Ich weiss was du willst - Maya Bachmann Brunold - E-Book

Ich weiss was du willst E-Book

Maya Bachmann Brunold

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Beschreibung

Die Wegleitung zur besten Wirkung deiner mentalen Kraft für ein selbstbestimmtes Leben in emotionaler Freiheit, dauerhafter Vitalität und tiefer Zufriedenheit Weisst du, was du willst? O ja! Dein grosses Ich brennt in dir! Wie kannst du es zur vollen Wirkung bringen? Die täglichen Reize überfluten unser Denken und Fühlen in einer Welt unendlicher Faszinationen. Die Verantwortung ist enorm, die Belastung hoch, die Zeit immer zu knapp und die tägliche Routine stets präsent. Dieses Buch eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Eine Welt der Wissenschaften von Mentaltraining, Neurowissenschaften, Quantenphysik, Biochemie, Zellforschung u.ä. Rund 30 Geschichten aus der Praxis untermalen die Methoden und Techniken, wie unbewusste Gedanken, bremsende Glaubenssätze, schädliche Gewohnheiten und damit die allgemeine Belastung reduziert oder gar eliminiert werden können. Höhere Ziele werden mit Leichtigkeit zum Erfolg geführt. Entdecke dein bestes Ich, werde zur Energiequelle für dich und andere und bewirke das, was du wirklich willst! Mit 30 Beispielen, praktischen Übungen, mp3-Download zur Wunscherfüllung.

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Seitenzahl: 345

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Inhalt

Vorwort

Teil 1 – Belastungen loswerden

Durch den Geburtskanal

Das Leben ist ein Kampf

Opferitis

Ja und Nein zum Leben

Wie verhinderst du dein Glück?

Immer dieses «Müssen»

Gewohnheiten, Routine, Hamsterrad

Dein digitales Leben

Raus aus der Routine

Hilf bitte – nicht!

Verantwortungen aufräumen

Bis zum Burnout

Blockaden erkennen

Teil 2 – Lebensenergie aufbauen

Wo du dein Glück finden kannst...

Dankbarkeit macht glücklich

Das Leben in der Präsenz

Atem ist Lebensenergie

Keine Wirkung ohne Ursache, Materie folgt dem Geist

Die Welt ist nicht so, wie sie ist

Das Gesetz der Resonanz

Die 3 Denkebenen

Die mentale Kraft zur positiven Wirkung bringen

Positives Denken kann gefährlich sein

Die Intelligenz der Zellen

Die Intuition

Gute Entscheidungen treffen

Vertrauen!?

Gelassenheit

Das Leben ist ein Spiel

Die Beeinflussung von «aussen»

Mitmenschen sind ein Spiegel

Die liebe Liebe

Der gute Sex

Lieben statt Leiden

Beziehungen bereinigen

Positive Gefühle erzeugen

Powernap für Entspannung und Schutz

Schmerzen und Krankheiten behandeln

Geld ins Fliessen bringen

Materie in Schwung bringen

Beruf als Berufung

Teil 3 – Neue Wirklichkeiten schaffen

Wie dich dein Unterbewusstsein steuert

Stärken nutzen, Schwächen auflösen

Zufälle gibt's!?

Schädliche Ziele

Ein echter Wunsch erzeugt positive Gefühle

Bedürftigkeit vs. Wahrscheinlichkeit

Falsche und richtige Ziele

«Weg von» vs. «Hin zu»

Ziele finden

Ziele richtig formulieren....

Bewusstseinszustände und ihre Gehirnwellen

Quantensprünge

Anleitung zur mentalen Zielprogrammierung

Spontane Wünsche – kurzfristige Zielprogrammierungen

Die Energie muss fliessen

Das Ziel loslassen

Fokus halten

Du kannst dein Leben verändern

Deine wahre Lebensaufgabe

Und jetzt: Tanze durchs Leben!

Nachwort

Audio-Datei «Dankbarkeit und Präsenz»Audio-Datei «Mentale Zielprogrammierung»

Das Leben findet jetzt statt.

Immer jetzt.

Auch der nächste Moment ist wieder jetzt.

«Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.»

Johann Wolfgang von Goethe

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser

«Ich will mich selber wieder finden, meine Lebensfreude. Ich lebe in einem Trott. Mein Leben besteht nur noch aus Arbeiten, Essen und Schlafen.

Früher war ich aufgestellt, hatte Freude am Leben. Das ist nun schon ein paar Jahre her. Die grossen Verantwortungen und Belastungen haben dazu geführt, dass ich mich zurückgezogen habe. Ich grenze mich ab, verdränge viel. Einem Konflikt weiche ich aus. Mein Freundeskreis ist klein geworden.

Ich will weniger Verpflichtungen!»

Das waren die Worte von Thomas, als er zum ersten Mal in eine Sitzung zu mir kam. Endlich hatte er genügend gelitten, um den Mut zu fassen, seine echten Ziele im Leben aktiv anzugehen.

Ich hoffe, dir geht es noch einiges besser. In der Schweiz versuchen jährlich 15'000 bis 25'000 Menschen, sich das Leben zu nehmen. Dabei sterben über 1'000 Personen – das sind mehr als Verkehrstote. Sollten wir also vor dem eigenen Leben nicht mehr Respekt haben als vor dem Verkehr da draussen?

Kann es sein, dass auch du zu der Vielzahl von Menschen gehörst, die ab und zu bemerken, dass sich ein Gedanke oder ein unterschwelliges Gefühl anschleicht wie «Was mach ich da eigentlich? Das kann es doch nicht gewesen sein!»?

Nein, das ist es noch nicht gewesen. Du hast noch nicht alles auf der Erde bewirkt, was aus deiner grossartigen Persönlichkeit, deinem einzigartigen Leben werden soll und kann.

Hattest du bisher ein gutes Leben? Eine schwierige Kindheit? Viel Erfolg, Geld und Ruhm erreicht? Wieviele Probleme hast du schon gelöst, Schmerzen durchlitten, hast Berggipfel erreicht, bist nach Abstürzen wieder aufgestanden, hast weitergemacht, dich und andere Menschen verletzt und wieder getröstet?

Was war das Problem? Was war die Lösung? Du, oder dein Leben?

Schön, dass es dich gibt. Du selbst bist der Schlüssel zur Tür, die sich für dich öffnen soll.

