Kalea und Keahi - Bianca Pferrer - E-Book

Kalea und Keahi E-Book

Bianca Pferrer

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Beschreibung

Kennt ihr die kleine Streberin, die immer lernt, anstatt zur Party zu gehen? Die kleine graue Maus, der niemand Beachtung schenkt? Sicher die kennt doch jeder! Nein? Dachte ich mir, denn die kleine graue Maus bin ich! Ich bin die, die in einem Topf voll Farbe nicht auffällt. Mein Name ist Kenzi Miller, ich bin 18 Jahre und bis vor 6 Monaten wusste noch niemand, dass ich wirklich existiere. Bis zu diesem Zwischenfall, als ich vom Blitz getroffen wurde und ins Koma fiel. Bis zu diesem Moment, als ich aufwachte und ich deine Gedanken hören konnte.

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Seitenzahl: 197

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Hallo liebe Leseratte...

Mein Name ist Bianca Pferrer und ich bin zarte 37 Jahre jung.

Ich bin gebürtige Badnerin. Geboren 1980 in Karlsruhe, aufgewachsen in Karlsruhe, wohnhaft in Karlsruhe.

Mit 12 Jahren lernte ich meine große Liebe Markus kennen. Mit 18 Jahren lernten wir uns Lieben, und im Jahr 2000 kam unser Sohn Justin zur Welt.

Kalea und Keahi ist mein Zweites Werk.

Weitere Bücher von mir, findet ihr unter dem Titel:

(Bisherige Veröffentlichungen)

Hallo Alex..!!

Ich Bedanke mich bei Markus, der immer an mich glaubt und mich unterstützt.

Danke mein Schatz, ich liebe dich....

Ich bedanke mich auch bei Monika, deren aufmunternden Worte, mich zu weiteren Werken inspirieren.

Danke das du immer für mich da bist wenn ich ein offenes Ohr brauche.

Kapitelauswahl

Kenzi

Kapitel 1 Die Warnung

Kapitel 2 Die Botschaft

Kapitel 3 Das Licht

Kapitel 4 Die Wiedergeburt

Kapitel 5 Nakoa

Kapitel 6 Der Verräter

Kapitel 7 Die Prophezeiung

Kapitel 8 Das Medaillon

Lucas

Kapitel 10 Die Hexe des Lebens und des Todes

Kapitel 11 Tante Beatrice

Kapitel 12 Das Ende ist Nahe

Kapitel 13 Der Dolch des Todes

Kapitel 14 Der letzte Kampf

Kenzi

Kapitel 1-9

Kapitel 1

die Warnung

Kennt ihr das wenn man das beliebteste Mädchen an der Schule ist? Alle Jungs einem zu Füßen liegen und man sich vor Verehrer kaum noch retten kann? Die Lehrer lieben einen und man bekommt immer gute Noten? Ja!? Ich nicht! Wie soll ich es euch sagen? Ich bin nicht das beliebte Mädchen, ich bin auch nicht die Freundin des beliebten Mädchen. Kennt ihr die

kleine Streberin die immer lernt anstatt zur Party zu gehen? Die, die immer Freiwilligendienst schiebt? Die kleine graue Maus der niemand Beachtung schenkt?

Sicher die kennt doch jeder! Nein? Dachte ich mir, denn die kleine graue Maus bin ich!

Ich bin die, die in einem Topf voll Farbe nicht auffällt.. Mein Name ist Kenzi Miller, ich bin 18 Jahre und bis vor 6 Monaten

wusste noch niemand dass ich wirklich existiere.. bis zu diesem Zwischenfall, als ich vom Blitz getroffen wurde und ins Koma fiel.. bis zu diesem Moment als ich aufwachte und ich deine Gedanken hören konnte.

Wie es dazu kam? Lasst es mich euch erzählen! Alles fing mit Lucas an. Ihr wollt wissen wer Lucas ist? Kennt ihr den Jungen der alle Mädchen haben kann wenn er wollte? Der schönste der Schule, der Star der Footballmannschaft? Der Prinz vom

Abschlussball?

Ja! Ok, aber ich muss euch enttäuschen. Das ist nicht Lucas.

Zu diesem Jungen kommen wir auch noch aber später..

