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Wir wollen, dass in Deutschland Menschen aller Ethnien und Glaubensrichtungen gleichberechtigt und friedlich zusammenleben, unsere ethische Leitkultur Maßstab für das Handeln aller ist, in der Politik Überzeugungskraft, Transparenz und Ehrlichkeit herrschen, auch in der Politik klare und nachvollziehbare Entscheidungen getroffen werden weil wir eine lebenswerte Gesellschaft fordern, solche politische Entscheidungen verhindert werden, die Wenige einseitig bevorzugen, aber Viele benachteiligen, die Starken den Schwachen helfen, die Bürger angehört und ernst genommen werden, auch das strikte Verbot der oft so hinterhältigen Anonymität im Internet In unserem Konzept werden die gegenwärtigen Zustände sorgfältig registriert und analysiert. Anschließend setzen wir ihnen eine Fülle von machbaren Anregungen und Verbesserungs-vorschlägen entgegen, stellen aber keine utopischen Forderungen auf. Die genannten Ziele zu erreichen, ist realistisch, ist kein Wunschdenken! Der Weg zu einer derartig reformierten Gesellschaft wird langatmig, dornenreich und mit vielen Fallstricken gespickt sein doch es lohnt sich sehr, ihn zu betreten.
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Seitenzahl: 365
Veröffentlichungsjahr: 2020
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Friedemann Brückenbauer
Islam in Deutschland
Lösungsansatz des brisanten Problems
Impressum
© NIBE Verlag © Friedemann Brückenbauer
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Inhaltsverzeichnis:
Teil I
1. Deutschland und der Islam: Gemeinsame Zukunft oder große Probleme?
1.1 Ein Wort zuvor
2. Erkennen originaler islamischer Texte
3. Die gesellschaftliche Problematik des Islam im Verhältnis zum Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland
4. Der Koran – Quelle des ewigen Wortes Gottes
4.1 Blasphemie: Koran oder Mushaf – wer wagt es, Gottes Wort zu hinterfragen?
5. Islam – Ideologie oder tolerante Religion wie andere auch?
5.1 Toleranz versus Intoleranz
5.2 Christliche Gottesstaaten?
5.3 Gleiches Recht für alle?
6. Kann es Lösungen dieser Diskrepanzen geben?
6.1 Töten ist wie ein Gebet
7. Ist ein gemäßigter Islam „westlicher Prägung“ denkbar?
7.1 Mangelnde Islamkenntnisse: Fehleinschätzungen westlicher Politiker
7.2 List und Täuschung auf der Grundlage des Koran
7.3 Widerspruchsfreies Morden, weil es Allah gefällt?
7.4 Die friedliche Seite des Islam
7.5 Gibt es nur einen Islam?
8. Konsequenzen und die Charta der Menschenrechte
8.1 Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam
8.2 Zur Verifizierbarkeit der Verfassungstreue deutscher Muslime
9. Dringend erforderlich: Die Rechtslage vom Grundgesetz zum Islam klären!
9.1 „Rechtsgutachten“ zum Islam aufstellen!
