Im Sog des Bösen - Klaus Trittin - E-Book

Im Sog des Bösen E-Book

Klaus Trittin

2,2

Beschreibung

Frank und Tommy sind auf dem Weg in die Alpen, genauer gesagt nach Österreich St. Johann in Tirol. Schon bald lernen sie Vanessa und Sonja kennen und verlieben sich ineinander. Doch schon bald kippt die Stimmung. Vanessa plagen schwere Alpträume und sie leidet unter Verfolgungswahn. Es droht das Ende zwischen ihr und Frank Doch ihre Liebe ist so groß, sodass sie sich wieder zusammenfinden und so manches gefährliche Abenteuer überstehen. Aber eines Tages sieht alles ganz anders aus ...

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Im Sog des Bösen

Es war im Sommer 1972, als in der Bundesrepublik Deutschland der Terrorismus herrschte. Frank Boltens und Tommy Hartmann saßen im Tirol-Express und waren auf dem Weg zu Studienzwecken nach Österreich, genauer gesagt nach St. Johann in Tirol. Es war kein schöner Tag, eher öde und regnerisch. Erst gegen Nachmittag öffnet sich wieder der Himmel. Die beiden schlummerten so vor sich hin und träumten von den Bergen. Sie waren noch nie in den Alpen. Allmählich wurde Frank wach und gähnte, während Tommy noch schnarchte, man konnte es deutlich hören. Frank trat ihn sanft vors Schienbein, er zuckte und er wurde wach. Er rieb sich die Augen und gähnte ein paar Mal. Dabei sah er Frank an, der nur den Kopf schüttelte. Danach wurde die Stimmung der beiden von Minute zu Minute besser.

»Du Tommy, sieh mal nach draußen, die Sonne lacht!«, sagte Frank lächelnd.

»Ich wünschte, wir wären bereits da, ich kann nämlich nicht mehr sitzen.«, stöhnte er.

Sie redeten und redeten und plötzlich gab es einen heftigen Ruck, als der Zug stehen blieb.

»Was ist jetzt los?«, fragte Frank verwundert.

»Wird wohl ein Haltesignal sein.«, meinte Tommy.

In dem Moment sah Klaus kurz nach draußen und sprang vom Sitz auf.

»Sieh mal raus Tommy!«, sagte Frank aufgeregt.

»Wie, was, warum?«, fragte er verwundert.

Sie trauten ihren Augen nicht, was dort passierte. Plötzlich war der Zug von der Polizei umstellt. Nun hingen beide neugierig am Fenster und beobachteten gespannt wie es weiterging. Gerade als sie sich wieder hinsetzen wollten, ging die Tür auf und zwei Polizisten standen in ihrem Abteil. Sie konnten noch erkennen, dass im Gang noch einer mit einer MP stand. Den beiden war etwas mulmig in den Knien und sie sahen sich ängstlich an.

»Guten Tag meine Herren, Passkontrolle!«, sagte einer der beiden Beamten mit barscher Stimme.

Frank stotterte sich etwas in seinem Bart zusammen, dass aber Niemand verstand, so aufgeregt war er.

»Ja was ist denn eigentlich los?«, fragte Tommy aufgeregt.

Die Beamten wurden langsam ungeduldig.

»Nun geben sie schon ihre Pässe her!«, sagte einer der Beamten.

Mit zittriger Hand kramten sie nach ihren Pässen und übergaben sie dann. Sie sahen sich die beiden genau an, von oben bis unten. Nach einer Weile bekam Frank seinen Pass sofort wieder. Nur Tommy seinen sahen sie sich genauer an. Tommy stand da wie ein begossener Pudel. Er wurde kreidebleich und Frank fing schelmisch an zu grinsen. Das man ihn womöglich für einen Terroristen halten würde, dass hätte er in seinen kühnsten Träumen nicht gedacht.

