ICB-Taskforce Kanada & USA - Peter Buzanits - E-Book

ICB-Taskforce Kanada & USA E-Book

Peter Buzanits

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Beschreibung

Bereits zum dritten Mal ist die "ICB-Taskforce Fremde und Chaotische Kontinente" (I.T.F.U.C.K.) in der weiten Welt unterwegs, um die Weltherrschaft an sich zu reis(s)en. Nach USA 2008 und Neuseeland 2011 ist diesmal Kanada und der Nordwesten der USA an der Reihe. Dieses Buch berichtet wieder völlig unzensuriert von allen Schandtaten der fünf Superhelden aus Österreich-Ungarn in diesen englischen Kolonien. Das Lesen erfolgt wie immer auf eigene Gefahr!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 160

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Die ICB-Taskforce „Fremde und Chaotische Kontinente“ präsentiert:

Kanada & USA

2013

Die gesammelten Einsatzberichte auf der Suche nach der Weltherrschaft

www.tredition.de

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Tag 0: Anreise

Tag 1: Seattle

Tag 2: Seattle

Vorwort

Tag 0: Anreise

31. 05. 2013

Das Abenteuer hat begonnen! Alle Mitglieder der ICB-Taskforce Kanada/USA sind in Seattle eingetroffen. Mura ist über Frankfurt gekommen. Einen Tag vor dem Abflug ist er ohne eingepackt zu haben nach Zwentendorf gefahren. Dort haben die dunklen Mächte noch einmal versucht, ihn an der Anreise zu hindern. Mit dem Firmenwagen ist er 10 Stunden vor dem Abflug im Schlamm stecken geblieben.

Dort würde er heute noch stecken, wenn ihm nicht nach 2 Stunden ein Traktor zu Hilfe gekommen wäre, der uns bei der Suche nach der Weltherrschaft wohlgesonnen war. So kam er dann doch noch rechtzeitig dazu, einzupacken und zum Flughafen zu fahren. Für Schlafen war keine Zeit, aber das ist ja eh Luxus…

Schlafen konnte er ja dann im Flugzeug. Das hat er auch so ausgiebig gemacht, dass er das Ausfüllen des Zoll-Formulars verpennt hat. So ist er dann als Businessclass–Passagier als einer der ersten ausgestiegen und war nach dem Ausfüllen des Formulars einer der letzten in der Schlange bei der Einreise. Nach einer halben Stunde kam er dann zur Prozedur mit Fingerabdrücken und Fotografieren dran. Im Gegensatz zu unserer letzten USA Reise, muss man diesmal alle 5 Finger scannen. Die Darmspiegelung kommt vermutlich erst in 5 Jahren.

Dann ging es ans Ausfassen des Mietwagens. Der Mann von der Mietwagenfirma hat eine Tochter in Neusiedl am See. Er ist also fast ein Burgenländer. Deshalb gibt er Mura auch gegen geringen Aufpreis einen Dodge Challenger V8 statt einem Mustang Cabrio V6. Das sind immerhin 2 Vs mehr, aber kein Cabrio. Damit fährt er ins Hotel. Bis die anderen kommen ist noch Zeit zum Duschen, Töpfern und die Gegend zu erkunden.

Das Hotel ist gleich in der Nähe von Space Needle. Diese Weltraumnadel ist ein Turm, der in den 60er Jahren anlässlich einer Weltausstellung errichtet wurde. Der eigentliche Zweck solcher Türme ist es aber, dummen Touristen Geld aus der Tasche zu ziehen, indem man sie dort hochfährt. Wir werden das morgen machen.

Tonittt, Georgi und Tami – der doch noch relativ gesund geworden ist – sind über Budapest und London angereist. Mit dem Auto sind sie mal kurz von Eisenstadt nach Budapest gefahren um dort loszufliegen. Zwei Stunden vor dem Abflug soll man beim Checkin sein. Also sind unsere Jungs pünktlich zwei Stunden vorher am Checkin-Schalter. Nur leider die Airline-Mitarbeiter nicht, die Schalter sind unbesetzt.

