Jeden Tag ein Stückchen Glück - Ashley Lippert - E-Book

Jeden Tag ein Stückchen Glück E-Book

Ashley Lippert

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Beschreibung

Auf die Kolumne "Mal ganz positiv gedacht" in der Zeitschrift die aktuelle freuen sich jede Woche Millionen Leserinnen und Leser. Denn hier gibt Ashley Lippert, seit Jahren bekannt als Frau Bettina, einfühlsamen Rat und wertvolle Tipps zu allen Lebensbereichen. Eine Auswahl ihrer besten Kolumnen ist in dem Geschenkband Jeden Tag ein Stückchen Glück für Sie zusammengetragen. Ein Buch, das die Augen für das kleine und das große Glück öffnet - eine Rundum-Aufmunterung für jeden Tag!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 134

Veröffentlichungsjahr: 2003

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Ashley Lippert

Jeden Tag ein Stückchen Glück

Widmung

Ein herzliches Danke an Familie Unterbichler, deren liebevolle Unterstützung so vieles erst möglich macht.

Ashley Lippert

Jeden Tag ein Stückchen Glück

Inspirierende Gedanken von Frau Bettina

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Für Fragen und Anregungen:

[email protected]

Nachdruck 2013

© 2001 by mvg Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH

Nymphenburger Straße 86

D-80636 München

Tel.: 089 651285-0

Fax: 089 652096

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Umschlaggestaltung: Coverdesign Uhlig GmbH, Augsburg

Satz: Fotosatz H. Buck, Kumhausen

Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN Print 978-3-86882-362-2

ISBN E-Book (PDF) 978-3-86415-404-1ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86415-855-1

Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter

www.mvg-verlag.de

Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unterwww.muenchner-verlagsgruppe.de

eBook by ePubMATIC.com

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Geh mit einem Lächeln ran!

Das Leben kann traumhaft sein

Sie dürfen sich durchsetzen!

Bleiben Sie sich treu!

Das Leben ist ein Spiegel

Zuverlässigkeit – eine Rarität

Was wohl die anderen denken?

Packen Sie’s an!

Schweigen ist Gold

Die lieben Kollegen

Kleider machen Leute

Mobbing – nein danke!

Nur keine falsche Bescheidenheit!

Arbeit kann auch Spaß machen

Frauen und das liebe Geld

Verwirklichen Sie Ihre Vorhaben jetzt!

Mut zum Frechsein

Smalltalk gefällig?

Schwächen kaschieren ist erlaubt

Nur kein schlechtes Gewissen!

Mütter dürfen Fehler machen

Mängel haben auch etwas Gutes

Mama ist kein Dienstmädchen

Offen über Gefühle reden

Sie sind es wert ...

Mama meint, was sie sagt

Negative Gefühle dürfen sein

Das verborgene Selbst

Auch Eltern sind nur Menschen

Frohnatur und Miesepeter

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär ...

Sie müssen nicht perfekt sein!

Haben Sie Vertrauen!

Bewusst sein ...

Lassen Sie sich Zeit!

Ein kleiner Kurs in Charakterlehre

Niemand muss einsam bleiben

Frau liebt es romantisch

Glauben Sie an die Liebe!

Drum frage, wer sich binden will ...

Verliebt – Verhaltenstipps für den Ernstfall

Männer und ihre Leidenschaften

Wo sind die Helden geblieben?

Typen gibt’s ...

Liebeszauber

Eine neue Liebe

Das zarte Pflänzchen „Partnerschaft“

Urlaub – die schönsten Wochen

Schreiben Sie sich’s von der Seele!

Die weibliche Intuition

Nicht alles ist wörtlich zu nehmen

Mister Wunderbar

Und irgendwann tut’s nicht mehr weh ...

Verhängnisvoller Kompromiss

Die Tür nach innen

Stress einmal anders lösen

Der Schmerz als Freund

Ein Tag für Ihre Schönheit

Ihr innerer Ratgeber

Wandlung im Frühling

Bleiben Sie am Ball!

Aktiv in die zweite Lebenshälfte

Ein Weg zur inneren Ruhe

Lassen Sie sich helfen!