»Siehst du Tommy, mit dir fällt man aber auch immer auf. »du würdest auch glatt als Terrorist durchgehen mit deinen langen Haaren und Vollbart.«

»Ja, ja, mach dich nur ruhig lustig über mich, in mach mir fast vor Angst in die Hose und du machst Witze.«

Es verging einige Zeit, bis er seinen Pass wiederbekam. Ihm viel ein Stein vom Herzen. Die Beamten wünschten den beiden noch eine angenehme Fahrt. Nun war Erleichterung bei Tommy zu spüren. Er war jetzt ziemlich entspannt und sah dabei aus dem Fenster.

»Du Frank, sieh mal nach draußen, mir scheint sie haben mehrere Personen verhaftet.«

»Mein Gott, dann haben wir ja Terroristen im Zug gehabt, dass hätte ich nicht gedacht. Wenn ich das zuhause erzähle, glaubt es mir keiner.«, sagte Frank.

»Dann kann es ja weitergehen!«, meinte Tommy.

Sie konnten nun nicht mehr sitzen und gingen den Gang im Zug hin und her. Zum ersten Mal sahen sie schon die ersten Gebirgszüge vor sich. Sie staunten nicht schlecht.

»Sieh mal Tommy, ist das nicht gigantisch, dass anzuschauen!«

Desto länger die Fahrt dauerte wurden ihre Gesichter vor Aufregung immer länger. Denn niemals zuvor hatten sie so etwas Gewaltiges gesehen. Nun trafen sie endlich nach langer Zeit und völlig übermüdet in St. Johann in Tirol ein. Mit wackeligen Beinen stiegen sie aus dem Zug.

Sie schnauften ein paar Mal kräftig nach Luft und streckten sich.

»Ist das nicht eine herrliche Luft, man schmeckt richtig die Alpenluft.«, meinte Frank.

»Ja, ja, du schmeckst mir auch, ja, es riecht nach frische, mehr aber auch nicht.

»lass uns lieber nach einer Unterkunft suchen.«, sagte Tommy mürrisch.

Sie sahen sich um und gingen die Hauptstraße entlang. Sie fragten in mehreren Hotels, aber es war kein Zimmer mehr frei.

»Verdammt, es muss doch noch ein Zimmer für uns geben. »das kann doch wohl nicht so schwer sein.«, meinte Frank. Sie fragten Passanten und hatten Glück, wir sollten in der Pension Winkler nachfragen, sie lag am anderen Ende der Straße. Dort sollten sie vielleicht Glück haben. Schnell machten sie sich auf den Weg. Nun standen sie vor der Tür. Sie traten hinein und staunten nicht schlecht, hier war alles im alten Stil. Weil sie keinen antrafen klopften sie an einer Tür im Gastraum.

Schon öffnete sich die Tür und die Wirtin Frau Winkler stand vor den beiden.

»Guten Abend meine Herren, ich bin Frau Winkler und sie sah die beiden dabei von oben bis unten an.«

Die beiden wusste erst gar nicht was sie sagen sollten.

»Guten Abend Frau Winkler, mein Name ist Frank Boltens und das ist mein Freund Tommy Hartmann, wir suchen noch ein Zimmer, ich hoffe sie haben noch eins frei!

»mein Freund sieht nur so furchterregend aus, aber er ist ganz harmlos!«

»Na ja, dann bin ich ja beruhigt, selbstverständlich ist noch ein Zimmer frei, allerdings ist es ein Doppelzimmer, aber es ist ziemlich groß.«

Dann übergab die Wirtin ihnen den Schlüssel. Sie erzählte noch das übliche, die sogenannten Verhaltensregelungen. Dann gingen sie auf ihr Zimmer und staunten nicht schlecht als sie das Zimmer betraten.

Ein Bett stand hinten am Fenster und das andere gleich hinterm Eingang.

Selbst ein Tisch und drei Sessel waren vorhanden, ganz elegant eingerichtet. Frank machte gleich das Fenster auf um Luft reinzulassen. Dann packten sie ihre Sachen aus.

»Wo willst du schlafen Tommy, vorne oder hinten!«

Frank hatte es noch nicht ausgesprochen und schon lag Tommy am Fenster im Bett.

