Im Café wartete die Liebe - Dieter Springer - E-Book

Im Café wartete die Liebe E-Book

Dieter Springer

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Beschreibung

Monika hatte bisher nur Pech mit Männern. Sie wollten immer nur das Eine und redeten ihr ein, im Bett zu versagen. Deshalb hat sie zuerst keine Lust, zu einem Date zu gehen, das ihre Freundin Jasmin für sie arrangiert hat. Am vereinbarten Treffpunkt in einem Café erwartet sie jedoch eine Überraschung. Michael ist völlig anders. Es knistert gewaltig zwischen den beiden und Monika erfährt durch ihn, wie schön Sex sein kann. Und Michael ist verrückt, verrückt nach ihr. Er nimmt sie mit auf eine Reise durch Italien, wo das Feuer der Liebe lichterloh bei ihnen entbrennt. Auf fantasievolle Weise befreit er Monika von ihren sexuellen Ängsten und in Venedig, der Stadt der Liebenden, stellt er ihr auf eine ganz besondere Art eine ganz besondere Frage.

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Seitenzahl: 671

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 1

Monika wohnte in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mitten im Stadtzentrum von Norderstedt. Sie stand am Fenster und schaute hinunter auf die Straße, wo munteres Treiben herrschte. Zahlreiche Passanten liefen zum Einkaufszentrum und während Monika ihnen zusah, hing sie ihren Gedanken nach. An einer Ampel stand ein Pärchen, das sich eng umschlungen hielt und küsste, während die beiden auf Grün warteten. Vor ungefähr einem halben Jahr kannte auch sie so etwas noch. Sie war glücklich und zufrieden, bis dann eines Tages ihr Freund Dirk sich entschieden hatte, sie zu verlassen. Seitdem war sie allein und nun stand sie traurig am Fenster. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien, es war warm und unten bestellten sich die Leute in dem kleinen Café an der Ecke ein Eis und genossen es, vor dem Laden in der Sonne zu sitzen, den Leuten nachzusehen, die im Einkaufszentrum verschwanden, oder miteinander zu reden. Monika entdeckte unten ihre Freundin Jasmin, die ihr zuwinkte. Einmal in der Woche kam sie zu ihr und ab und zu blieb sie auch über Nacht. Heute hatte sie ihren freien Tag. Es klingelte und Monika öffnete ihr die Tür und ging schon vor in die Küche, um den Kaffee für ihre Freundin und für sich selbst einen Tee anzusetzen. Als Jasmin die Wohnung betrat, erkundigte sie sich auch sofort, ob der Kaffee schon fertig sei.

„Ja gleich“, rief Monika.

Jasmin kam in die Küche. Sie war um die eins achtundsechzig groß, hatte schulterlange, brünette Haare und eine Figur, nach der sich die Männer umdrehen. Jasmins Brust war für ihre Körpergröße ziemlich üppig. Monika hatte nicht so viel Brust. Jasmin meinte immer, das seien nur kleine Blasen, aber ihr Hintern sei schon einen Blick wert. Was sie selbst anbelangte, fand sich Jasmin viel zu dick.

„Monika, ich muss dir unbedingt was erzählen“, sprudelte es aus ihr heraus, als sie am Küchentisch saß, „also gestern, ja, da habe ich einen Mann kennengelernt, oh Mann, was für ein Typ, das kann ich dir sagen!“

Monika fragte: „Jasmin, wo hast du ihn denn getroffen?“

„Er war bei uns, hat abgeladen, dann habe ich ihn gefragt, ob er eine Freundin hat. Er sagte: ‚Nein‘. Ist das nicht aufregend, Monika.“

„Ja sehr, Jasmin, sehr aufregend.“

„Monika, ich habe ihm von dir erzählt und er ist nicht abgeneigt, dich zu treffen.“

„Was hast du gemacht, Jasmin?“

„Ja Monika, er wird morgen um fünfzehn Uhr drüben im Café sein. Du solltest doch mal dahin gehen, wirklich. Natürlich habe ich ihm nicht gesagt, wo du wohnst, damit du nicht gleich belästigt wirst von ihm.“

„Ich bin stolz auf dich, Jasmin. Wie du das gemacht hast, wirklich.“

„Monika, ich habe dich sehr genau beschrieben. Wenn er kommt, erkennt er dich ganz sicher. Also gehst du hin, ja? Mach es für mich, ja? Bitte!“

„Okay, okay, ich gehe morgen in das Café, und werde ihn treffen.“

„Das ist ja großartig“, rief Jasmin voller Begeisterung. „Du wirst es auch nicht bereuen, Monika, er ist ein Traum von einem Mann.“

„So? Wir werden ja sehen!“

Jasmin hatte Monika schon lange bedrängt, sich einen neuen Freund zu suchen. Sie wollte aber nicht, weil sie Angst davor hatte, noch einmal allein gelassen zu werden. In der ersten Zeit nach der Trennung, wo es sehr wehtat, hatte Jasmin immer zu Monika gehalten und versucht, sie zu trösten. Dafür war Monika ihr sehr dankbar.

„Was macht dein neuer Freund, Jasmin?“, fragte Monika.

„Ach, weißt du, der ist nicht mehr mein Freund, er ist ja schon nach dem ersten Mal am Ende.“

„Sind das nicht alle deine Freunde?“

„Nein, so kannst du das nicht sagen, Monika.“

„Okay, hast du schon einen Neuen in Aussicht?“

„Nein noch nicht, erst mal müssen wir sehen, dass du mal einen an Land ziehst, meine Liebe.“

Monika grinste ihre Freundin an. „Das muss nicht unbedingt sein.“

„Ich weiß, aber für eine Nacht voller richtigem, heißem Sex kann man zur Not ja einen für dich suchen. Dafür ist keiner zu schade. Außerdem wollen die ja auch nur das Eine, oder nicht?“

„Kann schon sein, dass du recht hast. Da kennst du dich ja perfekt aus“, meinte Monika.

„Na ja, wenn wir keinen finden und du richtig Lust hast, dann erledigen wir das auf die andere Art“, erwiderte Jasmin anzüglich grinsend.

„Das scheint dir ja richtig Spaß zu machen, oder?“

„Na es geht so, zuerst war es zwar komisch, aber dann hatte auch das seine Reize“, stellte Jasmin fest.

„Beruhige dich, ich brauche das nicht so wie du, meine Liebe“, sagte Monika.

„Das ist doch schon wieder vier Wochen her, wie hältst du das nur aus, so ganz ohne Sex.“ Jasmin schüttelte den Kopf.

„Das ist gar nicht schwer, das kannst du mir glauben.“

„Okay, wir werden ja sehen, Monika, sollte dich das Verlangen treiben, rufe ruhig an“, bot Jasmin an.

„Was machen wir heute noch so“, wechselte Monika das Thema.

„Wir gehen bummeln, dachte ich mir.“

„Okay.“

„Ja, und wenn wir zurück sind, gehe ich baden und danach schlafe ich bei dir. Oder wir könnten ja auch ins Kino gehen. Wie wäre das?“

„Jasmin, das ist eine gute Idee.“

Nach dem Kaffeetrinken schlenderten sie durch die Stadt, kauften etwas ein und gingen später essen. Sie lachten viel und hatten richtig Spaß. Später gingen sie ins Kino und danach machten sie sich auf den Weg nach Hause.

Monika war im Bad und ließ Wasser in die Badewanne, als Jasmin, die in der Tür stand, fragte: „An was denkst du gerade?“

„An nichts Besonderes, Jasmin.“

„Es war ein sehr schöner Tag, finde ich.“

„Ja, das war es wirklich, Jasmin.“

„Das könnten wir doch eigentlich mal öfters machen, oder was meinst du, Moni?“

„Ja natürlich, gerne sogar.“

„Schade, dass ich morgen noch zu einem Date muss, Moni.“

„Wieso schade?“

„Na ja, ich wäre morgen gerne bei dir, wenn du in das Café gehst.“

Monika grinste. „Ich brauche kein Kindermädchen“, sagte sie.

„So meinte ich es auch gar nicht“, erwiderte Jasmin schmollend.

„Ich weiß, wie du es meinst, du willst nur wissen, ob ich auch wirklich hin gehe, richtig?“

Jasmin nickte nur.

„Du hast mein Wort, ich werde hingehen! Versprochen.“

„Okay, dann ist es ja gut.“ Jasmin gähnte. „Ich bin vielleicht müde, Moni.“

„Ja, ich auch, schnell baden, und dann ab ins Bett und schlafen.“

„Ja, ins Bett, das ist eine großartige Idee“ erwiderte Jasmin, jetzt schon wieder deutlich munterer.

„Ich meinte, nur ins Bett, mehr ist nicht drin, meine Liebe.“

„Schade, aber wir sind ja noch nicht im Bett“, sagte Jasmin grinsend.

Monika zog sich aus und stieg in die Wanne. „Aaah, das ist angenehm“, seufzte sie und schloss ihre Augen.