Ich feiere dieses Jahr ein kleines Jubiläum: 2 x 27 Jahre. Die erste Hälfte nutzte ich so wie du dafür, mich in dieser Welt überlebensfähig zu machen. Ich lernte all die Gesetze und Verbote kennen, um zu überleben – aber nicht, um wirklich zu leben. Ich lernte so ähnlich wie du, was ich alles muss und was ich alles nicht darf.

Weisst du, was du willst? Es steckt in dir. Aber ist es dir auch abtrainiert worden?

Das war mir nicht genug. Ich wollte nicht nur überleben. Ich wollte mehr vom Leben! Aber wie und wo finde ich das nur?

Meine Sehnsucht nach dem vollen Leben und mein grosses Verlangen, die Menschen glücklicher machen zu dürfen, führte mich 1991 zur Ausbildung als Trainerin für Persönlichkeitsbildung bei einem internationalen Trainingsunternehmen. Zahlreiche Aus- und Weiterbildungen folgten. Ich lasse echt kein Jahr aus, in dem ich nicht weitere Wissenschaften, Koryphäen und Methoden kennenlerne, bei denen es um die Optimierung von Selbstmanagement und Lebensqualität geht. Ich will auch stets die Nase vorn haben, um Trends der modernen Welt zu erfahren.

In diesen 27 Jahren durfte ich in meiner Berufung als Trainerin, Rednerin, Coach und Autorin bereits tausende von Menschen auf ihrem Weg in ein glücklicheres Leben begleiten. Das ist pure Erfüllung für mein Herz.

Nebst zahlreichen Artikeln, Blogs, Radio- und Fernseh-Interviews habe ich 2009 mein Buch «Das Spiel des Lebens» veröffentlicht, dieses hier ist mein zweites. Es freut mich sehr, mein Wissen und Können, das mich und mein Leben immer besser und besser macht, auch mit dir zu teilen.

Ich wollte immer nur eins: Leute, werdet glücklich, und tut dann, was ein glücklicher Mensch tut! So geht das mit dem Erfolg!

Ich werde dir nicht in dein Handwerk pfuschen. Dein Business ist dein Business, und darin bist du der Meister – und sollst es auch unbedingt bleiben!

Soeben ist in der Schweiz innerhalb von fünf Jahren der vierte Fall eingetroffen, dass ein CEO eines Grosskonzerns den Freitod wählte. Die Experten sind sich dabei einig: Topmanager sehen sich selber nicht als hilfsbedürftige Menschen. Sie haben den Ehrgeiz, es selber zu schaffen. Das ist zum Scheitern verurteilt, das muss sich ändern!

Das Prinzip ist: Du stehst vorne auf der Bühne und bist brillant in deinen Kompetenzen. Doch hinter der Kulisse gibt es Themen in deinem Leben, die du sonst mit niemandem behandeln kannst. Hier bin ich für dich da, für deine optimale Selbststeuerung und dein privates Lebensmanagement. Deal?

Die Erfahrungsberichte in diesem Buch sind Beiträge von rund dreissig meiner Klientinnen und Klienten, deren Namen und gewisse Details jedoch verändert wurden, um ihre Privatsphäre zu schützen. Sie alle haben sich die Zeit und Mühe genommen, ihre Erfahrungen aufzuschreiben, um sie dir, zu deinem Glück, zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank!

«Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.»

Lucius Annaeus Seneca

Ich freue mich mit dir, wenn du nun deinen Lebenswillen und dein bestes Ich zur vollen Wirkung bringst – in emotionaler Freiheit, dauerhafter Vitalität und tiefer Zufriedenheit. Go for it!

Herzlichst,

Maya Bachmann Brunold

Stefan, 43, Unternehmer in der Immobilien- und Baubranche

Ich dachte, ich habe alles in meinem Leben. Ein super Team, ein sehr erfolgreich laufendes Unternehmen mit hohen Umsätzen, die uns auch laufend neue Investitionen ermöglichen. Ich habe eine tolle Frau, die das alles mitmacht, und meistens nehme ich mir auch genügend Zeit für meine Kinder. Ich spürte wohl einen grossen Druck, den ich mir ständig machte, um immer wieder neue Projekte an Land zu ziehen. Es war mir schon bewusst, dass hier ständig eine Angst präsent war, es könnte nicht genügen. Doch ist es mir seit vielen Jahren schon gelungen, erfolgreich dagegen anzukämpfen und so machte ich weiter, weiter, weiter. Immer Vollgas. Ich funktionierte wie ein Roboter.

Ich will immer noch mehr, noch besser, sonst bin ich nicht der Beste. Im Büro muss ich am Morgen immer der Erste sein und am Abend der Letzte. Wenn ein Auftrag kommt, kann ich nicht nein sagen.

Im Sommer genoss ich dann die wohlverdienten Ferien mit meiner Familie. Bis zu dem Moment, als eines Tages plötzlich mein Ohr zu rauschen begann. Mir wurde schwindlig, es überkamen mich Übelkeit und Kopfschmerzen sowie ein starker Druck auf der Brust. Und meine Beine kribbelten, machten mich nervös.

Ich brauchte unbedingt mehr Power, um mein Leben zu leben. Ich wollte die «Traktoren» abhängen, die mich zurückziehen. Ich kam ins Studieren, und dabei fiel mir auf, dass mich ein besonderes Muster stark belastet: Mich stetig immer und immer wieder beweisen zu müssen. Ich dachte mir, dass ich diese Prägung in erster Linie durch meine Eltern erfuhr. Mir wurde bewusst, dass ich dieses kompetitive Verhalten in erster Linie in der Beziehung zu meinem Bruder auslebte – schon immer und auch heute noch. Während der Arbeit mit Maya wurde dann aber – für mich überraschend – aufgedeckt, dass ich dieses Muster hauptsächlich durch einen Mitbewerber meiner Branche aufrechterhalten habe, dem ich unbewusst nacheiferte und mich unter einen enormen Druck setzte.

Nun lerne ich mit Maya im Trainingsprogramm UPGRADE YOUR LIFE, meinen Perfektionismus in gesunde Bahnen zu lenken, um Power zu haben, mein Leben zu leben.

Theres, 48, in leitender Stellung

Ich hatte schon jahrelang Erfahrungen in Weisheitslehren gesammelt, und somit waren diese Inhalte nicht neu für mich. Doch die leichte, praktische Einführung ins Mentaltraining, gepaart mit dem Charme und der liebevollen Art von Maya, hat mir einen neuen Zugang zu wichtigen Themen verschafft.