9.2 Christlich-ethische Werte als Basis gemeinsamer Rechtsauffassung
9.3 Konsequenzen für Muslime verdeutlichen!
9.4 Integrationsbereite Muslime
9.5 Selbstausschluss von Muslimen aus unserer Gesellschaft?
9.6 Auf verfassungsrechtlicher Ebene ist eine neue Gesetzgebung erforderlich!
9.7 Möglichkeit des Zusammenlebens gesucht
9.8 Umgang mit unseren Muslimen
9.9 Gesellschaftlich folgenreiche Benachteiligungen der Muslime
9.10 Umgang mit deutschen Salafisten
10. Gefährliche Fakten
10.1 Islamische Wahlen
10.2 „Menschen der Schrift“ – und andere
11. Islamische Methoden – erneut Hudna und Taqiyya
11.1 Hudna
11.2 Taqiyya
11.3 Mögliches Problem: Gründung einer deutschen islamisch-politischen Partei
11.4 Islam – die „bessere“ Religion?
12. Islam – aus islamischer Sicht
12.1 Keine direkte Definition des Islam
12.2 Koran und Hadithe – die wichtigsten Grundlagen des Islam
12.3 Aktuelle Tendenz: Der Islam steht über allem
13. Der Koran fordert
13.1 Islam ist die schönste Religion
13.2 Islam wertet: Menschen der Schrift sind nur zweitklassig
13.3 Islam fordert: Alle anderen Religionen sind auszumerzen
13.4 Islam droht: Entweder zum Islam konvertieren – oder sterben!
14. Tötungsverbot? – Der Islam benennt sehr viele Ausnahmen vom Tötungsgebot
15. Der wahre Islam – Religion oder Ideologie?
15.1 Begriffsbestimmung „Religion“
15.2 Begriffsbestimmung „Ideologie“
15.3 Was ist eigentlich „Wahrheit“?
15.4 Islam – Staatsreligion im Gottesstaat
15.5 Sind islamische Prediger überhaupt „Hassprediger“?!
15.6 Islam als staatstragende Ideologie – aber auch eine Religion?
15.7 Zusammenfassung
16. Unvereinbare Gegensätze: Grundgesetz versus Islam
16.1 Art. 1 GG: Schutz der Menschenwürde
16.2 Art. 3 GG: Gleichheit von Mann und Frau
16.2.1 Tatbestandsmerkmal „Frauen“ im Islam
16.2.2 Tatbestandsmerkmal „Diskriminierung“ durch den Islam
16.3 Art. 4 GG: Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit …
16.4 Art. 102 GG: Abschaffung der Todesstrafe
16.5 Art. 18 GG: Verfassungsstörung durch legalen Gebrauch des GG
17. Zur Notwendigkeit politischen Handelns im Sinne des Grundgesetzes
17.1 Scheinbare Lösung: Abschluss von Staatsverträgen mit islamischen Verbänden?
17.2 Folgerungen und Lösungsmodell
17.3 Verbot des kompromisslosen Islam?
17.4 Zur Verfassungswidrigkeit des Islam – Stellungnahmen Dritter
18. Zitate muslimischer Persönlichkeiten und Fatwas
18.1 Zeitlich geordnete Zitate muslimischer Persönlichkeiten und Fatwas
18.2 Fragwürdige Aufrufe zum islamischen Märtyrertum im Zeichen der Prädestination
18.3 Lebensgefährliche Konsequenzen für Islamwissenschaftler
Teil II Das Bild des Ungläubigen (kafir) im Koran
19. Muslimische Dualität
19.1 Zusammenfassung islamischer Dogmen
19.2 Existenzberechtigung durch koranische Dualität
19.3 Ungläubige (kafir)
19.4 „Der Islam ist die überlegene Religion!“
19.5 Allahs Befehle gelten auch für Ungläubige
19.6 Ungläubige sollen bei diesen vier Gelegenheiten umgebracht werden
19.7 Fatwa zur Strafe für Beschimpfungen Muhammads
20. Prädestination: Allah bestimmt, wer gläubig werden darf – und wer nicht!
20.1 Allah bestimmt, wer überhaupt gläubig werden kann
20.2 Folgerungen aus der islamischen Prädestinationslehre
20.3 Allah wird die Werke der Ungläubigen irreleiten
20.4 Allah plant Listen gegen die Ungläubigen
21. Allah versiegelt die Herzen der Ungläubigen
21.1 Allah hasst die Ungläubigen, er zürnt ihnen und verflucht sie
21.2 Nicht nur Allah, auch die Gläubigen hassen die Ungläubigen oder sollen sie hassen
21.3 Ein Gläubiger soll keinen Ungläubigen zum Freund nehmen
21.4 Die Gläubigen sollen Schrecken (Terror) in die Herzen der Ungläubigen werfen
21.5 Ungläubige sind verstandeslos – „Allah schlage sie tot!“
21.6 Sie sind die schlechtesten Geschöpfe
21.7 Sie sind schlimmer als Vieh
21.8 Ungläubige sind wie Hunde
21.9 Alle Juden sind sowohl Affen als auch Schweine und sie sind verflucht
22. Fatwa zur Verfluchung der Juden
22.1 Den Ungläubigen wird von Allah ein Satan beigesellt
22.2 Sie können bei Bedarf gefoltert werden
22.3 Ungläubige sind doppelt schuldig
23. Chef der Islamischen Konferenz warnt Europa vor Kollisionskurs mit Muslimen
23.1 Negative Darstellung des Islam
23.2 Kollisionskurs
23.3 Ungläubige werden durch die koranische Botschaft gewarnt
23.4 Gegen Ungläubige soll Krieg geführt werden
23.5 Sie werden dereinst von den Muslimen verspottet
23.6 Sie sollen erniedrigt und unterworfen werden
23.7 Sie sind unrein und in ihren Herzen ist Krankheit
23.8 Fatwa über das Verschleiert sein der Frau beim Beten
23.9 Frankreich: Verbrennen, quälen, schlagen – wenn muslimische Mädchen mit Nicht-Muslimen sprechen
23.10 Das islamische Glaubensbekenntnis „SCHAHADA“
23.11 Unterwerfung
23.12 Sie sind die Helfer Satans
23.13 Sie haben ihre Schriften korrumpiert
23.14 Das Wirken der Apostel nach dem Tode Jesu umfasst in der Bibel folgende Kapitel
23.15 Schriftverfälschung im Koran
23.16 Das Blut (Leben) eines Muslims ist wertvoller als das eines Ungläubigen
23.17 Kein Blut von Ungläubigen für die Produktion von Medikamenten für Muslime
23.18 Muslime wollen nicht neben Ungläubigen und in „reiner“ Erde begraben werden
23.19 … und in der Schweiz …
23.20 Statistik mahnt zur Aufmerksamkeit
Teil III Und doch: Lösungen sind möglich!
24. Pessimismus ist unangebracht!
24.1 Der Islam gehört zur Familie
24.2 Eine interessante Begegnung
24.3 Christen: Menschen zweiter Klasse?
25. Könnte es einen muslimischen „Luther“ geben?
25.1 Ja! Es gibt eine vernünftige Chance auf eine Lösung
25.2 Aber: Muss der Islam eigentlich zwingend politisch sein?
25.3 Atatürk 8. April 1928 – Türkei kontrolliert die Religion!
25.4 Anwar as-Sadat
26. Fazit – Die Problemlösung kann nur vom Islam kommen!
26.1 Islamischer Lösungsansatz mit überraschenden Konsequenzen
26.2 Verlustängste konservativer Muslime?
27. Forderungen an die Bundesregierung
27.1 Pfleglicher Umgang mit dem Nachwuchs
27.2 Kein vorauseilender Gehorsam mehr!
27.3 Unterstützung reformbereiter islamischer Gelehrter
27.4 Öffentlichkeit herstellen
27.5 Moscheen
27.6 Verhalten gegenüber DITB bzw. Diyanet
27.7 Angebote für deutsche Muslime
27.8 Ganz wichtig: Von Frauen zu Frauen
28. Epilog
Teil IV Notwendige Hintergrundinformationen
29. Koransuren, die im starken Widerspruch zu Artikel 4 Grundgesetz stehen
30. Islamische Begriffe in alphabetischer Ordnung
31. Ergänzungen
31.1 Koransuren – Liste der Suren
31.2 Suren aus Mekka und Medina
31.3 Liste der Suren samt ihren Benennungen
31.4 Aufschreiben von auswendig Gelerntem
31.5 Feierliche Gefühle
31.6 Koranverse in Herz, Gemüt, Verstand – Kinderkoran
31.7 Mekkanische und Medinensische Suren
31.8 Definition der mekkanischen und medinensischen Suren und Ayat
31.9 Inhaltliche Unterscheidungsmerkmale zwischen medinensischen und mekkanischen Suren und Ayat
31.10 Mekkanische Ayat
31.11 Medinensische Suren und Ayat
31.12 Medinensische Ayat
32. Deutsche Morgenländische Gesellschaft – DMG
Teil V Literaturverzeichnis
Teil I
1. Deutschland und der Islam: Gemeinsame Zukunft oder große Probleme?
1.1 Ein Wort zuvor
In Deutschland leben bereits jetzt rund 4,5 Millionen Menschen islamischen Glaubens. Sehr viele Deutsche, die engeren Kontakt zu Muslimen haben, berichten immer wieder von freundlichen Menschen, denen sie persönlich offenbar zu Recht nichts Böses zutrauen. Anscheinend folgerichtig schließen sie aus ihren Erfahrungen mit dem Einzelnen sehr oft auf das Verhalten der Masse aller Muslime – doch das ist, wie noch gezeigt werden wird, eine gefährliche Vereinfachung!
Grundsätzlich besteht Einigkeit darüber, dass der Schluss von der Einheit auf die Vielheit unzulässig ist – einerlei, auf welchem Wissens- oder Fachgebiet man sich bewegt. Diese Einsicht gilt ebenso für den Alltag wie auch für den Bereich anderer – z.B. wissenschaftlicher – Anforderungen. In Bezug auf den Islam so unter anderem durch die 2010 veröffentlichten statistisch untermauerten Erkenntnisse von Dr. Peter Hammond, Kapstadt Südafrika, Direktor der „Mission Frontline Fellowship“ (siehe Kapitel 23.20). Doch auch für die umgekehrte Betrachtung gilt: Auch das Schließen von der Vielheit auf die Einheit kann im Einzelfall zu vollkommen falschen Ergebnissen führen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dennoch zu einer zutreffenderen Beurteilung zu kommen, in diesem Fall deutlich besser abgesichert als bei der zuerst genannten Denkweise.
Daher muss, wer sich intensiv mit den Fragen des Umgangs mit fremden Kulturen und deren Einflüsse auf die deutsche Gesellschaft auseinandersetzt, zwangsläufig und sehr präzise auch mit dem überaus vielschichtigen Islam beschäftigen: Dieser wirft besonders viele Fragen auf; sie sind überdies regelmäßig auch noch hochproblematischer Natur.
Um den schwierigen und äußerst anspruchsvollen Fragenkomplex „Islam“ überzeugend klären zu können, wird in diesem Buch auch auf anerkannte Definitionen zurückgegriffen. Häufig sind erst sie die Voraussetzung dafür, dass bei Verwendung der gleichen Wörter nicht aneinander vorbeidiskutiert und – noch wichtiger – vorbeiargumentiert wird.
Allerdings:
Ergibt sich aus ihrer Verwendung dann aber auch zwingend die richtige Erkenntnis?
Und folgen aus ihr dann die erforderlichen Einsichten?
Die Auseinandersetzung mit dem Islam in seinen so vielen Erscheinungsformen, Spielarten und Schattierungen ist sehr anspruchsvoll und führt leicht zu widersprüchlich erscheinenden Einsichten.
Nach genauer Beobachtung und anschließender Analyse kristallisiert sich aber ein gemeinsamer nicht zu erschütternder vor allem streng konservativer islamischer Kern heraus, auf den die nichtmuslimische Außenwelt – die Welt der „Ungläubigen“ – so gut wie keinen regulierenden Einfluss nehmen kann – und wird! Es ist dieser konservative Islam mit seinen strikt radikalen Auffassungen, der in der Welt am meisten von sich reden macht und für Angst und Schrecken verantwortlich ist.