»Na ja, dann wäre das ja geregelt.«

Es war schon sehr spät, sie wollten sich noch frisch machen und dann zu Bett gehen. Weil damals noch kein Bad in den Zimmern war, mussten sie auf den Gang gehen und einige Meter laufen, bis sie zum Bad kamen. Nachdem sie sich frisch gemacht hatten legten sie sich hin. Frank schlief sofort ein und Tommy konnte nicht schlafen, zu aufgekratzt war er. Er drehte sich von einer Seite auf die andere. Dann stand er auf und sah aus dem Fenster. Aus der Ferne hörte er Party Musik. Ihm zuckte es in den Beinen. Schnell zog er sich wieder an, dabei sah er noch kurz auf Frank, aber er wollte ihn nicht wieder wecken. So schlich er sich aus dem Zimmer und machte sich auf dem Weg zur Disco. Es war auch nicht weit von der Pension. Er wollte sich nach den Dorfschönen umsehen. Nun stand er vor der Disco, die sich Knight-Club-Tirol nannte. Ohrenbetäubender Lärm kam ihm entgegen. Dann öffnete er die Tür und trat hinein. Hier ging es mächtig rund und die meisten waren auf der Tanzfläche. Einige saßen am Tresen und tranken. Er sah sich um, da sah er in einer Ecke zwei hübsche Mädels sitzen. Sie schienen alleine zu sein. Er fasste sich ein Herz und ging mit seinem Scharm auf die beiden zu.

»Hallo, darf ich mich zu euch setzen!«

Die beiden Mädels sahen sich an und grinsten.

»Nimm Platz!«, sagte die eine.

»Darf ich mich vorstellen, ich bin der Tommy!«

»Ich bin die Sonja und ich die Vanessa!«

Und so lernten sie sich kennen. Sie schienen sich auf Anhieb gut zu verstehen.

»Wo kommt ihr her?«, fragte Tommy

»Ich komme aus Belgien!«, sagte Sonja.

»Ich komme aus Kopenhagen!«, sagte Vanessa.

»Und wir kommen aus Deutschland!», sagten Tommy und Frank gleichzeitig.

»Wo habt ihr beiden euch denn kennengelernt?«, fragte Tommy.

So fragten sie sich untereinander alles aus. Vanessa und Sonja haben sich in der Disco kennengelernt und waren beide Studentinnen. Sie sprachen beide sehr gut Deutsch. Tommy war überglücklich solch eine Bekanntschaft gemacht zu haben. Sie tranken und tanzten, mach mal zu dritt und mit einem Glas in der Hand. Da viel ihm Frank plötzlich wieder ein.

»Mädels, ich habe ganz vergessen, dass ich mit einem Freund hier bin, soll ich ihn holen, unsere Pension ist nicht weit von hier.«

Da es schon sehr spät war, musste er sich beeilen. Sie waren nicht mehr ganz nüchtern.

»Warum hast du das nicht gleich gesagt, dass ihr zu zweit seid!?«, fragte Vanessa.

»Ich, ich habe ja nicht mehr an ihn gedacht, weil ich euch kennengelernt habe. »ich war wohl so aufgeregt.«, sagte er.

»Na dann hol ihn, wir warten hier so lange.«, meinte Sonja.

So schnell er konnte lief er zur Pension. Weil es schon um Mitternacht war, stolperte er die Treppen hinauf um Frank zu wecken. Hastig schloss er die Tür auf und stürmte hinein. Er rüttelte und schüttelte ihn. Er wollte erst gar nicht wach werden.

»He Frank, werde wach!«

»Was ist denn los, ich schlafe doch, warum schläfst du denn nicht!«

»Du hast schon geschlafen, ich wollte dich nicht wecken, ich bin noch in einer Disco und habe zwei nette Mädels kennengelernt. »steh jetzt auf, sie warten auf uns. »ich bin hier um dich zu holen.