Für uns westliche Menschen sind diese Methoden spürbarer und effizienter als alles, was ich bisher gelernt hatte. Eine absolute Bereicherung in allen Lebenslagen.

Lege Papier und Stift bereit! Wenn du deine eigenen Seiten füllst, während du dieses Buch liest, dann hast du die besten Chancen, dass das, was du willst, den Weg in dein Leben findet und Positives bewirken kann.

Geschriebene Worte haben viel mehr Kraft als nur gedachte. Wenn du etwas aufschreibst, vermittelst du deinem Unterbewusstsein: «Pass auf, das ist wichtig!». Gedanken bekommen dadurch erstmals eine Form in der physischen Realität.

Zur Auflockerung beginnen wir mit freien Phantasien, und dann dringen wir mehr und mehr zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden vor, die deine Türen in deiner Realität öffnen werden.

Viel Vergnügen!

Teil 1 – Belastungen loswerden

In diesem Teil wirst du dir deines Lebens und deiner Ich-Struktur bewusster. Du sollst mit Klarheit erkennen, womit du heute unterwegs bist, was du davon auf den weiteren Weg mitnehmen und was du zurücklassen willst. Erst dann kannst du deinem Leben und deinem Selbst die Ausdrucksform geben, die dich zu dauerhafter Vitalität, in die emotionale Freiheit und tiefe Zufriedenheit führen wird.

Dies fordert dich in der Fähigkeit der Selbstreflektion heraus. Ich empfehle dir, diese Herausforderung voll und ganz anzunehmen – auch wenn es Wiederholungen sind.

Durch den Geburtskanal

Wer weiss, vielleicht hast du das mal in etwa so erlebt. Lass mich diese Phantasie mit dir teilen.

Wundervolle Seelen in ihren leuchtenden Lichtgewändern sitzen um mich herum. Ich verteile meine Wünsche. Ja, ich will...

Meine unschuldige Neugier zieht mich zur Erde. Ja, ich spüre diesen Drang so sehr, ich kann ihn nicht mehr ignorieren. Für mich ist alles klar. Ja, ich will...

Die Alten schmunzeln, ihren mitfühlenden Schmerz in der Tiefe ihrer Augen will ich nicht bemerken. Ich weiss, ich muss dieses Spiel nicht spielen gehen. Jetzt nicht. Ja, ich will...

Durch diese Pforte will ich gehen. Was werde ich erleben? Werde ich Frau sein, oder Mann? Wo wird das Spiel stattfinden? Ich weiss es nicht, aber es kommt sicher die für mich beste, mich maximal herausfordernde Spielerfahrung. Ja, ich will...

Meine Seelenverwandten wissen Bescheid. Es ist alles geregelt. Ich werde all die Probleme bekommen, die ich zu erfahren brauche, und ich werde all die Probleme lösen, die ich zu lösen lernen will. Ja, ich will...

Kann ich jetzt los?

Ja, du darfst. Nur noch einmal zur Erinnerung: Du wirst dich nicht erinnern, dass das ein Spiel ist, sobald du durch den Kanal des Vergessens gegangen bist, deinen Geburtskanal. Du wirst suchen, kämpfen, leiden, als gäbe es nur dieses eine Spiel.

Ja, ich will... Darin liegt ja gerade der Spass. Darf ich jetzt?

Ja, du darfst jederzeit gehen. Wisse nur noch, dass es Weckrufe geben wird. Wir senden dir die Träume, die Erfahrungen, die Not, die Tat. Wir schicken dir in all unserer Liebe diese Weckrufe, bis zu deinem Erwachen. Bis du gewachsen bist zur nächsten Himmelspforte, und wir dich, gereifte Seele, wieder hier aufnehmen, wo du zu Hause bist.

Dann ist mein Erwachen also gewiss?

Ja, das ist es. Und jetzt geh...

Ja, ich will...

Das Leben ist ein Kampf

«Das Leben ist ein Kampf» ist ein kollektiv-menschliches Glaubensmuster.

Kein Wunder! Wie schön war es doch in der geistigen Welt, im Licht. Da gab es kein Problem, keinen Schmerz, kein Leid, keinen Krieg und kein Kämpfen.

Aber dann, am Ende des Geburtskanals, dem «Kanal des Vergessens», flutschten wir auf die Erde hinaus. Kalt, nass, laut, hell. Schmerzen, Hunger, Durst.

Alle Kampfgeister wurden wach. Angetrieben durch die ach so naiven Lebensgeister, die mich gerade hierhergeschickt hatten. Ja, ich wollte... Aber das habe ich vergessen.

Dass es gerade so hart und düster ist hier, das hätte ich nicht gedacht. Ich zweifle. Will ich das? Nein, nicht wirklich.

Besser ist, ich halte noch einen Teil meines Lebenswillens zurück. Sonst könnte es womöglich zu schwierig für mich werden. Habe gerade das Gefühl, das schaffe ich nicht. Naja, schauen wir mal, wieviel wir hinkriegen...

Doch, ich will es allen beweisen. Auch wenn ihr mich gar nicht richtig wollt, so wie ich bin, ich zeig's euch! Ich kann das!

Ich zweifle schon wieder. Ist echt schwierig. Atmen, essen, schlafen und träumen, dann schon wieder der Hunger. Uff...

Die Liebe meiner Mutter erinnert mich irgendwie an etwas, das ich aber nicht texten kann. Ein Gefühl, das ich kenne, tief in mir davon weiss. Aber keine Ahnung, von wo. Sicher ist: Das ist, was ich will! Das ist, so glaube ich, das Allerschönste, was es überhaupt nur gibt in diesem Universum. Das ist mein absolut erklärtes Ziel! Das will ich! Das oder nichts. Ja, ich will...

Wo ist sie denn jetzt, meine Mutter, diese Liebe? Hilfe, ich habe sie verloren. Sie ist nicht da. Ich schreie. Ich fühle mich fürchterlich. Das tut richtig weh im Körper, da im Herzen. Und in der Lunge, mein Lebensatem wird gar rar. Hilfe, das will ich nicht! Darf ich wieder zurück, dahin wo es doch so schön war?

Ich will frei sein, tun und lassen was ich will. Ich will meinen Frieden haben. Und ich will meine Freude haben! Ich will die Liebe, dieses pure, natürliche, wundervolle Gefühl spüren. Ich weiss genau, was ich will. Ich kenne das, was ich will. Ja, ich will...

Aber wo ist es denn? Wo um Himmels Willen ist hier auf Erden dieser Frieden, diese Freude, diese Liebe? Was muss ich tun, was muss ich tun, was muss ich tun, dafür?