Änderungen des Islam in Richtung moderne Welt müssen deswegen aus den reformwilligen führenden Kreisen des Islam selbst kommen.
Die Möglichkeit dafür ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, wie z.B. Mustafa Kemal Atatürk 1924 in der Türkei bewiesen hat – doch dafür muss der islamische (!) Wille gegeben sein. In unseren Zeiten des Wiedererstarkens jener streng konservativen islamischen Bewegungen ist die Hoffnung darauf aber eher kleiner geworden…
Gleichwohl ist es das Ziel dieser Ausführungen, die Möglichkeiten einer ehrlichen, gleichberechtigten, gemeinsamen und daher auch friedlichen Zukunft zu suchen und zu zeigen – auch wenn durchaus zu befürchten ist, dass die Chancen zu ihrer Verwirklichung derzeit noch eher gering sind.
Die hier vorliegenden Betrachtungen zum Islam gliedern sich in 4 einzelne Teile (I bis IV), die zwar als Abfolge von Informationen und durch den Koran belegte Fakten untereinander zusammenhängen, jedoch jeder auch für sich allein gelesen werden können.
Dazu kommen weitere parallel entstandene und teilweise recht umfangreiche unveröffentlichte Anlagen. Sie ergänzen den Stoff der Hauptteile und bringen bewusst auch eindeutig rein islamische Betrachtungen nach dem alten lateinischen Rechtspruch „audiatur et altera pars“ (man höre auch die andere Seite) zu Gehör.
Die Auseinandersetzung mit dem Islam durch einen „Ungläubigen“ (selbst wenn er ein „Mensch der Schrift ist“ – hier: der Evangelien) führt unweigerlich dazu, bestimmte Sachinhalte sowohl definitorisch exakt und möglichst widerspruchsfrei darstellen zu müssen als auch, sich mit der Frage der „Wahrheit“ zu beschäftigen.
Hinsichtlich der erforderlichen Definitionen kann auf sehr viel gut ausgearbeitetes Material zurückgegriffen werden. Je mehr grundsätzlich übereinstimmende Begriffsbestimmungen existieren, desto eher kann man von deren allgemeiner Akzeptanz ausgehen.
So soll vermieden werden, auf Grund eigener Vorstellungen (bzw. Begriffsbestimmungen und/oder Definitionen) die gesamten Fragestellungen von vornherein (wenn auch ungewollt) „gefärbt“ zu betrachten und sie dadurch von Anfang an einer „schiefen“ Bewertung auszusetzen.
Sehr viel schwieriger ist es, die Wahrheit zu erkennen, beinhaltet sie doch eine hoch philosophische Fragestellung in sich selbst und wird daher überwiegend aus dem Blickwinkel ihres jeweiligen Betrachters gesehen:
„Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? ...“
Lukas 6:41,42
und in diesem Sinne auch:
„Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner“
Lukas 18:11
Die Bibel hat mit ihren Warnungen Recht!
So kann der identische Tatbestand mehrere „Wahrheiten“ und sogar deren Gegenteil in sich beinhalten. Zu diesem Zweck wurden sie in den Ergänzungen (im aristotelischen Sinne als „intuitive Erkenntnisse ihres Wesens“) sowohl zu den Begriffen der Religion, der Ideologie als auch zur Wahrheit zusammengestellt – und deshalb auf eigenständige Definitionen bewusst verzichtet.
Soweit es möglich war, wurde die Wahrheit an unbestreitbaren Fakten (wie dem kodifizierten Koran, an Hadithen, der Sira genannten Biographie des Mohammed, dem Grundgesetz u.a.m.) festgemacht und nach Möglichkeit im Sinne einer – bildlich gesprochen – „mathematischen Beweisführung“ verwendet.
Der Koran ist das verbindliche Glaubensgrundwerk des Islam; er wurde vor über 1.500 Jahren geschrieben und blieb in der Fassung des 3. Kalifen Uthman bis heute unverändert. In ihm steht eindeutig, welchen Anspruch der Islam an die Welt hat und wie er mit Andersgläubigen verfahren will – und in besonders radikalen Ländern tatsächlich auch verfährt.
Millionen – nein: Abermillionen von Menschen – haben den Koran gelesen. Vielen Nichtmuslimen ist er inhaltlich in weiten Teilen unbekannt, aber auch eher gleichgültig – oder sie verstehen ihn einfach nicht.
Daher glauben zum Beispiel sehr viele Deutsche, so schlimm wie oft behauptet könne es gar nicht kommen, schließlich gilt:
Deutschland ist ein Rechtsstaat – und das wird auch so bleiben!
Außerdem zeige die Geschichte, dass die angeblich so eindeutigen Vorgaben des Islam in verschiedenen muslimischen Ländern durchaus unterschiedlich gelebt werden – was im Übrigen durchaus stimmt.
Wie die zukünftige Geschichte verlaufen wird, ist deswegen nicht mit Sicherheit abzusehen. Doch die Anzeichen von islamisch begründeten Gefahren für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung sind sehr beunruhigend!
Das bedeutet in seiner Konsequenz, dass die in diesem Buch vorgestellten Überlegungen vor allem politischer Natur sind. Dennoch müssen sie sich – islambedingt – ständig auch mit religiös motivierten Fragen auseinandersetzen. Daher wäre die Wertung, es handele sich um eine religiöse Kontroverse, eindeutig zu vordergründig und deshalb letztlich unzutreffend. Entscheidend ist und bleibt deswegen die (keineswegs nur politisch motivierte) Intention dieses Buches, herauszufinden, ob allen Widrigkeiten zum Trotz nicht doch das auf Dauer gemeinsame und friedliche, weil gleichberechtigte Zusammenleben mit unseren muslimischen Mitbürgern möglich ist.
Zum deutlich erleichterten Verständnis vieler Begriffe sei noch auf Teil IV, dort Kapitel 29 „Islamische Begriffe in alphabetischer Ordnung“ hingewiesen. Sie werden sowohl übersetzt als auch teilweise mit eigenen kleinen Artikeln erläutert – ein sehr aufschlussreicher Abschnitt!
2. Erkennen originaler islamischer Texte
Der Versuch einer objektiv geführten Auseinandersetzung mit dem so vielschichtigen, keineswegs einheitlichen Islam ist eine schwierige Angelegenheit, vor allem, wenn sie aus der nicht-muslimischen Sicht eines Ungläubigen und vor dem Hintergrund des weit überwiegend von christlicher Ethik geprägten Abendlandes erfolgt – und dennoch dem Islam gerecht werden soll und will!
Hinzu kommt das Problem, dass es im Islam – anders als bei den Christen – tatsächlich keine übergeordnete, von der Mehrheit der Muslime geachtete und anerkannte führende Persönlichkeiten gibt, die berechtigt wäre, für die Gesamtheit der Muslime sprechen zu können – wohl aber eine Vielzahl wichtiger Personen mit teilweise sehr unterschiedlichen Vorstellungen, die sich jedoch in einem Punkt alle einig sind:
Der Koran enthält Gottes ewiges, unverfälschtes Wort und ist daher sakrosankt.
Auf der Suche nach Korrektheit und ehrlicher, weil wahrer Darstellung sind Emotionen bei diesem naturgemäß hochemotionalen Thema unbrauchbar.
Besser ist es deshalb, den Islam so weit wie überhaupt möglich vorurteilsfrei aus dessen eigener Innenansicht zu durchdenken und zu analysieren.
Anschließend sind die somit gewonnen Einsichten mit unseren Werten und Rechtssystemen zu vergleichen.
