2,49 €
F A D E N K U N S T D E R O E L K R I S E Vielleicht sind sie auch so neugierig wie Charlotte. Ein Leben kann man suchen, wenn es nichts zu suchen gibt, auch nur genießen. Könnte sein, dass es für ein Leben immer eine Fortsetzung gibt, oder immer jemand der etwas zu erzählen hat.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 38
Veröffentlichungsjahr: 2017
2. Kapitel
3. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
Heiss war es auf der Terasse trotz Sonnenschirm stickig.
Mehr als in den Kaffees zu sitzen konnte sie im Moment nicht machen, noch wohnte sie im Hotel.
Einige Kartons standen noch bei Birgit, oder wo anders?
Faechelnd nun sass sie, und das Guthaben der Karte nicht mehr unbedingt voll.
"Birgit? Charlotte hier!
Sag mal steht bei euch noch Umzugskartons im Keller?"
"Ja stehen, wo seid ihr denn neuerdings?"
"In Graz, warten auf den Einzug in eine neue Wohnung, die eben noch renoviert wird."
"Und bei dir so? Alles frisch?"
"Bin im Moment in den Vorbereitungen fuer die USA, flieg mit Torsten hin."
Also was die Alte immer mitfliegt, aber was soll sie auch machen, die Kinder im Internat in England, sonst nichts zu tun.
"Koenntest du mir die Kartons zuschicken? Der Architekt sagte er sei bald fertig, bis bald mal und so."
"Ja, bis bald."
Bald sagte auch der Architekt, aber wann genau das sagte er irgendwie nicht, oder wusste es Werner womoeglich, doch ihn konnte sie wegen solch einer Nichtigkeit nicht im wichtigen Job anrufen.
"Charlotte hier, wann sagten sie genau ist die Wohnung fertig?"
"Ach gut dass sie anrufen, es verzoegert sich noch etwas. Geben sie noch etwas zu und ab."
Selten bloeder Idiot.
Ja wenn das so ist, kann sie auch noch eben eine kleine Reise unternehmen.
Diese endlosen Tunnel auf dem Weg nach Italien, Triest sollte es sein, der Handtaschen wegen.
Doch die Geschichte fehlte, die sie so gerne haette, eine Liebesgeschichte sollte es sein.
Die Wurstbrote auf dem Sitz neben ihr, warm, Zeit auf Fruechte umzusteigen.
Das Dorf vor ihr einige kleine wenige Haeuser in den typischen Farben Italiens.
Ein kleiner Markt, eine Pizzeria, mit wenigen Gaestezimmern.
Waschbetonkuebel, einige Stufen ein Tresen der 50 er Jahre gerippt. Unmengen an Kleinigkeiten auf ihm. Der Wirt mit Gebrauchsspuren auf der Schuertze. So stand er da. Sagte seinen Namen, erfragte meinen. Deutsche Wurzeln dem Namen nach.
"Charlotte!, was soll ich Dir Kochen?"
Verdutzt doch belustigt.
"Ich ueberlasse es Dir!"
Kariert die Tischdecken, viele waren es der Tische, nur ein Gast, etwas weiter von ihr.
Ein Mann, sie anschauend, gedankenversunken.
Fleisch das den Tellerrand beruehrte hatte er gekocht, der Wirt. Das Messer glitt Scheibe um Scheibe in es, die Augen ermuedet der vielen Tunnel.
Er wischte sich die Haende waehrend sie die Treppen zum Zimmer hinaufgingen, der Wirt, er wollte bleiben, der Absatz spitz und schnell hinaus.
Venedig das Ziel, sie, die Stadt der Liebe. Ihre eigene Geschichte eignete sich nicht, diese wuerde ihr helfen.
Sengend heiss immer noch am Nachmittag im Stau vor Venedig. Der Schatten des Baumes unweit der Autobahn bot Schatten, ein wenig Entspannung. Die Schlangen der Autos konnte man von hieraus gut beobachten. Die Energie der Klimaanlage war in Kilometern besser investiert. So fuhr sie weiter auf der Landstrasse Venedig entgegen. Bus an Bus am kleinen Hafen auserhalb der Stadt. Ein Parkhaus das sie kannte, den Platz kannte sie, von ihm aus kannte sie den Weg.
Hinauf aufs letzte Deck an vielen abgestellten Wagen vorbei, die mit Planen abgedeckt waren. Den Brief musste man an der Kasse abgeben, denn sie stahlen hier wohl alles, gut ihn gehabt zu haben.
Das Kleid, das zuvor ein Rock gewesen war, blass rosa mit grossen roten Rosen, den hatte sie vor der Abfahrt zum Kleid gemacht. Zu lang der Rock, und durch Band, gelb, das vorher der Geschenkverpackung diente, schnell umfunktioniert.-Zurechtgerueckt und nun ab zur Eisdiele, die am Wasser lag, unweit des Marcusplatzes. Dessen Ananaseis dem von Baden-Baden glich, doch wiederum einen doch eigenen unvergleichlichen Geschmack bot.
Die braune Tasche mit dem goldenen Verschluss baumelte in der Beuge des Arms, den Unmengen der Touristen folgend. Fast schiebend war es, an den Laeden vorbei auf den Bodenplatten die hellbeige fast weiss waren. Glattpoliert von den Schuhsohlen der Menschen. Die Eindruecke so viele, dass sie sich verzettelte vor einem Modegeschaeft das ein Kleid in der Auslage hatte. Rot die Grundfarbe, an den Beinen und am Hals beige, wie helle Erde. Dazu ein kleiner runder Hut mit einer roten Schleife am Hinterkopf.
Gut, dass sie die Schleife nicht braun gemacht haben.
Schlecht, dass sie sich mal wieder von den Kleidern so ablenken lies dass sie den Weg verlor.
Gerade das war Charlottes Problem. Die Kleider interessierten sie immer zu sehr. Nicht dass sie sie selbst trug, das eben eher nicht. Ihr Aussehen interessierte Charlotte.
Der Karneval praesent im Augenblick. Die