»nun komm schon!«

Nur allmählich wurde er wach, dann stand er endlich auf. Schnell zog er sich an und dann zogen die beiden los. Tommy war so aufgeregt endlich die Mädels wieder zu sehen. Die Mädels standen bereits vor der Disco und warteten schon.

»Da seid ihr ja endlich, dass hat ja eine Ewigkeit gedauert.«, sagte Vanessa.

»Nun sind wir ja da, darf ich euch meinen Freund Frank vorstellen!«

Dann stellte er Frank den Mädels vor. Frank schien richtig begeistert von den beiden Mädels gewesen zu sein.

»Freut mich euch kennen zu lernen!«, sagte er mit zittrigen Knien.

Sie tanzten und tranken bis der Morgen ergraute. Sie tauschten ihre Gemeinsamkeiten aus und ihre Vorlieben. Sonja war sehr schlank und hatte lange braune Haare, sowie einen sanften Blick. Sie hatte hellbraune Augen und immer ein schelmisches Lachen auf den Lippen.

Vanessa war nicht ganz so schlank, eher etwas üppiger, aber nicht zu dick. Ihre Haare waren Schweden blond und gingen bis zum Hintern. Dazu noch hellblaue Augen und einen süßen Schmollmund. Als der junge Morgen erwachte, waren alle ziemlich müde. Sie konnten sich kaum noch auf ihren Beinen halten. So verabschiedeten sie sich. Jeder ging in seine Pension oder ins Hotel.

»Na Klaus, habe ich das nicht toll gemacht mit den Mädels.«, prahlte Tommy vor Freude und klopfte Frank auf die Schulter.

»Ja, ja, hast du, aber jetzt bin ich Müde und möchte nur noch schlafen.«

Und so begaben sich die beiden in ihre Pension und schliefen sich erst einmal richtig aus. Am Morgen, na ja es war bereits 14.00 Uhr als sie aufwachten. Sie reckten und streckten sich. Bis Frank sich einen Ruck gab und sich aus dem Bett quälte. Nur Tommy kam nur sehr schwer aus dem Bett, kein Wunder, er war ja auch am längsten wach. Ihm steckte noch die schöne Nacht in den Knochen. Nun knurrte ihnen der Magen, sie hatten lange nichts mehr gegessen und wollten nun frühstücken. Als sie in den Frühstücksraum kamen, war bereits alles abgedeckt. Nun kam die Wirtin auf die beiden zu, sie schien ziemlich ärgerlich gewesen zu sein.

»Meine Herren, es gab einige Beschwerden von den anderen Gästen. Sie waren gestern Nacht ziemlich laut gewesen. »ich möchte, dass das nicht wieder vorkommt«, sagte sie mit barscher Stimme.

Sie versprachen ihr, dass sie sich ruhiger verhalten werden.

»Aber ich bereite ihnen noch ein Frühstück zu, sie müssen ja eine wilde Nacht gehabt haben, so wie sie aussehen!«

Die beiden sahen sich an und schämten sich ein wenig. Dann ließen sie sich das verspätete Frühstück schmecken. Danach fühlten sie sich schon wohler und gingen danach auf ihr Zimmer.

»Du Tommy, hast du überhaupt einen Zeitpunkt ausgemacht wann wir uns mit den Mädels wieder treffen werden?«

»Oh Gott, das habe ich glatt vergessen zu fragen, ich weiß noch nicht einmal wo sie wohnen, ich weiß nur so viel, dass wir uns heute Nachmittag wieder treffen wollten.«

»Wir werden sie schon wiederfinden.«, meinte Frank.

»Wir wollten uns zusammen die Gegend anschauen, das habe ich noch behalten.«, sagte Tommy.

Unterdessen machte Frank das Fenster weit auf und ließ die frische Luft herein. Er lehnte sich aus dem Fenster und atmete kräftig durch. So gammelten sie noch ein bisschen herum und träumten von den Mädels. Nun war bereits der frühe Nachmittag angebrochen und sie mussten sich langsam auf den Weg machen um die Mädels zu suchen.

