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Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern. Pia fand diese Seele in Lucas, als sie fünf waren. Doch was ist, wenn du aus einem Streit heraus diese Freundschaft beendest? Was ist, wenn du Jahre später bemerkst, wie sehr du diese Freundschaft vermisst? Was ist, wenn du feststellen musst, dass du in diese Seele verliebt bist? Und was machst du, wenn er dir nicht verzeihen kann? Pia‘s verzweifelter Versuch, ihren Fehler der Vergangenheit wieder auszubügeln und ihr Versuch, Lucas ihre Liebe zu gestehen, lassen nicht nur Missverständnisse aufkommen, sondern treiben Lucas auch zur Flucht in ein anderes Land. Kann Pia ihn zurückholen? Kann Lucas ihr verzeihen?
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Seitenzahl: 112
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Hallo liebe Leseratte...
Mein Name ist Bianca Pferrer und ich bin zarte 37 Jahre jung.
Ich bin gebürtige Badnerin. Geboren 1980 in Karlsruhe, aufgewachsen in Karlsruhe, wohnhaft in Karlsruhe.
Mit 12 Jahren lernte ich meine große Liebe Markus kennen.
Mit 18 Jahren lernten wir uns Lieben, und im Jahr 2000 kam unser Sohn Justin zur Welt.
Sandkasten Freunde ist mein viertes Werk.
Weitere Bücher von mir, findet ihr unter dem Titel:
Hallo Alex...!!
Kalea und Keahi
Wiedergeboren im Zeitalter des Mondzirkel
Mr. Kaugummi
Danke an
Ed Sheeran
für den wundervollen Song
Perfect
Ich bekomme jedes mal eine
Gänsehaut beim anhören.
Somit inspirierte mich dieser Song,
zu diesem Buch....
Songtext:
Ed Sheeran – Perfekt
zitierte Songtexte:
Kati Yana – Summer dreaming
Sinead O´Connor – Nothing Compares 2U
Prolog
Pia und Lucas
Kapitel 1
Wir bleiben für immer Freunde
Kapitel 2
Zeichne was dich glücklich macht
Kapitel 3
Was willst du Pia??
Kapitel 4
Weil es ihn glücklich macht
Kapitel 5
Das Missverständnis
Kapitel 6
Vermisst
Kapitel 7
Der letzte Versuch
Pia
Ich weiß noch als ich Lucas kennenlernte. Ich war fünf. Saß nervös auf meinem Stuhl, wollte unbedingt auf den Spielplatz, der neu eröffnet hatte, unten an der Straße. Ich wusste dass meine Freundinnen Samantha und Jenny auch dort sein wollten. Die Sonne schien und ich wollte auch meine neuen Förmchen ausprobieren. Ich versuchte still sitzen zu bleiben, damit Mom schnell fertig wird.
Endlich denke ich, sie packt die Brote ein, wir gehen gleich los.
Ich nahm sie an die Hand und zog sie die Straße entlang.
Voller Wucht ließ ich mich zu Samantha und Jenny in den Sand fallen. Mom stellte meine Förmchen neben uns und setzte sich zu einer Frau auf die Bank. Er ist mir sofort aufgefallen.
Wie er bei seiner Mom saß und uns beobachtete.
Meine Sandburg war schon fast fertig, als er sich neben mich stellte,
„darf ich bei euch mitmachen?“ fragte er.
Ein blonder Junge lächelte mich schüchtern an und knetete dabei nervös seine Finger. Ich streckte ihm meine Schaufel entgegen und er setzte sich zu uns.
„Ich heiße Lucas!“
„Bist du neu?“ fragte ihn Jenny.
„Nein, ich bin doch schon fünf,“ winkte er mit der Hand ab.
Wir fingen alle an laut zu Lachen. Lucas drehte sich zu seiner Mom um und hielt stolz beide Daumen nach oben.
Den ganzen Nachmittag bauten wir an unserer Burg.
Wir aßen meine Brote und seine Kekse.
„Sind wir jetzt Freunde?“
fragte er mich bevor wir gehen wollten.
„Freunde für immer,“ umarmte ich ihn...
Lucas
Ich war fünf, als meine Mom mit mir in diese neue Stadt zog.
In das Haus, gegenüber dieses Spielplatzes. Ich konnte ihn von meinem Zimmer aus sehen. Ich saß auf der Fensterbank und beobachtete die spielenden Kindern. Kannte noch niemanden.
Solange waren wir noch nicht hier. Ich vermisste meine Freunde.
