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Die Karriere des Fußballprofis Dante ist eine Geschichte vom Glauben an sich selbst – und vom Vertrauen auf Gott und die eigene Familie. Erst mit 17 Jahren wurde der Brasilianer von dem hochklassigen Verein Juventude in Caxias do Sul, 3000 Kilometer von seiner Heimatstadt Salvador de Bahia entfernt, verpflichtet. 2004 erfüllte sich für ihn der Traum jedes brasilianischen Fußballers: Er wechselte nach Europa. 2009 schaffte er den Sprung in die deutsche Bundesliga. Nach drei Jahren als Abwehrchef und Publikumsliebling bei Borussia Mönchengladbach, wo die Fans mit Dante-Perücken ins Stadion kamen, wechselte er 2012 zu Bayern München. In seinem ersten Jahr holte er unter Trainer Jupp Heynckes als Stammspieler das Triple und debütierte in der brasilianischen Nationalelf. Diese Autobiografie, geschrieben mit Unterstützung von Dantes Familie und illustriert mit vielen privaten Fotos, zeichnet die Stationen einer ungewöhnlichen Karriere nach und bringt uns den Fußballer und den Menschen Dante näher.
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Seitenzahl: 291
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
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Originalausgabe
1. Auflage 2014
© 2014 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
Fax: 089 652096
Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Redaktion: Caroline Kazianka
Umschlaggestaltung: Marco Slowik unter Verwendung einer Fotografie von Robert Ascroft
Layout: Pamela Machleidt
Satz: Georg Stadler
Druck: GGP Media GmbH, Pößneck
Printed in Germany
ISBN Print 978-3-86883-416-1
ISBN E-Book (PDF) 978-3-86413-568-2
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86413-569-9
Weitere Informationen zum Verlag finden Sieunter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unterwww.muenchner-verlagsgruppe.de
Widerstand zwecklos. Dieses Lachen ist ansteckend. Sollten Sie das Glück haben, Dante einmal persönlich kennenzulernen, würde ich Ihnen empfehlen: Versuchen Sie erst gar nicht, diesen Typen nicht zu mögen. Es wird Ihnen nicht gelingen. Ausgeschlossen.
Als Cheftrainer des FC Bayern München habe ich mit Dante eine Saison, das Triplejahr 2012/13, zusammenarbeiten dürfen. Ich bin mir sicher: Es gibt keinen Mitarbeiter der Geschäftsstelle, wirklich keinen, der Dante nicht leiden konnte. Wie denn auch? Kommt Dante zur Tür rein, geht die Sonne auf. Selten habe ich jemanden mit solch einer sympathischen Ausstrahlung kennengelernt. Einen Menschen, der immer freundlich, höflich und respektvoll ist, zugleich locker und entspannt. Dante ist der Sonnenschein.
Als Trainer wünscht man sich solch einen Profi. Einen aufmerksamen Zuhörer, wissbegierig, kritikfähig und lernwillig in jedem Gespräch, in jedem Training. Das ist Dante.
Was mir an ihm besonders imponiert: Dante war nie mit dem ganz großen Talent gesegnet, hat sich alles hart erarbeiten müssen. Um heutzutage im Spitzenfußball erfolgreich zu sein, ist nicht nur Talent nötig, sondern Disziplin, Ehrgeiz und Cleverness. Man muss auch Rückschläge wegstecken können, um seinen Traum zu verwirklichen.
Als kleiner Junge hat Dante davon geträumt, einmal Fußballprofi zu werden, in Europa zu spielen, das Trikot seiner Seleção, der brasilianischen Nationalmannschaft, tragen zu dürfen. Er wollte das höchste Level in seinem Sport erreichen – und das hat er geschafft. Heute spielt Dante beim besten Klub der Welt, beim FC Bayern München, und in seiner Nationalelf. Darauf kann er wahrlich stolz sein.
Ich finde es phänomenal, dass ein Mann bereits in so jungen Jahren ganz klare Ziele vor Augen haben kann. Dante ist seinen Weg konsequent gegangen. In der Politik sagt man: Du musst die Ochsentour durchlaufen, um Karriere zu machen, um von ganz unten nach ganz oben zu kommen.
Allein aus Brasilien nach Europa zu gehen ist ein großes Wagnis und ein Schritt in eine ungewisse Zukunft, vor allem für einen 20-Jährigen. Dafür muss man in diesem Alter schon sehr reif sein, eine gut ausgebildete Persönlichkeit haben und wissen, was man will. Ich kenne so viele andere Spieler aus Südamerika, die versucht haben, in Europa Fuß zu fassen, aber gescheitert sind. Die Kultur ist einfach eine ganz andere, das Klima, die Sprache, das Essen, der Umgang der Menschen untereinander. Dante ist nicht naiv an das Abenteuer Europa herangegangen und war auch intelligent genug, sich anpassen zu wollen. Er hat die Sprachen gelernt, sich mit den verschiedenen Kulturen beschäftigt.
Als er 2009 aus der belgischen Liga zu Borussia Mönchengladbach gewechselt ist, war er mir kein Begriff. Nach seiner Anfangszeit in der Bundesliga natürlich schon.
Bevor wir Dante 2012 beim FC Bayern unter Vertrag nahmen, habe ich mich bei Freunden und Bekannten in Gladbach erkundigt, um mehr über ihn zu erfahren. Alle haben von ihm geschwärmt.
