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Peter Thurnhofer versuchte wie viele andere, sein zunehmendes Gewicht durch verschiedene Diäten herunter zu bringen. Nichts gelang. Jedes Mal was es höher mit dem bekannten Jo-Jo-Effekt. Dann im Alter von 85 Jahren stieß er auf die Keto Diät und erfuhr erstmals etwas über den Fettstoffwechsel. Die Beschreibung dieser Diät enthielt mehrere Fehler. Doch sie gab die Richtung vor, wo er weiter zu suchen hatte. Mit der Erkenntnis, dass politische, wirtschaftliche und energierelevante Ereignisse mit einer Deaktivierung des Fettstoffwechsels für die Entgleisung des Gewichts und die krankheitsbedingten Folgen gesorgt hatten, fand er einen neuen Ansatz. Mit der Reaktivierung des Fettstoffwechsels konnte nun ohne Mangelerscheinungen, ohne Hungergefühle, ohne gewichtsreduzierende Hilfsmittel und ohne Jo-Jo-Effekt, das Zielgewicht nachhaltig erfolgreich angegangen werden. Die Kosten für die Allgemeinheit könnten drastisch gesenkt werden, wenn sich die Politik mehr der Ursache, dem deaktivierten Fettstoffwechsel, widmen würde, anstatt sich nur um Reparaturen im begleitenden auffälligeren Kohlenstoffwechsel zu konzentrieren.
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Seitenzahl: 117
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Inhalt
Vorwort
Wie soll ich das nennen, was ich da mache?
Die Hauptbaustoffe des Körpers
Kohlenhydrate
Monosaccharide (Einfachzucker)
Disaccharide (Zweifachzucker)
Oligosaccharide (Mehrfachzucker)
Polysaccharide (Vielfachzucker)
Eiweiße (Proteine)
Fette
Gesättigte Fettsäuren
Ungesättigte Fettsäuren
Transfette
Der Stoffwechsel des Körpers
Der Eiweißstoffwechsel (Pyruvat, Eiweiß)
Energiestoffwechsel bei Muskelbelastung
Der Kohlenhydratstoffwechsel (Sacharide, Zucker)
Die Rolle von Insulin und Diabetes
Warum nehmen wir zu?
Der Blutzuckerwert als Indikator des Kohlenhydratstoffwechsels
Der Fettstoffwechsel (Ketone)
Der Keton-Wert als Indikator des Fettstoffwechsels
Der Hungerstoffwechsel
Zusammenspiel der Stoffwechsel von Fetten und Kohlenhydraten
Auswirkungen bei normal gewichtigen Personen
Auswirkung bei übergewichtigen Personen
Auswirkungen bei untergewichtigen Personen
Anforderungen an eine langfristige Gewichtsabnahme
Verringerte Vollversorgung der Grundbausteine
Veränderung in der Körperzusammensetzung
Die grundlegenden Parameter zum Gewichtsverlust
Benötigte Energiemenge von Eiweißen, Kohlenhydraten und Fetten in Kalorien
Die Grenzen für die LipoReAct-Diät
Warum Kraftsport notwendig ist
Der Alterungsprozess
Muskelbildung für die Gewichtsabnahme
Das Gewichtsverlust-Plateau
Erfahrungsbericht
Es geht los
Das Permanentfrühstücks
Beispiel eines Mittagessens
Variables Abendessen
Besondere Tage
Tag 1:
Tag 8:
Tag 35:
Tag 38:
Tag 60:
Tag 66:
Tag 79:
Tag 126:
Tag 163:
Tag 253:
Tag 387:
Tag 461:
Tag 506:
Tag 730:
Zusammenfassung und Ergebnis
Ziel, Zielerreichung und Nebenentwicklungen
Wohlfühleffekt
Leistungssteigerung (40%) am Bewegungsablauf (Schritte)
Gewichtsverlust
BMI von 35 auf 30
Entwicklung des Blutzuckers
Bluthochdruck
Lipide: Blutfette und Cholesterin
Reaktivierung des Fettstoffwechsels
Der inaktive oder eingeschränkte Fettstoffwechsel
Die Vorgehensweise ist effizient, gesund und einfach
Nebenbedingungen der Stoffwechselumstellung
Warnung
Ungelöste Probleme
Was ich als notwendige Ausstattung ansehe
Politische und wirtschaftliche Implikationen
Volksgesundheit
Qualitätsminderung durch Gewinnmaximierung in der Lebensmittelproduktion von Fertigartikeln
Kaufkraftverluste durch Privatisierung und Globalisierung
Privatisierung im Gesundheitswesen
Was haben wir von der staatlichen Gesundheitsleistung zu erwarten?
