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Seit der Geburt ihres Sohnes beschäftigt sich Michaela Michler mit ihrem ganz persönlichen Zugang zur Spiritualität, die seitdem ihr eigenes Leben und auch das ihres Umfelds wesentlich in positiver Weise prägt. Der Weg zu den jetzigen Erfahrungen wird in diesem Buch in sehr lebhafter und spannender Weise geschildert. Sicherlich ist es sowohl für „spirituelle Neulinge“ als auch erfahrene Leser interessant, eine so persönliche Erfahrung geteilt zu bekommen. Michaela Michler erfährt am eigenen Leib, wie verschiedenste Energien auf dem Weg des Erwachens immer heftiger spürbar werden und erzählt unglaubliche, aber persönlich erlebte Geschichten auf ihren schamanischen Reisen, die nicht nur scheinbar unglaublich klingen, sondern in denen sie auch stets zahlreiche Prüfungen zu meistern hat. Dieses Buch konzentriert individuelle, persönliche Erfahrungsberichte, wie sich das Bewusstsein und die Einstellung zu einer bestimmten unsichtbaren Welt ändern kann, einer Wirklichkeit, die nicht unmittelbar wahrgenommen wird, aber trotzdem von so vielen Menschen auf ähnliche Weise aktiv erlebt wird.
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Seitenzahl: 134
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Meine liebe Seele,
Ich bedanke mich bei dir, für all die schönen Erfahrungen in meinem Leben, an die ich mich gerne erinnere und aus denen ich Kraft schöpfen kann.
Ich bedanke mich bei dir, für all die schweren Zeiten und die Schicksalsschläge in meinem Leben, auch wenn sie noch so aussichtslos schienen.
Sie lehrten mich, ließen mich wachsen und machten aus mir eine Kämpferin.
Ich bedanke mich bei dir, weil du mich führst und mir immer den rechten Weg zur richtigen Zeit weist und für mich da bist.
Dieser Weg, wird mich zum größten Geschenk bringen, das mich je erwartet!
In Liebe, Riana
Danksagung
Vorwort
Der letzte Schrei
Die Schamanin und der Abschiedsbrief
Atlantis – Aktivierung der Kräfte
Als sie von uns ging
Der Prinz und die Prinzessin
Schattenkampf
Zurück zu mir
Ich bin Riana
Mein liebes Kind, durch dich durfte ich erfahren, was bedingungslose Liebe ist! Du zeigst mir jeden Tag aufs Neue, wie schön die Welt sein kann! Ich liebe dich!
Meine Schamanin, du zeigtest mir den rechten Weg und hast mir das Tor zu einer anderen Welt geöffnet, ich danke dir dafür!
Liebe Meisterin, danke für deine Unterstützung und deine Liebe zu mir, du hast immer an mich geglaubt und hast mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Liebe Schwester, danke für deine Liebe und dein Sein!
Du zeigst mir immer wieder, wie viel Licht hier auf Erden ist, wenn ich im Dunkeln tappe!
Mein treuester Freund, danke für deine ehrliche und aufrichtige Freundschaft. Du bist immer für mich da, so wie ich auch immer für dich da sein werde!
Liebe Wegbegleiterin, danke für deine Partnerschaft und unser wundervolles gemeinsames Arbeiten, die mir Bereicherung in meinem Leben schenkt.
Liebe Heilerin, es gibt keine Worte für das, was du für mich tust. Du lehrst mich, du gibst mir Ratschläge und Informationen ohne Erwartungen. Du lässt mich frei entscheiden, dafür danke ich dir.
Meine liebe kleine Elfe, ich danke dir für deine Freundschaft und dein Vertrauen, ich weiß, wir werden noch viele gemeinsame Wege gehen.
Meine Beste, auch wenn dir der spirituelle Weg manchmal unheimlich erscheint, weiß ich, dass du mich immer, egal was ich mache oder welchen Weg ich einschlagen werde, an meiner Seite bist, dafür danke ich dir.
Meine liebe Kreative, ich danke dir für deine Gabe und die wundervollen Bilder die du für mich gezeichnet hast, so wie ich sie in meinen Reisen gesehen habe.