Nur ein wenig Geduld!

Kontaktadresse

Vorwort

Eigentlich kann jeder zaubern, wenn er daran glaubt. Eigentlich kann jeder fliegen, wenn er sich in Gedanken über die Erdenschwere erhebt, die uns auf den nackten, kalten Boden unserer täglichen Probleme drückt. Eigentlich kann jeder die große Liebe erleben, der wirklich bereit ist, zu lieben und geliebt zu werden.

Das alles lerne ich, lernen wir, wenn ich Ashley Lippert zuhöre, die uns als Frau Bettina jede Woche mit ihrer Kolumne in unserer Zeitschrift wegzaubert aus dem Sorgenland, das man Alltag nennt. Das Wort „Alltag“ hat in unserer Sprache seltsamerweise immer einen negativen Beigeschmack. Als müssten wir unser richtiges Leben für den besonderen Feiertag aufheben. Als wäre der Rest nur grau und öde. Der lähmende Alltag der Liebe, der zähe Alltag des Berufslebens, in dem die Stunden endlos dahinkriechen bis zum Feierabend oder zum nächsten Feiertag. Unsere Ashley Lippert ist eine Zauberin des Alltags, eine Zauberin der Gedanken, welche uns Lust auf den Alltag machen, uns die Lebensfreude zurückgeben. Die uns zeigen, dass Gedanken ein Leben verändern können, indem sie uns die Wunder wahrnehmen lassen, die in den kleinen Dingen stecken, die uns täglich begegnen. Die uns fliegen lassen über all die Widrigkeiten, die Sorgen, die Nöte, die uns so unüberwindbar erscheinen. Die uns sagen, dass wir nicht immer nur darauf hoffen sollen, dass es einmal besser wird. Das Leben ist schön – das lernen wir von Ashley Lippert. Das Leben ist besser als sein Ruf.

Tonio Montel

Chefredakteur die aktuelle

Geh mit einem Lächeln ran!

Es gibt Situationen, da kann einem das Lachen schon vergehen. Ringen Sie sich dennoch ein Lächeln ab. Es lohnt sich allemal!

Ich habe einen wirklich guten Freund. Und der hat ein wirklich sonniges Gemüt. Ich staune immer wieder über ihn und lerne immer wieder von ihm. Er hat einen Satz geprägt, der mich seither begleitet. Dieser Satz fiel an einem hektischen verkaufsoffenen Samstag. Ich musste damals unbedingt noch etwas in der Innenstadt besorgen. Ich bat meinen Freund, mir dabei zu helfen. Bevor wir loszogen klagte ich, wie schrecklich ich es fände, mich jetzt in dieses Menschengewühl stürzen zu müssen. Er zwinkerte mich an und sagte: „Da gehen wir einfach mit einem Lächeln ran.“ Dieser Ausspruch nahm dem ganzen Unterfangen den Schrecken. Ich musste unweigerlich lachen. Und wir hatten beim Einkaufen, trotz Trubel und Hektik, jede Menge Spaß.

Es ist in der Tat reine Einstellungssache, wie wir die Dinge erleben. Wenn wir uns vornehmen, mit einem Lächeln ranzugehen, und das auch wirklich beherzigen, dann können wir Situationen gelassen betrachten, die uns sonst auf die Palme treiben würden. Geschäftsessen mit einem schwierigen Kunden? Da gehen wir mit einem Lächeln ran! Die Schwiegermutter hat schon wieder gemeckert und sich in Ihr Familienleben eingemischt? Lächeln – und wenn es nur innerlich ist! Freuen Sie sich, dass Ihnen der liebe Gott zwei Ohren geschenkt hat. Eins für „rein“ und eins für „raus“. Schalten Sie auf Durchzug. Der Garten muss frühlingsfit gemacht werden, die Garage endlich aufgeräumt, das Fahrrad geputzt werden? Da gehen wir doch mit einem Lächeln ran! Manche Dinge müssen getan werden, ob wir nun wollen oder nicht. Durch Ärgern und inneren Widerstand steigern wir jedoch das Unangenehme bis hin zur Qual. Ist das denn hilfreich? Sicher nicht. Sie können entscheiden, wie Sie etwas erleben möchten: grimmig oder lächelnd. Wussten Sie, dass durch die Gesichtsmuskelstraffung beim Lächeln über körpereigene Botenstoffe eine Nachricht an unser Gehirn geschickt wird? Die Nachricht lautet: Endorphine (= Glückshormone) produzieren. Diese schenken uns gute Laune. Automatisch werden dadurch Stresshormone reduziert. Sie können nämlich neben den Endorphinen nicht bestehen. Na, lohnt es sich da noch, am Samstag mit mürrischem Gesicht einkaufen zu gehen?

