahrbaren Untersatz.

Nachdem Jérôme bereits sein eigenes Tiny-Baumhaus gebaut hatte, The Forest, suchte er nach einer neuen Herausforderung. Mit seiner Freundin Olivia kaufte er einen alten Schulbus und renovierte ihn vier Monate lang, um sich auf Dauer wohl darin zu fühlen. Schließlich ist der Bus nun ihr Zuhause, das sie mit ihren Gästen teilen. Oft melden sich Gruppen bei ihnen, die gemeinsam durch Europa reisen wollen. Du kannst während der Fahrt schlafen und musst dich um nichts kümmern, denn auch die Mahlzeiten sind inbegriffen. Abends wird dann häufig der Sternenhimmel auf der Spezialterrasse, dem Busdach, bestaunt.

Du kannst aber auch allein anreisen, denn Olivia und Jérôme bieten in Zusammenarbeit mit ihren Freunden Spezialwochen an: Surfen, Kitesurfen, Skifahren in Norwegen, Paragliding, Yoga oder einen Fotokurs. Zudem sind die meisten Wochen offen, das heißt, du schreibst ihnen einfach, worauf du Lust hast bei deiner Reise!

Die Surfwochen finden in der Regel in Portugal statt und bald in Norwegen. Aber auch auf den anderen Routen können immer wieder Surfstopps eingelegt werden.

Falls du einen Surflehrer brauchst, solltest du vorher Bescheid geben, ansonsten eignet sich der Oldschool-Reisebus besonders für Surfer, die sich allein in die Wellen stürzen wollen.

Busmearound

www.busmearound.be

Verfolge ihre Reisen und Standorte bei Instagram

@busmearound_th

Weitere Zusteiger:

Yogalehrerin

Mila @milavictoriayoga

Fotoexperte Jon Verhoeft @jonverhoeft gibt die Fotografie-Kurse

The Forest

Kasteeldreef 2, Houwaart, Belgium

@theforest_th

www.theforest.be

Wo könnte man ein besseres Picknick einlegen als auf einem Schulbusdach am Strand!? Eine gute Aussichtsplattform, um morgens die Wellen zu checken.

Gerne kannst du auch dein Equipment fürs Paragliding mitbringen, denn Jérôme steht als Fluglehrer immer für Adrenalinkicks bereit. Auch wenn er und Olivia aus Belgien stammen, kannst du dich gut mit ihnen auf Englisch unterhalten. Das dauerreisende Paar weiß noch nicht, wie lange sie den Schulbus behalten werden, weil sie irgendwann und irgendwo in ein Haus ziehen möchten.

Auch die größten Vagabunden werden manchmal sesshaft. Also nutz deine Chance für diese speziellen Reisen oder werde selbst der nächste Busfahrer!

AUF EIN WORT …

Olivia und Jérôme, wie kamt ihr zu dem Bus?

Olivia: »Wir wollten schon immer einen Van kaufen und für ein paar Monate die Straßen Europas befahren und viele Länder erkunden. Das Van-Projekt wurde schnell verworfen, als wir zufällig auf einen Instagram-Beitrag zum Verkauf von diesem Bus stießen. Also beschlossen wir, nicht nur allein zu reisen, sondern unseren Traumjob daraus zu machen – in der Gesellschaft von Leuten, die unsere Leidenschaft für Extremsport und Abenteuer teilen. Seitdem heißen wir Menschen aus der ganzen Welt auf unseren Reisen willkommen.«

Was macht das Reisen mit euch so besonders?

Jérôme: »Mit Busmearound zu reisen bedeutet, mit Menschen zusammen zu sein, die dieselben Werte teilen. Es heißt, Europa auf die beste und einfachste Weise zu entdecken. Wir fahren ein oder zwei Stunden am Tag, halten am Strand oder am Fuße eines Berges oder vor einer unglaublichen Aussicht und genießen das gute Essen, das wir zusammen zubereiten.«

Dein Motto?

Jérôme: »Bus it till you make it!«

Portugal

Feierabendsurf an der Algarve

REGION PORTO

1 Nadanada

Von der Garage zum Surferloft

Etwas außerhalb der Touri-Zone von Porto, aber noch im Stadtkern, suchte ich die Wohnung von Bruno und Ahy. Ich fand zwar keine Klingel, entdeckte aber die aufs Fenster gepinselte Aufschrift »Nada nada« und benutzte den alten Türklopfer. Tatsächlich hörte es Bruno und bat mich mit einem strahlenden Lächeln herein.

