Ikonen 120 illustrationen - Lioudmila Millaeva - E-Book

Ikonen 120 illustrationen E-Book

Lioudmila Millaeva

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Beschreibung

Dieses Buch analysiert die Entwicklung ikonischer Kunst von seinen Anfängen in byzantinischer Epoche bis zur Zeit des Russischen Reiches. Ikonen sind ein grundlegendes Element der Kunstgeschichte und es ist daher entscheidend zu verstehen, wie diese Darstellungsform begann und sich über Jahrhunderte entwickelte. Ikonen wurde von einer der weltweiten Expertinnen der frühen christlichen Ikonografie geschrieben und bietet daher einen wertvollen Bezugspunkt für Spezialisten als auch für Studenten.

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Seitenzahl: 61

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Lioudmila Millaeva

© 2014 Parkstone Press International, New York, USA

© 2014 Confidential Concepts, worldwide, USA

© Image-Barwww.image-bar.com

Alle Rechte vorbehalten.

Das vorliegende Werk darf nicht, auch nicht in Auszügen, ohne die Genehmigung des Inhabers der weltweiten Rechte reproduziert werden. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78160-895-1

Inhalt

DIE UKRAINISCHEN IKONEN

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

A

Akathistos der Gottesmutter “Oh, von allen (Geschöpfen) gepriesene Mutter…”

Alttestamentliche Dreifaltigkeit

Anbetung der Könige

Apostel Paulus (aus der Deesis-Reihe)

Apostel Peter

Apostel Petrus

Apostel Petrus und Maria

Apostel Philippus

Apostel Thomas

Auferstehung

Ausgießung des Heiligen Geistes

B

Besuch der drei Engelsboten bei Abraham (Dreifaltigkeitsikone)

C

Christi Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt

Christus bei Maria und Martha

Christus erscheint Maria Magdalena

Christus in der Glorie

Christus mit dem Weinstock

Christus Pantokrator

Christus Pantokrator

Christus Pantokrator

Christus vor Herodes

Christus vor Pilatus

D

Darstellung im Tempel

Darstellung im Tempel

Darstellung im Tempel, Taufe, Anastasis (oder Höllenfahrt), Verklärung Christi

Das Heilige Antlitz

Das Heilige Antlitz

Das Heilige Antlitz

Deesis

Deesis

Deesis

Denys, die großen Propheten Daniel, Jeremias und Jesaia

Der Heilige Georg als Drachentöter

Der Heilige Georg als Drachentöter

Der Heilige Nikolaus und Szenen aus seinem Leben

Die Apostel Simon und Bartholomäus

Die Auferstehung des Lazarus

Die Auferstehung des Lazarus, der Einzug nach Jerusalem, Christi Himmelfahrt, das Pfingstfest

Die Heiligen Sergius und Bacchus

Die Heiligen Wladimir, Boris und Gleb

Die Kreuzigung

Die Kreuzigung

Die Märtyrerinnen Barbara und Katharina

Die Märtyrerinnen Juliana und Anastasia

Die Synaxe der drei Hierarchien

E

Ein Märtyrer und eine Märtyrerin

Erzengel Gabriel

Erzengel Gabriel

Erzengel Gabriel (aus der Deesis-Reihe)

Erzengel Gabriel (Der Engel mit dem goldenen Haar)

Erzengel Michael

Erzengel Michael (aus der Deesis-Reihe)

Erzengel Michael, Hariographische Szenen

Evangelist Johannes und Prochor

Evangelist Lukas

Evangelist Lukas

Evangelist Markus

Evangelist Matthäus

F

Flucht nach Ägypten

Fußwaschung

G

Geburt Christi

Geburt der Gottesmutter

Geburt Johannes’ des Täufers

Geburt Mariä

Gottesmutter der Bruderschaft

Gottesmutter Hodegetria

Gottesmutter Hodegetria

Gottesmutter Hodegetria

Gottesmutter Jeletzkaja

Gottesmutter Jeletzkaja

Gottesmutter mit dem Kind

Gottesmutter mit Kind zwischen zwei Engeln

Gottesmutter Petscherskaja (Swenskaja)

Gottesmutter von Haghiosoritisa, genannt «Monasterium tempuli»

Gottesmutter von Khobi

Gottesmutter von Tolg

Gottesmutter von Vladimir

Gottesmutter, gen. Große Panhagia (Oronta)

Grablegung

H

Heilige Anna

Heilige Blasius und Spiridon mit der Ziegenherde

Heilige Juliana

Heilige Türen

Heiliger Georg

Heiliger Georg zu Pferd und Episoden aus seinem Leben

Heiliger Petrus

Hl. Nikita mit dem Teufel

Hl. Nikolaus von Myra

Hl. Paraskewa Pjatnitza und Hl. Barbara

Höllenfahrt

Höllenfahrt

Höllenfahrt Christi

Höllenfahrt Christi

Höllenfahrt Christi

J

Johannes Chrysostomus (aus der Deesis-Reihe)

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer

Johannes der Täufer (aus der Deesis-Reihe)