Ein Scherz, ein lachend’ Wort entscheidet oft die größten Sachen treffender und besser als Ernst und Schärfe.

Horaz, Dichter, 65 - 8 v. Chr.

Das Leben kann traumhaft sein

Sie spüren, dass Sie mehr aus Ihrem Leben machen möchten? Dann sollten Sie sich Ihrer Kindheitsträume erinnern. Versuchen Sie wenigstens einen davon zu verwirklichen!

Erinnern Sie sich noch an einen Kindertraum? Wie wollten Sie werden, wenn Sie erst mal groß wären? Was wollten Sie alles sein und tun? Und wo stehen Sie heute? Konnten Sie einen Teil Ihrer Kindheitsträume verwirklichen? Oder sind Sie manchmal traurig darüber, wie wenig Ihr Leben heute den Vorstellungen von damals gleicht? Vielleicht denken Sie jetzt: „Kinderträume – die kann man doch nicht ernst nehmen.“ Dennoch glaube ich, dass sich so mancher frühere Wunschtraum verwirklichen ließe, hätte man nur den Mut, die eingefahrenen Gleise zu verlassen. Das Leben ist so kostbar und wertvoll. Wir Menschen sollten es nicht vergeuden, indem wir völlig unbewusst tagein, tagaus nur funktionieren. Jeder sollte sich einmal ernsthaft die Fragen stellen: „Wer bin ich? Was will ich?“ Sind Sie der Mensch, der Sie sein möchten? Sind Sie wirklich Sie oder füllen Sie hauptsächlich eine Rolle aus, die jemand anderer Ihnen zugedacht hat? Die Rolle der gehorsamen Tochter, der aufopfernden Mutter, der angepassten, pflegeleichten Ehefrau, der tüchtigen, fleißigen Mitarbeiterin? Oft stecken wir in einer solchen Rolle und verlieren ganz das Gefühl dafür, wer wir wirklich sind. Dazu fällt mir eine Geschichte ein:

Der angesehene Rabbi Sussja erklärte seinen Schülern: „Es wird der Tag kommen, da werde ich vor Gott stehen. Und er wird mich nicht fragen: ,Warum bist du nicht Moses gewesen?‘ Nein, er wird mich fragen: ,Warum bist du nicht Rabbi Sussja gewesen?‘“

Würden Sie sich gerne wieder etwas mehr sich selbst annähern? Wie würde das aussehen? Denken Sie zurück an Ihre Träume und Wünsche. Wollten Sie schon immer malen, gestalten, musizieren? Oder Menschen führen, anleiten, unterrichten? Oder vielleicht in ganz schicken Kleidern einherschreiten? Was davon lässt sich jetzt in Ihrem Leben umsetzen? Es mag dazu eine Portion Courage und ein wenig Mühe nötig sein. Aber es lohnt sich allemal, in Richtung Traumverwirklichung aufzubrechen! Die Belohnung dafür ist ein gutes Lebensgefühl. Es ist wie ein inneres Ja. „Ja, ich setze mich für mich und meine Träume ein und gebe mein Bestes. Ja, ich lasse mich voll auf dieses Leben ein.“ Das Erstaunliche ist: Sobald Sie selbst fest von einem Vorhaben überzeugt sind, kriegen andere Menschen das auch mit. Sie finden plötzlich Unterstützung und die nötigen Tipps. Es ist ein wundervolles Gefühl, im Alter zurückzublicken und zu spüren, dass es ein gelungenes Leben war. Denn was haben Sie davon, wenn es später einmal heißt: „Sie hat es allen immer recht gemacht“? Gar nichts. Viel besser ist es doch, wenn Ihre Nachkommen sagen: „Sie hat ihr Leben wirklich voll gelebt.“

Du kannst dein Leben nicht verlängern noch verbreitern, nur vertiefen.