Jasmin sah ihr eine Weile zu, zog sich dann langsam aus und setzte sich ebenfalls in die Wanne. „Es ist schön, dass du so eine große Badewanne hast, nicht so eine kleine wie bei mir“, sagte sie.

„Ja, das stimmt. So, nun sei mal einen Augenblick still, ich möchte das genießen, meine Liebe.“

Jasmin schaute sie an, sagte kein Wort. Sie betrachte Monika, wie sie so dalag. Sie ist auf ihre Art richtig schön, dachte sie. Ihre Brust schien im Wasser viel größer zu sein. Und als sie zwischen Monikas Beine schaute, täuschte das Wasser auch dort viel mehr vor, als in Wirklichkeit vorhanden war. Die Haare glänzten im Wasser, als wären sie aus schwarzer Seide. Monikas Schamhaare waren ein bisschen länger als ihre, aber doch schön anzusehen.

„Was denkst du gerade, Jasmin?“

„Ich habe gedacht, wie schön du doch bist.“ „Danke schön.“

„Bitte Moni, sage ich doch gerne.“

Monika stand auf und seifte sich ein, wobei Jasmin sie genau beobachtete. Als sie fertig war, spülte sie sich ab, stieg aus der Wanne und nahm sich ein großes Handtuch. Während sie ihre Haare trocknete, seifte sich auch Jasmin ein und spülte anschließend den Schaum von sich ab. Als sie aus der Wanne stieg, rutschte sie aus, prallte gegen den Badewannenrand und wäre beinahe hingefallen.

„Mist“, schimpfte sie.

„Hast du dir wehgetan, Jasmin?“

„Ja etwas, meine Muschel hat was abbekommen, tut das weh.“

Monika drehte sich zu ihr. „Lass mal sehen.“ Die Schamlippen waren rot und leicht geschwollen. Es war deutlich zu erkennen, dass sie etwas Druck abbekommen hatten. „Sieht nicht so schlimm aus, tut es doll weh, Jasmin?“

„Ja, ich glaube, ich lege mich lieber aufs Bett.“ „Ja, mach das, ich bringe dir was Kaltes zum Kühlen, okay?“

„Das ist lieb von dir.“ Jasmin ging ins Schlafzimmer und legte sich hin. Kurz darauf kam Monika zu ihr. Sie hielt ein Tuch in der Hand.

„So, mach deine Beine breit“, sagte sie und Jasmin gehorchte. „Die Kühle wird dir gut tun, meine Liebe.“ Sie legte das Tuch vorsichtig auf die Scheide und achtete darauf, dass die geschwollene Stelle gekühlt wurde.

„Das fühlt sich echt gut an, Moni“, seufzte Jasmin.

„Es ist nicht so schlimm, der Schmerz lässt bestimmt gleich nach.“

„Ja, das hoffe ich, Moni. Mir ist so was noch nie passiert. Zum Glück habe ich keine Eier.“ Sie grinste. „Das muss ja richtig wehtun, glaube ich, wenn ein Mann so auf die Eier donnert.“

„Ja, das kann ich mir gut vorstellen.“ Auch Monika grinste. „Ich habe Dirk mal mit dem Knie aus Versehen da so richtig getroffen. Er hat ziemlich gestöhnt.“

„Das hat er auch bestimmt verdient“, vermutete Jasmin.

„Na ja, ganz so war es nun auch nicht, er war sehr lieb, ich habe mich nur erschrocken, so kam das.“

„Erzähle mal, wobei ist das passiert?“, erkundigte sich Jasmin interessiert.

„Ich habe geschlafen, er kam rein und setzte sich vorsichtig auf mich drauf, ein Bein von mir war zwischen seinen. Er wollte mich im Schlaf verführen. Und als er mir zwei Finger in mein Arschloch schieben wollte, habe ich mich erschrocken und meine Beine hochgezogen, so kam das.“

„Das wollte er machen?“, fragte Jasmin. „Ich wünschte, das würde mal einer bei mir machen, während ich schlafe. Das wäre ja mal richtig geil.“

„Ich bitte dich, Jasmin.“

„Sei mir nicht böse, aber ich finde es richtig geil.“

„Ich aber nicht, wenn es in den Arsch gehen soll.“

„Ach was, das ist doch nicht schlimm, Moni, man kann sich daran gewöhnen“, sagte Jasmin grinsend.

„Aber ich habe Angst davor, dass es sehr weh tut.“

„Ja, ist ja schon gut, Moni, es tut ja auch weh, wenn der Mann keine Rücksicht nimmt.“

„Hast du das schon mal gehabt?“

„Ja, nicht nur einmal. Es tat beim ersten Mal weh. Ich war nicht geil genug und der Schwanz zu trocken, aber dann, später, haben wir es nochmal probiert, mit Gleitcreme.“

„Ja und? Das tat nicht weh?“, wollte Monika wissen.

„Doch, etwas schon“, gab Jasmin zu, „er muss seinen Schwanz ganz langsam reinschieben. Ist er erst mal drin, ist es nicht mehr so schlimm. Dann ist es sogar sehr schön. Ist aber schon eine ganze Zeit her, Moni.“

„Wie auch immer, ich möchte das nicht, die Angst ist stärker, Jasmin.“

„Da stimme ich dir zu, wenn du es nicht willst, wird es auch nicht gemacht.“

Monika legte sich neben Jasmin ins Bett. Sie deckte sich halb zu. „Dirk hat gesagt, dass er geil auf mein Arschloch ist und dass es alle machen.“

„Moni, denk nicht an diesen Spinner. Er hat ja nun jemanden, dem er seinen Schwanz in den Arsch schieben kann.“

„Ja du hast recht. Tut es noch weh?“

„Ja, aber nur noch ein ganz kleines bisschen.“ Jasmin nahm das Tuch von sich weg und legte es schnell bei Monika unter der Decke auf deren Scheide.

„Oh, ist das kalt“, rief Monika erschrocken. „Nimm es weg, das ist mir zu kalt, Jasmin.“

„Ist gut, ich mache das auch wieder warm, okay?“

„Ja, ist gut“, meinte Monika.

Mit geschlossenen Augen lag sie da. Jasmin beugte sich über sie und küsste die Scheide mit den Lippen.

„Was machst du denn da?“

„Ich küsse sie wieder warm.“

„Jasmin, du bist unmöglich.“

„Ich weiß, aber das ist ja nicht neu für dich, haben wir ja schon mal gemacht.“

„Ja, ich weiß, ich war auch dabei“, meinte Monika, „aber jetzt möchte ich es nicht.“

Jasmin drängte mit der Zunge zwischen Monikas Schamlippen. Sie spürte den kleinen harten Punkt und kreiste mit der Zunge darum herum.

„Bitte, ich möchte es. Das ist schön“, flüsterte Monika. Sie leistete keinen Wiederstand mehr. „Ja bitte, mach etwas schneller.“

Jasmin kam der Aufforderung nach. Ihre Zunge drehte sich schneller um den kleinen, harten Punkt und sie erhöhte auch den Druck. Monika atmete heftiger, ihre Hände drückten Jasmins Kopf stärker gegen ihre Scheide. Plötzlich hörte Jasmin auf. Sie drehte sich um und setzte sich so, dass Monika ihren Hintern vor dem Gesicht hatte. Jasmin beugte sich vor und leckte weiter. Monika blickte nun genau auf Jasmins Scheide, die sich durch das Nach-vorne-Beugen leicht geöffnet hatte. Sie konnte die unteren Schamlippen erkennen, die den Eingang der Scheidenwand freilegten. Sie nahm Jasmins Arschbacken in die Hände und zog sie zu sich herunter, bis die Scheide auf ihrem Mund lag. Jetzt drückte sie ihre Zunge tief zwischen die Lippen und fing an zu lecken. Sie saugte am Kitzler, was Jasmin ein Stöhnen entlockte. Die Scheide wurde nass und tropfte. Monika saugte so fest sie konnte, bis Jasmin begann, leicht zu zittern.

Auch in Monika staute sich die Erregung immer mehr an. „Bitte Jasmin, mach schneller, mach mich fertig, mir kommt es gleich“, stöhnte sie.

Jasmin gab alles, während sie gleichzeitig immer stärker zitterte. Das spornte Monika an, schneller zu lecken und zu saugen. Es dauerte nicht lange und beide überkam ein Orgasmus. Sie machten weiter, bis sie völlig erschöpft nebeneinander lagen und einschliefen.

Jetzt saß sie in diesem kleinen Café in ihrer Straße. Sie sollte sich mit einem Mann treffen, den sie heute das erste Mal sehen würde. Ich weiß nicht, warum ich das eigentlich mache, dachte Monika, warum habe ich mich nur breitschlagen lassen. Sie musste daran denken, wie es war, als Dirk sie verlassen hatte. Dirk war in die Wohnung gekommen, ohne ein Wort zu verlieren. Er ging ins Schlafzimmer, packte seine Tasche.

„Was machst du da“, hatte sie ihn gefragt.

„Ich packe, das kannst du doch sehen, oder nicht?“

„Warum denn?“

„Na, ich verlasse dich heute für immer, Monika.“

„Was? Warum? Was ist geschehen, Dirk?“ „Seit ein paar Wochen habe ich eine neue Freundin, darum verlasse ich dich“, hatte er gesagt.

