Katzen Beschäftigen - Sandra Brandt - E-Book

Katzen Beschäftigen E-Book

Sandra Brandt

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Beschreibung

Immer mehr Katzen finden Einzug in unsere Heime. Die Haltung von Katzen ist aber nicht immer ganz so einfach, wie man sich das gemeinhin wünscht. Katzen haben so einige Bedürfnisse und Ansprüche. Je nach Alter, Rasse und Haltung, stellen sie uns vor unterschiedliche Herausforderungen. Die Autorin, Sandra Brandt, eine erfahrene Katzenverhaltensberaterin, erklärt in diesem wunderschönen Katzenratgeber, wie Katzen ihrer Art und ihrem Wesen entsprechend beschäftigt werden können. Wie man ihrem Bedürfnis nach Bewegung und Intellekt katzengerecht wird. Mit ein klein wenig Know-How über diese wunderbaren Raubtiere, und vielen Ideen, Tipps und Anregungen, kann der Katzen ein zufriedenes und ausgewogenes Katzenleben geboten werden. Die Katze ist eben nicht einfach nur ein Sofatiger, sondern ein Raubtier. Eine kleine Hochleistungsmaschine. Je eingeschränkter die Haltung, desto kreativer muss der Mensch sein, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Neben vielen Ideen aus und für den Alltag, werden das Klickertraining und auch das Leinentraining detailliert beschreiben. Besonders Wohnungskatzen führen ein sehr eingeschränktes Leben. Mit der Gewöhnung an Geschirr und Leine, kann diesen Katzen eine großartige Abwechslung geboten werden. Ein bisschen Draußen, ein bisschen Natur, und viel Aktivität mit ihren Menschen. Und das beste: ganz einfach dann, wenn das Wetter schön ist. Lass dich inspirieren und begeistern. Vertiefe die Beziehung zu deiner Katze und entdecke sie neu. Ist die Katze entspannt und sind ihre Menschen glücklich.

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Seitenzahl: 70

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Ein Katzenratgeber von

Sandra Brandt

Katzen

Beschäftigen

Spiel & Beschäftigung

Für entspannte Katzen und glückliche Menschen

Impressum:© Sandra Brandt

1. Auflage 2023

Alle Rechte an Texten und Bildern sind vorbehalten. Das gesamte Werk, einschließlich aller Inhalte und Bilder, ist urheberrechtlich geschützt. Jeglicher Nachdruck, Reproduktion, Vervielfältigung, Verbreitung der Inhalte, auch auszugsweise, bedarf der schriftlichen Genehmigung der Autorin. Alle Übersetzungsrechte sind vorbehalten.

Alle Texte in diesem Buch sind sorgfältig ausgewählt und nach bestem Wissen und Gewissen formuliert. Umsicht und Sorgfalt bei der Umsetzung sind dennoch geboten. Die Autorin übernimmt keine Haftung für etwaige Schäden an Mensch, Tier, Sache oder Vermögen, die eventuell durch die Umsetzungen der beschriebenen Sachverhalte entstehen könnten. Die Autorin übernimmt keine Garantie für die ständige Aktualität oder Korrektheit der Inhalte.

Verlag & Umschlaggestaltung:© Sandra BrandtAlte Bergstraße 9, 64665 Alsbach-Hähnlein0160 - 76 54 [email protected]://www.bioresonanz-tiere.de/

Bilder:Sandra Brandt
(https://www.bioresonanz-tiere.de/)Constanze Schneider (https://constanzeschneider.de/)

Vertrieb: epubli – ein Service der neopubli GmbH, Berlin

ISBN: 978-3-757526-41-2

Diesen Ratgeber widme allen Katzen auf dieser Erde. Sie gehören zu den wunderbarsten Wesen, die die Natur geschaffen hat.

Ihren Menschen wünsche ich große Freude bei der Umsetzung.

Vorwort

Natürliches Bewegungs- und Spielverhalten der Katze

Futterspiele

Spielangel, Wedel, Mäuschen, Bällchen & Co.

Nasenarbeit: Geruchsneugier fördern

Aus dem Haushalt und dem Alltag

Kratzmöbel

Abwechslungsreiche Snacks

Bürsten

Ausblickplätze

Klickertraining

Leinentraining

Zu guter Letzt

Die Autorin

Vorwort

Katzen haben sich zu den beliebtesten Haustieren gemausert.

Sie sind wunderschön und sehr schlau.

Weil die Menschen sie so lieben, werden sie immer häufiger in reiner Wohnungshaltung gehalten.

Sehr häufig kommt es zu Problemen im Zusammenleben mit den Katzen. Die Katzen zerkratzen die Möbel, sie markieren, oder benutzen das Katzenklo nicht. Sie wecken ihre Menschen schon früh morgens, oder kratzen und beißen ihre Menschen.

