Ist die Linke noch zu retten? - Tom Gebhardt - E-Book

Ist die Linke noch zu retten? E-Book

Tom Gebhardt

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Beschreibung

Seit der bürgerlichen Sozialdemokratisierung der Linken bedient sie sich in allen Politikbereichen zunehmend eines christlichen Populismus. Seine religiöse Irrationalität ist insbesondere in einer als christlich und humanitär deklarierten Flüchtlingspolitik seit 2015 offensichtlich geworden. Sie endet für die meisten Migranten in einer erkennbaren ängstlich-depressiven oder gewalttätigen Migrationsneurose, je länger sie heimatlos, arbeitslos, perspektivlos, sexuell und religiös frustriert bei unverschämt reichen Ungläubigen, Nato-Verbündeten und Waffenhändlern um christliche Almosen betteln und ihre Heimatkultur verraten sollen. Zugleich ist sie das Todesurteil für Millionen von Menschen, die zu alt, zu krank oder zu arm sind, aus ihrem Elend zu flüchten und keinerlei Hilfe erhalten. Aber auch in anderen Politikfeldern wird soziale Gerechtigkeit christlichem Linkspopulismus geopfert und macht die christliche Linke für ihre einstige Wählerschaft zunehmend unglaubwürdig.

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Seitenzahl: 168

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Vereinsamt

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein, -

Wohl dem, der jetzt noch - Heimat hat!

Nun stehst du starr,

Schaust rückwärts, ach! wie lange schon!

Was bist du Narr

Vor Winters in die Welt entflohn?

Die Welt - ein Tor

Zu tausend Wüsten stumm und kalt!

Wer das verlor,

Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,

Zur Winter-Wanderschaft verflucht,

Dem Rauche gleich,

Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg, Vogel, schnarr

Dein Lied im Wüstenvogel-Ton! -

Versteck, du Narr,

Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrein

Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:

Bald wird es schnein, -

Weh dem, der keine Heimat hat!

Friedrich Nietzsche, 1887

Inhalt

Vorwort

Liebe macht blind - Nächstenliebe auch!

Wenn aus religiösem Glauben Wahngewissheit wird

Macht “Flüchten“ glücklich oder seelisch krank?

Religiöser Wahn “Hirndefekt“ oder Fanatismus im Endstadium

Islamistische Gefährder: Das Totalversagen christlicher Strafjustiz

Die “Gefährder“ in Wirtschaft, Politik und ihren Medien

Kapitalismus und Integration - geht das überhaupt?

Sachwortverzeichnis

Literatur / Weblinks

Vorwort

Wer Politik als christlichen Gottesdienst betreiben will, sollte wissen, dass seine 2000 Jahre alte Religion eigentlich für das friedliche Zusammenleben mit römischen Besatzern gedacht war...

Dieses Buch ist eine Einführung in die Psychologie des politischen Denkens, Fühlens und Handelns. Es versucht zum einen mit psychologischen Mitteln die eigentlichen Motive zu ergründen, von denen politische Akteure und ihre Anhänger angetrieben werden: Nur wer diese versteckten Motive kennt, kann anschließend für sich selbst entscheiden, ob diese Motive auch die seinen sind und ob sie mit der Sache, die politisch zu entscheiden ist, überhaupt rational etwas zu tun haben können. Denn ist das nicht der Fall und lassen sich Politiker und wir uns alle von unbewussten Motiven leiten, die mit den eigentlichen Problemen überhaupt nicht zusammenhängen, kann es, wie es derzeit in der europäischen Linken geschieht und deren Niedergang eingeleitet hat, zu gefährlichen Fehlentscheidungen kommen.

