In meiner Kraft bleiben - Susanne Hühn - E-Book

In meiner Kraft bleiben E-Book

Susanne Hühn

4,8

Beschreibung

Kennen Sie das? Sie haben ein intensives spirituelles Seminar besucht, dort viel gelernt. Sie sind euphorisch, wollen alles Gelernte sofort in Ihrem Alltag umsetzen. Doch zu Hause, weit entfernt von dem Wissen, dem Mitgefühl und der Aufmerksamkeit des Seminarleiters und der anderen Teilnehmer, 'verpufft' diese Energie ungenutzt. Und Sie fallen in ein Energietief. Susanne Hühn möchte Sie - ob Sie nun Seminarteilnehmer oder -leiter sind - dabei unterstützen, die Kraft, die Sie im Seminar bekommen haben, auch im Alltag zu halten. Anhand von Übungen, Meditationen und zahlreichen Beispielen lernen Sie, wie Sie dieses Potenzial in aktive Handlungen umsetzen können. Lassen Sie Seminare Ihr Leben verändern!

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Susanne Hühn

In meiner KRAFT bleiben

Wie Energie aus Seminaren im Alltag wirksam wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ISBN 978-3-8434-6131-3

Susanne Hühn:Umschlag: Murat Karaçay, Schirner,In meiner Kraft bleibenunter Verwendung von # 18739292Wie Energie aus Seminaren im Alltag(Bernd S.), #5697026 (Dmitry Remesov),wirksam wirdwww.fotolia.de© 2013 Schirner Verlag, DarmstadtRedaktion: Claudia Simon, Schirner E-Book-Erstellung: HSB T&M, Altenmünster

www.schirner.com

1. E-Book-Auflage 2014

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten

Inhalt

Liebe Leserin, lieber Leser

Einleitung

Vor dem Seminar

Übernimm die Verantwortung für deinen Prozess

Der innere Widerstand

Während des Seminars

Übergriffigkeiten vermeiden

Dos and Don’ts

Nach dem Seminar

Die Verantwortung wieder zu dir zurücknehmen

Der Altar

Überprüfung

Die Umsetzung: Inventur und Handlungsplan

Loslassen und vertrauen

Und jetzt?

Wie du dich als Seminarleiter selbst nährst und regenerierst

Was geschieht eigentlich, während du ein Seminar gibst?

Wie schützt du dich und den Raum?

Wie können wir gut für uns sorgen?

Woran erkennt man ein gutes Seminar?

Geld ist fließende Energie

Wie man eine Gruppe hält

Innere und äußere Räume schaffen

So bereite ich mich auf Seminare vor

Verlorene Anteile erlösen – deine magische Kraft

Wie ich eine Gruppe halte

Schutz für das innere Kind

Nachwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

oft werden Mike und ich am Ende eines spirituellen oder psychologischen Seminars gefragt: »Wie kann ich diese Energie im Alltag halten? Habt ihr nicht einen Tipp?«, und jedes Mal fühle ich mich ein wenig hilflos. Natürlich weiß ich, wie. Aber ich weiß nicht, wie ich denjenigen dazu ermutigen kann, das auch zu tun. Denn immer dann, wenn du ein spirituelles oder psychologisches Seminar besuchst, erhältst du eine Energieerhöhung. Die Seminarleiter und manchmal auch die anderen Teilnehmer schenken dir ihr Wissen, ihr Mitgefühl, ihre Liebe, ihre Aufmerksamkeit. Es geht um dich und nur um dich. Du bist anwesend, präsent, hast Raum, dich selbst zu spüren. Du brauchst dich nur um dich selbst zu kümmern, musst endlich einmal nur für dich selbst da sein. Du bist unter Gleichgesinnten. Die laute Außenwelt mit ihren ungeheuren Anforderungen, Verwirrungen und Irrungen bleibt außen vor, du bist in einem geschützten Raum, abgeschottet. Es ist wie in einem Reagenzglas, in dem beste Laborbedingungen herrschen: Hier kannst du dir in einer fein säuberlichen Umgebung all die Zeit nehmen, die du brauchst, um jene Reaktion zu vollziehen, die nun ansteht. Der Seminarleiter ist dein Katalysator.