Es mangelt der Katze. Es mangelt ihr an Abwechslung in ihrem kleinen Revier. Es mangelt ihr an Beschäftigung.

Katzen haben in der freien Natur eine Reviergröße von rund 0,5-1 qkm. Die Reviere von Katern sind deutlich größer als die der Katzen. Die Katzen verteidigen ihre kleineren Reviere jedoch vehementer.

Ihr Revier besteht aus zwei Teilen: dem Kernrevier und dem Streifgebiet.

Das Kernrevier ist ihr privater Bereich, ihr Heim. Hier wohnt sie, hier schläft sie, sie zieht ihre Jungen auf, frisst und entspannt. Ihre Markierungen setzt sie hier vorwiegend mit dem Köpfchen und den Krallen.

Das Streifgebiet ist ihr Jagdrevier. Neben dem Jagen pflegt sie hier auch Sozialkontakte zum anderen Katzen. Ist sie potent, sucht sie hier ihre Paarungspartner. In diesem Teil des Reviers wird sehr viel mit Harn markiert, und auch mit Kot. Aber auch Kratzmarkierungen werden hinterlassen.

Markierungen müssen regelmäßig aufgefrischt werden, damit den anderen Katzen nicht entgeht, wer hier Besitzansprüche stellt. Da hat die Katze schon viel zu tun jeden Tag.

Harnmarkierung ist eine wichtige Kommunikationsform unter Katzen. Sie übermitteln ihre Identität, ihr Geschlecht, ihre Stimmung wie auch Besitzansprüche. Und vermutlich noch viel mehr.

Mit den Harnmarken sprechen Sie sogar ab, wer wann in dem Streifgebiet Wegerechte hat. So kann es sein, dass eine Katze morgens den Weg entlang der Mauer beschreitet, während die andere auf der Mauer läuft. Zu einer anderen Tageszeit kann das genau umgekehrt ablaufen. Auf diese Weise vermeiden Katzen Konflikte.

Das sind schon mal eine Menge Aktivitäten. Um sich ausreichend zu ernähren, erjagen frei und wildlebende Katzen rund 10-15 Mäuse und andere Nager oder auch Vögel. Das klingt erstaunlich viel, wenn wir aber bedenken, wieviel mehr sich eine freilebende Katze bewegt, die womöglich auch potent ist, das wird schnell klar, dass sie einen besonders hohen Energieverbrauch hat.

Unsere Stubentiger müssen hier nicht so eine hohe Leistung erbringen. Der Haken an dieser Sache ist aber, dass sie es doch eigentlich gerne möchten.

Sie möchten jagen, sie möchten erkunden, sie möchten sich Sozialpartner aussuchen, sie möchten ihr Revier abstecken und auch mal darum kämpfen.

Katzen sind kleine Hochleistungsmaschinen.

Sie sind Raubtiere, hervorragende Kämpfer, blitzschnell, akrobatisch und voller Power. Sie sind auch Fluchttiere.

Sie leiden Kummer, wenn sie zu wenig zu tun haben. Dieser Kummer äußert sich in Unsauberkeit, Harnmarkieren, Aggression oder anderen unerwünschten Verhaltensweisen. Oder auch in Lethargie. Letzteres ist sehr schlimm, da der Stress der Katze nicht erkannt wird. Es wird an- und hingenommen, dass die Katze einfach „besonders ruhig“ ist.

Viele Probleme im Zusammenleben mit Katzen lassen sich bereits mit mehr Abwechslung und Beschäftigung deutlich verbessern. Mehr Beschäftigung für die Katze einer der wichtigsten Empfehlungen, die ich den Katzenmenschen ans Herz lege.

Mit diesem Ratgeber möchte ich ein Pott Püree an Ideen und Inspirationen liefern, wie der Alltag der Katze abwechslungsreicher und aufregender gestaltet werden kann.

Für ein Harmonisches Zusammenleben, entspannte Katzen und glückliche Menschen.

Natürliches Bewegungs- und Spielverhalten der Katze

Katzen sind zwar einfacher in der Haltung als Hunde, weil sie nicht mehrmals am Tag bei Wind und Wetter Gassi geführt werden müssen. Das heißt jedoch nicht, dass sie weniger Aufmerksamkeit und Beschäftigung brauchen.

Das Maß an Beschäftigung, welches Katzen benötigen, hängt ab von Alter, Rasse, Haltung, Reviergestaltung und Charakter der Katze. Die meisten erwachsenen gesunden Katzen schlafen und dösen rund 18 Stunden am Tag. Ungefähr 2-3 Stunden pro Tag werden der Körperpflege gewidmet. Die restlichen 3-4 Stunden verbringen die Katzen mit erkunden, spielen, jagen, fressen und Sozialkontakten.