Tatsache ist auch:
Alle hier niedergelegten Informationen sind für jedermann öffentlich (per Internet und Literatur) mühelos zugänglich. Als wichtige Quelle diente dabei gerade auch das Internet. Wichtig zu wissen ist aber zugleich, wie eindeutig erkannt werden kann, aus wessen Feder ein gerade vorliegender Text tatsächlich stammt. Es zeigte sich leider an überaus vielen Stellen, dass identische Inhalte entweder übertrieben positiv oder regelrecht hasserfüllt dargestellt werden. Nur selten herrscht das ernsthafte Bemühen um eine sachliche Auseinandersetzung vor – ganz offensichtlich ist dieser Themenkreis zu emotional aufgeladen.
Islamisch positiv gesinnte Quellen sind durchgängig daran zu erkennen, dass sie stets dann, wenn der Prophet genannt wird, Allahs Segen auf ihn herab wünschen. Das kann von formelhaften Formulierungen bis hin zu Abkürzungen gehen:
Das Segnungsbittgebet [salawat] ist eine Segensformel, die Muslime immer aussprechen, wenn sie den Namen des Propheten „Muhammad (s.)“ hören oder selbst aussprechen. In seiner vollständigen Form lautet sie:
Saws „Sallallahu alaihi wa sallam“ Übersetzt: „Mögen Allahs Segen und Frieden auf ihm sein“
Der Segensspruch oder die Eulogie kommt auch in den Varianten bzw. der Kurzform „SAWS“, „SAAWS“ oder einfach nur als „S“ (siehe oben) vor.
(Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Eulogie_(Islam), undatiert) Eulogie (Islam) gefunden
Hinweis: Es gibt recht unterschiedliche Schreibweisen für den Namen des Propheten. Daher werden sie in diesem Buch je nach der Quelle auch unterschiedlich geschrieben.
Ausgesprochen boshaft islamkritische bzw. direkt islamfeindliche Texte sind bereits daran gut zu erkennen, dass sie auf eine der beschriebenen Segensformeln verzichten.
Damit wird es auch als Nicht-Muslim leichter möglich, zwischen islamischen Quellen und solchen, die sich „nur“ einen islamischen Anstrich geben, zu unterscheiden und entsprechende Bewertungen oder Beurteilungen vorzunehmen.
Zudem führen die Eigentümlichkeiten des besonderen Aufbaus und der inneren Gestaltung des Korans auch dazu, dass manche Stellen wie eine Kette von Wiederholungen wirken.
Gerade hier ist Obacht angesagt, weil sowohl durch die Möglichkeit von Zusammenfassungen als ggf. auch Auslassungen bei der deutschen Fassung dieser koranischen Zitate leicht der Vorwurf erhoben werden könnte, durch ebenjene Verkürzungen wichtige Aussagen und/oder Texte „aus dem Zusammenhang gerissen“ zu haben.
3. Die gesellschaftliche Problematik des Islam im Verhältnis zum Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland
Hintergründe und Quellen für die Auseinandersetzung mit dem Islam sind:
- Der Koran, an Mohammed durch „Verbalinspiration“ offenbart,
- die Sunna, das ist die Handlungsweise des Propheten und gilt zugleich als Synonym für die Mohammed zugeschriebenen Hadithe (Aussprüche) sowie
- Äußerungen führender heutiger islamischer Theologen und Politiker, besonders auffällig in inhaltsgleichen Formulierungen zu den
- Äußerungen aus der der Zeit des Entstehens des Korans um etwa 630 n. Chr., also vor 1.500 Jahren.
Doch was bedeutet eigentlich der Begriff: ISLAM? Islam heißt:
„Unterwerfung unter den Willen Gottes“;
(islamweb, 2017)
folglich kann es in diesem Sinn grundsätzlich keine Trennung von Religion und Staat geben (man beachte die Reihenfolge).
Der Islam wurde Mohammed in hocharabischer Sprache offenbart. Offensichtlich enthält diese Sprache eine deutlich größere Anzahl an Facetten als abendländische Sprachen. Das mag einer der Gründe für die besonders breiten Interpretationsmöglichkeiten von bei dem ersten Anschein nach identisch erscheinenden Fakten und/oder Geschehnisse sein.
Hierfür ein unmittelbarer Beleg:
Eine andere (mildere) Übersetzung bzw. Interpretation des Begriffes „ISLAM“ bietet die nachstehende Erläuterung an: Das Wort Islam stammt aus der arabischen Wurzel s-l-m; seine Grundbedeutung lautet Unversehrtheit. Zu diesem Wortstamm gehören auch die arabischen Wörter für Heil, Sicherheit und Frieden. Islam bedeutet demnach
„Hingabe an Gott“.
(Hübsch, 2017)
Als weiterer Quellenhinweis sei auch verwiesen auf Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland – Muslime, die an den Verheißenen Messias und Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.
Was also ist wahr, was ist richtig?
Gibt es die Möglichkeiten des friedlichen, auf gegenseitigem Vertrauen basierenden, gleichberechtigten Zusammenlebens in Deutschland, vielleicht sogar in ganz Europa?
Das herauszufinden, ist das Ziel dieser Untersuchung. Sie macht allerdings nur dann wirklich Sinn, wenn sie auf einem klaren, umfassenden und ungeschönten Faktencheck basiert. Das ist die Voraussetzung, um das zuverlässige Fundament des gewünschten gemeinsamen Lebens finden und errichten zu können.
Sie befasst sich daher weder mit dem einzelnen Muslim noch mit der Serie schrecklicher Verbrechen, die im Namen des Islam begangen werden. Stattdessen wird die Kernaussage des Islam untersucht.
Damit stellt sich die Frage nach den sich daraus ergebenden Folgerungen für das christliche Abendland.
Das wiederum führt zu der politisch motivierten Kernfrage, ob die Möglichkeit eines friedlichen gleichberechtigten Zusammenlebens von Christen und Muslimen – sogar strenggläubigen Muslimen – nicht doch existiert.
Wichtig zu wissen:
Zum besseren Verständnis dieser Überlegungen sei noch darauf hingewiesen, dass keine der zahlreichen und von vornherein erkennbar hasserfüllten islamophoben Quellen herangezogen worden sind.
Sie werden daher auch nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt.
Islamkritische Quellen wurden dagegen sehr wohl berücksichtigt – sofern sie sich nicht doch noch als von Hass erfüllte islamfeindliche Literatur sachlich selbst disqualifizierten.
4. Der Koran – Quelle des ewigen Wortes Gottes
Laut den Offenbarungen, die Mohammed nach seinen eigenen Worten über den Erzengel Gabriel direkt von Allah empfangen hat, handelt es sich bei dem Koran unmittelbar um das „unverfälschte, ewige Wort Gottes“.
Die Formulierung „unverfälschtes, ewige Wort Gottes“ wird in diesem Buch häufiger verwendet werden (müssen). Daher lohnt an dieser Stelle ein kurzes Innehalten:
Welche Bedeutung hat der Begriff „unverfälscht“?
Um mit der ersten Frage zu beginnen. Mohammed betont, das ihm offenbarte göttliche Wort unverfälscht wiedergegeben zu haben. Darüber kann es letztlich keine Diskussion geben – seine Feststellung ist unwiderlegbar.
Doch was heißt eigentlich „ewig“? Und was bedeutet sein Inhalt für den islamischen Anspruch?
Ihrer islamischen Konsequenzen wegen ist dagegen die so einfach erscheinende Antwort auf die zweite Frage nach dem Begriff des „Ewigen“ wesentlich wichtiger:
Die einfache Logik sagt, dass die Ewigkeit im Grunde seit der nicht benennbaren Zeit vor dem Urknall bis nach dem Ende allen Seins reicht.
Daraus folgt für Muslime, dass Gottes im Koran bzw. Quran kodifiziertes Wort für alle Menschen – seien sie nun Muslime oder nicht (!!) – ewige Geltung hat – gänzlich unabhängig davon, wann es offenbart wurde.