»Heute ist wieder so ein herrlicher Tag, ich hätte Bock Schwimmen zu gehen.«, meinte Tommy spontan.

»Das ist schon toll, dein Vorschlag, wollen wir erst einmal abwarten, was die Mädels vorhaben, und außerdem müssen wir sie erst finden.«

»Die werden uns sicherlich auch suchen.«, antwortete Tommy.

»Lass uns langsam losgehen und sie suchen.«, meinte Frank.

Wir werden sie schon finden!«, antwortete Tommy.

So zogen sie los. Etwas besorgt, sie nun doch nicht zu finden kam bei den beiden erst gar nicht in Frage. Sie suchten die Straßen ab und fragten in Hotels nach ihnen. Tommy hatte schon Schweißperlen auf der Stirn und Frank wurde langsam nervös.

»So groß ist doch der Ort nicht, irgendwo müssen sie doch sein.«, meinte Tommy.

Sie liefen und liefen, schließlich kamen sie an einem Bach, nahe des kleinen Sportflughafens. Völlig verschwitzt sahen sie endlich die beiden auf sie zukommen.

»Wir suchen euch schon eine ganze Zeit!«, rief Vanessa den beiden entgegen.

»Wir suchen euch auch schon länger!«, antwortete Frank.

Dann lagen sie sich in den Armen und waren überglücklich sich nun gefunden zu haben. Sie redeten und redeten.

»Wollen wir nun nicht endlich weiter gegen, wir quatschen und quatschen, lass uns etwas unternehmen.«, fragte Sonja,

So zogen sie los. Frank und Tommy erzählten den beiden, dass sie unbedingt den wilden Kaiser erklimmen wollten.

Frank war ein sportlicher Typ. In seiner Art manchmal ein wenig ironisch, aber sonst ganz nett. Tommy hingegen war eher ein ängstlicher Typ. Er liebte das klettern nicht so sehr. Er war aber ein leidenschaftlicher Tänzer und ging viel lieber in Discotheken.

Die Mädels waren ganz begeistert von dem Vorhaben. Frank erzählte, dass er schon Erfahrung in Bergen gesammelt hatte. Da fing Tommy laut an zu lachen.

»Ha, ha, du und in den Bergen? »im Harz warst du, dass kannst du doch gar nicht mit den Alpen vergleichen.«, sagte Tommy.

»Ja, ich meine ja nur!«, antwortete er.

»lasst uns lieber bummeln gehen!«

»Habt ihr Lust schwimmen zu gehen?«, meinte Tommy. » den Vorschlag habe ich Frank auch schon gemacht.«

Sie sahen sich alle vier an und zuckten ihre Schultern. Aber Vanessa und Sonja wollten nicht schwimmen gehen.

»Lasst uns lieber bummeln gehen!«, meinte Sonja.» wir gehen nur schnell in unser Hotel und ziehen uns um.«

Auf dem Weg zum Hotel plauderten sie noch ausgiebig über ihr Leben. Sie erzählten sich dies und das. Vanessa zum Beispiel, hatte des Öfteren Angstzustände, aber sie meinte, dass sie das in den Griff bekommen hätte. Sonja hingegen konnte sich überall durchsetzen, sie hatte überhaupt keine Probleme. Sie kam mit jedem aus. In dem Frank und Tommy die beiden ins Hotel brachten, warteten sie in der Hotellobby auf sie.

»Tommy, haben wir nicht Glück gehabt mit den beiden. »was Besseres hätte uns nicht passieren können.«

»Ja, da muss ich dir recht geben!«, schnalzte Frank seine Zunge.

Als die Mädels wiederkamen, konnten sich die beiden kaum einkriegen.

Sie sahen bezaubernd aus in ihren Miniröcken. Frank konnte natürlich das Lästern nicht lassen.

»Ihr seht ja richtig scharf aus!«, meinte er.

»für das Outfit braucht ihr ja einen Waffenschein!«

»Tja, wenn die Figur stimmt, soll man es ruhig zeigen.«, konterte Sonja zurück.