Der Lissaboner Künstler und Surfbrett-Shaper hat in Porto sein neues Zuhause gefunden. Als er eine verlassene Garage entdeckte, kam ihm die Idee, sie zu einem Surfloft mit Garten umzubauen. Vorher lebte er mehrere Jahre in Hongkong, wo er seine gute Freundin Ahy kennenlernte. Auch sie kam nach Porto, verliebte sich in die Stadt und richtete mit Bruno die Wohnung ein. Gedacht als kreativer Ort, an dem man in der Stadt wohnt, aber eine kleine Oase abseits des Lärms genießen und nach 15 Minuten am Strand liegen kann.

nadanada

Rua da Bataria 239, Porto

@thisisnadanada

www.nadanadanadanada.com

www.aiaitrovao.com

Lisbon Crooks and Surfers

@lisboncrooks

www.lisboncrooksandsurfers.com

Aus der Garage ist ein großer heller Raum geworden, eingeteilt in zwei Schlafzimmer mit Badezimmern, einen Wohnbereich und die offene Küche. Um den Schlafraum zieht sich eine Glaswand mit Vorhängen. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, bei dem man schmunzeln muss: sei es die Metallwanne mit der Aufschrift »Don’t dive«, die Ananas-Suppenschale, die tatsächlich benutzt wird, oder das deutsche Kochbuch für die portugiesische Küche.

Eine Übernachtung im nadanada kostet 50 Euro. Bruno geht gern mit zum Surfen an den Strand von Matosinhos, erteilt dir Unterricht und nimmt dafür, wie sollte es anders sein, nada. Wer hier als Gast kommt (bis zu vier Personen), geht wirklich als Freund. Ahy konnte ich leider nicht kennenlernen, da sie zu der Zeit auf Familienbesuch in Hongkong war. Derweil machte sie einen Wohnungstausch mit ihrer Freundin, der Tätowiererin Yao.

Neben Brunos vielen Projekten shapt er selbst Surfbretter. Er liebt es, Dinge zu bauen und zu gestalten. Auf seinem Arm ist eine Säge tätowiert, das Markenzeichen seiner Boards.

Manch einer weiß nicht, dass es in Porto auch einen Strand gibt. Mit der Buslinie 104 oder 500 geht’s vom Zentrum innerhalb von 15 Minuten nach Matosinhos.

Kaum zu glauben, dass in dieser Küche mal ein Auto stand! Ständig kommt etwas dazu, da kann es schon mal sein, dass Bruno dir einen Edding in die Hand drückt, damit du die Wand verschönerst …Der Palácio de Cristal ist einer meiner Lieblingsorte in Porto und bietet einen super Ausblick auf den Fluss Douro. Im Sommer finden dort häufig kostenlose Konzerte statt.

Bruno produziert sie zusammen mit den Lisbon Crooks. Bevor du in Lissabon ins Flugzeug steigst, solltest du in ihrer Lx Factory vorbeischauen. Sie sind mindestens genauso verrückt wie Ahy und Bruno. Ihr Motto lautet: »We make the worst surfboards. Making surfboard but not too much.« Sie geben nicht vor, wie viele andere Surfbrands, die Besten zu sein. Ihrer Auffassung nach sind Surfbretter nie perfekt, aber sie bauen sie mit Herz und Seele.

Die Lisbon Crooks wollen mit ihren Boards nicht die Welt erobern, sondern noch genug Zeit haben, um mit ihren Freunden portugiesisches Essen und guten Wein zu genießen. Zurzeit baut Bruno auf der Azoreninsel São Miguel die nächste Wohnung, die er mit der Welt teilen will. In L-Form geschnitten, soll im vorderen Teil eine Galerie die Surfbilder seiner Freunde zeigen. Der Name lautet Dezenove, da die Hausnummer so schief an die Wand gemalt war, als sei der Fischer beim Anbringen betrunken gewesen. Meiner Ansicht nach ist Bruno der perfekte Gastgeber, der sich gern mit dir über Gott und die (Surfer-) Welt bei einem Bier im Garten unterhält. Mit ihm wird es nie langweilig!

AUF EIN WORT …

Bruno, wie kam es zu dem Namen »nadanada«?