Damit ergeben sich aber aus der ethisch begründeten Sichtweise „westlicher Staaten“ unlösbare Probleme, wenn die unabdingbaren strikten Forderungen des Korans
- den – nicht nur europäischen – Verfassungen („Grundgesetzen“) und
- der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN vom 10. April 1948 sowie
- der Charta der Grundrechte der Europäischen Union vom 7. Dezember 2000
-gegenübergestellt werden.
Denn – unabhängig von der jeweiligen Religion – besteht der grundsätzliche Konsens:
Was kann es für Menschen Höheres geben als Gott und damit sein Wort – das Wort Gottes?
Gemäß islamischer Auffassung stellen Allahs Offenbarungen an Mohammed
- absolut verbindliche, nicht verhandelbare und außerdem unwiderlegbare Forderungen gegen alle Menschen auf, seien sie nun Muslime oder nicht!
- Der endgültig verkündete Willen Gottes wird ausführlich im Koran dargestellt; die Menschen haben ihm zu gehorchen; sie haben nur die Wahl zwischen Unterwerfung (bzw. „Hingabe an Gott“ – d.h. „Islam“) oder Verdammnis. Daraus ergibt sich widerspruchsfrei der
- Primat der Religion vor dem Staat.
- Aus diesem absoluten Anspruch folgt auch, dass es in islamischen Staaten mit dem Islam „als Staatsreligion“ ex definitione von vornherein keine Trennung von Religion und Staat geben kann.
In laizistischen Staaten, z.B. Deutschland (und seit Atatürk sogar in der Türkei, aber siehe Kapitel 16) ist dagegen die Trennung von Staat und Religion (man beachte die Reihenfolge der Begriffe!) per Grundgesetz/Verfassung verfassungsrechtlicher Konsens.
Daraus folgt im gesellschaftlichen Zusammenleben weiter, dass die Beteiligung am politischen Leben in Form von Wahlen westlicher Prägung gemäß Koran deshalb bereits Blasphemie ist, weil Gott im Koran alle Wege vorgeschrieben hat.
Wenn in Ländern mit der verfassungsrechtlich zementierten Staatsreligion Islam wie zum Beispiel im Iran und in Syrien (!!) gewählt werden soll, dann darf man sich durch die verwendete Vokabel wählen nicht täuschen lassen. Was dort eine Wahl ist, ist mit Wahlen im Sinne westlich geprägter Demokratien unvergleichbar.
Der Grund ist denkbar eindeutig: Laut Islam hat Gott sich den Menschen über Mohammed offenbart. Sein ewiges unverfälschtes Wort ist zugleich Gesetz. Welche Menschen können Gottes Gesetze verändern? – Folglich kann es dort gar kein Parlament im Sinne unseres westlich orientierten demokratischen Verständnisses mit seiner Befugnis zur Gesetzgebung geben. Daher stellen die dortigen Wahlen lediglich eine Form des Gehörtwerdens dar: Entscheidungen trifft nach wie vor ausschließlich die hohe Geistlichkeit im Sinne von 1500 Jahren alten islamischen Gesetzen – niedergeschrieben im Koran und gemäß der Sunna: Sure 2, Vers 29:
Er ist’s, der für euch alles auf Erden erschuf; alsdann stieg Er zum Himmel empor und bildete ihn zu sieben Himmeln; und Er hat Macht über alle Dinge.
Und weiter in Sure 51 Vers 56:
Und die Dschinn und die Menschen habe Ich nur dazu erschaffen, dass sie mir dienen.
Das bedeutet unmissverständlich:
Die Gebiete von Religion und Profanität, das heißt von sakral geprägtem Denken und säkularem Handeln dürfen und können nicht getrennt werden.
In Kapitel 10 „Gefährliche Fakten“ wird im Kapitel „Islamische Wahlen“ hierauf noch einmal eingegangen werden.
Muslimische Vertreter geben gerne „Positionspapiere“ heraus, in welchen behauptet wird, so, wie es immer dargestellt wird, sei es gar nicht. Die begründeten Zweifel an diesen Rechtfertigungsversuchen können aber auf diese Weise keinesfalls ausgeräumt werden.
4.1 Blasphemie: Koran oder Mushaf – wer wagt es, Gottes Wort zu hinterfragen?
Naturgemäß kann kein Mensch – gleich welcher Herkunft und/oder Religion – Gottes Wort hinterfragen noch gar abändern.
Deshalb ist jeder Versuch, am Koran und seinen Formulierungen etwas ändern (modifizieren) zu wollen, im Sinne des Korans zwangsläufig reine Gotteslästerung (Blasphemie) und zieht als „Beleidigung des Islam“ unabwendbar Gottes Strafe nach sich:
Der Koran bzw. Quran gilt demnach als „das gesprochene Wort Allahs“. Es wurde nie schriftlich, sondern nur mündlich und zwar unabhängig von der niedergeschriebenen Version überliefert. Das ist bis heute so: Der Koran bzw. Quran wird mündlich überliefert.
Völlig unreflektiert bewerten die erzkonservativen islamischen Kreise jede Veränderung dieser Überlieferungen als „hadd-Vergehen“ – ganz gleich, in welcher Form, von welchem Menschen und mit welcher Methode auch immer sie durchgeführt worden sind. Sie bestehen darauf, dass die Todesstrafe von den Gläubigen an den Ungläubigen vollzogen wird. Damit wollen sie jede weiterführende Diskussion bereits im Keim ersticken.
Die Islamisten des IS „praktizieren in ihrem Einflussbereich, den sie als „Gottesstaat“ betrachten, reinen Gewissens (!) exakt diese ursprünglichen koranischen Forderungen durch Ermordung all´ jener, die sie für „Ungläubige“ halten.
Die schriftliche Fassung, auf die in den hier vorgelegten Ausführungen Bezug genommen wird, wird als Mushaf, d. h. das „geschriebene Wort Allahs“ tituliert.
Bis heute gibt es dabei zwei Arten von Koranlesung:
- Die eine erfolgt im normalen Sprechtempo,
- die zweite dagegen vollzieht der Koranleser wesentlich langsamer unter peinlich genauer Einhaltung der Artikulationsregeln.
Letztere soll auch die ästhetischen Qualitäten des Textes herausstellen. Dazu rezitiert der Leser meist unter Zuhilfenahme einer Melodisierung, die den höchsten Ansprüchen der arabischen Kunstmusik entsprechen kann, obwohl dieser Vortrag nicht als Musik verstanden werden darf.
Nichtmuslime verstehen den Mushaf als das heilige Buch der Muslime mit der Bezeichnung „Koran“.
Mit dieser wichtigen Unterscheidung ist (absichtlichen) Missverständnissen leider Tür und Tor geöffnet. Sie ist eine der vielen Gründe, warum bei interreligiösen Diskussionen oft aneinander vorbei argumentiert wird.
Um sie innerhalb dieses Buches nach Möglichkeit zu vermeiden, beziehen sich die Ausarbeitungen auf die schriftlich vorliegenden Überlieferungen im „Mushaf“. Hierfür wird dann die allgemein übliche Bezeichnung „Koran“ als Grundlage beibehalten.
Sollte es in Zukunft gelingen, die ruhige und bestmöglich fundierte sachliche Reflektion über den Islam nicht mehr von vornherein als Blasphemie zu verdammen, sind positive Änderungen für unser gesellschaftliches Zusammenleben nicht nur denkbar, sondern auch möglich.
Auf sie wird in Teil III dieses Buches im Kapitel „Und doch: Lösungen sind möglich“ nachdrücklich eingegangen.