„Willst du auf den Spielplatz gehen?“ fragte mich meine Mom als sie mich so sah.
Zaghaft nickte ich und Mom packte mir Kekse ein.
Wir liefen über die Straße und standen vor dem Spielplatz. Ich war viel zu schüchtern um einfach mit den anderen mitzumachen, also setzte ich mich zu meiner Mom auf die Bank. Wie ein Wirbelwind, rannte sie an uns vorbei und hüpfte in den Sandkasten. Ich musste Lachen, über ihre Fröhlichkeit.
Beobachtete sie, und rutschte auf der Bank hin und her.
„Na los, geh rüber,“ forderte Mom mich auf.
„Und dann?“ fragte ich nervös.
„Dann fragst du, ob du mitmachen darfst!“ munterte Mom mich auf.
„Und wenn sie mich nicht mögen?“ hatte ich die Befürchtnis.
„Dann sagst du etwas Lustiges, und wenn sie lachen, dann mögen sie dich.“
Mom hatte immer die besten Ideen.
Langsam rutschte ich von der Bank und lief zum Sandkasten.
Nervös stand ich vor ihr,
„darf ich bei euch mitmachen...“
Wir bleiben für immer Freunde
Es ist soweit, bereits Sommer. Der letzte Sommer zu Hause.
Nach den Ferien gehe ich auf das College. Melancholisch packe ich meine Sachen zusammen. Ich nehme eine verstaubte Kiste vom Regal, hinten im Schrank.
An die habe ich ja schon lange nicht mehr gedacht.
Ich puste den Staub herunter und streiche mit der Hand über den Deckel.
Pia + Lucas
Unsere Jahre des Chaos
kommt zum Vorschein. Ich setzte mich auf das Bett und öffne die Kiste. Ich muss schmunzeln. So viel Erinnerung springt mir entgegen. Alte Foto´s;
Lucas und ich als kleine Kinder, voll mit Eis verschmiert..
Das ganze Gesicht ist voll!! Wir waren bestimmt erst sechs oder sieben Jahre..
Ein Foto vom Jahrmarkt auf dem Karussell, wir halten uns an den Händen..
Ein Geburtstagsfoto, Lucas bläst die Kerzen aus. Es war sein zehnter Geburtstag, steht so auf der Torte..
Ich finde noch ein Foto,
Oh je.. Die Tanzveranstaltung.. zum Abschied der Juniorhigh Wir mussten am letzten Tag der Juniorhigh auf ein Tanzfest, ich hasste dieses Kleid. Lucas verzieht sein Gesicht zu einer Grimasse, ich muss lachen..
Auf dem letzten Foto, sitzen wir am See auf dem Steg im Schneidersitz, wieder halten wir uns an den Händen. Wir lächeln in die Kamera. Ich erinnere mich. Es war das Letzte Foto dass wir machten, das letzte mal dass wir uns an den Händen hielten, das letzte mal dass er mich anlächelte..
Es war der Sommer bevor Tess kam. In diesem Sommer schenkte er mir auch diesen Stein in Form eines Herzen´s.
Der Stein..!!
Nervös wühle ich die Kiste durch..
Ah, da..der Stein.
Auf der Vorderseite malte Lucas ein P+L und die Rückseite bekam ein Friends 4 ever.
Ich begutachte den Stein und sehe Lucas vor mir wie er mir ihn schenkte.
„Freunde für immer..“ sagte er dabei.
Freunde für immer denke ich..
LÜGNER!!
und schmeiße den Stein zurück in die Kiste.
„Na, hast du schon gepackt?"
Meine Mom steht am Türrahmen und beobachtet mich.
„Ja habe ich, zumindest fast.“
Ich schiebe die Kiste über das Bett und stecke noch ein Shirt in den Koffer. Mom setzt sich an das Fußende des Bettes und reicht mir meinen Morgenmantel. Sie entdeckt die Foto´s, lächelt beim ansehen und legt sie ohne Worte wieder in die Kiste.
„Abendessen gibt es um fünf,“ sagt sie beim hinauslaufen.
Mein Blick fällt erneut in die Chaos-Kiste.
Die Konzertkarten!!
Warum habe ich die denn aufgehoben? Dass war das letzte Konzert wo wir uns trafen, das letzte mal wo er mit mir sprach.
Danach trennten sich unsere Wege..
