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Ein neuer Club hat in der Stadt eröffnet, und trotz der Gerüchte riskiert er einen Besuch. Gelegenheiten für das eine oder andere gefährliche Abenteuer scheint es dort wirklich zu geben. Gemeinsam mit einem attraktiven Mann gerät er immer tiefer in das Gewirr aus halbdunklen, verwinkelten Gängen und muss einen Weg aus diesem Alptraum finden.
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Seitenzahl: 40
Veröffentlichungsjahr: 2022
Diese Geschichte wendet sich an ein ausreichend reifes Publikum. Es werden Handlungen dargestellt, die gefährlich sind und ein hohes Infektionsrisiko mit sich bringen können.
Ein neuer Club hat in der Stadt eröffnet, und trotz der Gerüchte riskiert er einen Besuch. Gelegenheiten für das eine oder andere gefährliche Abenteuer scheint es dort wirklich zu geben. Gemeinsam mit einem attraktiven Mann gerät er immer tiefer in das Gewirr aus halbdunklen, verwinkelten Gängen und muss einen Weg aus diesem Alptraum finden.
Richard sah sich nochmals im Halbdunkel um, bevor er seinen Weg fortsetzte. Und, das sollte es gewesen sein? Aber hier an der Bar etwas trinken konnte er immer noch. Dann suchte er einmal die Garderobe. Er hatte sich nicht viel erwartet und würde auch nicht viel bekommen, immerhin. Auch dort hinten, wo es noch dunkler war, waren nicht viel mehr Leute. Er hätte doch diesem anderen Bericht glauben sollen, wann hier angeblich am meisten los war.
Toll, er hatte eine ganze Reihe von Kästchen für sich. Die pumpende House-Musik vom Eingangsbereich schaffte es bis hierher. Jemand lächelte ihm beinahe zu und verschwand gleich wieder. Ein Duft lag in der Luft, den er nicht ganz einordnen konnte. Er war nicht billig, nicht zu aufdringlich – er war gefährlich. Genau, das passte dann ebenfalls. Seine Sachen waren gut verstaut und er in ein Badetuch gehüllt. Jetzt musste nur noch jemand auftauchen, der sein Geschmack war, zumindest halbwegs.
Eines der Gerüchte über diesen neu eröffneten Laden stimmte wohl schon einmal. Die meisten heißen Männer, die hier herumliefen, waren sicher Stricher. Er sah sie schon durchtrainiert, mit diesem gewissen Blick und mit einer kräftigen Erektion bei den Duschen herumstehen. Die Kundschaft, die dann 50 Euro oder wie viel auch immer für ein schnelles Abenteuer hinlegte, war dann auch nicht weit. Zumindest in anderen Lokalen, von denen Richard langsam genug hatte, war es oft so gewesen. Aber hier gab es angeblich das größte Dampfbad im Land – und er hatte es eben einmal selbst sehen wollen. Er warf noch einmal einen Blick auf die Cocktail-Karte und würde sich später einen aussuchen. Einer war im Preis inbegriffen.
Er betrat den Duschraum und mochte das schummrige Licht, das hier herrschte. So groß und verwinkelt wie es hier war, spielte sich in den Ecken und Nischen sicher etwas ab. Das war eben ganz anders als in einem durchschnittlichen Schwimmbad. Hier hingegen konnte jemand auf Ideen kommen und würde sich ganz sicher kein Hausverbot einhandeln. Er legte das Badetuch zur Seite, drehte das Wasser auf, und immerhin passte die Temperatur. Dieser Typ zwei Meter neben ihm wusste hoffentlich, dass bei ihm nicht zu holen war. Aber … was war mit dem dort?
Ein wirklich knackiger Mann, der wie Richard kaum über 20 sein konnte, spazierte in den Raum und sah sich um. Gut, etwas zierlich war er. Sicher war der auch zum ersten Mal hier – und wahrscheinlich noch nie in so einer Einrichtung gewesen. Vielleicht glaubte der, in einer „Gay Bar“ würden schwule Männer etwas trinken und das war es. Ihm zuzwinkern war jetzt vielleicht noch keine gute Idee, aber er konnte den ja einmal im Auge behalten. Es sah so aus, als bevorzugte er die Duschen auf der gegenüberliegenden Seite, wo er allein war.
Vielleicht hatte es einen Grund, dass er sich eher der Wand zudrehte. Richard sollte auch langsam aufpassen, seine Erregung unter Kontrolle zu halten. Der Blick auf die zwei anderen Männer hier, die für ihn sicher keine erotische Ausstrahlung hatten, half ein wenig dabei. Aber wie es in diesem Dampfbad zuging, das den Wegweisern nach gleich in der Nähe sein sollte, wusste er schließlich noch nicht. Vielleicht war das auch nicht dunkler als hier.
Verdammt, dieser Typ hatte ihm für etwa eine halbe Sekunde lang einen Blick zugeworfen. Und … hatte bei seinem Umsehen wohl gerade den Eingang zum Dampfbad entdeckt. Richard nannte ihn einmal seinen „Kandidaten“ – und trat unter der Dusche hervor. Noch einige Nischen taten sich in der Ziegelmauer auf, wo sich das Badetuch gut verstecken ließ, so dass es niemand mitnahm. Sein Kandidat hängte es natürlich auf die gut sichtbare Ablage aus Chromstahl, wo es leicht verschwinden konnte. Dann würde er komplett nackt zum Eingang laufen müssen, wo einem leihweise ein anderes gegeben wurde – klar.