Gorch Fock, Schriftsteller, 1880-1916

Sie dürfen sich durchsetzen!

Oft will es nicht so recht gelingen, eigene Wünsche und Interessen auch durchzusetzen. Mit der richtigen inneren Einstellung und mit gedanklicher Vorbereitung können Sie dies jedoch ändern.

Ganz besonders den Frauen fällt es oft schwer, sich durchzusetzen. Ergeht es Ihnen auch manchmal so? Sie möchten z.B. gerne kurzfristig einen Arzttermin verschieben. Es ist Ihnen unangenehm. Sie hoffen, man kommt Ihrem Wunsch entgegen. Die Helferin jedoch erwidert Ihr Anliegen mit einem lang gezogenen „Oh nein, das ist aber ganz schlecht.“ Schon geben Sie klein bei. Sie beugen sich dem Wunsch der Arzthelferin und nehmen den Termin doch wahr. Und wo bleibt Ihr Bedürfnis? Wieder einmal auf der Strecke. Und wie fühlen Sie sich dabei? Mies. Ähnlich verlaufen häufig Gehaltsverhandlungen, Urlaubsplanungen und vieles mehr. Woran liegt es, dass sich so mancher viel zu schnell abfertigen lässt und dann mit dem Ergebnis unzufrieden ist? Meist wird das Scheitern schon durch die entsprechenden Gedanken vorprogrammiert. Kommt Ihnen dieser innere Dialog bekannt vor? „Die in der Praxis sind jetzt sicher sauer, wenn ich den Termin verschiebe. Wahrscheinlich wird es gar nicht möglich sein. Jetzt bringe ich deren ganzen Plan durcheinander.“ Und mit dieser „Armer-Sünder-Haltung“ tragen Sie dann vorsichtig Ihr Anliegen vor: „Entschuldigung, wäre es eventuell möglich, dass ich, wenn es keine Umstände macht, meinen Termin heute Nachmittag verschiebe?“ Da weiß Ihr Gegenüber sofort, dass er diesen Wunsch nicht ernst zu nehmen hat. Jeder Mensch erkennt ganz intuitiv, gegen wen er gewinnen kann. Und schon haben Sie verloren. Also wappnen Sie sich vorher! Machen Sie sich hilfreiche Gedanken: „Hier geht es um mich. Ich gehe jetzt hin und verschiebe den Termin.“ Sehen Sie das Ziel (Termin ist geändert) vor Augen, nicht eventuelle Schwierigkeiten. Überlegen Sie sich eine passende Antwort, sollte der andere nicht auf Ihren Wunsch reagieren. Zum Beispiel: „Mag sein, dass dies für Sie schwierig ist. Dennoch möchte ich einen anderen Termin. Ich bin sicher, Sie finden noch einen.“ Halten Sie eine Alternative bereit: „Mittwoch oder Freitag würde mir gut passen, geht das?“ Sprechen Sie freundlich, ruhig und deutlich. Wie so oft gilt auch hier wieder: Blickkontakt, aufrechte Körperhaltung, kurze klare Sätze.

Denn so wird Ihr Gegenüber ganz intuitiv spüren, dass er Ihren Wunsch sehr wohl ernst zu nehmen hat. Und er wird entsprechend handeln.

Wer seinen Willen durchsetzen will, muss leise sprechen.

Jean Giraudoux, Dichter, 1882-1944

Bleiben Sie sich treu!

Oft glauben wir anderen mehr als uns selbst. Dabei kann ein anderer niemals wirklich wissen, was das Beste für uns ist. Wir müssen es selbst herausfinden und dann mutig dazu stehen.