Lucas ist der den sie Außenseiter nennen. Nein nicht wie mich, ich bin die kleine graue Maus die niemand sieht, Kenzi? Nein glaube nicht das ich sie kenne! Lucas? Das ist doch der Typ der so unheimlich wirkt! Erkennt ihr den Unterschied? Also wie schon gesagt, es begann mit Lucas und dem Moment als er mich warnte. Wovor?

Das will ich euch ja erzählen, also habt Geduld. Es begann vor ungefähr 5 Monaten als ich wie immer alleine in der Ecke sitze und mein Pausenbrot esse,

„Achte auf das Rote Pferd. Es kommt viel zu schnell. Grün ist nicht gleich Grün für alle..“ sprach Lucas mich an.

„Wie bitte?“

„Achte auf das Rote Pferd,“

er sah mich ausdruckslos an, seine Augen hatten diese gewisse Furcht in sich.

„Ok ich achte darauf, aber ich bin mir sicher das es kein rotes Pferd gibt.“

Er ging wortlos. So, dachte ich, das ist also der Grund warum sie Lucas merkwürdig finden. Doch dieser Satz ging mir nicht aus dem Kopf,

achte auf das rote Pferd?

Was soll ein rotes Pferd sein?

Es kommt viel zu schnell,

klar ein Pferd kann schon schnell sein und wenn man zu Fuß unterwegs ist, durchaus einen umrennen,

Grün ist nicht gleich Grün für alle,

das gibt mir am meisten zu denken. Tage hab ich darüber nachgedacht, was meinte Lucas damit? Warum hat er es zu mir gesagt? Er hat noch nie mit mir geredet.

Klar das tut niemand freiwillig, und wenn dann wollen sie nur Hilfe in Mathe oder Chemie.. also beschloss ich ihn danach zu fragen. Er saß wie immer Abseits aller anderen und starrte mich ungläubig an als ich ihn ansprach,

„Lucas darf ich dich was fragen?“

„Solange du die Antwort verträgst?“

Mir ist vorher nie aufgefallen wie eigenartig er sich ausdrückte.

„Ich wollte wissen was du damit meintest, ich soll auf ein rotes Pferd achten?“

Er sah mich an und biss in sein Pausenbrot, ich stand wie angewurzelt da, als würde mich sein Blick hypnotisieren, ich konnte mich kaum bewegen und mir wurde diese Situation unheimlich. Er starrte immer noch und ich wurde leicht nervös.

Lucas stand auf und lies mich einfach stehen.

„Ich habe dich was gefragt? Und ich verkrafte die Antwort!“

schrie ich ihm hinterher, doch es scheint ihn nicht zu interessieren. Das lief nicht besonders gut? Ja, Sicher! Aber ich gebe nicht so leicht auf. Ich folgte ihm heimlich nach der Schule da ich nicht wusste wo Lucas wohnt. Schon die Gegend hier ist etwas unheimlich, diese Ecke der Stadt die jeder gern meidet. Hier stehen alte abbruchreife Häuser in dem mehr oder weniger die Obdachlosen hausen. Ist er etwa Obdachlos?

Gänsehaut machte sich auf mir breit. Shit!!

Ich habe ihn verloren! Wo ist er nur hin..? Planlos irrte ich in dieser Siedlung die mich total gruselte.. Vielleicht gibt es hier dieses rote Pferd? Ängstlich lief ich schneller bis ich an einen Maschendrahtzaun ankam, dahinter befindet sich ein Trailerpark. Ich wusste gar nicht das so ein Park bei uns existiert. Wie in Trance stand ich vor dem Zaun und starrte auf einen der Trailer. Es ist normalerweise nicht meine Art aber irgendetwas zog mich zu diesem Trailer.

„Hallo Kenzi, ich wusste das du kommst.“

Erschrocken drehte ich mich um, eine Frau mittleren Alters stand vor mir,

„woher wissen sie..“

„wie du heißt? Ich weiß so einiges von dir!“

Ich kannte diese Frau nicht und hatte sie bisher auch noch nie gesehen.

„Ich suche Lucas!“

„Ja weiß ich, aber du bist noch nicht soweit.“

„Soweit wofür?“

„Wenn du das nicht weißt dann hast du die Botschaft noch nicht erhalten.“

„Welche Botschaft? Ich will doch nur mit Lucas sprechen?