Es kommt ein Insider vorbei, der meint, das wäre hier in Budapest so üblich und man sollte sich keine Gedanken machen. Na gut, ist halt der Ostblock… Tatsächlich kommen nach einer halben Stunde die ersten Mitarbeiter und fangen mit dem Checkin an. Da kann man nicht meckern. Ok, meckern kann man immer…

In London ist das Abfluggate eine Stunde vor dem Abflug geöffnet worden. Das heißt aber nicht, dass es auch angeschrieben wird, welches es ist. Also gehen Georgi und Toni erst mal in die Business-Lounges. Die sind jede etwa so groß wie der Flughafen Wien – oder zumindest ein Terminal. Es gibt dort Buffet, ein kleines Kino, aber keine Tische, wo man einen Laptop hinstellen kann. Außer ein paar, bei denen keine Steckdosen waren. Also entweder kein Strom oder kein Platz. Offenbar hat man hier gewusst, dass die ICBler aus Budapest kommen, denn das WLAN-Passwort war “Budapest”. Mal sehen, ob es beim Rückflug “Seattle” sein wird.

Eine halbe Stunde vor Abflug wird das Gate geschlossen und eine dreiviertel Stunde vor dem Abheben wird dann tatsächlich die Gate-Nummer bei den Anzeigetafeln eingeblendet. Ist ja noch eine Viertelstunde Zeit, das ist doch auf einem kleinen Flughafen wie London Heathrow mehr als genug… Dann heißt es: Rein ins Flugzeug, niedersetzen, kurz warten und in Seattle aussteigen.

Dazwischen schlafen. So gut, dass sie das Ausfüllen des Zoll-Formulars verpennt haben. Darum müssen sie es draußen ausfüllen und sind dann die letzten in der Schlange bei der Einreise. Die Wartezeit ist aber nur eine Stunde. Für Amerika ist das so gut wie gar nichts.

Dann nehmen sie ein Shuttle zum Hotel und checken ein. Das Hotel, das im Internet “AWA Hotel” heißt, heißt in Wirklichkeit “Travelodge”. Warum auch immer. Wahrscheinlich zur Verwirrung um uns an der Weltherrschaft zu hindern. Der Platz im 5-Bett-Zimmer ist zwar überschaubar‚ aber es gibt stabiles WLAN. Die Bandbreite ist zwar nicht berauschend (500 kbit/s down, 80 kbit/s up)‚ aber es funktioniert. Da haben wir in Amerika schon anderes erlebt.

Durch die Türe werden andauernd Werbebroschüren von Pizzadiensten geschoben. Also wird am Abend noch schnell einer davon ausprobiert. Testergebnis: Die Pizza wird tatsächlich geliefert und war auch gut. Außerdem so groß, dass außer Georgi sie keiner aufessen konnte. Die anderen sind halt alle keine großen Esser… Dann wird der erste Tag für beendet erklärt.

Momentaner Standort: 47.620556,-122.341926

Tag 1: Seattle

01. 06. 2013

Durch den Segen der Zeitverschiebung wachen am ersten Morgen schon alle früh auf und der Tag kann beginnen. Am Abend wurde die ICB-Taskforce von den Nachbarn noch durch lautes Fernsehen bis spät in die Nachtstunden beglückt. Und um 0700 gibt es dann die Gelegenheit, sich dafür zu bedanken und die netten Menschen ebenfalls mit lauter Fernsehmusik und Werbung zu erfreuen. Am besten, während man selbst frühstücken geht. Das bringt auf jeden Fall positive Karma-Punkte.

Um 0730 geht es in den Frühstücksraum. Das ist nicht zu früh, denn 10 Minuten später stürmt eine ganze Horde frühstückswilliger Touristen in den Raum und fällt über das Buffet her. Das ist dann ein Gemetzel, das man lieber nicht weiter beschreibt. Nach dem Frühstück werden wichtige Besorgungen gemacht. Das wichtigste ist sicher das Equipment zum Goldwaschen. Denn wer nicht richtig ausgerüstet ist‚ der fängt auch keine Goldnuggets ein!