Die Menschen sind seit jeher auf der Suche nach jemandem, der ihnen die Richtung weist. Scheinbar halten sie sich selbst nicht für fähig, ihren Weg zu erkennen. Irgendwie herrscht da ein Denken vor, wie: „Ich halte mich lieber an gescheitere Leute. Die wissen, wo’s langgeht.“ Als ob irgendjemand schlauer sein könnte als sie selbst, was ihren individuellen Weg angeht. Wenn diese Suchenden nun einen Hinweis erhalten, der da heißt: „Geh nach rechts, das wird gut für dich sein“, dann marschieren sie froh und zufrieden drauflos. Vorher allerdings vergewissern sie sich, ob auch genügend andere diese Richtung einschlagen. Denn alleine gehen mögen sie nicht. Vielleicht erweist sich dieser Weg aber nach einer Weile als recht beschwerlich. Dann beginnen sie nach Wegweisern in eine andere Richtung zu spähen. Hurra! Da kommt endlich wieder so ein Gescheiter! Der sagt, links sei alles viel besser. Voll Dankbarkeit wenden sich nun alle nach links. So. Jetzt erscheint jedoch jemand, der sie voller Inbrunst davon überzeugt, dass ihr Glück nur zu finden sei, wenn sie sich im Kreis bewegen. Was glauben Sie, liebe Leser, wird geschehen? Genau. Alle ändern wieder die Richtung. Man könnte sie überall hinschicken, weil sie selbst nicht wissen, wohin sie wollen. Wer sich so von anderen leiten lässt, kann niemals das Leben führen, das er will. Er ist total manipulierbar. Versucht einer dieser Konformisten dann doch einmal auszubrechen, kann man ihn schnell wieder zurück in die Reihe bekommen. Wie? Ganz einfach. Man sagt: „Sei nicht so egoistisch!“ Dann überfallen ihn sofort Schuldgefühle. Denn egoistisch sein – nein, das will er nicht. Haben ihm seine Eltern doch jahrelang eingetrichtert, wie übel das ist. Also geht er wieder brav zurück ins Glied. Er durchschaut nicht, dass das ein schlauer Trick seines Ratgebers ist. Damit kann dieser ihn nämlich weiterhin, ganz egoistisch, für seine eigenen Interessen einspannen. Bedenken Sie: Wenn jemand nicht daran interessiert ist, dass Sie Ihren eigenen Vorteil anstreben, dann vermutlich deshalb, weil er selbst Sie zu seinem Vorteil benutzen will. Seien Sie also wachsam und bleiben Sie Ihrem Gefühl treu! Ich wünsche Ihnen stets den Mut, Individualist zu bleiben.

Dem wird befohlen, der sich nicht selber gehorchen kann.

Friedrich Nietzsche, Philosoph, 1844-1900

Das Leben ist ein Spiegel

Die Welt scheint manchmal voll griesgrämiger Menschen zu sein. Und wir sind darüber enttäuscht. Aber wie man in den Wald hineinruft, so hallt es bekanntlich wider.

Heute möchte ich Ihnen einmal wieder eine kleine Geschichte erzählen:

In Indien gab es vor vielen hundert Jahren den berühmten Tempel der Tausend Spiegel. Ein Hund machte sich auf die Reise, um diesen Tempel zu besuchen. Er ging zögernd hinein, blickte in die Spiegel – und was sah er? Tausend ängstliche, angespannte Hunde. Das machte ihm noch mehr Angst. Er fletschte die Zähne, knurrte und tausend böse Hunde fletschten ebenfalls die Zähne und knurrten zurück. Mit eingezogenem Schwanz schlich er davon. Er war sich ganz sicher: Die Welt besteht aus lauter bösen Hunden. Er betrat diesen Tempel nie wieder.

Kurze Zeit später kam ein anderer Hund zum Tempel. Er tänzelte beschwingt hinein und was erblickte er? Tausend freundliche Hunde. Er drehte sich genüsslich nickend umher und sah tausend Hunde, die es ihm gleichtaten. Fröhlich machte er sich auf den Heimweg. Er war sich ganz sicher: Die Welt besteht aus lauter freundlichen Hunden.