Wo ist er?“

Mein Verstand sagte mir, renne weg, doch mein Gefühl sagte mir das ich dringend mit Lucas reden sollte. Die Frau nahm meine Hand und fing an die Linien der Innenseite nach zu fahren,

„Du willst wissen was das Rote Pferd ist? Oh es ist bald soweit, auch das Helle Licht wird dich bald berühren und nach dem Dornröschenschlaf, wirst du alles verstehen. Jetzt geh, wenn du wieder Wach wirst werde ich dich wieder sehen.“

Sie redet genau so wirr wie Lucas. Ich rannte so schnell ich konnte nach Hause. Wer war die Frau? Woher wusste sie wie ich heiße? Was meinte sie mit Dornröschenschlaf und dem hellen Licht? Bald sollte ich alles verstehen.

Nervös und voller Panik über diesen Zwischenfall lief ich in meinem Zimmer auf und ab, draußen vor dem Fenster hinter dem Baum versteckt, sah ich einen Schatten der mich beobachtete. Mit einer Taschenlampe bewaffnet machte ich mich auf den Weg nach zu schauen wer da herum schleicht.

Ein mulmiges Gefühl in meinem Bauch riet mir zur Vorsicht.

Doch da war niemand mehr. Habe ich mir das nur eingebildet?

Nein ich bin mir sicher dass mich jemand beobachtete.

Am nächsten Tag wollte ich nochmal mit Lucas reden, doch er war nicht da. Und der nächste Tag ebenfalls nicht , und der danach und danach.. eine ganze Woche sah ich ihn nicht.

Also beschloss ich wieder zum Trailerpark zu gehen und nach ihm zu suchen. Gerade als ich an der letzten Kreuzung auf das Grün der Fußgängerampel wartete, hörte ich ein lautes Motorgeräusch. Die Ampel wird grün, der Motor wird lauter, ich betrete die Straße und sah ein Rotes Auto auf mich zu fahren, dann wurde mir schwarz vor Augen...

Als ich wieder zu mir kam, liege ich im Krankenhaus, meine Mom saß neben mir und hielt meine Hand,

„Kenzi Schatz, du wurdest von einem Auto angefahren, er behauptet er hätte Grün gehabt und du wärst einfach über die Straße gelaufen.“

Ich verneinte,

„nein ich hatte Grün.“

„Aber ihr könnt doch nicht beide Grün gehabt haben.“

Es war wie immer, selbst in diesem Moment konnte meine Mom mir kein Vertrauen schenken.

Als ich entlassen wurde und wieder zu Hause war, besuchte mich der Fahrer des Wagens um sich zu vergewissern das ich nicht ernsthaft verletzt war, dabei fiel mir sein Auto auf.

Ein feuerroter Ferrari.

Meine Mom behauptete er fuhr viel zu schnell und wenn wir wirklich beide Grün hatten so sei er schuld, denn er hätte langsamer fahren müssen. In diesem Moment verstand ich Lucas´ Worte zum ersten Mal, das rote Pferd war der Ferrari, der viel zu schnell fuhr, und Grün ist nicht gleich Grün für jeden, sollte bedeuten, weil unsere beider Ampeln Grün hatten.

Davor hatte er mich gewarnt, Lucas warnte mich vor diesem Unfall, doch wie konnte er davon wissen? Und wo ist er?

Wer war diese Frau im Trailerpark? Panik stieg in mir auf, das helle Licht wird mich bald berühren?! Dornröschenschlaf?!

Soll ich etwa 100 Jahre schlafen? Was soll das helle Licht sein?

Keine zwei Wochen nach meinem Autounfall sollte ich es herausfinden...

Kapitel 2

die Botschaft

Lucas war immer noch nicht in der Schule, was mir langsam eigenartig vor kam. Ich musste ihn finden. Wiedereinmal war ich auf dem Weg zum Trailerpark, doch diesmal war der eigenartige Trailer verschwunden und von der Frau keine Spur.

Jeden den ich fragte, kannte weder Lucas noch diese Frau.

Merkwürdig? Unheimlich?

Die Lehrer in der Schule wussten auch nur das er sich krank gemeldet hatte. Durch einen Trick besorgte ich mir seine Adresse aus der Schülerakte, doch war es die Richtige?