In diesem Buch geht es in erster Linie um Seminare, die deiner Bewusstseinerweiterung und deiner Persönlichkeitsentwicklung dienen, denn sie unterliegen eigenen Gesetzen. Während dieser Seminare bist du offener, verletzlicher als üblich, du bringst deine Energien ganz bewusst mit und damit auch zur Wirkung. Wenn du ein Seminar über Buchhaltung besuchst, dann lernst du zwar sehr viel, aber deine persönlichen Befindlichkeiten haben dabei nichts zu suchen, und dein Seminarleiter wird auch nicht besonders darauf eingehen.

Reden wir also über Seminare, die deine persönliche Energie verändern wollen.

Einleitung

Weißt du, was ein Quantensprung ist? Quant kommt aus dem Lateinischen (quantum: »wie viel«). Energie kommt immer gequantelt daher: in Sprüngen, in Einheiten, in Paketen. Wenn du dir einmal das alte Rutherford´sche Atommodell vorstellst, das zwar überholt, aber dennoch gut zu gebrauchen ist, um einen Quantensprung zu erklären, dann erinnerst du dich vielleicht vage daran, dass ein Atom in der Mitte einen Kern und außen herum sogenannte Schalen hat. Auf diesen Schalen kreisen die Elektronen um den Kern herum, so, wie Planeten um eine Sonne. Sie kreisen also fröhlich oder gelangweilt vor sich hin, je nach Energiezustand. Befindest du dich in einer nicht mehr stimmigen Situation, hat sich eine Komfortzone überlebt, dann haben deine Atome wenig Energie, die Elektronen »schlurfen« lustlos um den Kern herum, aber sonst passiert nicht viel. Der Zustand ist stabil, und das ist natürlich zunächst einmal erstrebenswert. Wenn du allerdings gerade im Aufbruch bist, weil der Zustand nicht mehr zu dir passt, dann sieht das Ganze anders aus. Verstehst du? Es ist sinnvoll, wenn ein Metall wie Gold nur sehr wenig reagiert, wenn du damit arbeiten willst – zum Beispiel in der Zahnmedizin. Aber wenn du eine chemische Veränderung haben willst, dann beißt du dir an Gold die Zähne aus, weil es nicht reagiert.

Im stabilen Zustand gibt es wenig Bindungsenergie und damit wenig Reaktionsbereitschaft. Wenn du nun aber weißt, dass es nicht nur die Schalen gibt, die du kennst, sondern dass für die Elektronen die Möglichkeit besteht, in eine weiter außen liegende Schale zu wechseln, in der mehr Energie herrscht, mehr möglich ist, dann gibt es Hoffnung auf ein Leben voller Energie und Freude! Aber wie kommt ein Elektron von einer Schale zur nächsten? Und warum sollte es das wollen? Nun, in der weiter außen gelegenen Schale hält das Elektron mehr Energie. Es hat Energie aufgenommen, um auf diese nächste Schale zu springen, so, wie auch du potenzielle Energie aufnimmst, wenn du z. B. mit dem Fahrrad einen Berg hochfährst – hochkeuchst, wenn du nicht trainiert bist. Du bist energiereicher als am Fuße des Berges, auch wenn du dich nicht so fühlst. Du hast Energie abgegeben, in Form von Muskelkraft verbraucht, und du hast Energie in Form von potenzieller Energie aufgenommen. Du kannst auch sagen, du hast deine Körperenergie in potenzielle Energie umgewandelt. Diese aber ist flüchtig, du kannst sie nur so lange speichern, wie du dich auf diesem Berg befindest. Die Energie, die du aufgenommen hast, spürst du, wenn du dich nun bergab tragen lässt und dir der Fahrtwind um die Ohren bläst, ohne dass du etwas tun musst. Sie wird durch das Hinabfahren in kinetische Energie umgewandelt. Potenzielle Energie wird zum Beispiel sichtbar genutzt, wenn du dir ein Wasserkraftwerk vorstellst, bei dem Wassermassen hinabstützen und dabei eine Turbine antreiben. Dabei wird die potenzielle Energie in kinetische (Wasser fällt hinab) und dann in elektrische Energie (Turbine erzeugt Strom) gewandelt.