An diesem Abend stritten wir uns. Heftig, warfen mit Worte um uns, die wir nicht sagen sollten.Worte die verletzten. Worte die unsere Freundschaft beendeten. Am Tag meines Sechzehnten Geburtstages..
Ich wollte wie immer feiern. Mittags mit Mom und Dad, und Abends mit Lucas. Ich freute mich auf ihn. Hatte ihn die ganze Zeit nicht gesehen. Wir sahen uns nicht mehr sooft seit Tess an unsere Schule kam und sie sich ineinander verliebten. Er verbrachte seine Zeit lieber bei ihr. Aber
„Versprochen ist Versprochen, an deinem Geburtstag bin ich da!“ sagte er.
Lucas war da! Er und Tess...
Ich ging damals schon genervt auf das Konzert. Eigentlich wollte ich Tess nicht dabei haben. Und dass lies ich ihn auch spüren.
„Wenn du Tess nicht leiden kannst, ist Ok,“ sagte Lucas zu mir,
„aber unserer Freundschaft zuliebe, könntest du trotzdem Nett sein.“
„Nicht leiden kann??“ antwortete ich,
I wo! Wie kommst du denn darauf, ich hasse sie!!“
Ich konnte richtig hören, wie sich bei Lucas, Enttäuschung breit machte.
„Wieso hasst du sie?“ fragte er mich entsetzt.
„Sie ist arrogant, eingebildet und du hast überhaupt keine Zeit mehr für mich!“
„Du bist nur eifersüchtig,“ unterstellte er mir.
„Nein bin ich nicht,“ schrie ich ihn an, „ich will nur meinen besten Freund zurück.“
„Das ist Eifersucht!“ bestätigte er.
„Du verstehst es einfach nicht,“ schuckte ich ihn in die Ecke.
„Was verlangst du von mir, Pia!“ wollte er wissen.
„Freundschaft oder Liebe?“ rief ich ihm zu.
„Bitte was?“
„Sie oder Ich!“
„Kann ich nicht beides haben?“ fragte er mitleidig.
„Nein!!“
Ihr könnt euch sicher denken, wofür er sich entschieden hatte, für wen?
„Gut, dann gehen wir ab jetzt getrennte Wege,“ sagte er, nahm Tess an die Hand und lies mich alleine zurück.
Das war vor Drei Jahren...!
Seitdem spricht er kein Wort mehr mit mir. Läuft an mir vorbei, als würden wir uns nicht kennen. Nicht mal ein Hallo bekomme ich zu hören.
Er und Tess sind immer noch ein Paar, doch es scheint nicht mehr gut zu laufen. Sie streiten sich immer öfter. Mittlerweile auch in der Öffentlichkeit.
Ich frage mich worüber sie sich eigentlich streiten.
Ich habe keinen großen Hunger. Seit ich die Chaos-Kiste geöffnet hatte, muss ich ständig an Lucas denken. In Gedanken vertieft, stochere ich in meinem Kartoffelpüree.
„Einen Penny für deine Gedanken, Pia!“ unterbricht mich Mom.
Ich lächle sie nur an.
„Hat es was mit den Foto´s zu tun?“
„Welche Foto´s?“ frage ich überrascht.
„Von dir und Lucas.“
„Nein Mom, ich habe einfach keinen Hunger.“
An ihrem Blick erkenne ich genau, das sie weiß dass ich sie anflunkere.
Nach dem Essen beschließe ich nochmal raus zu gehen. Ich laufe die Straße entlang und bleibe vor dem Spielplatz stehen.
Setzte mich auf die Schaukel, mit Blick auf Lucas´ Haus. Es brennt Licht in seinem Zimmer. Ich sehe Tess. Sie scheint wieder wütend zu sein, denn sie fuchtelt mit den Händen herum. Etwa Zwei Minuten später stürmt sie aus dem Haus und ich erkenne Lucas am Fenster.
„Aus! Hörst du? Es ist Aus!“ ruft Tess zu ihm nach Oben.
Ich beobachte Lucas. Emotionslos steht er am Fenster und sieht ihr nach. Als er mich bemerkt, sieht er mich für Fünf Sekunden starr an, bevor er die Vorhänge zu zieht. Ich verspüre den Drang ihn zu drücken. Doch stattdessen gehe ich nach Hause.
Wieder durchstöbere ich die Chaos-Kiste. Wieder überkommen mich alte Erinnerungen.
Die Muschelkette, die er mir aus seinem Urlaub mitbrachte.
Das JoJo, dass wir verzweifelt versuchten zu beherrschen.