Meine liebe Arbeitskollegin und Freundin, ich danke dir, dass du immer für mich da bist und mich auf meinem Weg begleitest.
Ihr Lieben aus dem Hintergrund, ihr habt ohne zu zögern eure Zeit geopfert und seid mir als Lektoren bei Seite gestanden. Ohne eure Hilfe und Tipps, hätte ich es nicht soweit geschafft. Ich danke euch!
Meine lieben Freunde, Meister und Lehrer aus der Anderswelt, ich danke euch für eure Hilfe! Ihr habt mich gelehrt, geführt und begleitet. Ihr zeigtet mir eine Welt, die andern verborgen bleibt, doch mit euch und durch euch kann ich das Licht, das ihr mir gegeben habt, an die Menschen weitergeben, die es in ihrer schwersten Stunde brauchen!
„Ihr alle habt mich inspiriert, geleitet, geführt, bestärkt oder getröstet und mich auf meinem schwersten Weg begleitet!“
Ich durfte große Heilung erfahren und fühle mich stark! Ich habe meine Ängste bekämpft und meine Furcht besiegt! Dafür danke ich euch allen aufrichtig, nur mit eurer Unterstützung ist mir das gelungen!
In Liebe, Michaela
Dieses Buch erzählt meine ganz persönlichen Erlebnisse und Eindrücke auf dem Weg in mein spirituelles Erwachen.
Nach jahrelanger Suche zu mir selbst und einer Technik, die mir helfen sollte, mich mit meinen Kindheitserinnerungen auseinanderzusetzen und noch offene Themen aus dieser Zeit aufzulösen, folgte ich endlich meiner Bestimmung und stieß auf die uralte Tradition des Schamanismus und der Methodik des schamanischen Reisens.
Es offenbarte sich mir eine Welt, die für andere unsichtbar bleiben wird und dennoch existiert. Eine Welt, die darauf gewartet hat, von mir bereist und entdeckt zu werden. Eine nicht alltägliche Wirklichkeit, in der ich auf Schatzsuche gehe, um für euch und für mich selbst Antworten zu finden.
Auf meiner Reise „zurück zu mir“ geschehen unglaubliche Dinge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Meine Gefühle und Emotionen beschreibe ich euch in einer Mischung aus Realität und Trancereisen.
Ich möchte euch Einblicke in eine Welt gewähren, die für viele von euch vielleicht nur wie eine Fantasiewelt erscheint. Doch ist es nicht egal, ob es eine parallele Realität ist oder doch eine andere Dimension?
Mein Wunsch ist es, euch zu berühren!
In Liebe, Michaela Michler
„Für immer in meinem Herzen!“
Immer und immer wieder wird mein Sohn nachts munter. Ich sitze an seinem Bett, bis er eingeschlafen ist.
Wenn er wach ist, frage ich ihn natürlich, ob er schlecht geträumt habe. Er antwortet mir auf diese Frage nie und will dann sofort in unser Bett. Nie kann ich nein sagen und erfülle ihm seinen Wunsch. Heftige Diskussionen mit meinem Ehemann finden statt. Natürlich kann ich ihn verstehen, zu zweit schläft es sich leichter und man hat einfach mehr Platz und wird nicht dauernd von irgendwelchen Fußtritten geweckt.
Wie sehr sehnen wir uns nach den perfekten Nächten, so wie früher! Ich habe nun seit fast drei Jahren nicht mehr durchgeschlafen und muss endlich etwas daran ändern. Für mich und meinen Mann, für die Familie.
Ich führe neue Rituale ein. Die Gutenachtgeschichten werden ab nun gezielter ausgesucht. Das Fernsehen vor dem zu Bett gehen wird gestrichen, wir spielen jetzt lieber eine Stunde nichts Aufregendes oder malen zusammen. Wir gestalten das Zimmer um, kaufen neue Bettwäsche, ein neues Schmusetier. Alles vergebens. Also versuche ich jedes Mal, wenn mein Sohn nach mir schreit, ihn zu beruhigen. Ich lege mich zu ihm ins Bett und streichle ihn wieder in den Schlaf, um jeglichen Auseinandersetzungen mit Johannes meinem Ehemann, aus dem Weg zu gehen. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit, bis er endlich wieder einschläft, und ich mich ganz langsam aus seinem Bett schleichen kann. Kaum zehn Minuten geschlafen, fängt das Ganze von vorne an. Meinen Mann akzeptiert Paul zu diesem Zeitpunkt nur schwer und somit muss immer ich aufstehen. Ich bin am Ende meiner Kräfte, stehe immer zwischen meinem Sohn und meinem Mann. Wenn ich den Kleinen zu uns ins Bett hole, liege ich eine Stunde nachdenklich herum, bis ich einschlafen kann, weil es mich so verletzt, dass Johannes sich immer so aufregen muss.