Nun hat aber dieses Elektron, das den Berg erklimmen will, keine Muskeln. Es kann nicht aus eigener Kraft springen und die nächste Schale erreichen. Deshalb braucht ein Quantensprung Energiezufuhr von außen. Auch du hast, wenn du den Berg erklommen hast, noch keinen echten Quantensprung erreicht, du hast dich innerhalb deines Energielevels bewegt, bist auf deiner Schale geblieben. Nimmst du den Skilift – Energie von außen –, bekommst du deinen Quantensprung. Damit also ein Elektron von einer engen, weiter innen gelegen Schale auf eine äußere springen kann – es scheint tatsächlich zu springen, der Zustand zwischen den Schalen lässt sich nicht ausmachen, deshalb das Wort »Quantensprung« –, braucht es Energie von außen, in der Chemie ist das häufig Wärme. Du erinnerst dich an den Bunsenbrenner? Der führt Energie von außen zu, damit Reaktionen entstehen. Was genau während des Quantensprunges passiert, weiß man noch nicht. Das Atom hat nun mehr Energie, denn das Elektron kreist in einer weiter außen gelegenen Hülle, es ist auf den Berg getragen worden, um im Bild zu bleiben. Und genau das passiert in einem Seminar.

Du bekommst potenzielle Energie zur Verfügung gestellt, um dir einen höheren Schwingungszustand zu ermöglichen. Potenzielle Energie aber ist genau das, sie ist ein Potenzial, eine Ermächtigung, noch keine Handlung.

Stelle dir vor, du selbst seist wie eine Feder – in einem Seminar wird sie gespannt. Damit hat sie mehr Energie als vorher. WIE du aber diese Energie nutzt, liegt vollkommen an dir selbst, und darauf haben wir, die Seminarleiter, auch keinen Einfluss. Glaube mir, manchmal hätten wir ihn gern.

Wenn also dein Alltagsleben tief unten im energetischen Tal stattfindet, dann rauschst du nach dem Seminar mit Vollgas zurück in die Tiefen und hast wahrscheinlich nicht einmal Spaß dabei.

Wenn du die Energie, die du bekommst, halten willst, dann musst du dich auf den Weg machen und Stück für Stück dein Leben in eine höhere Schwingung bringen, dein Haus also auf dem Berg neu erbauen, um in diesem Bild zu bleiben. Den Quantensprung, den du durch die Energiezufuhr des Seminars erhalten hast, kannst du wieder verlieren, indem du die Energie in niedrig schwingende Systeme abgibst. Denn es gibt auch Quantensprünge nach innen, sie führen für das Atom zu Energieverlust. Nutzt du die abgegebene Energie sinnvoll, dann kannst du zum Beispiel dein Haus damit heizen – nichts anders ist Energiegewinnung: Wir machen uns die abgegebene Energie eines Atoms zunutze.

Wenn du die potenzielle Energie, die du bekommen hast, nutzt, um dein Leben umzugestalten, dann hast du einen echten Gewinn gemacht. Dienst du aber nur weiter den Narzissten oder Energieräubern in dir selbst und in deiner Umgebung, dann stehst du am Ende mit leeren Händen da. Du nährst deine Umgebung mit deiner Energie und verlierst sie dadurch für dich selbst. Oftmals vergeuden wir die erhaltene Kraft durch schlechte Angewohnheiten, die unsere Lebenskraft eher senken als stärken. Du kannst noch so viele tolle Seminare besuchen, wenn du danach in alte, womöglich auch noch süchtige Verhaltensmuster fällst, dann gibst du die Energie ungerichtet, diffus wieder ab. Verstehst du? Du schaffst das Wasser auf den Berg, damit es eine Pumpe antreibt, mit der du dein Feld bewässern könntest. Das Seminar hat dir die Kraft gegeben, das Wasser hochzuschaffen. Statt nun die Pumpe anzuschließen, lässt du es aber einfach in irgendwelche Kanäle rauschen, die überhaupt keinen Energiegewinn bringen, weil sie sich nicht selbst erhalten können oder wollen. Doch halt.

Ganz leer sind deine Hände nicht. Du hast gespürt, wie es sein kann. Und dadurch macht sich etwas in dir auf den Weg.

Jedes Seminar, das du besuchst, jede Energieerhöhung erinnert dich daran, wie es ist, wenn du dich selbst wirklich spürst. Du kommst deiner Essenz, deiner Wildnatur, nah. Du spürst ganz einfach das Leben. Und weil du ein selbst organisierendes System bist, bestrebt, im größtmöglichen Gleichgewicht und im besten Energiezustand zu sein, beginnt etwas in dir, aufzuwachen, unwirsch zu werden. Das Leben will sich durch dich ausdrücken, das ist hier auf der Erde einfach so, es lockt dich. Und weil das so ist, stärkst du in dir mit jedem Seminar den Lebensfluss. Du wirst bewusster und erkennst, wie die Energien in deiner Umgebung fließen und ob dir das gefällt oder nicht. Erst dadurch hast du die Kraft, sie zu ändern. Und so kann es sehr wohl sein, dass es dir nach einem Seminar zunächst schlechter geht als vorher. Das ist, weil du aufgewacht bist und jetzt erst siehst, was du dir selbst erschaffen, welche Umstände du akzeptiert hast. Deshalb weißt du noch lange nicht, wie du sie ändern kannst, aber du beginnst, sie zu erkennen, und dadurch mobilisierst du langsam, aber stetig Kraftquellen in dir.