Das Kaugummipapier, das uns immer daran erinnern sollte, dass es unmöglich ist, eine ganze Packung auf einmal zu essen.
Umso mehr ich darin stöbere, umso mehr merke ich wie sehr ich ihn vermisse. Ich nehme das letzte Foto von uns, das vom See, stecke es in die Hosentasche und gehe nochmal zum Spielplatz. Lucas sitzt mittlerweile auf den Stufen vor seinem Haus und trinkt ein Bier. Ich sehe, dass er mich beobachtet, als ich mich auf die Schaukel setze. Ich schaue ihm stur in die Augen, laufe auf ihn zu, immer noch sieht er mich an.
Wortlos bleibe ich vor ihm stehen und drücke ihm das Foto in die Hand. Ich erkenne ein kleines Lächeln, als er es erkennt.
„Erinnerst du dich?“ frage ich ihn.
Er nickt mir zu.
„Ich erinnere mich aber auch an deine Worte die du sagtest, damals auf dem Schulball!“
Sein Blick durchbohrt mich. Erschrocken sehe ich ihn an. Er gibt mir das Foto zurück, steht auf und lässt mich wieder alleine stehen. Ich setzte mich auf die Treppe und starre das Foto an.
Der Schulball denke ich.
Ich trage die Muschelkette um den Hals, den Stein in der Hosentasche und das Foto in der Handytasche, als ich das Wohnheim im College betrete.
Ganz schön voll
Ich schlängle mich den Flur entlang und suche mein Zimmer.
Ah hier, 2258, gefunden.
„Hallo ich bin Pia, deine Mitbewohnerin,“ stelle ich mich dem Mädchen im Zimmer vor.
„Hi ich bin Emma.“
Emma steht am Fenster und schaut durch ein Fernglas.
„Mmmhh, Ja, Ohh, ne der nicht, Oh ja lecker..“
„Darf ich fragen was du da machst?“ frage ich und schaue ebenfalls aus dem Fenster.
„Ich beobachte die männlichen Frischlinge!“
„Die was?“ frage ich erneut und versuche etwas zu erkennen.
„Die männlichen Frischlinge!“
Sie dreht sich zu mir um,
„das sind die Erstsemester,“
und streckt mir das Fernglas entgegen,
„auch mal? Der blonde ist besonders Lecker!“
Grinsend nehme ich das Fernglas und schaue durch.
„Ah ja, ich verstehe,“ sage ich,
„die sind wirklich...“
Oh Oh denke ich,
„Lecker,“ sage ich, wobei mein Lachen erloschen ist.
„Was?“ fragt Emma,
„doch nicht so Lecker?“
„Doch, doch..“
ohne sie anzusehen, packe ich meine Tasche aus.
„Ich denke ich besuche mal die Frischlinge,“ höre ich Emma sagen, als sie das Zimmer verlässt.
„Bis spääätteerr...“
Ich seufze und laufe zum Fenster um erneut durch das Fernglas zu sehen.
Im Gemeinschaftsraum, der Jungs gegenüber, stehen sechs oder sieben Jungs und stellen sich gegenseitig vor.
Ich schaue nach rechts, nein! Schaue nach links, nein!
Verdammt, wo war er noch gleich..?
Und plötzlich tritt er wieder in das Sichtfeld.
„Hallo Lucas..“ sage ich zu mir selbst.
Um 16 Uhr müssen wir uns alle in der Aula zum
Kennenlerngespräch treffen. Natürlich will mich Emma begleiten.
„Hey, es heißt doch Kennenlerngespräch! Also lernen wir die Jungs mal kennen,“ lacht sie.
Er wird mir schon nicht über den Weg laufen, bei so viel neuen, denke ich und betrete die Aula.
Falsch gedacht. Ich hätte es eigentlich wissen müssen, denn Lucas begutachtet eine neue Situation immer erst mal vom Rand aus.
College => Neue Situation, vom Rand aus => gaaannz hinten, in der letzten Reihe, am besten neben der Tür.
Neben der Tür! Ich kann mich nicht unbemerkt an ihm vorbei schleichen.
Er sieht mich überrascht und irgendwie wenig erfreut an.
Schüttelt seinen Kopf und dreht sich weg.
„Kennt ihr euch?“ fragt Emma die seine Reaktion bemerkt hatte.
„Ja wir waren auf der selben Schule.“
Lucas dreht sich zu uns um und schaut mich an.
„Selbe Schule ja?“ sagt er dabei.