Jetzt kommt auch noch, dass ich wieder anfange zu arbeiten und der Kleine in den Kindergarten soll. Mir muss etwas anderes einfallen! Was bringt meinen Sohn um seinen Schlaf?
Drei Tage bevor es passieren soll herrscht eine düstere Stimmung, als ich meinen kleinen Paul ins Bett bringe. Ich lese wie immer eine Geschichte, fahre die Rollläden herunter, drehe das Nachtlicht auf, kuschle mich an ihn und sage ihm, wie lieb ich ihn hab. Ich merke, dass heute etwas nicht stimmt. Paul braucht viel länger bis er einschläft. Er wirkt etwas nervös. Durch den leicht dämmrigen Schein des Nachtlichts kann ich an seinen Augen erkennen, dass er alle Ecken im Zimmer mustert. Was macht er da bloß? Redet er mit jemandem, mit etwas? Ich bekomme leichtes Schaudern und kuschle mich ganz fest an ihn. Ich habe Gänsehaut. Ein plötzliches Unwohlsein in der Magengegend belastet mich, was jetzt? Verdammt, was ist da im Zimmer? „Geht weg! Lasst uns in Ruhe!“ schreie ich gedanklich in den leeren Raum, um meinen Sohn, der gerade dabei war, endlich einzuschlafen, nicht zu stören. Als diese Gefühle sich langsam wieder verziehen, gebe ich meinem Sohn einen Kuss auf die Stirn und gehe zu Johannes ins Wohnzimmer, um ihm meine Erfahrungen mitzuteilen. „Ich schwöre dir, da oben ist etwas, ich habe es eindeutig wahrgenommen, berichte ich über die erlebte Situation.
Da sich mein Mann und ich vorstellen können, unser Leben etwas spiritueller, aber nicht gleich ausgeflippt übertrieben, zu leben, glauben wir an etwas, das vielleicht manch andere nicht verstehen. Wir sind uns einig, im Zimmer von Paul sind Energien eingezogen, die wir versuchen werden, schleunigst wieder zu entfernen. Am nächsten Tag räuchere ich unser ganzes Haus einmal richtig durch. Von oben nach unten, mit besonderem Augenmerk auf das Kinderzimmer. Ich fühle mich gut dabei, immerhin dauert dieses Prozedere fast zwei Stunden. Danach ärgere ich mich dann, weil ich vergessen habe, die Wäsche runter zu nehmen und weil diese jetzt riecht, als ob ich sie in ein Weihrauchbad gelegt hätte.
In der darauffolgenden Nacht ist es dann wirklich besser. Das heißt jetzt nicht, dass mein Kind durchschläft. Nein, das Einschlafen geht schneller. Trotzdem spüre ich noch etwas Restenergie und zweifle wieder einmal, wie so oft, an meiner Arbeitsweise.
Ich bin erst ganz am Anfang meines spirituellen Weges und hoffe auf Hilfe meiner lieben Freundin und Lehrerin Maria, die Schamanismus mit Leidenschaft auslebt. Sollte es nicht besser werden, werde ich sie auf jeden Fall bitten, mir zu helfen. Am Morgen wachen wir, wie immer, alle Drei zusammen gekuschelt - oder besser beschrieben - ineinander verheddert, auf. Der Tag verläuft ganz normal, auch wenn ich finde, dass karenzierte Mütter einen anderen Tagesablauf haben als noch kinderlose Frauen. Für Paare ohne Kinder wird schon das Warten im Stau zur Katastrophe, weil sie dann zu spät zur Kaffeepause ins Büro kommen würden. Für Mütter in der Kleinkind-Pflegephase, wohl eher erst, wenn sich das Kind heftig den Kopf anschlägt und hofft, dass die Nachwirkungen nicht mit einer Gehirnerschütterung einhergehen.