Dis Kosten der dieser gesundheitlichen Fehlentwicklung
Wie kann die Gesundheitserhaltung besser finanziert werden
Aufklärung über den Fettstoffwechsel ist notwendig
Statistische Daten der Gewichtsabnahme
Meine Ausgangswerte
Gewichtsabnahme und Zeitpunkte der Ozempic-Spritze
Kraftsport
Blutzuckerveränderung (Kohlenhydratverbrennung)
Auswirkungen der Abnehmspritze
Körperzusammensetzung
Anhang
Sportliche Unterstützung
Gehen und Kniebeugen
Schwimmen
Hanteltraining
Taurus Ultra Force Kraftstation
Benutzte Messgeräte
Fitbit Versa 3 Smart Watch
Körperfettwaage Withings Body Plus
Den Blutzuckerspiegel messen
Ketonkörper messen
Benutzte Medikamente
Spritze Semaglutid (Ozempic)
Metformin (Siofor)
Melatonin-Einschlafspray
Benutzte Vitamine und Mineralstoffe
Magnesium 375
Eisen und Vitamin D
Vitamin B komplex
Abbildungsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Die Zunahme meines Gewichts sah ich über viele Jahr als ein individuelles Problem an. Mein Gewicht stieg kontinuierlich und stetig mit ca. 1 kg pro Jahr und die ersten Versuche, diese Entwicklung zu stoppen, begannen nach dem 40ten Lebensjahr. Seitdem gab es wohl keine Diät, die ich ausgelassen habe. Die härteste Diät war Saftfasten über 3 Monate mit einem Gewichtsverlust von 10 kg. Alle diese Diäten waren nutzlos und schädlich, da sie Konzentration und Gedächtnis schwächten. Danach war das Gewicht wieder ein kg höher als vorher und ist bekannt als Jo-Jo-Effekt. Grundsätzlich konnte ich diese Diäten nur im Sommer ausführen, weil sie mit Frieren durch die Temperaturabsenkung des Körpers verbunden waren. Doch mit den Jahren war ich überrascht, wie sich die Gewichte der Menschen veränderten und erst da begann ich darüber nachzudenken, was da wohl passiert sein könnte.
Nach Destatis haben heute mehr als 40 Prozent aller Frauen und mehr als 60 Prozent aller Männer Übergewicht oder Fettleibigkeit. Bezogen auf Deutschland wären das ca. 40 Millionen. Alles deutet darauf hin, dass zu wenig Kalorien verbraucht werden und zu viel Kalorien aufgenommen werden. Die Zunahme von Geräten für Arbeit und Mobilität in der Nachkriegszeit dürfte eine gute Erklärung für die Abnahme des Kalorienverbrauchs sein. Der zweite Faktor, der die damit verbundene verringerte Kalorienaufnahme verhinderte, darf man in der industriellen Produktion der Nahrungsmittel ansehen. Die Nachkriegsordnung sah eine marktwirtschaftliche Ordnung vor, in der Wettbewerb ein zentrales Element ist. Unternehmen streben nach Gewinnen (Streben nach Gewinnmaximierung), indem sie Produkte und Dienstleistungen anbieten, die von den Konsumenten nachgefragt werden. Aus der Sicht des Unternehmers geht es daher um Gewinnmaximierung und Konkurrenzfähigkeit bei Akzeptanz des Produktes bei den Verbrauchern ohne Beachtung der Lebensqualität, im Lebensmittelbereich bedeutet das, es schmeckt gut.
Etwas, dem nicht widerstanden werden kann, ist Zucker. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen – ein Luxusgut, das sich nur Wohlhabende leisten konnten. Nun wurde Zucker in verschiedenen Varianten eingeführt. Hier sind einige Beispiele mit verstecktem Zucker: Fertiggerichte, Fruchtsäfte und Softdrinks, Müsli und Müsliriegel, verpackte Snacks und Backwaren, Ketchup und andere Tomatensoßen und Fertigtee. Zucker spielt eine zentrale und vorrangige Rolle als Energiequelle und gehört zu den Kohlenhydraten. Eine zu hohe Zufuhr von Kohlenhydraten (besonders kurzkettiger Kohlenhydrate) führt jedoch langfristig zu Gesundheitsproblemen wie Übergewicht oder Diabetes. Denn die aufgenommenen Kohlenhydrate werden in Fett und die aufgenommenen Fette werden nicht in Energie umgewandelt, welches sich am Körper als Reserve ablagert. Da Kohlenhydrate vorrangig verarbeitet werden und diese in unbegrenzter Menge zur Verfügung standen, entwickelte sich die Ernährung zum kohlenhydratbasierten Kohlenhydratstoffwechsel und deaktivierte den Fettstoffwechsel.