Ich renne, kämpfe, suche, leide... erhasche Momente des Friedens, der Freude, der Liebe. Doch so kurz sie sind, so schnell gehen sie wieder. So bald renne ich weiter, kämpfe, suche, leide...

Könnte das nicht endlich mal aufhören? Ich will einfach mal ankommen. Sein dürfen wie ich bin, geliebt werden wie ich bin, gut genug sein, fertig und in Ruhe.

Das kann doch nicht alles gewesen sein!?

Na gut, wenn ich dann dieses neue Auto habe, dann bin ich glücklich. Ich fühle es schon, wie es mich in diesen ach so tollen Ledersitz drückt und davonzieht, wow! Und dieser Ton, durch den Motor direkt in mein Herz. Einfach richtig geil.

Das Auto ist jetzt da. Ich konnte noch nicht so oft damit fahren, aber ist okay. Ich muss ja auch noch arbeiten und Geld verdienen. Zudem ist es nicht gerade ein Familienauto, aber ich muss ja auch noch genügend Zeit mit meiner Familie verbringen.

Hmm, mit was könnte ich denn als Nächstes meinem Wunschgefühl näherkommen?

Eine neue Liebe, das wär's! Einfach den richtigen Menschen finden, mit dem ich mich in reiner Liebe verbinden kann. Der nicht immer an mir rumnörgelt und mich falsch fühlen lässt. Der nicht immer noch mehr von mir verlangt, um gut genug zu sein.

Oh, das riecht nach der nächsten Enttäuschung. Vor drei Monaten war es noch anders, aber jetzt merke ist, dass dieser Mensch gar nicht so ist, wie es schien. Ich fühle mich nicht mehr so okay, kann mich nicht mehr entspannen neben dieser Person. Ich glaube, ich muss eine neue suchen...

Und was ich noch sagen wollte, mein Chef hat sich verändert. Der kommt am Morgen mit einem Gesicht daher, dass ich sicher bin, dass der nicht zufrieden ist. Ich muss den nächsten Erfolg landen, sonst bin ich ein Versager, und das will ich auf gar keinen Fall. Ich habe mir doch vorgenommen, mich zu beweisen. Ich zeig's euch schon noch! Noch schlimmer wäre, ich riskierte meinen Lohn. Dann habe ich zu wenig Geld, und wenn ich zu wenig Geld habe, dann versage ich auch noch dort. Geht gar nicht.

Also, streng dich an!

Vergiss die Liebe und den Frieden und die Freude! Das Leben ist kein Ponyhof!

So, nun habe ich mich toll weiterentwickelt. Ich war in einem Seminar, um die Lebensfreude und mich selbst wieder zu finden und zu stärken. Ich weiss jetzt, wie es geht. Nun geht es mir viel besser. Endlich! Bin ja so froh.

Naja, es ging mir ein paar Wochen sehr gut. Aber irgendwie ist mir dann diese entspannte Lebensweise wieder abhandengekommen...

Liebe Leserin, lieber Leser, vielleicht war diese kleine Geschichte jetzt interessant für dich? Sie muss auch gar nicht wahr sein, sondern lediglich dein Denken mal in eine dissoziierte Perspektive bringen.

Vielleicht hast du dich sogar ziemlich deutlich wiedererkannt?

So oder so, ich gratuliere dir zu deiner Art und Weise, wie du bisher dein Leben gemeistert hast. Denn weisst du was? Du hast das toll gemacht. Du hast jeden Tag dein Bestes gegeben. Und das war genau richtig so. Sonst wäre es nicht so gewesen.

Ich bin davon überzeugt, dass der Sinn unseres Lebens immer darin besteht, hier und heute genau da zu sein, wo wir gerade sind, und so, wie wir heute gerade sind. Sonst hätte es unser Schicksal, die universelle Intelligenz, die Schöpfung, der liebe Gott – you name it, wie du das auch nennen magst – anders organisiert. So haben wir in und um uns, hier und heute, genau das, um was es jetzt geht. Alles ist in Ordnung, ich nenne das «die göttliche Ordnung».

Aber, jetzt kommt ein grosses Aber hinzu. Das bedeutet ganz und gar nicht, dass die grösste Krankheit, die heutzutage unsere Gesellschaft verseucht, die richtige Lebensstrategie sein soll. Das ist eine feige, deiner Ehre und Würde nicht gerechtfertigte Überlebensstrategie. «Das Leben ist ein Kampf» führt in die «Opferitis».

Opferitis. Dieses Wort setzt sich zusammen aus Opfer und «itis», was eine Entzündung bedeutet.

Überdenke an dieser Stelle und notiere: Wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich dann auch, dass das Leben mehrheitlich ein Kampf ist? Irgendwie schon? Was wäre, wenn ich diesen Glaubenssatz ändern würde? Was könnte sich vielleicht ändern, wenn mein Leben für mich ein Spaziergang wäre?

Opferitis

Da warst du doch mal so stark und so schnell, dass du es geschafft hast, dich gegen Millionen anderer Spermien durchzusetzen und in einen wundervollen menschlichen Körper hineinzuwachsen. Und dann das...

Spätestens in der Schule wurde dir klar, dass deine eigene Wirksamkeit sehr begrenzt ist. Das kannst du nicht und das kannst du nicht, du musst eben das und du musst eben das!

Du wurdest ganz automatisch das Opfer von Umständen, die deine eigene Macht untergraben haben. Du hast gelernt, was du alles nicht kannst und nicht darfst, und vor allem, was du alles musst.

Dein innerer Widerstand gegen dieses Leben findet ab und zu in deinem Jammern seine Genugtuung. Denke mal an jemanden, der sich über etwas oder jemanden beklagt. Seine Augen funkeln, dieser Mensch geht richtig auf in seinen Worten, seine Macht scheint mächtig.

Ich sehe so viele Menschen, die durchaus zielorientiert sind, aber heftig kämpfen müssen. Gegen sich selbst und andere Arschlöcher*.

(*Zitat einiger erfolgreicher, erschöpften Persönlichkeiten)

Sie kämpfen vermeintlich für ihre Ziele. Das Perverse daran ist: Sie kämpfen gegen Situationen, damit sie besser werden würden, und sie kämpfen gegen andere Menschen, um von ihnen mehr geliebt zu werden.