Ich erinnere mich noch gut an die ersten Trainingstage in München: Dante hat uns allen gezeigt, dass er nicht zum FC Bayern gekommen ist, um einer zu sein, der nur den Kader auffüllt. Er hat demonstriert: Hier bin ich, und ab jetzt will ich mir einen Stammplatz sichern. Das hat uns allen imponiert. Dazu brauchst du einen starken Charakter und ein beinahe unerschütterliches Selbstvertrauen.
Dante hat auch sehr schnell gelernt. Anfangs waren ein paar leichtsinnige Aktionen in seinem Spiel, die gefährliche Momente für die Mannschaft hervorriefen. Aber er hat an sich gearbeitet, diese Spielweise abgelegt und im weiteren Verlauf der Saison fast fehlerfrei gespielt. Weil er rasch verstanden hat, dass er sich das beim FC Bayern auf diesem Niveau nicht mehr erlauben kann, dass er immer zu 100 Prozent bei der Sache sein muss.
Als sich während der Saisonvorbereitung im Sommer 2012 mein Linksverteidiger David Alaba verletzte, musste ich Holger Badstuber in der Abwehr von innen nach links ziehen. So wurde in der Mitte ein Platz frei, und für Dante ging eine Tür auf. Er nutzte seine Chance konsequent, spielte sich mit Jérôme Boateng ein und gewann mehr und mehr Sicherheit. Anfang Dezember 2012 erlitt dann Badstuber einen Kreuzbandriss. Unabhängig von Holgers schwerer Verletzung festigte Dante in dieser Zeit seinen Stammplatz. Es war zum einen Gottes Fügung, zum anderen der Lohn seiner harten Arbeit.
Nicht nur sportlich, auch charakterlich stellte Dantes Verpflichtung einen Segen für die Mannschaft dar. Nach der grausamen Saison 2011/12 mit der Vizemeisterschaft, dem verlorenen Pokalfinale und dem Elfmeterdrama im Endspiel der Champions League gegen den FC Chelsea war Dante genau der richtige Typ für uns. Weil er Lockerheit reinbrachte, weil er immer gelacht hat. Dante war das heitere, belebende Element, das der Mannschaft sehr gutgetan hat. Zwischen Spaß und Ernst trennt er dabei vorbildlich. Wenn trainiert wird, wird trainiert. Dann ist Schluss mit lustig, dann arbeitet er sehr konzentriert und intensiv. Auf dem Platz ist er ein Deutscher, außerhalb Brasilianer.
So wurde Dante auf dem Weg zu unserem Triplegewinn 2013 zu einem wichtigen Mosaikstein. Wertet man einen Transfer nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis, so ist Dante einer der wertvollsten Spieler, die der FC Bayern München in seiner Historie je geholt hat.
Ich bin schon mehrmals gefragt worden, ob Dante das Zeug dazu hätte, nach seiner Profikarriere ein guter Trainer zu werden. In meinen Augen ist er geradezu prädestiniert dafür, weil er die nötige Konsequenz und Zielstrebigkeit besitzt, die ein Trainer haben muss. Das Fachliche hätte er sicher drauf, keine Frage. Dazu kommt seine soziale Kompetenz. Ich habe Dante als gütigen Menschen kennengelernt, sehr bescheiden, aber nie devot. Er behandelt alle gleich – sei es den bayerischen Ministerpräsidenten bei einem Empfang oder einen Bettler auf der Straße. Dante ist tiefgründig, nicht oberflächlich. Er weiß, wie es sich anfühlt, wenn man irgendwo fremd ist, wenn man Vorurteile aushalten muss.
Dante wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher. Konsequent – und immer mit einem Lächeln im Gesicht.
Alles Gute, Campión!
Jupp Heynckes
Ich wache auf, schrecke hoch. Wo bin ich? Wie viel Uhr ist es? Hab ich verschlafen? Training? Abfahrt zum Spiel? Hab ich was verpasst? Hektisch greife ich zur Uhr. Ah, alles okay. Erst sechs Uhr früh. Aber dieses Hotelzimmer? Richtig. Ich bin in Rio de Janeiro. Mit meiner Nationalmannschaft, der Seleção.
Draußen wird es langsam hell. In mir auch. Die Erinnerung ist schneller als die Dämmerung. Heute steht ein ganz wichtiges Spiel an. Vielleicht das wichtigste überhaupt, weil es eine einmalige Chance ist– für den FC Bayern München, meine Mannschaft. Im DFB-Pokal-Finale von Berlin können meine Jungs den letzten Schritt zum Triple machen, am Abend heißt der Endspielgegner VfB Stuttgart.
Heute ist der 1. Juni 2013, es könnte ein historisches Datum werden. Nie zuvor in 113 Jahren Vereinsgeschichte ist es dem FC Bayern München gelungen, alle drei großen Wettbewerbe einer Saison zu gewinnen: Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Ich kann nicht mehr schlafen, bin jetzt schon nervös. Es arbeitet in mir. Was tun? Ich fühle mich so weit weg und so machtlos. Aber ich will etwas tun, helfen, irgendwie dabei sein. Eine SMS, klar. Noch besser: ein Video! Auf jeden Fall irgendwas zur Motivation. Ich war und bin doch immer einer, der die Jungs pusht.
Meine Gedanken schweifen ab, die Augen fallen mir wieder zu. Gerade eine Woche ist es her, dass wir in London gefeiert haben. Das 2:1 im Champions-League-Finale gegen Dortmund im Wembley-Stadion war der größte Erfolg in der Karriere aller Spieler– doch die größte Party der Saison hatten wir uns für Berlin, für die Nacht nach dem DFB-Pokal-Finale, aufgehoben. Und ausgerechnet diese Superfeier sollte ich verpassen.
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