„Ich verstehe das nicht, Dirk!“

„Ach weißt du, das ist auch nicht so schlimm. Du gewöhnst dich schon daran, Monika.“

„Ich habe eine Frage, Dirk!“

„Okay?“

„Was ist der wirkliche Grund, dass du gehst?“

Er hatte sich umgedreht und sie einen Moment lang direkt angesehen. „Weißt du, es liegt vielleicht an uns beiden“, meinte er dann.

„Ist es der Sex?“

„Auch, Monika.“

Dann war er einfach gegangen, ohne noch ein Wort zu sagen.

Und nun saß sie hier und warte. Etwas nervös war sie schon. Es war das erste Mal, dass sie so etwas machte. Jasmin hatte gemeint, es sei Zeit, etwas zu ändern und ihr einen Zettel gegeben, auf dem sie einiges zu dem Unbekannten notiert hatte. Peter hieß er, war dreiundvierzig Jahre alt. Er fuhr Lkw, seit vielen Jahren schon. „Ist immer unterwegs“, hatte Jasmin geschrieben, „viel Glück beim Jagen. Grins.“

Monika hatte gefragt, was sie mit einem Mann solle, der nie zu Hause ist!

„Das ist doch nicht so wichtig. Ihr trefft euch und alles andere entscheidet das Schicksal für euch, okay?“

„Na gut, wenn du meinst, Jasmin, dann lassen wir uns mal überraschen.“

Sie war extra eine halbe Stunde früher gekommen, um ihn zu sehen, wenn er herein kam. Er sollte eins achtundsiebzig groß sein und dunkle Haare haben, nicht lang aber auch nicht zu kurz. Schlank sollte er auch sein und blaue Augen haben. Das war alles, was ihre Freundin aufgeschrieben hatte. Seit sie hier war, hatten schon viele Menschen das Café betreten. Zum Beispiel der dicke Mann, klein und mit fettigen Haaren. Er saß etwas abseits und schlürfte seinen Kaffee, was sie schrecklich fand. Schräg gegenüber saß ein junger Mann. Sie hatte das Gefühl, dass er sie beobachtete. Der war schon vor ihr da gewesen. Ab und zu schaute er zu ihr herüber. Hinter ihr kicherte eine Frau, etwas aufdringlich, wie sie fand. Immer wieder ging die Tür auf. Leute kamen und gingen. Sie schaute zu dem jungen Mann hinüber. Rasch wandte er den Blick ab und sah in eine andere Richtung. Da, nun kam einer rein, der könnte es sein. Er schaute zu ihr, ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht und jetzt winkte er auch noch. Das konnte doch nicht sein, oder?

Seine Nase war größer als sein Mund, noch dazu waren seine Haare ungepflegt. Was hatte sich Jasmin nur dabei gedacht? Niemals würde sie sich auf diesen Typen einlassen. Er kam immer näher. Fast war er schon an ihrem Tisch. Ich werde einfach so tun, als sei ich nicht die Frau, die er treffen will, beschloss sie. Ja, so würde sie es machen. Schnell machte sie sich zum Gehen fertig, als er am Tisch ankam.

„Hallo, meine Liebe“, rief er.

Sie konnte spüren, wie sie rot wurde. „Ja, kann ich Ihnen helfen?“

Er schaute zu ihr. „Nein, leider nicht, junge Dame“, sagte er und ging an ihr vorbei zu der Frau, die einige Tische hinter ihr saß.

„Schön, dass du endlich da bist“, sagte die zu ihm.

„Sorry, ich wurde aufgehalten“, meinte er.

„Kennst du diese Frau?“

„Nein, warum?“

„Ich dachte, du hast mit ihr eben geredet.“

„Ist nicht wichtig gewesen“, erwiderte er.

Erleichtert dachte Monika, Gott sei Dank. Sie schaute auf die Uhr. Schon zehn Minuten über der Zeit, der kam nicht mehr. Der junge Mann beobachtete sie wieder. Sie konnte seine Blicke spüren und als sie zu ihm schaute, lächelte er und nickte ihr zu. Sie erwiderte seinen Gruß.

„Darf ich Sie zu einem Kaffee einladen“, fragte er.

„Lieber nicht, ich erwarte hier jemanden.“

„Ja, das habe ich mir schon gedacht, ich werde auch sofort gehen, wenn die betreffende Person kommt“, sagte er mit einem Lächeln.

„Ich weiß nicht, ob das gut ist.“

„Kennen Sie diese Person denn, auf die Sie warten?“, fragte er.

„Natürlich kenne ich die Person. Warum sollte ich sonst hier sein?“

„Na, da bin ich mir aber gar nicht sicher momentan.“ Er grinste.

„So, und woraus schließen Sie das.“

Er stand auf, kam zu ihr und deutete auf den Stuhl neben ihr. „Darf ich?“ Noch bevor sie etwas sagen konnte, setzte er sich. „Herr Ober, bringen Sie mir noch einen Kaffee, ja?“, rief er, „und für die junge Frau bitte ...“ Er schaute sie an. „Also, was möchten Sie trinken? Ich bezahle.“

Völlig überrumpelt stotterte sie: „Ich? Einen ... einen schwarzen Tee.“

Er sah zum Tresen. „Einen schwarzen Tee bitte, für diese schöne Frau, ja?“ Dann wandte er sich wieder ihr zu. „Also wo waren wir stehen geblieben? Ach ja. Ich glaube, dass Sie diese Person nicht kennen. Ja, da bin ich mir sogar ziemlich sicher.“

„Und was macht Sie denn so sicher?“

„Sie haben schöne Augen, wissen Sie das?“, fragte er.

„Wer? Ich?“

„Ja, Sie meinte ich.“

„Wieso?“

„Das kann ich leider nicht sagen, wieso! Aber sie sind sehr schön! Wirklich.“

„Kann schon sein, also was macht Sie so sicher?“

„Dass Sie schöne Augen haben? Das kann ich sehen!“

„Nein, das meinte ich nicht, wir haben von der Person gesprochen!“

Er schaute sich demonstrativ um. „Von welcher reden Sie jetzt?“

„Sie sind es doch, der gesagt hat, dass ich die Person nicht kenne, die ich erwarte!“, erwiderte sie zunehmend genervt.

„Ja, schon gut, ich weiß, was Sie meinten.“

Er lächelte sie an. Irgendwie sah er gut aus, aber seine Anmache war nicht so besonders. „Kann es sein, dass Sie mit mir ein Spiel spielen?“, fragte sie.

„Aber nein, ganz sicher nicht. Also, das ist so. Als Sie rein kamen, haben Sie sich längere Zeit umgesehen, ich denke mal, Sie haben einen Tisch gesucht, der frei war, aber einen, von dem aus man die Tür sehen kann, und jeden, der reinkommt. Na ja, dann ist der Tisch hier gerade frei geworden. Sie haben einen Tee bestellt und gewartet. Jedes Mal, wenn jemand rein gekommen ist, haben Sie ihn angesehen. Aber bis eben war keiner dabei, der demjenigen, auf den Sie warten, geähnelt hat, habe ich recht?“ Sie schwieg und er fuhr fort. „Doch dann kam einer, von dem Sie dachten, der könnte es sein. Aber was ist das, ging es durch Ihren hübschen Kopf. Nein, bitte nicht der! Was mache ich nur? Er kam auf Sie zu. Sie wurden sehr nervös und etwas rot. Das konnte ich genau sehen, ja, ja. Sie machten sich zum Gehen bereit. Dann sagt er auch noch: ‚Hallo, meine Liebe.‘ Wie peinlich! Sie sagten etwas, dass ich leider nicht verstanden habe. Aber er ging weiter. Die Erleichterung stand in Ihren schönen Augen. Auch das habe ich genau gesehen. So kam es, dass ich nun hier sitze“, schloss er grinsend.