Also werden ein Classifier und zwei Pans gekauft. Insider wissen sicher, was gemeint ist. Außerdem noch 5 Glasröhrchen, um die kleineren Goldnuggets bis zu insgesamt einer Unze einzusammeln. Man will ja schließlich nicht nur die kiloschweren großen Nuggets mitnehmen… Jetzt müssen wir das Gold nur noch einsammeln gehen!

Dann geht es auf zu Boeing. Das ist so ein Laden hier in Seattle, der Flugzeuge und ähnliches Zeug zusammenbaut. Dort kann man die Werkstatt anschauen. Flieger sind wichtig für die Weltherrschaft, also wird das gemacht. Mit dem Dodge wird dort hingedüst. Beim Eingang muss man Fotoapparate und Handys abgeben, damit ja niemand in seinem Blog zeigen kann, wie ein halbfertiges Flugzeug ausschaut. Es werden gerade ein paar 747, 777 und 787 zusammengebastelt.

Im Boeing-Shop werden dann noch Flugzeuge gekauft. Weil die echten viel zu groß sind, um sie im Gepäck unterzubringen, werden kleine Modellflieger genommen. Diese lassen sich auch daheim viel einfacher unterbringen, als so ein ausgewachsener Dreamliner. Obwohl es schon schön gewesen wäre…

Dann geht es zum Albertson, ein Supermarkt, bei dem Vorräte angelegt werden. Nur die wichtigsten Grundnahrungsmittel. Bananen, Wasser und Cola. Danach ist noch der Microsoft-Shop dran. Der Apple-Fan Tami wird dem Apfel untreu und kauft sich ein Surface Pro Tablet.

Gegenüber dem MS-Store ist der Applestore. Beide Stores schauen exakt gleich aus, nur das Logo ist verschieden. Soll ja schon vorgekommen sein, dass eine der beiden Firmen sich was von der anderen abgeschaut hat… und es dann 100x besser verkauft hat.

ICBeter ist dann aus San Francisco angereist. Der Versuch, durch den Security-Check zu kommen, ohne den Laptop aus der Tasche zu nehmen, ist zwar gescheitert, aber sonst gab es keine besonderen Vorkommnisse. Er hat nicht vergessen, das Zoll-Formular auszufüllen. Allerdings hauptsächlich deswegen, weil man bei einem Inlandsflug gar keines ausfüllen muss.

Getränke und Snacks kann man am Touchscreen vorbestellen und diese werden dann von den Stewardessen ausgeliefert. Es gibt zwar WLAN im Flugzeug, aber das muss man extra zahlen. Für einen zweistündigen Flug zahlt sich das nicht aus. Mit dem Shuttle geht es zum Hotel und damit ist die ICB-Reise-Taskforce 2013 komplett, was ein wichtiger Schritt in Richtung Weltherrschaft ist!

Den Abend lassen wir dann noch mit einem Besuch bei Subway ausklingen. Jeder holt sich ein footlong Sandwich. Mura und Georgi teilen sich noch ein zweites. Sicherheitshalber. Tami, der das Zimmer hütet, bekommt eines mitgebracht. Am Abend wird noch die Internetverbindung ausgenutzt und durch das amerikanische TV-Programm gezappt. Um 2200 wird der Tag für beendet erklärt.

Tag 2: Seattle

02. 06. 2013

Wieder war um ca. 0700 Tagwache, damit wir rechtzeitig in den Frühstücksraum kommen. In einem Hotel, in dem sicher 200 Gäste übernachten können, reicht es schließlich völlig aus, einen Frühstücksraum zu haben, in dem 20 Leute Platz haben. Wer will denn schon frühstücken…

Nach nur kurzer Wartezeit erbeuten wir einen 4er–Tisch. Das genügt, weil Tonittt inzwischen das Zimmer hütet. Mura hat die Methode des Waffel-Backens heute perfektioniert. Man muss 1 1/4 Becher Teig reinschütten und das ganze 10 Sekunden länger backen lassen als das Piepsen anzeigt. Falls ihr mal hier übernachtet, merkt euch das…

Zum Entsorgen des Abfalls (es gibt nur Pappteller und Plastikgeschirr) gibt es dort drei verschiedene Mülltonnen. Eine für kompostierbares, eine für Recyclingmaterial und eine für Restmüll. Drinnen ist überall das gleiche. Nämlich Pappteller und Plastikgeschirr. Also verteilen wir unseren Müll möglichst gleichmäßig auf alle drei Mistkübel.