Sie führte mich weder zum Trailerpark, noch zu einem anderen bewohnten Haus. An der angegebenen Adresse befindet sich nichts..! Ok, nichts ist übertrieben, es ist ein riesiges Grundstück das an einen Wald angrenzt. Aber es befindet sich kein Haus darauf. Wer kann so wohnen? Ist die Adresse falsch?

Wie kann das sein? Ich lief in den Wald um mich etwas umzusehen, als plötzlich wie aus dem Nichts, diese Frau vor mir stand. Erschrocken stand ich wie angewurzelt da,

„ich habe euch gesucht, Dich und Lucas! Ist Lucas auch hier?“

Die Frau starrte mich an mit dem selben Blick wie Lucas.

Hypnotisierend, furchteinflösend.

„Bitte ich muss ihn dringend sprechen, nur kurz..!“

„Das geht nicht, noch nicht. Er wird mit dir Sprechen wenn du bereit dafür bist.“

„Bereit wofür? Ich denke ich bin bereit.“

Wieder schaute sie mich hypnotisierend an,

„nein, solange du nur Worte verstehst, bist du noch nicht soweit, Kalea..“

Sie strich mir durch die Haare.

„Ich heiße Kenzi,“ sie lächelte,

„du bist noch nicht so weit, Kenzi..“

Wer ist Kalea? Und was sollte das wieder bedeuten?

Nur Worte verstehst? Wer ist diese Frau? Wo ist Lucas? Und was hat das mit mir zu tun?

Zu Hause angekommen würde ich gerne mit meiner Mom darüber reden, aber sie hört mir nie wirklich zu.

Ich beobachtete die Sterne, und da sah ich ihn wieder, den Schatten hinterm Baum. Mein Verstand sagte mir bleib weg, doch meine Neugierde drängte mich dazu nachzusehen.

Ich schlich mich nach unten,

„hallo ist da wer? Lucas? Wo bist du?“ flüsterte ich, wobei ich mir nicht sicher war dass es sich wirklich um Lucas handle.

Lucas trat ins Licht,

„ich hatte dich gewarnt, warum hast du nicht aufgepasst?“

„Lucas? Wo warst du ich habe dich überall gesucht!“

„Ja ich weiß, aber ich darf nicht mit dir reden.“

„Warum nicht? Ich verstehe das nicht? Woher wusstest du von dem Unfall?“

„Ich hab es gesehen!“

„Wie? Ich verstehe nicht?“

„Noch nicht! Kenzi, ich dürfte überhaupt nicht da sein, ich bekam schon ärger weil ich dich gewarnt hatte.“

Ich nahm seine Hand um ihn aufzuhalten wobei Lucas zusammen zuckte und sich den Kopf hielt der ihm Schmerzen bereiten zu scheint.

„Lucas? Alles ok? Was ist los? Bitte sag doch was?“

Schmerzerfüllt sah er mich an,

„am Anfang ist das Leben, und am Ende der Tod. Der Tod kommt leise und unverhofft, heute noch gelacht, morgen still..!“

Er ließ meine Hand los und die Schmerzen scheinen zu verschwinden. Bereite ich ihm Schmerzen? Und was sollte das jetzt wieder heißen? Noch eine Warnung? Muss ich jetzt auch noch sterben? Das Licht!!! natürlich, das Licht nach dem Tod..!

jetzt hatte ich Mega Panik! Genau so schnell wie er kam, verschwand Lucas auch wieder und ich stand im Garten mit diesen Rätseln in meinem Kopf und dieser Ungewissheit.

In dieser Nacht schlief ich schlecht, ich träumte von Lucas und mir. Wir waren auf einer Insel am Rande eines Vulkans, es sah wie eine Hochzeit aus. Diese merkwürdige Frau legte uns eine Blumenkette um den Hals und wünschte uns alles Gute, aber sie nannte mich nicht Kenzi, sondern Kalea! Und Lucas nannte sie Keahi! Ich fühlte mich wohl und ich hatte das Gefühl als wüsste ich was Lucas dachte. Verwirrt wachte ich auf! Noch mehr Fragen in meinem Kopf. Ich war nie in Lucas verliebt, er kam auch mir immer sehr eigenartig vor. Aber ich fühlte die Gefühle dieser Kalea, und sie liebte Lucas sehr..