Am Ende des Tages will jeder Mensch doch einfach nur mehr Liebe, Frieden und Freude erlebt haben. Viele sind jedoch im Glauben, dass sie das dadurch erreichen würden, indem sie den Kampf gegen die schlechten Umstände und die schlechten Menschen gewinnen. Ein Unsinn. Ein Irrweg.

Bist du bereit, auf einen Weg zu kommen, der dir erlaubt, deine Ziele einfacher, besser und schneller zu erreichen?

Bist du wirklich bereit, die Lösung zu hören?

Mit jedem negativen Wort, das aus deinen eigens kreierten Gedanken hervorkommt, gibst du dem, was du sagst und denkst, noch mehr Energie, noch mehr Kraft, noch mehr Wirkung.

Diese Wirkung gibt dir dann das, was du unbewusst haben willst: Die Bestätigung, dass deine Meinung stimmt und du weiterhin ein Opfer widriger Umstände bist. So verbrauchst du deine Kraft, um dagegen anzukämpfen, und so bist du nicht in der schöpferischen Kraft für das, was du in deinem Leben haben willst. Deine Ziele, die dein Leben tatsächlich verbessern würden, bleiben dir fern.

Ja, du suchst täglich nach Bestätigung deiner inneren Überzeugungen. So sucht deine Meinung, dass das Leben ein Kampf ist und du ein Opfer deiner Lebensumstände bist, immer wieder neue Bestätigung. Dies führt als Ursache zu neuen Wirkungen, sprich zu Problemen, Enttäuschungen, Verletzungen, Grenzen, Druck, Stress, Trauer, Unglück, Erschöpfung.

Das ist dann auch die Ursache, die immer wieder dazu führt, dass es dir unwohl wird, wenn dein Leben gerade richtig toll läuft. Klingt das wie ein Widerspruch? Warum soll es dir unwohl werden, wenn es dir gerade sauwohl ist in deinem Leben?

Du erinnerst dich: Schon beim ersten Atemzug auf dieser Erde war dir klar: Das Leben ist ein Kampf. Hier wird es hart, wenn ich überleben will.

Wenn dein Leben dann mal nicht mehr hart ist, dann kriegst du eine Art Todesangst. Du meinst, das Leben auf Erden zu verlieren.

Was macht dann dein liebevolles Unterbewusstsein, das dich retten will? Genau, es beschert dir flux ein neues Problem, mit dem du wieder im dir bekannten, ach so vertrauten Schlamm deine Ehrenrunden drehen darfst.

Deshalb ist es leider so, dass wir lieber am Glauben festhalten, dass das Leben ein Kampf ist. Das fühlt sich einfach richtiger an als das Gegenteil. Viele Menschen können es schon gar nicht denken, wie es wäre, wenn das Leben nicht hart wäre. Und wenn sie es zwar denken können, sind sie oft noch weit davon entfernt, es auch empfinden zu können. Die Gefühle von einem Leben, das leicht und einfach ist, sind uns im Menschenkörper fremd und deshalb lehnen wir sie ab. Ganz nach dem Motto «Wenn ich kein Problem habe, habe ich ein Problem.».

Und, wie wäre es nun für dich, ja für dich, ich meine dich! Wie wäre es, wenn du aufhören würdest, gegen dein Leben Widerstand zu leisten? Wenn du dich dazu entscheiden könntest, einfach gar keine Zeit mehr dafür aufwenden zu wollen, gegen irgendwas zu kämpfen? Wenn du dich anstelle davon dazu bereit erklären würdest, in deine Macht zu gehen, mit der du deine schöpferische Selbstwirkungskraft zur Wirkung bringst?

Mit deiner Selbstwirkungskraft, die du durch deine Geburt auf die Erde gebracht hast, bist du gerufen! Du bist damit gemeint! Dich gibt es nur einmal. Und nicht ohne Grund. Nicht ohne Sinn und nicht ohne Zweck hat es die universelle Intelligenz im Einklang mit deiner Seele so eingerichtet, dass genau du es bist, der/die hier und jetzt auf Erden lebt.

Solltest du dich von der Opferitis betroffen fühlen, dann wisse: Du kannst es besser. Du kannst hier und heute den Entscheid fällen, die Opferitis aufzugeben und dich auf den Weg machen, der deine Selbstwirksamkeit zur vollen Wirkung bringt. Du musst nicht, aber du darfst. Du musst aber ganz zwingend die Opferitis ablegen, wenn du ein wirklich gutes Leben haben willst.

Überdenke an dieser Stelle und notiere: Wogegen kämpfe ich, gegen was leiste ich Widerstand, wo habe ich eine ablehnende Haltung? Wo könnte ich mich zum Opfer gemacht haben, vielleicht ganz ohne dass ich es gemerkt habe? Was wäre, wenn ich wieder in meine Macht, meine schöpferische Selbstwirkungskraft gehen würde?

Ja und Nein zum Leben

Gab es in dir schon mal eine dieser dunklen Stunden, wo du gedacht hast: Ich will dieses Leben gar nicht mehr. Scheiss drauf!

Du erinnerst dich an die Geschichte im zweiten Kapitel, wo der frischgeborene Mensch zweifelt, ob er dieses Lebensspiel nun wirklich eingehen will. Da denkt dieses noch unbeholfene Menschenskind: Nein, nicht wirklich will ich dieses Leben, denn so habe ich es mir nicht vorgestellt. Lieber bleibe ich «mit einem Bein» zurück in der geistigen Welt, wo ich zu Hause bin und es mir prächtig geht.

An diesem Punkt der Inkarnation ist es oft vorgekommen, dass ein Seelenanteil zurückgeblieben ist. Das bedeutet, dass man nicht vollkommen, mit «Haut und Haar» in dieses Erdenleben eingetreten ist. Man war und ist noch heute nicht bereit, wirklich alles reinzugeben, was man ist. Damit fehlt in gewissen Momenten die Kraft, die es bräuchte, um Neues zu gestalten oder Hindemisse zuversichtlich zu bewältigen. Und vor allem macht es uns Angst, in unsere wirkliche Grösse, in unsere volle Wirksamkeit hineinzuwachsen.

Du hast nicht Angst vor deiner Schwäche, du hast Angst vor deiner Stärke!

Es ist also notwendend (die Not wendend), dass du dich voll und ganz auf die Erde holst, wenn du deine volle Kraft in deinem Leben zur Verfügung haben willst. Es braucht deinen vollen, klaren, herzhaften Entscheid, dass du jetzt und hier dieses Erdenleben leben willst (nicht nur überleben, sondern leben!). Dass du voll und ganz bereit bist für die Erfahrungen, deine Entwicklungen und ein voll cooles, voll geiles Leben, das dich und die Welt vollkommen erfüllt.