Zum anderen wird uns in diesem Buch eine psychologische Sichtweise dabei helfen, das Leid von Opfern politischer Fehlentscheidungen zu erkennen. Sie gehen vor allem in der Migrationspolitik seit 2015 auf bewusste und unbewusste, typisch christliche Denkmuster zurück. Diese sind nahezu bei allen etablierten Parteien insbesondere aber bei einer bürgerlich-christlichen Linken in allen Politikbereichen zu finden. Wenn wir in diesem Buch dafür den Begriff des christlichen Linkspopulismus verwenden, tun wir das aus wissenschaftlicher Notwendigkeit, obwohl der Populismusbegriff mittlerweile überwiegend als politischer Kampfbegriff missbraucht wird. Ursprünglich bezeichnete er lediglich die demokratische Selbstverständlichkeit, dass sich politische Akteure in ihrem Handeln nach den Wünschen und Interessen der Mehrheit des Volkes (der Population) ausrichten. Inzwischen meint er jedoch ein ganz anderes, auch aus psychologischer Sicht sehr bedeutsames Phänomen, das so alt wie die Menschheit ist. Schon im persönlichen Umgang von Menschen ist Populismus regelmäßig zu beobachten: Populisten versuchen anderen die eigenen egoistischen Wünsche dadurch schmackhaft zu machen, dass sie ihr Vorhaben auf eine einschmeichelnde Art in Verbindung mit bei anderen beliebten Dingen präsentieren, die die Akzeptanz bei den Manipulierten für die eigenen Wünsche erhöhen. Auch viele Religionen verdanken ihre Entstehung dem Populismus politischer Eliten: Immer wieder in der Geschichte wollten Eliten an politischem Einfluss gewinnen indem sie sich als religiöse Heilsbringer inszenierten. Mit religiösem Populismus vermochten sie, multikulturell gespaltene und verfeindete Gruppen national zu einen und unter ihre Herrschaft zu bringen. Sie alle erklärten ihre politischen Ziele einfach zu sog. “Geboten“ einer göttlichen Macht und bauten eine Religion drumherum, die allerlei Belohnungen für politisch-religiöse Gefolgschaft versprach (Sündenvergebung, ewiges Leben, paradiesische Belohnungen, Beute im “heiligen Krieg gegen Ungläubige“).

Wie einen Pawlowschen Hund konditioniert auch die kommerzielle Werbung Menschen, um ihnen Produkte von zweifelhaftem Nutzwert durch ihre verbale und möglichst sinnliche aber unsinnige Verbindung mit populären Phantasien, wie “Freiheit“, “Abenteuer“, “Männlichkeit“, “Schönheit“ oder Sportlichkeit, schmackhaft zu machen. Deshalb könnten wir auch hier von einem typischen Populismus sprechen, wenn etwa eine dürftig schmeckende, mit Farb- und künstlichen Aromastoffen versetzte Tütensuppe einst von einem Sportler Tütensuppe löffelnd angepriesen wurde. (sozusagen “sportlicher Tütensuppenpopulismus“). Nicht anders geschieht es heute, wenn insbesondere christlich linkspopulistische Parolen von Künstlern, Sportlern, Journalisten oder anderen populären Personen medial millionenfach verbreitet werden, obwohl sie über keine demokratische Legitimation verfügen und meist nicht einmal mit den gesellschaftlichen Lebensbedingungen und den Problemen von Normalbürgern vertraut sind (werden Minderheitsmeinungen medial einseitig millionenfach vermittelt, erschweren sie eine Mehrheits- und Kompromissbildung nach vorhandenen mehrheitlichen Interessen und fördern so die Spaltung der Gesellschaft bis zur Unregierbarkeit).

Wer den Populismusbegriff nicht als diffamierende Meinungsäußerung missbrauchen möchte (womöglich noch in einer staatlichen Nachrichtensendung, die eigentlich Informationen statt Meinungen nach deutschem Rundfunkstaatsvertrag zu präsentieren hat!), sollte also zumindest angeben, welche populären Inhalte, die mit der eigentlichen Sache nichts zu tun haben, vom angeblichen Populisten missbraucht werden, um andere zu manipulieren. “Rechtspopulist“ oder “Linkspopulist“ sind ebenso nichtssagende wie offensichtlich demagogische Unwörter. Seine sachliche Relevanz erhält der Populismusvorwurf erst durch die Nennung der populären, aber unzulässigen apolitischen (z.B. religiösen, sportlichen, künstlerischen) Lockmittel, mit denen politische Parolen propagiert werden. “Linke“ könnten dann also höchstens von einem “rassistischen Rechtspopulismus“ sprechen, wenn in der Migrationspolitik von Rechten eine angebliche angeborene rassische Minderwertigkeit von Migranten propagiert würde (nur dies würde den Tatbestand des Rassismus erfüllen und wäre historisch begründet).