Nein sie liebte Keahi! Diese Frau nannte mich doch Kalea! Ich muss nochmal mit ihr sprechen.. ich muss sie nochmal aufsuchen!

Gleich nach der Schule wollte ich nochmal in den Wald gehen, den ganzen Tag hatte ich diese Bilder meines Traumes im Kopf. Ich spürte ihre Gefühle und Hoffnungen, aber auch ihre Angst, ihre Angst vor dem Ungewissen, so ungefähr wie meine. Plötzlich überkam mich diese Erregung wie wenn mich jemand berührte, mir wurde Heiß und Kalt zugleich..

Ich sah noch mehr Bilder im Kopf, sah mich und Lucas beim Liebesspiel..

Was sollte das jetzt? Tagträume? Ich bin mir sicher ihr seit mittlerweile genau so ratlos wie ich es war! Lucas war wieder in der Schule, ich hatte ihn heute morgen gesehen, ich muss ihn suchen! In der Essenspause wurde ich fündig,

„Lucas, ich muss mit dir reden. Lucas bleib stehen!“

Natürlich versuchte er mir den ganzen Tag aus dem Weg zu gehen,

„Lucas, warte..!“

Ich rannte ihm hinterher, doch er wollte nicht mit mir reden.

„Lucas, Bitte..Keahi!“

Abrupt blieb er stehen, drehte sich aber nicht um.

„Keahi, du weißt wer das ist? Bitte Lucas rede mit mir..“

Er drehte sich zu mir um und nickte,

„und du? Weißt du es auch schon?“ wollte er wissen,

„ich hatte diesen Traum, Lucas, von dir und mir, von Kalea und Keahi. Aber ich weiß nicht was es damit auf sich hat. Bitte Lucas, wenn du weißt wer die beiden sind, dann hilf mir zu verstehen!“

Er trat näher an mich heran,

„Du bist Kalea..Kenzi. Der Traum war die erste Hälfte der Botschaft, und nach der zweiten Hälfte kommt das Licht.“

Die zweite Hälfte!? Noch mehr Rätsel.

„Ist die zweite Hälfte noch ein Traum? Hattest du auch diese Träume? Weißt du schon alles?“ sprudelt es aus mir heraus, Fragen über Fragen.

Gerade als er mir antworten wollte, sah ich meine Mom im Flur stehen die sich mit dem Rektor unterhielt,

„es tut mir Leid, Kenzi, der Schmerz wird mit der Zeit vergehen,“ sagte er mit gesenktem Kopf,

„wie bitte? Welcher Schmerz?“

Lucas zeigte auf meine Mom und ging.

„Kenzi!!“ rief sie, als sie mich sah,

„kleines ich bin gekommen weil etwas passiert ist, ich wollte dich abholen..bitte komm ich erzähle es dir draußen.“

Verwirrt lief ich Mom hinterher und warf Lucas einen fragenden Blick beim hinaus laufen zu, der mich traurig an sah.

„Deine Grandma ist heute Nacht verstorben,“ fing Mom zu erzählen an,

„sie ist friedlich im Schlaf gestorben. Hatte keine Schmerzen, Kleines.“

Wie? Ich hatte gestern erst noch mit ihr telefoniert?!

Das kann nicht sein!

Ich musste weinen und zu Hause schloss ich mich in meinem Zimmer ein, als ich ihn plötzlich fühlte. Ich spürte seine Anwesenheit. Er stand wieder unten versteckt als ich nachschaute,

„du wusstest das sie stirbt, du hast es gesehen das letzte mal als du hier warst, du hast es mir gesagt?“

„Ja! Ich darf nicht hier sein!“

„Das sagtest du bereits, das sagst du jedes mal wenn du hier bist und mich beobachtest. Warum kommst du trotzdem?“

Die Trauer war immer noch in meiner Stimme zu hören.

„Ich fühle mich zu dir hingezogen, Kalea! Ich warte schon so lange auf diesen Moment!“

Lucas lehnte sich gegen den Baum und wich meinem Blick aus.

„Kenzi, ich heiße Kenzi!“ Warum nennt mich nur jeder Kalea?