Als es dann zu Dämmern anfängt bitte ich meinen Ehemann, ins Kinderzimmer zu gehen, um zu lüften. Es riecht noch immer im ganzen Haus wie an Weihnachten zur Christmette, in der die Ministranten zu viel Räucherwerk in den Weihrauchkessel geschüttet haben. Als er zurückkehrt, er wird auch immer mehr und mehr feinfühliger, sagt er mir, dass heute Abend die Mäuse tanzen. Ich bin ganz verwundert und frage nach. Er beschreibt mir, dass er an der letzten Stiege nach oben, Gänsehaut im Nacken bekommen hat, die sich steigerte, als er ins Kinderzimmer kam. Das war es dann wohl mit meiner Räucherung!
Mit einem sehr unguten Gefühl gehe ich heute mit Paul in sein Zimmer. Als ich dann das Licht abdrehe, bekomme ich ein wenig Angst, als ich bemerke, dass auch mein Kind unruhig ist. Ständig und ohne Erbarmen zupft Paul an seinem Hasen, genauer gesagt an den nicht mehr vorhandenen Ohren. Eindeutig, es ist wieder da. Ich kuschle mich an ihn, drück ihn ganz fest und versuche ihn zu beruhigen.
Natürlich merken Kinder es, wenn ihre Eltern nervös sind. Das ist bei Mensch und Tier auch nicht anders. Eine ganz liebe Freundin von uns, Hundetrainerin, sagt immer, dass die Leine die Verlängerung des Armes ist.
Somit ist das Tier mit seinem Herrchen verbunden und kann jede Emotion wahrnehmen. Das Tier spürt genau, ob sein Herrchen beim Spazieren gehen mit seinem Herz dabei ist, oder nur zu seiner eigenen Befriedigung die immer gleichen Routinerunden mit ihm dreht.
Ich denke an Engel. Bitte kommt und steht uns mit eurem Schutz bei. Bei diesem Gedanken wünsche ich mir alle zur Verfügung stehenden Himmelshelfer herbei. Ich stelle es mir vor. Ob es allerdings funktioniert, weiß ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Wie ein Wesen mit Flügeln und einer sehr ansehnlichen Rüstung, von oben zu uns ins Zimmer steigend. Ich spüre die Farbe Blau und bin erstaunt, als wirklich Erzengel Michael mitten im Zimmer steht. Habe ich wirklich meine neu entdeckten Fähigkeiten schon so weit ausgebaut, dass das Rufen der Himmelsschar so einfach funktioniert. Ich freue mich, fühle mich beschützt und Paul schläft endlich ein. Ich denke nach, was ich zum Schutz noch machen könnte. Was bin ich für eine Mutter? Ich kann doch mein Kind jetzt nicht alleine im Zimmer hier liegen lassen und mich einen Stock tiefer einem genüsslichen Fernsehabend hingeben. Ich hülle Paul in ein goldfarbenes Ei, zumindest funktioniert das bei meiner Freundin und spirituellen Schwester immer ganz gut.
Ich kenne Tatjana schon seit 7 Jahren. Anfangs dachte ich immer, bei der wären nicht alle Tassen im Schrank, so oft wie sie sich immer vor Fremdenergie schützt. Ich hörte ihr gerne zu, konnte aber mit ihrer Lebenseinstellung und der Farbenlehre, nach der sie sich kleidet, nie etwas anfangen. Gott sei Dank hat sie auf mich gewartet. Anscheinend wusste sie, dass in mir Potential schlummert und dafür liebe ich sie. Mittlerweile sage ich Schwesterlein zu ihr und wir haben sehr tiefgreifende spirituelle Gespräche, besuchen gemeinsam schamanische Workshops und helfen uns ständig gegenseitig weiter.
Ich hänge dann noch einen violett farbigen Vorhang vor die Tür, also gedanklich natürlich, damit kein Geist die Türschwelle überqueren kann. Ich rufe noch zwei Schutzengeln, um meine Gefühle einer Rabenmutter zu unterdrücken und verlasse nun mit ruhigem Gewissen das Schlafgemach des kleinen Prinzen.