Die vier überlegten lange, was sie mit dem angebrochenen Tag machen sollten. Der eine hatte den Vorschlag und der andere den Vorschlag. Schließlich wurden sie sich einig.

»Was haltet ihr davon, wenn wir doch schwimmen gehen.«, meinte Vanessa plötzlich und sah die drei dabei an. »wir haben nämlich unsere Badesachen dabei.«

»Und wir haben unsere Badehosen bereits an.«, erwiderte Frank und grinste dabei.

»nun lasst uns endlich losgehen, oder wollt ihr hier Wurzeln schlagen.«

Sie brauchten nicht lange um zur Badeanstalt zu gelangen, sie war gleich um die Ecke. Fröhlich und ausgelassen gingen sie dort hin. Von draußen hörten sie bereits das Geschreie der Kinder. Als sie die Badeanstalt betraten, staunten sie nicht schlecht. Es war kaum noch ein Platz frei. Sie sahen sich nach einem Platz um und fanden auch einen.

»Seht ihr, dort hinten in der Ecke am Zaun ist noch etwas frei!«, rief Tommy ihnen zu.

Frank und Sonja breiteten eine Decke aus und legten sich auch gleich darauf.

Vanessa und Tommy taten es ebenfalls. Sie cremten sich gegenseitig Sonnenmilch auf die Haut, und ließen sich den Tag genießen. Dabei redeten sie über dieses und jenes. Doch am allermeisten interessierten sie sich für das Wandern in den Bergen. Davon hatten sie am meisten geträumt. Gemeinsam beschlossen sie am nächsten Tag nach Ellmau zu wandern.

»Dort liegt zu Füßen Ellmaus der Wilde Kaiser. »der Berg sieht aus, als wäre er oberhalb abgebrochen. »ich werde euch mal etwas über den Berg erzählen.«, meinte Frank.

Alle hörten aufmerksam zu, bis Tommy es zu viel wurde.

»Oh nein, heute bitte nicht mehr, dass kannst du erzählen, wenn wir dort sind, heute wollen wir nicht mehr so viel quatschen, lass es gut sein!«, meinte Vanessa und hielt ihren Zeigefinger auf Frank seinen Mund.

»Na gut, wenn du meinst!«, erwiderte Frank.

Das schmeckte ihm überhaupt nicht, dass man ihn im Gespräch unterbrach. Er sah ein bisschen geknickt aus und eingeschnappt. Aber nach ein paar Minuten war alles wieder vergessen.

»Kommt, lasst uns schwimmen gehen und abkühlen, mir ist schon ganz heiß!«, meinte Tommy.

»Das ist die beste Idee, die du hast!«, meinte Sonja.

Und so sprangen sie ins kühle Nass. Sie planschten und warfen sich gegenseitig ins Wasser. Als sie genug vom Herumalbern hatten, legten sie sich wieder auf die Decke. Sie rieben sich gegenseitig trocken und genossen den Rest des Tages. Es wurde Abend und keiner wusste, was sie noch unternehmen sollten.

»Schlagt was vor, was wir heute noch machen wollen.«, fragte Vanessa.

Aber keiner hatte mehr so richtig Lust irgendwo hinzugehen. Sie sahen sich gegenseitig mit großen Augen an. Aber Vanessa gab nicht auf und munterte die anderen noch einmal auf.

»Na gut.«, antwortete Frank. »dann lasst uns doch wieder tanzen gehen, im Knight-Club-Tirol, dort ist es doch sehr schön.«

Nun waren sich wieder alle einig. Vanessa und Sonja packten ihre Sachen zusammen und gingen zu den Umkleidekabinen um sich umzuziehen. Frank und Tommy räumten inzwischen den Platz auf.

Unterdessen in der Umkleidekabine redeten die Mädels über die Jungs. Sie waren beide nicht abgeneigt, dass mehr daraus werden könnte, als nur Freundschaft.