Während sie ihn anschaute, dachte sie: Er hat recht, ja, es ist alles richtig. Laut sagte sie: „Wieso beobachten Sie mich? Machen Sie das immer mit den Frauen? Was wäre, wenn es sich nicht so verhält?“

„So viele Fragen. Ich mache das normalerweise nicht, aber Sie sind mir aufgefallen, als Sie reinkamen. Sie sind etwas Besonderes, glaube ich. Also haben Sie hier ein Treffen, mit einem Mann, den Sie nicht kennen?“

„Ja das habe ich! Warum fragen Sie eigentlich, wenn Sie das doch schon wissen?“

„Ich habe es nur geraten, wirklich.“

„So? ‚Geraten‘ sagen Sie!“

„Ja, ganz ehrlich, nur geraten.“

„Na gut, ich will es Ihnen mal glauben. Was soll ich auch anderes machen. Ich glaube, dass der doch nicht mehr kommt.“

„Und was macht Sie da so sicher?“

„Na ja, ich denke mal, dann wäre er doch schon da, oder?“

Er schaute sich um. „Es sind in der Zwischenzeit noch ein paar Gäste dazu gekommen. Woher wollen Sie also wissen, dass er nicht doch schon da ist?“

„Na, er weiß doch, dass ich auf ihn warte. Also würde er doch zu mir an den Tisch kommen. Würden Sie doch auch machen, oder?“

„Ja schon, aber da ist etwas, was Sie nicht bedenken!“

„So, und was soll das wohl sein, was ich nicht bedenke?“

„Also stellen Sie sich mal vor, er kommt rein und schaut sich um nach einer Frau mit hübschen Augen. Er kennt Sie wahrscheinlich nicht. Deswegen sieht er nicht die Frau, die er sucht, dreht sich um und geht wieder. Oder setzt sich an irgendeinen Tisch und wartet. Schaut später auf die Uhr, denkt, sie kommt nicht, bezahlt und geht wieder.“

„Aber er sieht mich doch, schon beim Reinkommen, also warum geht er nicht auf mich zu. Er kann doch sagen, dass wir verabredet sind, Sie Schlauberger, und nun?“

„Er sucht doch eine Frau, die alleine am Tisch ist, wer bringt schon jemanden mit das erste Mal. Sie sind aber nicht alleine am Tisch.“

„So und warum nicht?“

„Sie fragen mich, warum nicht?“

„Ja, das habe ich getan!“

„Na, ist doch klar, weil ich auch an diesem Tisch sitze.“

„Ja richtig, daran habe ich nicht gedacht, und nun?“

„Nun wird er wieder weg sein, weil Sie ja nicht gekommen sind.“

Sie sah sich suchend um. Da war niemand, auf den die Beschreibung passte. „Was soll ich nun machen?“, fragte sie.

„Das weiß ich leider nicht, da kann ich Ihnen nicht helfen. War das denn so wichtig?“

„Nein, eigentlich nicht, ist vielleicht auch besser so“, seufzte Monika.

„Ihr Telefon.“

„Was ist mit meinem Telefon?“

„Na es klingelt.“

„Ach so.“ Sie holte ihr Handy aus der Tasche. „Ja Möller. Hallo! Wie es gelaufen ist, fragst du? Na, er ist nicht gekommen. Ja wirklich, ich bin noch da. Muss dir nicht leidtun, ja bis nachher.“ Zu dem jungen Mann sagte sie: „Es war meine Freundin. Sie wollte wissen, wie es gewesen ist.“

„Ist sie nun enttäuscht?“

„Ja, ich glaube schon.“

„Und Sie?“

„Nein, natürlich nicht!“

„Wie kann ich das wiedergutmachen, dass Sie Ihren Unbekannten nicht getroffen haben.“

Monika zuckte mit den Schultern. „Das brauchen Sie nicht, ist schon okay.“

„Ganz sicher?“

„Ja, ich bin mir ganz sicher. Ich werde mal langsam nach Hause gehen.“

„Darf ich Sie nach Hause bringen, als Entschädigung?“

„Sie haben mich doch schon eingeladen, das reicht, glaube ich.“

„Mal sehen.“ Er sah zum Tresen. „Herr Ober, bringen Sie mal die Rechnung, bitte alles zusammen.“ Er beglich die Rechnung und gab ein großzügiges Trinkgeld. Dann fragte er erneut: „Also darf ich Sie nach Hause bringen? Um diese Zeit lässt man keine hübsche Frau alleine durch die Straßen gehen.“

Sie sah zum Fenster und stellte überrascht fest, dass es schon dunkel war. „Oh je, wie spät ist es denn schon?“

„Wir waren eine ganze Zeit hier im Café und haben geredet.“

„Was? So lange?“

„Ja, aber ich bereue es nicht, ganz ehrlich.“

„Warum waren Sie eigentlich in diesem Café?“, wollte Monika plötzlich wissen.

„Ja also das ist eine komische Geschichte.“

„Ist die lang?“

„Das kommt darauf an. Sie kann lang werden oder auch nicht.“

Sie schaute ihn fragend an.

„Sie brauchen keine Angst zu haben“, versicherte er, „wenn ich Sie nach Hause bringe, passiert Ihnen nichts. Ich bin völlig harmlos.“

„Gut, dann bringen Sie mich nach Hause und erzählen mir Ihre Geschichte auf dem Weg, ja?“, stimmte Monika schließlich zu. Sie fand, dass der Unbekannte – er hatte sich noch nicht einmal vorgestellt – nicht schlecht aussah, aber was sagte das schon über einen Mann aus. Wahrscheinlich wollte der nur mit ihr ins Bett und völlig versaute Sachen machen. Danach würde er verschwinden, ganz sicher sogar.

„Wir werden ja sehen“, erwiderte sie.

Unterwegs erzählte der junge Mann, warum er in dem Café gewesen war. Das ist doch bestimmt ein Märchen, dachte Monika, so ein Zufall? Das glaube ich nicht. Er brachte sie bis vor die Haustür.

„Sie wohnen nicht schlecht, glaube ich“, meinte er und reichte ihr die Hand. „Nun trennen sich unsere Wege wieder.“

Sie schaute ihn ungläubig an. Er wollte nicht mit hoch kommen? Was war das für ein Mann? Erst schmiss er sich ran und dann kniff er? Was sollte das? „Sie können gerne noch mit rauf kommen“, sagte sie.

„Das würde ich auch gerne machen, aber ich möchte nicht, dass Sie was Falsches von mir denken?“

So ein Schleimer, dachte sie, genau so hat er sich das vorgestellt, glaube ich. Ist doch besser, wenn die Frau sagt, komm mit hoch, oder? So kann er immer sagen: Du wolltest doch, dass ich hier bin. Also, was willst du? „Also möchten Sie noch mit hoch kommen oder nicht?“

„Gut, dann gehen Sie mal voraus.“

„Warum soll ich denn vorausgehen“, fragte sie ihn überrascht.

Er lächelte. „Ganz einfach, weil ich nicht weiß, wo Ihre Wohnung ist.“

Oh, das ist ja peinlich, schoss es ihr durch den Kopf. „Ja richtig, ich glaube, ich bin etwas durcheinander.“

„Das ist doch nicht so schlimm.“

„Für Sie nicht, aber für mich! Was müssen Sie nur über mich denken!“

„Nichts, gar nichts, es ist alles okay, völlig normal.“

Er hat also jemanden, seine Schwester war es wohl, die für ihn eine Frau gesucht hat? Am gleichen Tag? Das ist doch gelogen, überlegte sie auf dem Weg nach oben. Na, mal sehen, was du dir einfallen lässt, mich ins Bett zu kriegen. Aber leicht wird es nicht werden, das kannst du mir glauben. Sie warf ihm einen Blick zu. Na ja, Lust habe ich schon. Aber seine Anmache ist sehr komisch. Sie schloss die Tür auf und sie traten in die Wohnung.

„Ich müsste mal aufs Klo“, sagte er.

„Geradeaus, die Tür dort. Was möchten Sie trinken?“

„Wenn es geht, einen Kaffee! Aber nur, wenn es keine Umstände macht.“

„Nein, macht es nicht.“

„Gut.“

Nachdem er das Bad betreten hatte, sah er sich ein wenig um. Die Wandfliesen waren in Blau gehalten, ebenso die Fliesen an der Badewanne, die aber einen helleren Blauton hatten. Eine Waschmaschine stand am Ende der Wanne und neben der Wanne ein kleiner Tisch mit einer Vase, darinnen Blumen aus Plastik. Das Klo war an der Wand angebracht. Darüber befand sich ein blauer Wasserkasten. Das Bad war etwas klein, wie er fand, aber alles war vorhanden. Der Spiegelschrank über dem Waschbecken passte sehr gut zu der übrigen Einrichtung. Unter dem Waschbecken stand sogar ein Wäschetrockner, zwar klein, aber es gab ihn wenigstens. Nachdem er sein Geschäft erledigt hatte, ging er zur Küche. Sie war ebenfalls nicht sehr groß. Die Möbel waren aus Kiefernholz. Es gab eine lange Arbeitsplatte mit einer runden Spüle, einen Kochherd im alten Stil, zwei Stühle mit einer Bank und ein kleiner Tisch war auch vorhanden. Klein, aber doch sehr fein, dachte er, während er Monika zuschaute, die Kaffee und Tee kochte.

Na, nun bin ich aber gespannt, wie er es anstellt, mich auf die Matte zu bekommen, dachte sie. Als sie sich umdrehte, erschrak sie.