Wer von Populismus spricht, sollte aber auch begründen, warum nach seiner Meinung das Suggerierte schädlich für den Manipulierten ist. Denn es gibt durchaus auch einen positiven Populismus, wenn man etwa Kindern eine medizinisch notwendige Behandlung nicht mit gesundheitlich medizinischen Zusammenhängen, sondern mit allerlei sonstigen Belohnungen schmackhaft macht, um Schaden von ihnen abzuwenden.

Deshalb werden wir in diesem Buch auch nicht einfach demagogisch von “Linkspopulismus“ sprechen, sondern von einem christlichen Linkspopulismus und nachweisen, wie in populistischer Weise die Existenzängste und religiösen Wünsche von Menschen politisch ausgenutzt werden. Wir werden aber auch, besonders aus einer psychologischen Sicht, belegen, dass linker Populismus insbesondere in der Migrationspolitik nicht zum Nutzen der religiös Manipulierten ist, sondern einen Schaden von historischen Ausmaßen für Generationen anrichtet. Dieser betrifft aber nicht nur die religiös manipulierten Anhänger “linker Flüchtlingspolitik“, sondern ebenso Millionen von Migranten und 1 Milliarde Notleidende auf der Welt, die von christlichen Fluchthelfern ihrem Schicksal überlassen werden, weil sie zu alt, zu krank oder zu arm sind, zu ihren “christlichen Rettern“ “flüchten“ zu können.

Unter dem Blickwinkel psychologischer Grundannahmen werden wir zu dem Schluss kommen, dass zu den Opfern eines christlichen Linkspopulismus insbesondere Migranten aus gegensätzlichen, patriachal totalitären Kulturkreisen gehören. Ihre zwangsläufige und psychologisch vorhersehbare Migrationsneurose ist das Resultat einer meist traumatisierenden Flucht aus dem Unglück von Armut und Krieg in ein oftmals noch bedrückenderes Unglück: In die für die meisten noch größere seelische Not von Heimatlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, kultureller Entfremdung, familiärem Verlust, religiöser Schuldgefühle und sexueller patriachaler Frustrationen.

Doch damit ist des Unglücks, das christlicher Linkspopulismus anrichtet, noch nicht genug. Um nicht bei zu Ende gedachter christlicher “Flüchtlingspolitik“ global gerecht alle Notleidenden auf sicherem Weg mit Schiffen und Flugzeugen nach Europa holen zu müssen und dann angesichts von einigen Hundert Millionen Zuwanderern für Deutschland alle linken christlichen Helferillusionen zu verlieren, überlassen linke “Fluchthelfer“ die Auswanderung der meist jungen männlichen Migranten skrupellosen kriminellen Schlepperbanden in unsicheren Schlauchbooten. Als wollten sie in zynischer Weise dem sozialdarwinistischen Prinzip des “survival of the fittest“ ebenso Geltung verschaffen wie Neoliberale, locken sie in ihrem christlichen Eifer wider besseres Wissen weiterhin Notleidende zu einer Flucht übers Meer, die für Zehntausende von “Bootsflüchtlingen“ zwangsläufig tödlich enden muss.

Dabei könnte der fahrlässigen Tötung von angelockten Bootsflüchtlingen durch christlich-linke Fluchthelfer jederzeit ein Ende bereitet werden, wenn die “Seenotretter“ sie nicht in ihr Unglück nach Deutschland weiterschleusen würden, sondern sie in ihre Heimat zurückbrächten, um dort allen Notleidenden sozial gerecht zu helfen, sie in heimatnahen Lagern vor Krieg zu schützen und ihnen durch Friedenspolitik und Entwicklungshilfe eine Zukunftsperspktive zu geben. Stattdessen kümmern sie sich aber lieber um ihre eigenen seelischen Bedürfnisse nach Schuldvergebung durch spektakuläre selbstquälerische Hilfsaktionen für jene Wenigen, die jung, gesund und reich genug sind, sich eine “Flucht“ leisten zu können.