»Sag mal Vanessa, was hältst du von den beiden!«

»Ach, ich finde sie ganz nett, vor allem mag ich den Frank, der ist immer gut drauf, auch wenn er viel redet und manchmal beleidigend ist. »außerdem hat er immer ein Lächeln auf den Lippen.«

»Aber Tommy ist auch ganz nett, auch wenn er mir mit seinem Gerede manchmal auf die Nerven geht, aber das nehme ich gerne in Kauf.» ich mag seine schwarzen Haare und seinen Vollbart.«, meinte Sonja.

»Man könnte ja meinen, du bist bereits in ihn verknallt, so wie du ihn immer ansiehst. »aber mal ganz ehrlich Sonja, für wen würdest du dich entscheiden!«

»Wenn es nach mir gehen würde, ich würde Tommy sofort nehmen. »aber soweit ist es noch nicht. »schließlich haben die beiden auch noch ein Wort mitzureden.

»wenn die Chemie stimmt, wird es schon klappen, ich bin ganz offensichtlich.«

Sie redeten noch lange über die beiden.

»Wo bleiben die beiden bloß, es kann doch nicht so lange dauern, dass bisschen umziehen.«, meinte Frank voller Ungeduld.

»Die werden schon ihre Gründe haben, sie werden wohl über uns ab lästern, was hättest du denn gedacht!«

»Ja, du hast ja recht, aber sag mal ehrlich, was denkst du über unsere neuen Eroberungen?«, fragte Frank.

»Ich finde Vanessa ganz toll und diese blauen Augen, außerdem hat sie eine üppige Figur, zwar nicht ganz so schlank wie Sonja. »aber sie hat wenigstens was in der Bluse und einen strammen Hintern.«

Frank hörte der Schwärmerei von Tommy aufmerksam zu.

»Na ja, wenn du meinst, dann sollst du auch Vanessa haben, ich finde Sonja auch ganz toll. »sie hat etwas Anschmiegsames an sich, was mich fasziniert. »sie ist ja auch super schlank und groß.

»Na ja, Hauptsache die Mädels sehen das genauso wie wir.«, sagte Frank.

Nun machten sie sich auf den Weg zu den Kabinen. Gerade angekommen, kamen ihnen die beiden auch schon entgegen.

»Na dann können wir ja losgehen!«, meinte Vanessa.

»Wir bringen nur noch unsere Sachen auf unser Zimmer, ihr könnt ja so lange vor dem Hotel warten, es dauert auch nicht lange.«, meinte Sonja.

»Wir bringen auch unsere Sachen aufs Zimmer und ziehen uns um. Am besten wir treffen uns vor der Disco.«, meinte Frank.

»Na gut!«, antwortete Vanessa, also in einer halben Stunde vor der Disco.

Schnell zogen sich die Jungs um und frisierten sich noch. Sie konnten es kaum erwarten die beiden wiederzusehen, so aufgeregt waren sie. Schnell polterten sie die Treppen hinunter und machten sich auf den Weg zur Disco. Die Mädels warteten bereits vor der Eingangstür. Sie winkten sich schon von weiten zu.

»Hübsch seht ihr aus, direkt zum Anbeißen!«, sagte Tommy in seiner scharmanten Art.

»Nun übertreibt mal nicht!«, erwiderte Sonja, »lasst uns endlich reingehen.«

Aber keiner traute sich den anderen anzufassen. Obwohl ihre Blicke alles sagten. Nun setzten sie sich an einem Tisch. Frank bestellte erst einmal vier Cocktails um in Stimmung zu kommen. Nachdem sie einige Cocktails getrunken hatten, fasste sich Frank ein Herz und forderte Vanessa zum Tanzen auf.

»Vanessa wollen wir tanzen?«

»Ja gerne!«

Ohne viele Worte begaben sie sich auf die Tanzfläche. Sie spielten gerade einen Song von Percy Sledge. (When a Man Loves a Women). Das war Frank sein Lieblings Song zur damaligen Zeit. Die beiden tanzten eng umschlungen. Zwischen ihnen passte kein Strohhalm mehr. Inzwischen waren auch Sonja und Tommy auf der Tanzfläche. Aber Frank hatte nur Augen für Vanessa. Anscheinend hatten sich die vier gefunden.

