Irische Weisheiten - Jan O. Deiters - E-Book

Irische Weisheiten E-Book

Jan O. Deiters

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Beschreibung

Die irische Gelassenheit ist sprichwörtlich. Ebenso die Fähigkeit der Iren, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen und alle Lebenssituationen mit einem Schuss irischen Humors zu verbessern. In den Weisheiten und Sprichworten von der Grünen Insel schwingt eine große Portion Lebenserfahrung eines Volkes, das zu allen Zeiten große Bewährungsproben zu bewältigen hatte. Daraus entstand eine besondere Form der Gelassenheit. Gerade in der heutigen hektischen und vielfach überfordernden Zeit bieten diese irischen Weisheiten Inspiration und Anregungen für einen gelasseneren Umgang mit den (all-)täglichen Herausforderungen. Zu einer Auswahl von 30 Weisheiten gibt der Autor eine ausführliche psychologische Interpretation und liefert Vorschläge, wie man diese praktische Philosophie im eigenen Alltag verwirklichen kann. Zusätzlich sorgen 17 stimmungsvolle Fotos für eine entsprechende visuelle Unterstützung. Mit dem Buch gelangen die Leserinnen und Leser zu mehr Gelassenheit "auf irische Art".

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Seitenzahl: 68

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Jan O. Deiters

Irische Weisheiten

Impulse für mehr Gelassenheit

Jan O. Deiters

Irische Weisheiten

Impulse fürmehr Gelassenheit

Impressum

Texte, Fotos, Umschlaggestaltung:

© 2023 Copyright by Jan O. Deiters

Verantwortlich für den Inhalt:

Jan O. Deiters

Elisabethenstr. 3

61348 Bad Homburg

[email protected]

Vertrieb: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin

Inhalt

Vorwort

Plädoyer für mehr Gelassenheit

So hilft Alltagsphilosophie

Impuls 1: Die Kraft der Stille

Impuls 2: Das Leben hält nicht an

Impuls 4: Bis zum Krampf ein Kampf

Impuls 4: Die Kunst der Selbstsabotage

Impuls 5: Generationenkonflikte

Impuls 6: Verdrängungsstrategien

Impuls 7: Positive Wahrnehmung

Impuls 8: Aus eigener Kraft

Impuls 9: Ja-Sager hinterfragen

Impuls 10: So alt, wie man sich fühlt

Impuls 11: Angst lähmt die Seele

Impuls 12: Verhältnismäßigkeit

Impuls 13: Liebe, was Du tust

Impuls 14: Die Chance des Augenblicks

Impuls 15: Fels in der Brandung

Impuls 16: Das Schicksal akzeptieren

Impuls 17: Ursache und Wirkung

Impuls 18: Handeln, tun, machen

Impuls 19: Missgeschicke sind nicht entscheidend

Impuls 20: Qualität statt Quantität

Impuls 21: Mit dem Kopf durch die Wand

Impuls 22: Das soziale Gewissen

Impuls 23: Regeneration und Verarbeitung

Impuls 24: Eigenverantwortung

Impuls 25: Achtsamkeit

Impuls 26: Die Stärken stärken

Kapitel 27 Lächle mal wieder

Impuls 28: Perspektivwechsel

Impuls 29: Ein gutes Ende

Impuls 30: Gestaltungsfreiheit

Kapitel 31: So machst Du weiter

Vorwort

Willkommen bei der etwas anderen Art im Umgang mit Hektik und Stress. Irische Weisheiten bieten eine Fülle von Anregungen für einen entspannteren Alltag.

Etwas tiefgründiger irischer Humor, eine Prise Philosophie, eine leicht veränderte Perspektive auf Probleme und dann noch einige Fotografien für den Blick raus aus der eigenen Gewohnheit. So geht praktische Philosophie für den Alltag mit Inspiration und Anregungen für mehr Gelassenheit.

Du hast mehrere Möglichkeiten, dieses Buch auf Dich wirken zu lassen. Entweder blätterst Du einfach drauf los und bleibst bei den Weisheiten hängen, die Dich in diesem Moment besonders ansprechen und etwas in Dir zum Schwingen bringen.