Der Weg vom Opfer zum Schöpfer ist weit. Aber er beginnt wie jeder Weg mit dem Anvisieren eines Zieles, nämlich deiner emotionalen, spirituellen und auch sonstigen Selbstbestimmung. Und dieses Ziel bekommst du in Seminaren aufgezeigt.

Um es im Sinne der Quantenheilung auszudrücken: Du bekommst im Seminar eine neue Matrix, ein Energiepotenzial, eine neue Blaupause. Es ist, als würde dein bisher gültiger Lebensplan umgeschrieben, jemand stellt dir eine neue Landkarte zur Verfügung, vielleicht mit völlig neuen Zielen. Du erfährst das heile, das heilige Potenzial, die Urenergie, die noch nicht in Anwendung war und damit völlig unverfälscht ist. Aber was ist ein Potenzial?

Ein Potenzial beschreibt die Fähigkeit, eine Arbeit zu verrichten, die Fähigkeit, Dinge auf eine gewisse Weise und mit einer bestimmten Kraft zu tun. Es ruht, ist noch nicht zur Anwendung gekommen.

Verstehst du? Ein Seminar kann dir nur das Potenzial geben. Zur Anwendung musst du es selbst bringen, das kann dir niemand abnehmen. Es ist, als hättest du bei dem Seminar eine Tüte mit Samen bekommen, die dir ganz neue Früchte und Blüten bringen können, wenn du sie in deinen Garten säst. Dass du aber überhaupt einen Garten mit fruchtbarer Erde besitzt, die Samen aussäst und hegst und pflegst, das liegt in deiner Verantwortung.

Dein bisheriges und dein neues Energiefeld berühren sich, du kannst sie auch auf feinstofflicher Ebene verschmelzen lassen, sie zusammenbringen. Dazu gleich eine Übung. Aber die Handlungen kannst du nicht geistig erledigen, sie wollen und müssen konkret, ganz irdisch, getan werden.

» ÜBUNG

Stelle dir bitte deine Energie vor dem Seminar wie eine Lichtkugel vor, wie ein Energiefeld. Es kann auch ein anderes inneres Bild sein, eine Landschaft oder etwas, was für dich passt, sogar ein Krafttier. Letztlich ist das alles immer ein Ausdruck von Energie, eben DEIN inneres Bild, welches ein Kraftfeld beschreibt. Lass es zu einer Energiekugel werden, die du in eine Hand nehmen kannst. Und dann lass dir bitte die Energie, die sich während des Seminars entwickelt hat, als ein anderes Bild zeigen. Lass das Potenzial, das entstanden ist oder schon immer da war und dir nun zugänglich wurde, als Bild vor deinem inneren Auge erscheinen. Lass es bitte sein, wie es ist, auch wenn du noch nicht alle Aspekte verstehst. Deine innere Wahrnehmung ist bei dieser Art von Arbeit dein wichtigstes Werkzeug, so vertraue dem, was sich zeigt. Bitte nun darum, dass dein eigenes Seelenfeuer dieses neue Bild überprüft, eventuell umformt, damit du wirklich nur das, was dir dienlich ist, was zu dir gehört, als heiles, reines Potenzial in dich aufnimmst. Wenn du magst, dann kannst du dieses neue innere Bild von der violetten Flamme der Transformation durchfluten lassen – damit eventuelle Projektionen und Unstimmigkeiten gelöscht werden. Wahrscheinlich aber ist dein neues Bild sowieso sehr kraftvoll, stimmig und heil. Lass auch dieses neue Bild zu einer Energiekugel werden, nimm sie in die andere Hand. Und dann bringe deine Hände zusammen, lass die beiden Aspekte sich berühren, überlagern, miteinander verschmelzen. Möglicherweise geschieht das blitzartig, vielleicht aber braucht es auch eine Weile oder kann heute noch nicht ganz geschehen. Je nachdem, wie groß der Energieunterschied zwischen dem Alten und dem Neuen ist, kann es entweder ganz leicht passieren, oder es braucht eine Zeit der Anpassung, eine Art energetischen Druckausgleich.