„Wer ist Kalea? Und wer ist Keahi? Und warum muss ich erst die Botschaft erhalten bevor du mit mir reden darfst?“

wollte ich wissen, doch seine antworten verwirrten mich nur noch mehr.

„Weil du dann verstehen wirst, und alle Fragen sind beantwortet.“

„Wer ist diese Frau aus dem Trailerpark?“ löcherte ich ihn mit meinen Fragen weiter, und was meinte er damit, er fühle sich zu mir hingezogen, zu mir Kenzi, oder zu Kalea?

„Wenn du nicht weißt wer sie ist, dann hast du noch nicht verstanden. Ich muss gehen bevor sie bemerkt dass ich weg bin.“ antwortete er leicht verlegen.

„Lucas, Lucas..“ rief ich ihm nach, doch er verschwand in der Dunkelheit. In der darauffolgenden Nacht träumte ich wieder von Keahi und Kalea, ich sah wie sie ein Baby bekam.

Ich spürte den Schmerz der Geburt, und hörte ihre Schreie wie wenn ich gerade ein Baby entbinde. Doch auch darüber wollte Lucas nicht mit mir reden,

„es ist bald soweit. Hab noch Geduld.“

Ich hatte aber keine Geduld mehr und wurde Wütend.

„Wenn du mir nicht sofort sagst was es mit diesen Träumen auf sich hat und wer Kalea und Keahi sind, dann werde ich zu meinem Vater ziehen und werde diese Sache einfach vergessen.

Dann wird Keahi noch länger auf seine Kalea warten müssen.“

Lucas starrte mich unbeeindruckt an,

„du kannst es nicht vergessen, und du wirst wieder kommen, das Licht wird dich überall finden..“

Plötzlich fiel mir ein dass Lucas es meidet mich zu berühren, jedes mal zuckt er zurück wenn ich ihn anfassen will.

Das werde ich als Erpressung einsetzten.

„Dann werde ich dich jedes mal umarmen wenn ich dich sehe oder irgendwie anders anfassen wenn ich die Gelegenheit bekomme,“ versuchte ich ihm zu drohen, sprang nach vorne und hielt ihn fest, er wehrte sich nicht.

Doch seine Kopfschmerzen kamen sofort und er sah mich erschrocken an.

„Du hast gelogen!“

„Wobei?“

„Dein Vater! Du kannst nicht zu deinem Vater, er ist Tod! Schon vor deiner Geburt!“

„Woher weißt du das? Ich habe es niemandem erzählt!“

Er wich meinem Blick aus,

„ich sehe es wenn ich dich berühre,“

„kannst du wirklich solche Sachen sehen wenn ich dich anfasse?“ Ungläubig versuchte ich alles zu verstehen.

„Nicht nur wenn du mich berührst, egal wen ich berühre!“

gab er zu.

„Ich erzähle dir von Kalea und Keahi, aber nicht jetzt, nicht heute. Ich erzähle es dir am Tag des Gewitters, am Tag wenn das Licht kommt,“

ich wollte seine Hand nehmen, doch er wich zurück.

„Wann soll das sein?“ ich bekam es mit der Angst zu tun,

„Nächsten Montag!“

Da habe ich Geburtstag..

„Woher willst du wissen das es gewittert, nächsten Montag?“

Lucas sah mich nur an.

„Oh, verstehe, du hast es gesehen..!“

Kapitel 3

Das Licht

Den nächsten Montag fürchtete ich genau so wie ich den Gedanken an das Licht fürchtete. Lucas bat mich zum Grundstück zu kommen, zu dieser Adresse die ich damals herausfand. Da meine Mom noch auf Arbeit war, sollte es kein Problem sein. Die Sonne schien und von Gewitterwolken keine Spur. Hatte sich Lucas geirrt, Gewittert es heute etwa doch nicht? Ich beobachtete den Himmel als er aus dem Wald trat und mich musterte.

„Komm mit, ich werde dir erzählen was du wissen sollst..“

Lucas nahm meine Hand und zuckte zusammen, „nein ich habe mich nicht geirrt, heute Abend wird es ein Gewitter geben.“

Woher wusste er was ich dachte? Noch eine Frage auf meiner Liste. Er führte mich in den Wald an einen kleinen Hügel aus Felsen.