Damit sind wir beim Hauptverursacher der Entwicklung des Übergewichts und der später daraus folgenden Krankheiten. Das Buch zeigt den Ausweg aus dieser Misere durch Wiederentdeckung und Reaktivierung des Fettstoffwechsels auf. Nur durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten sowie regelmäßige Bewegung kann mit Leichtigkeit das Zielgewicht erreicht werden. Dies gilt für Übergewichtige und auch für Untergewichtige gleichermaßen, da die Ursachen identisch sind.
Eine Diät ist eine Ernährungsweise, die oft mit dem Ziel verbunden ist, das Körpergewicht zu regulieren, die Gesundheit zu verbessern oder bestimmte gesundheitliche Probleme zu behandeln. Der Begriff kann auch eine spezielle Art der Nahrungsaufnahme beschreiben, die aufgrund von medizinischen oder persönlichen Gründen gewählt wird. In diesem Sinne ist es erst einmal eine Diät und bleibt auch eine, wenn das Ziel erreicht ist.
Die Methode zur Erreichung dieses Zieles ähnelt verschiedenen Diäten. Für übergewichtige Personen ist dies eine Reduktionsdiät und später eine Erhaltungsdiät.
Für untergewichtige Personen ist es eine Weight Gaining Diet (Gewichtszunahme-Diät), eine allgemeine Diät, die darauf abzielt, das Körpergewicht zu erhöhen, oft mit dem Fokus auf einer ausgewogenen Aufnahme von Makronährstoffen (Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate). Mit einer anschließenden Erhaltungsdiät.
Die Erhaltungsdiäten sind erforderlich, da wie bereits an anderer Stelle vermerkt, die Umweltbedingungen bezüglich Ernährung sich so verändert haben, dass eine gesunde Ernährung nur noch mit bewussten Entscheidungen zur Aufnahme von Nahrungsmitteln verbunden ist.
Eine Low-carb-Diät ist eine Ernährungsform, bei der die Aufnahme von Kohlenhydraten stark reduziert wird, während der Anteil an Eiweiß und/oder Fett erhöht wird. Doch hier soll ja das Fett abgebaut werden und dass bedeutet auch den Fettanteil zu reduzieren, der im Überfluss bereits vorhanden.
Diese Diät entspricht auch nicht der »Keto-Diät«, die dazu dient, stark an Gewicht zu verlieren, wobei der Kalorienverbrauch (durch Sport) gegenüber der Kalorieneinnahme sehr stark erhöht wird. Der Keton-Spiegel bewegt sich zwischen 1 bis 3 mmol/L und führt zu möglichen Nebenwirkungen. Das können Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Erschöpfung, Verstopfung, Muskelkrämpfe und erhöhte Harnsäure- und Harnstoffspiegel sein. Bei der radikalen Eliminierung von Lebensmitteln aus dem Speiseplan muss mit der Entwicklung von Essstörung gerechnet werden. Diese Diät kann also nur kurzfristig vorgenommen werden und entspricht nicht dieser Zielsetzung.
Ausgangspunkt bei dieser Diät ist, dass das Über- oder Untergewicht auf einer Deaktivierung des Fettstoffwechsels beruht. Die Reaktivierung des Fettstoffwechsels ist verbunden mit einer Reduzierung der Kohlenhydrate, da diese vorrangig verarbeitet werden. Gleichzeitig erfolgt auch eine Einschränkung bei Einnahme von Fetten, denn davon gibt es bereits reichlich. Jedoch sollte das nicht in der Form geschehen, dass nun zu fettarmen Produkten gegriffen wird. Es werden Fette in geringen Mengen gegessen (Butter, fettiger Joghurt, Speck etc.), da der Fettstoffwechsel auch trainiert werden muss.
Der Kohlenhydratanteil darf am Anfang nicht 20 Gramm/Tag und später nicht 50 Gramm/Tag überschreiten, damit eine Reaktivierung des Fettstoffwechsels erzwungen wird. Dieser Vorgang wird Lipolyse genannt und übt die Fettspaltung im Körper aus, bei der Triglyceride (Neutralfette) durch Enzyme in freie Fettsäuren und Glycerin zerlegt werden. Die freigesetzten Fettsäuren werden zur Energiegewinnung genutzt. Die entstehenden Energiebausteine werden Ketonkörper genannt und sind im Blut, im Urin und im Atem in besonderen Kombinationen nachweisbar. . Im Gegensatz zur Keto-Diät liegt bei der »LipoReAct-Diät« der Keton-Spiegel zwischen 0 bis 1,0 mmol.