Du kannst die Weisheiten auf Dich wirken lassen, zunächst ohne die Erläuterungen und Interpretationen zu lesen.

Oder Du vertiefst Dich in die Fotografien. Wenn Du bereits in Irland gewesen bist, wird Du eine Resonanz spüren, wenn Du noch nicht auf der Grünen Insel warst, werden Dir die Motive wahrscheinlich dennoch gefallen.

Schließlich kannst du das Buch auch von Anfang bis Ende durcharbeiten. Mach dir Notizen bei den verschiedenen Impulsen und Fragen.

Meist kommen einem beim Lesen spontan genau die Gedanken, die diese Weisheit konkret mit Deiner Lebenssituation verknüpfen. Diese Erkenntnisse sind manchmal flüchtig und eine kurzes Notiz kann diese Gedankenschublade leichter wieder öffnen. Nimm dir in jedem Fall eine kleine Auszeit bei der Lektüre und lasse Ruhe einkehren.

Schließlich kannst Du die einzelnen Zitate mit anderen besprechen und herausfinden, wie andere dazu stehen.

Von Leserinnen und Lesern habe ich den Vorschlag bekommen, sich für jedes Zitat einen Tag Zeit zu nehmen. Das fördert die Achtsamkeit im Alltag für eben genau jene Themen, die in den Zitaten angesprochen werden.

Du siehst, es gibt verschiedene Möglichkeiten – mache es einfach so, wie es sich für Dich am besten anfühlt.

Gönne Dir ruhig öfter einen entspannten Umgang mit der Realität. In diesem Sinne wünsche ich interessante Einblicke und mehr Gelassenheit.

Jan O. Deiters

Plädoyer für mehr Gelassenheit

Irgendwie steht heute jeder „unter Druck“. Kaum jemand kann sich der schnelllebigen Zeit, der Hektik, den steigenden Anforderungen und dem immer öfter fehlenden Überblick entziehen.

Hinzu kommen massive Veränderungen, denen wir so in der jüngeren Vergangenheit nicht ausgesetzt waren. Klimawandel, Inflation, die Auswirkungen der Pandemie und die sicherheitspolitischen Verwerfungen tragen dazu bei, dass wir in unserem grundlegenden Denken immer unsicherer werden. Was ist noch richtig? Auf was ist Verlass? Was wird in drei, fünf oder zehn Jahren sein?

Wenn wir noch die drastischen Veränderungen in unserer Berufswelt dazunehmen, die Verlagerung unserer Kommunikation auf digitale Ebenen und die explosionsartige Entwicklung von Anwendungen der sogenannten „künstlichen“ Intelligenz – da hat es unser Gehirn schwer, sich darauf adäquat einzustellen.

All das führt zu einer starken Verunsicherung bis hin zu einer gewissen Hilflosigkeit – denn die eigenen Ressourcen von Geld und Einkommen, Einfluss auf Entwicklungen in der direkten Umgebung oder sozialem Halt beispielsweise innerhalb der Familie können den steigenden Anforderungen kaum mehr gerecht werden.

Das Resultat: Dauerstress ist heute mehr denn je eines der größten Probleme für die körperliche und geistige Gesundheit in allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen.

Das führt zu einer gewissen Ohnmacht und man treibt oft richtungslos im Strom der auf uns einstürmenden Eindrücke und notwendigen Entscheidungen. Sehr schnell findet man sich in einer passiven Opferrolle wieder. Da sehnt man sich in vielen Situationen fast automatisch nach etwas mehr Gelassenheit.