„Warum erschrecken Sie sich?“

„Ich habe Sie nicht kommen hören. Ist auch schon eine ganze Zeit her, dass ein Mann bei mir in der Wohnung war.“

„Sie haben eine schöne Figur, finde ich.“

Aha, erst schmeicheln, dann ab in die Falle, so lief das also. „Danke! Aber so schön ist sie auch wieder nicht.“ Sie blickte ihn an. „Darfst ‚du‘ zu mir sagen, wenn Sie möchten.“

Er lächelte. „Okay, werde ich machen. Ich meine es ernst mit der Figur. Du bist wirklich sehr schön.“

„Danke, es ist lange her, dass einer das zu mir gesagt hat.“

„Wie lange leben Sie, ich meine du, schon alleine.“

„Seit einem halben Jahr ungefähr, glaube ich.“

„Aber das ist doch noch nicht lange. Ich meine, da müssten Sie doch ... , nein, da müsstest du doch vorher öfter gehört haben, dass du schön bist, oder?“

Warum sagt er das, ging es ihr durch den Kopf. „Ja, vielleicht haben Sie recht, aber das war eben nicht der Fall.“

„Das war falsch, was du gesagt hast eben.“

„Was meinen Sie?“

„Ist doch klar, wir wollen doch ‚du‘ sagen, richtig?“

„Ja stimmt, hast recht.“

„Also, ich finde, dass eine Frau sehr oft hören sollte, dass sie schön ist.“

„Kann schon sein, man hört es auch gerne. Doch das lässt irgendwann nach und wird dann nicht mehr vermisst.“

„Das finde ich aber falsch. Wenn ein Mann seine Frau liebt, sollte er es ihr zeigen und es sie auch hören lassen. Das ist meine Meinung, zu der ich auch stehe. Natürlich sollte auch der Mann so etwas ab und zu mal hören. Das ist doch normal, oder?“

„Was ist heute schon normal!“

„Ja, das stimmt auch wieder.“

Sie nahm ein Tablett und stellte Geschirr, den Kaffee und den Tee darauf. „So, los ab in die Stube.“

„Ich nehme das“, sagte er und nahm ihr das Tablett ab, als sei das völlig normal für ihn.

Ob der immer so ist?, fragte sie sich. Sie ging vor.

Als sie im Wohnzimmer waren, stellte er das Tablett auf den Tisch und schaute sich um. Die Stube war sehr einfach und doch irgendwie gemütlich eingerichtet. Eine Zimmerecke war mit einer kleinen Wohnlandschaft ausgefüllt. Ihr gegenüber stand eine vierteilige Schrankwand, die ein bisschen aussah wie eine Kirche. In der Mitte befand sich eine Vitrine mit einer Glasscheibe. An den Wänden hingen Bilder von Künstlern, die ihm unbekannt waren, und ein Teppich, der nur wenig Platz beanspruchte, verzierte den Boden. Einige Blumen und Palmen sorgten für den Eindruck von Behaglichkeit, wozu auch die Gardinen am Fenster noch zusätzlich beitrugen.

„Sehr schön hast du es hier und gemütlich auch noch“, sagte er. Dann ging er auf den Schrank zu und schaute durch die Glasscheibe. „Sagst du mir, wer das Kind dort auf dem Bild ist?“

„Das ist mein Neffe, er ist zehn Jahre alt, er kommt morgen früh zu mir. Wir wollen was unternehmen.“

Er warf ihr einen Blick zu und sagte: „Ich habe noch zwei Brüder und eine Schwester.“

„Ich nur eine Schwester. Die ist verheiratet seit neun Jahren.“

„Was hörst du für Musik?“, fragte sie.

„Alles. Was hörst du denn gerne?“

Was kommt jetzt?, fragte sie sich, wenn ich sage, dass ich am liebsten die alte Musik höre, wird er lachen wie Dirk.

„Woran denkst du gerade?“, wollte er wissen.

„An nichts“, wich sie aus.

„Das glaube ich dir nicht, ich konnte spüren, dass dir etwas durch den Kopf ging, nachdem ich dich gefragt hatte.“

Sie schaute ihn überrascht an.

Er kam auf sie zu. „Du musst dich nicht verstellen, sei einfach so, wie du bist, bitte“, sagte er.

„Was meinst du? Was willst du damit sagen?“

„Es hat dich unsicher gemacht, als ich dich gefragt habe, was du denn gerne hörst.“

„Wie kommst du darauf?“

„Ich konnte es in deinen Augen lesen“, sagte er mit einem Lächeln.

„Also gut, ich höre gerne alte Musik.“ So, nun war es heraus.

„Das ist doch schön, ich nämlich auch. Lass mich raten, du dachtest, dass ich dich jetzt auslache, oder?“ Er schaute ihr direkt in die Augen, als er das sagte.

„Ja, das habe ich gedacht.“

Er drehte sich weg und setzte sich in einen Sessel. „Schenkst du ein“, fragte er.

„Was soll ich einschenken?“

„Na Kaffee und den Tee! Oder soll der nur zur Zierde da sein.“

„Natürlich nicht.“

Sie tranken den Kaffee und den Tee und redeten noch lange an diesem Abend. Monika fand es sehr schön, sich mit dem jungen Mann zu unterhalten. Es war schon ein Uhr, als er sagte, nun sei es aber Zeit, sich zu verabschieden.

Was jetzt? Keine Anstalten, sie ins Bett zu kriegen? Wie sollte sie das verstehen? Die Männer wollten das doch immer, Sex und nur Sex. So nicht, dachte sie, das will ich nun aber genau wissen. „Oh, du kannst auch noch etwas bleiben!“, sagte sie leichthin, „natürlich nur, wenn du willst. Ich mache auch noch einen Kaffee, ja?“

„Okay, dann bleibe ich noch, ich kann dir nicht widerstehen, aber dann lieber einen Tee für mich bitte.“

„Ja ist gut, einen Tee.“ Er macht keine Anstalten, sich mir zu nähern, was ist das für ein Mann?, wunderte sie sich, während sie den Tee zubereitete. Na ja, mal sehen, was noch so passierte. „Was arbeitest du eigentlich?“, fragte sie, als sie wieder im Wohnzimmer war.

„Ich fahre Lkw.“

Auch ein Mann der Straße, ging es ihr durch den Kopf.

„An was denkst du gerade“, fragte er.

„Ach, an nichts Besonderes. Hast du eine Freundin?“

„Nein, habe ich nicht, ich bin seit ein paar Jahren alleine.“

„Wie ist es denn, wenn du nach Hause kommst, fehlt dir da nicht ab und zu jemand?“

„Ja, manchmal schon“, gab er zu, „aber das ist nicht so schlimm, finde ich, man gewöhnt sich daran. Je länger man allein ist, umso einfacher wird das. Was ging denn schief mit deinem Freund?“

„Er hat mich verlassen wegen einer anderen. Vielleicht ist es meine Schuld, vielleicht haben wir auch beide was falsch gemacht. Ich kann es nicht wirklich sagen. Kann sein dass die andere das mitmacht, was er wohl gerne wollte.“

„Darf ich dich fragen, was du damit meinst? Du musst nicht antworten, wenn du es nicht möchtest.“

Sie sah ihn unschlüssig an. Sollte sie es ihm sagen? Warum nicht? Schlimmer konnte es nicht werden, aber was würde er von ihr denken. Sie spürte seine Blicke und holte tief Luft. Dann sagte sie: „Weißt du, ich glaube, dass ich beim Sex versagt habe!“

„So? Wie kann man denn beim Sex versagen? Das verstehe ich nicht so wirklich!“

„Das ist doch ganz einfach. ‚Es ist alles erlaubt‘, hat Dirk immer gesagt, und trotzdem habe ich einiges nicht zugelassen. So kann man versagen beim Sex.“ Wie leicht ich das sagen konnte? Ich kenne mich selber nicht wieder, dachte sie.

„Also, ganz ehrlich, das finde ich völlig blödsinnig. Es gibt bestimmt einen guten Grund, warum du nicht alles machen willst, richtig?“

„Ja, den gibt es wirklich!“

„Kannst du mir sagen, was das für ein Grund ist?“

„Ja. Angst, das ist der Grund!“

„Angst? Was ist so schlimm beim Sex, dass man Angst haben muss?“

„Er wollte Sachen, die ich noch nie gemacht habe. Ich habe aber oft gehört, dass es sehr wehtun soll.“

„Okay, das ist wirklich ein guter Grund.“

Er sagt das so selbstverständlich, als sei es für ihn etwas völlig Normales, mit einer fremden Frau darüber zu reden, dachte sie.

„Wenn du es los werden möchtest, dann rede ruhig darüber, ich höre dir einfach zu, ja?“, bot er an. „Wenn nicht, dann ist es auch gut. Ich meine es ernst. Du musst also keine Angst haben, dass ich dich auslache.“

Sie sah ihn prüfend an. Er meinte es offenbar wirklich sehr ernst.

„Es muss dir auch nicht peinlich sein“, fügte er noch hinzu, wobei er leicht grinste.

„Wie kommst du darauf, dass es für mich peinlich sein kann?“

„Na, dein Gesicht wird rot.“

„Kann sein, du hast recht“, seufzte sie. „Wir reden hier über Sex und meine Probleme und ich kenne nicht mal deinen Namen. Das ist schon etwas seltsam, finde ich, aber es ist sehr schön, mit dir zu reden, wirklich.“

„Stimmt, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt“, sagte er. „Michael. Ich heiße Michael Stein.“

„Gut, ich bin Monika Möller.“

„Das hätten wir nun geklärt!“, stellte er fest. „Ich finde es sehr schön und gemütlich hier bei dir, Monika. Habe so einen Abend schon lange nicht mehr erlebt.“

„Das freut mich, dass es für dich schön ist. Ich finde es auch sehr schön, mit dir hier zu sitzen.“

„Ich glaube, dass es jetzt doch langsam Zeit wird, zu gehen, es ist gleich zwei Uhr“, meinte Michael.