Doch selbst wenn es dann christlichen Fluchthelfern gelingt, die von ihnen selbst in Seenot Gebrachten aus dem Meer zu retten, lassen sie sie dennoch anschließend ertrinken: in der Fremde nämlich, wo die “Geretteten“ heimatlos, arbeitslos, perspektivlos, sexuell und religiös frustriert usw. wegen ein paar Almosen unter lauter fremden “Ungläubigen“ seelisch untergehen müssen, statt in ihrer vertrauten Heimat evtl. auch mit christlich-linker Hilfe ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

Parteien, NGOs und Aktivisten, die sich eine solche

psychopathogene “Flüchtlingspolitik“

auch noch als “humanitären“ Verdienst anrechnen lassen wollen,

können

nur von besonders starken persönlichen (u.a. religiösen) Motiven getrieben sein, wenn sie die humanitäre Katastrophe, die sie dabei sowohl bei Migranten als auch in deren vernachlässigten Herkunftsländern anrichten, übersehen sollen.

Für die christlichen Wirtschaftsparteien, die ihren christlichen Populismus schon im C-Parteinamen signalisieren, ebenso wie für die Arbeitgeberverbände und ihre wirtschaftsabhängigen Medien, die eine christlich linke Flüchtlingspolitik vehement unterstützen, liegen die Motive ebenso auf der Hand: Sehen sie doch darin die Chance, billige Fremdarbeiter, vielleicht sogar einige Fachkräfte ins Land zu holen, Ausbildungskosten zu sparen, die Arbeitslosigkeit in Deutschland hoch und Lohnniveau und Arbeitskrankenstand niedrig zu halten. Die zwangsläufig anfallenden hohen Integrationskosten ihrer Arbeitsmarktpolitik durch Zuwanderung, statt durch familien- und kinderfreundliche, existenzsichernde Arbeits- und Wirtschaftspolitik und Resozialisierung und Qualifikation von Millionen einheimischen Arbeitslosen, können sie ohnehin weitestgehend auf die Gesellschaft abwälzen.

Auch für die US-Nato-Kriegsstrategie ist inhumane christlich- linke “Flüchtlingspolitik“ ein Glücksfall und wird offen und versteckt unterstützt: Mit ihr werden Bürgerkrieg und Elend insbesondere im Nahen-Osten verlängert und wächst die Destabilisierung in den Herkunftsländern von Migranten, weil dort plötzlich die jungen Männer fehlen, die ihre Länder gegen IS und Nato-Angriffe verteidigen und wiederaufbauen sollen.

Umso mehr stellt sich dieses Buch die Frage, wie können jene, die soziale Gerechtigkeit, Humanität und Antifaschismus ganz groß auf ihre Fahnen geschrieben haben, mit Wirtschaft, Nato und christlicher Staatskirche eine gemeinsame “Flüchtlingspolitik“ verfolgen? Wie können sie übersehen, dass Millionen Migranten in der Fremde noch unglücklicher, die totalitären Islamisten unter ihnen noch fanatischer werden müssen und das globale Elend immer größer wird?

Diese Frage ist umso relevanter geworden, als sie seit den Wahlergebnissen der letzten Jahre in ganz Europa zu einer Überlebensfrage für die gesamte Linke geworden ist. Denn christlicher Linkspopulismus in der Zuwanderungspolitik hat spätestens nach den illegalen Grenzöffnungen von 2015 einer gegengerichteten Rechten einen immensen Zulauf gebracht. Noch mehr seitdem die sozialen Folgen für jene immer sichtbarer geworden sind, die eine christliche “Willkommenskultur“ im Alltag zu ertragen haben:

Eine deutliche Zunahme gewalttätiger bis terroristischer Übergriffe von islamistischen Zuwanderern mit

migrationsneurotischer Symptomatik

und

ein immer offensichtlicher werdender Verteilungskampf zwischen meist jungen männlichen Migranten und Armutsdeutschen (insbesondere Arbeitslosen, Geringverdienern, Armutsrentnern und Alleinerziehenden) um Wohnraum, Niedriglohn-Arbeitsplätze, Sozialleistungen, Kinderbetreuungsplätze und Lebenspartnerinnen.