Hin und wieder tranken sie aus ihren Gläsern einen Schluck, aber dann waren sie wieder auf der Tanzfläche verschwunden. So ging es die ganze Nacht. Nun graute schon der junge Morgen und die vier verließen leicht angetrunken die Disco.

»Oh ist mir schlecht!«, klagte Vanessa und musste sich hinter einem Baum übergeben.

Frank war sehr besorgt um sie. Tommy und Sonja waren einigermaßen nüchtern, sie hatten nicht so viel getrunken wie Vanessa und Frank.

»Seit mir bitte nicht Böse!«, meinte Sonja, aber Vanessa muss ins Bett. »ich bringe sie auf unser Zimmer.«

»Sollen wir mitkommen!«, meinte Frank.

»Nein, geht ihr auch schlafen, ich mach das schon!«

Frank hatte ein ganz schlechtes Gewissen, so hatte er sich das nicht vorgestellt. Er gab sich die Schuld, dass es Vanessa schlecht ging. Aber Sonja vergab ihm.

»Es ist nicht deine Schuld, du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen. »es ist alles in Ordnung.«

Vanessa war nun nicht mehr wahrnehmungsfähig, sie wollte nur noch ins Bett. Frank hakte sie ein und brachte sie noch vors Hotel und dann verabschiedeten sie sich. Nun hatten sie sich für den nächsten Tag einiges vorgenommen. Aber erst einmal wollten sie ausschlafen.

»So Sonja, dann sie mal zu, dass du sie ins Bett bekommst.«, lallte Frank, der auch nicht mehr ganz nüchtern war.

Flüchtig gaben sie sich noch einen letzten Kuss. Die Nacht war zu viel für die vier. Sie schliefen und schliefen und wachten erst am Nachmittag auf. Frank rekelte sich und pustete. Tommy wurde langsam wach und kroch gemächlich aus seinem Bett. Als Tommy zur Uhr sah, traute er seinen Augen nicht, es war bereits 16.00 Uhr. Er sah auf Frank, der sich etwas in seinem Bart säuselte, dass aber Niemand verstand. Tommy rüttelte ihn wach.

»He Frank, aufwachen, sieh mal zur Uhr!«

»Wie, was, was ist los?«

»Sie mal zur Uhr, wie spät es schon ist!«

»Mein Gott, dass darf doch nicht wahr sein, wir wollten doch heute unsere Große Wanderung machen, ich glaube, dass können wir wohl vergessen.«

»Was sollen nur die Mädels von uns denken?«, stotterte Tommy.

Unterdessen bei den Mädels. Sonja hatte eine Unruhige Zeit, Vanessa schnarchte die ganze Zeit. Sodass Sonja überhaupt nicht richtig schlafen konnte. Allmählich wurde sie wach.

»Oh Sonja, ist mir schlecht und einen dicken Kopf habe ich.«

»Ja, ja, ihr beide habt ja nicht genug bekommen, ihr habt selbst Schuld, wenn es euch schlecht geht. »ich glaube dem Frank geht es wohl nicht besser. »ihr wart ja nicht auseinander zu kriegen und konntet den Hals nicht voll bekommen.«

»Du hast ja recht, es kommt auch nicht wieder vor. »wie spät ist es eigentlich schon?«

»Es ist bereits nach 16.00 Uhr!«, sagte Sonja.

»Wir wollten doch heute unsere Wanderung machen, ich glaube das können wir vergessen. »wir müssen es auf Morgen verschieben!«

Vanessa sah sehr schlecht aus, sie zitterte ein wenig am ganzen Körper.

Sonja sah man an, dass sie ziemlich ärgerlich auf Vanessa war.

»Wie mag es wohl den Jungs gehen?«, fragte Vanessa.

Vanessa sah aus dem Fenster und stöhnte, wie schwül es doch war.