„Oh Mann, wie die Zeit vergeht“, erwiderte sie. „Musst du denn heute noch arbeiten?“

„Nein, ich habe dieses Wochenende frei, ich muss erst Sonntagabend wieder los, genau gesagt um 22 Uhr.“

Wie kann ich ihn nur daran hindern, zu gehen, schoss es ihr durch den Kopf. „Du kannst auch hier schlafen“, sagte sie rasch.

„Weißt du, ich müsste noch duschen und saubere Klamotten anziehen, komme mir etwas dreckig vor.“

Hatte er ‚duschen‘ gesagt? „Es ist nicht so bequem, bei mir zu duschen“, meinte sie betrübt. „Ich habe nur eine Badewanne. Aber wenn du magst, kannst du ja bei mir baden?“

„Das ist mir egal.“

„Gut, dann lasse ich dir Wasser ein, ja?“

„Aber ich habe keine Unterwäsche dabei. Nach dem Baden ziehe ich immer was Sauberes an.“

Was nun? Ihre Gedanken überschlugen sich, dann hatte sie den rettenden Einfall. „Das ist das kleinste Problem, ich wasche die Sachen noch, dann sind sie am Morgen sauber und trocken.“

„Okay, wenn es dein Wunsch ist?“

Ja, er bleibt, jubelte sie im Stillen, aber was denkt er jetzt von mir? Sie eilte ins Bad, um das Wasser anzustellen. Als sie wieder bei ihm war, sah sie ihn etwas verlegen an. Habe ich erst seine Sachen, kann er nicht mehr weg, dachte sie. Er erwiderte ihren Blick, stand dann auf und ging ins Bad.

„Soll ich alles hier hinlegen, Monika?“, rief er.

„Ja natürlich, außer du willst mit Klamotten baden, dann natürlich nicht.“ Sie registrierte, dass er die Tür aufgelassen hatte.

„Was denkst du gerade, Monika?“, fragte er.

„Nichts, was soll ich schon denken, Michael.“ Sie sah zur Badtür. Er stand mit dem Rücken zu ihr und zog sich aus. Nun stand er völlig nackt im Bad. Er sah gut aus. Sein Körper schien durchtrainiert zu sein, die Muskeln waren nicht sehr ausgeprägt, aber doch deutlich sichtbar. Seine Haut war braun, doch sein Hintern weiß, so als hätte der nie Sonne abbekommen. Sie konnte sein Glied sehen, als er die Unterhose auszog. Vermutlich würde es sehr groß werden, wenn Michael mal erregt war. Er sah nackt sehr gut aus, stellte sie für sich fest. Auf einmal drehte er sich um und erschrocken schaute sie woanders hin. Hoffentlich hatte er nichts bemerkt.

„Was hast du, Monika?“, erkundigte er sich.

„Nichts, gar nichts, bist du schon in der Wanne?“

„Aber nein, noch nicht, soll ich die Tür zu machen, Monika?“

Sie tat so, als hätte sie ihn nicht gesehen. „Das musst du für dich selber entscheiden, Michael.“

„Gut, dann lasse ich sie auf, wir können so besser reden, glaube ich.“

„Ich komme ins Bad, ja? Ich möchte deine Wäsche in die Maschine tun.“

„Ja, mach doch, wir sind erwachsene Leute, glaube ich. Du hast auch sicherlich schon mal einen nackten Mann gesehen.“

„Ja, schon“, sagte sie lächelnd. Sie bückte sich, nahm seine Sachen, packte sie in die Maschine und stellte sie an. Dabei vermied sie es, zu ihm zu schauen, obwohl sie Lust darauf hatte.

„Monika, was ist mit dir los?“, forschte er.

„Du bringst mich irgendwie durcheinander, Michael.“

„Das wollte ich aber nicht.“

„Ist schon okay, Michael, wirklich, ich verstehe selber nicht, warum das so ist.“

„Was ist? Bringst du mir noch ein Tee?“, fragte er.

„Ja, ich koche noch einen und bringe ihn dir gleich.“ Er war so anders, es fiel ihr unsagbar leicht, mit ihm über alles zu reden. Warum war es früher nicht so einfach? Sie hatte keine Antwort darauf.

„Monika, ich habe eine Frage. Darf ich hier rauchen?“

„Aber ja, ich rauche doch auch! Also warum du dann nicht? Wieso fragst du eigentlich?“, rief sie aus der Küche.

„Weil ich dich noch nicht rauchen gesehen habe.“

„Aber wir haben doch im Wohnzimmer auch geraucht, oder?“

„Nein bis jetzt noch nicht.“

„Sicher?“

„Ja doch, ich bin mir sicher.“

„Okay, ich hole dir die Zigaretten.“ Sie brachte den Tee ins Bad und stellte ihn auf den kleinen Tisch neben der Wanne. Dann holte sie aus dem Wohnzimmer die Zigaretten und brachte sie ihm.

Als sie wieder gehen wollte, sagte Michael: „Du kannst ruhig hier bleiben, ich habe kein Problem damit, Monika.“

„Möchtest du, dass ich hier bleibe, Michael?“

„Ja, dann brauche ich nicht so zu schreien und deine Nachbarn werden nicht gestört, wenn wir so laut reden.“

Wenn ich nur wüsste, was er vorhat, fragte sie sich nun schon zum wiederholten Mal an diesem Abend.

„Du hast schöne Augen, Monika.“

„Danke, das hast du schon im Café gesagt.“

„Du bist auch sonst sehr schön!“

Verlegen schaute sie zu Boden. „Danke, Michael.“

„Bitte. Ich sage das, weil es die reine Wahrheit ist.“

Er sagt, dass ich schön bin!, dachte sie, das habe ich von Dirk nie gehört, nur ab und zu mal ‚ich hab dich lieb‘. Ob er das nur so sagt? Sicher bin ich mir da nicht wirklich. Wahrscheinlich ist ihm mein Busen zu klein, mein Hintern zu schlaff, und über meinen Bauch ..., na ja, was er über den denkt, das möchte ich gar nicht wissen. Im Großen und Ganzen bin ich eine dicke fette Kuh. Wenn ich etwas Glück habe, steht er ja auf solche Frauen. Dirk aber nicht. Seine Neue hat keinen Busen, sondern Totschläger, so nennt man das wohl, und in der Hose sieht ihr Arsch ziemlich knackig aus. Die würde ich gerne mal nackt sehen, dann sieht sie bestimmt nicht mehr so toll aus. Sie spachtelt ihr Gesicht bestimmt jeden Morgen, um gut auszusehen, wie ein Blender. Was soll’s, Dirk ist jetzt bei ihr, warum ihm hinterher trauern.

„Ich würde alles geben, um zu erfahren, was du gerade denkst, Monika!“, unterbrach Michaels Stimme ihre Gedanken.

„Ich habe gerade an Dirk gedacht. Wie er sich früher verhalten hat.“

„Schlimmer als ich?“

„Was soll ich dazu jetzt sagen? Wir kennen uns erst seit kurzem. Es sind noch nicht mal zwölf Stunden. Wie kann ich mir da ein richtiges Urteil bilden!“

„Ja, da hast du natürlich recht, Monika.“

„Aber über eins bin ich mir sicher, Michael, du bist ganz anders als er.“

„In welcher Hinsicht denn?“

„In jeder, Michael, wirklich in jeder! Es ist gut so, und doch seltsam, oder? Wie lange kennen wir uns jetzt genau, Michael?“

„Musst du mich so was Schweres fragen?“

„Schweres?“

„Ja, Monika.“

„Na, das sehe ich aber diesmal anders. Also Dirk hatte nichts anderes im Kopf, als mich ins Bett zu bekommen. Wir waren noch keine halbe Stunde hier, da hat er an meinem Busen dran gehangen, seine Hände haben meinen ganzen Körper abgesucht, wie eine Krake.“

„So, so. Ich liege hier in deiner Wanne und du sitzt neben mir, einem wildfremden Mann! Ich könnte sonst was mit dir machen.“

„Okay, aber du machst es ja nicht, glaube ich.“

„Monika, warum bist du dir da so sicher?“

„Ganz einfach, es wäre schon passiert, oder?“

„Du hast vielleicht recht, aber nur vielleicht. Ich kann ja immer noch was anfangen.“ Er lächelte sie an.

„Gut, dass du es sagst, dann weiß ich ja Bescheid und stelle mich darauf ein“, erwiderte sie.

„Und was willst du tun, wenn ich auf einmal aus der Wanne springe und über dich herfalle wie ein wilder, schrecklicher Mann?“

„Ich würde dich in die Flucht schlagen, Michael.“

„Ach, das würdest du wirklich machen?“

„Ja, würde ich.“

„Gut, dann bleibe ich lieber ruhig sitzen und genieße den Augenblick noch etwas.“

„Okay, einverstanden, Michael.“

„Ich bin auch einverstanden.“

„Möchtest du noch einen Tee?“

„Ja bitte, Monika.“

Sie stand auf und nahm seine Tasse.