Untergewichtige Personen können mithilfe der »LipoReAct-Diät« genauso einen normalen Gesundheitszustand erreichen. Nur wird hier nicht der Fettanteil reduziert, sondern erhöht. Das Untergewicht ist genauso ein Ergebnis der Einstellung des Fettstoffwechsels. Gut zu sehen, weil es kein Körperfett gibt.
Als Name biete sich daher LipoReAct-Diät an (eine Diät, die den Lipolyse-Prozess oder Fettstoffwechsel reaktiviert). Im Prinzip ist das die Ernährungsweise der restlichen 50 % der Bevölkerung, die nicht übergewichtig sind.
Wie das für die Protagonisten dieser Diät bei Zielerreichung aussieht, ist für mich nicht absehbar, weil meine Abnehmperiode noch nicht beendet ist. Ich stellte aber bereits nach einem Jahr fest, dass größere Anteile an Kohlenhydraten nicht zum Abbruch der Diät führen, wie das in den Anfangsmonaten üblich wäre.
Wichtig ist die ausreichende Nährstoffaufnahme aller Makronährstoffe. Es treten keinerlei Mängel in der Ernährung auf und deshalb kann diese Ernährungsweise ein Leben lang beibehalten werden. Bei der Erhaltungsdiät steigt lediglich die Fettaufnahme an.
Allerdings setzt es ein Verständnis über die drei Arten des Stoffwechsels und der Zusammenhänge voraus. Denn Informationen über den deaktivierten Fettstoffwechsel sind in der öffentlichen Diskussion nicht zu finden.
Die drei wichtigen Baustoffe des Körpers sind Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Während die Eiweiße als Baustoffe der Körpersubstanz für die Muskelfasern, Knochen, Knorpel und auch für das ganze Körpersystem verwendet werden, die Muskulatur ist der Proteinspeicher des Körpers, sind die Fette und Kohlenhydrate der Energielieferant des Körpers. Dabei sind die Kohlenhydrate nicht essenziell. Sie können auch aus den Fetten gebildet werden. Kohlenhydrate sind nicht die primäre Ernährungsgrundlage des Körpers, da die Speicherfähigkeit nur bei maximal ca. 2.000 kcal liegt. Ein kg Körperfett hat dagegen ca. 7.000 kcal. Bei 25 kg Fettanteil, wie in meinem Fall, liegt der Speicher bei 175.000 kcal und könnte mich 70 Tage voll versorgen.
Der Körper braucht aber in erster Linie immer Eiweiße (Proteine), damit ist er in der Lage, bei Mangel umzuschalten und jeden Bedarf aus diesen Quellen zu decken.
Doch die Energielieferanten des Körpers, Fette und Kohlenhydrate, unterscheiden sich in ihrer Funktion. Die vorrangige Versorgung des Körpers geschieht durch die Aufnahme von Kohlenhydraten. In einer Überflussgesellschaft ist diese auch immer vorhanden. Ist die Aufnahme von Kohlenhydraten nicht möglich, dann schaltet der Körper vom Kohlenhydratstoffwechsel in einen Fettstoffwechsel um. In unserer zivilisierten Gesellschaft ist der Fettstoffwechsel fast vollständig vergessen worden und gerät nur langsam wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Die Unterscheidung dieser Baustoffe für den Abnehmenden nach dieser Methode ist essenziell, da der Wechsel zwischen den Funktionen ohne diese Kenntnis nicht möglich ist.
Doch wie funktionieren die Stoffwechsel und welche Rolle spielen sie hier in diesem Buch?
Kohlenhydrate können in verschiedene Kategorien unterteilt werden, basierend auf der Anzahl ihrer Monosaccharid-Einheiten.
Monosaccharide (Einfachzucker)
Diese bestehen aus einer einzigen Zucker-Einheit. Beispiele sind Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Sie sind wasserlöslich und haben einen süßen Geschmack und sind in den meisten Obstsorten sowie in Honig und Süßigkeiten enthalten. Sie liefern schnell Energie, lassen den Insulinspiegel aber auch sehr schnell ansteigen.
Disaccharide (Zweifachzucker)
Diese bestehen aus zwei Monosacchariden, die miteinander verbunden sind. Beispiele sind Saccharose (Kristallzucker), Lactose (Milchzucker) und Maltose (Malzzucker). Auch sie sind süß und wasserlöslich und sorgen ebenfalls für einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels und den damit verbundenen Heißhungerattacken.