Obwohl diese sozialen Missstände von der christlichen Linken und ihren Medien ignoriert, umgedeutet, verharmlost oder durch Ablenkungsmanöver verdrängt werden, haben migrationskritische Neoliberale erdrutschartige Wahlerfolge europaweit erzielen können. Insbesondere dort, wo, wie im Osten Deutschlands, der Einfluss christlicher Almosen-, Schuld- und Feindesliebe-Ideologie seit Jahrzehnten am geringsten ist. Dies obwohl neoliberale Antimigrationsparteien über kein für ihre Wählerschaft attraktives soziales Programm verfügen und, wie christliche Linkspopulisten, keinerlei Lösungsansätze bieten, wie eine multikulturell gespaltene Gesellschaft auf friedlichem Wege geeint und die Bedrohung durch islamistische Parallelgesellschaften auch ohne verstärkten Einsatz von Polizei und Justiz entschärft werden könnte. Stattdessen signalisieren europäische Antimigrationsparteien sogar Nähe gerade zu jenen neoliberalen und christlichen Ideologien, die für eine christlich-populistische Migrationspolitik verantwortlich zeichnen! Dennoch wandern einstige Linke-Wähler zu ihnen ab, weil sie die Einzigen sind, die aus Besitzstandswahrung, gesundem Selbstbehauptungswillen, konservativer Grundhaltung und fehlender christlicher Schuld- und Büßermentalität die sozialen und fiskalischen Folgeprobleme einer ohnehin inhumanen und global ungerechten “Flüchtlingspolitik“ offen benennen. Sie sind für viele säkulare und antifaschistische Linke plötzlich als kleineres Übel wählbar geworden, weil sie sich wenigstens zur Notwendigkeit innerer Sicherheit durch unverletzliche nationale Außengrenzen bekennen und den Zustrom von antidemokratischen Islamisten konsequent stoppen wollen.

Gar nicht auszudenken, wie groß die Wahlniederlagen für die etablierten christlich-populistischen Parteien werden würden, wenn Antimigrationsparteien ihr neoliberales Profil ablegen und auch noch aufdecken würden, dass ihre christlich “linken“ politischen Gegner ihrem viel beschworenen “humanitären Anspruch“ nicht im Geringsten gerecht werden. Wenn sie erkennen würden, dass diese vielmehr dabei sind, eine immer größer werdende humanitäre und soziale Katastrophe unter Zugewanderten, in deren Herkunftsländern und unter der europäischen Bevölkerung anzurichten!

Mit diesem Buch verbindet sich zugleich die Hoffnung, dass dank wissenschaftlicher Überzeugungskraft die Linke wieder zu wirklicher sozialer Gerechtigkeit zurückkehrt und sie doch noch gerettet werden kann. Auch weil wir niemanden für seine religiös-politischen Irrtümer anklagen und er sich schuldig fühlen muss! Denn letztlich ist der Mensch aus psychologischer Sicht für uns leider nur ein Roboter, der so denkt, wie er nach seinem Informationsstand denken muss! Statt einen Andersdenkenden zu verurteilen, wollen wir uns der Psychologie bedienen, um ihn zu verstehen und ihn zu seinem und zum Wohle aller zu überzeugen.

1. Liebe macht blind - Nächstenliebe auch!

Zusammenfassung:

Seit der Verbürgerlichung der Linken bedient sie sich zur politischen Einflussnahme zunehmend christlicher Parolen von Selbstlosigkeit, Selbstunterwerfung und schuldbüßerischer Selbstgeißelung. Dieser christliche Linkspopulismus führt zu sozialer Ungerechtigkeit, Inhumanität und Irrationalität in allen Politikbereichen - seit 2015 insbesondere aber in der Zuwanderungs- und globalen Armutspolitik. Er verhindert eine global gerecht verteilte Hilfe für 1 Milliarde Notleidenden, weil er alle Mittel auf die christliche Almosenvergabe an Armutsflüchtlinge konzentriert. Er führt bei Migranten zugleich zu einer seelischen Dauerbelastung und neurotischen Symptomatik durch Heimatverlust, Verlust sozialer Beziehungen, Arbeitslosigkeit, innere multikulturelle Konflikte, rassistische Minderwertigkeitsgefühle, religiöse und sexuelle Frustrationen usw., die im Falle ihrer seelischen Bewältigung durch eine islamistischeRadikalisierung zu selbst- und fremdgefährdendem Verhalten führen können.

Am 4.7.2018 äußerte sich der Fraktionsvorsitzende der Partei “DIE LINKE“ Dietmar BARTSCH vor dem deutschen Bundestag mit den folgenden Worten zum Thema Zuwanderung:

„Gerade beim Thema Flüchtlinge ist es umso bitterer, dass die CSU jegliche Nächstenliebe und jeglichen christlichen Anspruch aufgegeben hat.

Sie hätten doch auch Jesus mit einem Lächeln abgeschoben.