„Mach aber nicht so lange bitte, ich habe Angst so alleine hier im Bad.“

„Ich beeile mich extra für dich, okay?“

„Ja, das wäre gut, ich warte hier auf dich.“

Als sie wieder ins Bad kam, hatte er die Augen geschlossen und sie nahm die Gelegenheit wahr, ihn genau zu betrachten. Sein Glied schien zu schweben, immer mit der Spitze nach oben. Sie spürte, wie sie erregt wurde. Gerne würde ich mit dem Teil spielen, ging ihr durch den Kopf. Sie setzte sich auf das Klo. „Bist du müde, Michael?“, fragte sie.

Er öffnete die Augen. „Ja etwas schon, das Baden tut wirklich sehr gut.“ Er schaute sie an. „Ich möchte aber nicht, dass du denkst, ich bin nur mit rauf gekommen, um das alles hier zu erreichen, Monika. Das ist nämlich nicht so. Aber dass du schön bist, das stimmt wirklich.“

„Ich habe so was auch gar nicht von dir gedacht, Michael.“

„Bist du dir da auch ganz sicher?“

„Ja, das bin ich.“

„Als du eben wiedergekommen bist, hast du ziemlich genau hingesehen, glaube ich.“

Sie spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht stieg. „Okay, ich gestehe, ich habe gedacht, dass du mit mir Sex willst“, sagte sie, „und dass du deshalb an meinen Tisch gekommen bist.“

„Nein, daran habe ich nicht gedacht, keinen Augenblick. Ich weiß, wie man sich einer Frau gegenüber benimmt, Monika. Also, du brauchst keine Angst zu haben“, sagte er mit einem Lächeln.

„Ich habe keine Angst, Michael.“

„Aber eine Frage habe ich.“

„Okay, dann frage einfach, Michael.“

„Gefalle ich dir, wie ich hier in der Wanne liege?“

„Warum fragst du?“

„Ich konnte doch spüren, wie du mich angesehen hast, als du eben reingekommen bist.“

„Das war keine Absicht, es war nur so, ich konnte nicht widerstehen.“

„Das ist ja auch okay, Monika. Du hättest es auch früher machen können, ganz ehrlich. Würdest du hier liegen, würde ich sogar ganz genau hinsehen.“ Er lächelte.

Wieder merkte sie, dass sie rot wurde, doch Michael übersah es einfach. Er stand auf, nahm das Shampoo in die Hand und wusch sich, als wäre er alleine. Er seifte seine Hoden und das Glied ein, zog die Vorhaut zurück und seine Eichel kam aus seiner Hand zum Vorschein, als dringe sie durch ein Loch ins Freie. Es schien ihm gar nicht peinlich zu sein und als er fertig war, setzte er sich wieder hin und spülte sich die Seife überall ab. Dirk hätte das niemals gemacht, wenn ich dabei bin, dachte sie. Er war tatsächlich ganz anders.

„Was denkst du jetzt gerade Monika?“, erkundigte sich Michael.

„Ich habe an Dirk gedacht, der hätte sich in meiner Gegenwart niemals so gewaschen, wie du das gemacht hast.“

„Ist es dir peinlich?“

„Nein, gar nicht. Es ist nur etwas Neues für mich.“

Er sagte nichts dazu, stieg aus der Wanne und trocknete sich ab. Dann zog er ihren Bademantel über, den sie ihm reichte, und ging ins Wohnzimmer. Als sie ins Zimmer kam, meinte er: „Ich denke, wir gehen schlafen, Monika. Ich glaube, dass es besser so ist. Ich schlafe hier auf dem Sofa.“

„Ja gut, ich bringe dir noch Bettwäsche.“ Sie drehte sich um und ging ins Schlafzimmer. Was war das für ein Mann, er schien es wirklich ernst zu meinen mit dem, was er sagte. Er wollte nicht bei ihr schlafen. Sicher bin ich ihm doch etwas zu dick, überlegte sie. Als sie wieder zu ihm kam, hatte er bereits das Sofa ausgeklappt. Sie setzte sich in den Sessel und schaute ihm dabei zu, wie er das Bett fertigmachte. Er zog den Bademantel aus, breitete ihn über dem anderen Sessel aus und legte sich unter die Decke.

„Es ist jetzt drei Uhr, wir sollten schlafen, Monika. Dein Neffe kommt auch bald“, sagte er.

„Ja, du hast recht.“ Sie stand auf und verließ das Zimmer. „Soll ich die Tür zu machen?“, fragte sie ihn, schon im Flur.

„Nein, meinetwegen kann sie aufbleiben.“

„Wenn du noch was möchtest, dann kannst du dich hier frei bewegen, Michael.“

Er sah sie an. „Ja, ist okay, schlafe schön, ja?“

„Werde ich versuchen.“

Ihr Schlafzimmer lag schräg gegenüber der Stube. Sie lehnte die Tür nur etwas an. Ein seltsames Gefühl überkam sie, während sie sich auszog und dabei noch einmal in Gedanken die letzten Stunden Revue passieren ließ. Sie schaute zur Tür. Durch den Spalt konnte sie ihn liegen sehen. Er schien schon zu schlafen. Zumindest waren seine Augen geschlossen. Sie ertappte sich dabei, wie sie ihn wieder mit Dirk verglich. Ja, er war ganz anders. Und nicht nur das. Er war sehr süß, musste sie sich eingestehen. Sie hatte ihn wohl falsch eingeschätzt. Während sie nackt vor dem Spiegel stand, fragte sie sich, ob er sie so mögen würde, wie sie aussah. Ihren Busen fand sie zu klein und ihren Bauch zu dick. Der steht ja wie eine Melone vor, dachte sie. Sie drehte sich etwas. Mein Hintern, na ja, der könnte gerade noch so durchgehen, stellte sie fest. Erneut schaute sie zu ihm. Er lag ganz ruhig da. Was er wohl denken würde, wenn er sie so sehen könnte? Bestimmt würde er sich lustig machen über sie.

„Du solltest dich jetzt hinlegen und schlafen, Monika, es ist schon spät. Noch etwas, auch so wie jetzt bist du wunderschön. Nicht ein bisschen, das man kritisieren könnte.“ Michael stand in der Tür.

Sie erschrak. „Ich dachte, dass du schon schläfst, Michael. Dich stört bestimmt das Licht.“

„Nein, es stört überhaupt nicht, im Gegenteil, es ist sehr schön, dich zu beobachten. Du suchst anscheinend etwas, was dich hässlich machen könnte. Aber du hast nichts, jedenfalls aus meiner Sicht. Du selber findest bestimmt eine Menge an dir auszusetzen, habe ich recht?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, drehte er sich um. „Gute Nacht, Monika. Du bist wirklich eine schöne Frau. Dir fehlt nichts, gar nichts. Du hast alles, was ein Mann sich nur wünschen kann. Ich verstehe allerdings nicht, wieso dein Dirk das nicht so gesehen hat. Aber das geht mich ja auch nichts an, denke ich.“

„Danke Michael, das hast du wirklich sehr lieb gesagt.“

„Los, geh ins Bett, ja? Sonst kann ich für nichts mehr garantieren“, sagte er, schon im Gehen.

Sie legte sich hin. Was meint er denn damit schon wieder?, fragte sie sich. Sie konnte sein Atmen hören, das allmählich tief und gleichmäßig wurde. „Schläfst du schon, Michael?“, fragte sie in die Stille hinein. Nichts, kein Ton mehr von ihm, er schlief. Sie dagegen lag wach, konnte einfach nicht einschlafen. Dann musste sie aufs Klo. Leise stand sie auf und wollte ihren Bademantel überziehen, als ihr einfiel, dass der im Wohnzimmer über dem Sessel lag. Vorsichtig schlich sie aus dem Zimmer ins Bad, pinkelte und schlich wieder zurück. Vor dem Wohnzimmer blieb sie stehen und lugte hinein. Im schwachen Schein der Flurbeleuchtung sah sie, dass die Decke über Michael verrutscht war, so dass sein weißer Hintern zu erkennen war und sein Glied, das zwischen seinen Beinen herunter hing. Es war für sie sehr erregend, ihn so liegen zu sehen. Nach einem Augenblick des Zögerns ging sie zu ihm. Schaute ihn an.

Er öffnete die Augen einen Spalt breit. „Was ist los, kannst du nicht schlafen, Monika?“, fragte er mit schlaftrunkener Stimme.

„Ich ... ich weiß nicht“, stotterte sie und fühlte sich erwischt. Was war mit ihr nur los? Was sollte sie jetzt machen? Sie war völlig durcheinander.

Michael drehte sich um. „Und was ist nun?“, fragte er sie.

„Ja, ich meinte eigentlich nein. Wollte meinen Bademantel holen“, brachte sie stockend heraus.