Oligosaccharide (Mehrfachzucker)
Diese bestehen aus 3 bis 10 Monosacchariden. Beispiele sind Raffinose und Stachyose. Diese Zucker sind ebenfalls wasserlöslich und haben einen süßen Geschmack. Im Gegensatz zu Ein- und Zweifachzucker können komplexe Kohlenhydrate vom Körper nur sehr langsam aufgespalten werden, was wiederum zu einem langen Sättigungsgefühl führt. Da der Insulinspiegel bei dem Verzehr von komplexen Kohlenhydraten kaum ansteigt, bleiben die Heißhungerattacken hier aus.
Polysaccharide (Vielfachzucker)
Diese bestehen aus mehr als 10 Monosaccharid-Einheiten und sind oft nicht wasserlöslich und geschmacksneutral. Beispiele sind Stärke (bestehend aus Amylose und Amylopektin), Cellulose, Chitin und Glykogen (ein Speicherzucker in Tieren). Ein Polysaccharid ist ein komplexes Kohlenhydrat, das viele Monosacchariden (Zuckerbausteinen) enthält, die über glykosidisch Bindungen miteinander verbunden sind. Polysaccharide können aus hunderten bis tausenden Zuckermolekülen bestehen und werden oft als Speicher- oder Strukturpolysaccharide in Organismen verwendet. Polysaccharide wie Stärke und Cellulose spielen eine große Rolle in der Ernährung und der Struktur von Pflanzen. Stärke wird z. B. in Lebensmitteln wie Kartoffeln und Getreide gefunden, während Cellulose in pflanzlichen Zellwänden vorkommt und als Ballaststoff für die Verdauung wichtig ist.
Eiweiße (Proteine)
Proteine sind Bestandteil aller Zellen. Sie sind an lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt und für den Aufbau und Erhalt von Organen und Muskeln verantwortlich. Unser Körper ist aus Tausenden verschiedenen Proteinen zusammengesetzt, jedes mit einer einzigartigen Funktion. Diese Körperproteine werden im Laufe unseres Lebens ständig erneuert und ausgetauscht. Das heißt, dass wir Nahrungsprotein essen müssen, um die Nachfrage unseres Körpers nach Aminosäuren zu befriedigen. Das Sättigungsgefühl hängt stark von Eiweißen ab.
Arten sind:
Milchprodukte und Eier, Fleisch und Geflügel, Nüsse und Kerne, Fisch und Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Gemüse Protein-Snacks.
Eier, Fisch und Geflügel liefern viel hochwertiges Eiweiß - und nur wenige Kalorien.
Eier sind besser als ihr Ruf: Bis auf Vitamin C enthalten sie alle Vitamine, außerdem liefern sie hochwertiges Protein mit einer hohen biologischen Wertigkeit. Zu den pflanzlichen Eiweißquellen zählen insbesondere Hülsenfrüchte wie Soja, Linsen und Erbsen. Hinzu kommen Getreideprodukte wie Vollkornbrot oder Haferflocken.
Fette
Es gibt drei Hauptarten von Fetten: gesättigte Fettsäuren, ungesättigte Fettsäuren und Transfette. Jede hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit.
Für eine ausgewogene Ernährung empfiehlt es sich, den Anteil an gesättigten Fettsäuren zu reduzieren und vor allem auf ungesättigte Fettsäuren zurückzugreifen. Ein gesundes Maß und eine ausgewogene Fettzufuhr sind entscheidend für die Gesundheit des Körpers.
Gesättigte Fettsäuren
Diese Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Butter, Käse und Schmalz vor. Auch in einigen pflanzlichen Ölen wie Kokos- und Palmöl sind sie enthalten. Gesättigte Fettsäuren erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann, wenn sie in zu großen Mengen konsumiert werden.
Ungesättigte Fettsäuren
Ungesättigte Fettsäuren sind gesund und können den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.
Einfach ungesättigte Fettsäuren
Zu den ›guten Fetten‹ zählen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind teilweise essenziell für unseren Organismus und wirken sich auf unsere Gesundheit günstig aus. Einfach ungesättigte Fettsäuren helfen dem Körper, fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Sie können sich sogar positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken und diesen senken. Ungesättigte Fettsäuren kommen besonders reichhaltig in pflanzlichen Ölen vor, wie zum Beispiel in Rapsöl und Olivenöl.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
Besonders die Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und des Gehirns.