Ich will aus Jesaja 58 zitieren:

„Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!“

Als Linker erinnere ich Sie sehr gern daran: Die Bibel kennt keine guten und schlechten Fluchtgründe. Sie kennt nur Menschen in Not, und sie kennt nur Hilfe. Das schreiben Sie sich als christliche Parteien bitte mal hinter die Ohren.“

DIETMAR BARTSCH (https://www.dietmar-bartsch.de/2018/07/04/dietmar-bartsch-das-c-in-cducsu-steht-fuer-chaos/)

Egal ob BARTSCHs religiös programmiertes Gehirn aufgrund christlicher Sozialisation auch politische Denkfehler verursacht und er deshalb die Migrationspolitik zu einem christlichen Gottesdienst umfunktionieren muss oder ob er, wie es seit Jahrtausenden politische Eliten schon immer getan haben, eine politische Ideologie als höheren göttlichen Auftrag dem Volk vermitteln will, wir haben es hier in aller Deutlichkeit mit dem Versuch zu tun, mit einer “linken“ Variante des christlichen Populismus andere politisch zu überzeugen. Würden wir diesen Glaubenskrieg unter linken und rechten christlichen Populisten über die einzig “rechtgläubige Migrationspolitik“ ernst nehmen und uns auf die Suche nach Bibelstellen machen, aus denen der LINKE-Fraktionsvorsitzende seine politischen Forderungen für das Jahr 2018 evtl. abgeleitet haben könnte, müssten wir allerdings erfolglos bleiben: In der Bibel wird sich keine christliche Handlungsanweisung finden für die Notlage von über 1 Milliarde Menschen, die 2018 weltweit unter Armut und Krieg zu leiden hatten und von denen die meisten zu alt, zu krank und zu arm waren, aus ihrem Elend zu christlich-linken Samaritern nach Deutschland flüchten zu können.

Oder findet sich in der Bibel vielleicht doch noch eine Geschichte, auf die sich der “linke“-Fraktionsvorsitzende berufen könnte? Die Geschichte von der Speisung der Fünftausend aus Johannes - Kapitel 6 könnte ja vielleicht passen. Wo fünftausend Notleidende gesättigt werden können, können durch ein deutsches Wunder sicher auch 1 Milliarde Menschen dank christlicher Nächstenliebe gesättigt werden! Allerdings müsste der Inhalt der biblischen Geschichte für einen christlichen Linken dann doch noch etwas angepasst werden:

Die Speisung der Fünftausend (eine biblische Geschichte aus Johannes - Kapitel 6 in der Neufassung von CDU/CSU, SPD, die GRÜNEN, FDP und Linkspartei 2015)

Jesus aber ging hinauf auf den Berg, zu sehen, wie viele Notleidende ihm seiner Wunder wegen schon gefolgt waren. Als er seinen Blick senkte sah er hinab auf Tausende Arme und Elendige, die sich im Tale versammelt hatten und seiner Hilfe harrten.

Da sprachen seine Jünger zu ihm: „Die Menschen im Tal sind von ihrem Marsch noch hungriger geworden, oh Herr, Sollten wir nicht hinabsteigen, um sie mit unseren Gerstenbroten und Fischen zu nähren?“ Jesus aber antwortete: „Was sorgt ihr euch? Lasset die Menschen nur hungern! Wenn sie genug gelitten haben, werden sie sich schon von selbst zu uns auf den Weg machen, um gesättigt zu werden.“

So kam es, dass nur einige junge Männer sich auf den gefährlichen Weg hinauf zu Jesus auf den Berg machten und nicht wenige von ihnen auf dem beschwerlichen und gefährlichen Pfad zu Tode stürzten.

Jene aber, die die gefährliche Flucht überstanden, wurden von Jesus und seinen Jüngern herzlich willkommen geheißen. In freudiger Nächstenliebe nährten sie sie mit dem Wenigen, das sie hatten und sich auf wundersame Weise in ihren Händen vermehrte.

Doch kaum war der Hunger der Ankömmlinge fürs Erste gestillt, wich ihre Dankbarkeit einem seltsamen Unmut. Wut stieg in ihnen auf über die Mühen, die sie für die wenige Speise hatten auf sich nehmen müssen, wo ihnen doch im Tal ebenso und allen hätte geholfen werden können. Sie fühlten sich schuldig, weil sie als einzige genährt worden waren und sie die Frauen, die Kinder, die Alten, die Kranken und alle Schwachen im Tal hungrig zurück gelassen hatten. Auch vermissten sie immer wehmütiger ihre Familien, ihre Freunde und ihre Heimat am Fuße des Berges.