Keine Stunde dauert es, bis ich durch das Babyphone auch modernes, von Strahlen belastetes Kinderüberwachungsgerät, ohne dem es früher auch gegangen ist, Schnaufen und Stöhnen höre. Ich propagiere natürlich dieses technische Zeug mit meiner neuen spirituellen Einstellung nicht, aber nachdem es meinem Kind nicht gut geht, will ich natürlich sofort mitbekommen, wenn es meine Hilfe braucht.
Eigentlich ist mir jetzt der gemütliche Fernsehabend vergangen, und ich mache mich fertig für das Bett. Als ich mich ausziehe, ist mir ziemlich unwohl und ich fühle mich wie so oft beobachtet, in meinem eigenen Zuhause. Beim Zähneputzen scanne ich durch den Badezimmerspiegel das ganze Badezimmer, in der Hoffnung, nicht irgendeinen Schatten zu sehen, der mich vielleicht erschrecken könnte.
Ja, ich muss zugeben, seitdem ich mit meinem Bruder, ich muss so gegen 12 Jahre jung gewesen sein, Poltergeist angesehen habe, sind mir Spiegel ohnehin etwas suspekt. Natürlich mache ich mich gerne hübsch, falls wir mal rauskommen aus diesem, ich würde schon fast sagen, Irrenhaus. Diese Lust flaut aber gerade etwas ab, nicht zuletzt wegen eines Kindes, das man nicht gerne allein lässt. Ich lege mich ins Bett, besinne mich noch einmal, rufe mir unsere Mithelfer noch einmal ins Gedächtnis und schlafe beruhigt ein.
Durch ein lautes Schreien werde ich aus dem Schlaf gerissen, es ist Paul. Ohne nachzudenken laufe ich wie ferngesteuert in sein Kinderzimmer. Ich nehme mein schreiendes Kind auf den Arm, versuche es zu beruhigen. Paul schlägt wild um sich und ist in völlige Panik ausgebrochen. Seine Füße treten wie wild in meinen Bauch, ich rede, ja schreie fast auf ihn ein, damit er endlich aufhört. Es scheint mir, als wäre er in einer Art tranceähnlichen Zustand gefangen, in der er sich aus eigener Hilfe nicht mehr befreien kann. „Schatz, bitte wach auf“ sage ich zu ihm, „Es ist nur ein böser Traum!“ „Mama, Mama, Mama“. - Immer und immer wieder schreit er. „Ich höre dich mein Schatz, was ist los mit dir“, versuche ich aus ihm herauszubekommen. Schließlich drücke ich ihn ganz fest an mich, gehe mit ihm schaukelnd durch den Raum und singe ihm „Schlaf Kindlein Schlaf“ vor. Was noch Dümmeres fällt mir nicht ein, er mochte das Lied noch nie. Also versuche ich es mit der Atemtechnik, die mir einmal irgendwo in einem Seminar hängengeblieben ist. Es scheint zu klappen, er beruhigt sich langsam, wacht aus seinem Zustand auf und will etwas zu trinken.
Ich bin erleichtert und überlege zugleich ihn jetzt mit zu uns ins Bett zu nehmen. Mir egal, ob sich Johannes jetzt wieder aufregt, mein Kind ist mir wichtiger. Also sage ich zu Paul, dass er zu uns ins Bett kommen darf. Ich traue meinen Ohren nicht, als er sagt, dass das nicht geht. Ich frage ihn sogleich nach dem Grund. Ich muss hier bei ihm bleiben, er besteht darauf, in seinem Bett zu schlafen. Kann jetzt eigentlich nichts Gegenteiliges unternehmen. Auf diesen Satz warte ich schon seit einer Ewigkeit.
Gemeinsam liegen wir nun eng aneinander gekuschelt da und warten. Auf was? Keine Ahnung? Vielleicht war es wirklich nur ein böser Traum! Paul hat zwar die Augen zu, aber ich weiß, dass er noch nicht schläft, es war jetzt alles etwas zu aufregend für uns beide. Langsam werde ich jetzt auch müde und mir fallen fast die Augen zu.