Er sah ihr ins Gesicht, dann glitt sein Blick an ihr herunter. „Ja, du bist echt sehr schön“, sagte er. „Auch wenn du nackt bist, Monika.“

Sie wurde rot. Gut, dass das Licht aus ist, dachte sie.

„Also, dein Bademantel liegt da auf dem Sessel.“

„Ja, habe ich schon gesehen.“ Aber sie machte keine Anstalten, ihn zu holen, sondern stand wie festgefroren vor ihm. Nur der Tisch befand sich zwischen ihnen. „Bist du mir jetzt böse, Michael?“, wollte sie wissen.

„Warum sollte ich böse sein?“

„Na, weil ich hier wie blöd stehe.“

„Nein, bin ich nicht, aber ich möchte gerne etwas, Monika.“

„Was denn Michael?“

Er hob die Decke. „Komm zu mir.“

Sie schaute ihn nur an, völlig überrumpelt.

„Nein, nicht was du denkst, Monika, komm einfach zu mir. Du brauchst keine Angst zu haben. Ich werde nichts machen, was dir wehtut oder dich verletzen könnte. Du hast mein Wort darauf. Ich habe momentan das Gefühl, dass du nicht gerne allein sein willst, aber nicht weißt, wie du es sagen sollst.“

Ohne zu antworten, ging sie zu ihm und schlüpfte neben ihn unter die Decke.

Er streckte sich aus. „Komm, leg dich ruhig in meinen Arm.“ Als sie ihn fragend ansah, ermunterte er sie: „Na, nun mach schon Monika.“

Da legte sie sich in seinen Arm. Wie warm er doch ist, dachte sie. Es fühlte sich sonderbar schön an. Seine Hand lag auf ihrer Schulter. Sie strahlte Wärme aus. Seine Finger fingen an, kleine Kreise zu ziehen und streiften den Ansatz ihrer Brüste. Wie angenehm das war. Überhaupt fühlte sie sich irgendwie so gut. Sie hörte noch, wie er leise etwas sagte, doch was es war, verstand sie schon nicht mehr. „Schlaf nun“, murmelte er, „schlafe ein, Monika.“

Als sie erwachte, irritierte sie irgendetwas. Alles war so anders als sonst. Sie bewegte ihre Finger. Das fühlte sich merkwürdig an. Dann merkte sie, dass unter ihrem Bein etwas lag, und auch zwischen ihren Beinen spürte sie etwas. Was war das nur? Sie öffnete ihre Augen. Es war schon hell im Zimmer, so dass sie sah, dass ihre Hand auf einer Männerbrust lag. Michael! Ihr Bein lag auf seinem Bein. Sie spürte sein Glied an ihrem Oberschenkel. Was für ein schönes Erwachen, dachte sie. „Guten Morgen“, hörte sie ihn sagen und schaute zu ihm auf.

Er lächelte sie an. „Hast du gut geschlafen?“

„Ja, sehr gut sogar, Michael.“

„Das freut mich.“

„Wie lange liege ich schon so?“, fragte sie.

„Sehr lange, Monika.“

Sie wollte ihr Bein zurückziehen und spürte, wie sich sein Glied darunter drehte. Er sagte kein Wort, schaute sie nur an.

„Ich glaube, ich habe dir eben etwas wehgetan, oder?“, sagte sie verlegen.

„Nein, hast du nicht, wie solltest du das auch gemacht haben“, antwortete er.

„Habe ich etwas getan, heute Nacht“, fragte sie.

„Nein nicht wirklich. Du hast nur so gelegen und geschlafen, na ja, du hast dich später ganz an mich angekuschelt, mehr nicht.“

„Hat es dich nicht gestört?“

„Nein, hat es nicht, im Gegenteil, es ist sehr schön gewesen. Es ist lange her, dass eine Frau so bei mir geschlafen hat.“

„Ich habe im Schlaf also nichts gemacht oder so?“

„Nein, hast du nicht, gar nichts.“

„Wann habe ich denn mein Bein so hingelegt, Michael.“

„Kurz nachdem du eingeschlafen bist“, antwortete er.

„Du hättest mich wecken können, das war doch bestimmt unbequem, oder?“

„Nein es war sehr angenehm“, versicherte Michael, „du hast eine schöne Haut, Monika, sie fühlt sich sehr gut an.“

„So so, und was noch?“

„Ja, was noch? Ich kann deine Haare spüren, die an mein Bein drücken, und was da unter den Haaren steckt, spüre ich auch sehr genau.“

„Das war nicht meine Absicht, Michael.“ Sie wollte ihr Bein wegziehen.

„Nein, lass es so, wie es ist. Es gibt keinen Grund zur Panik. So ist es auch für mich sehr schön.“ Er grinste sie an. „Also haben wir beide etwas Schönes gehabt, oder?“

„Ja.“ Sie begann ein wenig mit ihren Beinmuskeln zu spielen, spannte sie an und lockerte sie wieder, so dass sein Glied im Wechsel nach unten gedrückt wurde und nach oben rutschte. Was habe ich gemacht?, schoss es ihr durch den Kopf, sein Glied verändert sich, ich kann es spüren.

„Du, ich will es ja nicht, nicht gerade jetzt, aber ich muss mal ins Bad, der Druck auf meiner Blase wird zu groß“, sagte er.

„Ist gut.“ Sie zog ihr Bein zur Seite und er drehte sich über sie hinweg. Sie hielt ihn fest. „Michael, ich möchte dir danken für den schönen Abend“, sagte sie, „und diese schöne Nacht.“ Sie hob ihren Kopf etwas an und küsste ganz kurz seinen Mund. „Danke.“

„Ist schon gut, es war auch für mich sehr schön, Monika, wirklich sehr schön.“

Sie fühlte, wie sein Glied ihren Bauch und die Haare streichelte. Es war offenbar stark gewachsen. Sie schaute hin und tatsächlich, es war inzwischen ziemlich groß.

„Das hat nichts zu bedeuten“, sagte er mit einem Lächeln, „das ist der Druck auf die Blase.“

Michael stieg von ihr herunter. Sein Glied stand zwar nicht richtig, war aber doch sehr imposant. Er verschwand im Bad. Wie er sich wohl in mir drin anfühlt, wenn er richtig steif ist?, fragte sie sich. Sie stand auf, ging in die Küche und setzte Kaffee auf. Nach einer Weile kam er aus dem Bad und gesellte sich zu ihr.

„Darf ich dich etwas fragen?“, erkundigte er sich.

„Natürlich darfst du das, Michael.“

„Ich weiß, eine Frau fragt man nicht danach, aber wie alt bist du?“

Sie blickte ihn kurz an. „Ich bin 41 Jahre alt.“ Bestimmt zu alt für ihn, dachte sie. Er drehte sich wortlos um und ging ins Wohnzimmer. Ja, ganz sicher bin ich zu alt für ihn, sonst hätte er bestimmt etwas gesagt, dachte sie.

„Du, weißt du was?“

Sie drehte sich um. Er war angezogen, nun ging er bestimmt und würde nie wiederkommen.

„Monika, wo ist hier ein Bäcker? Ich will frische Brötchen holen.“

„Das kann ich doch auch machen!“

„Nein, du machst den Tisch fertig und den Kaffee. Ich bin ja schon angezogen.“

Sie zwang sich dazu, ihm direkt ins Gesicht zu sehen, und fragte: „Kommst du auch wieder?“

„Was hast du, Monika?“, erwiderte er erstaunt, „natürlich komme ich wieder. Ich möchte nur Brötchen holen, mehr nicht.“

Statt einer Antwort schaute sie zu Boden.

„Hast du geglaubt, dass ich nicht wieder komme?“, wollte er wissen.

Jetzt hob sie den Blick. „Ja, als du gefragt hast, wie alt ich bin. Du hast dich angezogen, wolltest runter. Da habe ich gedacht, dass du ...“

Weiter kam sie nicht. Er lachte und ging auf sie zu. „Ich komme wieder rauf“, sagte er, „aus zwei Gründen. Aber die sage ich dir, wenn ich wieder oben bin, ja?“

Sie nickte. „Okay, ich warte auf dich.“

„Gut, aber bitte nicht weglaufen, ja? Also bis gleich.“

Weg war er. Sie hörte die Tür ins Schloss fallen. Ich werde mal den Tisch decken, bis er wiederkommt, beschloss sie. Als sie die Teller aus dem Küchenschrank holte, fiel ihr Blick auf den Spiegel, der im Flur hing. Vielleicht sollte ich mir doch erst mal etwas anziehen, dachte sie. Sie ging ins Bad, putzte sich die Zähne, wusch sich und ging danach ins Schlafzimmer. Ihr Bett war kaum angerührt und trotzdem hatte sie so gut geschlafen wie schon lange nicht mehr. Sie nahm sich Kleidungsstücke aus dem Schrank und zog sich an. Anschließend betrachtete sie sich im Spiegel. Nein, das sah nicht gut aus. Ich werde einen Rock anziehen, überlegte sie und wandte sich wieder dem Schrank zu, aber