Du hast nun die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich deine Erkenntnisse im Alltag in die Tat umsetzen lassen. Dazu ist es wirklich wichtig, dass du erkennst, in welchen deiner Lebensbereiche du Energie verlierst. Denn wenn du diesen Lebensbereich nicht änderst, verlässt oder akzeptierst und dich selbst neu organisierst, dann kann dir kein Seminar der Welt weiterhelfen. Und das macht es so schwierig. Viele Teilnehmer wollen eine Energieerhöhung – und die soll dann bitte stabil bleiben, sonst hat das Seminar ja nichts genutzt. Wir geben euch Impulse, Energie, Erkenntnisse, Raum. Wenn du diese Erkenntnisse aber nicht in dein gelebtes Leben umsetzt, sie nicht in echtes Leben verwandelst, dann verschwindet die Energie irgendwann. Du gibst deine Energie nach und nach ab, statt sie zu nutzen, um deine Umstände zu ändern.

Die wirklich wichtige Frage ist also:

Wie kann ich die Energie in meinem Alltag wirksam werden lassen, wie kann ich meinen Alltag so verändern, dass sich das höhere Niveau stabilisiert?

Denn die Antwort auf die Frage, wie du die Energie halten kannst, hast du schon tausendmal gehört. Ändere deine Umstände, und unterscheide sehr genau, welche Umstände deinem Leben dienen und welche nicht – ändere oder verlasse sie. Finde heraus, was dir in deinem Alltag Energie raubt, dann ändere es, oder verlasse die Situation.

Das weißt du, und könntest du deine Umstände ändern, wüsstest du, wie, bräuchtest du dieses Buch nicht. Denn die Antwort ist wirklich ganz einfach. So ist die Frage, die dich bewegt, wahrscheinlich eher diese hier:

Wie kann ich trotz all dem, was sich in meinem Leben breitgemacht hat, all den schwierigen Situationen, Menschen, all den Abhängigkeiten und dem Gefühl der Ohnmacht, dennoch zum Schöpfer meiner eigenen Wirklichkeit werden und mein Leben umgestalten? Wie kann ich all die Werkzeuge nutzen, die ich bekommen habe?

Zunächst einmal (und das macht es für uns als Seminarleiter sehr schwierig): Es liegt an dir, die neuen Werkzeuge und die Energie, die du bekommen hast, zu nutzen. Wir können nichts, wirklich gar nichts für dich tun, wenn du sie nicht nutzt. Ich zeige dir in diesem Büchlein Übungen und Wege auf, mit denen du deine Energie Stück für Stück auch nach einem Seminar erhöhen kannst. Aber ANWENDEN musst du sie selbst, auch wenn dir das noch so schwerfällt. Ich gebe ganz viel Energie in dieses Büchlein hinein, und du kannst sie sehr gern für dich nutzen, aber es ist wieder nur potenzielle Energie – du entscheidest, ob und wie du sie anwendest. Vielleicht dient sie dir gar nicht, dann ist es nicht einmal potenzielle Energie für dich.

Reden wir noch ein wenig über Energieanwendung, denn dafür sind wir alle selbst verantwortlich.

Du kannst das Potenzial dieses Büchleins nutzen, um dich selbst und dein Leben auf ein höheres Niveau zu bringen, um das Niveau zu halten, das dir das Seminar gegeben hat. Du kannst die Energie ungenutzt lassen, indem du es liest und in die Ecke legst oder es vielleicht gar zuklappst und in den Schrank stellst – dann verschenke das Buch lieber, vielleicht dient es jemand anderem. Du kannst es lesen und dich darüber ärgern, dass du es zeitlich oder aus anderen Gründen nicht schaffst, die Übungen zu machen. Dann hast du die potenzielle Energie zur Selbstverurteilung genutzt. Auch das steht dir frei. Wir können dir nur potenzielle Energie geben, so, wie dir ein Stromversorger auch nur Strom liefern kann. Welche Geräte du mit dem Strom versorgst, ob sie deinem Leben dienen und es erleichtern oder ob du dir damit schadest, das entscheidest du. Du kannst einen elektrischen Stuhl anschließen oder einen Herd.