Es ist das Fundamentalste und das Wichtigste für dich in deinem Leben, dass du dich tief verwurzelst im Hier und Jetzt. Dein Leben voll und ganz annimmst. Du musst in den Fluss deines Lebens eintauchen, mit allem was du bist. Du musst dich den Menschen, deiner Arbeit, deinem Haus, deinen Aufgaben und allen Begebenheiten auf der Erde voll und ganz hingeben. Nicht als Opfer, aber als Schöpfer. Alles ist deine eigene Kreation.

Bist du bereit? Dein Leben verlangt deine volle Hingebung. Widerstand aufgeben. Jammern ablegen. Die Opferrolle verlassen.

Überdenke an dieser Stelle und notiere: Gibt es in mir auch manchmal Gedanken, mit denen ich mein Leben ablehne? Was wäre, wenn ich mich voll und ganz, mit Haut und Haar in dieses Leben einbringen würde?

Diese Übung kann dich bei Bedarf in nur wenigen Minuten aus dem Kampf deines Lebens in deine Wirksamkeit für dein Leben bringen:

Gehe mit deiner Aufmerksamkeit zurück zum Zeitpunkt deiner Geburt. Etwas weiter zurück. Auch wenn du nicht weisst, wo du da warst. Hier befindest du dich in einem Raum, in dem du Entscheidungen fürs Leben triffst. Wie klar ist deine Absicht, wirklich voll und ganz in dieses Leben zu gehen? Lege jedes Zögern ab. Entscheide dich nun bewusst, voll und ganz in dieses Leben einzutreten.

Wenn du bereit bist, nimm deinen klaren Lebenswillen in Form eines Lichtpunktes wahr. Nimm dein Licht mit, während du dich durch den Geburtskanal in dein Leben ziehen lässt.

Am Start deines Lebens angekommen, ausgerüstet mit deinem Licht, das deine Selbstwirksamkeit für dein Leben in sich trägt, lässt du dich nun durch die Jahre hindurch ziehen, so dass du älter und älter wirst, bis du in deinem aktuellen Lebensjahr, hier und jetzt angekommen bist.

Schau in dein Leben, das du aktuell lebst. Nimm alles an, alles! Geh hinaus in dein Leben und wirke selbst! Für alles, was du haben willst.

Wie verhinderst du dein Glück?

Vor unserer Nase liegt es, und führt uns dauernd an der Nase herum. Das, was dich von Glück und Fülle abhält, heisst: Mangel.

Mangel zeigt sich überall in unserem Leben. Viel mehr, als du denkst. Wir haben so viele Ideen, was uns alles fehlt, dass wir kaum Zeit und Raum finden, um zu sehen, was wir nicht nicht haben.

Wie oft siehst du einen Mangel in deiner Leistung? Wie oft denkst du, dass du noch etwas tun musst, um dann gut genug zu sein? Es reicht einfach nie. Du verlangst immer noch mehr von dir. Ausser, du hättest für heute keine Pendenzen, die du erledigen willst. Dann bist du eine zu rühmende Ausnahme.

Die Illusion von Mangel zeigt sich auch in deinen Beziehungen. Wie sind deine Abhängigkeiten von deinem sozialen Umfeld? Wir bekommen zu wenig Liebe, wir brauchen mehr Zugehörigkeitsgefühl und Anerkennung. Wir suchen Bestätigung unseres Egos, weil wir uns danach sehnen, alle Mängel zu eliminieren und die Perfektion zu erreichen. Und weil wir uns selbst zu wenig glauben, müssen wir es von anderen Personen hören. So sind wir darauf angewiesen (!), dass wir gute Kontakte, liebevolle Beziehungen, täglich uns bestätigende Begegnungen haben.

Das sind Abhängigkeiten von Äusserem. Tragisch kann es werden, wenn du (zu oft) alleine bist. Dann begegnest du dir selbst, an den/die du zu wenig glaubst, keiner sagt dir das Gegenteil und das Mangelgefühl in dir packt dich wie eine dunkle Wolke. Ein tiefdunkles Einsamkeitsgefühl nimmt dich ein.

Und das liebe Geld. Von Geld machen wir extrem Vieles abhängig. Besser gesagt davon, wie wir darüber denken. Auch das ist später noch ein Kapitel in diesem Buch. Aber werde dir jetzt gleich bewusst, wo du überall dem Prinzip von Geldmangel folgst. Was würdest du beruflich machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Was würdest du essen, welches Hobby würdest du ausüben, in welcher Klasse würdest du Zug fahren, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Was für ein Auto würde dann in deiner Garage stehen, und in welchem Haus würde deine Garage liegen? Wie oft und wohin würdest du reisen, wenn Geld keine Rolle spielen würde, und mit wem?

Keine Zeit. Das ist einer der demütigendsten Irrglauben unseres Hirns. Du hast die Lebenszeit bekommen, die du jetzt gerade am leben bist, und weist sie von dir? Denn was du sagst, hört dein «Leben» und richtet sich dementsprechend ein. Solange du also meinst, du hättest zu wenig Zeit oder gar «keine Zeit», darfst du dich nicht wundern, wenn die Zeit schneller vorbei geht, als dass du sie nutzen konntest für das, was dir am Herzen liegt. Der vermeintliche Zeitmangel lässt uns auf so Vieles verzichten, das jedoch genau das Gute und Richtige wäre, wofür wir unsere kostbare Lebenszeit einsetzen sollten.

So viele unerfüllte Wünsche.

Mangel überall.

Unglück.

In unserer Gesellschaft bist du «normal», wenn dir das bekannt vorkommt: Du rennst wie ein Esel der Rübe nach, die vor deiner Nase hängt, aber niemals, niemals in deinem ganzen Leben erreichen wirst! Denn diese Rübe, also deine Erwartungen, rennen konstant mit einem Abstand – deiner Idee des Mangels – vor dir her. Ob du der Zeit, mehr Anerkennung oder Genuss hinterherrennst, es ist einfach nie genug da. Es reicht nie. Nie!

Dieser «Esel» in dir ist ein Glaubensmuster. Der Grund dafür, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf Mangel ausgerichtet haben, ist, dass unser Verstand darauf trainiert wurde, unser Überleben zu sichern. Das Überleben! Nicht das Leben!