K

Kreuzerhöhung

Kreuzigung mit dem Porträt des Oberst Lubna Leontij Swetschka

L

Liebevolle Gottesmutter

Liebevolle Gottesmutter

Lots Flucht aus Sodom und Gomorrha

M

Mariä Darstellung im Tempel

Mariä Entschlafung

Mariä Entschlafung

Menologie des Monats Februar

P

Passion Christi

Prophet Daniel

Prophet Elias in der Wüste

S

Schutzmantel der Gottesmutter

Schutzmantel der Gottesmutter

T

Taufe Christi

Taufe Christi

Taufe Christi

U

Urteilsspruch des Sanhedrin

V

Verklärung

Verklärung

Verkündigung

Verkündigung und Empfängnis der Hl. Anna

Versammlung der neun Erzengel

Vorwort

Christus Pantokrator

6. Jh., Katherinenkloster, Berg Sinaï, Ägypten

DIE UKRAINISCHEN IKONEN

Bei den Ostslawen ist, wie bei anderen christlichen Völkern auch, Byzanz der Ursprung der Ikonenverehrung. Die 660 v.Chr. gegründete, am Bosporus gelegene Stadt wurde nach ihrer Zerstörung durch den römischen Kaiser Septimius Severus (146 bis 211) im Jahr 196 n.Chr. durch seinen Nachfolger, Kaiser Caracalla (188 bis 217), wieder aufgebaut. Konstantin I., der Große (280 bis 337), weihte sie als Nova Roma (Neu-Rom) oder Konstantinopolis am 11. Mai 330 ein und erklärte sie 395 zur Hauptstadt des Oströmischen (Byzantinischen) Reiches.

Humanistische Gelehrte führten für das heutige Istanbul den Namen Byzanz wieder ein. Das gesamte christliche Europa gehörte ab dem 4. Jahrhundert zum politischen und religiösen Einflussbereich dieses Reiches. Die Ikonenverehrung wurde im Byzantinischen Reich zu einem unabdingbaren Teil der “Göttlichen Liturgie”, obwohl die dramatischen Geschehnisse der Bilderstürmerei ihrer offiziellen Bestätigung vorausgegangen waren. Der Kampf zwischen Bilderstürmern und Ikonenverehrern im 8. und in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts hat nicht nur die dogmatische Begründung der Rolle des Heiligenbildes in den religiösen Zeremonien begünstigt, sondern bildete jene als “Byzantinischer Stil” bezeichnete Ästhetik der Bildenden Kunst heraus. Er veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte zwar merklich, doch hat die religiöse Malerei die byzantinische Tradition in allen orthodoxen Ländern bewahrt. Jedes Volk hat in diesem Prozess dabei seine eigenen chronologischen Grenzen in unterschiedlicher Weise abgesteckt. Die Ikonenmalerei entwickelte sich rasch zu einem genuinen Bestandteil der russischen Kultur, bei der es sich zunächst um eine importierte Kunstform handelte, die von Konstantinopel aus nach Russland gelangt war. Der Begriff 'Ikone', eine Übertragung des griechischen Wortes für Bild oder Abbild, verweist auf seinen byzantinischen Ursprung. Nachdem der Großfürst von Kiew, Wladimir der Heilige (um 956 bis 1015), als Herrscher des ersten russischen Staatsgebildes Gesandte ausgeschickt hatte, die ihm über die unterschiedlichen Religionen berichten sollten, nahm er im Jahr 988, und zwar sowohl für sich selbst wie auch für seine gesamten Untertanen, den christlichen Glauben an und veranstaltete im Dnjepr, dem drittgrößten Strom Europas, eine Massentaufe. Er lud byzantinische Künstler und Baumeister nach Kiew ein, um christliche Kultstätten zu errichten und zu schmücken. Weil für viele der frühen, aus Holz errichteten Kiewer Kirchen Wandmalereien nicht möglich waren, wurden stattdessen religiöse Bilder auf hölzerne Tafeln gemalt, aber die steinernen Kirchen Kiews wurden von nun an mit großartigen Fresken und Mosaiken ausgestattet. Vermutlich wurde die berühmteste dieser frühen Ikonen, die Gottesmutter von Wladimir, während des ersten Viertels des 12. Jahrhunderts in Konstantinopel gemalt.

Zwischen dieser Zeit und der des wahr-scheinlich letzten bedeutenden Ikonenmalers, Simon Uschakow (1626 bis 1686), bildete sich eine große Vielfalt an Schulen und Stilen der Ikonenmalerei heraus, unter denen die von Pskow, Moskau, Jaroslawl, Nowgorod und Wladimir-Suzdal herausragten.

Die ersten Ikonenmaler sind biographisch nicht fassbar, man weiß jedoch, dass es sich nicht ausnahmslos um Mönche handelte, und dass sich die auf Ikonen und andere Formen des Kirchenschmucks spezialisierten Werkstätten sehr schnell in vielen Teilen Russlands etablierten.

Einer der großen Meister der Ikonenmalerei, Theophanes der Grieche (etwa 1340 bis 1405), kam aus Konstantinopel nach Russland und übte großen Einfluss sowohl auf die Moskauer wie auch auf die Nowgoroder Schule aus. Weitere bekannte Meister sind der Mönch Andrej Rubljow (zwischen 1360 und 1370 bis etwa 1430) mit seinem berühmten Werk, die Alttestamentliche Trinität, sein Freund und Partner, der Mönch Daniil Tschorny und Dionysius (etwa 1440 bis 1508), einer der ersten Laien unter den führenden Ikonenmalern.

Heiliger Petrus

6. Jh., Katherinenkloster, Berg Sinaï, Ägypten

Gottesmutter mit dem Kind

6. Jh., Enkaustik auf Gips auf Holz, 35,5 x 20,5 cm. Museum für Westliche und Orientalische Kunst, Kiew

Johannes der Täufer

6. Jh., Enkaustik auf Gips auf Holz, 4,25 x 6 cm. Museum für Westliche und Orientalische Kunst, Kiew

Als Dionysius und seine Söhne ihre Werke schufen, verbreitete sich der Besitz von Ikonen immer mehr. Zunächst hatten Adlige und Kaufleute sie an einem besonderen Ehrenplatz in ihren Häusern aufgestellt, zuweilen sogar in einem eigens für diesen Zweck vorgesehenen Raum. Später begannen auch wohlhabende Bauernfamilien, Ikonen in einer “schönen Ecke” aufzuhängen.