Damit ist der Start in den Tag gelungen und das Tagwerk kann beginnen. Und zwar mit der Rückgabe des Mietautos. Mura hat schlauerweise beim Mieten am Flughafen als Rückgabeort wieder den Flughafen ausgemacht. Das heißt, mit dem Auto zum Flughafen fahren und mit dem Airportshuttle wieder zurück.

Das ist insofern ungut, weil drei Häuserblocks von unserem Hotel entfernt eine Filiale unserer Autovermietung ist. Der Versuch, dort über VOIP anzurufen, schlägt fehl, weil es zwar problemlos funktioniert solange man in der Warteschleife hängt, aber wenn sich dann wer meldet plötzlich die Verbindung abbricht.

Also gehen wir aufs Ganze und versuchen, den Wagen einfach so dorthin zurück zu bringen. Eine tollkühne Aktion, aber wer die Weltherrschaft erringen will, der darf nicht zimperlich sein. ICBeter und Mura fahren dorthin. Bei der Abfahrt werden die beiden gleich von einer Blondine angequatscht. Vielleicht sollten wir uns so ein Auto für immer zulegen…

Das Navi zeigt uns zielsicher den Weg auf der rund 200 Meter weiten Fahrt. Ok, einmal haben wir uns kurz verfahren, aber gleich wieder zurück gefunden. Der freundliche Herr bei der Vermietung lässt uns das Auto auch hier zurück bringen ohne einen Aufpreis zu verrechnen. Und das, obwohl er gar keine Verwandten im Burgenland hat! Vorher fahren wir aber noch zur Tankstelle.

Die ist auch nur 150 Meter weit weg. In Seattle ist offenbar alles auf kleinstem Raum versammelt. Eine nette kleine Ortschaft so wie Zemendorf. Da wir nicht wissen, was für ein Benzin in diesen Tank gehört, nehmen wir das billigste das angeboten wird – Regular. Bis zur Vermietung wird die Karre schon noch laufen… 6 Gallonen gehen hinein. So billig werden wir auf dieser Tour sicher nie wieder tanken.

Dann sind wir die Kiste los und gehen zu Fuß zurück zum Hotel. Danach wird es Zeit, Pläne für den Tag zu schmieden und so schnell wie möglich aufzubrechen. Der erste Plan ist, sich im öffentlichen Verkehr von Seattle zurecht zu finden. Nach dem Studium einschlägiger Webseiten beschließen wir, uns Orca-Karten zu besorgen. Das ist so ähnlich wie die Octopus-Karten in Hongkong. Geübte ICB-Buch-Leser wissen, wovon die Rede ist.

ICBeter marschiert zum QFC-Supermarkt und holt 5 solche Karten. Sie kosten 5 $. Dazu wird jede noch mit 20 $ aufgeladen. Die werden wir sicher noch brauchen. Zurück im Hotel wird beschlossen, die Seattle Underground Tour zu machen. Die Tour, die um 1100 beginnt, wird sich nicht mehr ausgehen, darum wird 1200 angepeilt. Die Zeit bis dahin wird im Internet verbracht. Und zwar so ausgiebig, dass sich 1200 nicht mehr ganz ausgehen wird. Also peilen wir die 1300-Führung an.

Inzwischen können wir nachschauen, wie das mit dem Benzin-Rabatt mit der Safeway-Kundenkarte ist. Für jeden Dollar, den man im Safeway ausgibt, gibt es einen Punkt. Wenn man 1000 Punkte gesammelt hat, bekommt man beim Tanken 1 $ Rabatt pro Gallone für bis zu 25 Gallonen. Dafür müssten wir aber vor dem ersten Tanken 1000 $ im Safeway ausgeben, was sogar für uns eine Herausforderung wäre.