Je nachdem wie gut die Katze sich selbst beschäftigen kann, ob sie Artgenossen hat, mit denen sie sich beschäftigt, ob sie eine Freigängerin ist oder eine reine Wohnungskatze, gilt es diese Zeit, oder zumindest einen guten Teil davon, kreativ zu füllen, um Langeweile zu vertreiben und Verhaltensprobleme zu verhindern.

Aktive Katzen sind fitter, ausgelasteter, glücklicher und gesünder.

Junge Katzen bis zu einem Alter von ca. 1-1,5 Jahren benötigen deutlich mehr Beschäftigung. Sie schlafen auch noch nicht so lange, so dass es auch häufiger zu nächtlichen Spielsessions kommen kann, zum Leidwesen ihrer Menschen.

Keine Sorge, dieser starke Spieltrieb lässt mit dem Erwachsenwerden nach. Im Falle solcher jungen Rabauken, ist es wichtig Geduld zu haben. Bei ihren nächtlichen Spielanfällen sollte die Junge Katze keine Aufmerksamkeit bekommen. Ein paar gute Ohrstöpsel können Abhilfe schaffen.

Diese Empfehlung mag lapidar klingen, hat aber folgenden wichtigen Grund: Wenn die Katze bei ihren nächtlichen Aktivitäten immer wieder Aufmerksamkeit bekommt, weil ihre Menschen aufstehen, ihre Katze Maßregeln oder gar Futter geben, damit sie ruhig ist, ist das belohnend. Ihr Verhalten wird belohnt und verstärkt.

Aufmerksamkeit ist ein Verstärker für das stattfindende Verhalten.

Ältere Katzen, hingegen, benötigen viel mehr Ruhe.

Ab einem Alter von 1,5 bis 2,5 Jahren, wenn die Katzen erwachsen sind, lässt der starke Spieltrieb, mit dem noch viel trainiert, geübt und gelernt wird, nach. Das ist auch so gewollt von der Mutternatur, denn zu viel Spieltrieb im Erwachsenenalter wäre pure Energieverschwendung.

Es ist durchaus eine Herausforderung bei der erwachsenen Katze einen Spieltrieb zu erhalten.

Dann gibt besonders ruhige Rassen, die mit weniger Aktivität zufrieden sind, wie z. B. Ragdoll, Perser, Heilige Birma und Main Coon.

Genauso gibt es energiegeladene Rassen, die aktiver sind und entsprechend mehr Beschäftigung benötigen, wie z. B. die asiatische Rassen oder die Wildhybriden, wie der Bengale oder die Savannah Katze.

Die gewöhnlichen Hauskatzen sind stets ein Überraschungspaket, bei dem uns alles erwarten kann an Temperament und Anspruch.

WAS HEIßt „BESCHÄFTIGUNG“?

Zur Beschäftigung gehört nicht nur Spiel & Action. Auch bürsten, schmusen und fressen zählen dazu. Letzteres ist ein ganz wesentlicher Punkt in Sachen Beschäftigung, auf den ich später noch genauer eingehe.

Ganz wichtig für alle Katzen: Abwechslungsreich muss es sein. Immer die gleichen Spiele langweilen irgendwann jede Katze. Sie sind eben auch sehr intelligent.

Es ist wichtig die Katzen nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszulasten.

BEWEGUNG ENTSPANNT

Bewegung löst angestaute Energien und Anspannungen. Bewegung entspannt die Katzen. Entspannte Katzen sind ausgeglichener und lernen besser. Außerdem stärkt Beschäftigung die Bindung zwischen Katzen und ihren Menschen.

Ängstlichen und unsicheren Katzen hilft Bewegung und Beschäftigung das Selbstbewusstsein zu stärken, denn es beschert ihnen viele Erfolgserlebnisse.

KATZEN SIND JÄGER

In freier Wildbahn erjagen Katzen täglich rund 10-15 Mäuse um sich zu ernähren. Nicht jede Jagd ist auf Anhieb erfolgreich. Sie stromern durch ihr Revier auf der Suche nach Beute, Konkurrenten oder Paarungspartnern.

Sie kontrollieren, markieren und verteidigen ihr Revier und erkunden immer wieder neue Gebiete. Sie paaren sich und ziehen Junge auf. Das sind jede Menge Aktivitäten im Tagesverlauf einer freilebenden Katze.

Unsere Katzen im Hausstand müssen das alles nicht tun, und dennoch stecken all diese Verhaltensweisen in ihnen. Und sie wollen gelebt werden. Wenn auch bei vielen Haus- und Rassekatzen in mehr oder weniger abgeschwächter Form, im Vergleich zu ihren wildlebenden Artgenossen.