5. Islam – Ideologie oder tolerante Religion wie andere auch?
Grundsätzlich ist festzustellen, dass alle Religionen jeweils von einer starken Ideologie getragen werden. Unterschiedlich sind jedoch die jeweiligen Konsequenzen aus dieser Grundhaltung – seien sie nun beispielsweise religiöser bzw. politischer Natur oder „nur“ im Bereich der möglichen oder tatsächlich ausgeübten Toleranz.
5.1 Toleranz versus Intoleranz
Was unter Toleranz zu verstehen ist, wird sowohl gesellschaftlich als auch individuell häufig sehr unterschiedlich verstanden – und entsprechend praktiziert.
Allgemeine Übereinstimmung herrscht, dass Toleranz immer dort endet, wo sie auf die Intoleranz der „Gegenseite“ stößt – sie verwandelt sich dann ebenfalls in Intoleranz mit der Gefahr, sich bis zu einer tödlichen Feindschaft zu entwickeln.
Fast alle Menschen glauben, individuell ein gewisses Maß an Toleranz tagtäglich auszuüben – man erträgt die Launen und Schwierigkeiten seiner Umgebung mehr oder weniger gut. Tatsächlich wird die eigene Toleranzschwelle äußerst selten auf die Probe gestellt – die gesellschaftlichen „westlichen“ Umgangsformen sorgen regelmäßig für einen vorherigen Ausgleich.
Auch Organisationen aller Art – die unterschiedlichsten Religionen eingeschlossen – berufen sich gerne auf ihre Toleranz.
Bei genauerer Betrachtung ist es jedoch gerade auch im Christentum um die Toleranz nicht besonders gut bestellt. Es ist noch gar nicht so lange her, dass streng gefasste religiöse Auffassungen massiv in das alltägliche Leben der Nachkriegszeit bis Anfang der 70iger Jahre eingegriffen haben.
Bestimmte „christliche“ Sekten und ähnliche Gruppierungen praktizieren immer noch ein ungewöhnlich hohes Maß an gesellschaftlicher Intoleranz gegenüber allen anderen, die ihre Haltung nicht übernehmen wollen.
Allerdings kommt es deswegen selten zu kriminellen Übergriffen – notfalls geht man sich aus dem Weg.
Diesen Anspruch, tolerant zu sein, erhebt auch der Islam unter Verweis auf den Koran – aber:
Milde, Erbarmen mit den Mitmenschen und die Toleranz untereinander gelten nur für Muslime gegenüber Muslimen – ausdrücklich aber nicht gegenüber Nichtmuslimen!
Tatsächlich sind die unterschiedlichen islamischen Gruppierungen untereinander teilweise derart verfeindet, dass von ihren Hardlinern nur noch „Mord und Totschlag“ als Problemlösung anerkannt werden – dabei berufen sich alle islamischen Parteien jeweils strikt auf denselben Koran! Etwas vereinfacht muss daher in Bezug auf den Islam festgestellt werden, dass ihn ein erhebliches, das Denken vor allem der konservativ/orthodoxen Muslime nachhaltig bestimmendes Maß an Intoleranz auszeichnet. Das wirkt sich im Gegenzug naturgemäß auch auf die Haltung aller Nichtmuslime dem Islam gegenüber aus und führt wenigstens zu einem hohen Maß an gegenseitigem Misstrauen.
5.2 Christliche Gottesstaaten?
Lange Zeit beherrschte die christlich geprägte Ideologie das Denken der Menschen im weitesten Sinne. Mit Fragen der (christlichen) Religion ließen sich nicht nur politisch motivierte Handlungen wunderbar verbrämen – es gab eine enge Melange von Gläubigkeit und politischen Machtansprüchen.
In vereinfachender Zusammenfassung beriefen sich Kaiser und Könige auf das Gottesgnadentum (am besten mit päpstlicher Krönung) – bis zum Beginn der Neuzeit. So gesehen, waren auch die christlichen Staaten nicht weit von einem „Gottesstaat“ entfernt – wobei für die Bevölkerung die jeweils „falsche“ Religionsausübung höchst gefährlich werden konnte.
Und selbst heute noch streiten sich deutsche (nicht nur christliche) Politiker über die Frage, ob in die Verfassung ein Gottesbezug gehört ober nicht.
So enthält bereits die Präambel zum Grundgesetz die Formulierung: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen (...) hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.“
Und auch in der Eidesformel lautet der für Bundespräsident, Bundeskanzler und Bundesminister vorgeschriebene Amtseid am Schluss: „So wahr mir Gott helfe” (Artikel 56 GG).
Gleichwohl kann aus diesen Formulierungen im Unterschied zu islamischen Gottesstaaten kein Rückschluss auf die Religiosität Deutschlands und seiner Regierungen gefolgert werden. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass der Eid auch ohne die religiöse Beteuerung abgelegt werden kann.
Grund für das damalige Einfügen des Gottesbezugs waren die negativen Erfahrungen mit der jüngeren deutschen Geschichte samt ihren vorhergehenden Verfassungen. Sie enthielten keinen Gottesbezug. Seine Einfügung in das deutsche Grundgesetz sollte das Umdenken in einem neuen Deutschland repräsentieren…
Zu der Frage, ob der Gottesbezug im Widerspruch zur Glaubens- und Gewissensfreiheit des Art. 4 GG steht, hat der wissenschaftliche Dienst des Bundestages Stellung bezogen und diese Frage abschließend verneint:
„Das Grundrecht der Glaubens- und Gewissensfreiheit des Art. 4 Abs. 1 GG schützt die innere Freiheit des Einzelnen, religiöse und weltanschauliche Überzeugungen zu bilden und diese nach außen zu bekennen und zu verbreiten. Zudem ist auch die negative Glaubensfreiheit, also das Recht, gerade keinen Glauben oder keine Weltanschauung zu teilen, geschützt. Damit die Bürger diese individuellen Freiheiten effektiv ausüben können, ist es erforderlich, dass sich der Staat gegenüber den unterschiedlichen Glaubensausübungen neutral verhält. Diese religiös-weltanschauliche Neutralität des Staates ergibt sich aus einer Zusammenschau der Glaubensfreiheit und der Gleichheitsgrundrechte der Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG und Art. 33 Abs. 3 GG sowie des Art. 140 GG i.V.m. Art. 136 Abs. 1 und des Art. 137 Abs. 1 Weimarer Reichsverfassung (WRV). Der Staat hat „sich in Fragen des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses neutral zu verhalten“. Insbesondere sind die „Einführung staatskirchlicher Rechtsformen“ und die „Privilegierung bestimmter Bekenntnisse“ und die „Ausgrenzung Andersgläubiger“ verboten. Der Staat darf sich folglich nicht mit bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnissen identifizieren.
Ein Widerspruch der Präambel zu der religiös-weltanschaulichen Neutralität des Staates läge nur dann vor, wenn die Präambel sich für einen christlichen Staat ausspräche oder den Einzelnen auf den christlichen Glauben festlegen würde.“
(Deutscher Bundestag - Wissenschaftliche Dienste)
Das deutsche Grundgesetz ist daher konträr zu den Verfassungen islamischer Gottesstaaten. Trotz seines religiösen Bezugs ist Deutschland ein für alle Menschen offenes Land – seien sie nun religiös geprägt oder nicht.
5.3 Gleiches Recht für alle?
Auch der Islam bezeichnet sich selbst als Religion. So wird er auch von Nichtmuslimen – also von außen her – vielfach unkritisch, weil ungeprüft und stark vereinfachend angesehen. Die (möglicherweise einmal verheerend werdende) Konsequenz aus dieser Oberflächlichkeit wäre eindeutig:
Mit seiner Anerkennung als „Religion“ gilt in Deutschland auch für den Islam das im Grundgesetz zugesicherte unverzichtbare und unauflösbare Recht auf die Religionsfreiheit.
