In der Matrix der digitalen Raumzeit - Gesa Lindemann - E-Book

In der Matrix der digitalen Raumzeit E-Book

Gesa Lindemann

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Beschreibung

Gesa Lindemann nimmt uns in ihrem Beitrag zu Kursbuch 177 mit in die Matrix der digitalen Raumzeit. In dieser hinterlassen wir stetig individuelle Signaturen, die für jedermann einsehbar sind. Was das für unser Selbstverständnis und unsere Selbstbestimmung bedeutet und wie sich dieser Trend auf unser gesellschaftliches Miteinander auswirkt, stellt Gesa Lindemann in ihrem Essay dar.

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Seitenzahl: 16

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Gesa Lindemann

In der Matrix der digitalen Raumzeit

Das generalisierte Panoptikum

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden wissen wir, welchen Umfang die staatliche Überwachung vor allem durch US-amerikanische und britische, aber auch durch französische und deutsche Geheimdienste hat. Dagegen erhebt sich in Europa ein vergleichsweise moderater Protest, der bislang weitgehend in den Medien stattfindet. Massendemonstrationen oder wirksame politische Aktivitäten gibt es nicht. In der medialen Debatte ist den großen IT-Firmen wie Google, Apple oder Microsoft zudem ein wichtiger Wandel gelungen. Während sie anfangs als Unternehmen dastanden, die mutmaßlich mit dem US-Geheimdienst NSA kooperieren würden, stehen sie nun eher selbst als Opfer der staatlichen Datensammelleidenschaft da. Die Kritik an der hemmungslosen staatlichen Datensammlung folgt jetzt dem Muster der traditionellen Kritik an der staatlichen Überwachung, die auch schon vor der technischen Realisierung des weltweiten Datenverkehrs geäußert wurde. Dieses traditionelle Kritikmuster verfehlt allerdings das Besondere der Überwachungspraxis im Internet. Es gerät aus dem Blick, dass auch die großen IT-Firmen eifrig Daten ihrer Nutzer sammeln, denn die Firmen möchten sich ihre Nutzer so transparent wie möglich machen. Nicht nur die Geheimdienste sammeln unsere Daten, »um uns zu schützen«, auch Google oder Amazon tun es, um uns individuell zugeschnittene Angebote usw. machen zu können.