So biete ich dir hier ein paar Ideen, Übungen, die aufeinander aufbauen und dir helfen können, dich neu zurechtzufinden und dich neu auszurichten, Geräte, die du anschließen kannst und die dein Leben hoffentlich bereichern.

Das alles ist dir zu viel Gerede über Physik und Energien? Dann machen wir es anders.

In einem Seminar wirst du »geschwängert«, egal, ob du männlich oder weiblich bist. Du nimmst Energien in dich auf, hütest sie, nährst sie. Deine weibliche Seite, die aufnehmende, ist sehr präsent. Du bist offen, voller Hingabe. Und selbst wenn du in einem Seminar viel tust, so lässt du dich doch in erster Linie nähren und befruchten. Du hütest die Energie in deinem Bauch, in deinem Schoßraum, als Mann im Spiritraum.

Bist du wieder zu Hause, ist es an dir, diese Energie in dir weiter zu nähren, ihr Raum zu geben, das, was geboren werden will, wachsen zu lassen. Du bist schwanger mit dir selbst, mit einem neuen Selbstausdruck, und so darfst du dich gut um dich selbst kümmern, eine Mutter für das sein, was neu entsteht.

Eines Tages – wenn du aufmerksam bist, wirst du genau spüren, wann – wird der männliche Teil in dir gefordert: die Handlung, das Tun. In angemessener Zeit gebärst du das Neue, du bringst es zur Welt und lässt es zur Handlung werden, nährst es weiter, gibst ihm, was es braucht, um groß und stark zu werden. Du beschützt es, wie ein Vater die Familie beschützt, du sorgst dafür, dass es alles hat, was nötig ist. Du bist Vater und Mutter für das, was du geboren hast, für das, was während des Seminars in dir angelegt wurde.

Ganz einfach.

Vor dem Seminar

Übernimm die Verantwortung für deinen Prozess

Sicherlich kommt dieses Büchlein erst in deinen Besitz, nachdem du schon einige Seminare besucht hast, dennoch möchte ich dir diese Übung ans Herz legen, damit du sie beim nächsten Mal anwenden kannst. Lege dir bitte etwas zu schreiben parat, am besten jetzt gleich. Ich warte auf dich.

» Übung

Schließe bitte deine Augen, nachdem du diese Übung gelesen hast. Rufe all deine Krafttiere, geistigen Führer und Lehrer oder einfach die Macht deines Unterbewusstseins, je nachdem, woran du glaubst. Entspanne dich ein wenig, atme tief durch, erlaube dir, dich selbst so sehr zu fühlen, wie dir das möglich ist. Und dann lausche nach innen mit folgenden Fragen:

Worum geht es mir wirklich?

Was brauche ich?

Was wünsche ich mir?

Was ist meine Absicht?

Schreibe die Antworten ungefiltert auf.

Es ist eine Illusion und auch nicht sinnvoll, ganz ohne Erwartungen und Absichten in ein Seminar zu gehen. Erstens stimmt es nicht, denn du bezahlst Geld und willst auch etwas dafür bekommen, und zweitens kannst du nicht überprüfen, ob du bekommen hast, was du brauchst, wenn du dir nicht klar machst, was du willst.

Wir erleben es immer wieder, dass jemand spirituell korrekt »Ich habe keine Erwartungen« sagt und dann unterschwellig entschieden mehr Energie aus uns herauszieht als diejenigen, die mit einer klaren Absicht kommen. Eine klare Absicht kann auch sein, dass du nicht weißt, was du brauchst, aber das Gefühl hast, es hier zu finden. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Absichten und Erwartungen. Eine Absicht ist ein Teil deiner Energie, und du trägst die Verantwortung dafür, dass du sie in die Tat umsetzt. Eine Erwartung ist ein oft auch durchaus angemessener Anspruch an andere. Bist du dir deiner Erwartungen nicht bewusst, weil du gar nicht erlaubst, welche zu haben, so wirst du auch deine Enttäuschung nicht zulassen, und dann kommst du in diesen unterschwelligen Groll, rutschst in das Energiefeld des ungehörten inneren Kindes, das vampirgleich seine Umgebung leer saugt und sich dennoch nicht genährt fühlt.

Warum wirst du nicht genährt, wenn dir deine Erwartungen nicht bewusst sind? Weil du keine Verantwortung dafür übernimmst und so auch nicht die Situation verlassen kannst oder aufbegehrst, wenn sie nicht erfüllt werden!