Auch wenn du schon ganz viel erreicht hast und du dir sagst «ich darf eigentlich zufrieden sein, eigentlich bin ich glücklich, ich habe ja eigentlich alles», dann sehe ich hier einen gewaltigen Mangel: Dein wahrhaftiges Glücklichsein. Denn «eigentlich» bedeutet das Gegenteil von «wirklich».

Ich will dich sagen hören: «Ich bin vollkommen zufrieden, ich bin tief im Herzen glücklich.». Und ich will erkennen können, dass du es so fühlst.

Mangel ist eine Illusion. Ein menschlicher Irrtum. Das Universum kennt keinen Mangel, schon gar nicht an dir. Die Fülle ist da, für alle da. Jeder Mensch ist perfekt erschaffen worden, ist bereits vollkommen.

Mangel ist eine Fehleinschätzung deiner Ist-Situation, die sich auf dein Wohlbefinden äusserst negativ auswirkt. Du verhinderst damit dein Glück.

Überdenke an dieser Stelle und notiere: Ja, ich sehe natürlich auch ein paar Mängel in meinem Leben, und zwar: ....

Was wäre, wenn ich diesen Umständen und auch mir selbst mit einer konstruktiveren Haltung begegnen würde?

Immer dieses «Müssen»

Kennst du jemanden, der zu 150% arbeitet? Vielleicht sitzt dieser Jemand sogar jetzt gerade auf deinem Stuhl?

Und warum arbeitet dieser Mensch so viel? Weil er halt in einer beruflichen Tätigkeit steckt, die dieses Pensum erfordert? Es geht nicht anders?

Hast du auch schon erlebt, wie jemand von einer solchen Tätigkeit weg gegangen ist, weil er nicht mehr so viel arbeiten wollte? Das Problem könnte aber sein, dass er sich selbst mitgenommen hat. Auch wenn er dann ganz bewusst eine Tätigkeit anstrebt und findet, bei der in Aussicht steht, dass 08.15-17.00 Uhr genügt, wird es nicht lange dauern, bis er daraus ein 150%iges Arbeitspensum gemacht hat.

Die Ausnahme bestätigt die Regel, doch die Regel bestätigt sich meistens doch. Es liegt nicht an den äusseren Begebenheiten, wie sehr sich jemand bei der Arbeit verausgabt, sondern an ihm selber, an seinen Mustern und Prägungen.

Das Überarbeitetsein wird chronisch. Da nützt kein Berufswechsel etwas, solange nicht das Muster, die Prägung im Unterbewusstsein aufgelöst ist.

So erging es auch Hanna, 32. Eine schöne junge Frau mit blonden langen Haaren, doch mit fahlem Gesichtsausdruck, erzählt mir, wie sie vor einem Jahr an ihrem tiefsten Punkt angekommen ist und mit der «Diagnose Burnout» während drei Monaten in der Klinik versuchte herauszufinden, wie es dazu kam.

Schon 6 Monate im Voraus bemerkte sie, dass es mit ihr immer zügiger bergab ging. Doch sie sagte sich immer und immer wieder: «Geht doch!». Und sie arbeitete weiter und weiter. Auch als ihre Mutter starb, nahm sie sich keine Zeit zum Trauern, sondern drückte weiterhin das Gaspedal durch.

«Wie ein Terrier habe ich mich reingebissen. Nicht mehr fähig zu Genuss und Balance.»

«Ich habe immer dieses Müssen, ein konstanter Druck von innen. Etwas in mir sagt: ‹Du bist nichts wert, wenn du nichts leistest.›»

«Ich fühle mich wie ein angeschossenes Reh, das permanent um sein Leben rennt. Eigentlich möchte ich nur in die Ecke liegen, aber wenn ich stillstehe, kommt der Gnadenschuss.»

«Ich muss mich immer oben halten, damit ich nicht runterfalle.»

Sie meint, das Seminar vor einer Woche und unser heutiges Gespräch geben ihr viel Kraft und Zuversicht. Wir treffen uns in zwei Wochen wieder.

Die liebe Hanna sitzt mir wieder gegenüber. Enttäuscht erzählt sie mir von ihrer neuen Erkenntnis: «Ich bin nur okay, wenn ich leide. Ich habe mir wieder so wehgetan! Fühle eine grosse Leere und immer diesen komischen Schmerz in mir. Ich sehne mich nach so Vielem...»

Und auch sie waren wieder da, diese bekannten Symptome aus der Zeit des Burn-outs – Rückenschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme. Und die Sehnsucht, es möge endlich was kommen, das sie erlöst.

Wir reden darüber, wie viele Menschen immer auf der Suche nach Dingen oder Geschehnissen sind, die sie ‹retten›. Doch es kommt nicht. Denn es ist einfach nicht dort, wo du es suchst. Nicht dort draussen. Nicht dort drüben. Es ist nur an dem einen Ort zu finden: IN DIR!

Ich leite meine Klientin an, sich vollständig zu entspannen (zu unserem Vorteil hat sie dies schon im Seminar erlernt, und es gelingt ihr gut).

Ich frage sie: «Es ist alles in dir. Wenn du es suchen würdest, wo würdest du es finden?»

«Im unteren Rücken – oh, da hab ich mir eine Fettzone als Schutz angelegt. Meine Psyche ist zerbrechlich, verbeult.»

«Und was sagt es da?»

«Qualität kommt von Quälen. Ich bin nicht, wie ich sein will.»

«Lass dich nun zurückziehen, in die Situation, wo es das zum ersten Mal gab. Wo bist du da?»

«Ich liege in meinem Kinderzimmer auf dem Fussboden und höre, wie mein Vater meinen Bruder wieder einmal beschimpft und ihn zu immer höheren Leistungen im Fussballsport antreiben will. Und ich werde ignoriert. Es geht nur um den Bruder. Ich will nicht immer auf den Sportplatz! Ich möchte mal in den Arm genommen werden!»

«Und wie denkst du da über dich?»

«Ich bin weniger wert, weil ich kein Junge bin. Meine guten Noten sind einfach selbstverständlich.»

«Und wo hast du diese Überzeugungen im Körper abgelegt?»

«Im Kopf– der schmerzt!»