»Als Ahy das erste Mal nach Porto kam, übernachtete sie bei einer reizenden Portugiesin, die sie auch zum Essen einlud und ihr Gesellschaft leistete, obwohl sie sich nur mit Händen und Füßen verständigen konnten. Als Ahy sich verabschiedete und bedankte, verstand sie von der Gastgeberin nur ›nada nada‹ (übersetzt: ›nichts zu danken, gern geschehen‹), und das blieb ihr im Kopf hängen. Wir wollen mit unserer Unterkunft keinen großen Umsatz machen, sondern einfach interessante Menschen kennenlernen. Deshalb kann man uns auch nur per Mail oder Instagram buchen. Oft kommen auch Freunde von Freunden vorbei. Wir investieren das Geld in Umbauarbeiten, Wein oder Surfboards.«

Was macht euer Surfcamp Surfloft so besonders?

(Zu verrückt, um es zu übersetzen.) »Nadanada is, when everything is nothing, when the act of creation is irrelevant from the start. Because you know, it leads to the end. A place that is not a place, where you are invited to stay, live, love and create … nothing.«

Hast du ein Lebensmotto?

»I am an ugly pirate from Portugal and give love in exchange of nothing! I live everywhere because you have to find home and happiness in yourself.«

Das Team des Surf Clube de Viana ist sehr erfahren und hilfsbereit, deswegen geht das Open Ocean Surfcamp mit ihnen in die zweite oder auch eine dritte Runde.

VIANA DO CASTELO

2 Open Ocean Surfcamp

Open Ocean für alle

Ein bisschen Sand hält einen Surfer, der einen Rollstuhl braucht, nicht auf! Mit extradicken gelben Reifen rollt er oder sie über den Strand zum Meer, und manch einer auf seinem Badehandtuch fragt sich, wo sich dieser fahrbare Untersatz mieten lässt. Wirklich jeder kann am Open Ocean Surfcamp teilnehmen, egal mit welchem Handicap und mit welchem speziellen Bedürfnis. Neos, Surfbretter und Rollstühle gibt es vor Ort. Du kannst allein kommen oder einen Freund oder eine Freundin mitbringen, auch die Surferfahrung spielt keine Rolle. Falls du etwas anderes benötigst, wird das Team alles Erdenkliche tun, um auch dir in die Wellen zu helfen.

Bei Bedarf wirst du vom Flughafen abgeholt und mit Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt. Der deutsche Wellenreiterverband versucht mit diesen Surfcamps, das adaptive Surfen bekannter zu machen und noch mehr Menschen dafür zu gewinnen, den Sport auszuprobieren.

AUF EIN WORT …

Johannes Laing, wie kam es zu diesem Surfcamp?

»Ich bin seit 15 Jahren begeisterter Surfer. Vor ein paar Jahren habe ich einen Genickbruch erlitten, seitdem sitze ich im Rollstuhl und vermisste diesen Sport sehr. Durch Internetrecherchen stieß ich auf das Adaptive Surfing, das in Amerika bereits bekannter ist. Mit Unterstützung ging es für mich wieder aufs Surfbrett und nach einigem Training nahm ich an den Adaptive-Surfing-Weltmeisterschaften teil. Alles ist möglich, wenn es eine barrierefreie Umgebung gibt. Deshalb habe ich den Wellenreiterverband kontaktiert, und wir haben gemeinsam dieses Projekt geplant, um mehr Menschen mit besonderen Bedürfnissen fürs Surfen zu motivieren.«

Was macht das Camp so besonders?

»Wir bieten eine barrierefreie Umgebung, in der sich jeder sicher fühlt! Surfen ist eine Therapie für Körper und Seele. Zwar handelt es sich um einen Individualsport, aber trotzdem gibt es im Meer ein Gemeinschaftsgefühl, denn im Wasser ist jeder gleich! Im Camp lernst du zudem andere kennen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Außerdem möchten wir, dass die Community des Adaptive Surfing in Deutschland wächst.«

Und Dein Motto?

»Es steckt Meer in dir!«

Open Ocean Surfcamp

Termine für 2021 stehen auf der Website des Wellenreiterverbands:

www.wellenreitverband.de/events/open-ocean-surftrip

Surf Clube de Viana

Rua Diogo Alvares, Viana do Castelo

@surfclubedeviana

www.surfingviana.com

An den zwei organisierten Surfwochen nehmen jeweils zwei Gruppen mit acht bis zehn Personen teil. Übernachtet wird im Surf Clube de Viana, dem modernen und vollständig barrierefreien Hochleistungszentrum für Brandungssport.