Islam bedeutet jedoch im exakten Wortsinn – übersetzt – Unterwerfung, d. h., alles denkbar Andere – auch das politische Geschehen – ist seinem im Koran für alle Zeiten festgeschriebenen göttlichen Willen unterworfen – genau deswegen auch alle staatlichen Angelegenheiten. Daher kann es nach islamischem Recht von vornherein keine Trennung von Religion und Staat geben. Staatliche Angelegenheiten sind gegenüber religiösen Forderungen ohnehin nachrangig.
Dennoch ist auch im Islam eine mehr oder weniger ausgeprägte Trennung von Religion und Scharia durchaus möglich, wie die Regelungen in einer Reihe von islamischen Staaten beweisen – soweit sie sich nicht formell als „Gottesstaaten“ verstehen, in denen der Islam Staatsreligion ist. Das trifft bisher auf 15 islamische Staaten zu. Zurzeit sind starke politische Kräfte dabei, auch die laizistische türkische Verfassung dahingehend zu ändern, dass der Islam als Staatsreligion wiede eingesetzt werden soll – nachdem Atatürk sie 1928 aus der Verfassung entfernt hatte.
Das entspricht jedoch keineswegs der von unserer Verfassung (Art. 140 GG) vorgesehenen Zusammenarbeit von Staat und Religionsgemeinschaften. Bei oberflächlicher Betrachtung besteht somit eine erhebliche Verwechselungsgefahr – mit der möglichen Konsequenz verheerend falscher Entscheidungen.
Sollte es zutreffen, dass der Islam tatsächlich als eine religiös verbrämte Ideologie bewertet werden muss, könnte er sich – weil dann in seiner weit überwiegenden Form eben keine „reine“ Religion – nicht mehr auf das Grundrecht der Religionsfreiheit berufen!
Deshalb ist genau diese Frage zu prüfen:
Ist der Islam tatsächlich nun eher eine politische Ideologie und weniger eine Religion – oder ist es umgekehrt?
Es ist bestürzend, dass in Europa ausgerechnet die ideologisch politisch explizit rechts ausgerichteten Parteien dieses Problem klar und richtig beim Namen nennen – mit entsprechenden (Neben-)Absichten – während in Deutschland offensichtlich alle anderen in der politischen Verantwortung stehenden Parteien, einerlei welcher Richtung sie auch immer folgen – das brennende Problem der Islamfrage eindeutig verharmlosen und verniedlichen – bis es für eine sinnvolle Lösung schlicht zu spät ist.
Mindestens aber unterstützen sie dadurch auch noch ihre Gegner auf dem rechten politischen Spektrum – da stellen sich schon viele Fragen nach der politischen Intelligenz…!
Auf die wichtige Frage, ob der Islam mehr Religion oder überwiegend eine Ideologie ist, wird später im Zusammenhang mit der Darstellung von Lösungsmöglichkeiten eine aus islamischen Handeln begründete Antwort folgen.
6. Kann es Lösungen dieser Diskrepanzen geben?
„Bis heute wird die Tradition des Propheten, die sogenannte Sunna (as-sunna), in der muslimischen Wissenstradition, genau wie der Koran, als grundlegende Quelle betrachtet. Obwohl die Sunna nur Aussagen und Handlungen des Propheten beinhaltet, soll durch diese auch das Göttliche artikuliert worden sein“ (Ourghi A.-H. , 2017, S. 123, These 18)
Erst zwei Jahrhunderte nach Mohammeds Tod ist die „Tradition des Propheten“ aus politischen Gründen entstanden.
Für absolut überzeugte Muslime ist mit dem Koran (der Sunna und den Hadithen) bereits alles entschieden; aus ihrer Sicht ist der Islam die überlegene Religion.
Dazu gehört die überlieferte Überzeugung, dass der Überlegene nicht den Unterlegenen nachahmt. Allahs Prophet hat demjenigen, der die Ungläubigen nachahmt, die Hölle versprochen: „Wer ein Volk nachahmt, wird einer von ihnen.“ Dies ist ein überliefertes und als authentisch eingestuftes Hadith [= Zitat] von Mohammed. (al-Munajjid)
Erläuterung: Diese [Aussage Muhammads] wurde von Abu Dawud (3412) überliefert. Al-Albani stufte diese Überlieferung als authentisch ein [also als hadith sahih]. Die Überlieferung kann (unter Sahih Abu Dawud. 3401) aufgefunden werden.
Daraus erklärt sich (unter anderem) die so oft zu beobachtende, offen ausgelebte mangelnde Integrationsbereitschaft vieler Muslime. Wer will sich schon von seiner überlegenen Religionsgemeinschaft selbst ausschließen und darüber hinaus als Konsequenz auch noch härteste persönliche Strafen riskieren?
Wer Gottes (Allahs) Willen absolut befolgt, hat weder das Recht – noch verlangt er als gläubiger Muslim solches Recht – andere Entscheidungen als die im Koran niedergelegten zu akzeptieren.
6.1 Töten ist wie ein Gebet
Zusätzlich ist er dazu verpflichtet, seit Mohammeds Zeit – also seit mehr als 1.500 Jahren – dem Wort Gottes unerbittlich – und auch überall(!) – Geltung zu verschaffen. Dazu gehört spätestens seit dem Jahr 632 – bis heute, rund anderthalb Jahrtausend später – auch das Töten von Ungläubigen sowie Abtrünnigen, denn
„Töten ist wie ein Gebet“
(Ayatollah Chamenei 2004)
Daraus folgt, dass jeder Versuch (und sei er noch so klein), an den Aussagen des Korans etwas zu ändern, von wem auch immer er unternommen werden möge, im Sinne des Korans mindestens von der konservativ/orthodoxen Geistlichkeit und ihren Anhängern bereits als ein unverzeihliches und todeswürdiges „hadd-“ bzw. „Grenzvergehen“ bewertet wird.
Die einzige Möglichkeit, den Islam zu der friedlichen Religion zu entwickeln, der er auch sein könnte, liegt daher ausschließlich in den Händen der höchsten koranischen Geistlichen und anerkannten Islamgelehrten.
7. Ist ein gemäßigter Islam „westlicher Prägung“ denkbar?
Keinesfalls kann von den derzeit ca.1,6 Mrd. islamischen Menschen einfach so behauptet werden, sie alle würden den Islam in seiner strengen Form praktizieren.
Doch sie sind – und bleiben – Muslime auf der Basis des Korans.
Ihr persönliches Risiko besteht allerdings in ihrem tatsächlichen Handeln gemäß einer von den Glaubensvorschriften abweichenden Lebensweise, womöglich noch nach westlichen Wertvorstellungen.
Ihr persönliches Risiko – aber auch das ihrer nichtmuslimischen Umgebung – wächst erfahrungsgemäß proportional mit der Anzahl der Muslime in ihrem Lebensumfeld.
In Deutschland riskieren sie bereits jetzt ohne den Rechtfertigungsversuch durch den Hinweis auf die „Taqiyya“ im Grunde alle damit, dass ihr „westlich und damit vom Satan geprägtes Handeln“ aus islamisch streng konservativer Sicht als „Blasphemie“ verurteilt werden kann oder gar muss!
7.1 Mangelnde Islamkenntnisse: Fehleinschätzungen westlicher Politiker
Für alle „westlich“ geprägten Politiker sind sowohl ihre Kenntnisse als auch ihre Fähigkeiten zur sachgerechten Beurteilung des Verhaltens „ihrer“ europäischen Muslime von existentieller Bedeutung für das gesamte abendländisch-gesellschaftliche Zusammenleben – jetzt und vor allem in Zukunft!