Wie soll das gehen? Was ist „Gelassenheit“ eigentlich? Der Begriff umschreibt eine „gelassene Haltung“ gegenüber Dingen, Situationen und Entwicklungen. Andere sprechen von einer Art „Gottergebenheit“. Man nimmt die Dinge so, wie sie sind; unabhängig von der individuell gefärbten Perspektive der Betroffenen und Beteiligten. Gelassenheit ist gleichzeitig ein Zustand, in dem man nicht von Angst und Furcht vor der Zukunft oder nötigen Entscheidungen getrieben ist. Es ist ein „klarer“ und „ruhiger“ Blick auf das, was ist. Ein Umgang mit der Realität ohne aufwühlende Emotionen. Erst danach ist es möglich, einen konstruktiven und zukunftsorientierten Blick einzunehmen.

Kunststück, oder?

Wenn man nach Gelassenheit strebt und den emotionalen Anteil einer Situation zugunsten einer positiven Entwicklung relativieren möchte – ist man damit gleichzeitig oberflächlich und ist einem im Grunde nicht irgendwie alles „egal“?

Ganz im Gegenteil. „Egal“ ist es eben genau nicht!

Und wie bei jedem Kunststück: man muss üben, damit es einem leichter fällt.

Je mehr wir unter Druck stehen, desto weniger sind wir in der Lage, auf die vielfältigen Situationen gelassen zu reagieren. Dann sind wir voller Bedenken und Angst – die schlechtesten Ratgeber in wichtigen Situationen und bei drängenden Problemstellungen. Mehr Gelassenheit führt zu einer umfassenderen Perspektive auf das Problem. Der „Tunnelblick“ verschwindet. Damit ergeben sich Lösungsansätze, die man unter Druck und emotionaler Verzweiflung nicht erkennen kann.

Viele (nicht alle) Dinge sind so wie sie sind. Man kann dagegen angehen oder es so annehmen wie es ist. Die Kunst liegt darin, zu erkennen, was man verändern kann - und das dann auch zu tun. Auf der anderen Seite aber gilt es, seine Kraft und Energie nicht an unveränderlichen Dingen zu vergeuden. Das ist nicht zuletzt auch eine Frage der eigenen und selbstbestimmten Entscheidung. Lassen Sie sich nicht länger hetzen, drängen, unter Druck setzen.

Suche stattdessen nach weiteren Ansatzpunkten. Die Medaille hat nicht nur zwei Seiten – die dritte Seite ist der Rand. Und mit etwas Fantasie gibt es noch mehr Ebenen, die in die Realität hineinspielen.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt von Gelassenheit: sich selbst nicht in allen Dingen allzu ernst zu nehmen. Eine gewisse Selbstironie hilft bei kleinen und großen Problemen und Herausforderungen, vor allem auch bei Fehlschlägen. Manches ist mit einem gelassenen und humorvollen Lächeln sehr viel besser auszuhalten und baut gleichzeitig kommunikative Brücken zu anderen Menschen und neuen Lösungen.

So hilft Alltagsphilosophie

Weisheiten und Sprichwörter bilden in jeder Kultur einen reichen Erfahrungsschatz. Nun ist es mit der Erfahrung allerdings so eine Sache. Sie wird von einzelnen Menschen in einer bestimmten Situation gemacht unter bestimmten Rahmenbedingungen und persönlichen Eindrücken. Ein anderer Mensch wird das gleiche Erlebnis möglicherweise völlig unterschiedlich interpretieren und eine andere Erfahrung für sich verbuchen.

Aber es gibt einige Aspekte, die von sehr vielen Menschen über längere Zeiträume als ähnlich wahr empfunden werden.

Diese Philosophie des Alltags birgt damit einen wahren Kern, der universell ist und prinzipiell für alle Menschen gilt.

Es stehen bestimmte Muster dahinter, die als Merksatz eine wichtige Funktion haben.

Zudem kann man sie sich gut einprägen, sie lassen sich ernsthaft oder mit einem Schmunzeln weitergeben und sorgen damit gleichzeitig für Gesprächsstoff, Trost und Rat und geben Zuversicht.

Leicht verständlich bieten Sprichworte für alle Bildungsschichten klare Anweisungen. Gerade in früheren Zeiten mit niedrigen Bildungsniveaus war das von besonderer Bedeutung. Heute erfreuen wir uns an der einfachen, fast schon poetischen Sprache.