„Wo wohnst du eigentlich genau?“

„Bei meiner Tante in der Stadt, aber ich schlafe nur dort, zum Großteil bin ich hier, seit ich es weiß.“ gab er kühl zur Antwort.

„Was genau weißt du Lucas und seit wann weißt du es?“

Ich traute mich kaum zu fragen.

„Seit meinem 18. Geburtstag.. Ich wusste vorher schon dass ich anders bin, ich fühlte den Schmerz der anderen, die Hoffnungen, die Wünsche..

Doch erst seit diesem Tag hatte ich diese Visionen der Zukunft, diese Träume von Kalea und Keahi.. Und dann kam Renesmee und half mir alles zu verstehen, erzählte mir wer ich bin!“

Renesmee?! Das ist sicher die Frau die ich auch schon traf, dachte ich,

„ja das ist sie! Sie ist unsere Hüterin!“ bestätigte mir Lucas, Hüterin? Von was? Die Gedanken in meinem Kopf drehten sich,

„Ich sagte doch du wirst es erst verstehen wenn dich das Licht getroffen hat.“

Lucas sah mich enttäuscht an, ich habe keine Lust mehr, nur noch mehr Fragen, und was soll das Licht sein??

„Ich weiß nicht was genau das Licht ist, ich weiß nur das es heute passiert.

In der Nacht deines 18. Geburtstag.“

„Was? Woher weist du dass ich heute Geburtstag habe?“

„Ich kann deine Gedanken hören, Kenzi,“ antwortete er Stolz,

„und wenn du soweit bist dann wirst du auch meine hören.“

Ohne Worte! Ich werde ohne Worte sprechen!

„Ja genau, so langsam scheinst du zu verstehen.“ bestätigte er,

„kannst du das bitte lassen Lucas, bitte höre auf meine Gedanken zu lesen.“ gab ich energisch von mir.

Zum ersten mal sah ich Lucas lächeln.

„Erzähle mir von Kalea und Keahi, wer waren sie und warum ich, warum soll ich Kalea sein?“

„Ich darf dir nicht alles erzählen, du musst alles selbst heraus finden, ich kann dir nur soviel sagen wie ich dir bereits gesagt habe.“ erklärte er mir.

„Kannst du die Gedanken von jedem lesen?“ fragte ich in der Hoffnung er wird mir mehr erzählen.

„Ja aber nur wenn ich es will..!“

„Dann weißt du was sie alle über dich denken?“

Ich kannte die Antwort, stellte die Frage aber trotzdem.

„Ja das wüste ich auch wenn ich es nicht hören könnte.“

Ich nahm seine Hand und zum ersten mal bekam er keine Schmerzen wenn ich ihn berührte. Ich schaute in seine Augen und versuchte seine Gedanken zu lesen, doch es klappte nicht, noch nicht.

„Was denkst du gerade Lucas, ich kann deine Gedanken noch nicht hören.“

Er beugte sich zu mir und küsste mich..

Aus der Ferne hörte ich einen Donner, und der Blitz folgte ihm wenige Minuten später.

„Es ist bald soweit, das Licht kommt!“

Renesmee stand hinter uns und streckte ihre Hand nach mir aus. Ich hatte Angst,

„du brauchst keine Angst haben Kenzi, es wird dir nichts passieren, wenn der Dornröschenschlaf vorbei ist, wird er auf dich warten..“

Sie schien meine Gedanken auch zu hören.

„Lucas wird da sein und du wirst alles verstehen.“

Ich folgte ihr auf eine Lichtung und schaute zum Himmel als ich verstand, das Licht ist ein Blitz, und er wird mich berühren, ich werde vom Blitz getroffen..

Mein Blick fällt zu Lucas und ich fühlte dass er meine Gedanken las. Bitte lasse mich nicht alleine, bitte sag meiner Mom Bescheid, bitte sei da wenn ich aufwache..

Lucas nickte und ich stellte mich mitten auf die Lichtung, breitete meine Arme aus, schloss meine Augen und wartete..

Der Blitz kam schnell, ich spürte wie er meinen Körper durchströmte und zuckte bevor ich Regungslos zu Boden fiel..

Kapitel 4

Die Wiedergeburt