Dazu gehören zwingend die vertieften Einsichten in die Zusammenhänge sowohl der Themenbereiche „Hudna“ als auch ihres Wesens:
„Hudna“ heißt „Waffenstillstand“ – aber in einem speziell islamischen (!) Sinn!
„Taqiyya“ bedeutet die „muslimische Täuschung der Ungläubigen”.
Wer diese Begriffe – und vor allem die Brisanz ihrer wahren Bedeutung – nicht kennt, kann die latenten Gefahren des realen Islam in seiner grundsätzlichen religiösen wie politischen Bedeutung weder richtig einschätzen noch korrekt beurteilen.
Hinzu kommt die offensichtliche Tatsache der kaum oder gar nicht nachvollziehbaren grundsätzlichen Unkenntnisse vieler deutscher Politiker über wichtige Grundlagen des Islam. Diese Kombination aus Unkenntnissen und zögerlichem Handeln birgt für die abendländische Gesellschaftskultur unberechenbar große Gefahren. Denn es kann nicht ausgeschlossen werden und ist weit eher sehr zu befürchten, dass „wahre“ (d. h. „konservative, orthodox tief gläubige) Muslime nur dem Befehl ihres Glaubens folgen und alles tun, um den Islam weiter zu verbreiten – offensiv oder auch verhalten-defensiv.
Deshalb muss in diesem Zusammenhang dringend und zugleich nachdrücklich warnend auf die immer wieder zu beobachtenden Erfahrungen aus allen denkbaren Lebensbereichen verwiesen werden:
Immer wieder genügt eine kleine Gruppe von energisch auftretenden Menschen, um große Menschenmengen in Bewegung zu bringen. Das hat sich weltweit nicht nur auf allen Schlachtfeldern der Erde, sondern auch in anderen Zusammenhängen immer wieder gezeigt und ist unabhängig von Herkunft, Rasse, Religion oder Land.
7.2 List und Täuschung auf der Grundlage des Koran
Zur Täuschung ihres Vorhabens wenden Muslime die Regeln der „Taqiyya“ („Verhüllung“) an.
In diesem Zusammenhang ist auch die „Hudna“ zu verstehen, weil der (im speziell islamischen Sinn gedachte) „Waffenstillstand“ nur so lange gilt, wie die islamische Seite schwächer ist. Aber sobald sie genügend Stärke zurückgewinnt, ist jeder Wortbruch (siehe Taqiyya) erlaubt, um den Gegner zu überfallen und zu töten.
Genau deswegen lässt sich Israel auch nicht auf „Hudna-Angebote“ aus Palästina ein – offensichtlich wissen die israelischen Politiker entscheidend besser als ihre „westlichen“ Kollegen, was „Hudna“ und „Taqiyya“ in der harten Realität bedeuten!
Und die Frage sei erlaubt:
Was eigentlich treibt so häufig auch hoch intelligente, gut ausgebildete „europäische“ Muslime der zweiten und dritten Generation zu Handlungen wie „Ehrenmorden“ in „integrierten“ Familien (die Opfer sind fast ausschließlich muslimische Frauen) oder zur Kampfbeteiligung für den „Islamischen Staat“ und/oder zu Attentaten auf Leib und Leben Unbeteiligter im („vom Satan besessenen“) Europa? Weil die Zivilisten „Ungläubige“ sind?
Welches Gefahrenpotential steckt aber vor allem in jenen vielen jungen weniger gebildeten und/oder sozial auf der Verliererseite stehenden Muslimen? Offiziell sind sie deutsche Staatsbürger, wollen sich aber bewusst nicht integrieren. Stattdessen sagen sie sich von ihrem „Heimatstaat“ los und stellen sich gegen ihn - warum?
Dabei handelt es sich um in den westlichen Staaten geborene und hier aufgewachsene Menschen – und doch bezeichnen sie sich zum Teil offen als „Salafisten“.
Wie jeder aus gruppendynamischen Beziehungen weiß, genügen oft nur eine oder wenige, dafür selbstbewusst, forsch und energisch auftretende Personen, um ganze Gruppen von Menschen in Bewegung zu setzen – und mindestens die „Gefährder“ unter den Salafisten sind zu allem entschlossene Menschen!
Deswegen dürfen noch lange nicht alle islamischen Staatsbürger einfach unter Generalverdacht gestellt und/oder ihnen gegenüber Misstrauen entgegengebracht werden. Für die Mehrheit von ihnen gibt es für dieses Misstrauen keinerlei Grund – doch wie ist das im Einzelnen? So kommt es letztlich zu der Frage:
Wieso können diese ungeheuerlichen Unbegreiflichkeiten doch immer wieder passieren?
7.3 Widerspruchsfreies Morden, weil es Allah gefällt?
Es steht durchaus zu befürchten, dass diese Verbrechen keinen anderen Grund haben als die Art, wie die Täter (bei „reinem Gewissen!“) den Islam in seinem engsten, strengsten Sinn praktizieren – wie vor rund 1.500 Jahren, zur Zeit der Offenbarung des unverändert bis heute und für alle kommenden Zeiten gültigen Korans. Islamisten zeigen es, und islamistische Attentäter berufen sich – koranbezogen und aus ihrer Sicht tatsächlich konsequent widerspruchsfrei – auf Allah!
Deswegen spielt es letztlich nicht die entscheidende Rolle, ob die Prediger in den Moscheen auf Deutsch, Arabisch, Türkisch, Farsi oder in einer (beliebigen) anderen Sprache argumentieren. Erschwerend kommt hinzu, dass z. B. das türkische Religionsministerium den Inhalt der Predigten vorgibt. An diese haben sich die Prediger als türkische Staatsbeamte zu halten. Und legen sie den Koran im engen Wortsinn konservativ aus und betonen dabei die medinensischen Suren („z.B. „Schwertsuren“), besteht zwangsläufig die Gefahr, dass sie aus unserer „westlichen“ Sicht wie „Hassprediger“ wirken, nur, weil sie den Koran korrekt predigen.
7.4 Die friedliche Seite des Islam
Es stimmt jedoch auch, dass der Islam friedlich und tolerant sein kann – doch gilt das nur im Rahmen des Islam untereinander selbst, also für Muslime gegenüber Muslimen – nicht jedoch für Nichtmuslime. Wie grausam Muslime unterschiedlicher Glaubensrichtungen miteinander aber tatsächlich umgehen, zeigen sie der Welt stets von neuem. Und wenn Gläubige schon Gläubige umbringen: Ungläubige zu töten, muss im Sinne des konservativen Islam folgerichtig ein „gottgefälliges Werk“ sein. Was bedeuten vor diesem Hintergrund die Formulierungen „gemäßigter Islam“, ggf. sogar „Islam westlicher Ausprägung“ bzw. „Euro-Islam“, wie z.B. Ourghi ihn so eindrücklich postuliert?
Es stellt sich schon die Frage: Kann es unter den gegebenen Verhältnissen und Voraussetzungen überhaupt einen „gemäßigten Islam“ geben? – Oder liegt hier ein unauflösbarer Widerspruch vor? Prallen die oft so gut begründeten Bemühungen der Islam-Reformer nicht doch gegen die starre Wand der islamischen Hardliner, die ihre religiös begründete Macht unter keinen Umständen abgeben wollen? Und die es deswegen schon gar nicht wollen, dass der Muslim seinen Verstand gebraucht – obwohl der Koran es ihm zwingend vorschreibt – aber „Schafe lassen sich leichter regieren“… So wird auch deutlich, dass die konservativen Beharrungskräfte im Islam vor allem politisch motiviert sind – die Religion aber als Feigenblatt vor sich herschieben.
In diesem Zusammenhang sind die Äußerungen wichtiger ehemaliger wie aktueller islamischer Geistlicher und/oder Politiker eindeutig – und können gar nicht missverstanden werden.