Da gibt es aber noch die Sonderregelung, dass man für Geschenkgutscheine, die man bei Safeway kauft, 4fache Punkte bekommt. Aber nur wenn die Geschenkgutscheine nicht von Safeway sind. Alles klar? Wir müssen also vor jedem Tanken 250 $ für Geschenkgutscheine ausgeben und haben 1000 Punkte und zahlen für die ersten 25 Gallonen nur rund 3 $ anstatt 4.

Das alles herauszufinden war leider so zeitaufwändig, dass sich die 1300-Führung nicht mehr ausgeht, also peilen wir die 1400-Führung an. Tatsächlich denkt ICBeter um 1315 daran, dass man jetzt vielleicht aufbrechen sollte. So schnell geht das aber nicht, weil jeder nochmal aufs Klo gehen muss und eigentlich sollte man im Internet auch nachschauen, welche Buslinie wir nehmen müssen.

Da wird es dann leider etwas spät und wir peilen mal die 1500-Führung an. Aus irgend einem Grund funktioniert das dann tatsächlich, dass wir um 1415 aus dem Hotel kommen und uns zur Bushaltestelle begeben. Nach ein paar Minuten Warten kommt auch schon der richtige Bus. Die Orca-Karte muss man nur zum Entwerter halten bis es piepst und schon hat man bezahlt. Weil gerade Offpeak-Zeit ist, zahlt man statt $ 2,50 nur $ 2,25. Schon wieder haben wir gespart!

Um 1430 sind wir beim Beginn der Underground-Tour. Wir bekommen grüne Armbänder zur Identifizierung und müssen auf den Beginn der Tour warten. Mura nutzt die Wartezeit sinnvoll und holt sich beim Subway nebenan einen footlong Sandwich für zwischendurch. Dann geht es ab in den Untergrund.

Die Küstenlinie von Seattle ist ursprünglich auf Höhe des Meeresspiegels erbaut worden. Und klugerweise auf der Meereshöhe während der Ebbe. Damit sind diese Teile während der Flut deutlich unterhalb des Meeresspiegels gelegen, was in mehrfacher Hinsicht suboptimal war. Nicht nur, dass dann alles voll Wasser war, es sind auch alle Abwässer, die während der Ebbe ins Meer geleitet wurden wieder zurück gekommen. So konnte man des Öfteren alte Bekannte wieder treffen, welche die Flut zurück gebracht hat.

Irgendwann sind die Leute dann draufgekommen, dass das alles nicht so gut ist und dass es auch nicht von selber besser wird. Also haben sie die Straßen einfach auf die Ebene der ersten Stockwerke der Häuser angehoben. Die ehemaligen Erdgeschosse sind dann inklusive der Straßen quasi der Keller geworden.

Das ist an einigen Stellen noch immer so wie damals, sodass man hinunter gehen kann und sich Teile des damaligen Seattle dort unten anschauen kann. Wir bekommen auch einige Geschichten aus der Historie der Stadt erzählt. So etwa, dass bevor alle Straßen auf die Höhe gehoben wurden, man zwischen den Häuserblocks auf Leitern hinunter und dann wieder hinauf klettern musste.

Oder dass man einmal eine Erhebung aller Berufe der Einwohner gemacht hat. Neben der großen Mehrheit an Männern, die Holzfäller oder Goldsucher waren, gab es noch einen Stadtteil, in dem sehr viele Näherinnen gearbeitet haben. Und zwar um ein vielfaches mehr als jedes andere Handwerk vertreten war. Dann hat man sich den Stadtteil mit den Näherinnen mal genauer angeschaut und keine einzige Nähmaschine gefunden.

Letztlich hat man beschlossen, die Näherinnen mit einer Steuer von 10 $ zu belegen. Gemeinsam mit den Steuern der Spielcasinos in dem Stadtteil hat diese Steuer bald 87 % der gesamten Einnahmen der Stadt Seattle ausgemacht. Nach ca. 75 Minuten endete die Tour. Das Rätsel für alle Leser ist zu erraten, was am Ende der Besichtigungs-Tour-Strecke gewesen ist.