Jesus aber, der diese Bitternis und die Unruhe seiner Jünger darüber sehr wohl bemerkte, sagte: “Meine Jünger, sorgt Euch nicht! Tun wir nicht Gutes? Befolgen wir nicht Gottes Gebot der Nächstenliebe indem wir die lieben, die uns am nächsten sind? Also lasst die im Tal nur verhungern, Gott wird wissen, warum er ihnen die Gabe verwehrt hat, sich zu uns auf den Berg zu flüchten!“

Vielleicht sollte der Fraktionsvorsitzende der LINKEN mehr auf den Volksmund hören. Der hat sehr klug erkannt, welchen Denkfehlern der Mensch unterliegen kann, wenn sein Gehirn, wie das eines “linken“ Fraktionsvorsitzenden, unter heftigen Gefühlen zu sehr auf bestimmte (z.B. religiöse) Wünsche und Phantasien fixiert ist. Einfach und treffend stellt der Volksmund fest: „Liebe macht blind!“. Sieht man sich an, was derzeit in Europa und ganz besonders in Deutschland geschieht, muss man wohl ergänzen: „Liebe macht blind und christliche Nächstenliebe macht auch noch taub dazu!“ Sie macht offensichtlich blind und taub für die Hilferufe der Ertrinkenden, die aus “Nächstenliebe“ mit falschen Versprechungen zur Flucht aufs Meer gelockt werden. Zu Zehntausenden ergeht es ihnen nicht anders als einem Kind, das von der Mutter aus blinder Mutterliebe über eine viel befahrene Straße zu sich gerufen wird und dabei unweigerlich der Lebensgefahr ausgesetzt ist, von einem Auto überfahren zu werden. Wie würden wir wohl über eine Mutter denken, die durch ein solches Verhalten eines ihrer Kind schon verloren hat und trotzdem nochmals am Straßenrand steht und einem Kind auf der anderen Straßenseite zuruft, es solle doch zu ihr kommen? Würden wir der Mutter wegen fahrlässiger Tötung das Sorgerecht entziehen oder sie für eine besonders “liebe Mutter“ halten?

Blind und taub sind christliche “Linke“ aber allem Anschein nach auch für das Elend von 1 Milliarde Notleidender auf der Welt, die niemals zu ihren christlichen Samaritern werden flüchten können, weil sie zu alt, zu krank oder zu arm sind, kriminelle Schlepperbanden dafür bezahlen zu können. An ihnen vollziehen die “Fluchthelfer“ einen klammheimlichen Völkermord und erwähnen sie nur noch in Sonntagsreden, wenn wieder einmal der Klingelbeutel für die “flüchtende“ Oberklasse von Notleidenden gefüllt werden soll.

Noch mehr als es ihnen ihre 2000 Jahre alte christliche Selbstunterwerfungsideologie aus römischen Besatzungszeiten ohnehin schon vorschreibt, scheinen sich also die Anhänger, Funktionsträger und politischen Vertreter eines christlichen Linkspopulismus in eine erblindende “Nächsten- und Feindesliebe“ zu flüchten. Dies tun sie nicht nur, weil sie ihre ängstlichen religiösen Selbstzweifel durch noch blindere christliche “Nächstenliebe“ beruhigen müssen, wenn sie sehen, wie dagegen weltweit der Islamismus von Milliarden Menschen inbrünstig angebetet und gelebt wird. Kirchenfunktionäre scheinen zugleich die einmalige Chance zu wittern, durch vorgelebte islamistische Religiosität bei ihren abhanden gekommenen christlichen Schäfchen die gleichen Todes- und Höllenängste entfachen zu können, um sie in ihre Amtskirchen zurückzutreiben. Dass sie dann auch die seelsorgerische Nachbetreuung nach islamistischen Gewaltakten übernehmen müssen, lässt sie immer noch nicht an ihrer Feindesliebe zweifeln, sondern bestätigt für sie eher die Sinnhaftigkeit ihrer christlichen Wohltaten.

- Merkmale eines christlichen Gottesstaates -