«Okay... [...]... Nun ist diese Heilung in dir vollzogen.» Ich verabschiede eine strahlende Frau. Zwei Tage später bekomme ich eine Mail:

«Mir geht es hervorragend! Ich weiss überhaupt nicht, wann ich mich so gut gefühlt habe wie im Moment. Ich fühle mich, als sei ‹ein Knoten geplatzt› und bin innerlich sehr ruhig. Mein bester Freund sagte mir gestern: ‹Hey, du siehst total gut und entspannt aus.›. Ich gehe sehr viel sanfter und gelassener mit mir um und habe meine Wertschätzung erhöht. Noch einmal ganz, ganz lieben Dank für deine Unterstützung. Ich freue mich sehr auf unser Wiedersehen! Ganz liebe Grüsse, Hanna»

Anmerkung: Der Verlauf der Sitzung wird hier in sehr gekürzter Form wiedergegeben und dient in dieser Form nicht zur Nachahmung. Es geht hier um einen Einblick zugunsten deiner Zuversicht, dass solche grossen persönlichen Veränderungsprozesse schnell und einfach machbar sind – auch bei dir.

Mit ein paar weiteren Coaching-Sitzungen wurde aus Hanna innerhalb weniger Wochen eine Frau mit wunderbarer Ausstrahlung, sie arbeitet durchschnittlich 100% –mal etwas mehr, dann aber gleicht sie das bald wieder aus. Sie gönnt sich Hobbies, kaufte ein Motorrad – sie lebt ihr Leben mit Genuss und Balance. Und so ganz nebenbei ist auch die ‹Fettzone› weggeschmolzen, da sie diesen ‹Schutz› nicht mehr braucht.

Was wäre wohl passiert, wenn Hanna ihre bisherigen Muster in die neue berufliche Tätigkeit mitgenommen hätte? Sie hätte so viel Arbeit und Verantwortung an sich gerissen, dass sie bald mit 150% Arbeitszeit ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hätte. Sie hätte ja ihre Süchte nach leisten, leiden und super gut sein weiterhin befriedigen müssen. Wie sich dies weiter auf ihre Gesundheit ausgewirkt hätte, können wir uns denken.

Manchmal wollen mich Leute davon überzeugen, dass es einfach nicht anders gehe und sie es sich nicht leisten könnten, ein Training oder Coaching zu machen. Ob dann die Zeit, das Geld oder ein anderer Umstand als Grund zugezogen wird, ist unwichtig. Es gleicht dieser Analogie:

Ein Mann musste dringend eine neue Stelle haben, um sein Überleben zu sichern. Da kam er zu folgendem Angebot: «In drei Tagen musst du 30 Bäume gefällt haben, dann bist du angestellt». Voller Eifer ging der Mann an die Arbeit. Am ersten Tag erreichte er sein Ziel, die 10 Bäume waren gefällt. Müde, aber stolz genoss er den Feierabend. Am zweiten Tag arbeitete er genauso intensiv weiter, doch als er abends die gefällten Bäume zählte, war er enttäuscht. Es waren nur deren acht. Nun hiess es, am 3. Tag Vollgas zu geben! Also arbeitete er noch härter, setzte all seine Kraft ein, machte keine einzige Pause. Gegen Abend, als der Mann so richtig toll erschöpft war, kam der Chef vorbei, um zu prüfen, ob man diesen Mann denn gebrauchen könne. Gemeinsam begannen sie, die gefällten Bäume zu zählen. Da waren ... 5, 6, 7, 8! Darf nicht wahr sein, ist es aber! Der Baumfäller konnte es nicht begreifen, raufte sich die Haare und meinte, er habe nun wirklich alles gegeben. Da sagte der Chef: «Zeige mir mal deine Axt!» und glitt mit seinem Daumen über den Schliff: «Und wann hast du deine Axt zum letzten Mal geschliffen?». Im Ton völliger Verzweiflung kam die Antwort: «Nein, also dafür hatte ich nun wirklich keine Zeit!».

Wer lieber arbeitet, statt seine Kraft auf die erwünschten Bahnen zu lenken, der sollte mal seine Leistungsmuster überprüfen.

Leistungssteigernde Verhaltensmuster sind besonders verheerend. Diese Art von Selbstsabotage wird leider in der heutigen Welt immer häufiger. Die Erwartungen an den Menschen und die tägliche Belastung steigen dauernd an.

Der Leistungsdruck fuhrt laut einer aktuellen Statistik dazu, dass heute 16% der 14-Jährigen an Depressionen leiden – die erfassten. Dazu kommen all jene, die deprimiert, müde und erschöpft sind.

Wer nicht an sich selbst, insbesondere in den Leistungsmustern etwas ändert, darf nichts Neues erwarten. Man nimmt sich ja selber immer mit. Wohin du gehst, was immer du tust, du bist es!

Überdenke an dieser Stelle und notiere: Was ‹muss› ich? Wo gibt es bei mir ein ‹Müssen›, das ich aufgeben will?

Gewohnheiten, Routine, Hamsterrad

Gewohnheiten entlarven dich.

Du bist durch Routine geprägt worden, und durch die Prägungen ist deine Routine entstanden.

Du hast 60'000 Gedanken pro Tag. 65% deiner heutigen Gedanken sind dieselben wie gestern. Das sind rund 40'000 wiederholte Gedanken pro Tag, die deine Meinungen und Urteile aus der Vergangenheit in die Gegenwart transportieren. Ungefiltert. Nicht etwa, weil du dir das nochmals überlegen, neu beurteilen und für gut befinden würdest, sondern vollautomatisch. Weil du noch keinen Ersatzgedanken, der möglicherweise besser wäre, in deinem Unterbewusstsein verankert hast. Bis dann steuert dich der alte, so veraltet und unbrauchbar er auch sein möge, immer wieder von Neuem.

Was meinst du, wie viele Entscheidungen du täglich fällst? Nicht nur diese, mit denen du dich schwertust (darauf kommen wir später noch zu sprechen). Stelle dir vor, wie viele Entscheidungen du triffst, damit der Tag so läuft wie er läuft! Unzählige? Ja, es sind sehr, sehr viele. Du triffst rund 20'000 Entscheidungen pro Tag!

Du weisst nichts davon? Genau! Du merkst es nicht.

Diese Entscheidungen, von denen du nichts weisst, machen jedoch aus, wie du lebst, wie du dein Leben empfindest, wie die Situationen auf dich wirken, was du damit machst, wie zuFRIEDEN du bist. Täglich 20'000 dir nicht bewusste Ursachen, die zur Wirkung gelangen.

Um zu erkennen, wo du dir da möglicherweise Knüppel zwischen die Beine legst, brauchst du dein Spiegelbild. Schau hin, was du