Nach dieser unterirdischen Erfahrung marschieren wir noch zur Küste und diese entlang in nördliche Richtung, denn dort sind wir daheim. Tami hat Durst und so suchen wir etwas zu trinken. Wir kommen an einem Fish & Chips-Stand vorbei und kaufen dort Getränke. Und weil wir halt schon da sind, können wir auch gleich etwas essen. Also bestellt sich jeder eine Portion. Es gibt dort auch einige Tische, wo man sein Essen verputzen kann.

Die werden zum Teil von Leuten bevölkert, die ihre Pommes an die Möwen verfüttern, die dort in Scharen lauern. Das ist sehr gesund. Für die Leute. Manche füttern so viel, dass sie unmöglich noch Pommes für sich selber übrig haben können. Wir wählen aber den ungesunden Weg und fressen die Pommes selber auf.

Dann wird es Zeit die Monorail zu benutzen. Das ist eine Straßenbahn, die auf einer großen Betonschiene über die Straßen hinwegfährt. Dummerweise gelten die Orca-Karten hier nicht und man muss in bar bezahlen. Die Monorail fährt zum Spaceneedle, das ja ganz in unserer Nähe ist. Und in der Nähe eines Safeway. Denn dort müssen wir ja hin.

Wir holen uns dort eine Kundenkarte und Mura kauft schnell mal um 1000 $ Geschenkgutscheine von Home Depot. Die braucht er eh, um sich ein Bohrerset zu kaufen, dass in Österreich sauteuer ist. Außerdem kaufen wir noch um 1 $ ein Rubbellos. Mit dem Gewinn des Loses wollen wir dann das verbilligte Benzin kaufen. Wir rubbeln es aber sicherheitshalber noch nicht auf…

Dann geht es zurück ins Hotel und weil fast alle sofort einpennen wird der Tag für beendet erklärt.

Tag 3: Concrete

02. 06. 2013

Kaum sind wir weg, versinkt Österreich…! im Hochwasser. Aber wir können einfach nicht überall sein, das muss man einsehen. Doch keine Angst, wir kommen wieder und dann wird wieder alles in Ordnung sein. Wenn wir erst die Weltherrschaft errungen haben, wird Hochwasser abgeschafft.

Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg, zu dem heute ein wichtiger Schritt folgt. Die Tour mit dem Wohnmobil durch West–Kanada und Nordwest–USA beginnt. Doch vorher kommt das Frühstück. Das ist hier von gleichbleibender Qualität, was bedeutet, dass es jeden Tag das gleiche gibt. So etwas nennt man Konsistenz.

Der Feuermelder ist gleich über dem Toaster angebracht und meldet sich in regelmäßigen Abständen. Auch bei Muras Toast legt er los. Doch als erfahrener Feuerwehrmann löscht er den Brand gleich, indem er frische Luft zum Feuermelder fächelt. Die lange Ausbildung in Zemendorf hat sich damit schon ausgezahlt.

Angestellter vom Hotel kommt keiner vorbei. Entweder es interessiert keinen, wenn der Feueralarm losgeht oder alle haben sich gleich ins Freie gerettet. Wir testen heute auch den Streichkäse, der aussieht wie Astronautennahrung und Mura hat die Waffelproduktion noch weiter perfektioniert.

Wieder im Zimmer angekommen, kommen wir drauf, dass wir eigentlich ein Shuttle zur Ausgabestelle des Wohnmobils organisieren sollten. ICBeter geht also zur Rezeption um eines bestellen zu lassen. Normalerweise muss man das 24 Stunden vorher bestellen, aber die Rezeptionistin wird es versuchen. Nach einer Weile herumtelefonieren ist ein Shuttle für 30 $ pro Person organisiert.

Die zwei Stunden Wartezeit werden mit Einpacken und Internet-Surfen verbracht. Außerdem mit Fernsehen. Das ist im Mutterland der Fernsehwerbung ein besonderes Erlebnis. Wer geglaubt hat, dass bei uns im Privatfernsehen viel Werbung zu sehen ist, der hat sich getäuscht. Hier wird die Werbung von den Filmen unterbrochen und nicht umgekehrt. Man kann gar nicht so viel trinken, dass man bei jeder Werbeunterbrechung eine Klopause machen kann.